Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Das Spiel mit dem Schöpfer bis zur Erschöpfung

Ohne uns leidet der Schöpfer sehr stark. Er hat den Willen zu geben, zu sättigen, auszustrahlen. Es gibt aber niemanden, der empfängt.

Frage: Wollen wir etwa nicht gesättigt werden und empfangen?

Antwort: Wir wollen nicht von Ihm und nicht durch Ihn gesättigt werden! Deshalb würde ich sagen, dass es hier wie ein Nervenkrieg ist, wer zuerst aufgibt und sagt: „Ich liebe dich!“.

Das ist natürlich in Wirklichkeit ein Spiel bis zur Erschöpfung.

Frage: Woher kommt unsere Identität, wenn wir den Schöpfer ergänzen, wie Sie sagen?

Antwort: Darin, dass wir für den Schöpfer in der Handlung notwendig werden, wir sind ohnehin unabdinglich, aber in der Handlung, darin, dass wir uns Ihm nähern, uns mit Ihm verbinden, mit Ihm verschmelzen, darin, dass wir das Universum ergänzen. Wir rufen im gesamten Universum eine Erfüllung hervor – das höchste Licht, das die ganze Schöpfung erfüllt. Ohne uns wäre es leer, kalt und dunkel.

Frage: Welche Ergänzung erwartet Er genau von uns?

Antwort: Dass wir das Licht einschalten, dass wir tatsächlich das Licht in dieser Welt einschalten. Damit das Universum mit dem Licht des Schöpfers, der Liebe, der Güte der Vereinigung und der Vollkommenheit in allen Formen erfüllt wird.

Bemerkung: Dabei sagen Sie es uns heute, wenn man nicht weiß, wohin man fliehen soll. Mit diesen wahnsinnigen Kriegen…

Antwort: Man muss nichts unternehmen. Man muss nur ruhig warten, im Vertrauen, dass es geschehen muss.

Frage: Muss man es trotzdem wollen?

Antwort: Ja. Man muss wollen und bitten. In aller Stille den Schöpfer bitten.

Frage: Ist das alles, was von uns verlangt wird?

Antwort: Ja. Ohne unnötigen Lärm, ohne Erklärungen, ohne Streit, einfach ohne alles.

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Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“

 

Auf welches Gebet antwortet der Schöpfer?

Frage: Heute beginnen viele Menschen zu beten, selbst jene, die früher eher pragmatisch eingestellt waren. Die Frage lautet: „Was ist ein gutes Gebet?“ Das heißt, welches Gebet wird vom Schöpfer erhört?

Antwort: Der Schöpfer hört alle Bitten, alle Gebete! Die Frage ist nur, auf welche davon er antwortet.

Alles was ein Mensch verlangt, wofür er schreit, bittet oder fleht, all das wird gehört. Die entscheidende Frage ist: Worauf reagiert der Schöpfer?

Nur in dem Maße, in dem die Bitte von unten, also vom Menschen, mit Seinem Plan, mit Seinem höheren Willen übereinstimmt. Wenn unsere Wünsche mit dem Wunsch des Schöpfers übereinstimmen, dann geschieht es.

Frage: Was für ein Wunsch muss es in diesem Fall sein?

Antwort: Der Wunsch nach Annäherung, Verbindung und Verschmelzung der Menschen untereinander in völliger Ähnlichkeit zueinander, in einem Zustand der Liebe. Das ist es, was der Schöpfer will. Seine höchste Eigenschaft im Verhältnis zu den Menschen ist die Liebe.

Kommentar: Das heißt, egal in welchem Konflikt wir uns befinden, egal wie sehr wir uns hassen…

Antwort: Wir sind dennoch verpflichtet, zu dieser Verbindung zu gelangen.

Frage: Soll man darum beten, dass in einem die Liebe zu denjenigen entsteht, die man hasst?

Antwort: Ja.

Frage: Was ist Liebe?

Antwort: Liebe ist, wenn man sich mit all seinen physischen, moralischen, psychologischen und sonstigen Eigenschaften, Qualitäten und Kräften, vollständig darauf ausrichtest, allen außerhalb von einem zu helfen und sie zu erfüllen.

Liebe ist, wenn man sich vom egoistischen Denken abwendet.

Frage: Wird dieses Gebet erhört werden?

Antwort: Es wird mit Sicherheit erhört werden. Wenn man es wirklich will. Nicht wenn man es nur ausspricht, sondern wenn man es tatsächlich im tiefen Inneren wünscht.

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Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman”

 

Welches Gefäß eignet sich für das Licht?

Der Schöpfer erfüllt alles, Er ist überall. Wir befinden uns im Ozean des höheren Lichts, der höheren Kraft, die gut ist und alles durchdringt. Doch wir können sie nur in dem Maße spüren, wie wir ein geeignetes Kli, ein Gefäß, dafür haben. Denn man kann nicht mit einem Sack, der für Mehl gedacht ist, Wasser schöpfen. Was für ein Kli ist also geeignet, um den Schöpfer zu spüren, die höhere Kraft wahrzunehmen und sie sogar zu messen?

Dieses spirituelle Gefäß ist die Furcht. Stattdessen bringen wir jedoch ein Kli, das völlig ungeeignet ist für die Offenbarung des Schöpfers, und deshalb leben wir in Dunkelheit. Das einzige Problem liegt im Gefäß, denn der Schöpfer erfüllt die gesamte Realität. Es gibt nichts außer dem Schöpfer – Er ist die gemeinsame Kraft der Natur.

Die ganze Freude des Schöpfers besteht darin, sich den Geschöpfen zu offenbaren, denn nur so kann Er ihnen Genuss schenken. Im Moment wirkt Er im Verborgenen auf uns ein, was Ihm jedoch keine Freude bereitet. Deshalb wollen wir den Schöpfer offenbaren und von Ihm erfüllt werden – um Ihm Freude zu bereiten. Das bedeutet: Wir sehnen uns nicht danach, das höhere Licht in uns selbst zu empfangen, sondern wir möchten dem Schöpfer die Möglichkeit geben, uns zu erfüllen.

Wir wollen unsere Liebe zum Schöpfer ausdrücken, damit Er Seine Liebe zu den Geschöpfen offenbaren kann. All das geschieht durch die gegenseitige Kraft des Gebens – durch das reflektierte Licht von Seiten der Geschöpfe und durch das direkte Licht von Seiten des Schöpfers.

Deshalb müssen wir ein Gefäß für die Offenbarung des Schöpfers aufbauen, das „Furcht vor dem Schöpfer“ genannt wird. Das heißt, wir fürchten, Ihm nicht die Bedingungen geben zu können, um uns zu erfüllen.

Wir möchten uns dem Schöpfer hingeben, damit Er uns erfüllt, sich an uns erfreut und mit uns macht, was Er will. Deshalb beschränken wir zuerst unser Ego, den Willen, Genuss für uns selbst zu empfangen, und geben uns dann dem Schöpfer hin – im Glauben über dem Verstand. In dem Maße wird der Schöpfer unser Kli korrigieren und es füllen können.

Der Schöpfer weiß, wie Er uns in ein Gefäß verwandeln kann, das für Sein Licht geeignet ist. Das ist überhaupt nicht einfach, denn es gibt viele verschiedene Lichter, für die jeweils unterschiedliche Gefäße nötig sind – so wie man für Wasser, Mehl und Getreide jeweils andere Behälter braucht. Für jede Füllung gibt es ein geeignetes Gefäß, und wir selbst sind nicht in der Lage, es zu erschaffen; nur der Schöpfer kann das. Doch Er wird es in dem Maße tun, wie wir uns selbst annullieren.

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Aus dem täglichen Unterricht zum Artikel vom Baal HaSulam, Shamati 38, „Die Furcht vor dem Schöpfer ist sein Schatz“.

Popularisierung der Kabbala

Kommentar: Der bekannte Kabbalist Berg zieht Menschen durch allerlei Mythen an. Er bietet ihnen sozusagen eine „Süßigkeit“ an, also das, was sie sich wünschen.

Antwort: Ich denke, dass Berg viel zur Popularisierung der Kabbala beigetragen hat. Ich kenne ihn persönlich. Natürlich ist die Kabbala bei ihm keine authentische Kabbala. Vielmehr hat er sie vom Sockel der dunklen Mächte auf einen leicht verständlichen Weg heruntergebrochen, der den Menschen im Leben helfen kann, etwas Angenehmes zu tun.

Natürlich hat er, wie jeder Amerikaner, daraus ein leichtes, aber auch ein großes Geschäft gemacht. Er hat aus einer dunklen, geheimnisvollen Kraft, aus einer Geheimlehre, die etwas Düsteres und Bedrohliches hat, eine „Madonna“ gemacht. Das ist bedeutsam.

Man sieht, wie der Schöpfer für jeden seinen Nutzen findet und die Kabbala nach und nach den Menschen näherbringt. Ich bin dazu nicht in der Lage. Ich bin von Natur aus Wissenschaftler, Methodiker, Lehrer und Organisator. Er ist es nicht. Sein Beruf ist Versicherungsvertreter. Und er ist wirklich ein Vertreter. Er hat das Richtige getan.

Heute ist das Wort „Kabbala“ nicht mehr unheimlich, geheimnisvoll oder beängstigend. Es wurde den Menschen schon immer beigebracht, dass man sich vor ihr in Acht nehmen sollte. Berg hat daraus etwas sehr Gutes gemacht. Besser gesagt, nicht er hat es getan, sondern der Schöpfer durch ihn. So hat er die Idee vermittelt: „Habt keine Angst vor der Kabbala.“

Wir erklären weiter, dass die Kabbala über Liebe, Gleichheit und Verbindung zwischen uns spricht, in der sich der Schöpfer, die höhere Welt, das höhere Leben – ewig, vollkommen- offenbart.

Das heißt, wir verkaufen in diesem Leben nichts: Komm, zahle, kaufe, und es wird gut. Vielmehr sagen wir: Komm, lerne, dich zu verändern und erreiche alles von selbst – kostenlos. Der Mensch hat keine Angst mehr und denkt nicht, dass wir ihn täuschen, denn die einschüchternde Maske der Kabbala ist weg.  

Frage: Sind Sie gegen die „Süßigkeiten“, die das Wahre überschatten?  

Antwort: Natürlich. Ich verstehe, wie sehr sie in der Welt gewirkt haben. Nach ihnen ist die Einstellung zur Kabbala völlig anders. Natürlich sind das alles Lügen. Was soll man machen? So lernen wir. Wenn wir als Kinder mit Spielsachen spielen, ist das nicht ernst? Doch durch das Spielen werden wir ernsthafte Menschen. So durchläuft die Menschheit verschiedene Entwicklungsstufen.

Man sollte nichts ablehnen. Für alles gibt es einen Platz in der Welt. Man muss es nur richtig anwenden. Ich bin der Meinung, dass Berg seine Mission erfüllt hat.

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Aus dem Gespräch: „Mein Telefon klingelte.“ KGB, Mossad, Madonna“

 

Das Fest Schawuot naht

Und siehe, das Schawuot-Fest naht – die Zeit der Gabe unserer Tora. Das bedeutet, dass der Schöpfer sich im Herzen des Menschen kleidet, das heißt, dass sich die Tora im Herzen jedes Einzelnen aus dem Volk Israel kleidet.Rabash, Brief 52

Die Tora kleidet sich ins Herz des Menschen, das heißt, der Mensch spürt in diesen Tagen eine Verbindung mit dem Schöpfer, wie er sie an keinem anderen Tag, zu keiner anderen Zeit, gespürt hat. In diesen Tagen nähert sich der Schöpfer Seinem Volk, und alle empfinden, dass dies ein Feiertag ist.

Und wenn wir diesen Feiertag nicht empfinden, dann sollten wir unser Herz öffnen und in es hineinlassen, was in diesen Tagen erfassbar ist – um zu spüren, dass der Schöpfer innerhalb Seines Volkes weilt. Wenn das Fest nur schwach empfunden wird, sollte man überprüfen, was uns in der Vorbereitung darauf fehlt – also in der Bereitschaft, die Tora zu empfangen.

Wenn die Tora sich ins Herz kleidet und der Mensch das Licht der Tora im Herzen spürt, beginnt er, die Tora entsprechend diesem „Kleid“ auszuführen. Das heißt, der Wille des Schöpfers tritt ins Herz des Menschen ein, und nun verpflichtet ihn das Herz selbst, die Tora mit Liebe und Freude zu erfüllen.

Wenn wir uns an allen Tagen von Pessach bis Schawuot auf den Empfang der Tora vorbereiten, dann werden wir an diesem Feiertag bereit sein, sie zu empfangen. Anfänglich ist das Herz des Menschen egoistisch, doch es verändert sich durch die Zustände, die man durchläuft, und nähert sich schließlich dem an, was der Schöpfer von ihm verlangt. Und das bedeutet, dass sich die Tora im Herzen des Menschen kleidet.

Ein Zeichen dafür, dass der Mensch bereit ist, die Tora zu empfangen, ist seine Zustimmung, sein Herz zu öffnen und all das Licht, das zu ihm kommt, in sich aufzunehmen – um zu empfinden, dass der Schöpfer in seinem Herzen Wohnung genommen hat.

Es heißt, dass als das Volk sich am Fuße des Berges Sinai versammelte, der Schöpfer ihnen eine Bedingung stellte: Entweder ihr empfangt die Tora, oder dies wird euer Grab. Das heißt, es wird eine Bedingung gestellt: Entweder man haftet sich an den Schöpfer an – oder man verbleibt in Trennung. Die Zeit der Wahl ist gekommen. Und wir wählen die Einheit, die Verbindung – und durch diese Entscheidung beginnt das Fest!

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Aus dem Unterricht über den Artikel „Die Gabe der Tora“, 01.06.2025

Der Schöpfer liest unsere Herzen

Frage: Welche Art von Herz wünscht sich der Schöpfer?

Antwort: Der Schöpfer möchte die Herzen fühlen, die Ihn lieben. Es sind die Herzen derer, die sich miteinander verbinden wollen, um sich danach mit Ihm zu verbinden.

Frage: Wie können unsere egoistischen Herzen Liebe zum Schöpfer zeigen und sie empfinden?

Antwort: Nur durch Empfindungen – auf keine andere Weise. Denn der Schöpfer versteht, fühlt und liest unsere Herzen.

Wenn du ein Gefühl der Liebe zum Schöpfer hast, dann wird es sich offenbaren. Der Schöpfer wird helfen, dass es sich offenbart – und zwar so sehr, dass du es tatsächlich fühlen wirst.

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Aus dem Unterricht zu einem Artikel aus dem Buch Shamati 21, „Wenn der Mensch fühlt, dass er sich in einem spirituellen Aufstieg befindet“

„Erinnere dich an den Tag, als ihr aus Ägypten ausgezogen seid“

Frage: Was bedeutet die Aufforderung „Erinnere dich an den Tag, als ihr aus Ägypten ausgezogen seid“ für die innere Arbeit des Menschen?

Antwort: Im Sohar (Kapitel „Bo“, p.121) wird darauf hingewiesen, dass der Auszug aus Ägypten in der Tora 50 Mal erwähnt wird. Es wird betont, dass der Mensch sich täglich als jemand sehen sollte, der aus Ägypten auszieht, da unsere gesamte spirituelle Arbeit in Bezug auf diesen Zustand stattfindet.

Die spirituelle Arbeit des Menschen, die zur Korrektur seiner egoistischen Natur führt, beginnt mit dem Zustand „Abraham“ – dem Keim der Eigenschaft des Gebens. Doch wie entwickelt man diese Eigenschaft?

Deshalb stellt sich in einem Menschen die Frage “Abrahams” an den Schöpfer: „Wie werden meine Nachkommen das große Land erben?“ (Kapitel „Lech Lecha“). Das bedeutet, wie kann ich in mir (meinen Nachkommen – meinen zukünftigen Zuständen) das große Verlangen nach Geben und Liebe entwickeln, um von Dir das Licht der Unendlichkeit zu empfangen?

Die Antwort des Schöpfers an Abraham lautet: „Wisse, dass deine Nachkommen 400 Jahre im Exil sein werden.“ Diese 400 Jahre spiegeln alle vier Ebenen des Egoismus wider. Der Schöpfer zeigt dem Menschen, dass er tief in den Egoismus eintauchen wird, um ein Verlangen zu entwickeln, das dem Licht der Unendlichkeit entspricht.

Zunächst wird der Mensch von dem Verlangen durchdrungen sein, alles zu konsumieren. Doch bald wird er erkennen, dass dieser Zustand fehlerhaft ist, und er wird den Wunsch verspüren, daraus auszutreten. Nachdem der Mensch aus diesem Zustand herausgetreten ist, beginnt er, sein egoistisches Verlangen in ein gebendes zu korrigieren. Dies symbolisiert den Auszug aus Ägypten und den Übergang ins Heilige Land.

Auf diese Weise wird der Mensch allmählich seinen erworbenen Egoismus korrigieren und auf 125 Stufen bis zur vollständigen Korrektur (Gmar Tikun) aufsteigen.

Somit gliedert sich unser spiritueller Weg in drei Etappen:

1. Vom Ausgangspunkt (Abraham, das Streben nach der Offenbarung des Schöpfers) zum Eintritt nach Ägypten.

2. In Ägypten – Entwicklung des Strebens zum Schöpfer, was zur Offenbarung des Egoismus führt, das Bewusstsein, dass es böse ist, und der Auszug daraus.

3. Die Korrektur dieses egoistischen Verlangens bis zur vollständigen Korrektur.

Alles dreht sich um „Ägypten“ – ein Teil unseres Weges „vor ihm“ und ein Teil des Weges – „nach ihm“. Ägypten ist der zentrale Punkt. Deshalb sollte jeder Mensch jeden Tag in sich fühlen, dass er aus Ägypten herausgeht – das bedeutet, jeden Tag einen Teil seines egoistischen Verlangens zu korrigieren und dafür neues Licht zu empfangen. Dieser Prozess wird als „neuer Tag“ bezeichnet und setzt sich auf allen Stufen fort.

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Aus einer Lektion über das Buch Sohar.

Ohne Exil kann keine Erlösung erreicht werden.

Die Stufe „Nefesh Ruach de Ruach“ (WaK de Ruach) bedeutet Exil. GaR de Ruach bedeutet hingegen die Erlösung. Ruach ist bereits der Beginn der Arbeit.

WaK de Ruach sind unsere Bemühungen, alles Mögliche zu unternehmen, bis wir den Kontakt mit dem Licht erreichen, deswegen wird dies als Exil bezeichnet.

Es ist unmöglich, das Exil auf einer geringeren Stufe als WaK de-Ruach zu erfahren.

Ein Mensch kommt zum Studium und versteht nicht, von welchem Exil die Rede ist. Aber wenn wir die Verbindung zwischen uns richtig entwickeln, indem wir den Schöpfer offenbaren, wird das als Erlösung bezeichnet. Die fehlende Verbindung zwischen uns, aufgrund derer die Eigenschaften des Gebens und der Liebe, die man Schöpfer nennt, in uns nicht geweckt werden, bezeichnet man als Exil.

Auf diese Weise können wir beginnen, unsere Beziehungen zu klassifizieren: Wenn die Kraft unserer Verbindung größer ist als die unbelebte Stufe, und sie WaK de Ruach erreicht hat, wird sie als Exil betrachtet. Wir spüren aber dabei, dass wir uns im Exil befinden, wir haben das Bedürfnis, das volle Licht von Ruach zu offenbaren, d.h. GaR de Ruach, was bereits Bewegung, d.h. das Gefühl des Lebens, der inneren Kraft, bedeutet.

Das Wichtigste ist, sich an die Tatsache zu gewöhnen, dass es die ganze Zeit um den Aufbau der zehn Sefirot in der Verbindung zwischen uns geht. Im Laufe dieser Arbeit gehen wir durch alle möglichen Veränderungen, Zustände, von denen einige als Exil bezeichnet werden. In dem Maße, wie wir uns bemühen, Hilfe von oben heranzuziehen, kommen wir voran. Das ist die Arbeit im ägyptischen Exil.

Wenn wir nicht bitten, nicht beten, keine Versuche zur Verbindung unternehmen, die uns zum Gebet führen, gehen wir nicht durch das Exil, wir machen keine Fortschritte in Richtung Erlösung. Schließlich ist die Zeit in der Spiritualität die Anzahl der Veränderungen, die wir versuchen vorzunehmen.

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Aus dem Unterricht von „TES“

Zwei Stufen der Bürgschaft

Derjenige, dessen Verlangen direkt zum Schöpfer gerichtet ist, erkennt, dass der Schöpfer sich in einer richtigen wechselseitigen Beziehung zwischen den Seelen enthüllen lässt. Diese Beziehung entwickelt sich in der Gruppe in zwei Schritten:

1. Der Aufstieg zur Stufe von Bina, Chafez Chessed, wo der Mensch sich als einen Abgesandten, der über dem Wissen handelt, wahrnimmt.

Zuerst erkennt er, dass er sich in der Gewalt des Egoismus befindet. Wie kommt man denn aus dieser Falle heraus? – Mit Hilfe eines Beispiels, das der Mensch nur von der Umgebung bekommen kann.

Wenn der Mensch dieses Beispiel über dem Verstand und dem Gefühl, sprich „über dem Wissen“ annimmt, wenn er a) in Übereinstimmung mit der Gruppe und b) entgegen sich selbst handelt, dann ist genau das auch die richtige Handlung, die darauf gerichtet ist, das Zerbrechen zu erkennen und zu korrigieren und dadurch spirituell aufzusteigen.

Indem ich an den Werten der Umgebung und nicht an meinen eigenen Werten, Gedanken und Berechnungen festhalte, rufe ich die Einwirkung des Lichts auf mich hervor.

Denn in einem solchen Fall entsprechen meine Handlungen der Eigenschaft des Lichts, und aus diesem Grund rufe ich das Licht über die Umgebung – über das System, in dem ich die Einheit wiederherstelle – hervor.

Auf diese Weise entsteht in mir allmählich ein Gefäß, das „Chafez Chessed“ oder „über dem Wissen“ heißt. Letztendlich verwende ich nur die Eigenschaft des Gebens, die Kraft des Gebens, das Gefäß des Gebens.

Was bedeutet das? Der Verstand und das Gefühl sind nicht von mir, ich habe sie gegen jene von der Gruppe eingetauscht, ich bin ein Abgesandter der Freunde an den Schöpfer. Das, was sie schätzen, nehme ich an und führe es aus.

Mir ist vollkommen unwichtig, was in dem Päckchen drin ist, wofür es abgeschickt wurde. Es gibt nur eine Berechnung – mich von mir selbst loszusagen und ihren Wunsch zu erfüllen. Auf diese Weise steige ich zur ersten Stufe der Bürgschaft auf.

2. Und dann will ich eine aktivere Rolle spielen, ohne mich nur mit den Funktionen eines Abgesandten zufrieden zu geben. Ich stelle fest, dass ich zu einem Übergangsglied werden kann: ich kann nicht nur das, was mir gegeben wird, weiterleiten, sondern auch selbständig das Licht anziehen und weitergeben.

So sieht der zweite Schritt aus – die Rückkehr aus Liebe, über Bina. Hier enthülle ich das Leuchten von Chochma und gebe es an die anderen im gleichen Netz, das ich auf der Stufe von Bina aufgebaut habe, weiter. Ich erfülle die anderen mit all dem, was ich für sie nur empfangen kann – und dann beginne ich, das Schöpfungsziel wahrzunehmen.

Gerade durch diese Arbeit werde ich den Schöpfer erkennen, ich werde erkennen, dass es niemanden außer Ihm gibt. Im Endeffekt erlange ich das Streben „direkt zum Schöpfer“ und werde zum Bürgen für die anderen.

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Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash

Egoismus mit Liebe überdecken

Frage: Es gibt Freunde, für die man ein Gefühl der Liebe empfindet und bereit ist, sich zu annullieren und sich um sie zu kümmern. Es gibt Freunde, für die man einen grundlosen Hass empfindet, den man selbst nicht versteht. Woher bekommt man die Kraft diesen Hass mit Liebe zu überdecken?

Antwort: Nur, indem man den Schöpfer bittet, einem zu zeigen, dass alles was man gegenüber anderen Menschen empfindet, von Ihm in einem geweckt wird.

Dann wir dman sehen das dieser Freund nichts damit zu tun hat. Der Schöpfer erweckt solche Gefühle gegenüber diesem Menschen, um einen zu erziehen.

Frage: Manchmal kommt es bei den Treffen im Zehner zu einer Art Verbindung und dann empfinde ich Liebe für diesen Freund, für den ich Hass empfunden habe, aber dann vergeht es wieder. Wie kann man diesen Zustand festhalten?

Antwort: Man braucht nichts festzuhalten! Dankt einfach dem Schöpfer dafür, dass er den Hass in Liebe zu diesem Menschen verwandelt hat. Bittet Ihn, die gleiche Liebe auch allen anderen im Zehner zu geben und dann allen Menschen auf der Welt. Es spielt keine Rolle an wen. Bittet darum, jeden auf dieselbe Weise zu behandeln.

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Aus der Lektion über Fragen und Antworten