Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Liebe'

Die letzte Prophezeiung von Baal HaSulam

Und es geschah am Morgen: Ich schaute auf und sah Ihn im Himmeln sitzen. Und er sprach zu mir: Wenn du den Völkern einen Weg bahnen und den Geist des Lebens in ihnen erwecken kannst, werden die Dinge, die ich durch dich vorbereitet habe, vollendet werden.

Bemerkung: Ich erinnere mich an die genaue Übersetzung: „Wenn du das Antlitz der Menschen wiederherstellen und den Geist Gottes in sie einhauchen kannst, wird alles erfüllt werden, was ich durch dich vorbereitet habe. Dies ist die letzte Prophezeiung von Baal HaSulam.

Antwort: Der Punkt ist, dass wir die Übersetzung nur erleichtern, damit die Menschen die Idee der Korrektur wirklich verstehen. Aber im Allgemeinen lebt natürlich die Kraft von Baal HaSulam in seinen Schriften weiter.

Durch die Verbindung mit dem Schöpfer, der höheren Kraft und durch seine Kommentare zum Zohar und allen anderen Schriften können wir diesem Ziel nähern kommen.

Alles was uns praktisch korrigiert, ist jenes zweischneidige Schwert, welches er vom Schöpfer erhalten hat und mit dessen Hilfe wir uns erheben, uns korrigieren, von der egoistischen Einstellung gegenüber der Welt zur Liebe und zum Geben übergehen.

Frage: Was ist das „Antlitz des Menschen“?

Antwort: Das „Antlitz des Menschen“ bedeutet „ähnlich dem Schöpfer“, denn der Mensch, Adam, kommt vom Wort „ähnlich“ dem Schöpfer.

Das heißt, der Schöpfer sagt zu Baal HaSulam: „Mach, dass die Menschen mir ähnlich werden. Dafür gebe ich dir ein Schwert.

Aus der Fernsehsendung, „Kraft des Buches Zohar“ Nr. 5

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Wie die Pandemie religiösen Glauben gestärkt hat

Wenn man sich nicht mit einer düsteren Realität abfinden kann, ist der Blick zum Himmel eine instinktive Reaktion. In den USA hat die COVID-19-Pandemie seit dem Ausbruch des Virus innerhalb eines Jahres eine halbe Million Menschenleben gefordert. Eine aktuelle Umfrage des Pew Forschungszentrum zeigt, dass Menschen aus wirtschaftlich entwickelten Ländern meinen, der Ausbruch von COVID-19 habe ihren religiösen Glauben gestärkt – insbesondere in den USA, wo fast drei von zehn amerikanischen Erwachsenen sagen, die Coronavirus-Plage habe ihren Glauben gestärkt.

Die Weiterentwicklung der Gesellschaft hat uns von der Natur distanziert; daher sind wir uns ihrer Führung nicht bewusst und fühlen uns ihr gegenüber umso wehrloser. So stehen wir trotz unserer enormen technologischen Fähigkeiten hilflos vor globalen Epidemien, dem Klimawandel und anderen Krisen. Wir wissen nicht, wohin wir fliehen, wie wir damit fertig werden sollen und sehen sicherlich keine rosige Zukunft am Horizont.

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Offenbaren, probieren und überzeugen Sie sich

Frage: Laut der Kabbala kann ich die Eigenschaften des Schöpfers als das Absolute betrachten und zu Ihm, entsprechend von „süß-bitter“, eine Analyse von „wahr-falsch“ durchführen. Das einzige Problem ist, warum sollte ich glauben, dass der Schöpfer die Eigenschaft des Gebens  ist? Ich fühle es nicht, ich sehe es nicht.

Antwort: Das müssen Sie nicht. Der Punkt ist, dass dies nicht irgendeine Theorie ist, die wir jemandem aufzuzwingen wollen.

Wir versuchen nicht, jemanden zu verführen. Wir bieten den Menschen an, zu sehen, wie die Kabbala die Struktur der Welt der Menschen und seine Interaktion mit der Welt erklärt. Wie es die Natur des Menschen, die Natur der Gesellschaft zeigt. Wie sie uns zeigt, wie wir zu dem bequemsten Zustand kommen können.

Frage: Das ist alles klar. Die Kabbala behauptet, dass der Mensch ein Verlangen zu Empfangen ist. Im Prinzip kann sich jeder selbst überprüfen. Schon nach ein paar Monaten Unterricht versteht man, dass es keine einzige Handlung gibt, die man für jemanden anderen tut. Alles ist für sich selbst, alles ist nur um zu empfangen. Das ist klar. Wo kann man überprüfen, dass der Schöpfer die Eigenschaft des Gebens und der Liebe ist?

Antwort: Darüber wird gesagt: Offenbaren, probieren und überzeugen Sie sich.

Frage: Ist das ein Grundsatz?

Antwort: Natürlich. Sie müssen Ihre Eigenschaften und Sinne so weit entwickeln, dass Sie beginnen, Ihn zu spüren. Es gibt Dinge, die wir nicht empfinden, wie zum Beispiel eine allgemeine Kraft die als eine Art Strahlung um uns herum wirkt und die ich in ihrer natürlichen Form nicht spüren kann. Mir wird angeboten, solche Sensoren zu entwickeln, durch die ich anfangen werde, den Schöpfer zu spüren.

Frage: Genauso haben Wissenschaftler, lange bevor sie das Mikroskop erfunden haben und verschiedene Mikroben entdeckten, es als Maxime angenommen, dass es einige kleine Elemente geben muss. Ist es das Gleiche mit dem Schöpfer?

Antwort: Ja. Für jemanden, der es nicht versteht, ist es nur eine Vermutung.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“, 22.04.2019

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Den Hass in die Liebe verwandeln

Die Welt besteht aus Liebe und Hass mit all seinen Schattierungen. Wenn wir Emotionen wie Liebe oder Hass empfinden, finden in unserem Körper physiologische Prozesse wie Veränderungen der Herzfrequenz, des Blutdrucks, der Muskelspannung, der Säure- und Hormonausschüttung statt, und nur ein kleiner Punkt im Gehirn unterscheidet, ob das was wir fühlen Hass oder der Liebe ist. Was muss sich in uns ändern damit wir die Welt weniger schrecklich und als freundlicher und liebevoller empfinden?

Die Heilung beginnt mit einer Diagnose. Unser innerer Antrieb ist der Wunsch, Freude und Befriedigung zu erhalten, der Wunsch zu genießen. Wenn ich jemanden mit Freude betrachte, dann deshalb weil ich dieser Person gegenüber Liebe bzw. Zuneigung empfinde. Wenn ich hingegen jemanden hasse, fühle ich mich verärgert. Das ist die Wahrheit, egal wie unangenehm es klingt und ob wir uns dieser Einstellung bewusst sind oder nicht. Wenn ich einen geliebten Menschen leiden sehe, dann teile ich seinen Kummer, aber wenn ich eine Person leiden sehe die ich hasse, wird dieses Leid als wohlverdient empfunden.

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Mit wem soll man sich verbinden?

Frage: Nur wenige Menschen sind in der Lage, sich mit ihren Familienangehörigen zu verbinden: Eltern, Ehepartner, die eigenen Kindern. Wie kann ich mich mit fremden Kindern verbinden, wenn ich mich nicht mit meinen eigenen Kindern verbinden kann?

Antwort: Wir verbinden uns nicht mit den Kindern anderer Menschen, sondern mit Gleichgesinnten, die das selbe Ziel wie wir haben: uns über unsere egoistische Natur erheben und die höheren Kräfte wahrnehmen. Mit „höher“ meinen wir nicht irgendwelche mystischen Kräfte, sondern die Kräfte, die über unserem Egoismus stehen.

Alles, was wir jetzt spüren, sind die egoistischen Kräfte der unbelebten, pflanzlichen, belebten und menschlichen Natur. Wir müssen uns darüber erheben. Wir werden dann wirklich beginnen, die ganze Materie, die Natur und das Universum wahrzunehmen.

Dazu brauchen wir noch ein paar Menschen, mit denen wir uns darin üben können, aus uns selbst herauszukommen, aus unserem Egoismus. Nur so können wir außerhalb unseres Egoismus spüren, was existiert. So funktioniert es.

Frage: Und wie wird sich dabei die höhere Kraft offenbaren? Was ist das für ein Gefühl?

Antwort: Es ist die Eigenschaft des Gebens und der Liebe, die uns mit allem und jedem verbinden wird und so werden wir in uns das gesamte Universum einschließen: alle Welten, alle Universen. Alles wird sich plötzlich zu einem System fügen und wir werden es in uns spüren.

Aus der Fernsehsendung „Frag den Kabbalisten“, 31.12.2018

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Die stärkste aller Kräfte

Ob in Partnerschaften, bei der Arbeit, in der Gesellschaft, im eigenen Land oder auf der ganzen Welt, kann man in den verschiedensten Beziehungen und auf jeder beliebigen Stufe Macht, Ausbeutung und Kontrolle beobachten. Woher kommt das und wie können wir mit diesen zerstörerischen Impulsen besser umgehen?

Das Material, aus dem wir gemacht sind, ist das Verlangen zu genießen. Deshalb setzen wir ständig Normen, die eine übermäßige Aktivierung unseres Verlangens zu empfangen auf Kosten anderer als zwanghaft und untauglich definieren. Im Gegensatz zu Tieren, die nach dem Instinkt handeln, hat die Natur dem Menschen die Freiheit der Wahl gegeben, zu entscheiden, wie er andere innerhalb der Gesellschaft behandelt.

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Aus Selbstliebe

09Frage: Man sagt, dass alle Probleme im Leben nur aus Selbstliebe entstehen. Warum ist das so?

Antwort: Was auch immer wir tun, wir tun es zunächst nur aus Liebe zu uns selbst.

Ich liebe mich selbst und ich mache alles, von dem ich denke, dass es mir gefällt und mir hilft mich aufzufüllen. So bin ich um meiner selbst willen bereit, die Natur zu zerstören. Alle Probleme entstehen genau deshalb, da ich nur an mich denke.

Frage: Es geht gerade eine Pandemie um die Welt. Liegt es daran, dass ich nur an mich denke?

Antwort: Natürlich. Dadurch, dass Menschen nur an sich selbst denken, entstehen solche „Schädlinge“.

Frage: Gleichzeitig sagen sie, dass ein Mensch, der sich nicht selbst liebt, auch andere nicht lieben kann. Bedeutet es, dass Selbstliebe notwendig ist, um andere zu lieben?

Antwort: Ja, sonst hat der Mensch kein Beispiel, wie er andere lieben sollte. Er muss sich selbst lieben. Deshalb heißt es auch: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“

Anmerkung: So ist es auch bei Narzissten und Egoisten

Antwort: Sehr gute Leute.  Sie müssen nur ihre Vorstellung von Vergnügen darauf umstellen, dass sie selbst Genuss empfinden, wenn andere genießen.

Frage: Warum verstecken Menschen sehr oft die Liebe, können dagegen den Hass offen ausdrücken?

Antwort: Liebe ist bindend und zeigt wahrscheinlich meine Schwäche. Im Gegenteil dazu zeigt Hass das ich über andere stehe und keine Angst vor ihnen habe. Ich bin bereit, meine wahre Einstellung zu zeigen.

Frage: Manchmal erscheint es einem Menschen, als ob er bereits jeden liebt. Wie besteht man einen solchen Liebestest, damit sich der Mensch nicht selbst betrügt?

Antwort: Bieten Sie ihm an, einen Tag im Namen von jemandem zu arbeiten. Er soll es versuchen und sehen, wie sehr sein Ego seinen Horizont vernebelt.

Aus dem Fernsehprogramm „Kommunikative Eigenschaften“, 23.10.2020

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Über jüdische Einheit und Antisemitismus – Artikel Nr. 6 – Israels goldenes Zeitalter

Nach ihrer Befreiung aus der Sklaverei in Babylon, nachdem König Kyros sie mit „Silber und Gold, mit Gütern und Vieh, sowie mit einer freimütigen Opfergabe für das Haus Gottes, das sich in Jerusalem befindet“ (Esra 1,4) freigelassen hatte, kehrten die Auswanderer, genauer gesagt zwei der zwölf Stämme Israels, in das Land Israel und nach Jerusalem zurück und erbauten den Zweiten Tempel. Die Geschichte unseres Volkes ist von Leid gezeichnet. Die Zeit allerdings zwischen dem Erlass des Kyros, 539 v. Chr., und dem Beginn des Hasmonäeraufstandes, 166 v. Chr., war eine relativ ruhige und von einer großen Leistung geprägte Periode: ein Vorbild der Einheit für die Völker – wenn auch nur kurz – zu sein. [Rest des Beitrags lesen →]

Für ein gutes Jahr – Setzen Sie mit Ihren Glauben auf die menschliche Verbindung

Am Vorabend eines neuen Jahres sehnt sich die Welt nach Sicherheit. Sie sucht nach einer Quelle der Geborgenheit und klammert sich an den Glauben, dass eine höhere Kraft alles für eine bessere Zukunft regeln und gestalten wird. Die Menschen brauchen etwas, woran sie sich festhalten können, einen Anker, an dem sie Halt finden, um den starken Wellen zu widerstehen, die über den Planeten und ihr persönliches Leben hereinbrechen. Dieser sichere Hafen ist die Offenbarung einer starken Kraft. Sie ist es, die die Harmonie wieder herstellt und wir erreichen sie in der Verbindung zwischen uns.

Wenn ein Jahr zu Ende geht, wird ein neuer Anfang erwartet. Die Menschen blicken mit Spannung auf das kommende und hoffen, dass die Traurigkeit und Schläge des vergangenen Jahres weggespült werden und endlich die Sonne am Horizont aufgeht. Unser Blick in die Zukunft hängt davon ab, wie gut wir verstehen was mit uns geschieht und wie wir das Vergangene annehmen und verarbeiten und was wir aus dem machen, was vor uns liegt. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als die Augen zu öffnen und nach vorne zu schauen, im festen Glauben, dass alles für einen guten Zweck geschieht.

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Die Gesellschaft ist ein einzelner Mensch

Frage: Die Weisheit der Vielen sind schöne Worte. Wenn wir in Stadien auf grölende Menschenmassen treffen, die zu gewaltvollen Demonstrationen gehen, sehen wir, dass sie von den niedrigsten Instinkten gesteuert werden.

Gibt es eine Technik, wie man die potenziell vorhandene Weisheit, der Vielen nutzen und in eine positive Richtung lenken kann?

Antwort: Ich glaube, das ist nur möglich, wenn wir aus der Menge ein Bild des Einzelnen machen. Wir müssen gegensätzliche und weit voneinander entfernte Menschen, die sich in ihrem Charakter, Anspruch, Verständnis usw. gegenüberstehen, miteinander verbinden. Um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, müssen sie sich gegenseitig ausgleichen und ihren Egoismus zum Wohl der Verbindung einsetzen. Wenn ihre Verbindung solch eine Einheit erreicht, werden sie erfolgreich sein.

Gewöhnlich stoßen wir auf einen Widerspruch zwischen dem Individuum und der Gesellschaft: das Individuum über die Gesellschaft siegen zu lassen oder die Gesellschaft, die das Individuum unterdrückt. Hier müssen wir die Gesellschaft zu einem Menschen machen, der alle Elemente, jeder einzelnen Persönlichkeit enthält und das in sich, zu einem einzigen kollektiven Bild zusammenfasst.

Frage: Was bedeutet es, aus der Gesellschaft einen Menschen zu machen? Jeder Mensch ist individuell, mit unterschiedlichen Wünschen und Zielen.

Antwort: Wenn Menschen zusammenkommen, um ein Ziel zu erreichen, versuchen sie, alles, was es in jedem von ihnen steckt, zu nutzen, um dieses Ziel zu erreichen. Dann gibt es keinen Widerspruch zwischen ihnen. Sie verbinden sich miteinander und zwar nach einem sehr strengen Prinzip: über alle Widersprüche, sogar über den Hass hinweg, wird die Liebe siegen.

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsfähigkeiten“, 25.09.2020

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