Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Genuss'

Spielen Sie Ihr Stück

Folgenden Text habe ich von Maxim Matushevsky, einem Moskauer Mitglied von Bnei Baruch erhalten:

Erinnern Sie sich an ihre ersten Schritte, als Sie begannen Musik zu lernen? Sie saßen auf einem unbequemen Hocker, die Füße berührten kaum den Boden. Vor Ihnen die widerspenstige und steife Tastatur, darüber ein Notenheft voller Kritzel, unleserlicher Zeichen und italienischen Notizen. Neben Ihnen der Lehrer.

Mit großer Mühe versuchten sie, die Zeichen im Notenheft zu entschlüsseln. Bei dem Versuch sie in der richtigen Reihenfolge mit dem richtigen Druck, auf die richtigen Tasten zu platzieren, brachen Sie sich beinahe die Finger. Ihr Lehrer war nicht erfreut. Sie betrachteten sich als einen Stümper und Versager.

Sie hassten den Komponisten. Es musste sich um einen Perversen handeln: „wie kann jemand so etwas komponieren?“

Er muss fünf Hände gehabt haben. Sie waren böse auf ihren Lehrer, auf ihre Eltern, Sie selbst und dieses dumme Instrument. Derweil schien draußen die Sonne. Die Jungs spielten Fußball und lachten.

„Nein! Ich werde das niemals spielen! Lasst mich gehen!“.

Die Tage vergingen. Ihre Finger haben sich daran gewöhnt, die richtigen Tasten zu schlagen. Sie können sogar Bruchstücke einer Melodie erkennen…Wow!- das klingt nicht schlecht!, denken sie sich.

Die Wochen vergingen. Sie schauen nicht mehr auf die Noten. Ihre Finger führen sie die Tastatur entlang. Sie ertappen sich dabei, wie sie diese schöne, vielschichtige und polyphone Melodie genießen! Sie sind stolz auf sich selbst, sie erleben ein Meer von Emotionen. Das ist es also, was der Komponist durchlebte als er diese schöne Musik schuf! Vielleicht sollte ich an dieser Stelle einen Akzent setzen? Sobald Sie es getan haben, weckt der neue Klang neue Emotionen.

Diese Musik ist wunderbar und grenzenlos! Sie fühlen eine Affinität mit dem Komponisten. Sie sind ihm dankbar, solche Erregung erleben zu dürfen. Sie sind ihrem Lehrer dankbar, der Sie nicht geschont hat und Sie veranlasst hat diese Musik lesen zu lernen.

Wo ist also die Freiheit? Die rigiden Harmoniegesetze beachtend, spielen Sie streng nach einer Vorlage, die jemand komponiert hat. Sie können jedoch ihren winzigen Beitrag durch die Ausführung und Interpretation der Komposition beitragen, ohne den Plan und die Unversehrtheit des Stückes zu korrumpieren. Es ist Ihr Instrument, Ihre Musik und sie wurde dazu komponiert, dass Sie sie spielen!

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Jeder Überfluss, den wir in Anspruch nehmen, schadet uns

Alles auf den leblosen, pflanzlichen und tierischen Stufen in unserer Natur befindet sich in Gleichgewicht, da sie nur soviel verbrauchen, wie sie für ihre Existenz benötigen. Die menschliche Natur ist jedoch anders. Ein Mensch ist bereit, die gesamte Welt in Anspruch zu nehmen, um auch nur einen kleinen Genuss zu erhalten, selbst wenn er diesen Genuss nicht zum Existieren benötigt. Durch dieses Verhalten bringen wir die Natur aus dem Gleichgewicht.

Der Mensch ist das einzige Element in der Natur, das sich im Ungleichgewicht befindet. Die Menschen nehmen sich mehr aus der Natur, als sie brauchen, was sehr ungesund für uns ist, denn jegliches Übermaß, das wir konsumieren, ist schädlich für uns. Doch dazu kommt, wenn wir unser Gleichgewicht mit der Natur stören, dann verursachen wir eine Krise in der gesamten Natur. Das heißt, wir sind diejenigen, die all die Tornados, Tsunamis und die globale Erwärmung verursachen, indem wir aus der Natur mehr nehmen, als wir brauchen.

Die Menge ist nicht wichtig, doch was zählt, ist, ob wir es wirklich benötigen. Wenn wir mehr Ressourcen aus der Natur zum Überleben brauchen würden, würden wir fähig sein, mehr zu nehmen, ohne dadurch die Natur in ein Ungleichgewicht zu bringen, da wir aus einem wahren Bedürfnis heraus konsumieren würden. Alles, was wir von der Natur erhalten, sollten wir dazu verwenden, um im Gleichgewicht zu bleiben und jedem Menschen einen normalen, allgemein akzeptablen Lebensstil zu garantieren.

Jeder von uns will jedoch mehr als das Notwendige und auf diese Weise bringen wir die Natur aus dem Gleichgewicht. Die Stufen der Natur sind pyramidenartig strukturiert und der nächste Schlag wird uns auf der leblosen Stufe befallen, und nicht so sehr auf der pflanzlichen oder tierischen. Wir sollten nach ökologischen Problemen Ausschau halten und nach Schlägen auf der unbelebten Stufe der Pyramide (Feuer, Luft, Wasser und Erde).

Es gibt jedoch einen Weg, um diese Schläge abzuwehren: Sobald wir anfangen, nur soviel zu verbrauchen, wie wir zum Überleben benötigen, werden wir die gesamte Pyramide ins Gleichgewicht bringen. Alles wird sich normalisieren und wir werden eine positive Reaktion von der Natur erhalten.

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Zum letzten Mal in den Abgrund des Egoismus fallen

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ein Mensch, der die Krise heute erlebt, begreifen, dass er an einem Wendepunkt ist, einer Gelegenheit, die ihm zum spirituellen Aufstieg verhilft, anstatt in eine sich immer mehr verschlimmernde Krise zu fallen?

Meine Antwort: Die gesamte Schöpfung besteht aus Licht (Freude, die Energie des Gebens) und dem Gefäß, (das Verlangen, mit Licht gefüllt zu werden). Das Licht entwickelt unser egoistisches Verlangen bis zu seinem Endzustand, wo das Verlangen anfängt zu spüren, dass es unmöglich ist, direkt mit Licht gefüllt zu werden. Der Grund dafür ist, dass der Genuss das Verlangen annulliert. Beispielsweise wenn man aus Durst trinkt, dann annulliert man den Genuss, indem man das Verlangen nach Wasser erfüllt.

Die gegenwärtige Krise zeigt uns, dass unsere egoistische Entwicklung ihr Ende erreicht hat, und wir können das Licht nicht weiter verwenden, um unserem Egoismus zu dienen. Um es anders zu sagen, entdecken wir, dass es unmöglich ist, unser Ego zu befriedigen. Und während unser Ego uns immer noch weiter zur Erfüllung treibt, begreift unser Verstand, dass dies vergeblich ist.

Ohne Erfüllung können wir jedoch nicht existieren und sind daher gezwungen, den Befehlen unseres Egos zu gehorchen, auch wenn es gegen unseren Willen ist. Wir sind nicht begeistert davon, doch sind wir durch unsere Umgebung dazu gezwungen. Wir tun es gegen unseren Willen und sind dadurch deprimiert und unglücklich. Darum greifen die Menschen auch zu Drogen.

In der Tat führt dies zu Krisen in allen unseren Lebensbereichen. Immerhin basiert unser Leben darauf, das Licht zur Erfüllung unseres egoistischen Verlangens zu verwenden. Während das Verlangen sich unter dem Einfluss des Lichtes entwickelt hat, haben wir danach gestrebt voranzukommen. Wir meinten, dass wir durch die Befriedigung des nächsten Wunsches erfüllt werden würden, und diese Lüge half uns dabei, uns zu entwickeln.

Sobald jedoch das Verlangen aufhört, sich auf egoistische Art zu entwickeln, entdecken wir, dass es leer bleibt. Das Licht zeigt uns, dass es einfach unmöglich ist, auf diese Art erfüllt zu werden. Das nennen wir „Krise“. Darum müssen wir aufhören, uns in die Irre zu führen und anfangen, zu begreifen, dass der einzige Weg derjenige ist, die Eigenschaft des Lichtes anzunehmen – die Absicht zu geben und zu lieben.

Unsere „irdische“ Entwicklung ist zu Ende, und als Zeugnis dafür sehen wir die vielen Fabriken, die nun geschlossen sind, weil wir nicht mehr diese unnötigen, überflüssigen Güter produzieren brauchen. Die Größe deiner Yacht oder die Zahlen auf deinem Bankkonto sind nicht mehr beneidenswert.

Die Menschen sehen keine wahren Genüsse mehr auf dieser Welt. Letztendlich wird jeder Stern – wie sehr er auch strahlen mag – immer schwächer. Und auch wir schwinden beim Fall in den Abgrund, bekannt als letzte Stufe des Egoismus. Der Egoismus verzehrt alles, läßt nichts aus und hat nur Dunkelheit in sich.

Die Verbreitung der Weisheit der Kabbala ist das Einzige, was uns die Möglichkeit gibt, unsere Natur wieder aufzubauen -„Und die Dunkelheit wird scheinen wie das Licht“.

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Trink deinen Grünen Tee und sei fröhlich

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich Genuss aufgrund der Tatsache empfinde, weil ich mich dem Schöpfer unterwerfe, wo ist hier mein freier Wille?

Meine Antwort: Sicherlich bringt es Genuss, aber Genuss ist nicht die wichtigste Frage hier. Der Hauptfaktor in deiner Entscheidung ist die Erhabenheit und die Wichtigkeit der Eigenschaft des Gebens an sich. Es gibt Genuss, ohne Zweifel, aber die Wichtigkeit des Gebens hat Priorität.

Ich trinke Grünen Tee und empfinde Genuss dabei. Kann man es Genuss nennen oder nicht? Nein, kann man nicht, weil ich Befriedigung empfinde durch das Wissen, dass er gut für meine Gesundheit ist. In anderen Worten, meine Freude ist ein Resultat der Korrektur, nicht meines natürlichen Verlangens, welches mir nie erlauben würde, ein solch „widerliches Zeug“ zu trinken. Es bedeutet, dass Genuss, der sich von der Wahrnehmung der Wichtigkeit ableitet, ein Resultat der Korrektur ist.

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Der Erfolg liegt in der Verbindung unter uns


Die Kabbala liefert den Menschen die Mittel zum Erfolg in ihrem Leben. Sie zeigt uns, dass all unser Unglück durch unseren Egoismus hervorgerufen wird, der während der gesamten Geschichte angewachsen ist. In der Vergangenheit sorgte unser wachsender Egoismus für größere Errungenschaften und Revolutionen.

Damals wurde unser Leben besser. Doch in den letzten 50 Jahren fühlten wir uns stufenweise schlechter. Wir spüren, dass es eine Krise gibt, die praktisch alle Bereiche unseres Lebens betrifft, Unfrieden und Scheidung in unserem Familienleben hervorruft, die Beziehungen zu unseren Kindern ruiniert und zu Drogensucht und Depression führt.

Demnach hat der Egoismus aufgehört, uns zu erfüllen. Zum ersten Mal in der Geschichte wollen wir keinen Fortschritt machen. Und diese Krise ist universal. Sie findet ebenfalls in der Wissenschaft, in der Bildung und der Kultur statt. Sie befindet sich in unserm Innern und schneidet uns von der Möglichkeit ab, uns zu entwickeln.

Der Egoismus lockt uns nicht länger zu hochfliegenden Zielen und Wohlstand. Im Gegenteil zeigt er uns, dass wir ihn niemals erfüllen können und treibt uns an den Rand der Verzweiflung. Außerdem zeigt der Egoismus, dass jeder Mensch mit jedem anderen verbunden ist, dass der Erfolg eines jeden vom Erfolg aller anderen abhängig ist und dass Erfolg nicht länger daher kommt, alle anderen für den eigenen Vorteil zu benutzen.

Wir haben eine Entwicklungsstufe erreicht, die in vorangegangenen Generationen nicht ihresgleichen hat. Unser Ego treibt uns nicht länger vorwärts, sondern im Gegenteil: Es stoppt uns. Es sagt uns: „Von diesem Augenblick an musst du mich anders gebrauchen. Du musst erkennen, wie du mich verwenden musst, um dich gut zu fühlen.“ Die Antwort ist, dass wir unseren Egoismus in den Dienst für andere stellen müssen, anstatt für uns selbst, denn jeder einzelne von uns ist mit allen anderen verbunden. Auf diese Weise können wir glücklich werden.

Dieser Ansatz ist so entgegengesetzt zur Art, wie wir den Egoismus üblicherweise gebrauchen, dass wir ratlos sind, was zu tun ist. Unseren Egoismus nicht zu benutzen, bedeutet, unsere Natur nicht zu benutzen! Doch dann kommt alles zum Stillstand und geht in den „Krisenmodus“ über. Und genau das geschieht heute: Wir können nichts mehr tun. Zum Beispiel sind wir unfähig, mit anderen Menschen Geschäfte zu machen, weil wir darauf Rücksicht nehmen müssen, wie sie sich auf jeden anderen auswirken. Kleine Geschäfte funktionieren vorläufig noch, doch große Geschäfte können nicht länger funktionieren.

Weil die Menschen in diesem universalen Egoismus leben, beginnen sie plötzlich zu spüren, dass sie im Vergleich zu dem, was andere erreichen, keinen Grund haben, stolz auf ihre Errungenschaften zu sein. Und das bedeutet, dass man keinen Grund mehr hat, andere auszunutzen. Die innere Wahrnehmung unserer Verbindung zueinander, die uns die gegenwärtige Krise enthüllt, führt zu einer Situation, in der die Menschen aufhören werden, Genuss daran zu haben, andere auszunutzen. Das ist sehr befremdlich, aber genau das ist, was mit uns geschieht. Schlussendlich werden wir keinen Genuss an Geld, Ruhm oder Macht verspüren. Was also wird uns bleiben? Dann werden wir verstehen, dass der Weg zu Glück und Wohlstand in der Verbindung unter uns liegt.

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Was für einen Zweck hat unser Leiden?


Wir existieren innerhalb des Naturgesetzes, welches nun enthüllt wird und uns zwingt, ihm bedingungslos zu gehorchen. Da es ein Gesetz ist, ist es unmöglich, ihm nicht zu folgen.

Nehmen wir zum Beispiel das Gesetz der Anziehungskraft. Mit Kenntnis dieses Gesetzes können wir ein Flugzeug bauen, welches sich leicht durch die Luft bewegt, obwohl es schwerer als Luft ist und diesem Gesetz gegenüber steht. Würden wir nichts von diesem Gesetz wissen, dann würden wir abstürzen. So ist der Lauf der Naturgesetze, wenn man ihnen nicht folgt, dann bringt man sich um.

Wir merken immer noch nicht, dass wir nun unter dem Einfluss eines neuen Naturgesetzes stehen – dem Gesetz der gegenseitigen Abhängigkeit der Menschen voneinander. Dieses Gesetz verpflichtet uns, uns gänzlich miteinander zu vereinen – unsere Gedanken und Wünsche zu verbinden. Das steht jedoch völlig und ganz unseren jetzigen Wünschen und Gedanken gegenüber.

Dennoch wird uns dieses Gesetz der universellen gegenseitigen Abhängigkeit oder gegenseitigen Bürgschaft Schritt für Schritt enthüllt, weil wir uns bis zur notwendigen Stufe entwickelt haben. Früher haben wir dieses Gesetz nicht gespürt, weil wir diese Endstufe unserer egoistischen Entwicklung noch nicht erreicht hatten.

Daher beginnen wir nun langsam zu merken, dass wir nicht wissen, wie wir alles um uns herum verwenden sollen. Wir wissen nicht, was wir mit unseren Wünschen, Gedanken und Handlungen tun sollen, um auch nur den geringsten Genuss empfangen zu können, so wie wir es vorher taten. Sobald ein Mensch nun versucht andere auszunützen, wird er mit einem Schlag niedergeworfen. Und wenn dies noch nicht allen klar ist, dann wird es ihnen bald enthüllt werden Was soll man nun tun?

Um die Schläge zu reduzieren, müssen wir uns die Ursachen näher anschauen. Wir werden dann merken, dass diese „ägyptischen Plagen“ dazu da sind, uns von unserem Egoismus zu trennen, und zu erkennen, dass der Egoismus die Ursache aller Leiden ist. Aber ist dies möglich? Können wir uns wirklich von unserer eigenen Natur trennen?

Es ist möglich, denn wenn wir diesen Zustand erreichen, dann enthüllen wir die Notwendigkeit der Hilfe von Oben. Doch bis dahin ahnen wir nicht einmal diese Möglichkeit. Daher hilft uns nur das Leiden, zur richtigen inneren Bitte zu gelangen: „Lass die Höhere Kraft kommen und mich korrigieren“.

Wir sehen dann, dass der Schöpfer dies mit Absicht tat – damit wir spüren, wie sehr wir Ihn brauchen und dann wachsen und so wie Er werden.

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Geben kann uns mehr erfüllen als alles andere

Eine Frage, die ich erhielt: Ich kann mir nicht vorstellen, was mit der Gesellschaft in der Zeit ihres Überganges vom Willen zu empfangen zum Willen zu geben geschehen wird. Die Menschen werden nicht mehr durch Geld oder Macht erfüllt sein, doch sie wissen auch noch nicht, was Geben ist. Was wird die Menschen dazu bringen oder motivieren, Handlungen des Gebens auszuführen? Wie werden die Menschen fähig sein, dies zu wollen, ohne daraus irgendeinen Genuss zu erhalten?

Meine Antwort: Die Menschen werden sich erfüllt fühlen, weil die Gesellschaft sie zum Geben ermuntern wird. Sie wird den Menschen für sein Geben respektieren und belohnen, und dies wird ihn erfüllen. Das Ziel unserer Entwicklung ist, eine persönliche Verbindung unter uns zu erreichen, wo allein das Gefühl dieser Verbindung uns die Kraft des Gebens und der Liebe geben wird.

Letztendlich ist das, was der Mensch will, nicht nur Geld auf der Bank, Erfolg oder Macht, sondern innere Zufriedenheit oder eine gewisse Haltung seitens der Gesellschaft ihm gegenüber. Alle Genüsse, die jenseits unserer physischen Bedürfnisse sind, werden als immaterielle, wirkliche Erfüllung wahrgenommen.

Zusätzlich gibt es noch etwas, was wir für kostbarer als die Befriedigung durch Geld empfinden, und das ist die Befriedigung, die wir durch Respekt und Anerkennung seitens der Gesellschaft uns gegenüber empfinden.

Genau das wollen auch die Reichen und Mächtigen, doch können sie es nicht bekommen, denn wenn sie Respekt und Anerkennung erhalten, sind diese nicht echt, sondern durch Bestechung erworben.

Das Schlimmste für einen Menschen ist, Kritik, Erniedrigung und Verachtung seitens der Gesellschaft oder seinen eigenen Kindern zu erhalten. Dies ist schlimmer als der Tod. Das Gegenteil davon sind Respekt, Anerkennung und Wertschätzung; diese geben uns die größte Erfüllung im Leben.

Unsere Aufgabe ist es, eine öffentliche Meinung zu fördern, die jeden Menschen dazu anregt, sich zu ändern und sich vom Empfangen zum Geben hinzubewegen. Jederman wird dann die Belohnung empfinden, die aus der Gelegenheit entsteht, der Gesellschaft zu geben.

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Steuert die Welt auf Nazismus oder spirituelle Entwicklung zu?

Die egoistische Entwicklung unserer Gesellschaft hat ihr natürliches Ende erreicht. Egoismus ist der Gebrauch unseres Verlangens, Genuss „für uns selbst“ zu erhalten und wir enthüllen zurzeit die Tatsache, dass dies unmöglich zu erfüllen ist. Dadurch ist der Egoismus eine „Hilfe gegen das Selbst“ (Ezer KeNegdo) und führt zu seinem eigenen Untergang.

Die nächste Form, welche die Gesellschaft annehmen wird, ist eine der vollständigen Verbindung unter der ganzen Menschheit, wo alle Menschen wie ein Ganzes sein werden. Die Natur bietet uns Beispiele dieser Verbindung im Überfluss und auch wir müssen damit in Übereinstimmung sein.

Die Kabbala macht uns jedoch darauf aufmerksam, dass die Erkenntnis, dass unser Egoismus schlecht ist, nicht für uns ausreicht, um zu folgern, dass die einzige Gesellschaftsform, die von Vorteil und notwendig ist, sich auf gegenseitige Bürgschaft gründet. Wenn wir nicht zu diesem Ergebnis kommen, werden wir zusätzliche Zustände durchlaufen müssen, welche fanatischen Nationalismus und religiöse Regime, wie auch einen dritten und vierten Weltkrieg mit sich bringen werden. Am Ende dieser Kriege werden wir schließlich erkennen, dass der Egoismus ein Übel ist und wir werden nur eine Sache wollen: uns von ihm trennen.

Die gegenwärtige Krise zeigt uns, dass es unmöglich ist, auf egoistische Weise erfüllt zu werden. Damit jeder erkennt, dass der Egoismus schlecht ist und ihn zurückweist, muss die Krise auch von einer Erklärung ihrer wahren Ursachen begleitet sein. Alle Kanäle der Massenmedien müssen dafür eingesetzt werden, den Menschen diese Erklärung zu bringen. Andernfalls wird die Menschheit in eine andere Richtungen streben, wie Isolation, Abtrennung, Fanatismus und Diktatur.

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Das Licht des Schöpfers ist grenzenlos

Zwei Fragen, die ich über den Schöpfer erhielt:

Frage: Können individuelle Seelen die Ebene der Einheit mit dem Schöpfer erreichen oder ist dies nur mit Hilfe aller anderen Seelen möglich?

Meine Antwort: Sich mit dem Schöpfer zu vereinigen, bedeutet Ihm gleich zu sein. Denn Er ist das Verlangen zu geben und zu lieben. Eine Person erreicht Vereinigung mit Ihm in dem Maße, wie sie die gleiche Eigenschaft oder das gleiche Verlangen erlangt. Das Verlangen (oder die Eigenschaft) zu schenken und zu lieben, die sich in einer Person enwickelt, wird Seele genannt.

Frage: Warum wird der Schöpfer als Licht oder Genuss charakterisiert? Macht Ihn das nicht begrenzt oder unvollkommen?

Meine Antwort: Alle Begrenzungen existieren lediglich in unserem Begehren, das Licht zu empfangen, wohingegen das Licht Selbst unbegrenzt ist.

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Die zwei Wege, unser Ziel zu erreichen

Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe Sie viele Male sagen gehört, dass das Verlangen das Einzige ist, was existiert, und nur das Verlangen alles bestimmt. Warum erfüllen sich dann nicht all die Verlangen, die ich im Leben habe?

Meine Antwort: Das kommt daher, weil es außer deinem Verlangen, das Programm der Schöpfung gibt. Mit anderen Worten gibt es einen bestimmten Plan und gemäß diesem Plan schreitet die gesamte Schöpfung zu ihrem vorherbestimmten Ziel voran. Dieses Voranschreiten zum Ziel wird Beito genannt, das Voranschreiten entlang der Zeit, wo sich alles zu gegebener Zeit ereignet.

Ein Mensch besteht aus einem Verlangen und deshalb empfindet er die Erfüllung des Verlangens als Genuss und die Nicht-Erfüllung als Leere oder Leiden. Auf diese Weise empfindet er die Auswirkung des Programms, das unser Verlangen nach Erfüllung oder Genuss gebraucht, um uns zu steuern. Letztlich streben wir immer nach Genuss und versuchen, uns von Leiden zu distanzieren.

Wenn man das Programm der Schöpfung selbst verwirklichen und das Ziel schnell und auf angenehme Weise erreichen möchte, anstatt mit Schlägen dahin getrieben zu werden, kann man das tun, indem man sein Verlangen gemäß der Regel ausrichtet: „Gleiche dein Verlangen dem Verlangen des Schöpfers an“. Was ist „das Verlangen des Schöpfers“? Das bezieht sich auf Sein Verlangen, Sich Selbst und Seinen Zustand in unsere eigene Wahrnehmung zu geben. Infolgedessen enthüllt man eine neue Stufe von Verlangen, Wahrnehmung, Bewusstsein und Verständnis. Und wenn das geschieht, spürt man den Abstand zwischen sich und dem Schöpfer. Dann, indem man diesen Abstand absichtlich beseitigt, gleicht man sein Verlangen dem des Schöpfers an.

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