Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Genuss'

Nur das richtige Gefäß kann wahre Erfüllung empfangen

Wir müssen verstehen, dass der Sohar dazu bestimmt ist, den Punkt in unserem Herzen zu enthüllen und nicht, um unsere zu dieser Welt gehörenden normalen Sinne oder unseren Intellekt zu befriedigen. Du öffnest das Buch und fällst in Verzweiflung, weil du es nicht verstehen oder fühlen kannst. Doch welche Art von Empfindung oder Verständnis erwartest du? Der Sohar wirkt jedoch in einer anderen Weise auf dich und nicht wie du es erwartest.

Du hast ein Fass oder einen Eimer (egoistische Verlangen) vorbereitet und erwartest, dass sie mit etwas, das spirituelle Erfüllung zu sein scheint, erfüllt werden, während du in Wirklichkeit nach egoistischer Erfüllung verlangst. Der Sohar jedoch gibt dir eine andere Art Empfangsgefäß – eines, das gebend, anti-egoistisch ist, sowie auch die dazu gehörende Erfüllung – den Genuss des Gebens.

Das sind üblicherweise die Phasen, durch die jeder Mensch geht, allmählich sein Kli enthüllt, seine Gesinnung und die Erfüllung, die er erwarten sollte. Als Folge davon verschwindet seine ganze Selbsttäuschung und er enthüllt das wahre Kli, das bereit ist für die rechte Art der Erfüllung.

Es gibt Verlangen, welche wir niemals nutzen können

Der Sohar: „Daher sollen sie nicht essen… die Hüftsehne (Gid HaNasheh). Deren Genuss ist verboten, und sogar für den Hund ist es verboten.

Warum wird sie als „Gid HaNasheh“ bezeichnet? Weil sie Bewegung („Menashe„) hervorruft; sie bewegt die Menschen weiter weg vom Dienste am Schöpfer. Und darin eingeflößt ist der böse Trieb.

Hier erklärt der Sohar welche Verlangen wir aus der Summe aller Verlangen benutzen können und welche nicht, und auch wie wir diese korrigieren und miteinander verbinden können. Alle diese Verlangen sind egoistisch, also auf das Empfangen für sich selbst ausgerichtet, und daher müssen wir bestimmte Beschränkungen erschaffen, wenn wir sie verwenden.

Wir können Verlangen mit Awiut (Grobheit, Dicke) unterhalb einer bestimmten Stufe korrigieren, wenn wir sie in der Ausrichtung, um zu geben, verwenden – das heißt, empfangen um zu geben. Was die Verlangen mit Awiut oberhalb dieser Stufe betrifft, können wir sie nur für das Geben, um zu geben, benutzen.

Daneben gibt es noch andere Verlangen, welche wir aber nicht benutzen sondern nur einschränken dürfen. Die Wörter „nicht dürfen“ und „unmöglich“ bedeuten „nicht dazu in der Lage sein“. Dies ist die einzige Art von Verbot, welches in der spirituellen Welt existiert.

Da unsere Verlangen aber von Beginn an verdorben sind, wie geschrieben steht: „Ich habe den bösen Trieb geschaffen“, ist der erste Schritt auf unserem Weg die Enthüllung des Bösen. Danach können wir beginnen, unsere Verlangen zu korrigieren – durch die Veränderung unserer Absicht ihrer Nutzung vom „Empfangen“ zum „Geben“, vom Leichten zum Schwierigen, vom Einfachen zum Komplexen.

Der Sohar erklärt, dass uns die Möglichkeit gegeben ist, das ganze Bild in jedem Zustand zu enthüllen. Dennoch können wir es nur in einem kleinen Ausmaß enthüllen, so als ob es komprimiert wäre und wir dies vergrößert betrachten würden. Daher haben wir in jedem Zustand sämtliche Verlangen, die komplette Seele. In anderen Worten, die gleiche Welt der Unendlichkeit wird uns kontinuierlich in verschiedenen Größen und Auflösungen gezeigt.

Aber was auch immer geschieht, wir müssen jedes Verlangen in jedem Zustand erkennen. Und obwohl wir noch nicht den Zustand erreicht haben, in dem wir solch große, erhabene und besondere Verlangen korrigieren können, dürfen wir trotzdem nicht aufhören, über diese Verlangen zu lesen, welche sich uns im Moment noch nicht in unserer individuellen spirituellen Arbeit enthüllt haben. Wir erwecken jedoch die Lichter auf diesen Stufen und diese Lichter wiederum korrigieren uns.

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Mit dem Schöpfer in einem System arbeiten

Wenn ich die schlechten Kräfte fühle, bedeutet dies, dass ich verstehen kann, was gute Kräfte sind, welche sich ihnen gegenüber befinden. Wie auch immer, ich befinde mich nicht unter dem Einfluss der guten Kräfte. Stattdessen falle ich unter die Herrschaft der bösen Kräfte.

Zum Beispiel besitze ich ein Zuhause, welches ein guter, warmer und sicherer Ort ist. Aber nachts finde ich mich in einem dunklen Wald wieder, wo ich mich schlecht und ängstlich fühle, denn ich habe etwas Gutes, womit ich dies vergleichen kann. Hätte ich dagegen kein warmes, gutes Zuhause, würde ich nicht leiden. Ich würde mich einfach damit abfinden, dort im Wald zu leben. Er würde dann nicht dunkel und furchteinflößend auf mich wirken, sondern mein normales Leben sein. Auf die gleiche Weise haben wir uns an das Leben in dieser Welt gewöhnt – der schlimmsten aller Welten.

Dieses Verständnis soll uns helfen, uns durch die Vorstellungen, die im Buch Sohar beschrieben werden, nicht verwirren zu lassen. Wenn wir über die furchteinflößenden Charaktere lesen, müssen wir uns selbst sagen, „All das existiert in mir selbst“. Dies sind meine Verlangen, in welchen ich Genuss erhalten möchte. All diese Dämonen, Geister und die Hölle sind genau hier.

Wir müssen dies klar verstehen. Andernfalls werden wir uns bildlich alle Arten von Himmel und Hölle vorstellen, wie uns dies in der Religion erzählt wird: es ist verboten hierhin zu gehen, und erlaubt dorthin zu gehen. Darum schrieb Baal HaSulam seinen Kommentar zum Buch Sohar. Nur um uns dadurch zu helfen, all diese Vorstellungen los zu werden und all diese Dinge in uns selbst zu suchen.

Wir studieren den inneren Teil der Tora, welcher uns berichtet, dass sich alles im Menschen befindet und der Mensch selbst eine kleine Welt ist. All das bin ich und es gibt nichts außer mir, was existiert. Das Einzige, was in mir existiert, ist der Schöpfer (das Licht) oder die entgegengesetzte Wahrnehmung von Ihm. Es gibt nur Ihn und mich, und Er erzählt mir, wie ich Ihn aus Seiner eigenen Verhüllung enthüllen kann. Er ordnete alles auf diese Weise an, um als Ergebnis meiner Anstrengung und meiner Suche Ihn enthüllen zu können.

Durch die Korrektur meines Verlangens werde ich Ihn erkennen, den Einen, der mich auf diese Weise erschaffen hat. Durch die Erkenntnis des Schöpfers erkenne ich mich selbst – alle meine Eigenschaften und Fähigkeiten. Wie erreiche ich diese Korrektur? Ich bitte konstant um Seine Hilfe, durch das Erfassen und das Verständnis einiger Teile meiner Seele. Als Folge davon wird Er kommen und Sich mir enthüllen, und dann werden wir beginnen zusammen zu arbeiten und uns durch diese Arbeit zu vereinigen.

Dieses System, womit wir arbeiten, wird zu meiner Seele, in der Er und ich zusammen existieren. Und der Sohar erzählt uns über all das.

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Unser Verlangen zu genießen wurde erschaffen, damit wir einmal den Schöpfer erkennen

Das Einzige, was in der gesamten Schöpfung erschaffen wurde, ist das Verlangen zu genießen und außer diesem gibt es nichts anderes. Das Licht, die Eigenschaft des Gebens, erschuf dieses Verlangen als Gegensatz zu sich Selbst. Der Schöpfer, die Eigenschaft des Gebens will, dass die Schöpfung, das Verlangen zu genießen, Ihn fühlt, Ihn versteht und den Zustand der Vollkommenheit erlangt.

Der Zustand der Vollkommenheit ist, dem Schöpfer, dem Licht, gleich zu sein. Deshalb hat der Schöpfer, nachdem Er ein Verlangen zu genießen erschaffen hatte, es weder leer gelassen, noch es in einen unveränderlichen Zustand erfüllt, sondern in dieses Seine Eigenschaft, ein Verlangen zu geben, eingebettet. Der Schöpfer gab nicht einfach das Gefühl oder das Fehlen von Genuss (Leiden), sondern bettete darin Seine Eigenschaft ein, sodass es ebenfalls das Verständnis dafür geben würde, was empfangen und geben bedeutet.

Die Fähigkeit, bitter von süß zu unterscheiden, wird „Gefühl“ genannt und die Fähigkeit, zwischen empfangen und geben zu unterscheiden, wird „Verstand“ genannt. Der Verstand ist ebenfalls ein Gefühl, eine Wahrnehmung, die sich in dem Verlangen befindet, doch das existiert schon als „Ursache“.

Es stellt sich heraus, dass das Verlangen für folgendes erschaffen wurde:

  • Um Erfüllung oder Nichterfüllung als süß/bitter wahrzunehmen
  • Um Empfangen oder Geben als Lüge/Wahrheit wahrzunehmen

Weil die Schöpfung aus zwei Teilen besteht, dem Geschöpf und dem Schöpfer oder der Eigenschaft des Geschöpfes und der Eigenschaft des Schöpfers, existiert das Verlangen (das Geschöpf) innerhalb der Identität der Beziehung zu sich selbst.

Diese zwei Komponenten bilden innerhalb des Verlangens vier mögliche Kombinationen (Zustände), welche die Wissenschaft der Kabbala „den unaussprechlichen Vier-Buchstaben-Namen des Schöpfers“ (Yud-Hey-Vav-Hey) nennt. Diese Matrix umfasst alle Enthüllungen des Schöpfers innerhalb der Schöpfung – von der einfachsten bis hin zur komplexesten Form.

Jede der vier zunehmend fortgeschrittenen Zustände schließt alle vorherigen Zustände ein, wächst aus jedem vorherigen Zustand zum nächsten heraus. Auf diese Weise erlangt das Verlangen zu genießen seine vollständige Entwicklung.

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Schöpfung ist das Verlangen, so wie der Schöpfer selbst zu sein

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist so besonders an der vierten Stufe des Direkten Lichts (Bchina Dalet), dass es Schöpfung genannt wird?

Meine Antwort: Sie empfängt all das Licht, das in der ersten Stufe gegenwärtig war, außerdem jedoch besitzt sie eine wichtige Ergänzung. Sie will das Licht nicht nur empfangen, sondern möchte auch genau den Zustand des Schöpfers erreichen. Sie will genauso wie Er werden: zusätzlich zum Genuss am Licht will sie sich an der Position des Gebenden erfreuen!

Dies kann durch ein Gleichnis über einen reichen Mann verstanden werden, der einen Bettler trifft, und sie erkennen, dass sie Freunde aus der Kindheit waren. Daher lädt der Reiche den Armen in sein Haus ein, kleidet ihn in die besten Kleider, reicht ihm das beste Essen und will ihn für immer in seinem Heim wohnen lassen, um ihm alles zu geben, was er sich nur wünschen kann.

Dennoch ist sein Freund traurig. Als ihn der Gastgeber fragt: „Was kann ich für dich tun?“ antwortet er: „Ich möchte mich nicht so fühlen, als wäre ich der Empfangende. Ich möchte mich wie du fühlen.“ Jedoch ist das etwas, das ihm der reiche Mann nicht anbieten kann, selbst wenn er dem armen Freund alles geben würde.

Da sich folglich die vierte Stufe der Schöpfung in diesem Zustand befand und in einem Mangel an Unabhängigkeit war, entschloss sie sich, den Empfang des Lichts einzustellen und führte eine Handlung aus, die Zimzum Alef genannt wird – die Erste Einschränkung. Dabei schnitt sie sich selbst vom Schöpfer ab und wurde unabhängig.

Bei der weiteren Entwicklung der Schöpfung (von uns) geht es dann ausschließlich darum, wie wir uns Ihm angleichen können.

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Unsere Welt ist ein Schatten der spirituellen Welt

Eine Frage, die ich erhielt: Es steht geschrieben, dass „unsere Welt“ die niedrigste Stufe der spirituellen Welt, der Welt von Assija, ist. Was ist folglich unsere Welt, in der wir leben?

Meine Antwort: Unsere Welt existiert nicht in der Spiritualität. Sie ist eine eingebildete „Wirklichkeit“. Zuerst müssen wir die erste, niedrigste Stufe der spirituellen Welt erreichen, und von da aus werden wir bereits anfangen, aufzusteigen, wie ein dünner Lichtstrahl, nach oben in Richtung unserer Wurzel.

Im Moment sieht es so aus, als ob wir in einer riesengroßen Welt und einem Universum lebten. Doch ist all dies bis auf einen Punkt nur ein Abdruck oder Schatten der niedrigsten spirituellen Welt. Und so wie ein Schatten, existiert dies nicht von selbst.

Und dennoch „leben“ wir innerhalb dieses Schattens, ähnlich wie ein am Leben gehaltener Traum, bis wir den Schatten durch das Original ersetzen – der ersten spirituellen Stufe, die „diese Welt“ genannt wird und der Anfang der spirituellen Leiter ist. Der schwierigste Teil dieses Vorganges ist der Aufstieg zur ersten Stufe, da diese völlig im Gegensatz zu uns steht und deshalb verhüllt ist.

Wenn uns jemand erzählen würde, dass dir die Gelegenheit gegeben wird, anderen alles zu geben, was du besitzt, einschließlich deines Lebens, würdest du das für erstrebenswert erachten? Ganz sicher nicht! Darum verstecken die „unreinen Krãfte“ dies vor dir, und täuschen dich nach dem Prinzip „die Schale (Klipa) schützt die Frucht“. Die Klipa (unreine Kraft) sagt dir: „Es lohnt sich, Spiritualität zu enthüllen, weil es dort viel Genuss gibt“. Und du glaubst das! So hilft sie dir, zum Schöpfer zu kommen.

Der Mensch schwankt hin und her: Manchmal strebt er leidenschaftlich nach Spiritualität und dann zweifelt er, ob wirklich etwas Gutes daran ist. Doch in der Zwischenzeit kommt er vorwärts. Das Wichtigste ist, das Licht an dir arbeiten zu lassen. Tu genau das, was der Arzt verschrieben hat und erlaube ihm, dich zu operieren. Doch die meisten von uns versuchen Besserwisser zu sein und lassen das Licht nicht an sich arbeiten.

Die Verhüllung des Schöpfers hilft uns, das richtige Verlangen nach Ihm zu erschaffen


Der Schöpfer erschuf die Verhüllung, die uns von Ihm entfernt, trennt, uns weg stößt und verwirrt. Anstatt Sich Selbst sofort und offen zu enthüllen, verbirgt Er sich, um Streben, Leidenschaft und ein Verlangen, Ihn zu erreichen, zu erwecken!

Das ist der ganze Zweck der Verhüllung und der Grund, unreine Kräfte (Klipot) zu erschaffen, die uns so lange stärken, bis wir das richtige Verlangen nach dem Schöpfer erreichen. Sie halten uns zurück wie Hunde, die an der Leine ziehen, um sich irgendwann loszureißen.

Der Schöpfer verbirgt sich, bis wir das richtige, vollständig gebende Verlangen erlangen, das nicht mehr durch eine Begegnung mit Ihm ausgelöscht werden kann.

Durch die Enthüllung des Schöpfers in diesem korrigierten Verlangen, verschwindet es nicht wie die Verlangen unserer Welt, wo wir aufhören, etwas wertzuschätzen, sobald wir bekommen haben, was wir wollen. Im Gegenteil, wir müssen diesen Genuss immer mehr schätzen und lieben, da er die Haltung des Gebers uns gegenüber enthält.

Daher müssen wir alle diese Verhüllungen und das Wegstoßen, das vom Schöpfer erschaffen wurde, als Flirt, als Spiel betrachten, das zum richtigen Verlangen führt, was nicht nur ein Verlangen mit einer riesigen Kraft ist, sondern ein Verlangen mit der richtigen Form. Das muss so sein, damit wir nach Genuss von einer Begegnung mit Ihm streben, anstatt nach Genuss von einer Begegnung mit der Erfüllung.

Das gleicht einer Frau, die eine innere Verbindung von einer äußeren Handlung fordert, die von einem Mann durchgeführt wird. Wir müssen etwas über die Spiritualität von der Psychologie in unserem Leben lernen. Wir müssen das Wesen der Verhüllung verstehen, den Flirt und das ganze Spiel, wodurch uns der Schöpfer uns sich annähert oder uns wegstößt.

Wir werden nicht fähig sein, die Enthüllung zu erlangen, bevor wir nicht anfangen, Ihn wertzuschätzen und mit Seiner Hilfe die richtige Einstellung für eine Begegnung mit Ihm zu bilden. Dann werden wir die Fähigkeit haben, eine Verbindung mit Ihm als ein Weg zum Genuss zu betrachten! Er wartet darauf, dass wir Ihn mehr wollen, als den Genuss, den Er bringt. Dann werden wir bereit sein, diesen Genuss anzunehmen und den Schöpfer darin zu enthüllen.

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Kabbala lehrt uns, wie wir empfangen, um zu geben


Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann das Verlangen zu empfangen die Form des Gebens annehmen?

Meine Antwort: In meinem Verlangen zu empfangen kann ich nur empfangen und bin nicht in der Lage, irgendetwas an irgendjemand zu geben. Ich bin nicht die Quelle der Freude oder das Licht, da nur der Schöpfer gibt, weil Er das Licht hat. Indem ich jedoch von dem Einen empfange, der mich liebt, um Ihn zu erfreuen, werde ich zum Gebenden! Die Handlung des Empfangens ändert sich nicht, da ich als geschaffenes Wesen nur empfangen kann. Ich füge lediglich eine korrekte Absicht zu meinem Genuss hinzu, was mir erlaubt, jemand anderen mit Freude zu füllen.

Dennoch, die Bande der gegenseitigen Liebe helfen mir, die Freude des Empfangens in Mittel des Gebens für jemand anderen umzuwandeln. Das ist genauso, als würde ein Gast bei einem Mahl zugreifen, um dem Gastgeber Freude zu bereiten. Die Freude eines anderen wird vorrangig für mich, da ich Freude empfange, wenn ich ihm Freude bereite.

Das ist, was Kabbala uns lehrt; wie man empfängt, um ein Gebender zu werden.

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Das System, um der Vielzahl von Verlangen entgegenzuwirken

Ich brauche den einzelnen Vergnügen, die ich anziehend finde, keine Aufmerksamkeit zu schenken. In Wirklichkeit lassen sie sich alle auf einen gemeinsamen Nenner bringen – ich fühle mich gut durch sie.

Wenn ich diesen Ansatz verwende, ist es leichter für mich, meine Sehnsüchte nach Genüssen zu begrenzen und meine Aufmerksamkeit vom Vergnügen zu Seiner Quelle und zur Ursache zu lenken, warum ich dieses Vergnügen empfange. Dann werden diese Vergnügen „Hilfe gegen mich selbst“ sein. Die Abfolge von Ereignissen und Handlungen wird mir klarer werden, wenn ich mich nicht in einer bestimmten Art von Genuss verloren habe (egal ob Geld, tierische Verlangen, Essen, Ruhm oder Macht).

Anstelle einer besonderen Benennung benutze ich eine gemeinsame Bezeichnung – Vergnügen. Es steht vor mir, zieht mich an und lädt mich ein. Also, was vermag ich zu tun? Hier erinnere ich mich daran, dass die einzige Möglichkeit, sich über das Vergnügen zu erheben, die Bitte um Hilfe von außen ist. Nur die richtige Umgebung wird mein Verlangen entfachen, mich am Geben zu erfreuen, und wird den Beweis erbringen, dass Geben wichtiger ist, als Vergnügen im Empfangen zu finden.

Als Nachweis für die Wichtigkeit des Erlangens der Eigenschaft des Gebens zwingt mich die Umgebung dazu, das Licht (Or Makif) um Hilfe zu bitten, um den Aufstieg zu beginnen! Die Hauptsache ist der Grundsatz, nicht aufzugeben, trotz der Schwierigkeit der Hürde. Dann werde ich Vergnügen gegen mein Verlangen erfahren.

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Die Form des Verlangens


Alles findet innerhalb des Verlangens nach Genuss statt, das vom Schöpfer erschaffen wurde. Dieses Verlangen macht während seiner Entwicklung bestimmte Veränderungen durch. Anfänglich stimmen wir dem zu, und es gibt keine Konflikte. Eigentlich ist jede Art von Konflikt überhaupt unmöglich, denn man entfernt sich nie von diesem Verlangen, sondern handelt nach seinen Befehlen. Man ist sich noch nicht bewusst, dass dieses Verlangen eigentlich nicht das eigene ist und über einen bestimmt.

Dennoch muss man in sich diese beiden Aspekte als separat ansehen: das Verlangen und den Menschen.
Dann jedoch wacht in ihm der Punkt des Schöpfers auf, der sich auf das Geben richtet, und dann beginnt man sein Verlangen als fremd zu empfinden. Man beginnt zwischen 1. dem Verlangen und 2. Sich selbst, dem Punkt im Herzen, zu unterscheiden.

Wenn man sich bemüht, seine Verlangen zu ändern, dann distanziert man sich immer mehr von ihnen und fängt an, sich wie deren Sklave zu fühlen. Unabhängig davon, ob sie Genuss oder Schmerz bringen, versteht man langsam, dass man diese Verlangen geschickt bekommt. Die Wirklichkeit scheint aus drei Komponenten zu bestehen: 1. dem Schöpfer, 2. den Verlangen, die Er sendet und 3. mir selbst.

Die Weisheit der Kabbala erklärt den Freien Willen , wie man mit ihm den Einfluss der Gruppe und das Höhere Licht (Or Makif) verwenden kann, um die Wichtigkeit des Zieles über die Interessen des Körpers und materiellen Lebens stellt und wie man seine Verlangen ändert, um das Ziel zu erreichen.

So entwickelt man seine Gleichheit zum Schöpfer (geben).

Aus der Morgenlektion vom 10. Oktober 2009

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