Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Eigenschaften'

Eintauchen in spirituellen Egoismus

Kommentar: In der Tora gibt es zuerst die Schöpfungsakte, und dann, nach zweieinhalbtausend Jahren, wurden die Zehn Gebote für die Menschen abgeleitet.

Meine Antwort: Die Gebote entstehen erst im Menschen nach seiner langen Entwicklung. Es ist sehr schwierig zu verstehen, woher sie kommen.

Der Mensch muss in einen überirdischen, spirituellen Egoismus eintauchen, der Ägypten genannt wird. Das ist es, was dem jüdischen Volk laut dem historischen Epos passierte, als es durch Ägypten ging, in alle egoistischen Eigenschaften eintauchte, sie sah und erkannte, dass er dem Schöpfer entgegengesetzt war.

Andererseits erkannte er, dass er nicht in der Lage war, selbst aus ihnen herauszukommen, und alle seine Eigenschaften standen vor ihm wie der Berg Sinai, der Berg des Hasses, das Gegenteil des Schöpfers.

All dies ist darauf zurückzuführen, dass es unter diesen Eigenschaften einen Punkt gibt, der „Mosche“ (Moses) genannt wird, der Kontakt mit dem Schöpfer hat, und durch Ziehen, wie an einem kleinen Faden, kann sich der Mensch aus diesem Gegensatz in das Ebenbild des Schöpfers herausziehen.

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Aus KabTV’s „Die Kraft des Buches Zohar“ #10

Abraham in sich entdecken

Frage:  Der Kabbalist und Philosoph aus dem 12. Jahrhundert, Rambam schreibt: „Als sich das Volk bei Abraham versammelte und sich nach seinen Reden erkundigte, verkündete, nach dem Maß eines jeden Verstandes, bis er ihn auf den rechten Weg brachte. Und so kamen Tausende und Zehntausende zu ihm – das sind die Leute aus Abrahams Haus“.

Wie konnte Rambam, der 2000 Jahre nach diesen Ereignissen lebte, wissen, dass es sich so zugetragen hat?

Antwort: Ein Kabbalist erforscht all diese Zustände in sich selbst. Es ist eine Tatsache, dass wir die Welt sehen, die in uns existiert. Es gibt nichts außerhalb von uns.

Bemerkung Der Kabbalist mag das so sehen, aber der Durchschnittsmensch sieht eine Welt, die außerhalb von ihm liegt.

Antwort: Ein gewöhnlicher Mensch sieht scheinbar die Welt um sich herum. Es kommt ihm so vor, dass diese Welt existiert. Der Kabbalist versteht, dass dies alles in seinen Eigenschaften existiert. Wenn er seine Eigenschaften ändert – und ein Kabbalist kann sie ändern – so als würde er durch die Zeit reisen.

Zum Beispiel schrieb Baal HaSulam und auch andere Kabbalisten über das, was Abraham sagte. Woher wissen sie, dass er zu dieser und jener Zeit unter diesen und jenen Umständen gesprochen hat? Es ist, als ob sie sich in ihn verwandeln würden.

Frage: Also hat Rambam Abraham in sich selbst entdeckt?

Antwort: Natürlich! Alle seine Eigenschaften! Es ist, als ob ich diese Zustände in mir selbst durchspiele, ich finde Abraham in mir, ich erlebe ganz klar die gleichen Umstände, Zusammenhänge, Beziehungen wie er, ich betrachte die Welt wie er es tat.

Die Abraham-Eigenschaft beginnt, solche Eigenschaften in mir zu sammeln.

Mit der Eigenschaft „Nimrod“ habe ich einen Konflikt. So beginnt in mir ein Widerstand, wenn ich in die Eigenschaften Nimrods und Abrahams, in die Eigenschaft des Empfangens und die Eigenschaft des Gebens gespalten bin.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“

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Gibt es Menschen, die den Maсhsom überschritten haben?

Frage: Wie viele Menschen haben im Laufe der Geschichte den Machsom überschritten? Sind es Einzelne, Dutzende oder Tausende?

Antwort: Es sind Millionen von Menschen. Wir müssen verstehen, dass dies alles ein Prozess ist. Seelen sind nicht irgendwelche getrennten Klötze, sondern Wünsche, die sich ständig mischen, verändern und zusammenschließen. Es handelt sich um ein komplexes integrales System.

Frage: Wo gibt es diese Millionen?

Antwort: Sie existieren außerhalb von den Körpern- in den Verlangen. Das Wichtigste ist der Wunsch. Der Körper erscheint uns in einem ebenso begrenzten Rahmen zu bestehen, wie unsere Welt. In Wahrheit gibt es keine materielle Welt, es gibt nur die spirituelle Welt. Wir müssen in die Wahrnehmung der spirituellen Welt eintauchen und uns vergewissern, dass sie es ist, die existiert.

Frage: Wo bleiben die Menschen nach der Überquerung des Machsoms, was machen sie dort?

Antwort: Sie existieren in ihren Eigenschaften. Alles außerhalb der Eigenschaften, alle Arten von unbelebter, pflanzlicher und belebter Materie (menschliche Materie existiert in unserer Welt nicht, sie wird als tierische Materie eingestuft), wird nur in unseren irdischen Empfindungen wahrgenommen. In der Realität gibt es das alles nicht.

Sobald sich die Empfindungen ändern, verschwindet diese Welt.

Aus dem Fernsehprogramm „Spirituelle Zustände“, 06.02.2020

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Korrigiere dich selbst und dadurch die Welt

Frage: Was ist die Korrektur der egoistischen Natur des Menschen?

Antwort: In dem Maße, in dem ich mich korrigiere, sehe ich nur Gutes in der Welt.

Frage: Nehmen wir an, es sind in diesem Moment ein paar Millionen Menschen verhungert und der Kabbalist sieht das alles nicht, oder sieht er es anders?

Antwort: Er spürt das alles und fühlt sich daran schuldig, da er all diese Eigenschaften noch nicht in sich korrigiert hat.

Frage: Sieht er dieses Phänomen positiv, wenn er die Eigenschaften korrigiert hat?

Antwort: Nein. Er versteht, dass es noch unkorrigiert ist, weil er nicht das ganze Universum korrigieren kann. Trotzdem kann er einen Teil davon korrigieren.

Frage: Gibt er niemandem die Schuld dafür? Die ganze Schuld liegt bei ihm, da er merkt, dass er einige Dinge noch nicht in Ordnung bringen kann?

Antwort: Nur bei ihm. Korrigiere dich  und dadurch wird die Welt korrigiert.

Aus dem Fernsehprogramm „Spirituelle Zustände“, 13.05.2019

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Das Wesen der menschlichen Natur

Frage: Die Menschen haben ihr ganzes Leben lang für die Freiheit gekämpft. In der Erklärung der Menschenrechte steht: „Die Freiheit besteht darin, alles tun zu können, was einem anderen nicht schadet. Sind Sie mit dieser Aussage einverstanden?

Antwort: Insofern es die Grenzen der Natur nicht überschreitet.

Das Problem ist, dass der Slogan „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ von den Menschen auf der Grundlage dessen verkündet wird, was sie durch ihre Erziehung verstehen und was sich vor ihren Augen abspielt. Die Kabbala spricht hingegen von den Naturgesetzen. Das ist viel breitgefächerter und klingt wahrscheinlich anders.

Vom Standpunkt der Natur aus kann der Mensch nicht frei sein, da er in seinem Egoismus feststeckt. Wie kommen wir da wieder raus – darin liegt das Problem. Ich bin von Natur aus so, er ist anders: gut, böse, nervös, eifersüchtig, etc. Wir haben eine Vielzahl von schlechten und guten Eigenschaften. Was sollen wir also tun?

Frage: Im Allgemeinen ist es eine philosophische Frage: Ist die menschliche Natur böse oder gut?

Antwort: Sie ist absolut böse, da ich nur an meinen eigenen Vorteil denke. Vielleicht wünsche ich jemand anderem nichts Schlechtes, aber wenn es für mich von Vorteil ist, dann werde ich ihm/ihr Böses zufügen. Es gibt hier eine „graue Zone“.

Aus Sicht der Kabbala ist ein Mensch, der in dieser Welt existiert, böse! So steht es auch in der Tora, die Natur des Menschen ist ein egoistisches Verlangen, um auf Kosten anderer zu genießen. So sind wir geschaffen! Während Tiere durch ihren Instinkt auf Nahrung, Gesundheit und Fortpflanzung beschränkt sind, will der Mensch die ganze Welt verschlingen, deshalb haben wir keine Handlungsfreiheit. Wir werden vom Bösen beherrscht. Ob es uns gefällt oder nicht, benützen wir andere, da wir so geboren wurden. Hier kommen natürlich die Erziehung, restriktive Gesetze, die Meinung der Gesellschaft hinzu, aber im Allgemeinen ist der Mensch selbst böse.

Die Tora sagt, dass das Böse des Menschen aus seinem Wesen entspringt. Noch bevor er geboren wird, steckt das Böse bereits in ihm.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“,29.04.2019

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Der erste Schritt ist der Wichtigste

Nach dem wir begonnen haben, die spirituelle Leiter hinaufzusteigen, ist der Aufstieg zur ersten spirituellen Stufe, der schwierigste Schritt. Der erste Kontakt mit dem Spirituellen ist das wichtigste Ereignis, er bedeutet die Bekanntschaft mit der Gegenwelt, mit entgegengesetzten Einstellungen, Werten, Eigenschaften und Gesetzen.

Vorher stellen wir uns alles nur in unserem Egoismus vor und phantasieren uns das Spirituelle herbei. Tatsächlich hat die spirituelle Welt neue, für uns unbekannte Eigenschaften, andere Werte. Wenn wir es zu verstehen beginnen, werden wir davon überzeugt, wie entgegengesetzt es zu dem ist, was wir uns vorgestellt haben. Wie es heißt: „Ich habe eine verkehrte Welt gesehen“.

Wenn sich diese trügerischen Wahrnehmungen auflösen, beginnen wir von Tag zu Tag zu spüren, auf welche Handlungen wir uns konzentrieren müssen, um von einer, zur nächsten Spitze zu klettern.

Wir wissen nicht, was die spirituelle Welt ist. Nur im ersten Moment, wenn wir es schaffen, uns in dem anfänglichen minimalen Maß zu verbinden, erreichen wir ein spirituelles Gefühl, d.h. wir spüren die Verbindung zwischen uns, die „Embrio“ genannt wird, dann erfolgen die nächsten Schritte: „Nähren“, „Heranwachsen“.

Die ganze Arbeit besteht darin, sich zu einer Gruppe verbinden- zu einem Wunsch, der sich aus vielen Verlangen zusammensetzt und auf die Einheit, auf das Geben abzielt. Die Hauptsache ist, dass das Geben an den Schöpfer für uns wichtiger wird als alles andere.

Aus dem Unterricht „ Der erste spirituelle Schritt“, 22.01.2021

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Um in den Garten Eden zu kommen

Frage: Wenn die ganze Welt für mich geschaffen ist und in mir ist, wie kommt es dann, dass das Leben ein Kampf ist und es mir so vorkommt, als wäre die ganze Welt gegen mich?

Antwort: So wurde es absichtlich geschaffen damit wir als Egoisten diese Welt zum Gegenteil korrigieren, indem wir uns selbst verändern. Das ist alles.

Die Welt ist ein Spiegelbild unserer inneren Eigenschaften. Sobald wir uns selbst verändern, wird sich auch die Welt um uns herum wandeln. Wir werden uns in einer Welt wiederfinden, die „Garten Eden“ genannt wird. Es ist tatsächlich unser Wunsch, der von egoistisch zu altruistisch korrigiert wurde. Wir sind dem Schöpfer absolut ähnlich geworden, es ist der Wunsch, der mit Licht erfüllt ist und sich in einem Zustand der Ewigkeit und Vollkommenheit befindet.

Wir können das noch in unserer Welt, in unserem Leben erreichen. Alles liegt vor uns und hängt nur von der richtigen Bitte ab.

Aus dem Unterricht, 04.11.2018

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Persönlichkeitsbildung

Frage: Werden die Vorstellungen von Gut und Böse, von Wahrheit und Lüge, von Liebe und Hass von der Gesellschaft geprägt?

Antwort: Diese Vorstellungen werden von der Umwelt geformt. Wenn sie aber in den Boden gelangen, hängt alles davon ab, in welchen Nährboden die Körner der Umwelt gefallen sind.

Es werden viele weitere Daten berücksichtigt. Dies sind die Eigenschaften von Eltern und Großeltern, die Merkmale der Familie, der modernen Gesellschaft sowie alle Interaktionen zwischen ihnen.

Wenn ich von bestimmten Eltern geboren wurde, in einer bestimmten Umgebung aufwuchs, dann ist es notwendig, die Gesellschaft zu berücksichtigen, in der ich aufgewachsen bin- westlich, östlich, religiös usw. – das heißt eine Vielzahl von Faktoren der Persönlichkeitsbildung, die ich erhalte, ohne es überhaupt zu merken. Aber all das wirkt sich auf mich aus.

Aus dem TV-Programm „Die Zeit nach dem Coronavirus“, 30.04.2020

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Schicksal und die Wurzel der Seele


Frage: Sie sagen, dass alles, was man in jeder Reinkarnation erlebt, aus der Wurzel unserer Seele stammt. Mein ganzes Leben lang, und besonders in meiner Kindheit, habe ich mich gefragt: „Warum nehme ich wohl die Welt durch meinen Körper und nicht durch den eines anderen wahr?“ Die Antwort darauf ist – weil ich meine Seelenwurzel besitze. Wieso habe ich aber die Wurzel der Seele, die mir gegeben wurde? Wenn ich eine andere Seelenwurzel hätte, dann würde ich die Wirklichkeit anders wahrnehmen. Ich verstehe, dass der Schöpfer nichts zufällig geschehen lässt. Daher denke ich, dass meine Frage gerechtfertigt ist und auch eine Antwort hat.

Meine Antwort: Die Urseele von Adam zersplitterte in viele Teile, die Bnei Adam (die Söhne Adams, das hebräische Wort für „Menschen“) genannt werden. Jeder Teil dieser zersplitterten Seele steigt herab, wobei sich seine Eigenschaften verschlimmern, bis hinunter zum niedrigsten Grad, unserer Welt, wo er sich als physischer Körper mit einer Welt um sich herum wahrnimmt. Diese Wahrnehmung ist die am weitesten abgewandte vom Schöpfer und sie ist fix (dauerhaft) – sie kann nicht korrigiert werden.

Es gibt jedoch einen „Punkt im Herzen“ – ein Verlangen, das aus allen heraustrat, das korrigiert und hinauf bis zu seiner Wurzel in Adam erhoben werden kann. „Der Körper“ ist das niedrigste Verlangen und er durchläuft Lebenszyklen, um den Zustand zu erreichen, in dem es einem Menschen möglich wird, mit der Entwicklung dieses „Punktes im Herzen“ zu beginnen. Jeder „Punkt“ von Adam entspricht einem bestimmten „Körper“ mit seinem eigenen Schicksal.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Seele ist der Teil unseres Verlangens, der dem Schöpfer ähnlich ist
 

Wir bilden unsere Seele, indem wir die zu uns kommenden Reshimot korrigieren (fortgeschritten)


Fragen, die ich über Reshimot erhielt

Frage: Ich möchte etwas über Reshimot fragen: Der Punkt im Herzen ist ein Reshimo und auch Klipot sind Reshimot, allerdings zerbrochene. Welche anderen Reshimot-Arten sind in der Kabbala „registriert“? Es gibt wohl mehr von ihnen als es Elemente im Periodensystem gibt!

Meine Antwort: Die Reshimot haben sich angesammelt, während die gemeinsame Seele von ihrer spirituellen Stufe „Liebe und Schenken“ zur Stufe „Empfangen und Selbstliebe“ abgestiegen ist. Insgesamt gibt es Reshimot von 125 Abstiegsstufen und wir müssen sie in umgekehrter Reihenfolge korrigieren. Indem wir diese Reshimot in dieser Reihenfolge erfassen, steigen wir entlang ihrer Stufen auf und enthüllen unsere spirituellen Sinne, die das Höhere Licht, den Schöpfer, verspüren.

Frage: Wie kann ein Mensch erkennen, von welcher Stufe – den besonderen Eigenschaften seiner individuellen Seele entsprechend – die Reshimot stammen? Kommen die Reshimot immer, um uns in unserem Wachstum und unserer Entwicklung zu helfen? Und was ist mit den Reshimot der Klipot – warum kommen sie zu einem Menschen?

Meine Antwort: Die Reshimot treten eine nach der anderen in uns in Erscheinung, von unten nach oben, und sie stellen sich immer in Form von zerbrochenen Stufen dar (Klipot, das Ego). Indem wir sie korrigieren, bilden wir unsere Seele – das Gefäß, in dem wir uns selbst wahrnehmen, unser spirituelles Leben.

Kabbala Akademie