Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Eigenschaften'

Mach Platz für den Schöpfer!

Kommentar: Willst du, dass Platz für den Schöpfer ist? Dann mach Platz! Tritt ein wenig zur Seite, mach Platz für Ihn! Das bedeutet die Einschränkung des eigenen Egos.

Dränge deinen Egoismus zurück, begrenze ihn und ziehe dich zurück, damit ein Raum für den Anderen entsteht. Wir müssen uns so weit einschränken, dass wir alle gemeinsam in einen zentralen Punkt der Schöpfung hineinpassen. Der ganze riesige Raum um uns herum, befreit von unserem Egoismus, wird zu einem Ort, den wir dem Schöpfer überlassen. Deshalb wird der Schöpfer „der Ort“ genannt.

In dem Maße, in dem wir unser egoistisches Verlangen zurücknehmen, machen wir Platz für den Schöpfer.

Wir verdichten all unsere egoistischen Wünsche zu einem einzigen Punkt, von dem der Schöpfer sagte: „Ich habe den bösen Trieb geschaffen.“ Tatsächlich hat Er nichts anderes erschaffen als diesen Punkt, aus dem wir existieren. Und alles andere außer ihm sind Eigenschaften des Schöpfers.

Indem wir den gesamten Raum – bis auf diesen zentralen Punkt – von unserem Egoismus befreien, können wir uns an diesem Ort mit dem Schöpfer verbinden. So offenbaren wir Ihn in diesem Raum. Mit anderen Worten: Wir setzen Ihn als König über uns ein, damit Er über dem gesamten Ort herrscht. Wir geben Ihm den Platz, sich zu offenbaren und die gesamte Wirklichkeit zu lenken.

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Aus der Lektion „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala (Pticha)“ 16.02.2022

 

Der Beschleuniger der spirituellen Entwicklung

Kommentar: Es steht geschrieben: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen.“ Es ist klar, dass jeder von uns denselben bösen Trieb hat.

Meine Antwort: Nein, jeder von uns ist anders als die anderen. Baal HaSulam schreibt im Artikel „Freiheit des Willens“, dass wir alle aus unterschiedlichen Punkten von Adam HaRishon stammen, und es ist uns verboten, jemanden zu unterdrücken, ihn zu etwas zu zwingen, ihn zu verändern, uns in die Kultur anderer Menschen einzumischen oder sogenannten primitiven Völkern gewaltsam Fortschritt aufzuzwingen.

Jeder sollte sich entsprechend seinen persönlichen Eigenschaften entwickeln, denn nur so kann er sein Verlangen zu empfangen verwirklichen. Jeder ist eine eigenständige Schöpfung, und selbst wenn er es wollte, kann er sein Verlangen zu empfangen, seinen Ausgangspunkt, nicht verändern.

Baal HaSulam erklärt, was ein Ausgangspunkt ist und welches Programm seine Entwicklung bestimmt. Es gibt eine vorgegebene Ordnung der Einflüsse in der Gesellschaft sowie Gesetze der Entwicklung der Umgebung; der Mensch kann sich dort nicht gewaltsam einmischen und etwas verändern. Die einzige Veränderung betrifft die äußere Form unter dem Einfluss der Gruppe.

Doch die Veränderung der äußeren Form bedeutet nicht, dass der Mensch zusätzliche Verlangen oder Eigenschaften erwirbt, die vorher nicht in ihm vorhanden waren. Er erlangt vielmehr eine Begeisterung, ein Verlangen nach der Quelle, die er erreichen muss. Dies dient ihm als zusätzlicher Treibstoff, um seine Entwicklung und den Prozess der Korrektur zu beschleunigen. Doch er erwirbt dadurch keine neuen Kelim, keine neuen Eigenschaften oder Gedanken.

Es beschleunigt lediglich das Hervortreten dieser bereits vorhandenen Eigenschaften und bestimmt die Geschwindigkeit ihrer Entwicklung. Deshalb ist es entscheidend, sich zur Gruppe, zu den Meinungen der Freunde und zur gesamten Struktur der Gruppe mit dem Verständnis zu verhalten, dass alles, was wir von ihr erhalten, ausschließlich als Beschleuniger, als Katalysator dient, der uns Energie zum Handeln gibt.

Doch dieser Beschleuniger besitzt keinen eigenen Charakter; er gibt nur einen zusätzlichen Impuls in die Richtung, in die ich mich bereits bewege. Ich wähle, wohin ich gehe – nicht er. Dasselbe erwarte ich von der Gruppe. Das heißt, ich muss zur Gruppe kommen und zusätzliche Kräfte in der von mir bereits gewählten Richtung verlangen, anstatt dass die Gruppe zu mir kommt und versucht, mich zu „indoktrinieren“.

Jede „Beeinflussung“ durch die Gruppe sollte nur darin bestehen, meine gewählte Richtung zu stärken. Andernfalls wäre es keine freie Wahl. Andernfalls wäre es eine Gruppe, die den Einzelnen unterdrückt.

Sie muss mir keine neuen Ideen bringen. Sie sollte mir lediglich helfen, das zu festigen, was ich bereits habe. Deshalb heißt es, dass jeder von uns der Gruppe geben und entsprechend seiner Investition zurückerhalten soll – nur um ein Vielfaches mehr.

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Aus dem täglichen Kabbalaunterricht vom 13.02.2026, Rabash, Artikel 18 (1987), „Was ist die Vorbereitung auf das Empfangen der Tora? – 2“

Chanukka

Warum hat die Menora acht Leuchten?

Frage: Was ist eine Menora? Warum hat sie acht Leuchten?

Antwort: Von den höchsten Eigenschaften (Keter) bis zu den niedrigsten Eigenschaften (Malchut), von den Eigenschaften des Schöpfers bis zu den Eigenschaften der Schöpfung gibt es acht Stufen, acht Sefirot, außer der höchsten und der niedrigsten.

Deshalb wird die Menora acht Tage lang angezündet, am achten Tag wird die Beschneidung des Neugeborenen (Brit Milah) gemacht usw.

Frage: Wie haben die Kabbalisten verstanden, dass die Menora genau diese Form haben muss?

Antwort: Die Kabbalisten gehen von ihrer inneren Sichtweise aus. Sie fühlen dies aufgrund des Verhältnisses der Eigenschaften in ihrem Inneren.

Die Verbindung dieser Eigenschaften zeigt sich ihnen genau in dieser Form.

Außerdem bildet sich auch unsere Welt so – entsprechend unseren Wünschen. Eigentlich gibt es sie nicht, sondern unsere verwirklichten Wünsche zeigen sich uns auf diese Weise.

Frage: Nach der Kabbala ist das Öl ein eigennütziges Verlangen, der Docht symbolisiert einen Schirm, und wenn es einen Schirm gibt – eine anti-egoistische Eigenschaft, eine Kraft, die das eigennützige Verlangen bedeckt –, dann entsteht Feuer. Was bedeutet Feuer?

Antwort: Feuer steht für das Licht des Lebens, für die Erkenntnis.

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Aus der TV-Sendung „Spirituelle Zustände”

 

Lasst uns dem Zustand von “Chanukka” näherkommen

Frage: Besteht die Arbeit von Chanukka darin, alle unsere Wünsche, die auf das Geben ausgerichtet sind, zu einem Ganzen zu vereinen?

Antwort: Ja. Alles, was sich in uns befindet, stammt vom Schöpfer. Unsere gesamte Arbeit besteht darin, dies durch unsere Eigenschaften, unsere Herzen und unsere Verlangen auf das Geben an Ihn auszurichten.

Frage: In welchem Maß sind wir als Gruppe Bnei Baruch bereit, das Licht von Chanukka in unser gemeinsames Kli aufzunehmen?

Antwort: Wir sind bereit. Alles hängt ausschließlich von unserer inneren Ausrichtung ab. Uns wurden die Mittel gegeben – die Studienmaterialien und die gemeinsame Arbeit –, durch die wir uns darauf vorbereiten. In diesem Sinn kann man sagen, dass das Kli bereit ist.

Vor uns liegt eine ganze Woche Arbeit. Lasst uns diese Zeit mit der inneren Bedeutung von Chanukka füllen, um diesen Zustand zu erkennen, ihm nahe zu kommen und ihn in uns zu realisieren. Dann wird die Korrektur gelingen, zumindest werden wir die erste Stufe der Korrektur des Egoismus erreichen.

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Aus einer Lektion über einen Brief von Rabash

 

Sackgasse, Schöpfer und der Sinn des Lebens

In der Natur gibt’s keine Sackgassen. Die Sackgassen, die sie uns in den Weg stellt, sind nur dazu da, damit wir hochspringen, diese Hürde überwinden und uns weiterentwickeln.

Sackgassen gibt’s nur auf unserer Ebene, wie Stufen. Wie klettert ein kleines Kind die Stufen einer Treppe hinauf? Es krabbelt mühsam auf allen Vieren und so weiter. Deswegen werden uns diese Enttäuschungen, Höhen und Tiefen gegeben. Wir wachsen mit deren Hilfe.

Frage: Heißt das, dass das Wachstum eines Menschen darin besteht, diese Sackgassen zu überwinden, aber sie dabei wahrzunehmen? Ist das richtig?

Antwort: Wahrnehmen? Er kann nicht einmal aufstehen, er krabbelt auf allen Vieren!

Frage: Heißt das, dass ich zu einem Gefühl einer Sackgasse vor mir kommen muss?

Antwort: Ja. Du musst verstehen, dass es Hindernisse vor dir gibt – das sind nämlich die Stufen einer Leiter des Aufstieges.

Frage: Wohin gehe ich denn? Hier ist die Leiter. Wohin gehe ich von Sackgasse zu Sackgasse?

Antwort: Du gehst, um den Sinn des Lebens zu verstehen, um den Sinn des Lebens zu begreifen.

Frage: Worin besteht er? Ich steige doch zu etwas hinauf. Wohin steige ich von Sackgasse zu Sackgasse hinauf?

Antwort: Ich steige hinauf, damit diese Stufen des Aufstiegs in mir solche Wünsche, Eigenschaften und Qualitäten hervorbringen, in denen ich den Sinn des Lebens offenbaren kann. Und den gibt es! Ich sehe ihn aber nicht, ich fühle ihn nicht, ich kann ihn weder anfassen, noch wahrnehmen.

Und als Ergebnis dieser Aufstiege, wenn ich wie ein kleines Kind auf allen Vieren von Stufe zu Stufe krieche und versuche, mich hochzuziehen, entwickle ich in mir Verstand und Gefühle, um den Sinn dieses Aufstiegs zu begreifen.

Und auf einmal verstehe ich, dass dieser Sinn zwischen den Stufen liegt.

Frage: Gibt es ein Ende dieser Stufen?

Antwort: Es ist irgendwo ganz weit weg, fast nicht greifbar. Wozu auch? Ich fange an zu fühlen, dass dies nämlich das Leben ist.

Das ist nämlich das Leben, wenn du auf jeder Stufe Enttäuschungen hast, die Notwendigkeit, Kraft zu finden, die Notwendigkeit, ein genaues Ziel, einen Vorsatz zu finden. Sonst hast du keine Kraft: wofür, warum, was wirst du als das richtige Ziel, als die richtige Entscheidung betrachten oder nicht. Und so weiter.

Das heißt, im Ergebnis des Aufstiegs von diesen Stufen, wirst du dich als wachsend und schöpferisch wahrnehmen.

Frage: Was treibt mich jedoch an? Ist das der Wunsch, diese Sackgasse zu überwinden oder mich an etwas oder Jemanden anzunähern?

Antwort: Nein, du willst gar nicht mehr so sehr eine bestimmte Endstufe erreichen. Du fängst an, Freude daran zu empfinden, dass du sie durchläufst. Zwischen den Stufen fängst du an, die Weisheit, die Klarheit dieser Stufen zu fühlen.

Frage: Werde ich anfangen, diese Lenkung zu fühlen?

Antwort: Das nennt man „mi maasecha ikarnucha“ – „aus deinen Taten erkenne ich dich“, dass du aus den Stufen selbst, aus der Art und Weise, wie sie für dich geschaffen wurden, und gleichzeitig, wie du geschaffen wurdest, um dich über sie zu erheben, aus all dem beginnst du, den Schöpfer dieser Stufen zu erkennen. Und das ist das Wichtigste.

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Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“

Auf welches Gebet antwortet der Schöpfer?

Frage: Heute beginnen viele Menschen zu beten, selbst jene, die früher eher pragmatisch eingestellt waren. Die Frage lautet: „Was ist ein gutes Gebet?“ Das heißt, welches Gebet wird vom Schöpfer erhört?

Antwort: Der Schöpfer hört alle Bitten, alle Gebete! Die Frage ist nur, auf welche davon er antwortet.

Alles was ein Mensch verlangt, wofür er schreit, bittet oder fleht, all das wird gehört. Die entscheidende Frage ist: Worauf reagiert der Schöpfer?

Nur in dem Maße, in dem die Bitte von unten, also vom Menschen, mit Seinem Plan, mit Seinem höheren Willen übereinstimmt. Wenn unsere Wünsche mit dem Wunsch des Schöpfers übereinstimmen, dann geschieht es.

Frage: Was für ein Wunsch muss es in diesem Fall sein?

Antwort: Der Wunsch nach Annäherung, Verbindung und Verschmelzung der Menschen untereinander in völliger Ähnlichkeit zueinander, in einem Zustand der Liebe. Das ist es, was der Schöpfer will. Seine höchste Eigenschaft im Verhältnis zu den Menschen ist die Liebe.

Kommentar: Das heißt, egal in welchem Konflikt wir uns befinden, egal wie sehr wir uns hassen…

Antwort: Wir sind dennoch verpflichtet, zu dieser Verbindung zu gelangen.

Frage: Soll man darum beten, dass in einem die Liebe zu denjenigen entsteht, die man hasst?

Antwort: Ja.

Frage: Was ist Liebe?

Antwort: Liebe ist, wenn man sich mit all seinen physischen, moralischen, psychologischen und sonstigen Eigenschaften, Qualitäten und Kräften, vollständig darauf ausrichtest, allen außerhalb von einem zu helfen und sie zu erfüllen.

Liebe ist, wenn man sich vom egoistischen Denken abwendet.

Frage: Wird dieses Gebet erhört werden?

Antwort: Es wird mit Sicherheit erhört werden. Wenn man es wirklich will. Nicht wenn man es nur ausspricht, sondern wenn man es tatsächlich im tiefen Inneren wünscht.

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Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman”

 

„Heiliges Volk“ und „Königreich der Priester“

Kommentar: Im Artikel von Baal HaSulam “Bürgschaft”, P.27 steht geschrieben: Die wahre Belohnung ist es, mit Ihm zu verschmelzen, was das Ziel der Schöpfung ist. Genau diese Belohnung wird in den Worten „ein heiliges Volk“ ausgedrückt, denn durch das Verschmelzen mit Ihm werden wir geheiligt, da es heißt: „Ihr sollt heilig sein, denn ich, der Ewige, euer Gott bin heilig“ (Levitikus 19,2).

Wir sehen, dass die Worte „Königreich der Priester“ jede Art von Arbeit ausdrückt, die auf „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ beruht.

Es gibt eine Korrektur, und es gibt das, was durch sie erreicht wird. „Königreich der Priester“ und „Heiliges Volk“ sind zwei Stufen. „Königreich der Priester“ bedeutet, die Eigenschaften des Gebens zu erlangen: Bina, Guf, Emuna (GE).

Es wird gesagt, dass die „Priester“ keine Verbindung zur “Erde” haben. Das bedeutet, wir befassen uns nicht mit Wünschen, wir korrigieren sie nicht, sondern wir erwerben auf dem Hintergrund aller Wünsche die Absicht um des Gebens willen– wir geben um des Geben willen. Das ist es, was man das „Königreich der Priester“ nennt. Alles ist nur für den Schöpfer. Wir erwerben die gleichen Eigenschaften, die in Bina vorhanden sind, also die Eigenschaften des Schöpfers.

Was bedeutet „Heiliges Volk“? „Das Volk“ – sind diejenigen, die Kelim empfangen; wir beginnen bereits, sie um des Geben willen zu benutzen.

Der Zustand „des heiligen Volkes“, bedeutet nach Rabbi Schimon auch, dass der Mensch allen Völkern der Welt dient (außer den Völkern der Welt in ihm), d.h. man arbeitet um des Geben willens mit allen empfangenden Gefäßen. Das nennt man, ein „Licht für die Völker“ zu sein.

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Aus der Lektion zum Artikel „Bürgschaft.“

 

Wege der Kommunikation zwischen Kabbalisten

Frage: Wenn Kabbalisten miteinander kommunizieren – sprechen sie in einer gewöhnlichen Sprache oder in einer unverständlichen?

Antwort: Sie müssen gar nichts sagen – sie können sich über einen gemeinsamen Schirm (Massach) verbinden. Wozu brauchen sie den physischen Körper? Sie können als Seelen miteinander kommunizieren, mit einem gemeinsamen Schirm zwischen ihnen.

Natürlich können sie auch miteinander sprechen. Darüber hinaus ist es möglich, dass sich jeder bewusst in einem bestimmten Maß einschränkt und sich dem anderen nicht vollständig öffnet.

Es gibt solche Möglichkeiten – und manchmal ist das sogar notwendig –, um einander nicht zu schaden oder sich nicht vollständig zu enthüllen. Es kann vieles passieren, trotz der guten Absichten aller Beteiligten.

Das heißt, es gibt unzählige Arten der Kommunikation unter Kabbalisten: durch Bücher, durch Lieder, durch Musik. Sie erschaffen diese Empfindungen und Bilder innerlich in sich selbst, leben in der materiellen Welt und zugleich im nächsten Dimension, befinden sich dort sinnlich – und so kommunizieren sie.

Aber nur nach dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften. Das ist das allgemeine, umfassendste und grundlegendste Gesetz der Natur.

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Aus dem Gespräch „Ich bekam einen Anruf. Kabbalisten sprechen.“

Warum können wir das Wesen des Schöpfers nicht erfassen?

Frage: Warum können wir etwas Unbegreifliches, das man das Wesen des Schöpfers nennt, nicht erfassen?

Antwort: Wir können die Essenz des Schöpfers nicht begreifen, weil wir nicht die Werkzeuge dazu haben.

So wie ein Tier die Stufe eines Menschen nicht begreifen kann, kann ein Mensch die Stufe des Schöpfers nicht begreifen. Wir haben nicht die notwendigen Werkzeuge dafür, d.h. Eigenschaften.

Unsere Eigenschaften, die auf Plus und Minus aufgebaut sind, wurden vom Schöpfer in einem solchen Umfang, auf einer solchen Stufe geschaffen, dass wir ihn erfassen können, aber nur auf der Grundlage der Eigenschaften, mit denen er uns erschaffen hat. Darüber hinaus können wir sie nicht begreifen.

Frage: Ist das wirklich so, oder gibt es noch etwas anderes?

Antwort: Vielleicht gibt es noch etwas anderes.

Wenn wir am Ende der 6000 Jahre, oder vielleicht sogar schon früher, unsere Eigenschaften vollständig korrigiert und sowohl die positiven als auch die negativen Eigenschaften richtig genutzt haben, dann werden wir endlich die Stufe erreichen, die der Schöpfer für uns vorgesehen hat: Ihn in diesen 6.000 Jahren zu erlangen.

Dann ist es durchaus möglich, dass wir den nächsten Raum, die nächste Leere, die wir begreifen können, für uns entdecken werden, aber wir wissen noch nichts darüber. Es gibt einige Vermutungen, aber das sind nur Vermutungen.

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Aus dem Kabbala Unterricht

Gesegnet bist Du, der die Welten erschaffen hat

Buch Sohar, Abschnitt „Ekev“, Artikel „Das Ziel des Segens“, P. 16: „Und deshalb erweckt der Segen, mit dem der Mensch den Schöpfer segnet, den Segen von oben, der alle Welten erfüllt.“

Frage: Was ist ein „Segen“?

Antwort: Ein Segen ist eine besondere Kraft von oben – die Kraft von Bina, die auf Malchut einwirkt. Der Schöpfer wird „der Gesegnete“ genannt, wenn ich mich aus Malchut heraus an Ihn wende und darum bitte, dass die Kräfte des Gebens in mich eindringen und zu einem Teil von mir werden.

Wenn ich diese Kräfte in mich einschließe, bedeutet das, dass ich den Segen empfange – die Eigenschaften von Bina, die in Malchut aufgenommen werden. Entsprechend diesen Eigenschaften, die ich vom Schöpfer erhalten habe, kann ich Ihn den Gesegneten nennen. Andernfalls hätte ich nicht die gleichen Eigenschaften, um Ihn wertzuschätzen und Ihm zu danken.

Warum möchte ich diese Eigenschaften von Bina empfangen? Damit ich den Schöpfer nicht verfluche, sondern Ihn segne. Das bedeutet, dass all meine Korrekturen nicht zu meinem eigenen Nutzen geschehen, sondern einzig und allein, um den Schöpfer zu lieben, Ihn zu ehren – Ihn zu segnen.

Deshalb bedeuten die Worte „Gesegnet bist Du“ in den Segenssprüchen der Gebete, dass ich bereits Korrekturen durchlaufen habe, die es mir ermöglichen, um des Gebens willen zu arbeiten. Ich habe Seinen Segen empfangen und befinde mich nun selbst im Zustand des Gebens und der Liebe – und segne den Schöpfer für diese Möglichkeit.

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(Aus einer Lektion über das Buch Sohar)