Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Eigenschaften'

Integrale Erziehung = Freiheit

Frage: Was wird den Menschen die integrale Erziehung nützen? Was wird sie in ihnen entwickeln?

Meine Antwort: Sie entwickelt in mir die richtige Beziehung zu den eigenen Eigenschaften und lässt zu, sie zum Wohle der anderen Menschen anzuwenden. Dabei spielt es keine Rolle, welche Verlangen ich habe.

Ich befreie mich und finde den Ausdruck für alles, was in mir verborgen ist. Wenn ich die Absicht entwickelt habe, die auf den Nutzen der anderen Menschen gerichtet ist, dann muss ich meine Eigenschaften nicht analysieren, oder diese in gute und schlechte teilen. Ich verwende sie alle richtig.

Gerade dann bin ich frei: ich fürchte mich nicht vor der Umgebung, fürchte mich nicht vor mir selbst, ich habe keine Angst vor dem Schöpfer, kann das Geben in den eigenen Eigenschaften realisieren und bin zu allem fähig, weil mir alles geöffnet ist und durch mich das ganze Licht der Unendlichkeit strömt.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „das Volk“, 27.09.2011

Um die innere Kraft des Gebens zu beten

Frage: Was bedeutet das, den Schöpfer zu bitten? Muss man sich hierfür in Seine Eigenschaften einkleiden?

Meine Antwort: Unter einer Bitte wird ein gesuchter und geforderter Zustand verstanden, in dem ich um meine Veränderung bitte, d.h. das eigene Verlangen zeige. Ich beurteile mich selbst (und das bedeutet, zu beten – „leyitpalel„), ich erforsche die Eigenschaften, an denen es mir fehlt, und wie ich mir die Kraft des Gebens aneignen kann.

Ich enthülle folglich, dass diese Kraft sich innerhalb der Gesellschaft befindet. Wenn ich in diese Gesellschaft eingehe und die Wünsche der Freunde mit ganzem Herz und der Seele empfinde, wenn ich also mit ihnen innerlich verbunden bin, dann werde ich sofort die Kraft des Gebens finden. Gerade darum bete ich.

Ich bete um die Erreichung eines solchen Zustandes, in welchem ich alle Menschen als vollkommen und verbunden sehe. Dieser Zustand heißt Schechina, die Versammlung der Seelen (Knesset Israel). Ich will dort sein und ich bete darüber, dass in mir diese Vereinigung aller Seelen (Knesset) realisiert wird, welche „direkt an den Schöpfer“ (Israel, Yashar-El) gerichtet ist.

Dabei wende ich mich nicht an irgendeine äußere, unabhängig existierende Kraft und nicht an den Wunsch, der nur vorgestellt ist. Alle Gebete sind zu Malchut (der Welt Azilut oder der Welt der Unendlichkeit), zur Vereinigung zwischen den Menschen gerichtet, innerhalb welcher wir das gegenseitige Geben offenbaren. Ich will, dass mir ein solcher Zustand enthüllt wird und darum bitte ich.

Und es gibt hier einen sehr feinen Moment, um nicht zu beginnen sich irgendein Idol, oder ein Heiligenbild vorzustellen, denn es geht nur um den Zustand, in dem wir durch die Kraft des vollkommenen Gebens verbunden sind!

Richtiger wäre, diese Kraft als eine Eigenschaft zu betrachten, weil die Kraft als etwas fremdes wahrgenommen wird, und die Eigenschaft dagegen ist etwas, was mir mehr eigen ist. Es sind sehr feine Unterschiede, aber gerade sie bestimmen die Klarheit meines Herangehens, und sind deshalb prinzipiell.

Es wird gesagt: „Es gibt nichts außer Ihm“, aber wir müssen es uns in Form eines Zustandes im vollkommenen System vorstellen. Dann können wir sicher sein, dass wir uns nicht irren werden.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 22.09.2011

Die flüchtige Gedanken quer durch „Shamati“ – Es gibt nichts außer Ihm

Man muss lediglich nur das Eine wissen: es gibt nur einen Grund, nur eine Kraft, die auf uns einwirkt und uns lenkt. Diese Kraft hat den Anfang, das Ende und es gibt den Prozess, nach dem sie uns vorantreibt. Niemand kann sie beeinflussen, niemand kann sie verwirren oder ändern. Diese Kraft ist absolut.

Das Einzige, was wir machen können, ist sich selbst zu verändern, um ihre Einwirkung in der besseren, angenehmen Art wahrzunehmen. Danach werden wir die gleiche Stufe erreichen können, und werden diese Kraft verstehen und empfinden, beginnen in der Harmonie und in der Gleichheit der Eigenschaften zu leben.

Ein solcher Zustand wird auch als die Verschmelzung bezeichnet. Im Endeffekt werden wir auf alles vorbereitet und entwickeln die richtige Empfindung, können gemeinsam mit dieser Kraft in der vollen Partnerschaft und im vollkommenen Einklang agieren.

Es gibt keine andere Kraft, außer dieser einer. Es gibt nichts anderes, was unsere Wurzel sein könnte.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Zusammenfassung der Prinzipien\ Ratschläge aus dem Morgenunterricht 12.09.2011

Alles ist von unseren Eigenschaften abhängig, jedoch das verstehen wir nicht so ganz. Denn wir haben uns daran gewöhnt, in bestimmten Eigenschaften zu verweilen, mit denen wir aufgewachsen sind und in denen wir uns entwickelt haben und bis heute leben. Wenn wir aber wirklich unsere Eigenschaften verändern, so verändern wir unsere Wahrnehmung total. Wir nehmen eine höhere Sphäre wahr, fühlen uns, wie in Ejn Sof, über Zeit, Raum und Bewegung. Wir können in ganz anderen Bedingungen leben.

Die Fähigkeit sich zu verändern, so dass das Licht die Veränderung herbeiführt, war nur einigen Auserwählten in jeder Generation möglich, bis jetzt. Heute befinden wir uns in einem besonderen Zustand, in welchem die gesamte Menschheit die Fähigkeit erhält, sich zu verändern. Auf der einen Seite spüren wir einen starken Aussendruck, der uns dazu verpflichtet, unsere Existenz zu verändern – es geht uns immer schlechter auf der Welt, und das spornt uns an, zu suchen. Zusätzlich entwickelt sich in uns das Können, die Kraft zu steuern, die uns erschaffen hat, und das in so einem Ausmaß, dass wir es doch schaffen, uns zu verändern.

Sogar jetzt, in diesem Lebenskreislauf, in dieser Realität, können wir bereits die „Schalter“ (Knöpfe) selbst betätigen und uns in ganz anderen Dimensionen wahrnehmen.

Die Krise drückt sich in den Beziehungen zwischen Menschen aus. Die gegenseitigen Beziehungen stimmen nicht, und zwar sind sie in mangelnder Anpassung mit der Natur. Die Natur präsentiert sich uns in einer runden Form, das bedeutet, dass alle Kräfte in ihr zu einem Mechanismus verbunden sind. Dem gegenüber befinden wir uns aber in einem trennenden Zustand, und das ist die Krise – sprich: unsere Konfrontation mit der Natur.

Es gibt Menschen, die sich mit der Kabbala und der Korrektur beschäftigen, weil das ihr Wille ist. Und es wird Menschen geben, die sich mit der Korrektur beschäftigen werden, um ihre irdischen Bedürfnisse zu füllen, um zu leben und zurechtzukommen. Sowohl die einen als auch die anderen haben ihren Platz. Auf den Menschen wird nur entsprechend seines Willens eingewirkt. Die mit dem Punkt im Herzen entwickeln sich mittels der Zugehörigkeit zu einer Gruppe, durch das Studium, durch die Verbreitung, und sie gehören zu G“R de Bina.

Und die anderen, die die Mehrzahl der Menschheit sind, entwickeln sich entsprechend Malchut. Aber gemeinsam verbinden sich beide zu den zehn Sefirot.

Verbreitung der Kabbala

Heute befinden wir uns in einem Zustand, der als „Geburt des Messias“- der Offenbarung der Kabbala der gesamten Welt, definiert wird. Ohne diese Methode wird es uns nicht möglich sein, weiter zu existieren.
Es gibt eine Bedingung, damit sich der Schöpfer offenbaren kann – die Verbreitung der Kabbala. Es liegt an uns, die Welt zu einem guten und schmackhaften Feeling zu führen. Das bedeutet, dass der Mensch spürt, dass es ihm an nichts mangelt, außer – an den höheren Welten.

Alles ist von der Verbreitung der Kabbala abhängig – von denjenigen, die sie verbreiten und sich dieser Arbeit hingeben, und auch von denjenigen, die einen Mangel empfinden, den sie nicht erklären können, weil sie nicht wissen, worum es bei der Kabbala überhaupt geht. Indem man verbreitet, treibt man trotzdem die Bildung der Welt vorwärts, und das hat auf alle einen indirekten Einfluss. Wenn sie deine Kinder gewesen wären, würdest du überdurchschnittliche Bemühungen leisten, um sie zum Erfolg zu bringen, und das trotz aller Schwierigkeiten.

Gerade durch die Verbreitung der gegenseitigen Bürgschaft und Rücksichtnahme kann man die Krise abwenden.

In allem gibt es eine volle Gleichstellung zwischen Frauen und Männern, außer beim Studium der Kabbala. Und deshalb liegt es an uns, die weibliche Kraft in der Verbreitung von Bürgschaft, in allen Formen und Möglichkeiten, einzusetzen.

Die komplizierte Einfachheit des Kreises

„Die geraden Sefirot“ (Yoscher) und „die runden Sfirot“ (Igulim) unterliegen den entgegen gesetzten Gesetzen: unter den geraden Sefirot ist die innerste am wichtigsten, und unter den runden ist die äußerlichste am wichtigsten. Und dieses Gegenteil in den Eigenschaften der runden Sefirot verwirrt uns sehr.

Wir verstehen das Empfangen und das Geben erst dann, wenn das Empfangen dem Geben entgegengesetzt ist, so wie es in den geraden Sefirot ist. Aber die runden Sefirot haben mit dem Empfangen und dem Geben nichts Gemeinsam, sie haben keinen Schirm, es sind die Verlangen, die vor der Beschränkung, sowie vor dem Schirm existierten.

Und deshalb werden wir in dieser Welt so verwirrt, weil wir darin zwei Arten der Einwirkungen unterstehen: seitens der Kreise und seitens der Geraden.

Seitens der Geraden ist alles klar und einfach: es gibt die obere Spitze und die untere, wobei unten das Böse, das Empfangen, und oben das Gute, das Geben ist. Unabhängig davon, in welchem Punkt der Linie ich mich befinde, kann ich messen: über welche Kraft ich verfüge (wie viel „Kilogramme“, welchen Schirm), welches Licht ich habe (wie viel „Liter“ oder “ Lumen“).

Deshalb habe ich in der geraden Linie keine Fragen: ich stieg auf irgendeine Höhe hinauf und habe sie gemessen. Hier gilt die einfache spirituelle Physik, und alle Berechnungen sind in meinen Händen. Es gibt die Kraft, den Schirm, die Deckung, und das Verlangen: wie viel man bezahlt hat, soviel hat man bekommen. Alles ist klar.

Aber „in den Kreisen“ weiß ich nicht, was zu machen ist, nichts ist klar… Es gibt weder Unten, noch Oben, kein Links und Rechts, es gibt keine Unterschiede, nach denen ich meinen Zustand bewerten kann.

„Die runden Bereiche“ befinden sich dort, wo ich noch nicht geboren wurde, lange bevor ich begann, zu verstehen. Als ob ich mich im Mutterleib befinde würde, und dort „die runde“ Lenkung gelte, und ich mich ganz aufheben würde: mir wird alles gegeben, alle Abfälle weggenommen, so dass ich nichts selbst entscheide.

Wenn man aber beginnt, von mir etwas zu fordern, auf mich zu drücken, damit ich selbst um mein Leben kämpfe, dann fängt schon „die gerade“ Lenkung an.

Und heute wird uns in der Welt die zweite Lenkung, eine runde Lenkung offenbart. Und wir wissen nicht, was damit zu machen ist. Die Welt wird plötzlich global, integral, alle Menschen sind miteinander verbunden, und ich soll sie alle berücksichtigen, und ich denke: „Warum eigentlich?!“

Ich soll alle berücksichtigen, als ob sie sich in meinen Wunsch, in mein Gefäß einreihen würden, welcher rund ist. Dies ist eine ganz andere Art der Lenkung, weshalb bei uns ein Problem entsteht. Denn diese Lenkung ist allem entgegengesetzt, was wir früher kannten.

Und es handelt sich darum, dass uns „die runden Wünsche“ offenbart werden, die Wünsche der wahrhaftigen zukünftigen Welt. Und deshalb sind wir heute nicht fähig, das Leben in dieser Welt einzurichten, worin die neue höhere Lenkung offenbart wird.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Lehre der Zehn Sfirot“ „, 22.08.2011

Zerbreche die Götzen in dir

Unsere Arbeit besteht darin, uns genau vorzustellen, was die höhere Kraft bedeutet. Und auf diesem Wege müssen wir vieles klarstellen. Zuerst stellt sich der Mensch die höhere Kraft als eine Vielzahl von verschiedenen Kräften, göttlichen Gestalten vor; er vergöttlicht verschiedene Naturerscheinungen, die er um sich herum beobachtet.

Er schreibt ihnen menschliche Eigenschaften zu, denn er hat kein anderes Vorbild; er teilt verschiedenen Gestalten göttliche Kräfte zu, was als Götzendienst bezeichnet wird.

Diese Phase unserer Entwicklung ist notwendig, weil wir in unserem egoistischen Verlangen mit einer umgekehrten Realitätswahrnehmung, Empfindung und Analyse existieren. Auf diese Weise klären wir die höheren Eigenschaften, bis wir zur richtigen Sichtweise gelangen.

Ein Beispiel dafür ist der Stammvater Abraham, der zunächst Götzenbilder verkaufte. Im Grunde genommen erzählt seine Geschichte von uns allen. Wir alle beginnen unseren Weg damit, dass wir verschiedene Naturkräfte anbeten, die wir für gut oder böse bzw. teilweise gut und teilweise böse halten. Wir beziehen das auf irgendwelche Menschen, die Umgebung, das blinde Schicksal, verschiedene Zufälle.

Mit derartigen Klärungen sind alle unsere Lebenskreisläufe gefüllt, bis in uns der Punkt im Herzen erwacht. Aber auch mit dem Punkt im Herzen müssen wir noch viele Begriffe klären, die uns der ersten Wahrnehmung der Spiritualität näher bringen.

Noch ist uns unklar, was die spirituelle Realität bedeutet und wer der Schöpfer ist. Und auf dem Weg zu dieser Klärung sind wir dem Einfluss der Umgebung ausgesetzt, die uns vom Weg abbringen und durcheinanderbringen kann; denn noch nehmen wir den Schöpfer nicht wahr und können uns an Ihm nicht festhalten.

Doch letztendlich erreichen wir einen Zustand, in dem alle unsere zahlreichen Auf- und Abstiege und unser ganzes Durcheinander auf irgendeine Weise geklärt, angehäuft und zusammengetragen werden, und wir teilen die Realität in zwei Teile: ich selbst, der Wahrnehmende, und das, was ich wahrnehme. Es gibt nichts anderes!

Und ich kann mich selbst entweder im Egoismus, sprich im Empfangen, oder im Geben wahrnehmen – etwas Drittes ist nicht gegeben. Wenn ich mich im Egoismus befinde, beziehe ich alles nur auf mich selbst und auf meine Welt – dadurch wird mein Zustand bestimmt. Und wenn ich mich in der Eigenschaft des Gebens befinde, dann erfüllt diese mich, was als Schöpfer (Bo-Re) – „komme und siehe“ – bezeichnet wird.

Genau zwischen diesen beiden Eigenschaften befinde ich mich ständig in Klärungen. Schließlich gelange ich zu dem Schluss, dass alles vom Schöpfer kommt, der mit mir spielt, indem Er sich mir mal enthüllt mal sich wieder vor mir verhüllt. Auf diese Weise lässt Er mich Übungen machen, damit ich in meinem Inneren immer feinere und genauere Definitionen dessen aufbaue, was Er ist!

Im Grunde genommen besteht genau darin unsere Arbeit.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 22.08.2011

Kabbalisten über die Wahrnehmung der Realität, Teil 7

Liebe Freunde! Bitte stellt Fragen zu den Zitaten der großen Kabbalisten.

Die Offenbarung des Höheren ist eine Folge der Wechselwirkung des äußeren Wesens mit unseren Sinnesorganen.

Wir können das Material der Schöpfung weder begreifen noch wahrnehmen. Unsere fünf Sinne sind nicht dafür geeignet. Die Sehkraft, das Gehör, der Geruch, der Geschmack und der Tastsinn leiten die Signale nur ins Gehirn; sie spiegeln nur einige Eigenschaften des Äußeren wider. Diese Eigenschaften nehmen eine Form nur in der Interaktion mit unseren Sinnesorganen wahr.

Talmud Esser Sefirot. Teil 1. Die innere Betrachtung. Kapitel 10

Kabbalisten über die Wahrnehmung der Realität, Teil 4

Liebe Freunde! Bitte stellt Fragen zu den Zitaten der großen Kabbalisten.

Alles ist im Voraus vorbereitet

Kaum ist das Vorhaben der Schöpfung entstanden, wurde mit dieser Handlung das gesamte Geschöpf vollendet. Denn für den Schöpfer ist die Handlung nicht so erforderlich wie für uns. Im gleichen Augenblick mit dem Vorhaben sind die Seelen und die Welten in ihrer endlichen Vollkommenheit erschienen.

Diese Vollkommenheit werden sie als Ergebnis der Korrektur erreichen, wenn sie „das Verlangen zu empfangen “ in „das Verlangen zu geben“ umwandeln. Dann werden sie die vollkommene Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreichen.

In der Ewigkeit des Schöpfers existieren die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft gleichzeitig. Aus diesem Grund gibt es da keinen unkorrigierten Wunsch, der vom Schöpfer abgetrennt wurde. Es gibt nur die Ähnlichkeit der Eigenschaften, die in uns am Ende unserer Korrektur erscheinen werden, aber in der Ewigkeit des Schöpfers schon ursprünglich existieren.

Baal HaSulam. Das Vorwort zum Buch „Sohar“. Punkt 13

Die Form des Lichts annehmen

Frage: Wir fühlen immer noch nicht im vollen Maße den Schmerz der äußeren Welt. Wie können wir die Situation durch die Arbeit in einer Gruppe korrigieren?

Meine Antwort: Es ist besser, diesen Schmerz so schnell wie möglich zu fühlen. Es ist mit einer Krankheit zu vergleichen, die am besten in der Anfangsphase „aufgefangen“ werden sollte. Die Welt beginnt gerade erst in die Krise einzutauchen, aber die Angst ist jetzt schon spürbar; denn heute betreffen die Probleme uns alle. Wir sehen, dass die Zeit gekommen ist und dass wir Materialien zur Erklärung der Ursache der Krise und zu deren Lösung verbreiten müssen.

Sowohl Amerika als auch Europa, China und Japan – die Welt ist in Schwierigkeiten. Alle haben Angst vor dem, was geschieht, und niemand weiß, was weiter geschehen wird. Manche scheinen die Krise aus der Ferne zu betrachten, wie es z.B. in Deutschland der Fall ist, aber gerade sie müssen noch mehr Angst haben. Denn je höher man steigt umso tiefer fällt man. Wir können uns nicht vorstellen, was es heißt, wenn morgen alle bewährten Mechanismen plötzlich aufhören zu funktionieren.

Wie kann das eigentlich sein? Die Leute stehen morgens auf, gehen zur Arbeit …

Aber nein, sie gehen nicht. Wir haben noch nicht begriffen, dass wir uns in einem integralen natürlichen System befinden, während wir selbst nicht integral sind. Wir versuchen quasi, ein quadratisches Stück in ein rundes Loch zu stecken. In Wirklichkeit sollte unsere Form mit der Form des Systems übereinstimmen. Und diese Form ist nicht einfach; denn es geht hier nicht um die Geometrie, sondern um die Eigenschaften, die für uns charakteristisch sind.

Heute sollte die gesamte Menschheit allmählich neue Umrisse, das richtige Format annehmen, das dem Licht entsprechen würde. Und es ist ein sehr großes Problem. Es kann nur dadurch gelöst werden, dass wir das Licht anziehen, das in uns die Korrektur vollbringt. Darum steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb, und ich erschuf die Tora als Gewürz, weil das darin verborgene Licht den Menschen zurück zur Quelle führt“.

Wollen wir hoffen, dass wir dies verstehen und es an die anderen weitergeben können.

Aus der 1. Lektion des Kongresses in Deutschland, 05.08.2011

Britischer Wissenschaftler: Wir leben in der vorgestellten Welt

Mitteilung (Die Zeitung „Times“): Das menschliche Gehirn schafft die eigene Version der Realität. Die Welt, die wir um uns sehen, scheint uns nur so zu sein, wie sie ist, meint der führende britische Wissenschaftler Prof. Bruce Chud.

Eigentlich sehen wir die Welt nicht so, wie sie wirklich ist. Wir nehmen nur einen winzigen Teil von dem wahr, was in der Welt tatsächlich geschieht. Wir haben den Eindruck des breiten Panoramas vor unseren Augen, aber tatsächlich sehen wir nicht mehr als die Größe unserer eigenen Finger beim ausgestreckten Arm.

Den restlichen Raum füllt die vorgestellte Realität aus, weil das Gehirn uns eben die stabilen Bedingungen schafft, obwohl Sie denken können, dass Sie der Mensch und der Kapitän des Schiffes sind – viele Prozesse werden jedoch von der Umgebung kontrolliert. Wir können dem eigenen Gehirn nicht vertrauen.

Kommentar: Die Kabbala spricht darüber, dass wir
in der illusorischen Welt leben, welche von unseren egoistischen Eigenschaften gezeichnet wird. Und wenn wir die Eigenschaften der Höheren Welt erwerben, dann können wir darin die wahrhafte, vollkommene Welt empfinden und in den neuen Eigenschaften auch ewig existieren.

(Siehe „Wahrnehmung der Realität“)