Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kabbala'

Die Wahrnehmung der wirklichen Welt

Frage: Kann man sagen, dass das kollektive Bewusstsein eine neue Stufe ist und die Kabbala die Menschen lehrt, eine neue Stufe der Wahrnehmung der Wirklichkeit zu erreichen?

Antwort: Nein, das würde ich so nicht sagen. In diesem Fall müsste das kollektive Bewusstsein völlig entgegengesetzt zum irdischen Bewusstsein sein.

Wenn wir alles in uns und in unseren ursprünglichen, natürlichen Eigenschaften erhalten, erleben wir diese Abbildung, wie auf einem fotografischen Film, die kabbalistische Wahrnehmung ist völlig anders.

Sie bleibt für sich und der Mensch, der seinen Egoismus aufhebt und in die Wahrnehmung der Wirklichkeit, ohne sie zu stören, eintreten kann, fühlt sie, wie sie ist. Das heißt, nicht in seinen egoistischen Eigenschaften, sondern genau in dem Maß der Ähnlichkeit seiner Eigenschaften mit allen Arten von Eigenschaften und Handlungen, die außerhalb von ihm stattfinden.

Die Kabbala begreift eine Welt, die nicht durch unsere Sinne geht. Der Mensch, der sich entwickelt, unternimmt besondere Anstrengungen, um die kabbalistische Welt zu erfahren, um in einen Zustand eintreten zu können, in dem er absolut kein Egoist ist und alles, nicht in sich, sondern außerhalb von sich wahrnimmt. Er zieht sich praktisch von jeglicher Interaktion mit der Umwelt zurück.

Existiert die Umwelt um ihn herum von selbst? Sie existiert. Er nimmt sie in sich wahr, also nimmt er sie egoistisch wahr. Wir konstruieren unsere Wissenschaften auf der Grundlage dessen, was wir selbst oder durch Geräte die wir erfinden, wahrnehmen.

Und die Kabbala sagt: „Nein, lasst uns die Welt wahrnehmen, wie sie ist.“ Als erstes müssen wir einen Zustand erreichen, in dem wir uns selbst annullieren und uns fühlen, als ob wir nicht existieren würden und demzufolge die wahre Welt um uns herum erfahren.

Im Prozess der Annullierung empfinden wir alles, was in dieser Welt vor sich geht. Das ist die ganze Kabbala.

Aus der Fernsehsendung „Treffen mit der Kabbala“, 29.03.2019

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Über Lichtgeschwindigkeit

Frage: Wir lernen, dass alle unsere Verlangen durch das höhere Licht hervorgerufen und durch das Reschimo (Informationsaufzeichnung) übertragen werden.

In der Quantenphysik werden heute die sogenannten informationellen Wechselwirkungen ohne jedes Medium diskutiert. Einige dieser Einwirkungen werden sogar über die Lichtgeschwindigkeit hinaus, fast augenblicklich, übertragen. Kann man sagen, dass derselbe Mechanismus auch bei der Übertragung von Reschimo vorliegt?

Antwort: Das es Wechselwirkungen über der Lichtgeschwindigkeit gibt, kann man, denke ich, auch mit dem Verstand nachvollziehen. Wenn unser Universum, dieser riesige Raum, nicht sofort von seinen verschiedenen Punkten aus, miteinander interagieren könnte, dann würde dieses System nicht funktionieren. Es würde einfach nicht existieren. Es würde überall Chaos herrschen. [Rest des Beitrags lesen →]

Kein Waffenstillstand wird die Flammen des Hasses zwischen uns auslöschen

Für Israel gibt es niemals einen ruhigen Moment. Obwohl ein Waffenstillstand in aller Munde ist, hat die Öffentlichkeit kein Vertrauen, dass die heftigen Luftangriffe für lange Zeit zum Stillstand kommen werden. Bedrohungen halten sowohl im Süden (von der Hamas in Gaza) als auch im Norden des Landes durch Raketen, die von der Hisbollah aus dem Libanon auf israelisches Gebiet abgefeuert werden, an. Es stellt sich also wieder einmal die Frage: Wann wird die Aggression ein für alle Mal beendet sein? Der Ball liegt in unserem Spielfeld, im Spielfeld der jüdischen Nation.

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Schawuot: Licht inmitten des Chaos

Der jüdische Feiertag Schawuot, das Fest der Übergabe der Tora, hat in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Während die israelische Gesellschaft unter Raketenbeschuss steht, herrscht keine festliche Stimmung. Es ist eine Zeit, in der wir eine zukunftsträchtige Entscheidung darüber treffen sollen, welches Volk wir sein wollen und wie wir der Zukunft begegnen wollen: in Spaltung und Streit oder als Garanten füreinander, in der wir unser Handeln durch die Linse der Welt betrachten oder durch eine tiefe Selbstprüfung unserer Rolle als ein Volk, das die Tora am Fuß des Berges Sinai empfangen hat.

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Wie erreicht man die Vollkommenheit?

Bemerkung: Wissenschaftler schlagen Alarm: Eine Epidemie von Perfektionismus ist in der Welt angebrochen. Nach Ansicht von Psychologen ist Perfektionismus der Glaube, dass das Ideal erreicht werden kann. In seiner pathologischen Form ist es der Glaube, dass ein unvollkommenes Arbeitsergebnis keine Existenzberechtigung hat.

Antwort: Was ist dann noch übrig?

Bemerkung: Dann bleibt nur noch, alles Überflüssige zu entfernen und das unvollkommene Objekt makellos zu machen. In Untersuchungen sind Wissenschaftler zu dem Schluss gekommen, dass all dies zu Stress, Depressionen, Angstzuständen und Selbstmord führt.

Antwort:  Das heißt, erhöhte Anforderungen, die nicht erreicht werden können, töten uns. [Rest des Beitrags lesen →]

Gibt es Kraft und Materie wirklich?

Neulich hatte ich ein interessantes Gespräch mit dem Physiker Dr. Meir Shimon. Er sagte, dass es zwar seit langem bekannt war, dass Materie aus Teilchen wie Elektronen, Protonen und Neutronen besteht, dass aber bis zur Entwicklung der Quantentheorie nicht bekannt war, dass auch Kräfte aus Teilchen bestehen, die „Quanten“ (pl. für Quantum) genannt werden. Als ich fragte, wie es möglich sei, dass etwas nicht in Bits unterteilt werden könne, antwortete Dr. Shimon, dass die Physik eine empirische Wissenschaft ist und es keinen empirischen Beweis dafür gibt, dass auch Kräfte in Quanten auftreten.

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Die Bestimmung der Menschheit

Die Bestimmung des Menschen auf der Erde ist es, die nächste, höhere Stufe seiner Existenz zu erreichen. Wir sehen, dass uns der Egoismus in eine Sackgasse geführt hat.

Wie kann man die nächste Stufe erreichen? Das lehrt uns die Kabbala, die besagt, dass wir uns über alle Glaubenssätze, Religionen und Bräuche erheben müssen. Ich denke, dass man in dieser Zeit starke Veränderungen erfahren wird.

Die Menschheit wird von der Notwendigkeit überzeugt werden, die nächste Stufe ihrer Existenz zu verstehen. Es stellt sich die Frage: „Wie ist es für uns einfacher, das zu erreichen: wenn wir viele (Milliarden) oder wenige (Millionen) sind?“

Laut der Kabbala haben wir kein Recht, die Menschheit zu regulieren. Wir dürfen uns nur damit beschäftigen, die höchste Kraft, die uns steuert, zu verstehen, sie zu erkennen und mit ihr in Kontakt zu treten. Diese Kraft wird als „ Natur“ bezeichnet.

Die integrale, globale Natur umfasst nicht nur unsere Welt, sondern auch ihre anderen Formen, die wir nicht kennen. Wir können sie noch nicht begreifen, da wir durch unsere egoistische Weltanschauung und Empfindung sehr eingeschränkt sind. Das gesamte Universum zu verstehen, wird das Ziel der menschlichen Existenz sein.

Dazu brauchen wir viele Menschen, um diese große, schwierige Aufgabe in winzige Teile zu unterteilen, von denen jeder seine eigene kleine Arbeit erledigen kann. Dann müssen alle Teile zusammenfügt werden.

Ich bin also dafür, niemanden zu zerstören und überhaupt nicht darüber nachzudenken, sondern nur darüber, wie man die Menschen dazu bringt, nach der höheren Kraft zu suchen und ihr gleich zu werden, das müssen alle zusammen machen.

Aus dem Gespräch zum Thema „Herausforderungen des 21. Jahrhunderts- Einführung“, 24.04.2019

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Neue Wahrnehmung – kollektives Bewusstsein

Die kollektive Wahrnehmung bringt einen Menschen auf eine andere Stufe. Sie besagt, dass man sich von sich selbst lösen und in das Kollektiv eintreten muss. Man muss alles, was im Kollektiv existiert als das Eigene hinnehmen. Versuche zu denken, zu handeln, Probleme zu lösen, die auf den Meinungen, den Wünschen und Zielen eines anderen basieren.

Versetzen Sie sich in dieses Bild und sehen Sie nach einer Weile, ob Sie zu sich selbst zurückkehren können, und wie weit Sie sich verändert haben.

Deshalb wird in der Kabbala der sogenannte „Zehner“ praktiziert. Hier verbinden sich zehn Menschen miteinander, um eine gemeinsame Basis für das Verlangen, das Ziel, den Gedanken zu organisieren, um eine Einheit zu werden.

Dazu muss sich jeder vor allen anderen annullieren und dann werden sie durch die gemeinsame Arbeit ein Ganzes werden. Das ist nicht einfach, das erfordert Zeit.

Es ist interessant zu beobachten, wie sie anfangen zu denken, zu überlegen und Fragen zu lösen. Jeder hat eine ganz andere Fähigkeit die Welt zur gleichen Zeit zu sehen, als die anderen. Es gibt aber auch eine integrale Wahrnehmung der Wirklichkeit.

Man kann eine Übung unter folgenden Bedingungen machen:

Man kann sich verbinden und dabei sehen, welcher Unterschied zwischen persönlicher und integraler Wahrnehmung besteht. Dies ist genau das, was die Kabbala praktiziert.

Sie empfiehlt, auf diese Weise zu interagieren, um nach und nach zu verstehen, was in unserem Bewusstsein existiert, wie es funktioniert, wie wir es auch anders betrachten können – nicht aus sich selbst heraus.

Aus der Fernsehsendung „Gemeinsam zur  Hauptsache“, 02.09.2018

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Die „Geschenke“ von Abraham

Abraham war ein sehr berühmter, angesehener Mann im alten Babylon. Seine kabbalistischen Lehren verbreiteten sich daher erfolgreich unter den Babyloniern. Er soll ihnen die ganze Idee der zukünftigen spirituellen Entwicklung vorgestellt haben.

Der große Philosoph, aus dem 11. Jahrhundert- Rambam schrieb, dass Tausende von Menschen Abraham folgten. Tausende! Und er führte sie weg von Babylon in das Land Israel. Diejenigen, die ihm nicht folgten, da sie keine Verlangen spürten, wie der Schöpfer zu werden, beschlossen, sich über den ganzen Globus zu verteilen. Die Primärquellen sagen aus, dass Abraham ihnen sogenannte „Geschenke“ gab.

Die Geschenke hatten die Bedeutung, dass er ihnen alle möglichen anderen Techniken beibrachte. Diese beruhten nicht darauf, den Egoismus zu bewältigen,  ihn in der mittleren Linie zu verbessern, um sich über das Ego zu erheben, um nach vorne zu gehen und von HAGAT zu HABAD aufzusteigen. Im Gegenteil diese Lehren beruhen darauf den Egoismus zu reduzieren, ihn zu schmälern und sich mit dem Geringen und Kleinen zufrieden zu geben. Mit anderen Worten: Abraham gab den Babyloniern die Überreste des Glaubens- die Religionen. So verteilten sie sich über die ganze Erde.

Wir sehen, dass spirituelle Lehren, besonders östliche Lehren und Religionen, darauf aufgebaut sind, dass der Mensch bescheidener ist und sich nicht von anderen abhebt. Sie fördern nicht die Entwicklung von Egoismus oder gar die Entwicklung von Technik.

Sie stehen im Gegensatz zur Kabbala die sagt: Je größer der Egoismus ist, desto besser ist es, denn mit seiner Hilfe können wir uns erheben und uns korrigieren.

Wenn ein Mensch kein Streben nach Korrektur hat, dann ist es besser, seinen Egoismus zu verkleinern, „leiser als Wasser unter dem Gras“ zu sein.

Aus der Fernsehsendung „Die Kraft des Buches Zohar“Nr.6

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Nahezu jeder ist religiös

Wenn wir an Religion denken, denken wir normalerweise an Gebete, zeremonielle Gewänder, vielleicht duftenden Weihrauch oder Kerzen, die in dafür vorgesehenen Öffnungen in den Wänden brennen, und an die Lippen von Menschen, die sich leise bewegen, während sie zu ihrem Gott sprechen. Sie bitten um das, was sie brauchen; sie beten für sich selbst, für ihre Lieben, und sie glauben oder hoffen, dass Gott ihre Wünsche erfüllen wird. Sie haben Gott nie gesehen, nie mit Gott gesprochen, so wie wir miteinander sprechen, aber ihr Glaube ist dennoch unerschütterlich. In der Tat ist ihr Glaube alles, was sie besitzen. Religiöse Menschen tauschen den Beweis gegen den Glauben ein, das Sehen gegen das Glauben; sie handeln nach ihrem Glauben, als sei er eine bewiesene Tatsache.

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