Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kabbala'

Jeder hat die Verpflichtung, sich zu korrigieren

Frage: Wenn ein Mensch etwas nicht in Ordnung bringt und es jemand für ihn erledigt, wird er dann beraubt- warum?

Antwort: Da dann gegen das allgemeine Gesetz der Schöpfung verstoßen wird.

Jeder muss sich selbst korrigieren. Jeder muss in das unendliche höhere Universum ankommen, um die Eigenschaft der Ewigkeit, die Vollkommenheit, zu erreichen. Auf jeden Fall alle!

Wenn ein Mensch leidet, sollten wir ihm helfen und ihn nicht im Stich lassen. Es ist nicht wie in Sodom und Gomorra. Dort herrschte eine andere Philosophie: „Helft nicht. Wenn etwas auf einen Menschen herabkommt, dann hat es Gott so geschickt“. Und das war’s.

Man muss den Menschen helfen. Indem man ihnen mit dem hilft, was sie brauchen, müsste man ihnen gleichzeitig damit helfen, sich wieder selbst aufzubauen. Sie sollen nicht untätig herum sitzen und warten, bis ihnen etwas zustößt. Man muss sie ausbilden und Arbeit geben.

Die Kabbala sagt: Sie sollen sitzen und lernen. Es gibt nicht für jeden einen Arbeitsplatz. Unsere Welt steuert auf einen Zustand zu, in dem alles Überflüssige nach und nach verschwindet.

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Religionen sind die Folge der Verhüllung der Höheren Welt

Alle Religionen sind aus der Verhüllung der Kabbala entstanden.

Einst, von der Zeit Abrahams bis zur Zerstörung des Zweiten Tempels, lebte das Volk Israel, d.h. eine kleine Gruppe der gesamten Menschheit, nach kabbalistischen Grundsätzen. Sie setzten die Methode um, sich selbst an das höhere Gesetz anzugleichen und es dann, indem sie es an sich selbst demonstrierten, an die gesamte Menschheit weiterzugeben.

Das ist die Aufgabe des Volkes Israel, welches eigentlich kein Volk, sondern eine kleine Gruppe von Menschen ist, die aus Babylon herauskam, um die kabbalistische Methode selbst zu beherrschen und an andere weiterzugeben.

Diese Gruppe existierte zunächst in spirituellen Zuständen: im gegenseitigen Geben und Liebe, im Erfassen der Höheren Welt, der höheren Kraft des Einen Gesetzes – des Schöpfers. Als sie vor zweitausend Jahren von dieser Stufe fielen, d.h. das Volk Israel wurde vom Egoismus erobert, entstand anstelle der Kabbala eine Religion – das Judentum, aus dem das Christentum und dann der Islam hervorging.

Mit anderen Worten, alle drei Religionen sind eine Folge der Verhüllung der Höheren Welt und nicht das Begreifen derselben. Sie werden so lange bestehen bleiben, bis in der Menschheit das Gesetz der Globalisierung, das Gesetz der Integration aller Menschen, vollständig wirksam wird.

Wenn sich die Kabbala zu manifestieren beginnt, werden die Religionen allmählich die Weltbühne verlassen müssen. An ihrer Stelle wird die Kabbala, als eine Methode zur Korrektur des Menschen, anstatt einer allgemeinen moralischen Unterstützung, die während der zweitausend Jahre, in denen das wahre Weltgeschehen verborgen blieb, notwendig war, wieder auftauchen.

Aus dem TV-Programm „Nahaufnahme: das universelle Gesetz“

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Der spirituelle Grund, warum ich die dritte Impfung gemacht habe

Vor einiger Zeit erhielt ich eine Einladung des Gesundheitsministeriums, in ein bestimmtes Impfzentrum in meinem Land, Israel, zu gehen, um meine dritte Impfung zu bekommen. Ich stand vielleicht eine halbe Stunde in der Schlange, bevor ich an der Reihe war, aber als ich erst einmal drin war, war die ganze Sache in weniger als einer Minute vorbei.

Mir wurde gesagt, ich solle nach der Spritze noch 10-20 Minuten warten, um sicherzugehen, dass ich keine Nebenwirkungen habe, aber zugegebenermaßen hatte ich nicht die Geduld dazu. Ich fühlte mich gut, nur ein wenig müde vom halbstündigen Stehen draußen, also ging ich direkt zurück ins Büro, um mich für die täglichen Unterrichte vorzubereiten.

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Man muss sich nur etwas wünschen

Frage: Vor 150-200 Jahren bestand die einzige Möglichkeit, etwas ernsthaft zu lernen, darin, das zu tun, was der Lehrer oder Meister tat. Heute gibt es ganz andere Formen des Lernens. Viele Millionen von Menschen lernen alle möglichen Dinge in unterschiedlichen Formen. Wie findet man in dieser Vielfalt das Richtige zum Lernen und den richtigen Lehrer? Wie kann man sich nicht verwirren lassen?

Antwort: In der Kabbala gibt es sehr klare Vorstellungen davon, wer ein Kabbala-Lehrer ist, was ein Schüler sein soll und was er von seinem Lehrer lernen möchte.

Für die heutige Jugend und für moderne Menschen ist das überhaupt nicht geeignet. Wer es will, kommt, fragt und erfährt es. Der Rest wird ohnehin nicht interessiert sein.

Es genügt, wenn ein Mensch sich etwas wünscht, dann wird ihn sein Wunsch zu einem Lehrer führen. Sein Wunsch wird ihn nicht untätig lassen, sondern ihn zum Ziel treiben.

Frage: Wie kann man den Wunsch steigern?

Antwort: Mit Hilfe der richtigen Gesellschaft. Wenn ein Mensch eine solche Gemeinschaft findet, wird ihm die Möglichkeit gegeben, seinen Wunsch zu verwirklichen.

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Aus dem Fernsehprogramm „Kabbala Express“, 13.06.2021

Zeit, unser Denken über unsere Kinder zu überdenken

Laut einem Aufsatz, der am 20. Juli 2021 im Journal of Adolescence veröffentlicht wurde, hat die Einsamkeit unter Jugendlichen in der Schule in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Der Aufsatz mit dem Titel „Worldwide increases in adolescent loneliness“ (Weltweite Zunahme der Einsamkeit bei Jugendlichen), der von der renommierten Psychologieprofessorin Jean M. Twenge und mehreren anderen Forschern verfasst wurde, kommt zu dem Schluss, dass zwischen 2012 und 2018 „die Einsamkeit bei Jugendlichen … in 36 von 37 Ländern zugenommen hat. Weltweit haben fast doppelt so viele Jugendliche im Jahr 2018 einen hohen Wert für Einsamkeit erreicht als im Jahr 2000, wobei ein Großteil des Anstiegs nach 2012 stattfand.“ Die Forscher fügen jedoch hinzu, dass „selbst bei den jüngsten Anstiegen … die Mehrheit der Schüler nicht über ein hohes Maß an Einsamkeit berichtete.“

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Welche Genüsse verspricht uns die Kabbala?

Frage: Welche Genüsse verspricht uns die Kabbala?

Antwort: Es ist sehr schwierig, sich die Genüsse vorzustellen, welche die Kabbala bietet. Tatsache ist, dass alle Vergnügen unserer Welt wie ein Gramm Genuss gegen Millionen von Tonnen der spirituellen Welt sind.

Wir sind sehr begrenzt. Wie viel können wir essen, trinken, ausruhen, etwas genießen? Alles hat seine endliche Form, auch unser Leben, da es auf der Eigenschaft des Empfangens für uns aufgebaut ist.

Die Kabbala führt uns in die Welt des Gebens, in die Welt der Liebe – über uns hinaus, in die Welt der grenzenlosen Wahrnehmung. Wir können nicht messen, was die Kabbala uns gibt. Es sind völlig inkongruente Größen.

Man beginnt zu sehen, wofür man lebt, wie das Leben aufgebaut ist, wohin es führt, was mit einem geschah, bevor man in diese Welt geboren wurde, was mit einem stattfindet, nachdem man diese Welt verlässt. Nichts verschwindet, alles geschieht in der gleichen Zeitspanne der Existenz.

Es werden einem die Augen geöffnet. Man ist kein Blinder mehr, der nur wie ein Tier existiert und weiter nichts. Man hat eine klare, vernünftige Einstellung zum Leben und zur Welt. Das ist es, was uns die Kabbala gibt.

Aus dem Unterricht, 07.04.2019

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Der Gedanke im Dienste des Wunsches

Der Verstand hat eine besondere Rolle und zwar in seiner Fähigkeit, Verlangen zu steigern. Das heißt, Wünsche nicht nur zu realisieren, sondern auch zu verstärken.

Wenn ein Mensch einen kleinen Wunsch in sich trägt, der nicht die Kraft hat, sich zu manifestieren und das zu erreichen, was man sich wünscht, dann kann man ihn, durch Nachdenken über diesen Wunsch, vergrößern und ausdehnen, so dass er beginnt, seine Erfüllung zu fordern. (Baal HaSulam, „Shamati“, Artikel 153 „Der Gedanke ist das Ergebnis des Wunsches).

Angenommen, ich habe einen kleinen Wunsch. Wenn ich meine Gedanken und meine Aufmerksamkeit mehr und mehr darauf konzentriere, dann wird dieses Verlangen schließlich in mir vorherrschend, bestimmend, zwanghaft werden. Alles woran ich denken werde ist, wie ich ihn erfüllen kann.

Gedanken sind nicht nur für die Verwirklichung der Wünsche notwendig, sondern auch für ihre Sortierung, um aus ihnen diejenigen auszuwählen, die wir für notwendig halten, um sie noch mehr zu verstärken, bis zu einem Zustand, in dem ich von diesem Wunsch träumen werde: wann werde ich in der Lage sein, ihn zu verwirklichen, die Antwort bekommen, ihn zu erfüllen?

Daraus folgt, dass der Gedanke nur dem Begehren dient. Der Wunsch ist die Grundlage, das Wesen des Menschen. Wenn das Verlangen groß ist, dominiert er über die kleinen Verlangen. [Rest des Beitrags lesen →]

Warum sich die Gesellschaft verändert?

In einem Essay mit dem Titel „Kritik des Marxismus im Lichte der neuen Realität und eine Lösung der Frage nach der Vereinigung aller Fraktionen der Nation“, das im Juni 1940 veröffentlicht wurde, bot der große Kabbalist und globale Denker Baal HaSulam diese Erklärung dafür an, warum sich Gesellschaften verändern.

Die Dauer jeder politischen Phase, schrieb er, ist genau die Zeit, die sie braucht, um ihre Unzulänglichkeiten und das Böse zu enthüllen. Während sie ihre Fehler aufdeckt, macht sie Platz für eine neue Phase, die von diesen Fehlern befreit ist. So sind jene Beeinträchtigungen, die in einer Situation erscheinen und sie zerstören, die eigentlichen Kräfte der menschlichen Evolution, da sie die Menschheit zu einem korrigierten Zustand erheben.

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Was ist ein Traum?

Seit dem Altertum ist die Menschheit sehr neugierig auf Träume. Forscher sagen, dass wir jede Nacht mehrere Träume haben und dass jeder von ihnen zwischen fünf und 20 Minuten dauert. Manchmal haben wir gute Träume und wachen gut gelaunt auf, und manchmal haben wir Albträume.

Ich habe manchmal das Gefühl, wenn ich wach bin, dass das Leben wie ein Traum ist, dass es wie ein Film ist. Werde ich jemals aus diesem Film aufwachen?

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Himmel und Hölle – wo sind sie?

„Stell dir vor, es gibt keinen Himmel“, sang John Lennon. „Keine Hölle unter uns, über uns nur der Himmel“, fuhr er fort. In gewisser Weise hatte er recht.

Die Weisheit der Kabbala lehrt, dass Himmel und Hölle keine Orte sind, sondern Zustände in unseren Beziehungen zueinander. Die Hölle ist, wenn wir uns nicht ausstehen können, ein bisschen wie heute, nur dass wir uns unseres Hasses bewusster sind, und der Himmel ist, wenn wir einander so lieben, wie wir uns selbst lieben, rein und unkompliziert.

In der Weisheit der Kabbala gibt es keine Menschen, Tiere, Pflanzen oder Mineralien, keine Orte, Zeiten oder Bewegungen. Wenn in den Büchern der Kabbala Beziehungen zwischen Menschen besprochen werden oder Reisen von einem Ort zum anderen beschrieben werden, werden sie tatsächlich als Symbole verwendet, um die Beziehungen der Menschen untereinander zu beschreiben, und wie groß die Liebe zwischen ihnen ist.

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