Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verlangen'

Wird der Mensch zur Krone der Natur?

Frage: Wie kommt es, dass der König der Natur in der Lage ist, nicht nur Fremde, sondern sogar sich selbst wegen illusorischer Vorstellungen zu zerstören? Wie passt das zu hohen Idealen, Kultur, Kunst, moralischen Prinzipien und einem mächtigen Intellekt?

Antwort: Wir müssen verstehen, dass wir so gemacht wurden. Es ist erstaunlich, wie uns die Natur auf der einen Seite vernünftig geschaffen und uns auf der anderen Seite mit einem Egoismus ausgestattet hat, der mit nichts zu vergleichen ist. 

Wenn Sie irgendein Tier nehmen, ihm eine Schüssel mit Futter vor die Nase stellen, wird es spüren, ob das gut oder schlecht ist. Wenn Sie einem Menschen eine Schüssel mit leckerem Essen vor die Nase stellen, wird er essen, auch wenn er sich dabei schlecht fühlt.

Es ist ein Problem bei allen unseren Sinnen. Einerseits haben wir viel Verlangen, andererseits verstehen wir nicht, was wir uns wünschen. Wir können nicht mit unserem Verlangen umgehen, sie steuern uns.

Die Tiere werden von ihrem Instinkt geleitet. Dort gibt es keine Zuneigung, keine Liebe, keinen Hass, keine angenehmen oder unangenehmen Dinge, sondern nur „gut“ oder „schlecht“. Es wird, im Gegensatz zu uns in ihrem Organismus gespeichert.

Frage: Ist der Mensch von seinem Potential her die Krone der Schöpfung?

Antwort: Der Mensch wird erst dann zur Krone der Natur wenn er die Erkenntnis des Bösen durchläuft und seine Korrektur abschließt.

Aus dem TV-Programm „Post-Koronavirus-Ära“

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Die Wurzel unseres Lebens kennen

Frage: Welche Kraft treibt uns an, die Antwort auf die Frage „Was ist der Sinn des Lebens“ zu finden? Es wäre schön, diesen Unsinn aus dem Kopf raus zu schmeißen und ein erfülltes Leben hier und jetzt zu führen und zu genießen. Was treibt uns an, das herauszufinden?

Antwort: Es hängt nicht von dir, sondern von der Wurzel deiner Seele ab.

Im Menschen, gibt es neben dem Wunsch, diese Welt, dieses Leben zu genießen, besser als andere, stärker, respektvoller zu sein, einen weiteren kleinen, aber innigen Wunsch – den Sinn des Lebens zu kennen. Schließlich, ohne es zu Verstehen, scheint alles andere sehr klein, vorübergehend, unvermeidlich zu sein.

Der Wunsch, den Sinn des Lebens zu verstehen, warum ein Mensch geboren wird, ist sehr gut, aber er muss verwirklicht werden. Dazu ist es notwendig, sich über das Leben zu erheben, denn im Leben in seiner einfachen Daseinsform gibt es keinen Sinn. Um darüber hinauszukommen, muss man eine besondere Technik beherrschen.

Frage: Was bedeutet darüber hinauszukommen? Was ist höher als das Leben?

Antwort: Seine Wurzel- dort wo unser Leben startet, wo es kontrolliert wird, wo alle Signale auf uns zukommen und woher die Signale aus unserer Welt kommen.

Aus dem Unterricht , 24.05.2020

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Viele Ängste und eine Freude.

Frage: Wenn es 800 Arten von Ängsten gibt, wie viele Arten von Freude gibt es dann?

Antwort: Eine. Es ist die Freude der Offenbarung, das Verständnis, das Gefühl des Schöpfers.

Wie viele Filme, Musikwerke, gibt es in dieser Welt, welche die Menschen zum Thema Trauer, Leid, Konflikte erfunden haben?

Wie viele fröhliche Filme gibt es dagegen? Es gibt ein paar unbedeutende Filme. Es gibt nicht viele Berührungspunkte und Erfahrungen in etwas Gutem Süßem, Freudigem.

Es ist so, da wir im Egoismus existieren. Seine Erscheinungsformen sind bitter und schmerzhaft, davon gibt es viele Schattierungen.

Frage: Ist der Weg zum Schöpfer die Freude in Beziehungen zu anderen, zum Beispiel die Liebe zu einem Mann, zu einer Frau, zu Eltern, zu Kindern, oder ist das der Egoismus?

Antwort: Nein, das ist der pure Egoismus.

Aus dem Unterricht, 26.04.2020

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In einem Verlangen mit dem Schöpfer

Bemerkung: In der Arbeit der Gruppe besteht ein kabbalistischer Grundsatz darin, das Ziel zu erheben. Unser Ziel ist es, den Schöpfer zu erlangen. Der Schöpfer ist die Eigenschaft des Gebens. Wir beginnen damit, die Eigenschaft des Gebens zu spielen, dabei entsteht ein Problem: „Warum muss ich das alles spielen? Ich möchte wahre Empfindungen und keine Spielchen“.

Antwort: Macht es bitte, es ist alles möglich! Ihr seid jedoch noch nicht in dem Beziehungszustand, um euch untereinander zu geben.

Ihr habt keine Ahnung was es bedeutet, wenn sich alle egoistischen Gedanken und Verlangen vollständig auflösen. Alles löst sich auf und es bleibt nur unser innerer Teil zurück. Mit anderen Worten, alle unsere Verlangen verbinden sich mithilfe des Lichts zu einem einzigen Verlangen mit dem Schöpfer.

Wir sind noch nicht so weit. Wir müssen uns trotzdem in diese Richtung bewegen, wir bezeichnen das als Spiel. Damit sich der Schöpfer zwischen uns offenbaren kann, muss jeder von uns mechanisch und künstlich handeln, um sich und den Freunden zu erklären, wie wir verbunden sein müssen.

Wenn wir das Spiel richtig spielen, werden wir zwischen uns die Gegenwart des Schöpfers entdecken – darum geht es in diesem Spiel. Die Anwesenheit des Schöpfers wird dabei immer offensichtlicher werden und wir werden verstehen, wie wir das Spiel spielen müssen. Er wird uns dabei führen. So werden wir gemeinsam mit Ihm an unserer immer enger und effektiver werdenden Verbindung arbeiten. Dadurch kann er sich zwischen uns immer deutlicher offenbaren.

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Aus der TV-Sendung „ Grundlagen der Kabbala“, 25.03.2019

Medizin für die Menschheit

Frage: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sterben jedes Jahr 7 Millionen Menschen an den Folgen der Umweltverschmutzung. Kinder unter fünf Jahren und ältere Menschen bekommen zahlreiche Krankheiten.

Aus welchem Grund auch immer, sprechen Menschen nicht darüber, es kümmern sich nur wenige Menschen darum. Über das Coronavirus spricht dagegen jeder. Ich habe das Gefühl, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird, als hätte es jemand geplant.

Antwort: Natürlich. Das sind zwei Ansichten. Unsere Betrachtung auf dieses Virus ist sehr dumm. Das Virus ist ein Heilmittel! Es ist eine Medizin für die Menschheit. Wir machen uns Sorgen das es gekommen ist und hoffen, dass es wieder verschwindet. Es ist aber umgekehrt.

Frage: Ist es ein Heilmittel für den menschlichen Geist? Es fragen sich schließlich viele Menschen: „Wie kann es ein Heilmittel sein, wenn Menschen daran sterben?“

Antwort: Warum glauben Sie das Sterben eine schlechte Sache ist?

Bemerkung: Niemand will seine Verwandten und Angehörigen verlieren.

Als ich sagte, dass ich bereit sei zu sterben, Hauptsache der Planet und unsere Kinder leben, erhielt ich 1000 Mitteilungen: „Lass dich und deine Familie sterben, aber wir wollen nicht sterben.“

Antwort: Man kann die Menschen verstehen. Sie haben ein kleines, natürliches, instinktives, egoistisches Verlangen.

Frage: Wozu dient dann dieses Medikament in Form des Coronavirus?

Antwort: Die Gesellschaft soll verstehen, dass sie sich ändern muss.

Sie wird es verstehen, allerdings auf eine unschöne Weise. Wenn sie es weiterhin nicht versteht, wird es einen Krieg geben, und zwar einen schrecklichen Krieg.

Also lassen sie das Virus lieber weiter machen. Es wird nach und nach alles reinigen: uns, unsere Gedanken, unsere Seelen. Ich bin mir sicher, dass alles in Ordnung kommt.

Aus dem Programm „Begegnungen mit der Kabbala. Wiktorija Bonja“, 29.03.2020

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Gibt es materielle Bilder in der spirituellen Welt?

Aussage: In der spirituellen Welt gibt es nur Objekte mit einem unabhängigen bewussten Wunsch. Ein Bleistift zum Beispiel existiert dort nicht, weil er kein eigenes Verlangen hat.

Antwort: Wie alle unbelebte Materie hat er mit ihr einen gemeinsamen Wunsch: seine Form zu bewahren.

Im Spirituellen gibt es keine unbelebte, pflanzliche und belebte Natur, denn alle Wünsche dieser Ebenen zielen nur darauf ab, sich selbst zu erhalten.

Und einen gewöhnlichen Menschen gibt es dort auch nicht. All dies ist imaginärer Natur, denn sie strahlt nichts aus, produziert nichts aus sich selbst. Sie ist nur damit beschäftigt, ihre Existenz auf die bequemste Art und Weise zu erhalten, mehr nicht.

Frage: Es stellt sich also heraus, dass die ganze spirituelle Welt in unserem Gehirn existiert?

Antwort: Natürlich. Und wo sonst? Denn es gibt keinen Raum in der Tat. Mit Raum meinen wir das spirituelle Verlangen. 

Frage: Aber die Wurzeln aller materiellen Objekte und Phänomene existieren?

Antwort: Absolut. Sie befinden sich in unserem Wunsch und werden deshalb in ihm reproduziert.

Frage: Können Sie uns sagen, was zum Beispiel, ein Tisch im Spirituellen ist? Wie wird er verwendet?

Antwort: Es ist eine bestimmte Kraft oder, wie wir es nennen, Reshimo (ein Informationssatz), die diesen Tisch in uns zeichnet.

Aus dem TV-Programm „Die Grundlagen der Kabbala“, 10.06.2019.

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Kabbalistische Begriffe „ Awiut“

Awiut ist ein egoistischer Wunsch, der den Menschen vom Schöpfer trennt. Dieser Wunsch muss überwunden werden, aber nicht, indem man ihn zerstört, sondern indem man sich über ihn erhebt und ihn richtig als Hebel einsetzt, um „die Erde umzudrehen“.

Deshalb wird der Egoismus im üblichen Zustand, wenn er uns vom Schöpfer trennt, Awiut“ genannt – die Dicke des Verlangens, und wenn wir ihn richtig einsetzen, verwandelt er sich in „ Sakut“, in Feinheit, und hilft uns nun den Schöpfer zu erkennen, zu erforschen und Ihm näher zu kommen.

Frage: Das heißt, Awiut ist also Grobheit, die Größe unserer Wünsche, die in vier Stufen unterteilt sind?

Antwort: Ja, in die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe und in die Stufe „Mensch“.

Frage. Ist es wünschenswert, kabbalistische Begriffe nicht zu übersetzen? Zum Beispiel Awiut – Grobheit, etc.

Antwort: Natürlich. Wie in der Medizin Begriffe in Latein, in der Musik auf Italienisch akzeptiert sind, genauso ist es in der Kabbala. Man muss sich einfach nur die Definition merken.

Aus der TV Sendung „ Die Grundlagen der Kabbala“ 17.06.2019

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Was treibt uns voran

Aussage: Ein typischer Fehler von Kabbala-Anfängern, zumindest in den ersten Jahren, ist, dass man nach Wissen verlangt.

Antwort: Ja, er setzt auf Wissen, weil er in unserer Welt daran gewöhnt ist. Es ist eine natürliche, egoistische, verständliche Errungenschaft.

Frage: Er verlangt also die Empfindung des Schöpfers. Aber das ist falsch, wenn ich richtig verstehe?

Antwort: Kommt darauf an. Im Prinzip sollte er dem Schöpfer keine Befehle erteilen. Indem er voranschreitet, verliert er außerdem den Wunsch, den Schöpfer zu offenbaren. Dafür erwacht ein Wunsch in ihm, die Eigenschaft des Gebens zu erlangen, sich mehr auf der Eigenschaft des Schöpfers zu konzentrieren, statt Ihn in seinem Egoismus zu spüren.

Frage: Wir sind in der Lage, unseren jetzigen Zustand zu erklären, ebenso wie den zukünftigen Zustand: wie wir uns empfinden werden, wenn der Schöpfer sich in uns manifestiert. Aber der eigentliche Übergang vom Zustand „X“ zum Zustand „X plus eins“ ist nicht klar. Wie geschieht das? Welche Maßnahmen sollten wir ergreifen? Ich kann es nicht auffangen.

Antwort: Es wird darüber gesagt: „Was der Verstand nicht tut, tut die Zeit“. Man muss systematisch lernen, die Kraft in die Gruppe und in die Verbreitung einsetzen, an sich selbst arbeiten – mit anderen Worten: „Was immer du tun kannst, tu es“.

Am Ende erregt man mit all diesen Handlungen das hohe Licht, und es bringt einen weiter. Es strahlt ständig seine Kraft auf uns aus, da es eine Eigenschaft des Gebens, der Liebe und der Annäherung ist, und diese Qualitäten werden in uns offenbart. Man beginnt, sie zu begehren und zu fühlen, dass sie nicht in einem selbst sind. In diesem Licht empfindet man das Gegenteil von ihm. Man nennt es „Erkenntnis des Bösen“.

Und aus dem Grund, dass du das Gegenteil siehst und das Böse in dir selbst spürst, willst du es loswerden, sogar durch deine egoistischen Eigenschaften. Und trotz deines Egoismus willst du dich von deinem Ego befreien. Du empfindest es als schädlich. Hier beginnt die Arbeit des Menschen an sich selbst und seine konsequente Entwicklung hin zur Eigenschaft des Gebens.

Aus dem TV-Programm „Die Grundlagen der Kabbala“, 01.04.2019.

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“Leben” anstatt nur “vor sich hin leben”

In Medium am 18.05.2020 veröffentlicht. 

Können wir die Zeit vor der Pandemie „Leben“ nennen, oder war es nur ein Zwangslauf, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen? Diese Frage stellt sich jetzt, da wir gezwungen sind, rasch in einen neuen Zustand, in eine neue Realität überzugehen. Wir können das Beste aus unserem Neuanfang machen, wenn wir erkennen, dass es im Leben erfüllte Ziele gibt, Nicht mehr die Jagd nach vorübergehenden Modeerscheinungen und sinnlosen Ambitionen.

Ich erinnere mich an mich selbst als Kind, wie meine Eltern mich verwöhnten und mir alles gaben, was ich wollte oder brauchte. Plötzlich, ab einem bestimmten Alter, fingen sie an, mich unter Druck zu setzen und Selbstdisziplin in meinem Studium zu fordern, um sicherzustellen, dass ich dem gerecht werde, was von mir verlangt wurde. Ich verstand nicht, was vor sich ging. Wenn sie wollten, dass ich so erfolgreich bin, warum haben sie es dann nicht arrangiert? Warum lag plötzlich alles an mir? Ich erinnere mich, wie mich diese Frage beunruhigte.

Es dauerte eine Weile, bis ich mich damit abfand, dass mein Leben in zwei Abschnitte geteilt ist. Die erste ist die Kindheit, in der ich unter dem vollen Schutz meiner Eltern stand. Die zweite, das Erwachsenenalter, in der ich nun auf mich allein gestellt sein lernen musste, egal wie sehr meine Eltern mich liebten und das Beste für mich wollten. Ich muss meine Reife selbst erlangen.

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Ursache von Depression

Frage: Kann ein Kabbalist, sowie jeder andere Mensch auf der Welt, eine Depression haben? Heutzutage leiden Millionen von Menschen an Depressionen.

Antwort: Ja, aber Millionen von Menschen sind depressiv, da ihnen etwas fehlt: Nahrung, Wissen, Ehre, Macht usw. Sie wollen etwas erreichen, können es aber nicht.

Depressionen können dadurch entstehen, dass man nicht das erreichen kann, was man möchte. Vielleicht liegt es auch daran, dass man überhaupt keine Wünsche hat.

Dasselbe gilt im Spirituellen: Entweder kann man das Gewünschte nicht erreichen- nämlich die Verbindung mit dem Schöpfer oder man hat kein Verlangen danach, dann tritt ein Problem auf.

Die Sache ist die, ein Kabbalist kann nicht so wie andere Menschen depressiv sein. Es gibt da einen anderen Grund: Er kann den Schöpfer nicht erreichen. Das ist ein anderes Niveau von Depression.

Um einen Menschen voran zu bringen, kommen sowohl irdische als auch spirituelle Depressionen vom Schöpfer. Es ist für einen Menschen sehr schwierig, Depressionen zu bewältigen, wenn er sich nur auf der irdischen Ebene befindet und weder etwas mit einer kabbalistischen Gruppe, noch mit der Methodik zu tun hat.

Die Depression überwältigt den Menschen und es ist unklar, wann sie vorbei sein wird, denn er hat keine Mittel für ihre Überwindung. Dagegen lehrt die Kabbala, wie man Abstiege überwindet, da man weiß, dass sie ein Appell zum Aufstieg sind.

Aus dem TV-Programm “ Grundlagen der Kabbala“, 27.03.2019

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