Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wirklichkeit'

Die Wissenschaft überzeugt sich von der Existenz Gottes

BildMeinung: Die neuesten Argumente zugunsten der Existenz Gottes (der höchsten regierenden Kraft) hat die Wissenschaft selbst vorgebracht. Die Bedeutungen von vier grundlegenden Wechselwirkungen der Natur: die Gravitations-, elektromagnetischen, starken und schwachen nuklearen Wechselwirkung wurden in weniger als einer Millionstel Sekunde nach „der großen Explosion“ festgelegt.

Wenn Sie nur eine Bedeutung ändern, kann das Universum nicht existieren. Das Universum ist das größte Wunder. Dieses Wunder zeigt, dass es die höchste Vernunft, also etwas außer dem Universum selbst, gibt.

Erwiderung: Zu diesem Thema gibt es schon jede Menge Artikel. Wir sind zur logischen Schlussfolgerung gekommen, dass es notwendig ist, die Existenz außer der natürlichen Vernunft (dem Vorhaben) zu rechtfertigen. Aber hier bleibt die Wissenschaft stehen, sie stößt auf eine unsichtbare Wand. Weil wir mit unseren bisherigen Daten keine Möglichkeit haben, durch sie durchzudringen, und wir können nicht unsere Natur ändern.

Die Wissenschaft Kabbala erklärt uns, wie es möglich ist, die Eigenschaften einer anderen Welt zu erreichen und dank dieser neuen Eigenschaften „dorthin“ durchzudringen.

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Die Menschen leben in der Vergangenheit

RavEin Team von Visionswissenschaftlern der Berkeley Universität in Kalifornien und dem Technischen Institut in Massachusetts (MIT) enthüllten folgendes Geheimnis des menschlichen Gehirns: Um uns vor Krankheit zu schützen, die durch eine konstante Flut von Bildern, Formen und Farben erzeugt wird – sowohl aus der virtuellen als auch aus der realen Welt – filtert das Gehirn Informationen heraus, vielfach ohne zu merken, dass ihm kleinere Veränderungen in einem Zeitraum von 15 Sekunden entgehen.

„Es meint es wirklich zu sehen, tatsächlich aber ist es eine Mixtur aus Vergangenheit und Gegenwart. Gemäß dieser Forschung, die im Journal Nature Neuroscience veröffentlicht wurde, ist eine Stabilität nur auf Kosten der Genauigkeit zu erreichen. ‚Was Sie meinen, in diesem Moment zu sehen, ist nicht der aktuelle Schnappschuss der Welt, sondern eher ein Mittelwert dessen, was Sie in den vergangenen 10-15 Sekunden gesehen haben'“, sagte der Autor der Studie Jason Fischer, Ph.D., ein Neurowissenschaftler am MIT.

Mein Kommentar: Tatsächlich sehen wir nicht die Welt, sondern unserer innerer Zustand gibt eine Projektion an unser Gehirn, und dieses gibt uns eine Illusion dessen, was möglicherweise außerhalb von uns und vor uns passiert.
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Das gesamte Universum befindet sich in einem Menschen

RavFrage: Warum erklärt die Weisheit der Kabbala die Gesetze der Natur, indem sie den Menschen als einen der Parameter in die Studie einfügt und versucht, diesen durch das ganze Universum verständlich zu machen?

Antwort: Haben wir eine andere Möglichkeit zu studieren und möglicherweise aus unserer Haut, aus unserem Körper herauszugehen? Das ganze Bild der Welt erscheint nur in meinen Empfindungen. Und wenn ich verschwinde, dann wird dieses Bild in Bezug auf mich ebenfalls verschwinden.

Diese Welt existiert ohne mich, und wenn es so ist, existiert sie so, wie ich sie sehe oder in einer anderen Form, in unterschiedlichen Wellenlängen. Daher kann ich nicht sagen, dass ich ausschließlich durch meinen Körper empfange.

Frage: Wie sieht ein Kabbalist die Welt?

Antwort: Die Weisheit der Kabbala ist die Wissenschaft des „Empfangens“ (Kabbala), und so erklärt ein Kabbalist sein Empfangen der Realität. Aufgrund bestimmter Aktionen beginnt er, sich selbst zu ändern und erklärt, wie, und abhängig von den inneren Veränderungen verändert sich sein Weltbild ebenfalls.

Ein Kabbalist verändert seine inneren Eigenschaften, die Form der Wünsche, die Wahrnehmung und die Kommunikation mit dem, was außen in der umgebenden Wirklichkeit passiert. Ein Mensch beginnt in der Weise mit seinen Wünschen und der Verbindung zur äußeren Realität zu arbeiten, dass neue Welten darauf aufgebaut werden.

Jetzt fühlen wir uns in einer riesigen Welt, die viele unterschiedliche Dinge und Phänomene enthält. Ein Mensch, der beginnt, aktiv mit seinen Wünschen zu arbeiten, baut eine neue Welt darauf auf, eine neue Wirklichkeit.

Ein Mensch verbleibt dabei in seinem physischen Körper und nimmt weiterhin ein irdisches Bild der Welt mit seinen fünf Sinnen wahr. Das Bild bleibt konstant als notwendige Grundlage.
Zusätzlich erschafft der Kabbalist aber fünf neue Sinne, mit denen er eine neue Welt fühlt. Ein Kabbalist sieht diese Welt, er fühlt sie, arbeitet mit ihr und lebt in ihr zusätzlich zu seinem Körper, der mit den fünf physischen Sinnen existiert.

Dieser zusätzliche Sinn wird als höhere oder spirituelle Welt bezeichnet.
Und die herkömmliche Wahrnehmung durch unsere fünf physischen Sinne, in der der Mensch vorher existiert hat und auch verbleibt, wird unsere Welt genannt.

Wenn nun auch andere Menschen diese Empfindung der fünf zusätzlichen „außerhalb des Körpers“ gelegenen spirituellen Sinne entwickelt haben, können sie miteinander kommunizieren.

Frage: Wenn ich in der Lage wäre, dieses ganze Bild der Welt zu empfinden, entsprechend meiner inneren Eigenschaften, würden sich dann viele neue Phänomene für mich öffnen?

Antwort: Zunächst müssen wir übereinstimmen, dass die Empfindung von einer Person abhängt, von einem Beobachter. Wenn es keine Personen gäbe, könnte niemand die Existenz der Wirklichkeit in diesem Universum enthüllen. Es existiert nur durch meine Empfindung.

Es existierte nicht, bevor Menschen auf der Erde erschienen und sie entdeckt haben.
Schließlich ist sie nur sichtbar in Relation zu einer Person.
Beispielsweise habe ich vor zehn Jahren entdeckt, dass das Universum vor 14 Billionen Jahren entstanden ist. Aber tatsächlich bin ich es, der diese Realität in meinem Kopf wahrnimmt, entgegen der Realität, die objektiv existiert in den Begrenzungen von Raum und Zeit. All dies ist relativ und existiert nur in einer Person.
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aus KabTV’s “Meeting of the Worlds” 5/12/14

Wie entwickelt man das Organ der Empfindung seines Nächsten?

Frage: Wie wird das Organ der Empfindung seines Nächsten entwickelt?

Antwort: Das Organ zur Empfindung des Nächsten entwickelt sich infolge zahlreicher Versuche, sich vor der richtigen Umgebung zu annullieren, und die äußerliche Umgebung daran anzubinden, bis sie miteinander verschmelzen, und ich ihnen diene. Durch meine gute und liebevolle Beziehung zu den Menschen werde ich den Schöpfer entsprechend der Übereinstimmung in der Form offenbaren.

In dem Maß, in welchem ich mich bemühe, das Wohl der Umgebung anzustreben – werde ich den Schöpfer offenbaren, weil auch Er sich jedem Menschen gegenüber auf gute Weise verhält: den schlechten Menschen gegenüber genauso wie den guten. Deshalb muss ich auch darum bemüht sein, mich in Gegenwart aller liebevoll zu verhalten.

Als schlecht werden jene Menschen betrachtet, die sich bemühen, gut zu sein, obwohl über ihnen noch das Böse herrscht. Indem ich meine Beziehung zu den Menschen in verschiedener Form offenbare, begreife ich den Schöpfer in dem Maß, in welchem es mir gelingt, mich in Übereinstimmung mit Ihm zu bringen.

Die Prüfung und die Klärung sind nur bezüglich der Umgebung möglich. Ich habe keinen anderen Ort, an dem ich dem Schöpfer begegnen kann, an dem ich Ihn empfinden kann, um zu erkennen, worin ich mich von Ihm unterscheide. Seine Form wird innerhalb des breiten Publikums oder der Gruppe, das heißt innerhalb der Umgebung, der Welt offenbart. Deshalb symbolisiert „die Welt“ (Olam) eine „Verhüllung“ (alama) des Schöpfers.

Je mehr ich darum bemüht bin, mich der Welt gegenüber besser zu verhalten und mich dementsprechend zu verändern, desto eher werde ich dort den Schöpfer offenbaren. Es gibt keinen anderen Ort, am dem man Ihn empfinden könnte, weil Er eben keine Form hat. Wenn ich eine persönliche Veränderung erreiche und mich anders, das heißt auf gute Weise der Welt gegenüber zu verhalten beginne, dann offenbare ich folglich, dass die Welt Schechina ist, in der sich Schochen, der Schöpfer aufhält. [136035]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 26/05/14

In der Welt der Ursachen

Kongress in Frankreich. Lektion 4

Frage: Was geschieht, wenn wir die Handlungen ausführen, die nicht auf den Schöpfer gerichtet sind?

Antwort: Wenn wir unsere Handlungen nicht auf den Schöpfer richten, dann verschließen wir uns innerhalb des kleinen Kreises. Dann gibt es auf allen Ebenen dieser Welt keinen Schöpfer, und wir leben weiterhin nur in der materiellen Welt: dieselben Länder, dieselben Menschen, die unbelebte, pflanzliche, tierische Natur, dasselbe Universum.

Wir sehen nicht den Grund und Zweck unseres Lebens und was eigentlich unser Kernproblem ist, weil wir nicht wissen, wofür dieses Leben gedacht ist, wie es entsteht und wohin es uns führt. Was geschieht vor unserer Geburt und nach dem Tod? Wir sind in einen sehr begrenzten Rahmen eingeschlossen.

Tiere wissen auch nichts über das Leben. Der Mensch will sie töten und verzehren, aber sie beschuldigen ihn nicht und leben solange, bis sie sterben. Wenn wir nicht danach streben, den Rahmen dieser Welt auszudehnen, dann unterscheidet sich unsere Beziehung zum Leben und der Realität nicht. Wir leben einfach weiter und suchen ständig danach, was für uns besser ist.

Das Tier benimmt sich so, dass es sich jederzeit seines Lebens den bequemsten Ort findet. Auch wir suchen die ganze Zeit den Ort, wo es uns besser gehen wird, weiter denken wir nicht. Darüber hinaus können wir nicht aufsteigen, befinden uns deshalb auch auf dem tierischen Niveau und verfügen nur über ein weiter entwickeltes Gedankensystem. Bei meiner Suche nach einem besseren Ort beachte ich mehrere Kriterien, wie z. B. mir ist wichtig zu wissen, was  die anderen über mich denken, welche Mode jetzt im Trend ist usw.

Bei den Tieren ist alles einfacher und bei den Menschen alles viel komplizierter. Aber eigentlich haben wir dasselbe, primitive Herangehen: das Streben, das materielle Leben im höchsten Maße zu genießen.

Danach richten sich alle, außer den Menschen, die den Wunsch erhielten, ihre Augen zu öffnen und aus den materiellen Begrenzungen herausgerissen werden zu wollen. Dafür ist ihnen die neue Fokussierung aller Sinnesorgane notwendig, mit denen sie sich nach außen, anstelle von nach innen richten.

Genau das studieren wir: wie man aufhören kann, sich auf die Materie zu konzentrieren, diese egoistische Brille abzunehmen und die Welt anders und die Ursachen des ganzen Geschehen betrachten zu können. [135562]

Auszug aus der 4. Lektion des Kongresses in Frankreich, 11/05/14

Materielle Matrix für den spirituellen Aufstieg

Wenn ich mein materielles Leben entsprechend der spirituellen Struktur organisiere, der Gruppe und der Welt diene, verbreite, und mich darum sorge, dass ich eine Unterstützung empfinde, weil mich die anderen Freunde inspirieren, dann wandele ich diese Welt in die Matrix für den spirituellen Aufstieg um.

Ich arbeite, um das Studium zu ermöglichen. Ich lerne, um zu wissen, was ich für den Aufstieg zum Ziel zu realisieren habe. Es wird geschrieben, dass ich mich in der Bürgschaft, in der Gruppe befinden soll, in der meine Freiheit der Wahl realisiert wird, und ich bemühe mich, das alles zu erfüllen. Man muss verbreiten – ich verbreite. Auf diese Weise mache ich aus dieser Welt eine spirituelle Struktur. [133680]

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 20/04/14

Arbeit auf der Etappe der endgültigen Korrektur

Frage: Wenn alle in unserer Welt von der Selbstsucht getrennt wären und sich schon im Geben für das Geben befänden, wie würde dann unser Gebet, МaN diese äußere Realität beeinflussen?

Antwort: Mit unserer heutigen Arbeit betreten wir die Etappe der endgültigen Korrektur – die vollkommene Befreiung. Das bedeutet, dass sich die ganze Welt, alle Seelen an eine Struktur Adam Rishon anschließen sollen.

Deshalb sollen alle unsere Handlungen, diese Welt erlangen. Wir werden solchen Zustand erreichen, wenn alle von uns erfüllten Handlungen in der spirituellen Welt, in der Genauigkeit auch im Materiellen realisiert werden.

Der Unterschied zwischen dem Materiellen und dem Spirituellen wird so minimal sein, dass wenn du im Materiellen nicht bereit sein wirst, diese Korrekturen anzunehmen, auch die Spiritualität nicht empfinden kannst.

Wir befinden uns in einem solchen Zustand, in dem sich alle Sefirot, einschließlich dieser Welt, in eine einzige Struktur verwandeln. Wir sehen, wie die materiellen Veränderungen entsprechend der Fähigkeit zu den spirituellen Korrekturen geschehen. Die von uns erzeugten materiellen Veränderungen werden dank der Verbreitung der Vereinigungsmethode, das höhere System ändern und uns mit dem unteren System stärker verbinden.

Wenn wir die Korrektur erlangen und die Ausführung der Handlungen des Gebens für das Geben beginnen, dann werden wir erkennen, wie das ganze Licht anfängt, durch uns durch zu laufen und sich in diese Welt einkleidet.

Es beginnt damit, dass alle das Licht empfinden werden. Es besteht ein Vorteil zu den Kleinkindern, die heutzutage geboren werden, im Vergleich zu den Menschen, die vor tausenden Jahren geboren wurden. Es gibt dort einen großen Unterschied, obwohl anscheinend ein gleiches Kleinkind geboren wird. Ihm sind ganz andere Bedingungen, sowohl für die Geburt als auch für die Entwicklung gegeben. Wir werden sehr große Veränderungen in der ganzen Welt und sogar unter den Menschen, mit denen wir minimal verbunden sind, sehen. [133568]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 18/04/14

Wer lenkt die Marionette?

Frage: Wenn der Mensch feststellt, dass er sich vollständig in der Macht egoistischen Verlangens befindet und eine Marionette ist, die keine Wahlfreiheit hat, was soll er dann damit anfangen?

Antwort: Dir wird offenbart, dass deine Hände und Beine gebunden sind, und du keine Wahl hast. Sogar deinen Blick kannst du nicht frei von einer Stelle auf eine andere richten.

Du hast keine Freiheit der Bewegung: weder in den Gedanken, noch im Verlangen. Alle deine Zellen, alle Vorgänge im Körper, das Gehirn und das Herz befinden sich vollständig in der Macht der fremden Kraft. Nur ein Gedanke, in dem du dir der Sklaverei bewusst wirst, kommt absichtlich zu dir, damit du in die Freiheit hinaustreten kannst, wenn du dafür bereit bist.

Dazu musst du diese Macht aber erst aus eigenem Verlangen wahrnehmen, denn darin liegt der Unterschied des Pharaos zum Schöpfer. Deshalb organisiert der Schöpfer dein Studium, damit du erkennst, dass alle Verlangen, die dir gegeben werden, schlecht sind –  bis du ihnen zustimmst. Und kaum hast du ihnen zugestimmt, verwandeln sie sich in gute Verlangen. Auf diese Weise entkommst du der Sklaverei und trittst hinaus in die Freiheit.

Alles hängt davon ab, wie du die höhere Lenkung wahrnimmst: als die Macht des Pharaos oder die des Schöpfers? [133390]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Brief von Rabash, 18/04/13

Im Leerlauf

Frage: Was verändert sich, wenn wir den Machsom überschritten haben? Wenn ich z.B. kein Geld habe, erhalte ich danach plötzlich welches?

Antwort: Nein, nach dem Überschreiten des Machsom verändert sich nichts – mit Ausnahme der Herrschenden Macht über dir. Du nimmst alles an, was kommt, das bedeutet: Du erhebst dich zum Verlangen des Gebens. Und dann wird deine Welt in die spirituelle Welt verwandelt.

Frage: Warum schreibt dann Baal HaSulam, dass es über dem Machsom ein viel besseres Leben gibt, Kranke gesund werden und Arme reich?

Antwort: Baal HaSulam schreibt darüber im Artikel „Verhüllung und Enthüllung des Schöpfers“. Das geschieht, weil ich es durch meine veränderten Eigenschaften so sehe. Es verändert sich also nichts, nur meine Wahrnehmung.

Ich setze meine Brille ab, schaue mich um und sehe alles furchtbar langweilig, verschwommen. Dann setze ich die Brille wieder auf und sehe viele Schönheiten, eine wunderbare Welt um mich herum. Ich korrigiere nur mich selbst, und durch meine neue korrigierte Wahrnehmung begreife ich plötzlich, dass ich mich mit Malchut in der Unendlichkeit befinde.

Diese materielle Welt existiert nicht – es ist alles absolut vollkommen. Und vorher, gab es diese vollkommene Welt nicht? Natürlich gab es sie, doch ich habe sie nicht wahrgenommen. In mir existiert die ganze Welt.

Aber sie bleibt uns bis zur Endkorrektur erhalten, mit all ihren Geschäften und der Notwendigkeit, sich das tägliches Brot zu verdienen. Denn es ist obendrein unmöglich, die letzte höhere Stufe ohne die Existenz dieser Welt zu korrigieren. Dafür ist ein kompletter Parzuf erforderlich, von Anfang bis Ende.

Danach verschwindet diese Welt: das gesamte integrale System wird korrigiert, somit auch die Wahrnehmung für das Materielle. Wir verlieren bereits ihre Aviut.

Diese Welt, die sich außerhalb der Spiritualität und der Wahrheit befindet, ist dafür da, damit wir uns, durch unsere freie Wahl darüber erheben und die spirituelle Leiter hinaufsteigen können. Diese illusorische Welt hilft uns zu erkennen, wie man aus dem Leerlauf in den Vorwärtsgang umschaltet, um zur Spiritualität zu gelangen. [133394]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Brief von Rabash, 18/04/14

Lebendige Kopie der Höheren Welt

Der Mensch muss die egoistische Natur unserer Welt verstehen und durch sie die folgende Welt erkennen, weil sich eben eine Sphäre innerhalb der anderen befindet. Wenn ich durch jeden beliebigen Gegenstand unserer Welt seine Wurzel in der Höheren Welt erkenne, dann kann ich auch unsere Welt auf dieselbe Weise (vgl. die Kraft von Bezalel ) aufbauen.

In Zukunft werden wir beide Welten gegenüberstellen müssen. Darin besteht das letzte Stadium unserer Korrekturarbeit, wenn unsere ganze Welt in Ähnlichkeit zur Höheren Welt umgewandelt wird.

Dann werden alle Gegenstände, Eigenschaften der Menschen und alles, was sie umgibt, untereinander gerade in solcher Form, in solcher Art verbunden sein. Und alle Handlungen und Beziehungen zwischen ihnen werden genauso aufgebaut sein, wie die folgende Sphäre –  die Höhere Welt .

Wenn ich etwas gebe, sage oder mit der unbelebten, pflanzlichen, tierischen oder menschlichen Natur in Interaktion trete, dann geschehen in der Außenwelt, in den äußerlichen spirituellen Eigenschaften vergleichbare Handlungen und Veränderungen.

Das heißt, wir müssen uns in völlige Ähnlichkeit mit dem Schöpfer bringen. Die äußere Welt und ihre Handlungen ist der Schöpfer, und wir sollen aus unserer Welt eine lebendige Kopie machen, in der alle unsere Eigenschaften, Verlangen und Handlungen der äußeren Welt entsprechen werden. Und so auch zwischen uns allen. Das ist eben die vollkommene Verschmelzung unserer Welt mit dem Schöpfer mittels der Korrektur der Menschen.

Dies ist ein unvermeidlicher Zustand, den die ganze Welt erlangen wird. Dann wird sich unsere Welt mit der Höheren Welt verbinden, und das gesamte System der Welten wird verschwinden, da es in die Welt der Unendlichkeit übergeht.

Natürlich könnte man argumentieren, dass die Menschen dabei vermeintlich zu Sklaven, Robotern des Schöpfers werden. Jedoch vollzieht sich ihre Korrektur zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer allmählich, je nach der inneren Arbeit, und deshalb gleichen sie sich Ihm infolge der willenstarken Bemühungen, nach dem Begreifen und der Verschmelzung an, weil sie diese höhere, vollkommene Bedingung der Existenz der Natur verstehen. [132875]

Auszug aus dem TV-Programm „Geheimnisse des ewigen Buches“, 13/11/13