Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Das Gesetz des Lebens in der Gesellschaft der Zukunft

Baal HaSulam, „Die Letzte Generation“: Jeder einzelne muss sich entsprechend seiner Religion  zu einem konstanten Wachstum des Lebensstandards in der Welt entwickeln, so dass diejenigen, die auf die Welt kommen, ein glückliches Leben führen und ihr Leben mehr und mehr genießen können.

Ein Mensch muss zu einem Zustand kommen, in dem er seine gesamte Kraft der praktischen Entwicklung der Welt widmet ohne Rücksicht auf sich selbst. Weil nur so ein Verhalten für die Bedürfnisse der Menschen sorgt und diese dann absolut sicher sein können, dass immer für ihre Bedürfnisse gesorgt sein wird, weil jeder sich um jeden kümmert.

Wir werden tatsächlich zum besten Zustand der Welt kommen, weil durch gegenseitige Güte untereinander allen gegenüber  wir eine besondere Art Netzwerkverbindung unter uns schaffen werden, in der wir die Qualität des Schöpfers enthüllen, die Qualität der Liebe und des Gebens. So wird wirklich der Zweck dieser Welt erreicht werden.

Während dieses Prozesses wird jeder von seinen Ängsten, Leiden und Problemen befreit werden, und wird sich selbst auf der nächsten Stufe erfahren, wie er von seinen egoistischen Wünschen und allem, was damit zusammenhängt, befreit wird. Wir werden uns selbst auf der Stufe des Schöpfers wahrnehmen, individuell und verbunden.

Es steht geschrieben: „…so dass alle, die kommen, sich über ihr Leben freuen und es mehr und mehr genießen“. Freude wird ausgedrückt, wenn wir von allen Begrenzungen in unserer Welt befreit werden und jenseits der Begrenzungen einen Zustand der Anhaftung mit der höheren Welt erfahren, ewig, zeitlos, perfekt.

Frage: Hier steht geschrieben, dass jeder danach streben soll, den Lebensstandard der Welt ständig zu erhöhen. Bedeutet das für jemanden, der das nicht tut, einen Gesetzesbruch?

Antwort: Natürlich. Jeder muss der Gesellschaft alles geben, was er nur kann. Das ist das Gesetz des Lebens für die letzte Generation.

 

Aus KabTV „Die Letzte Generation“ 12.6.2017

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Die Struktur des Buches Sohar

Frage: Wie ist das Buch Sohar strukturiert?

Meine Antwort: Das Buch hat viele Teile, unter anderem ein Vorwort. Das Buch selber ist in drei Kapitel aufgeteilt, wie die Tora. Das Buch Sohar ist der Kommentar zur Tora.

Die Tora beschreibt alle möglichen Zustände von allen  höheren spirituellen Welten.  Das Buch Sohar beschreibt dasselbe, und steht den Kommentaren der Kabbalisten am nächsten. Das Buch offenbart das für die ganze Menschheit.

Die Tora ist nicht dafür geeignet, um den Menschen die Höhere Welt zu offenbaren, sie ist lediglich eine Auflistung der spirituellen Zustände. Das Buch Sohar dagegen hilft die Höhere Welt zu offenbaren.

Die Tora erzählt über alle Tiefen der Weltlenkung, also über die Höhere Welt in all ihren Einzelheiten. Das Buch Sohar aber ist ein Kommentar, welcher uns das erklärt, was in der Tora gesagt wurde, aber in einem übertragenen Sinne. Deswegen kann das Buch nur der Kabbalist verstehen.

Nichts desto trotz ist dieses Buch näher an den Menschen und dank diesem Buch beginnen wir zu begreifen, worüber in der Tora geschrieben wurde.

 „Das Vorwort zum Buch Sohar“ ist ein kompletter Band. Er erzählt von den grundlegenden Systemen der Lenkung unserer Welt. Dort sind die Artikel gesammelt und jeder von ihnen beschreibt ein bestimmtes System der Lenkung, einen bestimmten Knotenpunkt, eine Anleitung unserer Welt.

Im Buch Sohar gibt es auch einzelne Artikel wie „Idra Zuta“, „Idra Raba“, welche in den Kapiteln dieses Buch geschrieben stehen, weil sie eine mehr innerliche Vertiefung in das System darstellen.

Das ist genauso wie in unserer Welt. Nehmen wir an, ich studiere die Struktur des Autos, genauer gesagt die Kraftstoffanlage. In diesem Studienteil erlerne ich gesondert den Anlassvergaser, gesondert die Vorbereitung der Brennlösung im Motor und so weiter. Das heißt, dass die Arbeiten der gesonderten Systeme in einem separaten Studienblog stehen.

Genau dasselbe steht in den Artikeln des Buches Sohar: „Idra Zuta“, „Safra de-znijuta“ und anderen.

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Das Gesetz der Weltlenkung, Teil 1

Der Europäische Kongress „Die Zukunft beginnt jetzt“, Unterricht 1

Wir können unsere Verlangen nicht weiter vergrößern, jetzt müssen wir ihre Nutzung ändern. Die Menschheit versteht das aber nicht und dementsprechend wundert sie sich über unsere Zustände.

Wir sind in eine Periode eingetreten, wo wir keine großen Verlangen mehr brauchen. Deswegen ist die heutige Generation so müde und enttäuscht darüber wie ihre weitere Entwicklung aussieht. Die jungen Leute streben nicht mehr nach Karriere und Familie, sie möchten nicht über die Zukunft nachdenken. Sie ist für alle unklar.

Dies alles sieht deswegen so aus, weil statt dem linearen Wachstumsgesetz des Egoismuswachstums, bei dem jeder alleine agierte, ein neues Gesetz zu wirken beginnt. Das ist das integrale Gesetz, das von uns die Verbindung untereinander verlangt. Ab jetzt wird die Entwicklung der Welt von der Kraft unserer Verbindung abhängen, wie bei den Zellen eines Organismus. Je mehr Güte und Anteilnahme es in unseren Wechselwirkungen gibt, desto weiter werden wir voranschreiten.

Wir sehen genau so eine Tendenz in der Technik: je komplizierter die Programme und Mechanismen werden, je mehr innere Komponenten sie beinhalten, desto vollkommener sind die Geräte. Der Fortschritt geschieht nicht mithilfe der Vertiefung in einzelne Details, sondern mithilfe ihrer größeren gegenseitigen Verbindung. Die ganze Entwicklung der Technik in den letzten Jahrzehnten ist auf dem Erschaffen neuer Verbindungen zwischen den Elementen aufgebaut.

In der menschlichen Gesellschaft sind wir nicht im Stande so eine Entwicklung durchzuführen, weil wir selber seine Elemente sind. Wir wollen uns aber nicht miteinander verbinden. Deswegen verstehen wir nicht, was dieses Gesetzt der Entwicklung von uns will. Das ist das größte Problem der Menschheit heutzutage, welche aus dem Unverständnis kommt, dass wir in die neue Epoche eingetreten sind. 

Baal HaSulam nennt diese Periode „die letzte Generation“, weil die Menschen anfangen zu verstehen, dass die individuelle Entwicklung, die egoistische Entwicklung beendet ist und der weitere Progress ist nur dank der Entwicklung der richtigen Verbindungen zwischen uns möglich. Wir sind verpflichtet zu verstehen, dass wir einem System angehören, in welchem das Gesetz der gegenseitigen Anteilnahme herrscht, des gegenseitigen Verständnisses.

Alle Menschen müssen sich als die Zellen oder Organe eines Organismus fühlen. Sie müssen sich auf richtige Weise verbunden fühlen. Sobald wir solch eine Verbindung erschaffen, spüren wir in ihr die gemeinsame Kraft, welche die gesamte Natur durchdringt. Diese Kraft heißt „Schöpfer“. Wir erschaffen diese Kraft selber mit unserer richtigen Verbindung. Und wir offenbaren sie in dieser Verbindung.

Darin besteht die Berufung des Menschen in dieser Welt und dazu verpflichtet uns unsere Zeit. Die Menschheit ist verpflichtet sich zu diesem Zustand zu erheben. Je schneller wir diese Etappen begreifen und sie realisieren wollen, desto gütiger und angenehmer wird unsere Entwicklung sein. Wir werden verstehen, welches Ziel sich vor uns befindet und wir werden die richtige Reaktion der Natur auf all unsere Handlungen sehen.

Der Endzustand existiert bereits in der Natur und wir sind ideal darin miteinander verbunden. Solch ein System heißt „Adam“, der erste Mensch, (vom hebräischen Wortstamm Dome abgeleitet  „ist ähnlich“) welcher der Naturkraft ähnlich ist.  Die Naturkraft ist die Kraft des Gebens und der Einheit. Die richtige gegenseitige Verbindung heißt die Liebe. Dabei erkennt jeder die Bedürfnisse des Anderen und kann richtig mit ihnen in Wechselwirkung treten.

Zu lieben heißt zu wissen, wie man dem Anderen das sicherstellt, was er benötigt und er seinerseits kann mir das geben, was mir fehlt. Auf diese Weise realisieren wir den allgemeinen integralen Mechanismus der gesamten Menschheit. Man muss verstehen, dass in der Welt nichts Überflüssiges erschaffen wurde. Wenn wir das System kennen, finden wir einen  geeigneten Platz für jeden und diesen Platz muss man lediglich ausfüllen.

Wenn ein Kind Legosteine zusammenbaut, bleiben bei ihm oft die angeblich überflüssigen Detailsteine übrig. Das ist nur deswegen so, weil es das ganze System nicht kennt. Derjenige, der dieses System aber erschuf, wusste genau, wohin man jedes seiner Teile ankuppeln muss und welche wahre Funktion es hat.

So auch wir, wenn wir uns mit dem System bekannt machen werden, werden wir verstehen, wie wichtig jeder von uns darinnen ist. Daraus werden wir den richtigen Bezug zueinander finden, weil in der Natur nichts Überflüssiges erschaffen wurde.

Wenn wir verstehen, dass in Wirklichkeit das System der Natur integral ist, vollkommen ist, ideal verbunden ist, wir das aber nicht sehen können, so heißt die Devise: „Glaube über dem Verstand“.

Das bedeutet, dass ich mich nicht von dem was ich sehe leiten lasse, wie das Kind, welches das Puzzle nicht zusammenbauen kann. Ich versuche stattdessen den richtigen Ankupplungsplatz für jedes Detail zu finden, damit ich sie zu einem vollkommenen System verbinde. Das nennt sich die Arbeit „über dem Verstand“.

Deswegen lernen wir, befinden uns ständig auf der Suche, erlernen die Gesetze der Natur, versuchen uns gegenseitig kennenzulernen, und wie wir uns in irgendeiner Form verbinden können. Dabei entdecken wir unsere Unterschiede. Genau wie die Kinder, die Puzzleteile drehen und sie nicht zusammenfügen können.  

Dabei muss man verstehen, dass all diese „Puzzleteile“ bei jedem Menschen in unserer Zeit für den Endzustand schon entwickelt sind. Er kann sich nicht weiterentwickeln. Wenn wir auf ihn Druck ausüben, ihn zwingen werden sich wie früher zu entwickeln, kommen in ihm Mutationen und bösartige Formen zutage.

Das ist genau das, was wir in unserer Gesellschaft und in unseren Kindern sehen, weil wir ihnen nicht die richtige Form der gegenseitigen Verbindung geben. Und das muss unsere nächste Etappe sein. Nur wenn wir die Gesetze der richtigen Wechselwirkungen zwischen uns erlernen, werden wir daraus die Gesetze der Weltlenkung verstehen und wir werden im Stande sein unser Leben zu verbessern.

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Die wunderbare Balance

Die Frage: Wie kann man die Balance zwischen unserer Welt und der Offenbarung der Spiritualität aushalten?

Meine Antwort: Dies ist die wunderbare Balance, wo alles im Gleichgewicht geschieht und keine Widersprüche zwischen den beiden Welten auftauchen. Wir alle werden das bestimmt offenbaren.

Das Wichtigste ist: versucht das zu tun, was für die Offenbarung der höheren Welt möglich ist. Und da werdet ihr sehen wie sich das Ganze zu einem einzigen System verbindet. Ihr werdet ein Bild erhalten und dieses Bild wird wunderschön sein, mit solch einer Harmonie, welche euch erfüllt und euch die Empfindung der ewigen Bewegung geben wird.

In diesem Leben, in dieser Welt werdet ihr alles, was über euch existiert, spüren.

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Wie kann man die Zeit einholen?

Frage: Alle haben schon längst erkannt, dass heutzutage die Zeit sehr schnell vergeht. Man will wissen welche Prioritäten in unserem Studium und unserem Voranschreiten sein müssen?

Meine Antwort: Es ist wahr, dass die Zeit sehr schnell vergeht. Wir können uns aber noch schneller entwickeln, nicht materiell wie unsere Welt, sondern spirituell, wenn wir uns wie kleine Kinder ohne jegliche Kritik, dem was Kabbalisten sagen, unterordnen. Alles hängt nur von uns ab.

Versammelt euch in einer Gruppe, versucht zwischen euch die Verbindung zu erreichen, die gegenseitige Fürsorge, damit ihr ein einziges Verlangen nach der Spiritualität darstellt. Verbindet euch in diesem Verlangen, löst euch in ihm auf.  Dann werdet ihr durch diesen Punkt, welcher sich auf der anderen Seite vom Ego befindet, die höhere Welt spüren, die höhere Kraft. Das ist das, was ihr offenbaren sollt.

Unsere Verbindung gibt uns die Möglichkeit, durch die Grenze zwischen unserer Welt und der spiritueller Welt „auszusickern“. Die Bewegung nach vorne ist nur in der Verbindung zwischen uns. Die Realisation ist immer innerlich, in der sinnlichen Verbindung zwischen uns.

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Die einzige Kraft der Entwicklung in der Natur  Teil 3

Die Höhere Kraft erschafft in uns die Fähigkeit, uns getrennt von ihr zu fühlen. Das geschieht mit der Absicht, uns die Möglichkeit zu geben, sie als gebende Kraft zu offenbaren, die gut und Gutes tuend ist.

Frage: Warum brauchen wir das?

Meine Antwort: Uns ist die Notwendigkeit dessen bewusst, denn wir hängen von dieser Kraft ab. Wir sehen, dass unser Leben in dieser Welt sehr begrenzt ist und leiden darunter. Diese Leiden zwingen uns nach der Ursache zu suchen, und die Ursache liegt in der Kraft selbst. Darum wollen wir diese Höhere Kraft offenbaren, um unseren Zustand zu verbessern.

Es gibt Menschen, die diese einzige Kraft der Natur erforschen und erkennen, dass sie gut und Gutes tuend ist mit dem Wunsch, uns zur Vollkommenheit zu bringen. Aber dazu muss zuerst das Böse offenbart werden, denn ohne die Erkenntnis des Bösen kann man nicht zum Guten gelangen. Dies ist nur möglich, wenn man den Kontrast der Gegensätzlichkeit der Form zwischen Gut und Böse fühlt.

Wir wollen nur die Güte fühlen und gute Zustände empfinden, aber sobald wir etwas Unangenehmes spüren, versuchen wir uns davon zu entfernen. Und neben diesen Empfindungen benutzen wir den Verstand, wie man das Schlechte vermeidet. So entwickelt man sich im Empfinden und im Verstand.

Es ist natürlich, dass man sich von unangenehmen Empfindungen entfernt und sich den Angenehmen annähert. Nach tausenden Jahren der Entwicklung, angefangen von den primitivsten Lebensformen bis heute, jetzt im 21.Jahrhundert beginnen wir nach und nach einen Mechanismus aufzubauen, der es uns ermöglicht zu fühlen und zu verstehen, wie man handeln soll.

So bauen wir als Ergebnis eine Form der optimalen Existenz auf.

Wir versuchen die Kraft der Natur zu nutzen, in der wir uns befinden, damit es uns allen gut geht, entsprechend unserem Verständnis. Im Wesentlichen besteht darin unsere ganze Arbeit im Leben. 

Nur zu diesem Zweck einwickeln wir die Wissenschaft, Kultur, Bildung, Psychologie, Philosophie, Geschichte etc. In der Tat wollen wir nur wissen, wie man sich besser fühlt. Denn das Streben nach angenehmen Empfindungen ist das grundlegende Bedürfnis des Menschen, sein natürliches „Verlangen zu genießen“.

Kabbala ist Physik auf einer höheren Ebene, in einer anderen Wahrnehmung, die „Physik der Zukunft“. In der gewöhnlichen Physik geht es nicht darum, dass der Beobachter seine Eigenschaften ändern muss. In der Relativitätstheorie kann sich der Beobachter entsprechend des Zustandes  ändern, gemäß der Zeit, der Geschwindigkeit, und des Raums, aber dennoch kann er sich selbst nicht ändern. Seine Psychologie bleibt gleich.

Die richtige Kombination von Physik und Psychologie liegt dann vor, wenn man nicht von der Wahrnehmung der Wirklichkeit spricht, sondern darüber, wer sie wahrnimmt und welche richtigen Einstellungen man in dem Beobachter  erwecken kann, um die neue Realität zu spüren. Dies ist die nächste Stufe der Entwicklung nach der Relativitätstheorie. Denn nicht  Zeit, Geschwindigkeit oder Raum verändern sich, sondern der Beobachter selbst in seiner Wahrnehmung, in dem er seine Einstellung ändert.

So gesehen gibt es nichts Konstantes in unserer Welt, alles ist relativ und vorübergehend.

Man verändert seine Eigenschaften und somit verändert sich auch die Realität. Und danach entwickeln wir uns weiter. Die Kabbala sagt, dass jede Wirklichkeit keine Form hat und alles von der Wahrnehmung des Beobachters abhängt.

Zusammenfassung: Die Kraft der Natur ist konstant und ewig. Wir befinden uns in ihr mit unterschiedlichen Eigenschaften und sollen herausfinden, was beständig ist, und was sich in uns selbst und in der Realität um uns herum verändert, lerne dies zu unterscheiden.

Die konstante Kraft nennen wir die Natur, oder die Höhere Kraft, den Schöpfer, und die wechselnde Kraft ist der Mensch, der sie beobachtet.

Jede Wirklichkeit, die der Mensch sieht, ist eine direkte Folge seiner inneren Eigenschaften. Wenn man den Menschen verändert, verändert sich auch die Realität.

 

Aus der 872. Folge „Neues Leben“, 27.06.2017

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Die Kluft zwischen den Generationen Teil 3

Frage: Unter welchen Bedingungen sind Freundschaft und Verbindung zwischen den Generationen möglich? Existieren solche Aspekte, die nicht vom Alter und von der Zeit abhängig sind?

Meine Antwort: Nur die Seele, die ewig ist, ist von der Zeit unabhängig. Alles andere ist vergänglich. Nur die Seele kann als etwas Gemeinsames zwischen den unterschiedlichen Generationen existieren, weil sie wirklich eine für alle ist. Deswegen ist es für die Seele nicht wichtig, aus welcher Generation du bist: Baby-Boomer oder X, Y, Z oder A.

Die Seele wird immer eine für alle kommenden Generationen sein –  sie steht höher als die Zeit und höher als das Leben und der Tod, in allen Generationen, seit der Periode der Dinosaurier und dem Urknall, als wir noch in Form von winzigen Teilchen des Verlangens existierten. Bis zur heutigen Zeit und weiter bis zum Ende der Korrektur wird die Seele eine für alle sein.

Deswegen gibt es keine anderen Interessen und keine andere Grundlage als die Entwicklung der Seele, auf welcher wir zusammen in gegenseitiger Unterstützung und in Abhängigkeit voneinander arbeiten werden.

Frage: Dann kommt es mir so vor, dass die Seele etwas Unveränderliches und Ewiges ist, etwas, was alle Generationen miteinander verbindet? Was ist aber die Seele und wie kann man sie entwickeln?

Meine Antwort: Die Seele ist ein besonderes Verlangen des Menschen, sich nicht in seinem Innern zu füllen, sondern außen. Dieses Verlangen kann man in sich entwickeln, indem man in der Gruppe nach der Methode der Kabbala arbeitet. Diese Methode erlaubt es, sich über sein eigenes Ego zu erheben. Dann werde ich die Welt ohne Verunstaltung von meinem Egoismus sehen. Ich werde die Welt nicht so sehen, wie ich sie normalerweise in mir sehe, sondern so wie sie wirklich ist – außerhalb von mir.

Ich gehe durch eine kleine Gruppe von Menschen wie durch einen Filter und hinterlasse in ihr meinen Egoismus. Dabei fange ich an, die Welt ungetrübt von meinem Ego zu sehen. Das ist eine komplett andere Realität und sie heißt die spirituelle Welt. Die Wahrnehmung der spirituellen Welt ist meine Seele.

Die Seele zu entwickeln bedeutet, in sich die Fähigkeit zu entwickeln über seinem Egoismus zu existieren. Der Egoismus ist ein Verlangen, alles in sich zu verschlingen und das hindert mich daran, die Welt außerhalb von mir zu sehen.

Frage: Dann ist es so, dass sich die Verhältnisse zwischen Eltern und Kindern auf zwei Gebiete aufteilen: eine äußerliche, einfach materielle Versorgung (die Kinder zu füttern, anzukleiden, alles nötige zu besorgen) und das zweite Gebiet ist die innere Verbindung, welche über den materiellen Grenzen liegt.  Existiert keine Kluft zwischen den Generationen in dieser inneren Verbindung?

Meine Antwort: Die innere Verbindung ist effektiver, sie ist nicht an den Menschen selbst gebunden. Natürlich existieren auch da Unterschiede zwischen uns, das hängt davon ab, inwieweit jeder von uns aus seinem Egoismus austreten kann, sich über ihn erheben und anfangen kann, die höhere Realität zu fühlen.

Frage: Was erlaubt uns, uns auf diesem Gebiet mit der jüngeren Generation zu verbinden, im Gegensatz zu der materiellen Seite?

Meine Antwort: Wir treffen uns dort, hinter der Grenze, in der spirituellen Welt, auf der anderen Seite des antiegoistischen Filters. Wir lassen auf diesem Filter all unsere kleinlichen, egoistischen Kapriolen, die zur tierischen Stufe und zur Stufe des Menschen dieser Welt gehören. Die tierische Stufe sind die Verlangen nach Essen, Sex, Familie und die menschlichen Verlangen sind Geld, Macht und Wissen. Das alles schmeißen wir weg und es bleiben nur die Verlangen der Seele.

 

Aus dem 851. Gespräch über das neue Leben

[#206208]

Einsamkeit in einer Milliardenmenge Teil 3

Das Problem der Einsamkeit, das die moderne Welt erfasst hat, ist mit der inneren Leere des Menschen verbunden. Und auch wenn man sich von der Einsamkeit lösen möchte, weiß man nicht, wie es geht.   

Das lehren weder die Lehrer in der Schule, noch Psychologen, noch Psychiater. Das Problem besteht darin, dass sie selber genauso einsam sind und deswegen keinen Rat geben können, wie man sich von der Einsamkeit befreien kann und wie man die Menschen zusammenbringt.

Niemand erkennt, wie man solche extremen Individualisten wie unsere Zeitgenossen zueinander bringen kann. Und hier kann uns nur die Weisheit der Kabbala helfen, denn sie erläutert, wie eine Verbindung über unserem Egoismus erreicht werden kann, damit die Liebe alle Sünden bedeckt.
Der Individualismus jedes einzelnen bleibt, wir zerbrechen nichts, sondern wir bauen eine neue Ebene über unserer Natur – eine Ebene der Einheit, ein gemeinsames Dach. Unter diesem Dach befinden wir uns, wir Individualisten, die es zusammen errichten, für eine wirkliche Existenz und ein glückliches Leben.  
Dieses Dach wird auf der zweiten Ebene aufgebaut. Es verändert nicht unsere Persönlichkeiten, sondern hilft lediglich,  eine richtige Verbindung darüber aufzubauen. Es stellt sich heraus, dass sich unsere Beziehungen auf zwei Ebenen bewegen: auf der inneren Ebene bleiben wir getrennt, und sie darf niemand berühren, und auf der „zweite Ebene“ – der integralen Verbindung, die  zwischen uns aufgebaut wird, schließen wir uns im Kreis zusammen.
In meinem Inneren habe ich eine „gerade Linie“, und mein innerer persönlicher Zustand geht niemanden etwas an. Aber in Bezug auf die andere Ebene bin ich ganz offen und bereit, mit allen wie ein Mensch mit einem Herzen zu sein.  

Das ist Integration, die über der Privatsphäre steht, d.h. es existiert das eine wie auch das andere. Dies ist eine neue Art der Verbindung, die  aus der Wissenschaft der Kabbala kommt. Man muss sie der Menschheit beibringen.

Äußere Beziehungen basieren auf der Methodik des Kreises, der integralen Verbindung, und der innere Ansatz spricht über einer Person an sich.
Und im Prinzip sind es nicht zwei Methoden, sie verwandeln sich in eine, denn je mehr wir uns miteinander verbinden, desto mehr hilft das, uns innerlich auf individuelle Weise zu entwickeln. Daraus folgt, dass sich der menschliche Egoismus entwickelt und wächst weiter. Und in unserer Verbindung im Kreis erstellen wir gerade dadurch, dass wir immer egoistischer werden, die Verbindung zwischen uns.

Aus dem 846. Gespräch über ein neues Leben, 04.04.2017

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Du baust ein Haus und wohnst nicht darin

Tora, Deuteronomium 28:30: Du wirst ein Haus bauen, aber du wirst nicht darin wohnen.

Ein Mensch baut ein Haus, um darin den Schöpfer zu enthüllen. Ein Haus (Kli, Gefäß) ist die Seele.

Was hier erwähnt wird ist, dass du kein Kli, welches du gebaut hast, benutzen kannst, da du keine Möglichkeit hast, einen Siwug de Hakaa darauf zu machen, eine richtige Verbindung. Andere werden in diesem Haus leben.

Es ist unmöglich, ein Kli, ein Haus mit einer ungerechtfertigten Absicht zu nutzen, während andere teilweise in der Lage sind, dies auf ihre eigene Weise zu gebrauchen. Sie werden dich schließlich zur Korrektur bringen, damit du in dein Haus zurückkehren kannst, aber erst nach einer sehr langen und schmerzhaften Reise.

Aus Kab TV „Geheimnisse des ewigen Buches“. 12/7/17

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Was ist die Quelle des Wissens, das der Weisheit der Kabbala zugrunde liegt?

Frage: Welche Art von Tiefe verbirgt sich hinter der Kabbala?

Antwort: Es gibt nichts in der pflanzlichen, tierischen und menschlichen Natur, in all ihren Formen und Möglichkeiten, was nicht durch die Kabbala erklärt werden könnte. Die Erklärung ist wissenschaftlich und präzise und beruht auf einem einzigen Kriterium, nämlich, dass nur zwei Kräfte in der Natur existieren. Es gibt eine positive und eine negative Kraft, zwischen ihnen bilden sich alle Elemente, alle Eigenschaften und alle Gesetze der Schöpfung. Die Verwendung der Kabbala verleiht uns ein universelles und konkretes Wissenssystem, durch das wir alles erreichen können.

Frage: Die Wissenschaft der Physik ist seit ein paar hundert Jahren studiert und untersucht worden, während die Kabbala seit mehr als 5000 Jahren existiert, aber noch nirgendwo gelehrt wurde. Warum ist das so?

Antwort: Die Wissenschaft der Physik ist in der Kabbala mit eingeschlossen. Es ist eine Wissenschaft, die für eine niedere Stufe der Materie, der unbelebten Stufe unserer Welt relevant ist; darin gibt es nichts, dort ist kein Geist, keine Führung, es ist nur das unbelebte Ergebnis einer höheren Kraft.

Frage: Kann es sein, dass die Kabbala die Basis für alle weltlichen Wissenschaften ist?

Antwort: Die Grundlage für alle Wissenschaften ist HaWaYaH; das sind die vier Phasen der Verbreitung des höheren Lichts aus der höheren Stufe, Keter.

 

Aus der russischen Kabbala Lektion 5/3/17

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