Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Das Instrument des Einflusses auf den Menschen

Aufklärungsarbeit ist die Beschäftigung der Menschen für die Verbreitung oben beschriebener (altruistischer) Prinzipien in der Gesellschaft. (Baal HaSulam, „Die Letzte Generation“).

Agitation und Propaganda sind sehr wichtige Instrumente des Einflusses auf den Menschen, auf seine Psychologie, auf sein Unterbewusstsein. Die Propaganda muss aber über viele Kanäle laufen: TV, Kino, die Verbreitung, die Ausbildung in den Schulen und anderen Bildungsinstituten. Die Agitation ist eine sehr breite Massenbewegung von den Lehrern zu ihren Schülern.

Kommentar: Baal HaSulam schreibt, dass man für die Aufklärung alle möglichen Spezialisten beschäftigen kann.

Antwort: Natürlich. Unter Aufklärung versteht man, dass du dich mithilfe aller möglichen alternativen Wege dem Menschen annäherst, damit seine Weltanschauung geändert wird.

Frage: Das heißt, dass der beschäftigte Agitator nicht auf dem niedrigen Niveau dieser Anschauungen sein muss?

Antwort: Das können Artisten, Preisträger (z.B. ein Nobelpreisträger) erledigen. Welche Rolle spielt das Wer und Was, wenn sie auf einfache Menschen Einfluss nehmen können?

Ich kann auf einen einfachen Menschen keinen Einfluss nehmen. Er nimmt mich nicht wahr. Wenn eine berühmte Persönlichkeit dagegen auftritt und zwischen den Anekdoten auf der Bühne manchmal etwas sagt, kann es sein, dass das bei den Menschen einen guten Eindruck hinterlassen wird.

Frage: Welche Beschränkungen haben die Agitatoren?

Antwort: Praktisch keine. Weil sie mit den Massen auf allen Niveaus der Entwicklung arbeiten sollen. Außerdem machen wir das für ihr Wohl. Deswegen kann man alle Mittel nutzen, nur damit wir sie retten können.

Frage: Heißt das, dass ihre Treffen mit Wissenschaftlern und Schauspielern von dem Grundgedanken der Wissenschaft der Kabbala geleitet werden?

Antwort: Ja. Wenn sie mir ein paarmal zustimmen, wird es im Gedächtnis der Menschen bleiben. Auf diese Weise werden wir in unserer Verbreitung voranschreiten.

Frage: Wo liegen die Grenzen der Aufklärung?

Antwort: Wenn ein Mensch sich für die systematischen Unterrichte bei uns einschreibt, bedeutet das, dass der Agitator diesen Menschen dem Lehrer übergibt.

Aufklärung und Propaganda sind Methoden, um den Menschen zu überzeugen, dass er das braucht. Er kann überhaupt nicht verstehen worüber gesprochen wird. Du hast ihn aber überzeugt sich für die systematischen Unterrichte einzuschreiben und er hat es gemacht. Das ist die Aufklärung.

Natürlich braucht man hier ein Einverständnis von dem Menschen. Es gibt aber solche Aspekte, mit denen du ihn überzeugst. Er braucht das für sein eigenes Wohl, er wird nicht enttäuscht sein. Du erklärst ihm, dass er dafür zwei Stunden in der Woche opfern muss und so weiter.

Kommentar: Nehmen wir an, die Agitatoren haben den Menschen animiert und er ist gekommen, um zu erfahren wie er sich besser in dieser Welt positionieren kann. Hier spricht man aber von etwas ganz anderem. Er wird enttäuscht sein.

Antwort: Die Gespräche, wie man sich in dieser Welt etabliert, gehören nicht zur Kabbala, sondern zur Psychologie und Philosophie.

Die Kabbala ist die Offenbarung der höheren Kraft. Damit beschäftigen sich keine Psychologen und keine Philosophen.

Frage: Wie soll sich der Lehrer verhalten?

Antwort: Der Lehrer soll sehr geschmeidig aber auch sehr überzeugend erklären, dass es einen großen Unterschied zwischen der Kabbala und den Mythen über die Kabbala gibt, dass es für die Menschen hier so angenehm sein wird, dass sie zuhause und mit Mitarbeitern darüber reden werden.

Der Lehrer erklärt, dass ein sehr besonderes, erhabenes Ziel existiert. Ihr werdet anfangen zu sehen, zu fühlen und euch mit der höheren Kraft zu unterhalten, so wie ihr euch untereinander unterhaltet. Diese Kraft ist ihr „Boss“, aber ihr habt zu ihr den Zugang. Ihr könnt euch an sie wenden und diese höhere Kraft wird sich an euch wenden.   

Ihr könnt diese Kraft alles fragen, von ihr erfahren, Erklärungen von ihr bekommen, was mit euch geschieht und geschehen wird. Also ihr werdet anfangen eine beiderseitige Kommunikation mit der höheren Kraft einzugehen, mit der Kraft, von welcher alles abhängt.

Alle anderen Methoden dienen nur der Verschönerung unseres verwirrenden Lebens. Hier aber ist es umgekehrt. Das Leben wird klarer und klarer. Ihr lokalisiert präzise alle Probleme und könnt sie lenken. Ihr werdet zum Partner der höheren Kraft.

Wenn aber der Mensch sich mehr für die anderen Methoden interessiert, schaltet er sich damit wieder in denselben Wirbel von unnützen Handlungen ein. Aber das ist die freie Wahl von jedem Einzelnen. Er muss nur wissen, was sich hier und dort abspielt.

 

Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“  10.07.2017

[#213612]

 

 

 

Was ist das Böse?

Frage: Was ist das Böse? Der Wunsch, die Absicht, oder eine besondere Kombination von beiden?

Antwort: Böse ist, was sich nicht auf den Schöpfer bezieht. Alles was du dir vorstellen kannst, was nicht zur Natur des Schöpfers gehört, ist das reine Böse.

Es stellt sich heraus, dass unsere ganze Welt, alle Kräfte, alle Manifestationen auf verschiedenen Ebenen der Natur, absolut böse sind. Um Sich selbst uns gegenüber zu offenbaren, schuf der Schöpfer eine Schöpfung, die Seinen Eigenschaften entgegengesetzt ist. Sie wird der Wunsch, allein für sich selbst zu empfangen, oder Egoismus genannt.

Dieser Wunsch kann nur sich selbst fühlen, nichts außerhalb davon. Er ist nicht fähig, irgendetwas anderes zu verstehen, zu empfangen oder wahrzunehmen. Deshalb ist er die Basis des zukünftigen Bösen. Er ist selbst noch nicht böse, weil der Wunsch nicht Schuld hat an einer derartigen Handlung, da er von Anfang an auf diese Weise geschaffen wurde.

Deshalb sind die Wünsche dieser Welt, die in der unbelebten Natur anzutreffen sind, d.h. alles was in den weiten Galaxien existiert, in der pflanzlichen Natur, was auf unserem Planeten wächst, und der tierischen Welt, die auf der Erde existiert, einschließlich uns selbst, weil wir in unseren Körpern Tiere sind, alle Wünsche sind der Embryo des Egoismus. Es ist nicht der Egoismus selbst, vielmehr ein Wunsch zu leben, um sich selbst zu füllen.

Egoismus ist ein Begriff für das, was über der tierischen Stufe ist. In der Regel besteht ein Mensch aus einem tierischen Teil, und darin ist er kein Egoist, weil er so wie jedes Tier leben möchte. Er hat jedoch auch etwas, das seine tierische Stufe übersteigt, wenn er sich nach mehr sehnt als es sein materieller Körper tut.  Das nennt man bereits „Egoismus“, obwohl das noch kein endgültiger Zustand ist, sondern eher „Ich will mehr“.

Wenn ich mehr will auf Kosten anderer, dann stehle ich damit von ihnen, das ist wahrer Egoismus. Wenn ich mich jedoch absichtlich so verhalte, dass ich Vergnügen daran finde, andern zu ihrem Nachteil voraus zu sein, dann ist das eine fortgeschrittene Stufe des Egoismus. Es gibt viele verschiedene Abstufungen beim Wachstum des Egoismus.

Mit anderen Worten, alles innerhalb von uns als Menschen ist Egoismus; alles innerhalb von uns als Tiere auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe gehört zur normalen Natur.

Deshalb ist der Egoismus ein Wunsch, Vergnügen auf Kosten anderer zu empfangen, wenn ich mich darüber freue, allen andern voraus zu sein.

Tiere fressen sich gegenseitig, weil sie Hunger haben. Zum Beispiel verschlingt ein Krokodil eine Kuh und muss dann sechs Monate lang nichts fressen; es hat genug. Nachdem die Schlange ihre Beute verschlungen hat, liegt sie bewegungslos da ohne sich um irgendetwas anderes zu kümmern. Aber nicht so der Mensch. Während ich eine Kuh „verschlinge“, denke ich bereits darüber nach wie ich die Zweite esse, oder ich fange sie zumindest und hebe sie für später auf. Tatsächlich verhalten sich Tiere nicht so.

Deshalb ist alles was wir über unserem natürlichen Wunsch, uns selbst zu erfüllen, machen, menschlicher Egoismus, der immer neue Höhen erreicht.

Darin sind wir anders als der Schöpfer. Der sich ständig entwickelnde Egoismus in uns, der zum Nachteil anderer agiert, ist die Wurzel des Bösen in unserer Natur, und dank dem erobern wir einerseits die Welt, aber auf der andern Seite treiben wir uns selbst in eine Sackgasse.

 

Aus der russischen Kabbalalektion, 2/26/17

[207935]

Bis zum letzten Atemzug der Gesellschaft Nutzen bringen

Frage: Wenn ein Mensch durch seine Errungenschaften weltweit bekannt wurde, befreit es ihn von der Todesangst?

Antwort: Ich denke nicht, dass es einen Menschen gibt, der keine Angst vorm Sterben hat, wenn er versteht, dass der Tod ein Ende bedeutet. Nur die Tiere haben keine Angst vor dem Tod. Sie haben nur die instinktive Angst der Selbstverteidigung vor dem, was ihnen Schaden zufügen könnte und sie leben nach diesem Instinkt.

Die Menschen dagegen haben Angst vor dem Tod, da sie ein Vorstellungsvermögen und Empfindungen haben, sie können auch vom Geschehen lernen.

Deswegen wissen sie, dass das Leben ein Ende hat. Der Mensch, der früher mein Freund war, ist jetzt tot und von ihm bleibt nichts außer dem unbelebten Körper, welchen der Geist des Lebens verlassen hat. Es bleibt mir nichts anderes übrig als ihn zu begraben und ich verstehe, dass dasselbe auch mir widerfährt.

Das Empfinden des Verlierens des Lebens ist eine einmalige Erfahrung. Einerseits sind wir verpflichtet unter Umständen in einen Kampf zu ziehen, in dem wir sterben könnten. In diesem Fall aber haben wir die Möglichkeit unsere Angst vor dem Tod zu überwinden.

Wir fliegen ins All und setzen unser Leben dem Risiko in verschiedenen gefährlichen Situationen aus. Wir machen das nicht weil wir dazu gezwungen werden, sondern aus einem inneren Drang heraus. Es gibt einen gewissen Reiz die Grenze von Leben und Tod zu fühlen. Das ist eine bekannte psychologische Erscheinung.

Der Mensch ist so aufgebaut, dass die Meinung der Gesellschaft ihn zu Heldenmut verpflichtet und in die verschiedensten Situationen lenkt. Im Alter ängstigt der Tod uns sehr und ruft ein Gefühl der Verzweiflung, Hilflosigkeit und versteckter Angst hervor. Der Mensch versucht diese Angst zu unterdrücken. Dabei hilft ihm der Aufenthalt unter Menschen, im Fluss des Lebens.

Das Schlimmste, was wir für ältere Menschen tun können ist, sie in ein Altersheim zu stecken, in eine geschlossene Gesellschaft von genauso alten Menschen wie sie selbst sind. Wir denken, dass es gut und gemütlicher für sie sein würde. Aber das ist schlecht für jeden Menschen. Der ältere Mensch muss sich in der normalen Gesellschaft befinden, unter jungen und reifen Menschen, die voller Lebenskraft sind.

Indem wir alle alten Menschen an einem Ort versammeln, schaden wir ihnen, egal welch gute medizinische Fürsorge sie auch dabei haben.

Frage: Wie sieht Ihrer Meinung nach das Leben des alten Menschen im Idealfall aus?

Meine Antwort: Ich denke, dass es notwendig für einen Menschen wäre bis zum letzten Tag seines Lebens, je nach seinen Kräften zu arbeiten, um auch so noch Nutzen für die Gesellschaft zu bringen. Es kann sein, dass er nicht laufen kann, sondern nur sitzen, er kann aber dabei irgendeine machbare Arbeit tun. Alle werden ihn dafür loben und er wird wissen, dass er geehrt wird und er wird so weitermachen bis zu seinem letzten Tag.

Frage: Wie kann ein Mensch die psychologische Angst vor dem bevorstehenden Tod überwinden?

Meine Antwort: Ich denke, dass ein Mensch mit seiner Arbeit so integriert und beschäftigt sein sollte, dass er bis zur letzten Sekunde seines Lebens fühlt, dass er Nutzen für die Gesellschaft bringt. Ich rede nicht von solchen Greisen, die nichts mehr sehen oder hören können. Solange der Mensch die Kraft hat, obwohl auch eingeschränkt, kann er großen Nutzen in der Verbreitung der integralen Erziehung bringen. Wenn er sich in die Gemeinschaft der jungen Menschen integriert, wird er ihnen einen großen Nutzen bringen und sie wiederum ihm.

Mit der Lehre der „Weisheit der Verbindung“ verbinden wir Menschen unterschiedlichen Alters in den Gruppen. Wir versuchen für jedes Alter mit der Methode der Verbindung eine Möglichkeit anzubieten sich auch gegenüber anderen Altersgruppen auszudrücken. Dabei bringen wir Nutzen, sowohl für die alten, wie auch für die jungen Menschen. Die alten Menschen können Jüngere lehren und unterstützen, um sich auf diese Weise zu festigen und sich somit an den Tropf des Lebensgeistes anzuheften.

 

Aus dem 354. Gespräch über „Neues Leben“

[#137249]   

„Nichts wird in seiner Belagerung und Unterdrückung bleiben“


Und er wird  keinem von denen vom Fleisch seiner Kinder geben, die er essen wird; nichts wird in seiner Belagerung und in der Unterdrückung bleiben, mit denen dein Feind dich an all deinen Toren ärgern wird. (Tora, „Dvarim“, „Tavo“, 28:55)

Vor langer Zeit schrieben Propheten von der Notwendigkeit, dass wir uns auf dem Weg der Beschleunigung bewegen müssen, sonst werden wir durch schreckliche Zustände gehen, bis zu dem Punkt, dass „barmherzige Mütter ihre Kinder essen werden“. Die Propheten sprechen von dem wahren Zustand, der sich offenbaren kann. In der Geschichte gab es solche Beispiele.
Allerdings ist in der Tora die Rede über den inneren Zustand. Ein Mensch wird das Fleisch seiner Kinder nicht im wörtlichen Sinne des Wortes essen, obwohl auch dies nicht ausgeschlossen ist.
Das Wichtigste ist, dass sein ganzes Streben, sein großer Traum vom Erreichen des höchsten Zustands, von seinem eigenen Egoismus verschlungen werden kann, und  dabei seine Zukunft zerstört. Und das ist schlimmer als der Tod, denn der Tod hat zumindest eine Hoffnung auf  Erneuerung.
„Nichts wird in seiner Belagerung und in der Unterdrückung bleiben, mit denen dein Feind dich an allen deinen Toren ärgern wird.“ Absolut alles wird vom Egoismus verschlungen. Man verbrennt seine Zukunft ohne irgendeine Hoffnung auf  Erneuerung, auf eine neue Geburt.

 
Aus dem TV-Programm „Geheimnisse des Ewigen Buches“, 21.12.2016

[#211508]

Alle Korrekturen sind nur in den Höheren Welten

Kommentar: Die Wahrheit ist, dass im Buch Sohar überhaupt nichts über unsere Welt gesagt wird, sondern nur von den Höheren Welten. (das Buch Sohar, „Wajetze“)

In unserer Welt gibt es keine Veränderungen, wir können nichts dagegen tun, darum ist es unnötig darüber zu reden. Wir sehen, wie wir gegen die Wand treten, versuchen etwas zu lösen, aber in der Tat können wir nichts in dieser Welt ändern.

Alle Lösungen gibt es nur auf der Höheren Ebene. Und unsere Welt ist der Ort, an dem wir uns für den Eintritt auf die nächste Stufe vorbereiten, auf die Stufe der Höheren Welt.

Unsere Aufgabe ist es, dies zu erreichen und damit zu arbeiten. Deshalb gibt es in unserer Welt keine Korrekturen. Alle Korrekturen sind nur in den Höheren Welten.

Aus der Lektion in Russisch, 12.02.2017

[#212144]

Vorhut und Nachhut

Baal HaSulam, Die Letzte Generation: Wir sehen das Konzept der Freiheit als extrem hoch an. Niemand wird es schmecken, außer dem Auserwählten von der wunderbaren Kraft. Und das können sie nur durch die entsprechende Ausbildung tun. Allerdings sind die meisten Menschen nicht in der Lage, dies zu probieren.

Die meisten Menschen kosten die Freiheit, aber nicht so direkt wie die Auserwählten, denn die Volksmassen können nicht die Vorhut sein. In der Natur wird alles wie eine Pyramide geschaffen; das heißt, eine kleine Gruppe bewirkt den Durchbruch und der Rest folgt ihr. Demzufolge können die Massen das erhalten, was diese kleine Gruppe an sie weitergeben wird.

Frage: Baal HaSulam schreibt, dass von diesem Punkt an die Letzte Generation beginnen wird. Bedeutet es, dass an diesem Punkt ein Gefühl für die mittlere Linie entsteht und jeder automatisch ein Gefühl der Freiheit erhält?

Meine Antwort: Ja. Jeder wird helfen  und mitmachen, um die Vorhut  so gut er kann zu unterstützen.

Frage: Werden die Massen, die noch nicht die Versklavung des Egoismus spüren, da sie mit dem materiellen Leben zufrieden sind, noch den Wunsch haben, sich frei zu fühlen?

Meine Antwort: In verschiedenen Zeiten und unterschiedlichen Stufen der menschlichen Entwicklung waren Freiheit und Versklavung immer auf mannigfaltige Weise spürbar.

Die ultimative Suche nach Freiheit bedeutet, dass ein Mensch bereit ist, alle egoistischen und materiellen Erfüllungen zu ignorieren, um ein höheres Ziel zu erreichen, auch wenn einer nur die Unabhängigkeit von der materiellen Welt will. Das kann man schon als Freiheit betrachten.

Frage: Kann man dies nur in der richtigen Gesellschaft, die nach dem Prinzip der Letzten Generation arbeitet, erreichen?

Meine Antwort: Es sollte eine Gruppe sein, welche die Gesellschaft unterstützt und eine Gesellschaft, die die Gruppe unterstützt. In dieser Gruppe gibt es eine gegenseitige Garantie und alle Regeln der spirituellen Kommunikation werden zwischen ihren Mitgliedern verwirklicht.

Anmerkung: Baal HaSulam schreibt, dass die meisten Menschen auf der einen Seite nicht in der Lage sind Freiheit zu fühlen, auf der anderen Seite nicht versklavt werden wollen. Es stellt sich als ein unsicherer Zustand heraus: weder hier noch dort.

Meine Antwort: Die Massen können ihren Zustand verleugnen, jedoch spüren sie kein Bestreben auf etwas Höheres. Es ist kein Anreiz, Ansporn für sie. Deshalb brauchen die Menschen einen Führer – eine spirituelle Gruppe, die sie voranbringen wird.

Wir sehen, wie sich das in der Menschheit manifestiert. Es gibt ganze Kontinente, die in ihrer Entwicklung zurückbleiben und geführt werden müssen.

Zum Beispiel Afrika; haben die Bewohner dieses Kontinents, obwohl sie vor 70-80 Jahren von der sogenannten Sklaverei befreit wurden, etwas selbst gemacht? Sie sind sehr gute Arbeiter und einige Menschen dringen in die Wissenschaft und Kultur vor, aber der ganze Kontinent braucht eine Gruppe von Vordenkern. Andernfalls gibt es immer einen Führer, der sie im wahrsten Sinne des Wortes für einen Snack aufisst.

Das Gleiche geschieht in anderen Ländern.  Wir sehen,  dass es solche Länder gibt, die eine führende Gruppe brauchen.

 

Von Kab.TV „Die Letzte Generation“ 19/6/17

[211186]

Vor den Schlägen des Schicksals

Frage: Wenn es uns nur so erscheint, dass wir selbst unser Schicksal wählen, es aber in Wirklichkeit schon im Voraus geschrieben wurde, wie regelt dann dieses Programm mein Leben, wie lenkt es mich durch alle Vorkommnisse?

Meine Antwort: Du existierst als passives Element in diesem Programm. Es muss dich nicht einmal kontrollieren, da du darin wie ein Transistor im Prozessor enthalten bist. Es gehen verschiedene Signale durch diesen Transistor, es scheint, als würde er ein unabhängiges Leben leben. Aus diesem Grund fühlst du dein persönliches Leben als Fragment des gesamten Bildes.

Frage: Wie soll ich mich in diesem Fall auf die verschiedenen, traurigen und glücklichen Ereignisse in meinem Leben beziehen?

Meine Antwort: Tiere reagieren auf alles instinktiv, in Übereinstimmung mit den angeborenen Qualitäten, die in dem Programm enthalten sind. Sie können daher keine unabhängige Reaktion haben. Die Menschen haben sich über die Tiere entwickelt. Sie begannen Erfahrungen mit komplexen Gedächtnissystemen wahrzunehmen. Von dort aus erbauten sie, aus den Dingen, die in ihrem Leben geschahen, Antworten auf.

Ein Tier reagiert lediglich auf die momentanen Bedingungen wie Regen, Schnee oder ein gefährliches Raubtier. Die Menschen fingen an, ihr Schicksal mit verschiedenen Kräften der Natur zu verbinden. Sie begannen die Sonne, den Mond und so weiter anzubeten. Sie opferten diesen Kräften und versuchten sie zu beschwichtigen. So entstanden Religionen.

Unser Vorfahre Abraham stellte auch Götzen her, bis ihm offenbart wurde, dass er sein Schicksal nicht auf diese Weise beeinflussen konnte. Die Religion bietet nur psychologische Hilfe an, was natürlich auch sehr wichtig ist. Religion beeinflusst in irgendeiner Weise die höheren Kräfte der Natur.

Frage: Durch was kann man die höheren Kräfte der Natur beeinflussen?

Meine Antwort: Ein Mensch existiert unter dem Einfluss innerhalb der Naturkräfte. Wenn er herausfindet, zu welchem Ziel sie ihn führen, wird er diesen Kräften vorangehen können. Wenn er Handlungen ausführen kann, bevor ihn diese Kräfte stoßen, dann wird er in der Lage sein, sich freiwillig dem ihm zugewiesenen Ziel zu überlassen.

Die Naturkräfte drängen ihn durch Leiden nach vorne. Sie drängen ihn von hinten, er wird durch sein eigenes Handeln vorankommen.

Frage: Wie kann ich herausfinden, zu welchem Ziel mich die Naturkräfte drängen?

Meine Antwort: Die Weisheit der Kabbala beschäftigt sich damit. Ein Mensch lernt durch das Studium, wie man zum Ziel kommt. Er wird eine Vision des Zustandes bekommen, in dem er sein sollte.

 

Von KabTV „Neues Leben“ 25/7/17

[211997]

Warum fühle ich mich leer in dieser Welt?

Frage: Warum kommt in mir manchmal das Gefühl der Leere auf; ich will nichts tun, alles nervt mich, wieso ist das so?

Antwort: Das kommt daher, dass Sie nichts mehr zu tun haben in dieser Welt. Worin besteht der Sinn, wie eine kleine Ameise zu leben?

Sie müssen anfangen sich seelisch zu entwickeln. Erst dann werden Sie fühlen, wieso Sie überhaupt in dieser Welt leben. So aber, wird Ihr Körper weiterhin viele Jahre einfach so in dieser Welt leben und was ist danach?

Frage: Wenn Sie einem Menschen sagen, dass dieser nichts mehr zu tun hat in dieser Welt, heißt das dann, dass er sich nach einer anderen Welt sehnt?

Antwort: Natürlich. Wenn man keine Sehnsucht nach der seelischen Welt hat, dann hat diese Welt nur Rückschläge.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 4/23/17

[211925]

Man ändert nicht das Leben, sondern die Einstellung zum Leben

Frage: Wie widerspiegelt sich im täglichen Leben die Tatsache, dass der Mensch das Programm der Schöpfung erfährt und zum Partner der höheren Kraft wird?

Meine Antwort: So ein Mensch beginnt gleichzeitig in zwei Welten zu leben: im Körper in unserer Welt und im Verstand in der höheren Welt. Er erhebt den Kopf über die Wolken und kann die ganze Welt von Horizont zu Horizont sehen.

Er sieht den gesamten Prozess, welchen die Geschöpfe durchlaufen und das Ende dieses Prozesses: wenn wir die einzige Kraft offenbaren, die in der Natur wirkt und Schöpfer heißt.

Frage: Und wie äußert sich das in seinem täglichen Leben?

Meine Antwort: Das nimmt Einfluss auf alle seine Entscheidungen, auf seine Einstellung zu anderen Menschen und noch mehr, er fühlt sich als der glücklichste Mensch, der zur ewigen Natur gehört. Er fühlt nicht, dass sein Leben bald enden wird, weil er über Leben und Tod existiert.

Frage: Wie verhält er sich zu verschiedenen Ereignissen in seinem Leben?

Meine Antwort: Er bestimmt diese Ereignisse selber und deswegen nimmt er alles als das Gute an. Wenn für ihn noch nicht alles offenbart ist, lernt er daraus. Im Prinzip aber besteht das Ziel darin, dass er alles vom Anfang bis zum Ende versteht und man könnte nichts hinzufügen. So ein Zustand nennt sich die Verschmelzung mit der höheren Kraft.

Frage: Wenn aber der Mensch noch kein volles Einverständnis mit dem Geschehen erreicht hat, wie soll er sich darauf beziehen?

Meine Antwort: Er muss sich jedes Mal anstrengen, um sich über seine Zustände zu erheben und mit ihnen einverstanden sein, damit er diese Ereignisse zugunsten seines Aufstiegs und zugunsten der Gemeinschaft umwandelt.

Frage: Kann er sich schuldig fühlen?

Meine Antwort: Wenn der Mensch in seinem Verlangen zu genießen alle Geschehnisse nicht als gut empfindet, beweist das, dass sein Verlangen noch nicht korrigiert ist. Daraus soll er verstehen, was ihm noch fehlt, damit er mit der höheren Kraft einverstanden ist und ihre Lenkung genießt.

Wenn er sich auf dem richtigen Weg befindet, wird er sich in der Welt der absoluten Güte fühlen, ohne jegliche Widersprüche zu Ihm, und er wird mit der höheren Kraft in voller Verschmelzung sein.

Frage: Wie kann man sich in jedem Moment des Lebens richtig zu den Geschehnissen verhalten?

Meine Antwort: Man muss nicht versuchen sein Leben zu ändern, sondern seine Einstellung zum Leben. Auf diese Weise legen wir die Verbindung mit der höheren Kraft fest. Wir verstehen, dass nur sie das Leben lenkt und so wird ihre absolute Güte offenbart. In diesem Fall erreichen wir die Verschmelzung mit dem Schöpfer und das ist das Endziel unserer Entwicklung. Danach werden wir sehen, was weiter geschieht…

 

Aus dem „Gespräch über neues Leben“ mit Dr. Laitman 

[#212139]

Warum ist der Schöpfer so grausam?

Frage: Warum ist der Schöpfer so grausam?

Meine Antwort: Ich verstehe Sie, ich würde es auch so empfinden. Aber der Schöpfer ist nicht grausam. Wenn wir Seine Güte in unserem Egoismus empfangen, empfinden wir dies als entgegengesetzt zu uns.

Ich erinnere mich, wenn sich meine Mutter in meiner Kindheit über meine schlechten Zensuren oder etwas anderes geärgert hatte. Es kostete Sie viel Nerven und Kraft. Ich empfand es als böse, aber sie handelte mir gegenüber absolut gut.

Der Schöpfer, das ist die altruistische Eigenschaft der Natur. Aber in dem Maß, in dem wir Seiner Güte entgegengesetzt sind,  empfinden wir die Welt und uns als schlecht. Er macht nichts Schlechtes. Er behandelt uns mit absoluter Güte, aber wir sehen die Welt als absolutes Übel. Wir müssen niemanden dafür  beschuldigen, nicht den Schöpfer und uns selbst auch nicht.

Frage: Aber wie kommt es, dass wir Seine Güte in unserer Welt als Gewalt empfinden?

Meine Antwort: Das machen wir selbst. Die Menschen machen die Welt durch ihren Egoismus schlecht. Der Schöpfer gab ihnen den Egoismus und die Möglichkeit, ihn zu korrigieren. Er bringt uns zur Korrektur. Wir sehen doch, was in der Welt geschieht.

Meinung: Aber Er gibt einem einfachen Menschen so viele Hindernisse, in dem Er das Böse erschafft, was man nicht rechtfertigen kann.

Meine Antwort: Ich stimme dem voll und ganz zu. Aber sobald der Mensch erkennt, dass alles vom Schöpfer kommt, hört er auf Ihn zu beschuldigen. Im Gegenteil, er empfindet tiefe Dankbarkeit. Aber jetzt versteht man das noch nicht, so wie man es in der Kindheit nicht verstanden hat, warum die Eltern mit einem schimpfen.

 

Aus der Lektion auf Russisch, 26.02.2017

[#209961]