Wohin führt ununterbrochenes Wachstum des Egoismus?
Der Egoismus ist in uns speziell dafür erschaffen worden, damit wir bei seiner Entwicklung die Möglichkeit der freien Wahl erreichen und beginnen, ihn (ihm selbst zuwider) zu benutzen. Dann erreichen wir den Schöpfer.
Die Eigenschaft des Egoismus ist das unbegrenzte Wachstum. Diese wunderbare Eigenschaft existiert nirgendwo sonst in der Natur. Nehmen wir an, dass ich etwas möchte, habe es probiert und jetzt will ich doppelt so viel davon. Ich habe die doppelte Portion vertilgt und jetzt will ich vier Mal mehr davon. Und so weiter. Ich bin gezwungen, mein Vergnügen ständig zu verdoppeln, ansonsten fühle ich nicht, dass ich etwas genossen habe.
Mit anderen Worten, im Egoismus befindet sich die Kraft des Schöpfers, welche ständig wächst. So etwas existiert nicht in der normalen einfachen Natur, im Egoismus dagegen schon. Im Menschen (im vierten Stadium der Entwicklung nach der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur) befindet sich der Funken des Schöpfers, welcher genau im ständig wachsenden Ego platziert ist.
Frage: Wenn ein Mensch dann genießt, wenn andere sich schlecht fühlen, nennt sich das der wahre Egoismus?
Meine Antwort: Ja. Wenn Erfüllung auf Kosten anderer geschieht, empfinde ich das größte Vergnügen. Dabei tritt mein Egoismus aus seinem inneren Rahmen heraus. Sagen wir mal ein Löwe hat eine Gazelle gefressen und ist glücklich, er braucht nicht mehr. Der Mensch dagegen hat einen anderen Menschen „gefressen“ und fragt, wo sind noch andere?
Also wir kriegen riesige Verlangen, welche ständig eine Erneuerung brauchen und niemals satt werden. Im Gegenteil, je mehr du dein Verlangen fütterst, desto mehr (um doppelt so viel) spürst du den Hunger. Hast du deinen doppelten Egoismus gefüttert, wirst du vier Mal so hungrig wie vorher und immer so weiter. Man kann nichts dagegen tun.
Frage: Betrifft das alle Menschen?
Meine Antwort: Die Rede ist von allen entwickelten Menschen. Ein unentwickelter Mensch ist wie ein Tier, wie ein kleines Kind, man gibt ihm etwas und er ist glücklich. Der entwickelte Mensch dagegen will die ganze Welt haben, mit weniger ist er unzufrieden.
Das Verlangen, alles auf Kosten anderer zu haben, ist eine besondere Art von Egoismus. Wir sehen, welche Konkurrenz zwischen den Reichen und Berühmten dieser Welt stattfindet. Schaut mal auf die Schauspieler, wie sie vor Eifersucht aufeinander brennen; oder auf die Reichen, welche nachzählen wie viele Milliarden wer hat.
Frage: Das alles aber hat der Schöpfer erschaffen. Wie soll uns das zum Schöpfer führen, zu Seinen Eigenschaften?
Meine Antwort: Auf sehr bittere Art und Weise. Wenn ich beginne zu verstehen, dass ich keinen Genuss bekomme, keine Erfüllung „bis der Tod uns scheidet“ – mich und meinen Sack voller Gold.
Frage: Ist Ihrer Meinung nach ein sanfter und guter Mensch ein „unentwickelter“ Mensch?
Meine Antwort: Ja. Er ist noch nicht voll egoistisch entwickelt. In unserer Zeit kann man sich aber sehr schnell entwickeln. So wie ein Mensch versteht, dass es keinen Sinn mehr macht, hinter neuen Erfüllungen her zu rennen, weil sie ihn sowieso nicht befriedigen werden, dann beginnt er nach Ersatz zu suchen und kommt zur Wissenschaft der Kabbala.
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Frage: Ich nehme an einem Kabbala Kurs teil. Bitte helfen Sie mir bei der Wahl meines ersten Buches.
Frage: Gibt es den Begriff des kollektiven Egoismus, des kollektiven Bösen? Oder ist das äußerst individuell?
Frage: In der Welt gibt es sehr viel Korruption, Betrug, Ungerechtigkeit und Ungleichheit zwischen Reichen und Armen, und das alles hindert uns daran, normal zu leben. Es ist offenbar, dass es gewisse Menschen gibt, die an diesem Zustand mehr Schuld tragen. Was kann man aber von einem einfachen Menschen verlangen?
Frage: Baal HaSulam gibt ein sehr gutes Beispiel über einen Gast und einen Gastgeber. Können Sie bitte dieses Beispiel in Bezug auf die zehn Sefirot erklären?
Buch Sohar, Kapitel „Lech Lecha“: „Wie stark wird die Tora, dank welcher der Mensch dem Leben in der kommenden Welt würdig wird, vom Schöpfer geliebt. Und jeder, der die anderen die Tora lehrt, ist wichtiger als alle.“
Tora, Deuteronomium, 26:12 – 26:13: Wenn du den ganzen Zehnten deines Ertrages im dritten Jahr, dem Jahr des Zehnten, vollständig entrichtet hast und ihn dem Leviten, dem Fremden, der Waise und der Witwe gegeben hast, damit sie in deinen Toren essen und sich sättigen, dann sollst du vor dem HERRN, deinem Gott, sprechen: Ich habe das Geheiligte aus dem Haus weggeschafft und habe es auch dem Leviten und dem Fremden, der Waise und der Witwe gegeben nach all deinem Gebot, das du mir befohlen hast; ich habe deine Gebote nicht übertreten noch vergessen.
Frage: Einsamkeit ist der Fluch der modernen Gesellschaft. Im Menschen, der von unzähligen Menschenmengen umgeben ist, lebt ein inneres Gefühl der völligen Einsamkeit. Vor allem ist dieses Phänomen unter jungen Menschen verbreitet, und es nimmt an Schwung und Kraft zu.
Frage: Man sagt, dass die Einrichtung der Freimaurer Logen mit reger Anteilname von kabbalistischen Gruppen geschah. Wer sind die Freimaurer und wie sind sie mit der Kabbala verbunden?
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