Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Gebt den Weg für das Licht frei!

Frage: Ist es wichtig, dass der Freund sich auf dem Kongress in ständiger Annullierung seiner selbst vor dem gemeinsamen Strom oder in ständiger innerer Klärung seines Zustandes auf der Suche nach neuen Empfindungen befindet?

Meine Antwort: Nein. Er hat nichts, womit er seine Zustände klären könnte! Er hat kein inneres Licht! Er hat nichts. Gerade durch den Einschluss in die anderen ruft er das innere Licht hervor, welches diese Zustände in ihm zum Vorschein bringt. Anderenfalls wird er mit dem Kopf denken und zu nichts kommen. Er muss den Weg für das Licht freigeben, welches seine nächsten, inneren, höheren Zustände zutage bringen würde.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 29.07.2012

Im Wirbel der Gefühle

Frage: Wie können wir auf dem Kongress vom Wissen zum Empfinden übergehen?

Meine Antwort: Wenn Menschen zusammenkommen, verlieren sie ihr Wissen und stellen sich sofort aufs Empfinden ein, weil die Gesprächsthemen an sich, der Einschluss ineinander und die aufkommende gegenseitige Anhängigkeit den Menschen sofort zu der Suche nach gemeinsamen Empfindungen antreiben, ob er das möchte oder nicht. Wenn er mit vorgefertigten Phrasen oder Auszügen aus diversen Artikeln, die bei ihm hängengeblieben sind, um sich schmeißt, dann bedeutet es, dass er überhaupt nicht im Thema und nicht in Verbindung mit den anderen ist.

Er muss aus sich heraus sprechen, egal, mit welchen Worten. Er muss seine eigenen Gefühle ausdrücken, die die gegenseitige Verbindung und das, was sich in ihr offenbart, betreffen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 29.07.2012

Einen solchen Kongress hat es noch nie gegeben!

Frage: Wie können wir uns selbst überzeugen, dass uns kein weiterer gewöhnlicher Kongress erwartet, sondern dass es auf diesem Kongress wirklich etwas Besonderes geben wird?

Meine Antwort: Erstens sind wir an einem Zustand angelangt, in dem die Welt danach verlangt. Die Welt hat bereits längst die Talsohle erreicht, es wird einfach nur verschwiegen, übertüncht. Doch hinter dieser Fassade verstecken sich solche Probleme, die bereits nach außen dringen, wie sehr sie auch versteckt werden mögen. Und deshalb, obwohl es bis heute versucht wird, alle von der Wahrheit fernzuhalten, hilft es nicht mehr.

Also sehen wir einerseits, dass die Welt uns dazu zwingt. Und das ist das Wichtigste; denn die Kabbala wurde gerade deshalb enthüllt, weil die Welt beginnt, in die integrale gegenseitige Anhängigkeit zu geraten. Doch niemand außer den Kabbalisten besitzt die Methode zur Erhaltung der Gesellschaft, der Welt, der Familie und von sich selbst in diesem integralen Zusammenwirken. Deshalb hat die Kabbala auf diesen Moment gewartet, um enthüllt zu werden und zur Methode für die Errichtung einer neuen Gesellschaft zu werden. Wir müssen an uns selbst demonstrieren, wie das gemacht werden kann, und in den Lektionen und Workshops lernen, wie wir es auf eine Art und Weise weitergeben können, dass alles sehr klar und deutlich rüberkommt.

Jeder, der zum Kongress kommt, ist im Grunde genommen ein potenzieller Verbreiter, der Lektionen und Workshops durchführen, runde Tische organisieren kann usw. Zumindest, selbst wenn der Mensch nicht alles komplett lernen kann, wird er trotzdem etwas aufnehmen und später auf unseren Lehrgängen zu Ende lernen können. Ich baue sehr darauf.

Und alle Zustände, die der Mensch durchlaufen muss, von Null bis zur vollständigen Verbindung untereinander, müssen wir durchlaufen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 29.07.2012

Einen “Menschen” finden

Auf einem Seminar ist jeder verpflichtet, sich die ganze Zeit zu prüfen und Freunde sollten sich gegenseitig dabei unterstützen, in dem sie sich vielleicht sogar immer daran erinnern. Vom Anfang bis zum Ende des Workshops, sollte man davor Angst haben, aus der Verbindung herauszufallen.

Im ganzen Leben muss man versuchen, sich in der Mitte der Gruppe festzuhalten und nicht nur im Unterricht oder im Seminar. Doch die Unterrichte und Seminare sind die wichtigste Zeit für die Arbeit, wenn alles durch unsere gemeinsamen Gedanken entschieden wird. Es erfordert eine gegenseitige Unterstützung, die ohne Worte und zur gleichen Zeit, mit innerer Stärke erfolgen soll. Es sollte ein gemeinsames Feld enthüllt werden, dass uns die ganze Zeit erweckt und „in der Luft“ hält. Es hängt von uns ab.

Als ob du mit Freunden einen Vertrag unterschreiben würdest, dass sie sich immer darum kümmern werden, dass du dieses Feld in Gedanken nicht verlässt. Bezahle sie, damit sie sich um dich sorgen. Dies nennt man: „Kaufe dir einen Freund“. Du muss ihm etwas geben, damit er zu allen Zeiten daran interessiert ist, dich wach zu rütteln.

Wie kann er dich wach rütteln, wenn wir uns alle auf einer Ebene befinden und er selbst dieses Erwachen braucht? Hier handelt es sich um eine höhere Macht, über die gesagt wird: „Der Schöpfer wohnt inmitten seines Volkes“. Wenn wir zwischen uns entscheiden, dass wir uns verpflichten, sich gegenseitig wach zu rütteln, dann wird auch der Schöpfer uns erwecken. Er gibt uns so eine Kraft, dass mindestens eine Person in seinem Bewusstsein, der Gruppe ständig im Kontakt mit der spiritueller Kraft sein wird.

Das bedeutet „Der Schöpfer wohnt inmitten seines Volkes“. Wenn die Verbindung existiert, so wird sie als das Haus der Versammlung für das Gebet (Beit Knesset) genannt, dem der Schöpfer beiwohnt.

Man sagt: „Ich kam in das Gebetshaus und fand dort keinen einzigen Menschen.“ Wenn zwischen uns die Verbindung entsteht, dann kommt der Schöpfer und findet darin einen „Menschen“!

Auszug aus dem Unterricht nach der „Lehre der Zehn Sefirot“, 17.07.2012

Der einzige Anlass für die Reue

Anfangs betrachten wir alle unsere Laster und die Vorzüge als Bestandteil von uns selbst. Wenn im Menschen irgendeine schlechte Eigenschaft offenbart wird, die unmöglich zu dulden ist, dann beginnt er, die vergangenen oder gegenwärtigen Taten zu bedauern. Besonders bereut er die Vergangenheit – die Nahe oder die ferne Vergangenheit.

Aber dadurch wird er nicht geheilt, auch wenn es ihm so erscheint. Statt die Vergangenheit zu bedauern, soll er über dieser Empfindung der Reue, welche ihm der Schöpfer gestattet, entscheiden, dass es „niemanden außer dem Schöpfer“ gibt. Denn alles, was in der Vergangenheit geschah, hat eigentlich der Schöpfer getan. Und der Mensch braucht nicht seine Taten zu bedauern.

Im Gegenteil, soll er seinen egoistischen Gefühlen nicht nachgeben, in der Annahme, dass er jetzt der Gerechte ist, weil er eben seine schlechten Taten, seine schlechte Beziehung zu jemandem, die Fehler, die eigene Schwäche und die Bosheit bereut. Denn das alles hat der Schöpfer vorbereitet. Er möchte dem Menschen gerade dadurch zeigen, dass dieser noch nicht fähig ist, diese Ereignisse mit dem Schöpfer zu verbinden.

Deshalb muss man nicht die Vergangenheit bedauern, sondern dass man jetzt nicht alles auf den Schöpfer beziehen kann.

Und wenn es so ist, worin besteht dann die Geringfügigkeit des Menschen? Nicht darin, dass er einst schlecht war, sondern weil er jetzt über seine Empfindung hinaus nicht beschließen kann, dass es „niemanden außer dem Schöpfer gibt“. Gerade darin bestehen seine Mängel und Schwächen.

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 02.08.2012

Den Schöpfer zu bitten

Frage: Was bedeutet es, den Schöpfer zu bitten?

Meine Antwort: Den Schöpfer zu bitten bedeutet, dass du dir der Kraft bewusst bist, die innerhalb der gesamten Schöpfung wirkt, dass du verstehst, davon abhängig zu sein, da nichts außer dieser Kraft wirkt. Du beginnst zu empfinden, dass diese Kraft real existiert, gilt und alles lenkt, so dass du dich an Sie wenden kannst.

Dazu ist die Offenbarung nötig, dass nicht du selbst, sondern Er zu deinem Wohl oder zu deinem Nachteil handelt. Du überlegst dann, wie Er einwirkt, was Er macht, welche Handlungen Er für dich begehen soll. Und Er bereitet für dich allerlei Übel vor, damit du dich endlich beachtest, und erkennst, wer du bist, dass du zu nichts taugst. Gerade diese Zustände werden in der jetziger Krise der Welt offenbart.

Und dann beginnst du, in diesem Begreifen voranzukommen, sowie zu erkennen, wovon du in Wirklichkeit abhängst, bis du Ihn zuerst als das Böse offenbarst, weil es dir eben schlecht geht. Später kommst du allmählich voran, beginnst klüger zu werden und zu verstehen, dass alles doch zu deinem Wohl geschieht, selbst wenn du dich dabei schlecht fühlst. Er wirkt auf dich ein, um dich zum Guten zu erwecken, wie ein guter Erzieher es tun würde. Und obwohl es dir in deinen Empfindungen anders vorkommt, und es dir immer noch nicht gut geht, beginnst du dennoch Seine Eigenschaften wahrzunehmen, Seine Handlungen wohlwollend und bewusst zu akzeptieren.

Du assoziierst dich mit Ihm trotz der schlechten Empfindung. Und diese Einstellung ermöglicht dir eine neue Vernunft und neue Gefühle – die Spirituellen anstelle der Materiellen. Und obwohl der Körper leidet, willst du mit diesem Plan der Schöpfung verschmelzen, d.h. du beachtest dein Ziel mehr als deinen Körper. Dann bittest du ihn, dich zu erheben, du begehst solche Handlungen, damit der Höhere dir neue Werte gibt, folglich wirst du stärker in der Vernunft und in den Gefühlen zu Ihm, du bist mit Seinem Plan, mit allen Seinen Handlungen verbunden, anstelle im Verlangen zu Genießen eingeschlossen zu sein. Je mehr du darum bittest, desto höher wird auch der Wert des Gebens und der Liebe über dem Empfangen und der Trennung von den anderen sein. Und so kommst du immer weiter voran.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 01.08.2012

Die spirituelle Elemententabelle

Frage: Wie kann sich das unbelebte Niveau gegenüber dem Licht öffnen?

Meine Antwort: Es öffnet sich dem Licht, indem es sich noch mehr schließt.

Das Elementarelement – der Wasserstoff – verfügt über das leichteste Atom. Und umgekehrt, die komplizierten Elemente mit der großen atomaren Masse synthetisieren die Wissenschaftler mühsam mithilfe der mächtigsten Beschleuniger. Grob gesagt, unterscheiden sich die Elemente in ihrem „Gewicht“: Der Materie wird immer das größere „Ego“ hinzugefügt, aber sie setzt dennoch fort, sich am stabilen Zustand festzuhalten. Die letzten schwersten Elemente können nicht mehr die Stabilität unterstützen, so dass sie die Energie im Laufe des radioaktiven Zerfalls freisetzen. Folglich gehören diese Elemente nicht mehr zum unbelebten Niveau, sondern sind eher das Übergangsglied zum Pflanzenniveau.

Bekannterweise setzen die unbelebten Körper nichts frei, sondern halten an der Beständigkeit ihrer Struktur fest, so lange es nur geht. Andererseits ist das Pflanzenniveau schön zum Geben fähig. Es hat einen belebten Schirm, dieses Niveau schließt und öffnet sich, kontaktiert die Umwelt, atmet, setzt etwas frei, gleicht sich den Pflanzen in unserer Welt an. Dabei sind alle seine Handlungen auf das Geben gerichtet, denn anderenfalls würde es sich schließen.

Das tierische (belebte) Niveau kann sich schon bewegen, den Ort für das Geben frei wählen. Seine Schirme multiplizieren sich, so dass es über eine größere Macht über sein Verlangen verfügt.

Frage: Wie kann das unbelebte Niveau sich kontrollieren bzw. sich schließen?

Meine Antwort: Dank dem Licht, das zur Quelle zurückführt. Es gibt keine andere Kraft, die uns den Schirm geben könnte. Je größer der Schirm ist, desto intensiver kann ich den Schöpfer offenbaren – desto besser kann ich den Schöpfer verstehen.

Angenommen, ich würde mich heute mit den Freunden vereinigen, so dass ich mittels des Studiums noch zehn Gramm des Schirmes bekommen würde. Dann kann ich im selben Maß mein Ego kontrollieren (schließen); denn der Schöpfer, oder die Kraft des Gebens, wird für mich wichtiger, ich verbessere mein Verständnis des Systems, und meine Werte ändern sich in Bezug auf das Geben usw.. Und so jedes Mal, immer mehr und mehr.

Frage: Und was passiert dann, wenn es unmöglich ist, sich (meinen Zustand) zu kontrollieren, wie es beim Zerfall eben geschieht?

Meine Antwort: Auf allen Niveaus gibt es Aufstiege und Abstiege. Jetzt, im Laufe der Vorbereitung, haben wir noch keine unbelebte Stufe erreicht. Jedoch wird auch diese Etappe, gleich allen anderen, in vier Stadien unterteilt: in die unbelebte, die pflanzliche, die tierische (belebte) und die menschliche Etappe. Hier gilt das Programm auch, sowohl für jeden im Einzelnen und für alle zusammen. Nur wir können die Situation nicht kontrollieren.

Frage: Wie kann man sich richtigerweise dem Prozess anschließen?

Meine Antwort: Sich mehr mit den anderen während des Studiums und mithilfe des Lichts, das zur Quelle zurückführt, vereinigen, und dann diese Linie im Laufe der Verbreitungsarbeit und in unserer ganzen Tätigkeit fortsetzen.

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Vorwort zum Buch Sohar“, 30.07.2012

Freiwilliger Dienst auf dem Kongress ist ein Vorwärtsschub

Frage: Wie kann die Beteiligung an den Diensten auf dem Kongress mich auf dem spirituellen Weg voranbringen?

Meine Antwort: Alle, die eine Aufgabe übernommen haben, müssen mit Kopfhörern versorgt werden, damit sie gleichzeitig mit uns an allen Aktivitäten teilnehmen können. Es sollte versucht werden, die Aufgaben während der Lektionen, Fragenbeantwortung und Pausen einzuteilen und nicht während solcher Aktivitäten wie Workshops. Diejenigen, die sich an den Diensten beteiligen, müssen sich ständig abwechseln.

Frage: Wie wichtig ist es, sich an den Diensten zu beteiligen?

Meine Antwort: Im Grunde genommen ist es das Wichtigste. Wenn ich etwas für die Gemeinschaft tue, dann ist es sogar unwichtig, wie viel ich höre und dabei physisch an einer Aktivität teilnehme, weil ich hier zu 100% die richtige Arbeit mache.

Deshalb gibt die physische Beteiligung an den Diensten dem Menschen einen riesigen Vorwärtsschub. Es gibt viele Menschen, die zu den großen Kongressen nur deshalb kamen, um zu arbeiten. Und gerade während dieser Arbeit begannen sie plötzlich die Entstehung eines gewissen gemeinsamen, allgemeinen, großen Feldes zu spüren. Genau das ist der Beginn der Wahrnehmung des Schöpfers.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 15.07.2012

Kongress: Vorbereitung auf die allgemeine Verbindung

Frage: Wie können wir das Studium, das Training zur integralen Erziehung und das alltägliche Leben angesichts des sich verdichtenden Zeitplans vereinen?

Meine Antwort: Der Druck wird immer größer, die Zeit wird sich immer mehr verdichten, die Zustände werden immer schärfer und heftiger. Die Menschen werden immer verwirrter und verlorener. Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass der Wechsel zur integralen Stufe den Menschen vollkommen über diese ganzen Probleme erhebt.

Das heißt, unsere Erlösung liegt nur in der Verbindung. In der Verbindung liegt die Erlösung der Welt. Aus diesem Grund wird unser Kongress, den wir hoffentlich erfolgreich in Charkow durchführen können, eine sehr gute Vorbereitung darauf.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 15.07.2012

Der Kongress ist eine enorme Kraft

Frage: Wie können wir dem Kongress in Charkow die gleiche Ernsthaftigkeit und Wichtigkeit verleihen, wie es im Norden Israels war?

Meine Antwort: Erstens habt ihr auf dem Kongress die Möglichkeit, jegliche Fragen zu stellen und Antworten auf sie zu bekommen.

Zweitens ist ein Kongress immerhin die stärkste Verbindungshandlung, und zwar enthüllen wir in der Verbindung zwischen uns die Höhere Welt. Also ist unser ganzes Bestreben darauf gerichtet, das Zerbrechen der Kelim zu korrigieren und dabei ihre Verbindung zu offenbaren. Die Höhere Welt ist also die Welt der Verbindung.

Wenn auf dem Kongress einige Tausende von Menschen sich versammeln, stellt er eine enorme Kraft dar. Selbst wenn die Menschen noch nicht reif genug sind, es aber viele von ihnen gibt, dann bringt die Anzahl multipliziert mit der Qualität trotzdem eine enorme Stärke. Und ich persönlich nehme das sehr ernst. Das übt wirklich einen ernsthaften Einfluss auf die Menschen aus.

Also müssen wir versuchen, möglichst viele Menschen dazu aufzurufen, eine Möglichkeit zu finden, zu kommen. Wer weiß, wann wir den nächsten Kongress organisieren können, denn die Zeiten werden nicht besser.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 15.07.2012