Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Das Leiden ist eine Prüfung der Liebe

Wir lieben den Schöpfer wie die Quelle, aus der wir den Genuss bekommen. Es ist klar, dass diese Liebe eigennützig und egoistisch ist. Wenn er im Gegenteil uns leiden lassen würde, dann hätten wir Ihm gegenüber nur den Hass verspürt.

Aber der Mensch, der die spirituelle Arbeit vollbringt und deshalb als „Arbeiter des Schöpfers“ genannt wird, bezieht die Leiden auf die eigene Selbstsucht und bemüht sich zum Schöpfer mit der Liebe zu verhalten. Das heißt, er teilt sich innerlich in zwei Teile: in den empfangenden und in den gebenden Teil. Im empfangenden Teil empfindet er die Leiden, aber er will sich darüber erheben. Dann wird seine Empfindung der Leiden nur in Form einer Prüfung wahrgenommen, die ihm bestätigen kann, dass seine Liebe alle Verbrechen abdeckt. Er kann sich also über alle Zustände, die ihm Leiden bereiten erheben.

Folglich kann er verstehen, erkennen und sich darin überzeugen, dass seine Beziehung zum Schöpfer keinesfalls von seiner Selbstsucht abhängt. Anderenfalls hat der Mensch keine Möglichkeit und kein Kriterium für die Prüfung.

Deshalb basieren die Wechselbeziehungen mit dem Schöpfer darauf, dass der Mensch sein Verlangen einschränkt, und Zwecks des Gebens empfängt, was für seine ursprüngliche Selbstsucht schlechter als Tod wahrgenommen wird. Nur dann kann er überzeugt sein, dass seine Liebe zum Schöpfer vollkommen ist und von keinerlei Bedingung abhängt.

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht 12.08.2012

Lehrer für die Welt

Frage: Auf dem Kongress wird es in den Pausen Buch-, Internetpräsentationen usw. geben. Wird das nicht von dem inneren Strom des Kongresses ablenken?

Meine Antwort: Es ist so, dass wir bei alledem darüber nachdenken müssen, womit wir ferner in die Welt hinausgehen. Der Mensch fährt nach dem Kongress nach Hause – und wie geht es weiter?

Da unser Aufstieg nach oben von unserer Verbreitung in die Breite abhängt, müssen wir alle mit dem Wissen versorgen, womit wir uns im Großen und Ganzen beschäftigen: Internet, Bücher, Vorträge, Seminare, runde Tische usw. Das alles werden wir allen erzählen müssen. Deshalb sollte es in den Pausen kurze 15-minütige Präsentationen geben.

Womit verlassen wir diesen Kongress? – Damit, dass wir weiter in die Welt hinausgehen. Jeder von uns sollte versuchen, Lehrer, Seminarleiter, Verbreiter usw. zu sein.

Ich wende mich persönlich an euch alle!

Die Welt wird die integrale Methode brauchen, sie braucht sie jetzt schon, begreift es nur noch nicht. Ihr werdet sehen, noch ein paar Monate und man wird euch hinterher laufen, ihr werdet gebraucht, weil außer euch niemand spüren wird, was getan werden soll, um das richtige Ergebnis in absolut jeder Angelegenheit zu erzielen, weil ihr integral denken werdet.

Ihr werdet zu den Lehrern für die Welt – zu den Beratern von Premierministern und Bankern bis hin zu einfachen Arbeitern, weil ihr sehen werdet, warum es so und nicht anders sein soll. Das ist das, was als „komme zum Segnen“ bezeichnet wird. Ihr werdet gebraucht und gefragt. Deshalb solltet ihr doch in die Verbreitung integriert sein.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 29.07.2012

Der letzte Kongress?

Frage: Ist der bevorstehende Kongress der letzte?

Meine Antwort: Warum der letzte?!

Wenn wir eine dermaßen enge Verbindung miteinander eingehen, dass wir uns nicht mehr vereinen, einander näher kommen und uns trennen müssen und eine vollkommene ständige Verbindung zwischen uns entsteht, dann werden wir solche Veranstaltungen nicht mehr brauchen.

Wenn wir zu einem solchen Zustand kommen, werden wir uns wie Kabbalisten fühlen, für die es keine irdischen Entfernungen gibt – sie existieren nicht. Wir erlangen die nächste Stufe, die nächste Dimension, in der keine Zeit oder Entfernung herrscht. Dann wird es der letzte Kongress sein. Und wenn nicht, dann werden weitere folgen müssen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 29.07.2012

Alles für die Verbindung!

Frage: Wie können wir auf dem bevorstehenden Kongress in den Pausen, während der Mahlzeiten usw. nicht das Gefühl des Workshops verlieren?

Meine Antwort: Wir müssen solche äußeren Bedingungen schaffen, damit sie die Menschen permanent in diesem Zustand halten. Der Mensch kommt morgens zum Kongress und geht abends. In dieser Zeit muss er eine Vielzahl von spirituellen Zuständen durchlaufen und abends als ein anderer Mensch, der er morgens gekommen ist, gehen. Er geht ins Bett und schaltet buchstäblich ab.

Das Gleiche passiert den Tag darauf und auch den darauf folgenden, das heißt, es sind drei Tage sehr ernsthafter Arbeit. Wir müssen alles dafür tun, um den ganzen Kongress in einem solchen Tempo und in einer solchen Reihenfolge verlaufen zu lassen, damit der Mensch ständig vorankommt. Selbst Pausen und Mahlzeiten müssen eine solche Wirkung auf ihn haben – sie müssen ihn zwingen und nach vorne bringen.

Der Kongress ist eine sehr ernsthafte Veranstaltung. Es darf keinen Alkohol geben, er ist absolut verboten. Wir müssen zu einer Stufe aufsteigen, auf der keine Notwendigkeit darin besteht. Uns reicht das Adrenalin aus den Workshops.

Ihr werdet spüren, dass ihr alle zusammen seid, in der „gleichen Haut“ steckt – der Schöpfer wird euch umhüllen.

Frage: Wie können wir die Welt als eine Schöpfung sehen? Wie können wir über dem Bruch die Einheit sehen?

Meine Antwort: Das muss sich nicht im Verstand, nicht in der Betrachtung offenbaren, sondern auf der Gefühlsebene in euch zum Vorschein kommen. Die inneren Beziehungen der Welt werden sich enthüllen, und ihr werdet es in eurem Inneren sehen.

Frage: Wie können wir den allgemeinen Mangel, Chissaron spüren?

Meine Antwort: Das geschieht aus dem allgemeinen Einschluss ineinander heraus. Denn alle unsere linken, d.h. alle möglichen egoistischen Empfindungen gehen aus dem gegenseitigen Einschluss hervor.

Frage: Welches Kli/Gefäß würden Sie gerne vor sich sehen?

Meine Antwort: Es muss bereit sein, alles für die Verbindung zu tun – nichts anderes! Dadurch gelangen wir in Übereinstimmung, ins Gleichgewicht mit dem Höheren Licht, es kommt in uns zum Vorschein – und das war es. Die Umsetzung ist tatsächlich nicht einfach, doch deren Prinzip ist sehr einfach: es gibt eine Kraft, die in dir arbeiten wird, wenn du ihr die Möglichkeit dazu gibst.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 29.07.2012

Spirituelle Rücklagen für schlechte Zeiten

Wenn du vom Schöpfer gesegnet wurdest, d.h. des spirituellen Aufstiegs würdig geworden bist, wenn du in der Lage bist, zu beten, zu studieren, zu arbeiten, musst du in dieser Zeit alle deine Kräfte aufbringen. Du spürst, dass es dir plötzlich gelingt – dann nutze diese glückliche Gelegenheit und unternehme möglichst viele Anstrengungen. Denn es werden Zeiten kommen, in denen du nicht in der Lage sein wirst, auch nur einen Finger zu krümmen.

Außerdem sollte man möglichst viel in die Gruppe investieren, als würde man Geld auf ein Bankkonto einzahlen, das mit riesigen Prozenten an dich zurückgeht, und zwar dann, wenn du es am meisten brauchst. Das sind deine Rücklagen für schlechte Zeiten: wie ein Kühlschrank mit einem Wochenvorrat an Lebensmitteln, Rente fürs Alter oder Krankenversicherung für den Krankheitsfall.

Wenn unser Gefäß empfangend ist, dann kann es Kraft, Verständnis, Energie, Bereitschaft und Verbindung mit dem Ziel speichern und für schlechte Zeiten aufbewahren. Es ist so, dass unser Gefäß aus zwei Teilen besteht: einem offenen und einem verborgenen. Der offene Teil ist mein kleines Verlangen, das ich in unserer Welt wahrnehme: Essen, Sex, Familie, Geld, Ruhm, Macht, Wissen und am Rande ein wenig Spiritualität für die Würze.

Doch mein wahres Gefäß sind alle Geschöpfe: die gesamte unbelebte, pflanzliche, tierische Natur und die Menschen, die ganze Welt. Das alles sind meine Verlangen. Und wenn ich in sie investiere, dann kehrt es zu mir zurück, wahrscheinlich sogar ohne mein Wissen.

Deshalb, wenn ich die Möglichkeit habe, in die anderen zu investieren, dann sollte ich das tun, denn es wird zweifelsohne zu mir zurückkehren. Und alles, was ich jetzt in sie investiere, hat in gewisser Weise etwas mit dem Geben zu tun, denn ich empfinde sie als fremd. Deshalb wird der böse, egoistische Trieb als Gegenhilfe gegen mich selbst bezeichnet, denn das Ganze hilft mir bereits jetzt.

Wenn ich mit den Freunden, mit der Welt arbeite, meine Kräfte in sie investieren und sie zum Guten führen möchte, investiere ich auf diese Weise in mein Gefäß im spirituellen Sinne, indem ich gegen meinen Egoismus arbeite. Und ich bin dazu in der Lage, es einfach mechanisch zu tun. Es ist unwichtig, welche Absichten ich dabei habe, doch währenddessen führe ich die richtigen Handlungen aus. Solch eine große Hilfe leistet uns unser Ego, welches gegen uns arbeitet.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash, 08.08.2012

Das Wichtigste ist die Geduld

Frage: Was kennzeichnet die Geduld, die in unserer Arbeit notwendig ist?

Meine Antwort: Geduld zu haben bedeutet, hartnäckig das Ziel zu verfolgen. Wie geschrieben steht: „Was auch geschieht, laufe nur nicht weg!“

Es wird erzählt, wie Rabbi Akiba als Einziger einen Schiffbruch überlebt hat und nicht im stürmischen Meer untergegangen ist. Er hat sich an einem Brett festgehalten und beugte den Kopf vor jeder kommenden Welle nieder – und so erreichte er die Küste.

Genauso sollten auch wir vorgehen: was auch geschieht, ich setze meinen Weg fort. Ich kann leiden, mir Sorgen machen, bin möglicherweise nicht in der Lage, etwas zu tun, dennoch gehe ich weiterhin zu den Unterrichten, höre zu, beteilige mich an der Arbeit. Ich kann gerade nicht brennen und mich begeistern lassen, denn es gibt verschiedene Zeiten, aber ich tue alles, wozu ich in der Lage bin. Das Wichtigste ist die Bereitschaft sich zu fügen – dies ist eine sehr wichtige Eigenschaft.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash, 08.08.2012

Mein spirituelles Zuhause

Frage: Wie können wir solche Bedingungen schaffen, dass sogar, nachdem der Kongress zu Ende ist, jeder Mensch sich weiterhin wie zu Hause fühlt?

Meine Antwort: Es geht darum, dass der Mensch mit einem solchen Gefühl zurückfahren soll, als hätte er einen solchen virtuellen Ort für sich erschaffen, an dem er wirklich physisch existiert. Und unabhängig davon, wo er hingeht, bleibt er an diesem Ort. Er lebt die ganze Zeit in dieser Energie, in dieser Empfindung.

Unabhängig davon, wo er später sein wird – auf der Arbeit oder zu Hause, Tausende von Kilometern vom Kongressort entfernt -, befindet er sich innerhalb dieser Energie, innerhalb dieses Ballons, innerhalb dieser Sphäre; denn es gibt in der Spiritualität keine Entfernungen.

Deshalb ist es sehr wichtig, an dem Kongress physisch teilzunehmen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 29.07.2012

Der gute Hauch des Kongresses

Frage: Warum möchte man trotz des Grundprinzips der Kabbala „Wenn du die Welt verändern möchtest, fang an, dich zu verändern“ dennoch anfangen, die Welt zu verändern, und wie kann das vermieden werden?

Meine Antwort: Wenn du dich mit der Welt verbindest, erkennst du, dass es in Wirklichkeit ein und dasselbe System ist, und deshalb gibt es hier nichts, was verändert werden soll. Nur deine Einstellung der Welt gegenüber verändert alles. Das Höhere Licht, die Höhere Energie beginnt durch dich in alles andere zu fließen, und du wirst sehen, wie sich alles verändert.

Ich bin sicher, dass wir nach einem erfolgreichen Kongress sehen werden, wie das ganze Land und alles, was dort existiert, plötzlich einen gewissen geistvollen Aufschwung erleben wird und viele Probleme aus der Wahrnehmung der Menschen einfach verschwinden. Stattdessen werden sie die Unterstützung der Höheren Energie erfahren und alles wird sich viel einfacher und besser zusammenfügen, besonders für die Menschen, die zusammen mit uns am Kongress teilnehmen werden.

Das muss deutlich zu sehen sein. Zumindest werden alle Probleme, die es in der Vergangenheit gab, viel einfacher, kleiner und weniger wichtig erscheinen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 29.07.2012

Womit beginnt der Kongress?

Frage: Ist es richtig, den Kongress mit dem Gefühl der Angst, dass wir die Einheit nicht spüren werden, zu beginnen?

Meine Antwort: Nein, das ist nicht richtig.

Wir können niemals auch nur einen Zustand bestimmen, wenn dieser nicht unter dem Einfluss der Vereinigung und des Lichtes zu uns kommt. Das Fehlen der Verbindung können wir erst dann spüren, wenn wir sie anstreben und feststellen, dass es sie nicht gibt, d. h. wenn das Licht es uns anzeigt und nicht dass wir von alleine darauf kommen. Denn wenn ich jetzt anfange, darüber zu sprechen, dass ich mit niemandem verbunden bin und nichts will, und wozu brauche ich das alles überhaupt, dann wird es aus meiner tierischen Stufe hervorgehen, die unter der Null liegt. Wir aber müssen uns erheben und selbst in den negativen Zuständen, selbst darin, dass wir uns nicht verbinden wollen, dem entgegen wirken und unter dem Einfluss des Lichts gehen, damit das Licht den Zustand des Bösen in uns bestimmt.

Wir müssen damit beginnen, dass wir vollkommen miteinander verbunden sind, uns in einem vollkommen korrigierten Zustand befinden und diesen jetzt enthüllen müssen. Unser Bestreben besteht immer nur in einem: Wir durchlaufen keine persönlichen Stadien, sondern nur ein Stadium – ich muss mich jetzt in der vollständigen Korrektur, in der vollständigen Enthüllung des Schöpfers, in der vollständigen Vereinigung, im vollkommen korrigierten Zustand bestimmen. Und dann beginne ich, durch diese Zustände zu gleiten.

Wir verbinden uns, um diese Kraft in uns zu enthüllen. Mit wessen Hilfe sollen wir diese Phasen durchlaufen? Mit wessen Hilfe sollen wir die Gestalt „Mensch“ in uns erschaffen?

Wir sind alle den Tieren ähnlich, ohne freien Willen, ohne nichts. Doch nur wenn wir beginnen, uns mit aller Kraft miteinander zu verbinden, zum gemeinsamen Zentrum, zur Gruppe zu streben, können wir die Einwirkung der Höheren Energie auf uns hervorrufen, und sie beginnt, uns zu entwickeln und allmählich entlang der fünf Stadien voranzubringen. Das, was wir ursprünglich gelernt haben: fünf Entwicklungsphasen des Verlangens, Zimzum/Einschränkung usw. – das alles müssen wir jetzt auf dem Kongress durchlaufen.

Das wird nur auf der Gefühlsebene verlaufen, weil gerade aus der Verbindung heraus der Mensch beginnt, Gefühle wahrzunehmen – keine Gedanken, keine Verlangen, keine Kräfte, sondern eben seine inneren Gefühle, mit denen er sich in die Verbindung einfügt. Das ist unerlässlich.

Wir alle sind auf der Empfindung aufgebaut, weil unsere Materie das Verlangen zu genießen ist. Davor können wir nicht weglaufen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 29.07.2012

In einem System

Frage: Wie kann man möglichst sinnlich die neuen Werte an die 99 % der Bevölkerungen weitergeben: solche Werte wie Freund, Lehrer und Gruppe?

Meine Antwort: Wenn das Licht offenbart wird, dann wird es uns das zusätzliche Gewicht, die Empfindung und die Wichtigkeit jeder dieser Begriffe verschaffen. Bis dahin sind für mich diese Definitionen ganz abstrakt.

Ich werde beginnen zu erkennen, dass es sich in Wirklichkeit um die Komponenten meiner Seele, um den Zustand meiner Seele und um die Teile meiner Seele handelt, dass die ganze Welt eine allgemeine Seele (Malchut) ist und das niemand außer Ihr existiert. Heute in unserer Welt und unserem Zustand, befinden wir uns in der Illusion, dass wir außerhalb der allgemeinen Seele leben.

Der allererste spirituelle Zustand ermöglicht uns eine minimale Empfindung, dass ich zusammen mit allen in einem System existiere.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 29.07.2012