Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die richtige Gruppe

Kongress in Charkow. Lektion 3

Frage: Wie oder worin offenbart sich die Eigenschaft des Gebens in der Gruppe: in den Gedanken, in den Handlungen, in der gemeinsamen Arbeit, in den Empfindungen? Könnten Sie die Empfindungen eines Menschen beschreiben, der sich in einer korrigierten Gruppe befindet, in der sich die Eigenschaft des Gebens offenbart hat?

Meine Antwort: Die Gruppe befindet sich in einem richtigen Zustand, wenn sie in jedem Augenblick ihres Bestehens die Kraft findet, sich in Richtung der Eigenschaft des Gebens aufzurichten. D.h. in ihr finden ständig Ab- und Aufstiege statt, in unterschiedlichen Menschen zu unterschiedlicher Zeit, doch es gibt immer die Möglichkeit, sich an einem der Freunde festzuhalten, sich rauszuziehen, und auf diese Weise ziehen zwei-drei Freunde die anderen heraus.

Euer Boot ist zu Bruch gegangen? Doch in diesem halbzerstörten Boot ist ein Mensch geblieben und er rettet alle anderen. Das bedeutet die richtige Gruppe.

Wenn ihr so vorgeht, steuert ihr direkt auf das Ziel hin und dann wird mit euch alles in Ordnung sein.

Auszug aus der dritten Lektion des Kongresses in Charkow, 17.08.2012

Die Augen schließen und in der Verschmelzung bleiben!

Frage: Wie können wir nach der ungeheuren Nähe zu den Freunden und nach der Verbindung, die wir auf dem Kongress erleben durften, nicht in die Routine zurückfallen, sondern in der gleichen hohen Absicht in Bezug auf den Weg und die Freunde bleiben?

Meine Antwort: Ihr müsst die Augen schließen und in der Verschmelzung bleiben!

1. In erster Linie müsst ihr gemeinsam an allen Unterrichten, Workshops, an möglichst vielen Aktivitäten teilnehmen. Ohne das geht es nicht.

2. Zweitens dürft ihr euch nicht auf euren Verstand verlassen! Ich habe gesehen, dass es sehr kluge Schüler mit einer guten analytischen Herangehensweise gibt, die jedoch nicht sich selbst analysieren und erforschen können – und das ist ein Problem. Und selbst wenn sie sich einer kritischen Analyse unterziehen können, können sie nicht diese Kritik analysieren. Auf diese Weise bewegen sie sich in Richtung Verstand und nicht in Richtung Ergebenheit und Selbstaufopferung. Ohne dies versinkt jedoch der Mensch in unreinen, egoistischen Kräften (Klipa) und nicht in der Spiritualität, im Geben.

Gerade davor sollte man sich fürchten, um nicht den Weg des Verstandes anstatt der selbstlosen Ergebenheit der Seele zu gehen. Wir haben bereits viele Freunde gesehen, die auf diesem Weg gefallen sind, und viele werden noch fallen, doch das Ziel wird nur derjenige erreichen, der mit ganzer Seele ergeben und bereit ist, mit geschlossenen Augen zu gehen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 21.07.2012

Was ist hinter der Grenze zwischen den Welten?

Kongress in Charkow. Lektion 1

Frage: Wie können wir uns unsere erste gemeinsame spirituelle Stufe richtig vorstellen?

Meine Antwort: Das bedeutet, dass ihr alle vollkommen miteinander verbunden seid und die vollkommene Eigenschaft des Gebens sich zwischen euch offenbart. Das ist alles! Du hast dich mit allen anderen verbunden – und gespürt, dass du dich auf der nächsten Stufe, d.h. in der Höheren Welt befindest.

Dir wird die ganze Geschichte der Menschheit, deren Grundlage, deren Urgrund, deren zukünftiger höherer Zustand, zu dem wir alle gemeinsam aufgestiegen sind, enthüllt. Wir existieren dort auf allen 125 Stufen, und du enthüllst sie einfach. Wenn du in die spirituelle Welt eintrittst, wird dir ein Hundertfünfundzwanzigstel des vollkommensten Zustands offenbart.

Im Inneren davon enthüllt sich die Höhere Kraft, du beginnst in bestimmtem Maße deren Kraft, die Kommutativgesetze zwischen den Seelen, die Verhaltensgesetze, diese ganze Mechanik wahrzunehmen. Das ist eine kolossale Erkenntnis der Höheren Weisheit. Eben diese Erkenntnis wird als Wissenschaft der Kabbala bezeichnet. Das ist das, was uns erfüllt, – das sogenannte „Licht der Weisheit“ (Or Chochma), welches uns die maximale Erfüllung bringt.

Selbstverständlich nimmst du dich bereits außerhalb deines Körpers wahr, d.h. der Körper existiert neben dir, damit du dich durch ihn auch korrigieren kannst, deine Existenz ist jedoch bereits mit jener Ebene der Information, der Erfüllung, verbunden, die du jetzt enthüllt hast. Du befindest dich dort. Das ist dein Ich.

Auszug aus der ersten Lektion des Kongresses in Charkow, 17.08.2012

Wie schwer ist es, aus dem Herzen zu sprechen…

Frage: Das letzte Seminar war schwieriger als alle vorherigen; denn anstatt eine kurze Frage zu stellen, haben Sie eine ganze Passage aus dem Artikel gelesen, und dann haben sie vorgeschlagen, darüber zu diskutieren. Aber es war nicht genau klar, worüber genau wir zu sprechen haben?

Meine Antwort: Ich tat es absichtlich, um euch zu zwingen, aus dem Herzen, aus dem Gefühl heraus zu sprechen. Wenn ihr mir beim Lesen auf der Gefühlsebene folgt, dann braucht ihr euch die Frage nicht zu merken und darüber nachzudenken. Ihr fühlt es einfach und sprecht darüber einige Worte. Das ist genug!

Genau das wollte ich erreichen: euch zu zwingen, euch in den Text hineinzufühlen, damit wir alle gemeinsam empfinden, was dahinter verborgen ist. Wenn man nämlich dem Gefühl nachgeht, welches wir anhand von Worten beschreiben können, und nicht nach einer Antwort im Verstand sucht, dann funktioniert es.

Ich will, dass ihr nicht mit dem Verstand urteilt, sondern beginnt, euch miteinander zu verbinden, über dem, was gesagt wurde, über die Sorgen hinweg. In jedem Abschnitt ist eine spirituelle Entwicklung verborgen. Und ihr müsst hier den Gesamteindruck verspüren. Der Aufbau eines gemeinsamen Gefäßes bedeutet auch, dass wir einen gemeinsamen Eindruck erlangen.

Die Gruppe ist ein allgemeines Gefühl, in einzelnen, isolierten Wunschgefäßen, die sich miteinander vereinen, um zusammen beeindruckt zu werden. Und wenn sie zu diesem einen Gesamteindruck bereit ist, dann wird sich zwischen uns „der Eine“ offenbaren .

Auszug aus dem Unterricht über die „Lehre der Zehn Sefirot“, 30.07.2012

Der K.o. des Egoismus

Kongress in Charkow. Vorgespräch

Frage: Wie kann ich während der drei Kongresstage jede Sekunde sicher sein, dass ich wirklich der Verbindung entgegenstrebe und dass es keine Täuschung des Egoismus ist?

Meine Antwort: Es ist unwichtig. Wenn meine Gedanken sich dort befinden, wenn ich mit allen zusammen sein möchte, innerlich ausgerichtet auf die Verbindung mit den anderen, wenn ich alles zusammen mit den anderen erleben, mit ihnen in einem gemeinsamen Feld existieren möchte, dann ist es mir egal, ob der Egoismus mich jetzt dazu antreibt oder ob ich zu der Stufe der Erscheinung, der Enthüllung des Schöpfers aufgestiegen bin, damit ich Ihm Genuss bereiten, von Ihm empfangen kann, um Ihm geben zu können. Diese Berechnungen finden später statt.

Ich wiederhole: beachtet euren Egoismus nicht! Wir sind hier, um uns zu verbinden, und der Egoismus kann solange irgendwo in der Ecke „rumliegen“. Wir beschäftigen uns mit der Verbindung.

Jedes Mal wird der Egoismus uns provozieren, jene Verbindungslinien, die wir versuchen, zwischen uns aufzubauen, zerreißen. Wir aber wissen, dass er es macht, damit wir diese Verbindungslinien noch mehr stärken. Das ist seine Arbeit, uns das Leben schwer zu machen, damit wir uns darüber zum besseren Leben erheben können.

Auszug aus dem Gespräch vor dem Kongress in Charkow, 16.08.2012

Die Einheit im Inneren des Einzigen

Frage: Die erste Lektion des Charkow-Kongresses heißt „Die Einheit im Inneren des Einzigen“, d.h. es ist eine Lektion über das Glück der Einheit, über die Gruppe, die durch ein gemeinsames Ziel der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer vereint ist, darüber, wie wir es jetzt spüren und uns sicher sein können, dass es uns gelingt…

Meine Antwort: Die Schwierigkeit besteht darin, zu beginnen zu spüren, dass wir selbst und alle anderen in einer gemeinsamen äußeren Sphäre der Natur existieren. Diese Sphäre heißt der Schöpfer oder die Natur. Sie umhüllt uns alle, und wir leben nach ihren Gesetzen. Deshalb, wenn wir letztendlich zur Ähnlichkeit unserer Eigenschaften mit dieser Sphäre kommen, enthüllen wir unsere Verbundenheit, unsere Einheit. Genau dann gelangen wir zur Einheit im Inneren des Einzigen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 12.08.2012

Notwendige Bedingung für den Aufstieg

Frage: Können wir einen der Workshops auf dem Kongress der Besprechung von Hindernissen, die unserer Verbindung im Weg stehen, widmen? Denn einerseits stören sie, aber andererseits sind sie notwendig, weil wir uns darüber freuen sollten, dass wir die Mauern zwischen uns enthüllen.

Meine Antwort: Wir sprechen auf keinen Fall über die Hindernisse als über etwas, was unsere Verbindung stört. Wir bezeichnen sie als Hindernisse, weil sie uns auf diese Weise in unserem Egoismus erscheinen. Doch tatsächlich betrachten wir sie als eine für den Aufstieg notwendige Bedingung. Ohne das werden wir unmöglich aufsteigen können.

Sie sollten natürlich mit Freude wahrgenommen werden, denn sie existieren allein dafür. Wenn der Mensch in unsere Erziehung und Bildung integriert ist, wird er ungeachtet dessen, was das für Hindernisse sind, unbedingt mit ihrer Hilfe aufsteigen, indem er richtig auf sie reagiert.

Das ist sehr wichtig, weil die Technik des Aufsteigens über die Hindernisse am meisten genutzt wird. Es gibt kein anderes Mittel zum Aufsteigen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 12.08.2012

Alles ist bereit – das letzte Wort haben wir!

Frage: Was genau sollen die Freunde, die auf dem Kongress alles geben werden, erwarten, worauf sollen sie hoffen?

Meine Antwort: Darauf hoffen, dass ihr euch infolge eurer ganzen Handlungen, die vollkommen von der Absicht sich zu verbinden durchdrungen werden müssen, vereinen könnt. Dazu existieren heute auf der Welt alle Bedingungen.

Jeden Tag bekomme ich eine Menge Artikel von Wissenschaftlern, Forschern, Wirtschaftsexperten, Politikern zugeschickt, die in letzter Zeit über die Globalität der Welt, über ihre gegenseitige Verbindung schreiben. Sie schreiben praktisch mit unseren Worten, obwohl sie ihre Gedanken nicht ganz bis zum Ende ausführen, weil sie nicht verstehen, wie der Zustand der Gesellschaft verändert werden kann. Dafür verstehen sie aber, dass die Welt zur Einheit, zur Harmonie, zur Integralität usw. kommen muss.

Wir befinden uns in einem Zustand, den es noch nie in der Welt gegeben hat. Und uns wurde die Möglichkeit geschenkt, die Welt mit Hilfe der Vereinigung zu verändern, und zwar in einem Land, in dem sich die Kabbala so viele Jahre entwickelt hat, und in dem wir auch heute die stärksten Gruppen und die treusten Schüler haben. Wir können bewirken, dass die Kraft, die wir zwischen uns entdecken, enthüllen werden, tatsächlich der ganzen Welt dient und durch sie zum Schöpfer kommt.

Das ist die sogenannte Dreieinigkeit: wir, jeder von uns, streben durch die Gruppe, durch uns alle, durch das Weltkli und die ganze Weltgemeinschaft zu dem Schöpfer und vereinen uns. Das heißt, wir, alle unsere Freunde weltweit zusammen mit der Menschheit und mit dem Schöpfer stellen eine Einheit dar. Diese Einheit müssen wir enthüllen, wahrnehmen, erschaffen – noch gibt es sie nicht!

Ich hoffe sehr, dass unsere Vorbereitungen dazu beitragen werden.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 12.08.2012

Lasst uns endlich auf die Welt kommen!

Frage: Was ist für Sie das Wichtigste? Was ist Ihr letzter Aufruf an alle vor dem Kongress?

Meine Antwort: Ich bitte euch, ab diesem Moment, was auch immer ihr vor dem Kongress tun mögt, immer daran zu denken, dass ihr es tut, damit Menschen auf der ganzen Welt sich versammeln – sowohl physisch als auch virtuell – und die Einheit, die der ersten Stufe des Höheren Lichts gleicht, erreichen.

Danach werden wir es viel leichter haben. Es ist mit der Geburt eines Kindes zu vergleichen; denn die Geburt ist der gefährlichste und komplizierteste Vorgang. Bis heute wissen wir nicht genau, wie eine Entbindung letztendlich ausgeht. Es gibt etwas Unvorhersehbares in der menschlichen Geburt.

Danach wird es einfacher. Das Kind ist bereits da, und du beginnst mit ihm zu arbeiten – es zu füttern, zu wickeln, zu versorgen, alles Notwendige zu tun usw. Das Wichtigste ist vorbei.

Genauso ist es auch bei uns. Wir müssen die Geburt überstehen, der Rest verläuft einfacher. Viel einfacher! Viel leichter! Viel verständlicher! Wir werden uns bereits gleichzeitig in dieser und in der spirituellen Welt befinden – in der Welt des Gebens neben der Welt des Empfangens. Wir werden verstehen, worüber die Kabbalisten schreiben. Wir werden bereits beginnen, uns an das anzupassen, worin wir uns gefühlsmäßig befinden.

Lasst uns deshalb alle Anstrengungen unternehmen, um in der Höheren Welt geboren zu werden. Und dann werden wir gemeinsam weiter gehen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 12.08.2012

Über den irdischen Verlangen schweben

Frage: Sollten Mann und Frau während des Kongresses getrennt voneinander wohnen?

Meine Antwort: Ich glaube, sie sollten doch getrennt wohnen, um von jeglichen irdischen Beziehungen vollkommen abschalten zu können. Man sollte sich von allem lösen und sich nur in diese spirituelle Handlung einreihen! Deshalb sollten Frauen und Männer wahrscheinlich in getrennten Zimmern wohnen, wie es in der Armee, in den Wohnheimen und anderen ähnlichen Einrichtungen üblich ist.

Frage: Und was ist mit den tierischen Verlangen?

Meine Antwort: Es wird keine tierischen Verlangen geben, weil sie durch jene enorme Kraft, die über alle herrschen wird, neutralisiert werden. Ihr werdet von allen irdischen Verlangen abschalten.

Wenn es ein gelungener Kongress ist, werdet ihr nichts außer dem Gefühl der Vereinigung mehr brauchen. Alles andere wird euch abstoßen. Ihr werdet alles zurückweisen, was euch ablenken könnte. Wenn der Kongress ernsthaft und stark ist, dann wird genau das passieren.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 29.07.2012