Wovon hängt die Absicht ab?

Rabash, Artikel 1989/40 „Was bedeutet, jeden Tag werden sie wie neu in deinen Augen sein‘ in der Arbeit“
In Bezug auf den Vers „An diesem Tag gebietet dir der Schöpfer, dein Gott, diese Gesetze und Vorschriften zu befolgen und du sollst sie mit ganzem Herzen und ganzer Seele erfüllen und achten“ erklärten unsere Weisen aus (Rashi, dritter Abschnitt zu Tawo, in Jitro 13,10): „An jedem Tag werden sie für dich wie neu in deinen Augen sein, als hättest du sie heute am Berg Sinai empfangen, als ob dir gerade heute geboten worden wäre, sie zu befolgen.“
Was bedeutet „jeden Tag werden sie für dich wie neu sein“? Das Verlangen, zu empfangen, ist nicht neu. In derselben Form existiert es seit Anbeginn der Schöpfung und wird immer bestehen. „Sie werden in deinen Augen wie neu sein“ bedeutet, dass sich die Erneuerung nur auf die Absicht bezieht, zu geben.
In seiner Absicht befindet sich der Mensch immer mal im Aufstieg, mal im Abstieg und durchläuft fortwährend verschiedene Klärungen. Gerade anhand der Absicht beurteilen wir den Menschen.
Ursprünglich hat der Mensch überhaupt keine Absicht. Er hat sich einfach daran gewöhnt, Handlungen auszuführen, zu denen er durch seine Erziehung angehalten wurde, sei es eine religiöse oder eine weltliche Erziehung. Das nennt man die Ausführung erlernter Handlungen oder das Verhalten eines entsprechend erzogenen Menschen.
Natürlich gibt es hier keine Absicht, sondern die Gewohnheit wird zur zweiten Natur, sowohl für diejenigen, die eine religiöse Erziehung erhalten haben, als auch für diejenigen, die eine weltliche Erziehung erhalten haben. Das hat nichts mit dem zu tun, was wir “Absicht” nennen, da darin noch nichts von dem enthalten ist, was wir “Mensch” nennen.
Man kann einen Menschen auf jede beliebige Weise erziehen und genau so wird er bleiben. Hier gibt es noch keinen Menschen. Als Mensch wird derjenige bezeichnet, der aus freier Wahl in sich das Bild des Adam formt, der dem Schöpfer ähnlich ist.
In diesem Prozess besteht zunächst die Absicht „um seiner selbst willen“ (Lo Lishma) und anschließend „um des Schöpfers willen“ (Lishma).
Zu „Lo Lishma“ gehören alle Anstrengungen des Menschen ab dem Moment, in dem er beginnt, an dem Punkt im Herzen zu arbeiten und eine gewisse Erweckung zur Annäherung an den Schöpfer erhält. Obwohl dies viele Jahre dauern kann – zehn oder fünfzehn Jahre, abhängig von der Anzahl und vor allem von der Qualität seiner Anstrengungen gilt: Wenn er nach all diesen Jahren, in denen er Aufstiege und Abstiege erlebt hat, sich einmal entfernt und sich ein anderes Mal annähert und verschiedene Zustände durchläuft, schließlich die richtige Absicht um des Schöpfers willen erlangt, dann werden all seine Anstrengungen während seiner Inkarnationen (er schafft es möglicherweise nicht, alles innerhalb einer einzigen Inkarnation zu vollenden) in die erworbene Absicht um des Gebens willen aufgenommen und für immer in seine Arbeit eingehen.
Alles andere, was er durch seine Erziehung erhalten hat, gehört nicht zur Stufe des Menschen und wird nicht berücksichtigt.
So schreitet er in Bezug auf die Absicht voran, indem er ständig etwas hinzufügt, während er Abstiege und Aufstiege durchläuft.
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Aus einer Lektion zum Artikel von Rabash, 08.09.2026
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