Nicht unterdrücken, sondern entwickeln

Frage: Worin besteht der Unterschied zwischen unserer Methode und der Methode von Yoga? Schließlich machen sie doch etwas Ähnliches?
Antwort: Wir entwickeln den Egoismus. Wir entwickeln ihn! Wenn wir von Einschränkungen sprechen, vom Erlangen der Kraft des Gebens, dann sprechen wir von der Entwicklung des Verlangens nach empfangen.
Entwicklung ist das, worüber bereits die Frage gestellt wurde: „Wenn ich, anstatt Genuss zu erlangen, mich selbst beruhigen möchte, nutze ich dann nicht ein noch größeres Verlangen nach empfangen?“ – Richtig. Es gibt ein Beispiel: Ein Narr leidet und weint vor Leid, während ein weiter entwickelter Mensch nach einem Heilmittel sucht.
Wir sehen das in unserem Leben. Der eine arbeitet von morgens bis abends hart, der andere kommt zur selben Arbeit, schaut zu, wie der erste arbeitet, und fragt sich: „Soll ich auch so von morgens bis abends arbeiten?“ und sucht nach einer Lösung für das Problem. Dann setzt er sich hin, trinkt Kaffee, raucht, während die Maschine die Arbeit für ihn erledigt. Der Wunsch zu empfangen fördert dies und aus dieser Entwicklung heraus gelangen wir zum Wunsch zu geben.
In verschiedenen anderen Methoden hingegen folgt alles aus der Unterdrückung des Verlangens zu empfangen, aus dessen immer geringerer Nutzung. In der Kabbala hingegen lehrt man, ihn immer stärker zu fördern. Du kannst mit deinen tierischen Eigenschaften tun, was du willst, aber nur das Licht, das zur Quelle zurückführt, wird dir helfen, aus diesem Zustand herauszukommen. Keine Einschränkung wird hier helfen. Tatsache ist: Je mehr du dich entwickelst, desto größere Wünsche werden dir jedes Mal gegeben.
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Aus einer Lektion zum Artikel von Rabash, 27.08.2026
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