Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Welt'

Die zukünftige Welt im nächsten Augenblick

Wir befinden uns in einem System der Seelen, die miteinander verbunden sind und in einem korrigierten Zustand existieren, welcher von vornherein vom Schöpfer erschaffen wurde.

Es steht geschrieben: „Das Ende der Handlung befindet sich in dem ursprünglichen Gedanken“. Der Schöpfer erledigt alles mit Seinem Gedanken. Er denkt etwas und es wird wahr.

Wir müssen durch unsere eigene Arbeit den gleichen Zustand erreichen. Wozu? – Damit wir in diesem Zustand alle Abstufungen von Eigenschaften, alle Komponenten erkennen und uns bestimmend und diesen Zustand empfindend und erkennend fühlen können.

Deshalb befinden wir uns bereits in diesem Zustand, nur in einer völligen Bewusstlosigkeit. Was müssen wir tun? – Um die Erlangung des Bewusstseins bitten. Ich will sehen, erfahren, spüren, wo ich mich befinde!

Welcher Zustand in der von mir wahrgenommenen Welt ist jenem spirituellen, von dem Schöpfer erschaffenen Zustand ähnlich? – Das ist die Verbindung zwischen uns, die wir anstreben.

Im Moment lässt mich die falsche Verbindung zwischen uns „diese Welt“ wahrnehmen. Ich nehme sie so wahr, weil ich nur mich wahrnehme, ich bin ganz und gar in mich selbst vertieft.

Wenn aber meine Organe anfangen, andersherum, von innen nach außen zu arbeiten, werde ich die wahre Realität, in der ich mich befinde, wahrnehmen.

Diese Wahrnehmungsveränderung „von innen nach außen“ geschieht schrittweise, im Laufe der 125 Stufen, durch unsere Arbeit, unsere Anstrengungen, unsere Bitte darum, dass es passiert.

Wo wird dieser ganze Prozess realisiert, damit ich mich keinen Illusionen hingebe, nicht durcheinander komme und keine Fehler mache? – In der Gruppe, in meinem jetzigen Zustand muss das von mir praktisch realisiert werden.

Genau darum bitte ich. Es ist alles sehr greifbar und einfach: Es gibt eine Gruppe, in der alle danach streben, eine Verbindung untereinander herzustellen. Darum bitten wir, während wir das Buch Sohar lesen.

Warum? Weil wir während des Lesens dieses Buches unsere wahre Verbindung erwecken, in der die Kraft, die zwischen uns herrscht und „Schöpfer“ genannt wird, anwesend ist.

Dann haben unsere Erwartungen auch eine Chance, in Erfüllung zu gehen, selbst wenn sie nicht echt, sondern künstlich sind. Darüber steht geschrieben: „Wir werden tun und wir werden hören“.

Diese Haltung unserem Zustand, dem Studium und dem gegenüber, was passieren soll, nennt sich Absicht und unsere Arbeit nennt sich innere Arbeit des Menschen bzw. Arbeit des Schöpfers.

Die Anwendung dieses Systems durch das Buch und die Kraft, die in uns herrscht, nennt sich Wissenschaft der Kabbala.

Das sind alles Etappen, in denen sich der Schöpfer der Schöpfung enthüllt. Was bedeutet „Enthüllung des Schöpfers“? – Die Enthüllung der Kraft des Gebens in uns.

Aus diesem Grund nennt sich der Schöpfer Bore (Bo – komme und Re – siehe). Letztendlich machen wir die Arbeit des Schöpfers, darin besteht die ganze Wissenschaft der Kabbala.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 04.07.10

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Was bedeutet Exil?

Eine Frage, die ich erhielt: Ich verstehe nicht, wann der Mensch sich in Galut, im Exil, befindet.

Meine Antwort: Galut bedeutet übersetzt Exil, Verbannung. Gemeint ist Verbannung aus der spirituellen Welt, von der Eigenschaft des Gebens und der Liebe.

Das bedeutet, dass man diese Eigenschaft wollen muss. Dann, in dem Maße ihres Fehlens, empfindet man Galut, die Verbannung von ihr.

Siehe z.B. den Artikel von Rabash „Das wahre Gebet“: Sich in Galut befinden bedeutet, dass man keine Möglichkeit hat, in der Absicht, ohne Belohnung zu handeln, zu sein, weil das gegen die Natur des Menschen ist.

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Nicht die ganze Welt ist ein wie bitterer Rettich!

Wir können uns entweder in der Eigenschaft des Gebens oder in der Eigenschaft des Empfangens befinden und diese umsetzen. Denn das Universum wird nur von zwei Naturkräften regiert – der Kraft des Empfangens und der Kraft des Gebens.

Eine davon, die Kraft des Empfangens, befindet sich bereits von Anfang an in uns, wir sind mit ihr geboren worden und halten sie deswegen für natürlich.

In Wirklichkeit aber gibt es nichts Natürlicheres als die Eigenschaft des Gebens. Sie befindet sich jedoch nicht in uns und kommt uns deshalb unnatürlich, künstlich, ohne jeglichen Bezug zur Realität vor. Doch gerade die Eigenschaft des Gebens bedeutet die wahre Realität, denn das ganze Universum, außer unsere Welt, befindet sich in ihr. Und nur wir alleine existieren in einem winzigen, geschlossenen, imaginären Raum in der Eigenschaft des Empfangens.

Und weil dieser Raum geschlossen und von allen Welten und dem Schöpfer getrennt ist, glauben wir, dass nichts außer dem Raum existiert. Wir sind einem dummen Wurm ähnlich, der meint, dass die ganze Welt jenem bitteren Rettich ähnelt, in dem er sich befindet, und nicht begreift, dass außerhalb dieses Rettichs eine riesengroße, helle, süße und wunderschöne Welt existiert. Deshalb müssen wir begreifen, dass die Eigenschaft des Empfangens, in der wir uns befinden, winzig und begrenzt ist und uns nur gegeben wurde, damit wir aus ihr heraus die ihr entgegengesetzte Eigenschaft des Gebens erkennen.

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Die Unendlichkeit ist eine grenzenlose Vereinigung

Für eine richtige Realitätswahrnehmung muss man alle Formen, die uns offenbart werden, mit einander verbinden. Es existiert nur die Innere Welt eines Menschen. Dabei ist die Unendlichkeit keine unendliche Entfernung, sondern eine grenzenlose Vereinigung! Und später entsteht in dieser Welt der Unendlichkeit eine Grenze, welche bestimmt, wie nah du zu mir sein kannst. Innerhalb dieser Unendlichkeit wird der egoistische Wunsch offenbart, er schafft die Entfernung zwischen verschiedenen Teilen. Diese Entfernung ist irreal, eine Distanz zwischen den Wünschen, zwischen den Egos.

Folglich beginnen sich die Welten, von der Unendlichkeit aus nach unten zu erstrecken, das heißt es entsteht das Gefühl der Distanz zwischen verschiedenen Teilen. Man spricht in diesem Zusammenhang über den Abstieg der Welten oder über die Verstärkung der Verhüllung zwischen uns, denn es ist keine physische Entfernung – sondern nur eine sinnliche. Wir müssen uns mehr an der inneren Wahrnehmung ausrichten. Ich kann irgendwelchen Menschen physisch nah oder fern sein, und sie als nachstehend oder entfernt empfinden – eins hängt nicht vom anderen ab. In der Spiritualität existiert diese vorgestellte Welt der Entfernungen nicht – es gibt nur das Gefühl. Die sinnliche Empfindung wird in Sefirot, Parzufim, Welten gemessen – laut der Ähnlichkeit der Eigenschaften zwischen den geistigen Objekten, zwischen den Wünschen.

Einerseits, gibt es zwischen den Wünschen einen Unterschied – denn die Wünsche sind verschieden! Aber andererseits sind sie auch einander ähnlich, weil sie zusammen sein wollen, ungeachtet ihres natürlichen, konstanten Unterschiedes. Allein diese „Entfernung“ wird in der Spiritualität gemessen, und wir wollen solche Nähe erreichen.

Auch wenn sich unsere ursprünglichen Wünsche voneinander unterscheiden, weil sie unendlich stark voneinander entfernt sind, können wir dennoch mittels des Bildschirmes und des widergespiegelten Lichtes (des gegenseitigen Gebens), das heißt mittels des allgemeinen Strebens, die gegenseitige Nähe und die sinnliche Vereinigung erreichen, die keine Grenzen hat. In den Wünschen werden wir eine Art unendlicher physischen Distanz empfinden – und in unserem sinnlichen Streben, zusammenzusein, werden wir diese Grenze überschreiten und die unendliche, grenzenlose Vereinigung fühlen, als ob wir uns an einem Punkt befänden.

Und zwei diese Arten der Messungen: die unendliche Distanz, die unsere Wünsche eingrenzt, welche einander entgegengesetzt sind, und die Vereinigung ohne Ende und Grenzen, alle an einem Punkt, in der allgemeinen Absicht, in der Bestrebung – sie sollen zusammen existieren und die Macht unserer Vereinigung und der Verschmelzung gewährleisten.

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Wo findet man den Punkt seiner Freiheit?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum hat der Schöpfer die Welt so gemacht, warum verbirgt er sich vor unseren Verstand und unserer Wahrnehmung? Warum hat er uns Sich und dem Endziel entgegengesetzt erschaffen?

Meine Antwort: Weil Er uns Freiheit geben wollte! Damit wir nach unserer freien Wahl Ihn enthüllen und so gebend wie Er werden wollen. Wenn wir von Anfang an den Schöpfer spüren und so wie Er ist akzeptieren würden, wer von uns beiden würde sich wehren?
So wie jetzt, wehrt sich keiner von uns gegen den uns beherrschenden Egoismus. Wir sind nur Roboter, die auf Egoismus vorprogrammiert wurden. Wenn der Schöpfer in uns ein Programm des Gebens eingelegt hätte, hätten wir dies genauso ausführen müssen. Solche Geschöpfe nennt man Engel, unwillkürliche / mechanische Naturkräfte. Weder erstere noch letztere sind frei.

Die Freiheit liegt allein in der Mitte, zwischen Unreinheit und Heiligkeit. Dieser Zustand heißt Klipat Noga, das mittlere Drittel der Eigenschaft Tiferet.

Deshalb ist es notwendig, uns an solchen Punkt im unstabilen Gleichgewicht einzusetzen, wo wir nicht wüssten, in welche Richtung wir uns wenden sollen – wo befindet sich das Gute und wo das Böse, was sollen wir vorziehen und wonach sollen wir streben?

Genau hier befindet sich der Punkt unserer freien Wahl, und nur aus solchen Punkten setzen wir eine Linie zusammen, entlang welcher wir vom jetzigen Moment bis zur Endkorrektur gehen. Unsere Aufgabe besteht nur darin, das Maß und die Formen der Verhüllung, ihren Grund und ihre Notwendigkeit zu verstehen, um uns selbst als eine unabhängige Persönlichkeit zu bauen. Der Schöpfer hat hier kein anderes Ziel außer unsere Selbstständigkeit. Er braucht eine selbständige Schöpfung, wem sonst kann Er Genuss bereiten? Einer Machine, die Er selbst geschaffen hat und die ganz von Ihm angetrieben wird?

Aber nur in dem Maße, in welcher die Schöpfung selbständig wird, genießt der Schöpfer, indem er ihr Genuss bereitet. Es gibt bereits jemand, dem man Genuss bereiten kann! Es gibt jemand, der wirklich existiert! Deshalb konnte Er uns nicht gleich vollkommen erschaffen und uns die ganze Welt der Unendlichkeit gleich schenken, und somit das Ganze abschließen. Er musste uns Sich entgegengesetzt schaffen und zwischen zwei Welten einpflanzen.

Denn gerade hier in der Mitte, auf dem Riß zwischen zwei dieser Welten, wo weder die Macht des Schöpfers, noch die Macht der Schöpfung wirkt, in diesem neutralen Punkt, der weder zur einen noch zur anderen gehört, nur hier gibt es Freiheit!

Aus einem Unterricht über dem Artikel „Einführung zur TES“, 03.06.2010

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Das spirituelle Laufband

Die Welten von ABYA, die wir wie eine Treppe hochsteigen, entstehen, indem das höhere spirituelle Objekt (Parzuf) die „hellsten“, am wenigsten beim Zerbrechen gelittenen Informationsaufzeichnungen (Reshimot) aussucht, sie korrigiert und das nächste, niedrigere spirituelle Objekt gebärt. Genauso suche auch ich auf einer bestimmten Ebene jene Reshimot, Informationsdaten aus, die ich gerade korrigieren kann, und das wird zu meiner neuen Realität, zu meiner Welt. Als ob ich eine neue, eine schärfere Brille aufsetzen würde und nun die nächste, tiefere Schicht von Informationsaufzeichnungen sehen könnte.
Das Licht dringt von oben nicht nur bis zu meinem hellsten Reshimo durch, sondern – da ich es bereits realisiert, meinen spirituellen Parzuf nach seinen Vorgaben erschaffen habe – tiefer, bis zu den Aufzeichnungen, die dem nächsten Parzuf angehören.

Auf diese Weise werden die Verlangen Schicht für Schicht immer geeigneter, die Einwirkung des höheren Lichts zu erhalten. Und der höhere Parzuf, der in der vorherigen Phase aufgebaut wurde, wird quasi zu einer Linse, einem Vergrößerungsglas, welches das Licht auf einer tieferen Schicht von Informationsaufzeichnungen bündelt.
Es werden Aufzeichnungen einer Schicht ausgesucht, ein spiritueller Parzuf mit deren Hilfe aufgebaut, und durch ihn geht das Licht weiter hindurch und enthüllt Informationsaufzeichnungen, die dem nächsten spirituellen Parzuf angehören.

Und so gibt die Erschaffung eines höheren Parzuf dem höheren Licht jedes Mal die Möglichkeit, sich der nächsten Schicht des Verlangens anzupassen und mit ihr in Berührung zu kommen. Und bis dahin nehmen sie einander einfach nicht wahr! Sie unterscheiden sich von einander viel zu sehr in ihren Eigenschaften. Doch der gerade entstehende Parzuf wird zu einem Adapter zwischen dem höheren Licht und den Informationsaufzeichnungen, die sich in der nächsten, tieferen Schicht befinden.

So läuft die Korrektur Stufe für Stufe ab. Jeder gibt das ganze Paket an die Reshimot, nachdem er seinen Aufbau und seine Korrektur abgeschlossen hat, weiter, damit das nächste spirituelle Objekt daraus seine Aufzeichnungen aussucht und heraustrennt und den Rest, nachdem es seine Korrektur abgeschlossen hat, weitergeben kann. Auf diese Weise müssen wir unsere Arbeit verrichten – wir müssen das hellste und leichteste Reshimo/Verlangen aussuchen und damit arbeiten und den Rest erst einmal außer Acht lassen – er wird sich später aufklären.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zum Sulam Kommentar“ vom 29.06.2010

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Alles beginnt mit einem Geheimnis

Es steht geschrieben: „Die ganze Tora beginnt beim Geheimnis (Sod)“. PaRDeS (schrittweise Erkenntnis der spirituellen Wirklichkeit) beginnt mit Sod (Geheimnis) und endet mit Pshat (Wissen, einfache Deutung).

Im Moment spüren wir nicht, dass wir vor einem Geheimnis stehen, dass alles dicht verschlossen ist. Pshat bedeutet, dass alles einfach, verständlich und enthüllt ist – das ist die letzte Stufe der Erkenntnis.

Wenn wir mit der Erkenntnis der Spiritualität beginnen, steigen wir von unserer Welt in die Welt Assija auf, wo wir Sod (das Geheimnis) enthüllen, dass alles für uns ein Geheimnis, alles vor uns verborgen ist. Auf diese Weise enthüllen wir in der Welt Assija.

Wenn wir in die Welt Yezira aufsteigen, enthüllen wir Drush (Klärung), und wenn wir die Welt Brija erreichen, enthüllen wir dort Remes (Andeutung).

Wenn wir aber die Welt Azilut erreichen, wird sich uns Pshat (das Wissen) enthüllen, und alles wird vor uns offen sein – das einfache höhere Licht, das die gesamte Realität füllt.

Aus einem Soharunterricht, 25.06.2010

Wer spielt hier die Hauptfigur?

Eine Frage, die ich erhielt: In den Büchern gibt es immer eine Hauptfigur, um sie dreht sich die ganze Geschichte.

Wenn ich das kabbalistische Buch lese und versuche, mir diese Kräfte in meinem Inneren vorzustellen, dann gibt es dort sicherlich auch eine zentrale Kraft?

Meine Antwort: Während du ein kabbalistisches Buch liest, ist nicht wichtig, inwiefern du es verstehst, sondern deine Bemühung.

In der Enthüllung der Spiritualität gibt es einen Widerspruch: einerseits geschieht die Offenbarung intim und persönlich, andererseits ist es notwendig, die Kräfte von den Anderen, durch meine Vereinigung mit den anderen Seelen zu bekommen.

Es scheint so zu sein, dass das eine dem anderen widerspricht. Ich wollte alleine mit dem Schöpfer, mit meinem Wunsch zur Spiritualität, zum Licht, das zur Quelle zurückführt, bleiben.

Wenn ich aber das Höhere enthüllen will, dann kann ich es nur angesichts des Gebens empfinden, wobei das Licht des Gebens nur in der Gruppe leuchten kann.

Somit lese ich das Buch mit dem Punkt im Herzen, mit dem Wunsch zur Spiritualität, und will in meinem Inneren das Bild aufzeichnen, das das Buch beschreibt. Aber aufgrund welchen Materials kann ich die Veränderungen erzeugen?

Für diese praktische Arbeit ist die Umgebung, die Gruppe gegeben. Nur infolge einer gegenseitigen Wechselbeziehung, aus unserer Vereinigung, erheben wir eine Bitte, MaN.

Und zur Antwort bekomme ich von oben das Licht, das zur Quelle zurückführt – die richtige Einstellung, die mir das Verständnis darüber bringt, was im Buch geschrieben ist.

Dann beginne ich die persönliche Korrektur durchzuführen und baue die wahrhafte Verbindung zu den anderen. Folglich habe ich kein Problem, mich zu verbinden.

Sie sind meine Welt, in der ich alles realisiere, worüber ich früher las – in der Verbindung mit den anderen empfinde ich die Eigenschaften des Gebens, die Wechselbeziehung, worüber das Buch erzählt.

Bis dahin empfinde ich den Konflikt, den ich nicht lösen kann. Ich bin nur mit solchen Beziehungen einverstanden: ich und der Schöpfer, ich und das Buch, ich und das Licht, ich und ich, ich und die Welt, ich und die Gruppe. Aber immer soll alles mit „Ich“ anfangen!

Und hierfür ist die Vereinigung notwendig, damit ich mich nur für ihr Wohl einsetze. Es ist etwas ganz Unverständliches für mich!

Wie kann ich mich auf die anderen konzentrieren, den Unterschied zwischen uns nicht fühlen, ihnen mein ganzes Herz geben?

Zunächst wende ich mich egoistisch an das Buch, aber danach verstehe ich, dass ich die Kraft des Gebens brauche – und wende mich an die Gruppe, um von ihr die Empfindung des Gebens zu bekommen.

Folglich begreife ich, dass ich diese Eigenschaft nicht besitze, und verstehe, dass ich das Licht, das zur Quelle zurückführt, benötige, um mich nach dem Buch umzuordnen.

Deshalb erheben wir MaN aus unserem gemeinsamen Wunsch in der Gruppe, und als Antwort bekomme ich das Licht der Korrektur, wonach ich mich auf neue Weise zum Buch verhalte. Ich kann mich nach seinen Hinweisen aufbauen – das heißt, ich sammle eigenes „LEGO“

Aus dem Sohar-Unterricht vom 24.06.2010

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Was hinter jedem Wort des Sohar steht

Der Sohar, Abschnitt „WaJeze“, Paragraph 133: …Und weil eben diese NeHJ sich während des Zustands des Kleinseins (Katnut) mit dem Unteren verbinden, wird sich später, während des Zustands des Erwachsenseins (Gadlut), wenn der Höhere seine NeHJ vom Ort des Unteren wieder zurück auf seine Stufe bringt, auch der Untere, der an sie angeheftet ist, zusammen mit ihnen zum Ort des Höheren erheben. Auf diese Art erhält der Untere die Lichter des Höheren.

Nehmen wir an, wir haben einen Abschnitt aus dem Sohar gelesen. Worum ging es hier? Um die Verbindung der Seelen zwischen den Teilen der Realität – und um nichts anderes.

Was macht es für einen Unterschied, welche Wörter dafür benutzt werden – ChaGaT, der Höhere, Lea… So oder so verstehe ich nichts von dem, was hier geschieht. Die Kabbalisten benutzen die Worte unserer Welt, um das Verhältnis der Kräfte in der Spiritualität – in einer vollkommen anderen Realität – zu erklären.

Doch ich, während ich jedes Wort lese, muss zu mir selbst sagen: „Das ist die Verbindung zwischen den Seelen. Das ist die Eigenschaft des Gebens, welche zwischen uns herrscht. Und das höhere Licht, das die Seelen, d.h. unsere Verlangen, füllt und sie zu einem gemeinsamen spirituellen Gefäß vereint. Und das ist der Schöpfer, der sich in der Schöpfung enthüllt. Und das ist die Schöpfung, die den Schöpfer wahrnimmt“.

Hinter all diesen Worten muss ich immer nur eine einzige Realität sehen. Dann ist es mir nicht mehr wichtig, was für Worte ich lese. Doch ich lese, um mir nach jedem Wort zu sagen, dass es um die Einheit, um die Eigenschaft des Gebens, die das gesamte Verlangen, zu genießen füllt, geht.

Doch der richtigere, der innerere Weg ist, ständig gefühlsmäßig wahrzunehmen, dass es um die Einheit, die Verbindung, die Liebe, die Verschmelzung, die vereinte Realität, die Bürgschaft geht.

Und alle Worte erklären mir nur detaillierter in Gedanken und im Verstand jene Wahrnehmungen, in denen ich mich befinde. So wird es viel leichter und richtiger sein, alles, wovon wir im Sohar lesen, wahrzunehmen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 25.06.2010

 

Kabbala Akademie

Lasst uns einander begeistern…

Wie viele Menschen in der Welt haben denn die Möglichkeit, um frei zu handeln? Wenn alle Menschen nur nach dem Befehl ihrer Natur handeln, dann gibt es niemanden, der wirklich handelt.

Wenn ich nun von oben vollständig gelenkt werde, dann gibt es so etwas wie „mich“ nicht. Es wurde gesagt: „Ich Bin gekommen, und es gibt keinen weiteren Menschen“…

Natürlich gibt es eine Menge Menschen, aber es fühlt sich so an, als ob es die anderen nicht geben würde – denn keiner von ihnen ist in seinen Handlungen frei.

Wenn es keinen Menschen gibt, der über die Freiheit des Willens verfügt, dann gibt es keine Welten, es gibt nichts, außer der Welt der Unendlichkeit.

Bezüglich des Schöpfers existiert nichts anderes. Es existiert nur derjenige, der die freie Handlung erfüllt.

Stellt euch dieses Weltbild vor – die vollkommene Leere! Und darin sind nur wenige einzelne Wünsche sichtbar, die hinaufgestiegen sind und bereit sind, die freien Handlungen zu erfüllen.

Auch du hast eine Möglichkeit, frei zu sein und ein Mensch zu werden!

Lasst uns der Größe dieser einzigartigen Möglichkeit bewusst werden.

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