Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Welt'

Zeit für spirituelle Befreiung

Alles, was die Kabbalisten der vergangenen Tage zu ihrer Zeit geschafft haben, während jeder von ihnen entsprechend seinen Bedingungen gehandelt hat, war die Vorbereitung auf unseren jetzigen Zustand. Dadurch verfügen wir heute über alle notwendigen authentischen Quellen: Werke von ARI, das Buch Sohar mit dem Sulam-Kommentar, Werke von Baal HaSulam und Rabash, um mit ihrer Hilfe voranzukommen.

Sie hatten keine Möglichkeit, unter solchen Bedingungen wie wir zu arbeiten, wenn die weltweite Krise beginnt, eine ermahnende Krise, die im alten Babylon begonnen hat und das Zerbrechen der Gesamtseele in der höheren Welt widerspiegelt. Noch nie gab es ähnliche Zeiten wie jetzt! Baal HaSulam hat bereits im Voraus, vor 80-90 Jahren, geschrieben, dass wir in den Zeiten von Mashiach, in der Epoche der spirituellen Befreiung, leben.

Wenn das Volk Israel sein Land zurückbekommen und darauf seinen Staat errichtet hat, dann haben wir die Möglichkeit, alles hier gemäß den spirituellen Gesetzen aufzubauen und uns wie ein spirituelles Volk in Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst zu vereinigen. Doch es ist unmöglich, dies ohne die Erkenntnis des Bösen zu erreichen – und dafür sind entweder große Leiden oder das Licht, welches unser Übel ausleuchtet, notwendig. Heute haben wir die Möglichkeit, dieses Licht anzuziehen, um darin zu sehen, wie sehr entgegengesetzt dem Geben und der Liebe wir sind, und die Korrektur durch die Vereinigung der Gesellschaft und des Volkes zu beginnen! Wollen wir hoffen, dass es in naher Zukunft liegt.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam vom 15.07.2010 .

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Wir können das ganze Universum verändern!

Der Sohar, Kapitel „Lech Lecha“, Punkt 4: … dass die zwei Linien, die feucht und miteinander vermischt waren, von der Mittleren Linie, dies ist Tiferet, gefroren worden sind, und sich nicht länger miteinander vermischen. Von oben steigen nur zwei Linien hinunter. Und unsere Arbeit besteht darin, die in uns entstehenden Reschimot (die Aufzeichnungen der Reschimot) zu realisieren, und daraus die mittlere Linie aufzubauen.

Auf Reschimot wirken zwei Linien ein, die rechte und die linke, die Eigenschaft der Barmherzigkeit (Rachamim) und die Eigenschaft des Gerichtes (Din), das Geben und das Erhalten. Sie wirken auf mich ein, und ich soll diese zwei Kräfte mithilfe von Reschimo optimal realisieren, eine solche Arbeit wird dann eben als mittlere, dritte Linie bezeichnet. Darin besteht also meine Aufgabe – die beiden Kräfte, die ich vom Schöpfer bekomme zu verwenden, bzw. deren richtige Kombination in meinem Inneren zu erschaffen.

Wie kann ich diese zwei Kräfte unterscheiden, woher weiß ich eigentlich, wie sie zu kombinieren sind? In mir gibt es immer Reschimot, die ich – in jedem Zustand zu realisieren habe, auf meinem gesamten Aufstieg bis zur endgültigen Korrektur. Der folgende Zustand ist schon gegeben, ich muss danach nicht suchen. Ich soll nur begreifen, wie diese Kräfte auf richtige Weise zu verbinden sind, wie ich den folgenden Zustand in der optimalen Weise aufbauen kann, damit ich in jedem gegebenen Zustand dem Höheren ähnlich werde. Der Schöpfer hat diese zwei Kräfte erschaffen, die zu mir von oben kommen. Und ich soll aus meiner Natur heraus durch meine Arbeit hier unten eine Form finden, die Ihm gleich wäre – mit Hilfe zweier Kräfte und Reschimo.

Ich habe alle Ausgangsdaten: es gibt „den Motor“ (Reschimo), es gibt „das Plus“ und „das Minus“ (zwei Linien). Ich muss nur wissen, wofür bzw. für welches Ziel ich ihn starte. Alles existiert schon, ich muss den Prozess nun um die eigenen Bemühungen ergänzen – aber nicht um die Bemühungen in der Konstruktion des Zustandes, sondern im Begreifen, wofür und warum ich das mache. Und darin bin ich schon dem Schöpfer ähnlich.

Häufig denken wir, dass wir die Welt korrigieren oder neu erschaffen sollen. Aber wir müssen uns nur auf eine einfache Aufgabe konzentrieren. Und obwohl unsere Arbeit, sehr einfach ist, kann sie wirklich die ganze Realität verändern.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 12.07.2010.

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Wofür existiert das alles?!

Unsere gesamte Wirklichkeit ist in einen für uns offenbarten und einen vor uns verborgenen Teil, von dem wir nichts wissen, unterteilt.

Indem wir herkömmliche Wissenschaften entwickeln, können wir natürlich den offenbarten Teil für uns erweitern, doch nur, indem wir die bereits vorhandenen Sinnesorgane ausbauen, und nicht mehr. Auf diese Weise ist es unmöglich, einen qualitativen Sprung zu machen und eine zusätzliche Dimension zu entdecken.

Doch Kabbala sagt, dass wir eine zusätzliche Wahrnehmung in uns entwickeln können, in der wir eine Realität enthüllen werden, die sich außerhalb von uns befindet. Doch du musst dabei bedenken, dass sie entgegengesetzt der, die du heute wahrnimmst, sein wird!

Denn heute enthüllst du die Realität in dem Maße, in dem du sie in dich einsaugen, durch deine fünf physischen Sinne – Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Tasten – wahrnehmen kannst. All diese Wahrnehmungen nennen sich auch meine Welt.

Doch ich habe die Möglichkeit, zusätzliche Wahrnehmungen in mir zu entwickeln. Nicht zusätzliche Arme, Beine, Geschmäcke oder ähnliches zu bekommen, sondern in meinen Wahrnehmungen aus mir herauszugehen, fünf andere Wahrnehmungsorgane, die Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin, Malchut heißen, zu entwickeln.

Und in diesen zusätzlichen Wahrnehmungsorganen, welche meinen vorherigen völlig entgegengesetzt sind, fange ich an, das wahrzunehmen, was außerhalb von mir geschieht.

Das bedeutet, meine Wahrnehmung wird durch nichts begrenzt, ich gehe in einen offenen Raum hinaus! Und alle Welten befinden sich vor mir – alles hängt nur davon ab, inwieweit ich meine spirituellen Wahrnehmungsorgane entwickeln werde.

Ich bin nicht durch meinen Umfang begrenzt, durch die Menge dessen, was ich in der Lage bin, in mich hineinzusaugen, bis ich voll bin. Jetzt hängt alles davon ab, inwieweit ich mich erweitern kann.

Dann fange ich an, alle Kräfte, alle Gedanken, alle Verlangen, die Aufgabe und das Ziel der Schöpfung – die gesamte Welt um mich herum – aufzufangen und zu verstehen, was mit mir geschieht. Ohne dieses Wissen, was um mich herum geschieht und auf mich einwirkt, verstehe ich nichts – weder von der Welt, noch von mir selbst.

Die Wissenschaft darüber, wie man aus sich herausgeht und alles, was in der höheren Dimension geschieht, enthüllt, nennt sich die Wissenschaft der Kabbala. Und wenn wir aus unserem Ego herausgehen und beginnen, das Universum zu enthüllen, enthüllen wir auch das Ziel der Schöpfung, d.h., wofür das alles existiert!

Indem ich herausgehe, befreie ich mich von den Beschränkungen meines materiellen Körpers und erhebe mich über die Zeit, die Bewegung und den Raum, über eine übliche Wahrnehmung der Realität durch drei Koordinatenachsen: oben-unten, rechts-links, vor-zurück. Ich höre auf, die Zeit wahrzunehmen, denn dort existiert keine Zeit.

Ich sehe andere Ursachen und Folgen, d.h., ich erhalte eine vollkommen neue, unbegrenzte Wahrnehmung der Welt. Ich erhalte neue Eigenschaften und neue Möglichkeiten, außerhalb von jeglicher Verbindung mit meinem tierischen Körper.

Und so, wie ich jetzt einen Menschen vor mir sehe, wahrnehme und verstehe, muss ich genauso gut all jene Realität, die sich „Schöpfer“, höhere Kraft nennt, kennenlernen und erfassen.

Und bis dahin wird es uns immer enger und schlechter in unserer begrenzten Realität gehen, bis wir es schaffen, aus ihr in die offene Welt herauszugehen!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“ vom 09.07.2010

Vernachlässigen Sie den Schöpfer nicht!

Eine Frage, die ich erhielt: Es wurde im Buch Sohar (Kapitel Wajeze, Punkt 370) geschrieben: „Kein Mensch soll jemals einen anderen Menschen in dieser Welt kränken (missachten).“ Was bedeutet „die Missachtung“ in meiner spirituellen Arbeit?
Meine Antwort: Die Missachtung ist ein Mangel der Sensibilität für die mögliche Vereinigung.

Das heißt, ich kann zwar eine richtige Verbindung zwischen der Rechten und Linken Linie finden, zwischen dem Wunsch zu genießen und der Absicht zu geben finden, aber ich strenge mich diesbezüglich nicht an. Dies ist die Missachtung. Du missachtest die Möglichkeiten zur Verbindung, welche dir jede Minute gegeben wird, du vernachlässigst sie einfach. Du fühlst nichts und du verstehst nichts. Du denkst, dass die Vereinigung nicht von dir abhängt. Und genau diese Einstellung bezeichnet man als die Missachtung. Denn eigentlich befinden wir uns in der Welt der Unendlichkeit. Alle Stufen, alle Welten, alle höheren und vollkommenen Zustände befinden sich in uns.

Jeden Moment wachen die Reshimot in uns auf. Der Schöpfer ermöglicht jede Sekunde dem Menschen voranzukommen und auf die neue Stufe hinaufzusteigen. Dies heißt, dass Er uns belebt.Aber leider berücksichtigen wir von all diesen Möglichkeiten bestenfalls nur ihren tausendsten Bruchteil. Und dies nennt man die Missachtung – wir vernachlässigen Seine Einstellung zu uns. Seine Einstellung ist, uns zu erziehen und uns weiterzubringen, jedoch wir wollen es nicht. Und so vergeht die Zeit …

Darüber wurde gesagt, dass der Schöpfer einen Engel (lenkende Kraft) durch einen anderen ersetzt, wenn der Mensch keine richtige Verbindung zum Höheren aufbauen kann. Das ist eben das Problem. Wir können unsere gewöhnlichen, laufenden Zustände nicht richtig deuten. Alles hängt von meiner Sensibilität ab. Es kann auch sein, dass ich meinen derzeitigen Zustand als riesige Tragödie empfinde.
Es wurde gesagt: „Der böse Anfang eines Menschen erscheint den Rechtschaffenen so groß und stark wie ein Berg, und den Sündern wie ein feiner Faden“.

Alles hängt von deiner Sensibilität ab und inwiefern du Kleinigkeiten bemerkst, um sie zu berücksichtigen. Darin liegt eben unsere Arbeit – aufmerksamer zu werden, sich zu beleben, hauptsächlich mit Hilfe der Gruppe, welche mir erklären kann, dass ich jederzeit die Möglichkeit habe voranzukommen. Es bedeutet nicht, dass sie mir Moral predigen. Aber wenn die Gruppe sich in der ständigen Anstrengung befindet, dann bekomme ich von ihr diese Vibrationen und Besorgnis ergreift mich, dass ich vorhandene Möglichkeiten verpassen könnte, genau in diesem Augenblick werde ich wachsamer und kann vorankommen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 08.07.2010

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Was ist das wahrhafte, gemeinschaftliche Gebet

Eine Frage, die ich erhielt: Um was kann ich für die Gesellschaft bitten?

Meine Antwort: Wenn man die Frage radikal meint, dann ist es falsch zu denken, dass es eine Gesellschaft gibt, für die ich um etwas bitten kann.

Es geht dabei nicht um einen Mangel an Essen oder an Gesundheit – der Schöpfer hält das alles in Hülle und Fülle bereit, und alles stammt von Ihm, aber wir sollen unser Zerbrechen korrigieren, die Ähnlichkeit mit Ihm erreichen – dann werden wir alles haben!

Und wenn wir nicht um das Wichtigste bitten werden, wofür wir hier geboren sind, so wird unsere Existenz auch nicht unterstützt.

Denn die Empfindungen beliebiger Leiden, von unbedeutenden bis hin zur globalen – kommen absichtlich auf uns zu, um uns näher an die richtige Bitte heranzuführen.Und weil der Grund aller Nöte im Zerbrechen der Seele in die einzelnen Teilchen liegt, die einander hassen, so besteht wahrhaftes, gemeinschaftliches Gebet im Willen, sich mit den anderen zu vereinigen.

Wir müssen uns wieder wünschen, wie ein Mensch mit einem Herzen zu werden, damit in uns das Gesetz der Bürgschaft gilt, in der vollen Gleichheit und der Brüderschaft.

Nicht wie die Kommunisten damals, als sie das bessere Leben in dieser Welt manifestierten, sondern in der Vereinigung mit dem Schöpfer, über unsere Welt hinaus.

Dann wird der Schöpfer, das Höhere Licht, unsere Selbstsucht, den Hass, in das Geben und die Liebe korrigieren, Er wird uns alle, die Wünsche einer Seele, in einem Streben – dem Schöpfer gleich zu werden – vereinigen.

Durch diese Korrektur, vernichten wir das Ego, das uns voneinander trennt, und wir werden zur Einheit, die Ihm ähnlich ist – wie das einheitliche Gefäß, das Er ausfüllt – wie es am Anfang der Schöpfung in Malchut der Welt der Unendlichkeit war.

Dies ist eben das öffentliche Gebet.

(M.Tschernjachowski. Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch,.07.2010) 13

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Wie man die höhere Fülle empfängt

Der Sohar, Abschnitt „Lech Lecha, Punkt 6: Das ist der Bote, der um Mitternacht am Anfang des Leuchtens der Linken Linie vom Punkt von Shuruk für die Rechtschaffenen erscheint, um MaN für die Erweiterung der Mittleren Linie zu erheben.

Der Bote kommt heraus und ruft laut, da er in der Verhüllung der Dinim des Punkts von Shuruk ist. Deshalb wird erkannt, dass er mit großer Kraft herauskommt und die Rechtschaffenen ruft, damit sie ihn korrigieren.

Vor uns liegt die Ordnung der Erweiterung der drei Linien von Bina zu SA, von SA zu Nukwa, und von Nukwa zu den Seelen der Rechtschaffenen.

In dem gleichen Maße, wie der Untere den Höheren in der mittleren Linie durch die Erhebung von MaN erwecken kann, kann auch der Höhere sein Verlangen füllen.

Du musst nur dein Verlangen an den Höheren herantragen – ein Verlangen, das seinem ähnlich ist, das Verlangen, mit seiner Fülle erfüllt zu werden – dann wirst du diese Fülle auch empfangen.

Seitens des Höheren gibt es keine besonderen Bedingungen. Er erwartet nur, dass dein Verlangen sich nach dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften für seine Erfüllung eignet.

Und deshalb sind alle unsere Gebete, alle unsere Bitten, nicht darauf gerichtet, dass der Höhere uns füllen soll, sondern auf die Hilfe zur Erschaffung eines richtigen Verlangens in uns, eines Mangels, einer Absicht, die sich für die Erfüllung eignet, die im Höheren existiert.

Ich bitte den Höheren nicht darum, mich zu füllen, denn es gilt ohnehin: „mehr als ein Kalb saugen will, will die Kuh säugen“. Meine ganze Bitte besteht darin, dass ich bereit sein will, von dem Höheren zu empfangen, mich ihm angleichen will.

Zwischen uns muss es eine Übereinstimmung, eine Ähnlichkeit der Eigenschaften geben. Sobald sie entsteht, fließt die Fülle von selbst aus ihr in mich hinein.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 13.07.2010 010

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Der erste Schritt aus der Ebene – hinauf in die höhere Dimension

Der Mensch wird mittels des Höheren Willens an den Ort seiner freien Wahl geführt. Und unsere Freiheit besteht nicht darin, zwischen dem Genuss und dem Leiden zu wählen.
Ich wurde schon in diesen Zustand, an diesen Ort gebracht, und meine Auswahl besteht nicht mehr darin, sie liegt über dem Genuss und über dem Leid, in der höheren Dimension.

Es gibt eine Ebene in dieser Welt, entlang welcher ich geführt wurde, man brachte mich aus dem schlechteren Ort an einen solchen, der für mich besser geeignet war (mit weniger Leiden). Und jetzt soll ich die Wahl treffen – und nicht zwischen dem schlechten und guten Zustand wählen, denn ich kann aus dieser Stelle nicht heraus. Egal, wohin ich daraus hinausgehe, wird es dort schlechter sein, das heißt noch größeres Übel geben.

Deshalb bleibe ich erstmal auf der Stufe dieser Welt – soll aber daraus nach oben, in die andere Dimension hinausgehen. Ich soll mir hier andere Werte aneignen, die als „gut und böse“ in Bezug auf „das Erhalten oder das Geben“ sind, sowie in Bezug auf „die Wahrheit oder Lüge“ – und nicht im Hinblick auf „den Genuss und das Leiden“, die ich früher wählte.

Den Genuss und die Leiden empfand mein tierischer Körper, und die Wahrheit und Lüge empfindet der Mensch in mir. Das heißt meine Wahl liegt darin, in mir den Menschen aus dem geistigen Gen zu entwickeln. Darin besteht eben meine Freiheit der Wahl – bezüglich der neuen Sorgen, des neuen Ziels, der völlig anderen Dimension. Dann wird alles Übrige unten in dieser Welt bleiben, ich nehme es nur im Maß der Notwendigkeit wahr, und möchte mich nur mit dem Menschen in mir beschäftigen. Ich habe einen Punkt im Herzen, das erste geistige Reschimo (das Gen), woraus ich beginne, in mir den Menschen zu entwickeln. Wie? – Mit der Wahl der Umgebung, der Bücher, des Lehrers.

Schritt für Schritt zur Enthüllung des Schöpfers

Der Sohar, Abschnitt „Wajeze“, Punkt 381: All die Ermahnungen Jakobs an Laban brachten diesen zur Reue und zum Dank an den Schöpfer, wie geschrieben steht: „Siehe, Gott ist Zeuge zwischen dir und mir“, dass er den Namen „Gott“ erwähnte.

Es steht geschrieben: „Der Gott Abrahams und der Gott Nachors… Richter zwischen uns“, mit der Bedeutung, dass der Frevler auf seine schlechten Wege zurückkehrte.

Als er sagte: „Der Gott Abrahams“, der heilig ist, erwähnte er wieder den Gott Nachors, der Götzenverehrung ist.

Wir glauben, dass es hier um Ereignisse geht, die in der materiellen Welt stattfinden. Doch später werden wir feststellen, dass nur von der Verbindung zwischen den Seelen, von den Arten dieser Verbindung die Rede ist.

Die Tora spricht ausschließlich davon, wie wir die Verbindung zwischen den Seelen stärken können. Darüber hinaus gibt es nichts, was man einem Menschen erzählen oder zeigen könnte, es gibt nichts anderes, was man ihm beibringen müsste.

Denn das Zerbrechen hat zwischen den Seelen stattgefunden, um sie voneinander zu entfernen. Indem wir sie miteinander verbinden, sie wie Lego zusammensetzen, lernen wir, was dieses ganze System von Seelen und die Handlungen des Schöpfers darstellen, wir enthüllen den Gedanken und das Ziel der Schöpfung.

Deshalb handelt es sich in dem Buch Sohar nur von den Arten der Verbindung zwischen den Seelen, davon, wie man sie von Mal zu Mal immer mehr stärken kann. Das heißt, alle Ereignisse, die in der Tora erzählt werden, handeln nur davon, wie diese vollkommene Verbindung erreicht werden kann.

Aus diesem Grund geht unsere Absicht, uns miteinander zu verbinden, und das, was wir über immer größere Verbindung der Seelen in der spirituellen Welt lesen, in eine Richtung.

Nur versuchen wir, diese Verbindung zwischen uns hier, in dieser Welt, in dem Maße unseres Verständnisses, zu verwirklichen, und der Sohar erzählt uns von den bereits höheren Stufen.

An diese wollen wir uns anheften, von diesen wollen wir die Kraft bekommen, damit sie auf uns einwirkt und uns verbindet.

Sobald wir die erste, die kleinste Verbindung untereinander – die erste spirituelle Stufe – erreicht haben, fangen wir an, die spirituelle Welt wahrzunehmen.

Die gleiche Bedingung gab es vor dem Berg Sinai: „Vereinigt euch wie ein Mensch mit einem Herzen und ihr werdet die Tora, das Licht, erhalten und die Spiritualität, den Schöpfer enthüllen“.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 09.07.2010

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Wir kommen alle in die Stadt des Königs

„Wir kommen alle in die Stadt des Königs“, in diese Welt. Und diejenigen, die dem Schöpfer treu ergeben arbeiten, verwandeln Sein „Zauberpulver“ in süße und erlesene Gewürze.
Diejenigen aber, die nicht arbeiten, schmecken weiterhin nur das bittere Pulver und können daher Sein Mahl nicht genießen.
Alles ist nur von den richtigen Anstrengungen des Menschen abhängig. Wir sehen, dass viele Menschen zur Kabbala kommen – sie investieren viel Kraft, und dennoch hören sie später auf…

Denn sie erkennen, dass ihnen dieses Mahl letztendlich nicht den erwünschten Geschmack bringt. Doch sie geben nicht sich selbst die Schuld dafür, sondern sagen, dass der König und die Methode der Kabbala, die den bitteren Geschmack mit sich bringt, daran schuld seien und dass die Gruppe und die Freunde schlecht seien. Und sie gehen, weil Sie glauben, dass sie mehr Genuss erhalten werden, wenn sie sich entweder einfach nur entspannen oder sich mit einer anderen Methode beschäftigen.
Alles hängt davon ab, ob sich der Mensch darüber im Klaren ist, was das für ein „Arbeitsplatz“ ist, an dem er gelandet ist, was ihm auferlegt wurde und wie er sich während der Arbeit ausrichten soll, um den süßen Geschmack zu spüren.

Der Tisch ist für uns gedeckt! Es steht geschrieben: „Kostet und ihr werdet sehen, wie gut der Schöpfer ist!“ – wir müssen nur Seinen Geschmack wahrnehmen, sprich, unser Gefäß für Sein Licht vorbereiten, um diesen „Zusatz“, das süße Gewürz, zu empfangen. Die Menschen bringen ihre Kräfte jedoch am falschen Ort ein und dann schauen sie auf die Uhr, wieviel Zeit und Kraft sie bereits dafür aufgewendet haben. Doch sie investieren nicht in das Wichtigste, in die Verbindung der Seelen, deswegen empfinden sie bei der Arbeit keinen guten Geschmack! Denn der Geschmack kann nur durch die Verbindung wahrgenommen werden – sie ist jenes Gefäß, in dem sich das Licht enthüllt.

Sie haben umsonst an einem anderen Ort gearbeitet. Dies ist, als ob du einen ganzen Monat in einer Firma gearbeitet hast und am Ende des Monats in eine andere Firma gehst und dort nach deinem Lohn verlangst. Wirst du dort vielleicht bezahlt?! Du hast kein erforderliches „Kli“, kein Gefäß, verdient, um die Belohnung zu erhalten. Die Belohnung wird nur in einem gemeinsamen Gefäß erhalten, denn genau darin enthüllt sich der Schöpfer, Sein Mahl, Sein Licht. Doch wenn der Mensch keine Kraft darin investiert hat, ist seine Arbeit nichts wert.

Man muss demgegenüber aufmerksam und sensibel sein, jeder muss sich selbst überprüfen, ob er versteht, auf welchen einzigen Punkt er seine ganzen Anstrengungen konzentrieren muss – auf die Erreichung der inneren Verbindung, in dem gemeinsamen Ziel vereint, mit dem gemeinsamen Verlangen, dass sich der Schöpfer in dieser Verbindung enthüllt. Wenn der Mensch genau darauf ausgerichtet ist, beginnt er mit der Zeit, in dem „Mahl“ einen süßen Geschmack zu spüren. Und wenn nicht, wird er allmählich müde und verzweifelt, denn anstatt des guten Geschmacks spürt er den Geschmack des Staubes, „das bittere Pulver“, und er hört auf. Wieviel Kraft kann man investieren, ohne irgendetwas zurück zu bekommen? Er merkt nicht, dass er zwar arbeitet, jedoch an der falschen Stelle…

Das merkt man gleich am Verhältnis des Menschen zu der Gruppe und den Freunden – ob er sich in der Gruppe befindet oder nicht, ob er in ihr arbeitet. Diese Anstrengung kann man durch nichts ersetzen – weder durch Geld, noch durch berufsspezifische Fähigkeiten.

Nur wenn du an der Verbindung der Seelen arbeitest, verschwindet dieses „bittere Pulver“, diese Verhüllung, und du enthüllst die spirituelle Welt, die sich genau hier, neben dir befindet. Du hast einfach kein inneres Werkzeug (Kli) gehabt, mit dessen Hilfe du sie – so wie mit einem Radioempfänger die richtige Wellenlänge – empfangen konntest.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal haSulam vom 09.07.2010

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Die Zeit – zu lernen und die Zeit – zu tanzen

Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagen, das es nur während des Unterrichts möglich ist, das Licht heranzuziehen, das zur Quelle zurückführt.

Was ist dann der Sinn der Lieder, der Tänze und der Versammlungen der Freunde auf dem bevorstehenden Mega-Kongress?

Meine Antwort: Alle Systeme der Natur entspringen vier Stadien der Verbreitung des direkten Lichtes, worin es die Kombination von zwei Kräften gibt – des Erhaltens und des Gebens – oder des Lichtes Chassadim und des Lichtes Chochma.

Sie arbeiten wie der Kolben – ein Teil füllt sich an, der andere wird leer und so weiter in der zeitlichen Abwechslung. Es geschieht die abwechselnde Füllung und die Entleerung in den Stadien аlef (1), bet (2), gimel (3) und dalet (4).

Auf dieselbe Weise arbeiten alle Systeme in unserer Welt, gleich dem Pulsieren des Herzens. Es gibt keine Bewegung ohne sich gegenseitig abwechselnde Füllung und Entleerung.

Auch in unserem geistigen Aufstieg: wenn wir lernen – ist es eine Periode, wenn wir uns vereinigen, tanzen oder singen – ist es eine andere Periode. Sie sind verpflichtet, abgewechselt zu werden.

Unsere Welt ist so aufgebaut, dass der Mensch arbeitet, um sich zu ernähren und die Kinder aufziehen soll. Was erreichen wir eigentlich, wenn wir diese Handlungen ausführen? –

Wenn wir in uns selbst eintauchen oder uns mit dem Schöpfer unterhalten, dann werden diese zwei Kräfte unbewusst von einer Eigenschaft zur anderen Eigenschaft – das Erhalten und das Geben – weitergeleitet. Keter – Chochma – Bina – SA – Malchut, das Licht Chochma – und das Licht Chassadim, eins füllt sich auf, das andere wird leer (siehe TES, Teil 5. „Mati ve ло mati“ – „der Eingang und der Ausgang des Lichtes in die Seele“).

Deshalb gibt es die Zeit für die Vereinigung und die Zeit für das Studium. So haben die Kabbalisten beschlossen.

Und deshalb veranstalten wir einmal pro Woche die weltweite Versammlung der Freunde, einmal pro Monat – die regionalen Abende der Einheit, und einmal alle paar Monate – die weltweiten Kongresse.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 11.07.2010

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