Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbindung'

Der Weg zum Licht

Eine Frage, die ich erhielt: Wie wird sich unsere Verbindung auf dem Kongress sichtbar machen?

Meine Antwort: Unsere Verbindung geschieht nicht nur auf dem Kongress, sondern auch in unserem alltäglichen Leben. Die Morgenunterrichte dienen eigentlich unserer gegenseitigen Verbindung in der konzentrierten Art.
 
Gleichzeitig lernen mit uns Tausende Menschen in der ganzen Welt. Wir studieren dieselben Quellen, dasselbe Material, wir lesen den Blog, beantworten die Fragen im System des spirituellen Simulators, wir singen dieselben Lieder, interessieren uns für das gleiche Thema. Dadurch kommt unsere Verbindung zustande.

Und mit jedem Tag wird dieser gegenseitige Einschluss immer tiefer, bis wir den Zustand der Bürgschaft erreichen.

Und was ist die Bürgschaft? Sie ist ein solches minimale Niveau unserer Verbindung, das der ersten spirituellen Stufe entspricht, wenn das Höhere Licht innerhalb unseres spirituellen Gefäßes leuchten kann.

Aus dem Programm „Kabbala für die Anfänger“, 27.10.2010

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Zwei Fenster unserer Realität

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir eine richtige Verbindung erreichen, damit sich das Licht zwischen uns enthüllt?

Meine Antwort: Stellt euch vor, auf einem Computerbildschirm zwei Fenster vor uns zu haben. In dem einen befindet sich das System, in dem wir auf ideale Art und Weise miteinander verbunden sind. Es heißt „die Welt der Unendlichkeit“.

Im anderen Fenster befindet sich das System, welches wir im Moment sehen worin zwischen uns Hass statt Liebe herrscht. Dieses System wird als „diese Welt“ bezeichnet.

Das sind zwei verschiedene Systeme. Die Welt der Unendlichkeit lebt und existiert – sie wird als der erste (Alef) und der dritte (Gimel) Zustand der Realität bezeichnet. Das ist der einzige vom Schöpfer erschaffene Zustand in dem Er anwesend ist.

Alle anderen Zustände, von der Welt der Unendlichkeit bis hin zu unserer Welt, sind 125 Stufen der Verbindung zwischen uns, 125 Zustände, die wir nach und nach hochsteigen können.

Alle Zustände außer der Unendlichkeit werden als Welten, Verhüllungen bezeichnet. Die gleiche Welt der Unendlichkeit, nur verhüllter, undeutlicher, nicht ganz erkenntlich, wird als die Welt von Azilut, eine noch verschwommenere als die Welt von Brija bezeichnet usw.

Jede Welt ist ihrer höheren und ihrer tieferen Welt in allen ihren Details und Teilen ähnlich. Der Unterschied besteht nur darin, in welchem Maße sich das Licht in ihr enthüllt. Je weniger Licht, desto düsterer die Welt. Genauso wie auch wir tagsüber alles gut sehen können, alles klar und deutlich ist, ist es abends finster, und es gibt keinen großen Unterschied zwischen der Finsternis und dem Licht.

Das heißt, wir befinden uns immer im gleichen Zustand, der „die Welt der Unendlichkeit“ genannt wird. Nur wird er von 125 Stufen/Verhüllungen vor uns verdeckt. Und auf der letzten Stufe, auf der wir in unserer Welt existieren, ist die Verhüllung so groß, dass wir als vollkommen von der Spiritualität getrennt gelten.

Wir nehmen noch nicht einmal wahr, dass es zwischen uns und der Welt der Unendlichkeit irgendwelche Zustände und Stufen gibt. Es ist, als ob wir nur hier existieren würden und es nichts Anderes geben würde.

Wir befinden uns in dieser Welt, in unserem „Fenster“ auf unserem „Bildschirm“, doch auf dem gleichen „Bildschirm“ existiert ein anderes „Fenster“ – die Welt der Unendlichkeit. Deshalb, wenn wir versuchen, uns auf eine richtige Art und Weise zueinander zu verhalten, wie in der Welt der Unendlichkeit, als ob wir uns bereits in ihr befinden würden, obwohl wir noch nicht dazu in der Lage sind, gleichen wir uns dadurch der Welt der Unendlichkeit an, wir wollen sie quasi erreichen.

Indem wir wie Säuglinge, die erwachsen werden wollen, ihr entgegenstreben, ziehen wir aus derselben Welt der Unendlichkeit das umgebende Licht (О“М) an – das Licht, das zur Quelle zurückführt und uns der Welt der Unendlichkeit näherbringt.

Das gleiche Prinzip gilt bei allem: wenn ich danach strebe, irgendeine Energiequelle zu erreichen, rufe ich durch mein Bestreben ihr näher zu kommen, eine große Einwirkung auf mich hervor. Hier gelten klare physikalische Gesetze und es gibt nichts Unglaubliches oder Mystisches.

Aus einem Sohar-Unterricht vom 29.10.2010

Wenn nichts mehr die Verbindung trennt

Obwohl wir uns alle in einem System befinden, ist die Verbindung zwischen uns zerrisssen. Der Mensch bekommt eineChance, Ansätze seiner Verbindung mit allen zu sprüren, und dieses Gefühl repräsentiert das Leben in unserer Welt.

Dadurch bekomme ich die Gelegenheit die Verbindung in unserer Welt nach dem Prinzip des Gebens zu erneuern und zu verstärken. Wenn ich das nicht tue, erlischt der spirituelle Funken in mir.

Und dannn bekomme ich ein neues Verlangen, einen neuen Funken, in anderen Worten, ich beginne eine neue Reinkarnation und gelange zu einer neuen Realität.
Hier wird mir eine andere Verbindung mit dem gemeinsamen System von Adam Rischon enthüllt, und ich fühle, wie ich noch einmal in dieser Welt, in einer neue Zeitperiode lebe, in einemRahmen von neuen Beziehungen [Verhältnissen] unter den Menschen. Das ist dann eine andere Chance auf einer neuen Stufe des Verlangens, auf einer neuen Ebene der Verbindung.

Wenn ich die Situation wieder nicht korrekt lösen kann, werde ich wieder auf eine neue Stufe der Verbindung verschoben. In anderern Worten, ich werde wiedergeboren, um in einer neuen Generation, in einer neuer Epoche eine weitere Chance für die Verbindung zu bekommen.
Jedes Mal wird mir eine bestimmte Stufe der zwischenmenschlichen Verbindung offenbart, damit ich eine Methode finde, mich mit ihnen durch Fesseln der Liebe zu verbinden.

Wenn ich selbst, eine oder andere auf Liebe basierende Stufe, erlange, dann spüre ich eine viel höhere und intensivere Form der Existenz, das spirituelle ewige Leben anstelle meiner Welt.

Jetzt, statt einer Reihe von Reschimot, die in meiner Wahrnehmung konstanten Wechsel von Tod und Leben schaffen, erneuere ich unermüdlich selbst die Verbindung mit den anderen und erhebe mich über eine Reihe von neuen Anfängen. Die Verbindung wird nicht mehr durch den Verlust des Körpers getrennt.

So oder so ist alles in einem System eingeschlossen, wo das Gesetz der richtigen Wechselwirkung von den einzelnen Teilen wirkt. Dieses Gesetz heißt Schöpfer, Liebe.

Aus einem Unterricht über einen Artikel von Rabasch, 29.10.2010

Das Rohrleitungssystem des Lebens

Wir existieren in einem System. Wenn wir die richtige Verbindung zwischen all seinen Teilen verwirklichen, schaffen wir ein Netz, das unsere Wünsche auf einer richtigen Art und Weise verbindet.Das ist als ob wir das Rohrleitungssystem zwischen uns korrigieren würden und dann kommt die höhere Kraft, der Schöpfer und beginnt das Licht des Lebens über diese Röhren zu leiten.Alles hängt davon ab, wie wir die Verbindung zwischen uns herstellen, wie groß der Durchmesser der „Röhren“ ist, wie genau die Verbindung ist. Und dann fließt zwischen uns das Licht Nefesch, Ruach, Neschama, Chaja und Jechida. So schreiten wir auf den 125 Stufen der Verbindung zwischen uns fort, bis das ganze Licht NARANCHAJ sich in uns enthüllt. Was bedeutet in der Welt der Unendlichkeit zu leben.

Aus einem Unterricht über den Buch Sohar, 29.10.2010

Liebe ist ein Naturgebot

Es ist Zeit, zu dem Natursystem, zu der Verbindung, die die Natur von uns verlangt, zurückzukehren.

Wir müssen die Übereinstimmung, die Homöostase, die Ähnlichkeit der Eigenschaften erreichen, von der vollkommenen Trennung zu einer Stufe aufsteigen, auf der wir zu hundert Prozent miteinander verbunden sind, wie die Teile eines gesunden Körpers.

Alle Kräfte, die auf uns einwirken, verfolgen ein einziges Ziel – uns zu einer natürlichen Form der Verbindung, zur Liebe, anzustoßen.

Doch wenn unser Egoismus gewachsen ist, wir aber noch nicht die richtige gegenseitige Verbindung gefunden haben, dann wird der Unterschied zwischen den Zuständen, zwischen dem erforderlichen Zusammenschluss und der tatsächlichen Trennung, als Leiden empfunden.

Das ist der Grund, warum das Leben immer schwerer wird. Selbst die Hilfssysteme, die dazu bestimmt sind, die Situation zu mildern, zu verwirren, werden uns nicht mehr helfen können, weil wir in den letzten Entwicklungsabschnitt eingetreten sind und uns zu einem globalen integralen System zusammenschließen müssen.

Heute stellt die Menschheit fest, dass sie durch untrennbare Bande verbunden ist, darum ist sie einfach verpflichtet, das Gesetz der Liebe – das Gesetz des sicheren Zusammenwirkens aller Teile der Schöpfung – in sich umzusetzen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 29.10.2010

 

Schenken und schenken lassen

Die Liebe bedeutet nicht nur Geben, sondern auch Empfangen. Denn jeder vollzieht das Geben mir gegenüber, und ich muss empfangen.

Sonst wird anstelle der Liebe Hass entbrennen. Wenn ich das Geschenk von demjenigen, der mich liebt, verschmähe, ist das keine Liebe mehr.

Eine Frage, die ich erhielt: Was empfange ich und was gebe ich?

Meine Antwort: Meine Bereitschaft und nicht mehr. Denn wir müssen eine Verbindung zwischen uns erschaffen, die dem Schöpfer ähnlich ist. Wenn wir uns in der Liebe befinden, enthüllt sich das höhere Licht zwischen uns, entsprechend dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften.

Du musst das Kli – die Art der Verbindung – vorbereiten und nicht mehr. Dann greift das Gesetz der Ähnlichkeit, und in dieser Verbindung leuchtet das Licht auf, der Schöpfer enthüllt sich.

Es genügt, dies zu wollen, denn du bist das Verlangen. Auf diese Weise bereitest du das Netz, die richtige Verbindung zwischen den Teilen des Systems, vor – und dann haucht der Schöpfer das Leben hinein.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel vin Rabash vom 29.10.2010

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Spirituelle Welt bedeutet Freude und Freiheit

Eine Frage, die ich im Moment von überall her erhalte! Wie kann man auf dem bevorstehenden Kongress die richtige Verbindung erreichen und einen guten Einfluss von der Umgebung bekommen?

Meine Antwort: Jeder kommt ohne jegliche Verpflichtungen, es gibt keinen Druck. Das Wichtigste ist, sich so frei wie möglich zu fühlen. Ich komme zum Kongress und lasse die ganze Aufregung hinter mir, ich befinde mich dort, als ob ich keine Probleme hätte. Man sollte sich so darauf vorbereiten, als ob man zum Picknick oder in den Urlaub fahren würde, ohne jegliche Sorgen.

Natürlich wäre es gut, die Lieder zu lernen und sich mit der Internetseite über die Vorbereitung auf den Kongress vertraut zu machen. Doch das Wichtigste ist, mit einem Gefühl der absoluten Freiheit zu kommen, an einen Ort, der keinerlei Druck ausübt, sondern nur Genuss und Freiheit verspricht. Denn gerade ein solcher Zustand bedeutet Annäherung an das höhere Licht.

In der spirituellen Welt gibt es keine Anspannung, keine Probleme, keine schwierigen Umstände – nichts! Der Mensch muss offen für die Freude sein! Ich bekomme im Moment viele Fragen und Briefe – die Menschen durchleben schwierige Zustände und verspüren Stress, sie zweifeln daran, ob sie zum Kongress kommen sollten oder nicht, ob das ihnen passt oder nicht. Der Eine hat von der Bürgschaft gehört und hat Angst, weil er denkt, dass er dazu nicht in der Lage ist. Der Andere hat gehört, dass man dort zusammenkommt, um das „Licht“ zu empfangen, und weiß nicht, was das ist.

Die Menschen verstehen nicht, dass die Rede einfach von der Vereinigung ist, die jetzt die ganze Welt erlangen muss! Und wir wollen es beschleunigen, solange die Schläge der Natur nicht über uns hereingebrochen sind.

Dank der Vereinigung zwischen uns, die wir zu erreichen versuchen, kommen wir zur Wahrnehmung des höheren Lichts, des höheren Lebens. Eine solche Vereinigung heilt alles Unglück und alle Probleme.

Baal HaSulam schreibt am Ende des „Vorwortes zum Buch Sohar“, dass unsere Entfernung voneinander die Quelle allen Übels, aller Leiden, Krankheiten und allen Unglücks ist. Und wenn wir im Gegenteil beginnen, uns einander näher zu kommen, werden wir uns von Problemen auf allen Ebenen – sowohl von den materiellen als auch von den spirituellen – befreien.

Kommt deshalb frei und voller Freude, ihr werdet von niemandem zu nichts verpflichtet! Selbst das Lächeln muss nicht mitgenommen werden – wir werden es für euch vor Ort besorgen, ihr werdet es sehen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Freiheit“ vom 29.10.2010

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Über die Windeln und die Ewigkeit

Eine Frage, die ich erhielt: Während des Aufbaus der Gruppe muss sehr viel Aufmerksamkeit äußeren Dingen geschenkt werden. Es ist so, als ob man sich um einen Säugling kümmern würde. Wie kann man vermeiden, das innere Wesen dabei aus den Augen zu verlieren?

Meine Antwort: Jede Gruppe wird damit konfrontiert, und jeder Gruppenmitglied stellt sich diese Frage.

Wir leben in einer Welt von materiellen Handlungen. Wie viele Stunden am Tag widme ich mich meinen natürlichen Bedürfnissen: dem Schlaf, dem Essen, dem Waschen usw.?

Wie viele Stunden muss ich arbeiten, Hausarbeit erledigen usw.? Und wie viel Zeit bleibt mir für mich selbst, für meine spirituelle Entwicklung? Eine, zwei Stunden am Tag, wenn man es schafft, sich auf irgendeine Weise von dem Rest loszureißen?

So ist unser Leben geordnet. Von wem? Etwa von dem Schöpfer? Wozu zwingt Er uns, in das materielle, tierische Dasein einzutauchen?

Warum hat Er uns nicht als Engel erschaffen, die von den Sorgen um den Körper, das Zuhause und die Kinder befreit sind, damit wir uns mit nichts Anderem beschäftigen müssten, als mit dem Aufbau der Verbindung zwischen uns?

Doch in Wirklichkeit sieht alles etwas anders aus. Jede Arbeit, selbst die, die nichts mit der Gruppe zu tun hat, stellt die spirituelle Arbeit Netto dar – nur wissen und verstehen wir nichts davon.

Indem ich die Pflichten eines Arbeitnehmers, eines Familienvaters, eines Bürgers usw. erfülle, korrigiere ich mich. Selbst wenn ich das nicht sehe, ist es dennoch so.

Mir wurde erlaubt, nur einen kleinen Teil meines Lebens der spirituellen Korrektur zu widmen. Und wenn ich mich im Laufe dieser Korrektur, anstatt zu studieren, mit der Gestaltung des Lebens in der Gruppe beschäftige, unterstütze und stärke ich damit die Verbindung in unserem gemeinsamen System.

Natürlich darf die gerechte Verteilung der Last zwischen allen nicht vergessen werden.

Aber eigentlich ist das ein sehr umfangreiches Thema, das wir unbedingt wieder aufgreifen werden.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 29.10.2010

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Der Schirm meiner Realität

Eine Frage, die ich erhielt: Hängt die Realitätswahrnehmung von der Umgebung?

Meine Antwort: Wenn ich eine andere, höhere im Bezug auf diese Welt Realität sehen will, kann ich sie nur auf dem Bildschirm, der ich aus der Verbindung zwischen uns aufbaue, sehen

Wenn ich die andere realität aufbauen will, muss ich mich mit den Punkten in herzen meiner Freunden verbinden, ein Netzt zwischen uns schaffen, wie sie vor dem Zerbrechen unserer gemeinsamen Seele war. Dieses netzt ist der Bildschirm, auf dem ich das Weltbild sehe.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“, 20.10.2010

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Die Vernunft der Welt erkennen

Die Vernunft ist dieses Mittel, das den Schöpfer mit der Schöpfung verbindet. Der Maß der Verbindung zwischen Ihm und mir ist, mich wie die Schöpfung und Ihn wie meinen Schöpfer fühlen . Die Vernunft befindet sich in der Mitte zwischen uns und gehört weder mir noch Ihm.

Die Vernunft zu haben bedeutet in einer Handlung zu sein, die sich zu demjenigen anschließt und durch diese Verbindung zwischen der Handlung und dem Handelnden, indem ich seine Handlungen über mich erkenne, erkenne ich auch Ihm.

Denn der Schöpfer wird „Bo-Re“ (was „komm und sieh“ bedeutet) genannt. Also ich erkenne nie Sein Wesen, aber nur Seine Einstellung zu mir, wie es geschrieben steht: „Aus Deiner Handlungen erkennen wir Dich“.

Ich studiere das, was in meinem Innern passiert und suche den Schöpfer hinter diesen Handlungen und so lerne ich Ihn kennen. Das heißt, ich muss die Wurzel jeder meiner Eigenschaft und Zustand erkennen und zu dem Verständnis gelangen, dass es „Niemanden außer Ihm gibt“ und alles vom Schöpfer kommt, dem Guten und das Gute schaffenden.
Wenn ich offenbare, dass alles vom Schöpfer kommt und alles nur zum Guten ist (wie schlecht es auch in meinen Augen erscheinen mag) – das heißt ich habe die Wurzel erreicht, und so in jedem Zustand.

Wie wir in materiellen Beispielen den Gedanken des Schöpfers erkennen können und verstehen, für wen und wofür dieses Ding gemacht wurde, genauso können wir die Schöpfung erforschen, in welcher die ganze Information über den Schöpfer beinhaltet ist.
Denn alles, was in seinem Plan, in seiner Vernunft war hat er in der Materie verkörperlicht. Durch vielfältigen Formen der Materie. Und durch allmöglichen Formen der Materie können wir Seine Vernunft erreichen – das nennt man eine Verschmelzung zwischen der Schöpfung und dem Schöpfer.

Das heißt, dass das Licht Chochma sich in das Licht Chassadim einkleidet bis zu dem Grad, bis zum welchen wir uns korrigiert haben, um das Licht von Ihm ohne jegliches Hindernis und Entstellung von der Seite des eigenen Egoismus zu empfangen.

Wenn wir unseres egoistisches Verlangen im Licht Chassadim reinigen, kann in ihm sich das Licht Chochma, die Vernunft des Schöpfers, einkleiden. Also es kommt in diese korrigierte und reine Wünsche hinein und wir erkennen Seine Vernunft.

Aus einem Unterricht über den Artikel „Die schaffende Vernunft“, 28.10.2010