Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbindung'

Ein Internetlink zum Schöpfer

In Wahrheit hat das Internet eine verborgene Kraft, den Schöpfer!

Das bedeutet, dass innerhalb der virtuellen Verbindung zwischen den Menschen (wenn es sich entwickelt und eine wohlwollende Form annimmt), die höhere Kraft offenbart wird.

Das Internet entwickelte sich speziell, um die Menschen zu verbinden und zu demonstrieren, dass eine auf unsere egoistische Natur beruhende Verbindung nur Übel und Schaden bringen kann, während die Vereinigung mit der höheren Natur gut ist. Die höhere Natur erhebt uns zu einer anderen Dimension, zum ewigen Leben, und befreit uns von allen Problemen. Das wird uns das Internet offenbaren und ich bin sicher, dass es sehr bald geschehen wird, abhängig davon, wie schnell es sich entwickelt.

Es ist unmöglich, es jetzt zu stoppen und keiner wird fähig sein, die Menschen vom Internet abzuziehen. An einigen Plätzen der Welt wird gerade versucht dies zu tun, aber es wird nicht gelingen. Die Menschen werden spüren, dass sie bereit sind, diejenigen zu zerstören, die sie vom Internet abziehen wollen, als ob sie vom Leben selbst abgeschnitten werden.

Wir werden nicht fähig sein, ins vorherige Leben zurückzukehren, welches uns nicht über das Internet verbindet. Wenn irgendjemand versucht, dies zu tun, wird er der größte Feind der Menschheit werden und er wird vernichtet werden, nur weil er das Internet aussteckte.

Immerhin ist es das Instrument der Verbindung zwischen den Menschen. Inzwischen hat der Mensch erkannt, dass das Internet ihm erlaubt, in eine andere Existenzsphäre zu gehen, wo die ganze Welt vor seinen Augen liegt! Aber wenn diese Welt entdeckt, wie leer es tatsächlich ist, wird es ein Sprungbrett in die zukünftige Welt werden.

Aus dem 4. Teil des täglichen Kabbalaunterrichtes vom 23.02.2011″ Einführung ins Buch, Panim Meirot uMasbirot“

Zum bevorstehenden Kongress in Nordamerika

Frage: Worin besteht die Wichtigkeit des bevorstehenden Kongresses in Nordamerika und warum sollte man daran teilnehmen?

Meine Antwort: Unsere Welt befindet sich in einer sehr gefährlichen Lage, andererseits ist diese Lage sehr interessant und sensibel. Diese Situation herrscht im Moment in der ganzen Welt.

Und auf diese riesige und weite Welt können nur wir einen Einfluss ausüben, diejenigen, die sich mit der Kabbala beschäftigen, die als „Isra-El“ (Yashar-Kel, direkt zum Schöpfer) bezeichnet werden und über eine Verbindung mit der höheren Kraft verfügen – mit der einzigen Kraft, die in der Welt regiert.

Wenn wir uns verbinden und diese höhere Kraft beeinflussen wollen, um deren gute Einwirkung hervorzurufen, dann ist das im Grunde genommen die einzige Möglichkeit für die Welt, sich dem Guten zuzuwenden und den Weg des Guten zu gehen. Ansonsten wird sie den Weg der Leiden gehen, entsprechend dem Überhang, der beim Zusammenstoß von Gut und Böse in der Natur entsteht.

Es liegt nur in unseren Händen, durch unsere Verbindung eine gute Entwicklung in die Welt hineinzubringen und gute Zeiten für sie einzuläuten. Am 1. April kommen wir auf dem Kongress in Amerika, in New Jersey, zusammen, wodurch uns eine besondere Gelegenheit geboten wird, uns von dieser wichtigsten Weltmacht, von der meistens der stärkste Einfluss ausgeht, an die ganze Welt mit der positiven, richtigen Kraft zu wenden, die den Erfolg mit sich bringen wird.

Aus diesem Grund empfehle ich allen, die dazu in der Lage sind, zu kommen. Wir werden dort an unserer Verbindung arbeiten, werden versuchen, die höhere Kraft an uns heranzuziehen und sie in das Gesamtsystem der Verbindungen zwischen den Menschen hineinströmen zu lassen, damit diese Energie durch das ganze Netz fließt. Und ich hoffe, dass wir positive Auswirkungen in der ganzen Welt wahrnehmen werden. Alles hängt von uns ab.

Das sind jene Veränderungen, die wir vollziehen können, indem wir den Weg des Lichts oder den Weg der Leiden wählen. Und wir alle sehen, wie schnell die Welt auf dem Weg der Leiden vorankommt. In dem Buch Sohar steht geschrieben, dass alles vom inneren Teil der Welt, sprich von unserer Gruppe abhängt, die den inneren Teil der Menschheit darstellt. Man sollte sich nicht genieren, sondern es mit aller Ernsthaftigkeit und Verantwortlichkeit angehen.

Deshalb setze ich große Hoffnungen auf diesen Kongress und kann ihn kaum erwarten, weil die Welt sich in einer bedrohlichen Lage befindet, jeden Tag passiert etwas. Ich hoffe sehr, dass wir mit Hilfe von allen, die dort zusammenkommen, sowohl den alten als auch den neuen Studenten, große Veränderungen in der Welt bewirken können.

Und wenn wir dort zum Wohl der Welt handeln, dann steht auch uns zu, höher aufzusteigen – auch wir werden eines Aufstieges würdig sein. Jeder Mensch erhält das spirituelle Vorankommen unter der Bedingung, dass er es zum Wohl der Menschheit benutzt.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“, 24.02.2011

Von Worten zu realen Gefühlen

Im Studium der Wissenschaft der Kabbala ist eine besondere Eigenschaft verborgen. Das Licht, d.h. die korrigierende Kraft, die in den kabbalistischen Büchern enthalten ist, führt den Menschen zur Quelle zurück.

Das Licht ist das innere Wesen der Methode, und dementsprechend wird die Wissenschaft der Kabbala als der innere Teil der Tora bezeichnet.

Während wir uns mit ihr beschäftigen, erwecken wir das höhere Licht, das sich im Studium, in der Gruppe, in unserer wechselseitigen Beziehung verbirgt, – und diese Kraft baut wirklich eine Verbindung zwischen uns auf und bringt jedem die gewünschten Veränderungen, damit die Absicht zu geben die egoistische Absicht über allen unseren Verlangen letztendlich ablöst.

Der Mensch denkt ständig an den Zustand, in dem er sich während der Vorbereitung auf das Studium zusammen mit der Gruppe und während des eigentlichen Studiums befindet, wenn er nach Veränderungen mittels des Lichts, das zur Quelle zurückführt, verlangt. Das ist alles, was er braucht. Denn nur eine solche Vorbereitung betrifft seinen freien Willen, die einzige freie Handlung in seinem Leben in dieser Welt und entlang der ganzen spirituellen Leiter.

Aus diesem Grund sollte man sich so stark wie möglich darauf konzentrieren, so oft es geht mit sich selbst darüber reden, alle Details klären, damit sie deutlicher, gefühlstiefer werden, damit sie es uns endlich ermöglichen, von den Worten abzuschalten und zu den Gefühlen, zum inneren Verständnis überzugehen. Dann wird es in mir immer als die wichtigste Grundlage des Daseins leben, für die allein ich sorgen muss. Alles andere wird von selbst dazu kommen.

Dann werde ich sehen, dass mein ganzes Leben und das ganze Leben der Welt nur um diese Achse kreist, um alle an diesen entscheidenden Moment heranzuführen – jeden entsprechend der Wurzel seiner Seele, mit einer größeren oder kleineren Stärke. Das Ziel des Schöpfers ist es, die Menschheit an diesen Punkt heranzuführen.

Womit auch immer ich geboren werden und was auch immer ich bis jetzt erreicht haben mag, es ist mir von oben gegeben worden. Nun aber, da ich mich in der Gruppe befinde, muss ich die Wichtigkeit des Ziels – des Gebens und der Verschmelzung mit dem Schöpfer – erhöhen. Und realisiert wird es durch das Studium in einer richtigen Umgebung, wenn ich nach dem Licht, nach dem „Wundermittel“ verlange. Wenn der Mensch den Gedanken daran nicht loslässt, realisiert er sein Leben mit maximaler Effektivität.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 24.03.2011

Die spirituellen Blumen unter der spirituellen Sonne

Die kabbalistische „Sprache der Zweige“ ist die Sprache jener, die zur Spiritualität gelangen. Für jemanden, der die Verbindung der Zweige mit den spirituellen Wurzeln nicht verwirklicht hat, ist sie unverständlich.

Zunächst muss ich beginnen, die Höhere Welt wahrzunehmen. Wenn ich dann die Worte höre, die zur Unteren Welt gehören, werde ich klar verstehen, auf welche Erscheinung der spirituellen Welt, in der ich zusammen mit den Autoren der kabbalistischen Bücher existiere, sie hinweisen. Ich werde eine gemeinsame Sprache mit Rabbi Shimon und Baal HaSulam erlangen, da auch ich auf der gleichen Stufe, am gleichen Ort sein werde, über den sie sprechen.

Da ich in dieser Welt in meinem physischen Körper existiere, weiss ich, was die Worte „Sonne“, „Erde“ „Vegetation“, „Esel“ bedeuten. Zunächst werde ich mit den Begriffen selbst vertraut und dann höre ich ihre Namen: Worte, Sprache. Ich schreibe diesem realen erkennbarem Objekt, die „Sonne“, einen Namen in irgendeiner Sprache zu. Auf diese Weise benennen wir alle Phänomene dieser Welt, erschaffen dadurch eine Sprache und das ermöglicht uns zu verstehen, was beschrieben wird.

Wenn ich ebenfalls in der spirituellen Welt existiere, erreiche ich eine zusätzliche Realität, die „Sonne“, „Erde“, „Vegetation“, „Esel“, genannt wird. Ich erkenne diese Objekte und finde ihre Namen heraus. Nun kann der Autor der kabbalistischen Bücher beginnen, mir die Verbindung zwischen allen diesen Phänomenen der sprirituellen Welt zu erklären, indem er die Worte dieser Welt gebraucht.

Weil ich in der Erlangung der Verbindung zwischen den materiellen Zweigen und den spirituellen Wurzeln existiere, ist für mich klar, worauf er in der spirituellen Welt zeigt. Diese „Sprache der Zweige“ verwandelt sich in meine Sprache; sie erklärt mir alles.

Wenn wir einem Kind das Sprechen beibringen, zeigen wir ihm Dinge und benennen sie. Auf diese Weise können wir einem „Kind“ ebenfalls alles in der spirituellen Welt erklären. Dazu muss es die spirituelle Wirklichkeit wahrnehmen und entdecken, wie sie genannt wird. Das heißt, es braucht Hilfe im Verstehen der Verbindung zwischen Zweig und Wurzel, sowie der Verbindung zwischen Teilen der spirituellen Wirklichkeit.

Kabbalisten lehren uns, unsere Position in der spirituellen Welt mit Hilfe der „Sprache der Zweige“ zu bestimmen. Doch zuerst müssen wir fühlen, was die spirituellen Blumen, Gras oder Sonne sind…

Es gibt spirituelle Begriffe, die ein Mensch noch nicht wahrnimmt, während ein Kabbalist ihm hilft, sie zu erkennen. Diese Sprache bringt uns voran und formt uns. Die Verbindung innerhalb dieser Sprache erklärt uns die Bedeutung von Worten oder warum die Worte aus bestimmten Buchstaben bestehen. Denn in Hebräisch zeigen die Form der Buchstaben und ihre Reihenfolge in einem Wort die Eigenschaften eines spirituellen Objektes, das diesen bestimmten Namen hat. Auf diese Weise wurde die spirituelle Information an uns weitergegeben.

Diese Sprache ist schon für uns vorbereitet, denn alle Worte, von Oben nach Unten, sind miteinander verbunden. Wir werden in diese Welt geboren, fühlen sie und lernen die Verbindung zwischen den Worten. Nun müssen wir uns aus der unteren Welt zur höheren erheben und wir nehmen alles, was in dieser Welt ist, die Kenntnis aller Zweige und all ihre Namen und beginnen, damit ausgerüstet, aufzusteigen.

Die auf die Wurzel ausgerichtete Verbindung hat sich bis zur Unendlichkeit ausgedehnt. Jede Stufe beinhaltet alles, was in unserer Welt existiert, doch jedes Mal wird sie uns in Begriffen mit höherer Qualität enthüllt, d.h. sie sind stärker mit einer einzigen vereinigten Wurzel verbunden.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 10.02.2011, „Das Wesen der Weisheit der Kabbala“

Wo kann du Sehnsucht „erwerben“?

Wenn wir den Sohar lesen, müssen wir uns auf die Verbindung zwischen den Seelen konzentrieren, genau dort, wo der Bruch geschah. Wir müssen uns den korrigierten Zustand vorstellen, in dem wir Einheit unter den Seelen erlangen.

Die Seelen sind die Sehnsüchte, den Schöpfer zu enthüllen. Jeder Mensch, der diese Sehnsucht hat, muss sich wünschen, sie durch die Verbindung mit den Anderen zu intensivieren. Dann erhält er von ihnen die selbe Sehnsucht, und auf diese Weise wächst er.

Es ist bekannt, dass uns Freunde mit Hilfe von Feindschaft, Leidenschaft und Machtbegierde von ihrer Sehnsucht beeindrucken können, mit dem Schöpfer vereint zu werden, um Ihn zu enthüllen. Genau das wollen wir von ihnen „erwerben“.

Deswegen verlangt jeder von uns, sich während des Studiums mit dem gesamten Verlangen der Gruppe zu verbinden, um den Schöpfer zu enthüllen. Dies ist nur in der Einheit zwischen uns möglich. Schließlich kann ich die Sehnsucht des Freundes nicht rauben. Allerdings, wenn ich mich mit ihm verbinde, dann besitzt jeder von uns bereits die gemeinsame Kraft. Und dann, wenn wir genügend Kräfte vereinigen, kann jeder von uns die Enthüllung des Schöpfers erlangen.

Allerdings kann sich die Einheit zwischen uns nicht nur deshalb entwickeln, weil ich mich mit dem Verlangen meines Freundes vereinigen will. Ich besitze nicht die Stärke mich mit ihm zu verbinden. Ich benötige das Licht, um diese Handlung auszuführen.

Wir befinden uns in einem zerbrochenem Zustand, in dem keine Verbindung zwischen uns besteht. Ich möchte, dass sich diese Verbindung herausbildet und dann erlange ich mit der gemeinsamen Kraft die Enthüllung. Darüber müssen wir nachdenken, während wir den Sohar lesen.Der Sohar sind nur die korrigierten Formen der Verbindung zwischen uns.

Aus dem 2.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichts vom 22/02/2011, Der Sohar

Ein Seil in die spirituelle Welt

Frage: Ist der Begriff „Segula“/„Wundermittel“ die Grundlage für die integrale Erziehung?

Meine Antwort: „Segula“ ist die Grundlage, damit fängt man an. Denn die spirituelle Welt ist unserer Welt entgegengesetzt und deshalb völlig von ihr getrennt. Die spirituelle Welt hat keine Verbindung mit der materiellen. Du kannst nichts mit der spirituellen Welt tun – weder die Kraft von dort anziehen noch auf sie einwirken. Weder Karten noch „Wunder“ noch rote Bänder werden dir helfen, diesen absoluten Bruch zwischen den Welten zu überwinden.

Der Kontakt, durch den du die spirituelle Einwirkung auf dich hervorrufen kannst, wird nur durch deine richtige Verbindung mit dem Lehrer, dem Lehrbuch und der Gruppe hergestellt – wenn du sie benutzt, um die Absicht, die dringende Notwendigkeit, das Verständnis, was genau du von dem Studium erwartest, in dir zu erwecken.

Und dann führt dich das Studium mit dem wahren Lehrer, der richtigen Gruppe und den authentischen Büchern zur Umsetzung der Absicht. Und außer all dem wird dir nichts helfen. Ohne „Segula“ in dieser Welt würde der Mensch ein Tier bleiben.

Aus diesem Grund ist es für uns derart wichtig, zu klären, wie diese drei Bestandteile – der Lehrer, die Bücher und die Gruppe – sein sollen, wie sie richtig auf mich einwirken sollen – in Bürgschaft.

All das ist in der Notwendigkeit, die Spiritualität zu ergründen, konzentriert. Und die Spiritualität wird durch das Studium ergründet, in dem eine geheime Kraft verborgen ist. Diese Kraft muss auf mich einwirken, wenn ich mich an sie wende.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 23.02.2011

Was mich zu der Wurzel meiner Seele führen wird

Frage: Wie soll ich die Enthüllung der Wurzel meiner Seele beschleunigen?

Meine Antwort: Indem sich der Mensch in die Gruppe einfügt, erweckt er das höhere Licht, das ihm zeigt, wie sehr er der Verbindung entgegengesetzt und wie weit er von den Anderen entfernt ist, wie sehr er sie verachtet, hasst und zurückweist.

Was ist die Wurzel meiner Seele? Das ist mein Platz im System des gemeinsamen Verlangens, welches vom Schöpfer erschaffen wurde. Ich kann sie nur unter der Bedingung enthüllen, dass ich mich mit allen anderen Seelen vollkommen verbunden habe, denn nur dann werde ich meine Rolle in dem gemeinsamen Organismus verstehen.

Deshalb besteht unsere Korrektur in der Erweckung des Lichts, welches uns mit dem gesamten System verbinden wird. In diesem Fall hilft selbst die Abstoßung der Vereinigung den eigenen Platz zu enthüllen.

Der Prozess der Klärung seiner Einstellung gegenüber den anderen Seelen ist allmählich und langwierig, denn der Mensch enthüllt seinen wahren Platz und seine Rolle in dem Gesamtsystem nur nach der Erlangung der Erkenntnis und dem Einschluss in alle Anderen, wenn die Kraft des Gebens in ihm anfängt, die Form des Empfangens zu bestimmen, d.h., wenn das Geben größer als das Empfangen wird. Das geschieht dadurch, dass das Licht in ausreichendem Maße auf ihn eingewirkt hat.

Lass also das Licht wirken und stimme dem Erlangen der Eigenschaft des Gebens zu!

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 18.02.2011

Gebt nicht zu viel Gewürz dazu!

Während des Lesens des Sohar müssen wir fortwährend an die Verbindung zwischen uns denken und basierend auf diesem ständigen, starken Gedanken uns lediglich ein wenig den Text anhören – nur soweit es möglich ist, als Zusatz, als Gewürz.

Der Gedanke an die Verbindung muss aber stark und ununterbrochen sein. Und nur im Rahmen des Möglichen fügen wir den eigentlichen Text hinzu, den Gedanken daran, die Empfindung dessen. Jedoch nur unter der Bedingung, dass diese Grundlage – der ständige Gedanke an die Einheit – nicht verschwindet und nicht abschwächt.

Wir könnten uns mit Leichtigkeit in der richtigen Absicht befinden, wenn wir nur wüssten, dass der Sohar, genauso wie auch die gesamte Tora, nur von den Arten der Verbindung zwischen uns spricht. Deshalb ist alles, was wir studieren, und alles, was wir in diesem Moment als Resultat unserer Arbeit sehen wollen, die Verbindung zwischen uns, die Arten unserer Verbindung, ihre charakteristischen Merkmale, alles, was zwischen uns stattfindet, – über all das steht im Buch Sohar geschrieben.

Und deshalb sprechen wir von ein und demselben Punkt – dem Punkt der Verbindung zwischen mir und den Anderen. Und in diesem Punkt gibt es alle möglichen Arten der Verbindung zwischen mir und allen Anderen. Genau darüber erzählt die Tora.

Deshalb, wenn ich mich korrekt ausrichte, verstehe ich, dass es nur darum geht. Welche Arten der Verbindung gibt es nun zwischen uns? Worin kann ich mich verbinden? Wie kann ich das erkennen?

Das bedeutet, dass wir den Lernstoff erkennen wollen – und ihn nicht beherrschen. Doch durch die Bestrebung ihn zu erkennen, uns zu einem gemeinsamen Verlangen/Kli zu verbinden und alle Arten der Verbindung, von denen die Tora erzählt, zu klären, kommt das Licht, das zur Quelle zurückführt, stellt diese Verbindung her, klärt auf – und dann enthüllen wir es tatsächlich.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 21.02.2011

Spirituelle Infusion via Internet

Es ist unmöglich, ohne das Licht, das zur Quelle zurückführt, auszukommen, und es kann nur angezogen werden durch das Lesen von kabbalistischen Büchern und das Studium in der Gruppe derjenigen, die eine neue, innere Verbindung unter sich enthüllen wollen.

Das entspricht einem spirituellen Netz, wo wir alle miteinander verbunden und mit Licht erfüllt sind. Aus diesem Grund müssen wir, die hier unten voneinander getrennt sind, uns verbinden wollen und das Licht bitten, unsere Verbindung zu korrigieren. Diese Übereinstimmung muss auf zwei parallelen Ebenen existieren: der materiellen und der spirituellen.

Doch es wird sich noch eine riesige Anzahl von Menschen zusammen mit uns im Internet-Netz befinden, die nach der gleichen Verbindung, nach der Spiritualität suchen, aber nicht studieren können und wahrscheinlich noch nicht einmal was von den Unterrichten gehört haben. Und weil wir uns alle in einem Netz befinden werden, werden sie spüren, dass der Anschluss an uns ihnen eine angenehme Erfüllung bringt. Sie werden selbst nicht verstehen, woher das kommt – doch so werden sie es in ihrem Verlangen empfinden.

Denn der Mensch ist lediglich eine Außenhülle, in deren Innerem das Verlangen, welches die zu ihm strömende Erfüllung spürt, enthalten ist. Und dann werden die anderen Menschen genauso, wie meine Schüler mich gefunden haben, unsere Gruppe im weltweiten Internetsystem finden, sich ihr anschließen und von dort eine Infusion erhalten, die sie sich gut fühlen lässt. Und auf diese Weise werden sich immer mehr Menschen uns anschließen.

Deshalb müssen wir uns im Internet verbreiten, in allen Sprachen, und so bekannt wie nur möglich werden, um dem Menschen eine Möglichkeit zu geben, sich uns anzuschließen. Und vielleicht sollte die Erklärung selbst eine gewisse „Internet-Färbung“ in ihrem Ausdruck und in der Sprache enthalten, denn das menschliche Gehirn, das sich bereits an das Internet gewöhnt hat, kann alles nur in diesem neuen Stil wahrnehmen.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“, 21.02.2011

Die Formel der Unendlichkeit

Frage: Im Buch Sohar wird über die inneren Zustände meiner Seele gesprochen. Dennoch ist es unklar, welchen Zustand ich mir vorstellen soll?

Meine Antwort: Der Zustand der allmählichen Vereinigung aller Menschen, weil unsere Vereinigung deine Seele ist, wenn du dich bemühst alle in ein Ganzes zu vereinigen. Wenn ich solche Anstrengungen mache, dann ist es meine Seele. Wenn es andere Menschen tun, dann ist es ihre Seele.

Jeder von uns gleicht einer Körperzelle, die sich bemüht, den ganzen Organismus zu verbinden. Dadurch offenbarst du den ganzen Körper/Wunsch. Er heißt deine Seele.

Wenn du dich nur mit einem Körperteil beschäftigst und dich nur im bestimmten Maß verbindest, dann hast du dementsprechend nur eine Teilseele. Es bedeutet, dass du dich auf dem Weg, auf der Treppe der Stufen befindest.

Aber wenn du am Ende des Weges bist, das Ende der Treppe erreichst, die oberste Stufe, Malchut der Unendlichkeit, dann gibt es dort keine Grenzen, kein Ende und alles verschmilzt in einander.

Aber jeder von uns stellt sich Malchut der Unendlichkeit vom persönlichen Standpunkt aus vor, weil jeder von uns über die besondere Wurzel der Seele verfügt. Deshalb wird kein Mensch dabei annulliert, oder hebt seine Unabhängigkeit auf.

Das Einzige, was wir beim Lesen des Buches Sohar klären müssen, sind die Arten der Verbindung zwischen uns. In jeder einzelnen Seele gibt es nur diesen Wunsch. Und die ganze Wissenschaft der Kabbala ist eine Verbindung zwischen den Wünschen, wodurch die Einheit, die ganze Macht der Malchut geschaffen wird.

Im Computersystem gibt es beispielsweise nichts, außer dem Plus und dem Minus. Milliardefache Verknüpfungen zwischen diesen beiden bilden seine ganze Macht und die Möglichkeiten. Und ebenso ist die ganze Arbeit unseres Gehirns auf die unzählbaren Verbindungen zwischen „dem Plus“ und „dem Minus“ gegründet, zwischen dem Verlangen zu empfangen, und dem Verlangen zu geben. Sie können sich mehr oder weniger, in diesem oder jenem Maß verbinden, oder aber gar nicht verbinden. Es gibt nichts anderes. Aber aus den riesigen Ansammlungen dieser unterschiedlichen Teile, die aus verschiedenen Variationen der Verbindung oder ihrer Abwesenheit zwischen dem Plus und dem Minus bestehen, ergibt sich die ergreifende Weisheit und eine wahrhaftig Göttliche Macht.

Und deshalb klären wir gerade diese Arten der Verbindung zwischen diesen winzigen Teilen – zwischen den Seelen auf.

Auszug aus dem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 20.02.2011