Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Was bedeutet die „gegenseitige Bürgschaft“?

Frage: Was bedeutet die „gegenseitige Bürgschaft“?

Meine Antwort: Die gegenseitige Bürgschaft ist eine solche Verbindung unter uns, bei der ich alle anderen Menschen als meine Familienmitglieder betrachte.

Es ist schwer vorstellbar, dass so etwas möglich ist, und doch müssen wir einen solchen Zustand in unserer inneren Entwicklung erreichen, in dem jeder Mensch auf der Welt die ganze Welt, die sich in ihm befindet, wahrnehmen kann.

Denn wie nehme ich meine Familie wahr? Ich spüre jedes einzelne Familienmitglied in mir, sie sind ein Teil von mir. Ich fühle, was ich wem geben soll, um wen ich mich kümmern soll, wen ich unterstützen soll. Ich habe meine alten Eltern, meine Kinder, meine Enkelkinder, ich habe Ausgaben, Verpflichtungen, Schulden, der eine ist krank, der andere braucht Hilfe usw.

Dementsprechend wird während unseres gemeinsamen Familienrates unter der Berücksichtigung der Bedürfnisse jedes Einzelnen eine Prioritätenliste dieser Bedürfnisse erstellt: was müssen wir als erstes, als zweites, als drittes usw. tun.

Wenn wir mit einer solchen Einstellung gegenüber der Welt auftreten, wie in einer Familie, dann wird jeder von uns zu einem harmonischen Teil dieser Welt. Zu einem solchen Zustand wird uns die Natur bringen – entweder durch Schläge oder durch unser Verständnis.

Diese Krise fängt erst an!

Meinung (S. Karaganow, Rat für Außen-und Verteidigungspolitik Russlands, Politikwissenschaftler, Doktor der Geschichtswissenschaften, Institut für Europa):

Die globale Krise steht erst am Anfang und wird jeden treffen. Aber noch ist nicht klar, wie und wann sich alle Länder verbinden, um gemeinsam mit der Überwindung zu beginnen.

Diese Krise ist eine neue Periode in der Weltgeschichte, sie bedroht Milliarden von Menschen und kann zu Konflikten führen. Das ist nicht nur eine Finanz- und Wirtschaftskrise, sondern auch eine gemeinsame Krise des globalen Regierungssystems, der Ideen der weltweiten Entwicklung und internationaler Institutionen.

Die Überwindung der Krise erfordert eine neue Philosophie der globalen Entwicklung.  Es muss ein Konzept des internationalen Regierungssystems auf einer gerechten und nachhaltigen Grundlage ausgearbeitet werden.

Prinzipien der Gestaltung eines zukünftigen Systems:

– Liberale Wirtschaft und Handel unter strenger internationaler Kontrolle.
– Koordination der Politik der mächtigen und verantwortlichen Länder.
– Kollektive Bemühungen zur Sicherheit, Eliminierung der Quellen für Konflikte.
– Die gemeinsame Lösung von Energieproblemen.
– Russland und die EU müssen zu einer strategischen Allianz kommen.
– Ziel der Entwicklung ist der Fortschritt und die Demokratie die Folge davon.

Kommentar: Die Krise hat gerade erst begonnen, und die Lösung kommt durch die Verbindung zustande. Ansonsten drohen Entbehrungen!

Die vertrockneten Körner beleben

Unsere Freiheit der Wahl besteht darin, sich in die Gruppe einzugliedern und in der Lage zu sein, gegen den natürlichen Egoismus zu arbeiten. Aus der Gruppe bekomme ich das Streben zur Spiritualität und zum Geben sowie zur Bitte (Man) um den Schirm (Massach) und um das Licht (Or Choser) – in dem Maß, in dem ich es wirklich will.

Aber wenn ich das alles nicht wirklich will, wie kann ich dann den Wunsch bekommen?! Wir sind deshalb auf eine solche Stufe gestellt worden, die keine Verbindung zur Spiritualität hat und völlig materiell ist! Sie bleibt mir erhalten, selbst wenn ich zur letzten Stufe vor dem „Gmar Tikun“ aufsteigen werde; ich werde also diese Stufe immer wahrnehmen, welche „diese Welt“ heißt. Und ich kann mich hier mechanisch, ohne jedes Verlangen, verpflichten, mich innerhalb der Gruppe aufzuhalten und von ihr den Einfluss, ohne jegliches Bedürfnis meinerseits, bekommen.

Auf diese Weise wird die richtige Umgebung in mir das Bedürfnis zum Geben wecken, das mich zwingen wird, zu lernen und an allen Gruppenaktivitäten teilzunehmen. Und im Endeffekt wird sie mich an den Schirm und an das reflektierende Licht bringen.

Deshalb baut der Mensch die Umgebung und die Rahmenbedingungen um sich auf, welche ihm zeigen, inwiefern er sich spirituell entwickeln will. Dann kann er ohne jedes Verlangen, ohne jedes Bedürfnis und selbst bei der Abneigung weiterarbeiten. Aber wenn ihm irgendwelches Anfangsstreben zur Spiritualität gegeben ist, dann ist er verpflichtet, sich in die richtige Gruppe zu integrieren, welche im Menschen das Bedürfnis zum Spirituellen bilden wird.

Wie im Buch Sohar geschrieben ist, haben sogar die Schüler der Gruppe von Rabbi Schimon am Anfang des Studiums in sich den großen gegenseitigen Hass empfunden. Niemand hatte das Verlangen zur Nächstenliebe und jeder fühlte, dass er die Gruppe und die Freunde hasste. Auch wir kommen in Wirklichkeit in einem solchen Zustand zum Unterricht – wie die vertrockneten, toten Körner. Wir kommen rein mechanisch, ohne Herz und Vernunft.

Dann setzen wir uns und beginnen zu lernen, zuerst mechanisch, ohne eine Forderung im Herz. Wir beginnen zu sprechen, aber wir lügen dabei, denn keiner will die Vereinigung. Wir beginnen von weitem und ziehen allmählich mittels des Studiums das Licht heran, das zur Quelle zurückführt und uns dadurch verändert.
Dieses ferne, umgebende Licht beleuchtet unseren egoistischen und zerbrochenen Wunsch und verändert ihn allmählich. In seinem Inneren beginnt der Punkt im Herzen immer mehr aufzuwachen. So steht der Mensch von den Toten auf.

So beschreibt der Sohar diese großen Kabbalisten, die sich auf den Stufen GA“R der Welt Azilut befanden und deshalb für uns ein solches Buch schreiben konnten. Aber in Wirklichkeit hat jeder vor dem Unterricht ein riesiges Fallen. Kurz vor dem Korrekturende hat sich Rabbi Schimon als Schimon vom Markt empfunden, der das ganze spirituelle Begreifen verloren hat.

Sie konnten sich jedoch umarmen und verbinden, weil sie sich in dieser Welt befanden und ihre materiellen Verlangen (die physischen Körper) empfanden. So konnten sie sich einander mittels des einfachen Gesprächs „aus dem Mund ins Ohr“ inspirieren lassen, und das auf der Stufe, auf welcher kein spirituelles Geben möglich ist.

Aber darin ist eine besondere, große Kraft enthalten, welche dir zulässt, ständig den neuen Anfang zu nehmen, die Verbindung mit der Spiritualität mittels der Verbindung unserer Verlangen aufzubauen, welche dir heute als die materiellen Körper erscheinen. Auf diesem Wege wachen wir auf, um das Ziel der Schöpfung zu erreichen und um immer höher aufzusteigen, bis wir am Ende der Korrektur ankommen.

Und nur, wenn wir die endgültige Korrektur, alle vorhergehenden Stufen, einschließlich die Stufe dieser Welt, erreichen, werden sie alle, wie ein Teppich zusammengerollt, sich an Malchut der Welt der Unendlichkeit anschließen. Diese Schlusshandlung wird als „Sivug rav paalim u-mekabziel“ – die große Verschmelzung beschrieben. Und danach kehrt die ganze Realität in die Unendlichkeit zurück.

Aber bis dahin werden wir in der Empfindung dieser Welt auf der untersten Stufe der spirituellen Treppe existieren, weil wir ohne sie niemals die geistige Handlung selbständig ausführen werden. Deshalb bestimmt der Mensch selbst, inwiefern er zur Heiligkeit aufsteigen will, aus der Stufe dieser Welt, welche vom Spirituellen ganz abgetrennt ist. Somit bietet diese Stufe immer die Freiheit der Wahl für den Eingang in die spirituelle Welt.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 29.07.2011

Das Medikament für alle Notfälle

Frage: Wie kann das Lesen des Textes, den ich nicht verstehe, mir helfen, sich mit der Gruppe zu verbinden oder die Verbindung zu wünschen?

Meine Antwort: Das Lesen des Textes an sich ist nicht wirksam. Es hilft der Gedanke darüber, was genau ich mir wünsche. Er gleicht sich der Quelle der Kraft an. Sagen wir, dir wurde ein Medikament gegeben, und es heilt genau die Krankheit, die du selbst zu behandeln beabsichtigst.

Das Medikament wirkt auf den ganzen Organismus. Folglich sollst du selbst entscheiden, was genau du heilen willst: das Bein, die Hand, den Kopf, irgendeine Wunde – was du willst. Das Medikament an sich – ist universell.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch „Sohar“, 31.07.2011

Wecke die Freunde in dir auf

Frage: Wie zeigt sich mein Bedürfnis nach der Bürgschaft?

Meine Antwort: Es zeigt sich darin, dass ich ständig an meine Chaverim denke sowie innerlich besorgt bin, dass sie an das Ziel denken. So wecke ich sie auf, die innere Arbeit durchzuführen, weil die Wörter hier nicht helfen würden. Die Wörter würden die Stärke dieser inneren Anstrengungen sogar mindern. Unsere ganze Arbeit wird nicht außen, sondern in unserem Inneren geführt. Wichtig ist, inwieweit ich mich darin bemühe, die Freunde in mir zu beleben, damit wir zusammen die Bürgschaft erreichen.

Wir werden die Bürgschaft niemals aus eigenen Kräften erreichen, deshalb fordern wir die Offenbarung des Schöpfers. Denn die Bürgschaft ist jene Kraft des Schöpfers, die uns untereinander verbindet. Wir können die Verbindung zwischen uns sowie die Kraft des Gebens nicht selbständig erreichen. Nur wenn das Licht des Schöpfers sich zwischen uns befinden würde, könnte es funktionieren. Sonst nicht.

Heute sind wir nur vom Hass verbunden. Aber wenn das Licht zwischen uns herrschen wird, dann werden wir die Kraft der Liebe und des Gebens erreichen. Die Bürgschaft ist also jene Kraft, die den Raum unserer Wechselbeziehungen ausfüllt.

Wir sollen nach ihr streben, obwohl wir selbst solche Bürgschaft nicht erreichen können. Wenn wir in uns das richtige Bedürfnis nach Bürgschaft aufbauen, um mit ihrer Hilfe den Schöpfer zu erreichen, dann wird sie wie aus der Dunkelheit zum Vorschein kommen. Und „für den Schöpfer“ bedeutet – für die Eigenschaft der absoluten Nächstenliebe.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 26.07.2011

Zeit zu handeln – dem Schöpfer zuliebe

Frage: Was bedeutet „die Absicht aufrechterhalten“? Ich habe den Eindruck, dass man sich auf diese Weise nicht bewegen oder entwickeln kann. Wie kann man die Absicht entwickeln?

Meine Antwort: Während wir den Sohar lesen, spiele ich mit meinen Freunden ein Spiel. Es spielt keine Rolle, wie gut oder wie schlecht wir diese Worte verstehen, ob wir nur Teile eines Satzes, ein viertel davon oder den ganzen Satz hören, alle Worte, und ob wir mehr oder weniger tief graben – jeder tut, was er kann. Das Spiel besteht in der Wechselbeziehung all dieser Worte mit der Verbindung zwischen uns.

Tatsächlich sagt uns das Buch Sohar etwas über die Art, in der wir uns miteinander verbinden sollen. Ich weiß nicht, wie diese Verbindung ist, aber darin wird sie beschrieben. Und aus diesem Grund versuche ich, während ich den Sohar lese, darüber nachzudenken, wie diese Verbindung auf die eine oder andere Weise aussehen mag.

Es steht zum Beispiel geschrieben „‘dem Schöpfer zuliebe handeln“ … denn ‘sie haben gegen die Tora verstoßen'“. Worauf bezieht sich das? Wenn ein Mensch die Absicht zu Geben vergisst, bedeutet das, dass er ‘gegen die Tora verstossen‘ hat. Und dann bedeutet „dem Schöpfer zuliebe handeln“, dass man wiederum zur Absicht, zu derselben starken Verbindung mit seinen Freunden zurückkehren muss – zu gegenseitigem Geben – denn auf diese Weise strebt man danach, einen „Ort“ für die Enthüllung des Schöpfers zu erbauen. Und das machst du, um Ihm die Möglichkeit zu geben, Sich Selbst zu enthüllen. Er empfängt dadurch Genuss, wie ein Gastgeber, der seinen Gästen Leckereien zeigt.

Warum also liest du den Sohar? Wo erkennst du, was du gelesen und enthüllt hast? Es kann nur in der korrigierten Beziehung zwischen uns enthüllt werden. Es gibt keinen anderen „Ort“. Es wird nur enthüllt, wenn wir fähig sind, die richtige Verbindung in gegenseitigem Geben zu erschaffen. Darum will ich die Fäden, das Netz enthüllen, das unsere Verlangen, Gedanken und die Stärke des Bestrebens zwischen uns verbindet. Welche Kräfte treiben diese Verbindung an? Was ist die Formel dieses Netzwerkes? Ich will etwas darüber wissen! Und besonders der Sohar erzählt uns darüber.

Aus dem 2. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 12.07.2011, Der Sohar

Die unsichtbare Pipeline der gegenseitigen Hilfe

Heute ist es schon Tatsache, dass wir nicht unabhängig voneinander existieren können. Auch früher waren wir miteinander verbunden, nur war das uns nicht bewusst.

Nun aber wird es uns offengelegt, um uns zu zwingen, unsere Arbeit zu erledigen. Und vorher waren wir in der Tat nicht so sehr voneinander abhängig. Es wurde nicht von uns verlangt – wir befanden uns im Wachstum und in der Entwicklung, wie ein Kleinkind, von dem man noch keine ernsthafte Arbeit erwarten kann, welche ein erwachsener Mensch erledigt. Denn ein Kleinkind ist noch nicht dazu in der Lage.

Aber jetzt sind wir in unserem Egoismus gewachsen, und das gesamte System offenbart sich. Dieses enthüllte sich im Laufe von Jahrtausenden – Menschen wurden immer enger miteinander verbunden.

Im alten Babylon haben die Menschen versucht, sich zu verbinden – sofort brach die Krise aus, und die Menschen wurden über die ganze Erde verstreut; so ging die Verbindung verloren. Und wieder versuchten sie sich zu verbinden, indem sie durch Kriege, Katastrophen, Entdeckung neuer Kontinente, Entwicklung der Religionen gegangen sind – all das stellt die Entstehung verschiedener Arten von Verbindungen innerhalb des Systems dar. Bis wir endlich in der heutigen „globalen“ Welt angekommen sind!

Und darum darfst du dich nicht aufregen, dass du von materiellen Problemen abgelenkt wirst! In dem Maße, in dem die Welt leidet, wirst auch du leiden, entsprechend deiner Stellung und Wichtigkeit im Gesamtsystem.

Daher gibt es in der Welt diejenigen, die besser leben, und diejenigen, die schlechter dran sind. Die Welt befindet sich in einer Art mittleren Allgemeinzustand;, doch jeder empfindet ihn anders, weil ihre Seelen sich in verschiedenen Zuständen der Gesamtstruktur der Seelen befinden, und jeder hat seine eigene Stufe, seine Rolle, seinen Arbeitsplatz – wie bei den Körperteilen eines Körpers.

Das Prinzip ist ganz einfach: Wenn es allen gut geht, dann wird es auch dir gut gehen! Aber wir dürfen nicht einfach darauf warten, dass es allen gut geht, sondern uns wünschen, dass es passiert … Und nicht, weil ich erwarte, dass es mir selbst dadurch besser gehen wird – es wird bereits „um des Gebens willen“ sein.

Selbst wenn es für sich selbst ist, „lo liShma„, ist es bereits gut. Wir sehen, dass der Mensch nach und nach zu diesem Verständnis geführt wird. Gerade diese Abhängigkeit, die wir heute in der gesamten Welt vorfinden – zwischen allen Ländern und Völkern – enthüllt uns, dass der Eine sich unmöglich gut fühlen kann, wenn es einem Anderen schlecht geht.

Wir sehen, dass zwischen uns eine Art interne Verbindung besteht, durch die, wie durch eine unterirdische Pipeline, Probleme fließen – von Land zu Land, von Nation zu Nation. Wir selbst verstehen nicht, warum dies geschieht. Genau das ist die schrittweise Enthüllung des höheren Systems, damit wir dieses endlich vor uns sehen können. Wir können uns nirgendwo davor verstecken.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 08.07.2011

Prüfe dich!

Frage: Wie kann ich überprüfen, ob meine Bemühungen in vollem Maße erfolgen?

Meine Antwort: Die Anstrengungen sollen nach dem Prinzip „Glaube über dem Verstand“ unternommen werden: obwohl es dem Menschen scheint, dass alle Anstrengungen ungewöhnlich schwierig und unmöglich sind und er sie alle satt hat; obwohl er den Glauben an den Lehrer, mit allen seinen Hinweisen, sowie an den verhüllten Schöpfer verliert, weil er nicht versteht, was Er von ihm will; obwohl die Gruppe seinen Ansprüchen nicht gerecht wird – jeder Einzelne und alle zusammen. Unabhängig davon soll er weitermachen.

Dabei muss man beachten, dass er dieses Bild sieht, weil er die Welt durch sein Ego wahrnimmt. Und in Wirklichkeit ist man schon in der Welt der Unendlichkeit. Und die Gruppe sind jene Seelen, mit denen er sich in voller Vereinigung befindet! Und der Lehrer ist jener Teil, der sich über uns befindet und uns zur Vereinigung mit anderen, schon korrigierten Seelen, führt, damit wir zusammen den Seelen helfen, die noch nicht korrigiert sind. Und dann wird der Schöpfer offenbart, wobei Er jetzt unseretwegen verborgen ist.

Wenn der Mensch sich diesen Zustand richtig vorstellen könnte, dann würde er verstehen, dass diese Welt nur seine eigene Illusion ist. Durch dieses illusorische Bild soll er in die Tiefe graben, bis es ihm gelingt, zur inneren Form zu gelangen, um die verborgene Verbindung zu entdecken, wie auf der Kehrseite der Stickerei. Erst dann kann er sich eine richtige Vorstellung von dem System machen, in dem er sich befindet und seine Korrektur vervollständigen.

Er wird die Vollkommenheit in der harmonischen Verbindung mit jedem Verlangen, mit der Gruppe und mit dem Schöpfer entdecken. Er wird fühlen, dass er die Vollkommenheit erreicht hat und es außer ihr nichts mehr gibt. Es ist für ihn der vollkommene Zustand!

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 24.07.2011

Die Bürgschaft auf einem Silbertablett

Frage: Können wir den Menschen die Bürgschaft als Garantie für Sicherheit präsentieren?

Meine Antwort: Möglicherweise ja. Wenn du eine direkte verständliche Verbindung findest, die der Bürgschaft für Sicherheit entspricht, hast du die Möglichkeit, dich mit beidseitiger Liebe über alle Unterschiede hinweg mit einem Appell zur Vereinigung als ein Mann mit einem Herzen an das Volk zu wenden.

Fang an, handle, jedoch unter einer unverzichtbaren Bedingung: Deine Worte müssen die Menschen überzeugen, dass man ein Gleichheitszeichen zwischen Bürgschaft und Sicherheit setzen kann. Im Wesentlichen muss unser Versprechen ein bestimmtes Verlangen von ihnen befriedigen:

Bürgschaft = Sicherheit
Bürgschaft = preisgünstige Güter
Bürgschaft = Freiheit
Bürgschaft = ein gutes Klima

Es ist nicht wichtig, was das im Einzelnen ist, doch der Gedanke, dass sie identisch sind, muss da sein. Das ist die Grundlage der Werbung, der Bewegung und der Einstellung zu den Menschen. Dann sollten wir die Bedürfnisse von verschiedenen Kreisen studieren, die wir erreichen wollen und uns entsprechend vorbereiten. Wir haben nicht vor, ihnen ein weiteres Produkt zu verkaufen. Im Gengenteil, wir wollen ihnen ein Geschenk auf einem Silbertablett reichen, ein echtes „Kunstwerk“. Es wird wie eine spirituelle Formel für Babys sein, und sie brauchen nur ihren Mund aufzumachen. Folgendes müssen sie spüren: Es gibt keine Notwendigkeit für irgendeine Anstrengung, man braucht nur das Geschenk anzunehmen.

Wir müssen mit etwas Kleinem beginnen: „Lasst uns einen Film anschauen, eine Internetseite besuchen oder ein Buch lesen.“ Es ist nicht einmal eine Handlung; es ist nur eine passive Teilnahme. Etwas anderes ist es, auf einen Knopf zu drücken: Das ist ein Problem, es ist harte Arbeit für einen. Von sich aus würde er den ganzen Tag darauf drücken, doch wenn du es ihm anbietest, es nur ein einziges Mal zu tun, wird es zu einer großen Herausforderung.

Wir müssen die menschliche Natur berücksichtigen und sie mit Präsentationsmethoden beeindrucken: Filme, Auftritte und Lieder, alles, was eine schöne Verpackung für unsere Botschaft sein kann, sodass sie allmählich aufgenommen wird. Doch auf jeden Fall muss die Botschaft dem Menschen und seinen Verlangen nahe sein. Verbreitung ist ein schönes Mittel, und darin müssen wir zu Experten werden.orah, Verlangen

Aus dem 5. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 12.07.2011, „Matan Tora (Die Gabe der Tora)“

Experten, sagt eure Meinung!

Frage: Es ist sehr schwierig, den Menschen zu erklären, dass die Lösung zu den brennenden Problemen in der gegenseitigen Verbindung miteinander liegt.

Meine Antwort: Nein, ist es nicht. Schließlich werden wir von vielen Spezialisten unterstützt – nicht nur theoretische Physiker, sondern Wissenschaftler, die die Natur und derzeitige Probleme erforschen, einschließlich Ökonomen, Bankiers und Vertreter großer Firmengesellschaften.

Heute spricht jeder über die Ökonomie, weil es eine Verbindung zwischen uns gibt: Wieviel schuldest du mir und wieviel schulde ich dir. Es ist weder Kultur noch Kunst, Religion oder Ethik. Es ist das Geld, ein präzises Hilfsmittel zur Berechnung unseres wechselseitigen Gebens. Es ist ein Netz der korrekten egoistischen, gesunden und soliden Verbindung zwischen uns. Wir haben es mit unseren „Blasen“ ruiniert, doch an und für sich war es dazu überraschenderweise geeignet.

Also müssen wir den Menschen erklären, dass dieses Netzwerk nicht länger funktioniert. Und das muss von den Experten erklärt werden, deren Aufmerksamkeit wir auf uns lenken werden – Tausende von Menschen, die an der Spitze der Welt stehen: Bankdirektoren, Unternehmensberater und so weiter. Lasst sie sprechen, während wir am Rande stehen. Danach wird die Botschaft an die Wissenschaftler und dann an die Vertreter des Bildungssystems weitergeben werden. Fangt an – nehmt andere und nutzt sie. So sehe ich es heute geschehen.

Frage: Der Durchschnittsmensch wird am Feierabend gespannt auf ihre Meinung sein, doch das ist immer noch weit weg von seinen eigenen Sorgen und Problemen, die er im Leben hat.

Meine Antwort: Es gibt keine andere Lösung. Wir müssen Zeit in der Anfangsphase investieren, damit es durchsickert, bis wir die Menschen überzeugen, dass es das ist, wo das Problem liegt. Um die Weltprobleme zu verstehen, ist es notwendig, das zu studieren, was geschieht. Das ist so, als ob ein kranker Mensch durch das Internet „pflügt“ und nach Informationen über seine Erkrankung und den Heilmittel dafür sucht. Daher müssen wir den Menschen einen „Link“ geben, eine Verbindungsschnur zwischen dem, was derzeit geschieht und der Lösung.

Diese Aufgabe obliegt den Wissenschaftlern und wir müssen dahingehend handeln – ohne weitere Verzögerung. Wir werden ihre, nicht unsere Erklärungen einsetzen und verbreiten, die schwerwiegend und fundiert sind. Prinzipiell müssen wir zu einer „Werbemaschine“ werden, die rasch den Ansturm an Informationen von den Experten an die Massen weitergibt. Ohne uns selbst zu erwähnen, werden wir ihre Ratings hochpuschen, sie auf Seiten veröffentlichen und in Netzwerken bewerben.

Wir benötigen nicht einmal unser eigenes Portal. Wir wollen die Menschen nicht von dem Terrain „abwerben“, das sie kennen. Das ist echte Verbreitungsarbeit.

Frage: Was soll ein kleiner Mensch davon verstehen, der gar nichts versteht und alles schluckt, was ihm gegeben wird? Reicht es, ihm die Botschaft zu vermitteln, dass zusammen gut und getrennt schlecht ist?

Meine Antwort: Ja. Und ein „großer Mensch“ braucht auch nur dieses zu verstehen. Du hast nicht wirklich vor, ihm von der altruistischen Absicht Lishma zu erzählen, oder? Er ist dafür in seinem Innern noch nicht reif. Es steht geschrieben „Erziehe einen Knaben in seinem eigenen Weg“.

Frage: Bedeutet das, dass wir einfach Regierungen dazu antreiben sollen, sich zu vereinigen, ähnlich wie die Leute, die Facebook als Mittel benutzt haben, um Fabrikanten zu niedrigeren Preisen zu zwingen?

Meine Antwort: Ja. Wir suchen nach Experten, solchen, die nicht nur das Konzept verstehen, sondern ebenfalls fähig sind, eine funktionierende gemeinsame Handlung zu vollbringen. Es gibt etliche Millionen Menschen in der Welt, die dies gerne wollen und in der Lage sind, sich an dieser Arbeit zu beteiligen, die getan werden muss. Diese „Armee“ muss nur organisiert werden, um diese Aufgabe auszuführen.

In der Zwischenzeit werden wir im Hintergrund bleiben. Heute brauchen wir kein Fernsehen mehr. Schließlich ist die ganze Menschheit schon im Internet. Das ist der einzige Weg, wie wir uns organisieren können, und das ist es, was unsere Verbreitungsfirma ebenfalls tun wird. Das sind die Veränderungen, womit wir jetzt beginnen müssen – ohne weitere Verzögerung.

Aus dem 5. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 13.07.2011, „Arvut“