Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbindung'

Wenn Du ertrinkst, lass die Gruppe Dich retten


Fragen, die ich über spirituellen Fortschritt erhielt:

Frage: Seit drei Jahren studiere ich mit euch durch das Internet. Ich besuche eine örtliche Gruppe und kam auch schon zu einem Ihrer Unterrichte. Seitdem ich begonnen habe Kabbala zu studieren, wurde ich ernst und verschlossen. Die Kommunikation mit Menschen ist für mich sehr schwierig geworden, auch mit Ihnen. Meine Freundin hat mich verlassen, es scheint als ob nichts in meinem Leben funktioniert und bereits seit einigen Jahren plane ich schon, Ihnen einen Brief zu schreiben. Andererseits geht’s mir besser: Ich habe mich im Forum angemeldet und ich schreibe Ihnen einen Brief. Ich hoffe, dass ich in der Lage bin, zumindest virtuell mit Ihnen in Verbindung zu bleiben. Es gibt oft Zeiten, zu denen ich gerne mit Ihnen sprechen würde.

Meine Antwort: Wenn Sie am Ertrinken sind, müssen Sie sich schonen. Und wenn Sie keine Freunde haben, wer soll Sie denn dann retten? Daher kann der Erfolg nur kommen, wenn Sie sich in eine Gruppe einbringen, selbst wenn Sie sich selbst dazu zwingen müssen, dies zu tun. Dann werden die Freunde Sie unterstützen und Sie in die Richtung des Ziels treiben.

Frage: In einem Ihrer Vorträge sagten Sie, dass wir nicht vergessen sollen, dass es Höhen und Tiefen gibt und dass sie einen Menschen nur zum Ziel führen werden, wenn sie aus der richtigen Bestrebung heraus stattfinden. Was ist diese richtige Bestrebung? Wie kann ich wissen, dass ich das richtige Ziel anstrebe? Und allgemein gesprochen – hängt mein Verlangen oder Bestreben wirklich von mir ab?

Meine Antwort: Wenn Ihr Bestreben in Ihnen als ein Ergebnis der Vereinigung mit der Gruppe auftauchte, dann ist es korrekt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir müssen nur unsere Punkte im Herzen vereinen
Blog-post: In allen Lebenssituationen sollte Ihr Verhalten nur durch das spirituelle Ziel bestimmt werden
Blog-post: In der Gruppe kann man alle seine spirituelle Fragen deutlich herausstellen
Baal HaSulam Artikel: Die Bürgschaft (Arvut)

Liebe, Ehe und Kabbala


Fragen, die ich über Ehe, Familie, Abtreibung und Eifersucht erhielt:

Frage: Heutzutage, wo die Lebenserwartung der Menschen so groß ist, scheint es den Menschen unwahrscheinlich, nur einmal verheiratet zu bleiben. Wie kann ein Paar für so lange zusammen leben und glücklich bleiben?

Meine Antwort: Alles hängt nur von Ihrer Bereitschaft ab, einander zu geben.

Frage: Mein Mann ist 45, und ich würde ihn so gern mit der Kabbala in Verbindung bringen. Wo sollte ich beginnen?

Meine Antwort: Lassen Sie ihn! Er lebt mit Ihnen, so denke ich, dass er inzwischen oft über Kabbala gehört hat. Wenn er nicht daran interessiert ist, dann hören Sie mit Ihren Versuchen, ihn „zu erziehen“ auf. Dieser große Egoismus von Ihnen selbst schadet Ihnen nur. Sie sollten Ihren Mann als eine Person lieben. Seine Zeit um spirituell zu wachsen wird kommen, wenn die Zeit für ihn richtig ist.

Frage: Warum ist es so, dass auch wenn der Jerusalemer Tempel heute nicht besteht, es einem Cohen immer noch verboten ist, eine geschiedene Frau zu heiraten?

Meine Antwort: Diese Frage stellt sich mir nicht, denn Kabbala ist die Methode, einem Menschen den Schöpfer in dieser Welt zu offenbaren. Kabbala befasst sich mit dem spirituellen Aufstieg eines Menschen, weniger mit seinem irdischen Wohlergehen.

Frage: Wie ist Ihre Meinung über Abtreibung?

Meine Antwort: Ich bin gewöhnlich dagegen.

Frage: Ist Eifersucht nur eine andere Manifestation des Egoismus?

Meine Antwort: Eifersucht ist dasselbe wie Besitzgier.

Verwandtes Material:
Blog-post: Jeder geht seinen eigenen Weg
Gespräch mit Frauen – Nordamerika Kongress

Was ist die gegenseitige Bürgschaft für die virtuelle Gruppe?


Zwei Fragen, die ich über die virtuelle Gruppe erhielt:

Frage: Wie funktioniert die gegenseitige Bürgschaft in einer virtuellen Gruppe und welche Bedeutung hat sie dort?

Meine Antwort: Es ist dasselbe wie in einer physischen Gruppe, weil ihr nicht durch die Körper verbunden seid, sondern durch eure „Punkte im Herzen“ – du musst spüren, dass sie zusammen sind. Ich denke, dass es einfacher ist, das virtuell zu fühlen als während des physischen Kontaktes, wenn die Äußerlichkeit die Innerlichkeit überschattet.

Frage: Auf einer der virtuellen Gruppen-Webseiten beabsichtigte ich, eine Kabbala-Struktur zu gestalten und machte mich an die Arbeit, sie zu gestalten. Jedoch rief das überhaupt kein Interesse hervor. Soll ich damit fortfahren?

Meine Antwort: Ja, setz dich mit denen in Verbindung, die an der Entwicklung einer virtuellen Gemeinschaft arbeiten bei [email protected]

Verwandtes Material:
Blog-post: Es ist an der Zeit, den Traum Baal HaSulams zu verworklichen – Im Virtuellen Raum!
Blog-post: Virtuelle Kabbala
Artikel von Baal HaSulam: Die Bürgschaft (Arvut)

Verschmelzung mit dem Schöpfer, aus ausgewählten Quelltexten


Etwas wird Spiritualität genannt, wenn man es niemals verlieren kann. Daher nennt man den Wunsch mit der Absicht, „für sich selbst“ zu empfangen, „Körperlichkeit“. Sie wird von dieser Form befreit und die Form des Empfangens „für den Schöpfer“ annehmen.
Baal HaSulam, Artikel aus Shamati: Als Spiritualität wird etwas bezeichnet, das niemals verloren geht

Wir müssen für das Geben arbeiten, denn es ist gegensätzlich zu unserer Natur, welche „das Verlangen, Genuss zu empfangen“ darstellt. Wir müssen aber das Gegenteil wollen – den Wunsch nach Geben haben und nicht „für uns selbst“ zu empfangen.
Baal HaSulam, Artikel „Die Essenz und die Korrektur der Schöpfung (hebr.)“

„Einer der wütend ist, ist wie ein Götzendiener“, denn wenn man wütend ist, erfreut man sich am Zorn und darüber hinaus ist man stolz, weil man glaubt, im Recht zu sein. Hier begeht man zwei Sünden: Genuss und Stolz. Über den Stolz steht geschrieben: „Ich kann nicht mit einem stolzen Mann zusammen sein“ – und die eigene Seele verlässt einen solchen Menschen.
Baal HaSulam, Artikel „Einer der wütend ist (hebr.)“

„Man sollte tief in seinem Herzen wissen, dass der Schöpfer hinter einem her ist, wie man selbst hinter Ihm her ist. Man darf das nie vergessen, selbst in der größten Sehnsucht nach dem Schöpfer nicht. Wenn man sich erinnert, dass der Schöpfer einen vermisst und jagt, sollte man sich noch mehr anstrengen, den Schöpfer zu erreichen, bis man durch die Liebe die Verschmelzung mit ihm erreicht.“
Baal HaSulam, Briefe, S. 70

Wir können die großen Seelen in unsere Welt anziehen und sie werden durch die Tugend ihrer erhabenen Verlangen die Erlösung für die Welt bringen. Alles hängt von unserem Verlangen, dem Schöpfer ähnlich zu werden, ab.
Rav Abraham Isaac Kook, „Arpilei Tohar,“ 41

Dies ist das Wissen, das ein Mensch haben muss: den Schöpfer zu kennen und sich selbst zu kennen – wer bin ich? Wie wurde ich erschaffen? Woher komme ich und warum? Wohin gehe ich? Wie kann ich meine Verlangen korrigieren? Wie soll ich vor dem Schöpfer erscheinen?
Das Buch Sohar, „Shir HaShirim“

Das Gesetz der Kabbala besagt, das es keine Verbindung zwischen Spiritualität und Körperlichkeit gibt, in keinem einzigen Wort. Und auch in keiner Notiz und in keinem Brief, denn die Briefe sind Formen, die sich auf weißem Papier abbilden, wohingegen der Mensch Körper und Seele ist.
Rav M. Faivosh, „Esher Divrei Emet“, S. 27

„Am Ende der Tage wird die Unverschämtheit wachsen“ (Talmud. Sota, 49). Weil diese Generation extrem weit vom Schöpfer entfernt ist, denn die Leute sind sogar stolz auf ihre Unwissenheit. Und jene, die vom Schöpfer entfernt sind, sind betrügerisch und frech.
Rav M. Faivosh, „Esher Divrei Emet“, S. 28

Eine Erfüllung kann nur spirituell sein


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, warum Frauen nicht loyal zu ihren Partnern stehen:

Frage: Meine Freundinnen und ich haben uns gefragt, warum ein Mann allein einer Frau nie genügt? Wie kommt es, dass sogar wenn er Kabbala studiert, sie nach einer Weile ihr Interesse an ihm verliert und sich nach einem neuen umschaut? Ist Monogamie nicht eigentlich etwas Natürliches für eine Frau? Ist sie als Frau und Mutter nicht dafür vorgesehen, treu ergeben zu sein – eine loyale Partnerin für ihren Mann? Wo kommt dann dieses Verlangen her, ständig mit neuen Männern zusammensein zu wollen? Was sollte eine Frau mit diesem Verlangen tun und wie kann sie sich ändern, um in Harmonie mit der Natur zu sein?

Meine Antwort: Ich denke, dass Sie über Ihre Männer enttäuscht sind. Abgesehen von den minimalen körperlichen Bedürfnissen, kann Erfüllung nur im Spirituellen liegen. Darum, suchen Sie sich einen Mann, mit dem Sie Shamati studieren können – und Sie werden Ihn nie mehr verlassen wollen!

Frage: Könnten Sie bitte etwas zu diesen Nachrichten von Ethology.ru sagen. Die Manager der Dating-Website IllicitEncounters.com stellten etwas Interessantes fest. Ihrer Meinung nach sind die wirtschaftliche Rezession und unser Kursverfall der Grund dafür, dass verheiratete Frauen sich auf dieser Site registrieren und außereheliche Verbindungen suchen. Dieses Phänomen öffnet ein weites Forschungsgebiet über das instinktive Verhalten einer Frau im Bereich der familiären und intimen Beziehungen.

Meine Antwort: Dieses Phänomen ist durchaus instinktiv, egoistisch, dem belebten (tierischen) Niveau entsprechend und natürlich. Es ist Nichts Seltsames dabei. Ein Weibchen wählt sich einen Partner anhand seiner Fähigkeit, für sie und ihren Nachwuchs sorgen zu können. Im Tierreich sucht sich das Weibchen den Partner anhand seiner Stärke aus und nicht nach seinem Aussehen oder ob er ein „gutes Herz“ hat – so wie die Leute das im Film machen.

Der Egoismus ist unsere einzige Kraft. Wenn Sie stattdessen etwas anderes möchten, bitten Sie den Schöpfer darum, Ihnen die entgegengesetzte Kraft zu geben – die Kraft des Schenkens. Andere Kräfte existieren nicht in der Natur!

Verwandtes Material:
Blog-post: Shamati – Das wertvollste Buch der Welt
Blog-post: Polygamie ist der Schlüssel zu einem langen Leben – Das behaupten neue Forschungen
Blog-post: Polygamie – Eine Frage der Kultur
Blog-post: Suchen Sie Liebe nicht in dieser Welt

Analyse der Krise


Fragen an mich zur globalen Finanzmarktkrise:

Frage: Jeder behauptet, dass die Krise in den USA verursacht wurde, aber Sie sagen, dass die Ursache darin liegt, weil wir uns in einem System globaler Verbindungen befinden. Wer hat Recht?

Antwort: Beide haben Recht. Amerika, das entwickeltste Land der Erde, entdeckte die Krise als erstes. Die Krise ist global und bezieht sich nicht ausschließlich auf die USA. Wenn sie mittlerweile nicht bereits andere Länder erfasst hätte – Israel beispielsweise – hätte es sicher nicht mehr lange gedauert.

Daher sollte man nicht Amerika die Schuld geben. Tatsächlich floriert die Wirtschaft in Europa, China, Japan, den Emiraten und selbst in Russland dank der amerikanischen Importe.

Doch nun werden die Importe stoppen und jeder wird verstehen, wie schön doch alles war. Man wird sich selbst viele Fragen beantworten können, wenn man die Tatsache akzeptiert, dass alles, was geschieht, zu einem einzigen Organismus gehört.

Frage. Warum fing die Krise bei den Banken an?

Antwort: Auf den Banken gründet das amerikanische System; sie sind ein Beispiel für die freie Marktwirtschaft. Doch nun werden sie von den Regierungen gekauft. Die Freiheit des Marktes wird nun limitiert – wie in Europa.

Geld oder Reichtum ist das Äquivalent für „körperliche Füllung“. Es verbindet die Menschen untereinander und hilft dabei, die gemeinsame Basis der Krise zu erkennen – die egoistische Haltung des Menschen. Und die Tatsache, dass es notwendig ist, diese Haltung zu ändern – um des Überlebens willen – in eine Haltung der gegenseitigen Fürsorge.

Frage: Doch ist dann die Fürsorge nicht auch wieder egoistisch, wie heutzutage Angestellte für die Gesundheit ihrer Untergebenen „sorgen“?

Antwort: Das System der absoluten Verbindung zwischen allen Menschen auf der Erde, sowohl der Leute als auch der Geschäfte, wurde so schnell enthüllt, dass bald jeder von uns die Vibrationen unserer gegenseitigen Haltung zu spüren bekommt – zuerst die nationalen und dann die persönlichen. Wie unser Glück und Sicherheit von unserer Geisteshaltung abhängen (der inneren, nicht der äußeren – das was wir in den Herzen fühlen) wird uns dazu drängen, die Mittel zur Korrektur des Hasses und dessen Änderung in Richtung Liebe zu suchen.

Frage: Wem geht es besser in diesen Krisenzeiten?

Antwort: Jenen, die weniger mit dem Rest der Welt verbunden sind. Es ist genau wie bei einem Körper: Wenn ein Bein, ein Bauch oder ein Arm verletzt sind, spürt man den Schmerz im (durch den) Kopf. Daher werden Länder versuchen, sich von der Globalisierung zu entfernen. Das wird aber nicht helfen, denn dann werden sie aufhören, sich zu entwickeln. Ohne Kommunikation und Austausch werden sie in den Feudalismus zurückfallen! Jeder will instinktiv zur Vergangenheit zurückkehren, doch dadurch wird der Prozess nur verzögert und die Schicksalsschläge heftiger. Es ist, als wolle man eine Krankheit heilen, indem man nur Beruhigungsmitteln anstelle der richtigen Medizin nimmt. Die menschliche Gesellschaft IST ein lebender Organismus.

Frage: Welche Währung wird bleiben?

Antwort: Die Welt nach der Krise wird sich radikal erneuern. Nichtsdestotrotz haben die USA ein solch riesiges wissenschaftliches und technologisches Potential und so eine außergewöhnliche industrielle Basis, dass sie die Weltspitze bleiben werden – die größte Wirtschaftsmacht der Welt. Auch wenn sie tiefer stürzen als andere Länder, werden die Menschen dort dennoch genug zum Leben haben (im Vergleich mit anderen).

Alles wird zerbrechen mit Ausnahme der amerikanischen Hightech Industrie. Die USA werden mit Produktion beginnen; die Produktion wird in die USA zurückkehren – dies wird den „Absturz“ anderer Länder und Chinas zur Folge haben.

Frage: Warum hat jeder Angst vor der Krise? Ich persönlich fürchte mich nicht.

Antwort: Alle vorangegangenen Krisen waren anders – verständlich und nicht generell. Diese aber ist global. Es passiert auf der ganzen Welt. Es gibt keine bekannten Heilmittel dagegen. Die Menschen glauben, sie könnten mit denselben Mitteln wie früher gegen diese Krise ankämpfen – beispielsweise den Banken helfen – aber dies wird nichts nützen. Die Situation wird sie dazu nötigen, den wahren Grund herauszufinden: Dass die egoistischen Haltungen der Teile eines Systems die Zerstörung des Systems mit sich bringen.

Ungeachtet davon, wie unsere Erklärungen der wahren Ursache der Krise aufgenommen werden, sollen wir nicht verzweifeln und weiter unsere Pflicht erfüllen. Wir können das Verständnis der Welt betreffend der Ursache der Krise nur beschleunigen und damit auch das Verständnis für die Methode der Korrektur. Wir müssen Geduld haben, aber das Leid, die Versuche und Versagen werden die Menschen lehren und sie dazu bringen, uns zuzuhören.

Hier finden Sie eine kurz gefasste Erklärung der Krise, inklusive ihrer Ursachen und Korrektur:

Artikel: Die klassischen Lehren und Das Neue Planetarische Bewusstsein
Teil 2 des Buches „From Chaos to Harmony“ – Die Rolle Israels (engl.)

Wenn es zu einer Globalen Krise kommt, können wir es uns nicht leisten, die Dinge einfach aufzuschieben


Frage: Warum eigentlich stellen Sie zwischen der Finanzmarktkrise und der „globalen kabbalistischen Revolution“ eine Verbindung her? Gehen Sie damit nicht zu weit?

Antwort: Es gibt einen Zustand autonomer Objekte und einen, in dem sich alle zu einem System vereinen. Nämlich dann, wenn sich neue und besondere Gesetze offenbaren – die Gesetze der Globalisierung, Kommunikation, Interaktion und Abhängigkeit.

Autonome Individuen im Tierreich sind Egoisten, aber sobald sie sich treffen, enthüllt sich das Gesetz, das ihrem System das Überleben erlaubt. Natürlich geschieht das im Tierreich unbewusst. Es liegt in der Natur des Tieres – es folgt ihr blind. Die menschliche Spezies unterscheidet sich davon durch die Selbsterkenntnis. Der Mensch muss denselben natürlichen Gesetzen bewusst und freiwillig folgen.

Solange wir nicht vereint waren, bestand weder die Notwendigkeit, das System zu berücksichtigen, noch dem Naturgesetz „Sorge für und liebe deinen Nächsten“ zu folgen. Als aber engere Verbindungen im Alten Babylon entstanden – die erste globale Zivilisation (global im Hinblick auf die damalige Zeit und bezogen auf eine kompakte Fläche), enthüllte sich unmittelbar sofort eine Krise – unsere Unausgeglichenheit mit dem natürlichen Gesetz einer menschlichen Gemeinschaft, „liebe den Nächsten wie dich selbst!“

In Babylon lösten wir das Problem, indem das gesamte System bzw. die Zivilisation zerstört wurde. Wir trennten uns voneinander und verstreuten uns in alle Winde. Aber heute sind wir verbunden und es gibt keinen Ort, an den wir uns flüchten könnten. Wir können uns nicht einmal vorstellen, welchen Komfort wir einbüßen würden, weil kein Land der Welt sich mehr selbst versorgen könnte. Es wäre die Rückkehr zum Feudalismus. Unsere Entwicklung, deren Formen und Meilensteine sind von der Natur vorherbestimmt. Wenn wir uns daher dagegen auflehnen, werden wir das Gegenteil der Natur wahrnehmen – schreckliches Leid.

Daher sagt die Kabbala, dass unsere einzige Chance darin besteht, das Naturgesetz der menschlichen Gemeinschaft anzuerkennen: „Liebe den Nächsten wie dich selbst!“ Natürlich ist diese Art von Beziehung nur dann akzeptabel, wenn jedes Individuum sich korrigiert – von „für mich selber“ zu „für das Wohl der anderen“.

Das ist leicht erreichbar, wenn:

1. Die Gesellschaft und die Massenmedien dies unterstützen, indem sie die Menschen dazu ermutigen, und auf jene „herabsehen“, die nicht so agieren (jedoch niemals durch Bestrafung).
2. Menschen werden Kabbala studieren (für die Massen wird oberflächliche Vertrautheit ausreichen) und so unseren zukünftigen Zustand herbeiführen, der bereits existiert.

Ich denke, dass „aufschieben“ dem Tod gleichkommt – im buchstäblichen Sinne des Wortes.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie bekommt man den Wolf, die Ziege und den Salat über den Fluss?
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)
Artikel: Die klassischen Lehren und Das Neue Planetarische Bewusstsein

Wirtschaftswissenschaftler sorgen sich nicht über die Ursache der Finanzkrise

Wenn ich mit Wirtschaftswissenschaftlern über die Krise spreche, spüre ich, dass sie und ich an verschiedenen Dingen interessiert sind. Sie interessieren sich nicht für die Ursache der Krise und sind bereit, meine Erklärung davon zu akzeptieren. Was sie interessiert ist die Entwicklung der Krise und was hier und jetzt – durch eine Bank oder Familie – getan werden muss.

Zuerst einmal erscheint ihnen meine Behauptung, dass unsere Beziehungen untereinander dasjenige sind, was korrigiert werden muss – sowohl in Organisationen als auch zwischen den Menschen auf der ganzen Welt – naiv, weil sie die Ursache der Krise momentan noch nicht sehen – den Mangel an liebvollen Verbindungen unter den Menschen. Diese Verbindungen müssen aus dem Verstehen heraus entstehen, dass wir alle ein Teil eines Organismus sind und wir diesen Organismus nur heilen können, indem wir uns gemeinsam um alle seine Teile kümmern. Einzig auf diese Weise lässt sich dieses globale Problem und alle Krisen, die heute in der Menschheit nach und nach offenbart werden, beheben. Sie werden offenbart, weil unsere egoistische Entwicklung uns an den Punkt gebracht hat, wo wir alle innerhalb eines einzigen Organismus vereinigt werden.

Hinsichtlich der Globalen Krise hat der Prozess begonnen, aber das ist nur der Anfang. Es gibt viel mehr darüber zu sagen und wir werden in der Zukunft viel mehr darüber sprechen – über Ursachen, Fortschritt, Zweck und den Möglichkeiten der Erweichung dessen – „den Pfad des Lichts“, den Kabbala anstatt „des Pfads des Leidens“ anbietet.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Arznei gegen die Globale Krise
Artikel: Eine kabbalistische Interpretation der Wirtschaftskrise – Ein Artikel auf Ynetnews

Unser „Ich“ liegt ausserhalb von uns!


News Report: Die meisten Menschen sind der Meinung, dass unsere Erinnerungen sich irgendwo in unserem Gehirn befinden. Und dennoch konnten Mediziner noch nicht feststellen, in welchen Gehirnarealen unsere Erinnerungen tatsächlich gespeichert sind. Ist es möglich, dass unsere Erinnerungen sich vielleicht irgendwo ausserhalb unseres physischen Körpers befinden?

Entsprechend dem Biologen Dr. Rupert Sheldrake, Autor einiger namhafter wissenschaftlicher Bücher und Artikel, befinden sich die Erinnerungen in keiner speziellen Region des Großhirns, sondern in einer Art Zone, die das Gehirn umgibt und durchdringt. Das Hirn selbst ist ein Dekodierer für den Informationsfluss, der sich durch die Interaktionen jedes Menschen mit seiner Umwelt ergibt. Sheldrake vergleicht das Gehirn mit einem Fernsehgerät – anhand dieser Analogie erklärt er, wie Verstand und Gehirn zusammenarbeiten.

.. alle Organismen gehören zu ihrer eigenen Art morphischer Resonanz – einem Feld, welches sich sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Organismus, welcher ihm Form und Umriss verleiht, befindet.. der morphogenetische Ansatz wiederum ist der Ansicht, dass sich entwickelnde Organismen von Feldern geformt werden, den so genannten morphogenetischen Feldern. Sie sind so etwas wie unsichtbare Entwürfe, die der Form des wachsenden Organismus zugrunde liegen.
..“Das Schlüsselkonzept der morphischen Resonanz besteht darin, dass ähnliche Dinge wiederum ähnliche Dinge beeinflussen, über Raum und Zeit hinaus,“ schreibt Sheldrake.

Während die Suche nach Erinnerungen die traditionellen biologischen Erkenntnisse herausfordert, glauben Forscher wie Sheldrake, dass der wahre Speicherort der Erinnerungen sich in nicht beobachtbaren räumlichen Dimensionen befindet. Das Gehirn wirkt nicht als Speicherplatz, nicht einmal der Verstand, sondern nur als notwendige physikalische Verbindung mit seinem morphischen Umfeld.

Mein Kommentar: Kabbala erklärt, dass wir eine Kette von informativen Aufzeichnungen beinhalten (Reshimot). Diese Aufzeichnungen „erwachen zum Leben“, eine nach der anderen, wenn sie sich unter dem Einfluss der Umgebung (Umgebenden Lichts) in das dynamische Bild der Welt, das wir wahrnehmen, verwandeln. Ähnlich einem Computer, der ein Video abspielt, welches er aus seinem Speicher abruft.

Wir können die Kette der Aufzeichnungen nicht beeinflussen. Wir haben aber die Möglichkeit, das Programm zu erlernen, welches sie abspielt und so erfolgreich deren Realisierung durch unsere eigene Anstrengung zu bewirken. In diesem Fall fahren wir selbst das Programm hoch und erkennen dessen Ursache, Fluss und Bedeutung, und erlangen dabei die Stufe des Schöpfers.

Verwandtes Material:
Blog-post: Ein Reshimo ist der vollendete künftige Zustand eines Menschen
Blog-post: Die Reshimot, die heute an die Oberfläche gelangen, verlangen nach dem spirituellen Aufstieg…

Wie bekommt man den Wolf, die Ziege und den Salat über den Fluss? (Wie löst man die Globale Krise?)


Ein Rätsel über einen Wolf, eine Ziege und Salat: Wie befördert man sie über den Fluss, ohne dass der eine den (oder das) andere auffrisst?

Das Boot ist sehr klein und man kann jeweils nur ein Objekt befördern: entweder den Wolf, die Ziege oder den Salat. Wenn man den Wolf nimmt, frisst die Ziege den Salat, usw.

Wegen des primitiven Egoismus der Tiere verwandelt sich diese simple Situation in ein beträchtliches Problem für einen Menschen mit strategisch ausgerichtetem Verstand. Es erscheint wie ein einfaches Rätsel, aber man braucht viel Zeit und Energie für dessen Lösung!

Dies ist ein wunderbares Bildnis für den Aufbau der modernen Gesellschaft. Das einfachste unserer Probleme in dieser Welt wird zu einen kaum lösbaren Rätsel auf Grund der gleichen Prinzipien. Wenn man beispielsweise ein Ding von A nach B transportieren will. Es ist doch einfach – Lastwagen her und los geht’s! Aber was, wenn es sich um Gold, Geld oder Diamanten handelt? Dann benötigt man zusätzlich 20 Leute für die Sicherheit, spezielle Gebäude, einen Panzerwagen, Waffen und moderne Technologie. Das zeigt, dass all die Verbindungen innerhalb des Metasystems, welches auch „menschliche Gesellschaft“ heißt, ziemlich ineffizient sind. 99% unserer Anstrengung verschwenden wir für die „Reibung“ innerhalb dieses Mechanismus. Das System widersteht jeglicher altruistischen Handlung in sich selbst.

Karawanen voll Nahrungsmittel für hungernde Menschen werden ausgeraubt. Geld für die ärmsten Länder verschwindet auf dem Weg dorthin usw.

Nichtsdestoweniger reichten die 1% für die Entwicklung der Menschheit aus. Jedenfalls erkennen wir nun, dass sich unsere Zivilisation auf dem Weg in den Untergang befindet. Die gesamte tausende Jahre alte Struktur hat ihren Endpunkt erreicht und steht kurz davor, wie ein Kartenhaus zusammen zu stürzen.

Wir haben es mit einer seltsamen Situation zu tun: Wissenschaftler aus der ganzen Welt arbeiten daran, einen Automotor zu erschaffen, eine Glühbirne und andere Produkte, die mehr Wirtschaftlichkeit versprechen. Doch wozu tun sie dies? Alles aus dem gleichen Grund – den wachsenden Egoismus der Menschen zu befriedigen. Wir können Menschen nicht dazu bewegen, weniger mit dem Auto zu fahren, also versuchen wir es halt mit wirtschaftlicheren Motoren.

Stellen Sie sich jetzt vor, dass wir langsam das Bewusstsein eines Menschen verändern und seine Wahrnehmung des Aufbaus der Welt und seines Platzes in der Welt erweitern könnten. Dann würde jeder Mensch, der irgendwo hinfahren möchte, sich fragen, wie er wirtschaftlicher agieren könnte. „Vielleicht kann ich andere Leute in meinem Auto mitnehmen oder den Bus benützen?“ Er würde dann nicht daran denken, für sich selbst Benzin zu sparen, sondern die globalen Ölreserven, die der ganzen Menschheit zu Gute kommen, zu schützen.

Und so würde es mit allem sein! Die Menschheit hat einen zehnfachen Spielraum an Reserven aller Parameter: Öl, Nahrung, Gesundheit usw. Wir nutzen Öl für sinnlose Fahrten, und fast Nichts wird mehr in kleinem Stil angebaut, da es in der freien Marktwirtschaft nichts einbringt; Menschen sind krank und sterben, weil sie sich mit allen Mitteln gegenseitig umbringen – beginnend bei den Gedanken bis hin zur tatsächlichen Atombombe…

Der Begriff Globale Krise, der heute in aller Munde ist, bedeutet, dass die Krise sich nicht nur auf Öl- oder Nahrungsproduktion oder demografische Bereiche bezieht. Es handelt sich um eine Krise in unserer Wahrnehmung – wer wir sind und in welcher Welt wir leben. Lasst uns dieser lebenswichtigen Themen bewusst werden. Dann wird der schwierige Transport unseres Wolfes, der Ziege und des Salates zu einer einfachen und freudvollen Reise!

Verwandtes Material:
Blog-post: Katastrophen und Krankheiten werden beendet, wenn…
Kabbala Blog: Die Allegorie von den verlorenen Freunden in der Wüste