Der spirituelle Richtsatz
Aus dem Wunsch, der als „etwas aus nichts“ geschaffen wurde, erschuf der Schöpfer die Welt der Unendlichkeit.Dort ist der Wunsch mit dem Licht in seiner Schlussform verschmolzen, welche von Ihm gewünscht und erschaffen war. Diese Vollkommenheit ist folglich auf Seinem Einfluss gegründet.
Dann hat der Schöpfer diese Struktur in die Teile gesplittert: in die Wünsche und Lichter – welche Er in unsere Nutzung übergab.
Somit sollen wir den Wunsch und das Licht verwenden, um das Ziel zu erreichen, d.h., dem Schöpfer ähnlich zu werden. Alles steht uns zur Verfügung: wir müssen nur verstehen, was von uns erforderlich ist, um es machen zu können.
Bitte, nimm dir alles und bau auf. Du hast alle notwendigen Bedingungen, um allmählich den Zustand der Welt der Unendlichkeit zu erreichen.
Es nimmt jedoch viel Zeit in Anspruch, um diese Arbeit zu verstehen, sie tief zu empfinden. Was ist das Licht? Was ist der Wunsch: der Gedanke oder die Handlung? Was wird als die Handlung bezeichnet?
In diesen Begriffen ist der Mensch verwirrt und verloren, wie das kleine Kind am Anfang seines Lebenswegs. Es werden die Jahre gebraucht, um die Grundlagen verstehen zu können: das Wesen des Materials, woraus die Schöpfung geschaffen ist, das Wesen der Kraft, das für die Veränderungen benötigt wird.
Für den intensiven und wirksamen Aufstieg hat man uns den laufenden Zustand gegeben. Es sind nicht die künstlichen Bedingungen, sondern das natürliche Ergebnis aller Stufen der Entwicklung – die Welt, woraus wir beginnen können, uns aufzubauen, etwas Neues mit Hilfe des Wunsches und des Lichtes zu bilden.
Wenn ich mich auf dem tierischen Niveau befinde, dann habe ich die Möglichkeit, das Wesen zu bilden, das zur folgenden, menschlichen Stufe gehört und das über eine spirituelle, und nicht über die materielle Form verfügt. Ich verwende hierfür zwei Kräfte: den Wunsch und das Licht, und kombiniere sie auf die Art und Weise, dass daraus etwas Drittes geboren wird.
Gerade in mir gibt es die Fähigkeit, das zu verwirklichen. Auf welche Weise? Indem ich die Umgebung organisiere. Die „Umgebung“ ist die Vorstellung über jene Utopie, die ich realisieren will.
Ich muss das entsprechende Bild vorstellen, und wollen, dass es sich ins Leben verwirklicht. Indem ich seine Details schärfe, seine Deutlichkeit erhöhe, die Beziehungen und die Widersprüche darin zeige, erfülle ich in einem Moment „die Norm“ – wonach es sich in die Realität verwirklicht.
Darin liegt das Wesen meines „Spieles“ verborgen: ich strenge mich an, bis es endlich mal geschieht. Und steige jedes Mal höher hinauf, dringe tiefer ein, verstehe und empfinde immer mehr.
Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 05.10.2010





Unsere ganze Arbeit ist auf die Vorbereitung gerichtet. Es wird von uns nicht verlangt, den Egoismus, der sich in uns enthüllt, auszulöschen, sondern bereit zu sein, ihn immer als in uns vom höheren Licht, vom Schöpfer enthüllt wahrzunehmen – damit wir ihn sofort als wenn auch bittere, aber freudvolle Anzeichen unserer Entwicklung erkennen.
Am Anfang erschuf das Licht das Verlangen, entwickelte es und entfernte es von sich, um ihm die Selbständigkeit zu geben und die Möglichkeit zu bieten, sich selbst zu kontrollieren – dem Licht ähnlich zu werden. In diesem Prozess war das Licht primär, die Ursache, und das Verlangen sekundär, die Folge.
„Es gibt in der Schatzkammer des Schöpfers keinen anderen Reichtum, außer dem Zittern vor dem Schöpfer“ (Schamati 38).
Der Sohar, Kapitel „Wajechi“, Punkt 451: In der dritten Wache schlagen die Cherubim ihre Flügel an und singen, wie geschrieben steht: „Lobet den Herrn! Lobet, O Diender des Herrn, lobet den Namen des Herrn. Gesegnet sei der Name des Herrn … vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang.“ Dann singen alle Engel die in der dritten Wache stehen.
Eine Frage, die ich erhielt:
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