Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Stufen'

Sich selbst Aufbauen

Das Schöpfungsziel ist, den Geschöpfen Gutes zu tun. Denn der Schöpfer ist eine gute und das Gute bringende Kraft, weshalb Er uns die Möglichkeit gegeben hat, den Höheren Zustand zu erreichen – Ihm ähnlich zu werden. Wir werden dem Schöpfer in zwei Hauptelementen gleich.

1. In der Selbstständigkeit. Denn der Schöpfer ist das Urwesen, und der Mensch soll demzufolge auch seine Handlungen ausführen. Anderenfalls ist er nicht selbständig.

2. Im Geben. Der Mensch findet die Form des Gebens, die er in seiner Natur aufnehmen muß, welche dem Schöpfer entgegengesetzt ist. Somit ist der Mensch in seinem Inneren dem Schöpfer entgegengesetzt und von Außen dem Schöpfer ähnlich.

Indem der Mensch in sich zwei entgegengesetzte Eigenschaften kombiniert, baut er seine Unabhängigkeit, erschafft er sich neu. Er ist nicht auf diese Weise vom Schöpfer geschaffen, sondern er wächst selbständig.

Die Bedingung für die Erreichung der Unabhängigkeit heißt „Bündnis“. Das Bündnis bedeutet, dass ich mich verpflichte, in meinem Inneren den Menschen aufzubauen. Dabei gewährleistet der Schöpfer alles Notwendige: die grundlegende Vorbereitung, den Brennstoff, den Wunsch nach Genüssen, die Kraft der Korrektur und die Kraft der Füllung.

Und ich verwende diese Mittel. In mir entstehen die entgegengesetzten Bedingungen, der Kontrast zwischen dem egoistischen Wunsch und der Form des Gebens, die man auf ihn einkleiden muss, – und das alles lässt mir zu, mich neu zu erschaffen.

Der Mensch, der diese Bedingungen annimmt und sich direkt zum Schöpfer hin ausrichtet, heißt „Israel“. Er verpflichtet sich, die Verschmelzung zu erreichen und ist bereit, durch alle Zustände und Stufen voranzuschreiten.

Dabei versteht er, dass er immer den Glauben über den Verstand wählen soll – denn anderenfalls wäre es unmöglich, hinaufzusteigen, sich dem Schöpfer zu nähern.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 26.10.2010

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Angriff auf den Abstieg

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man die Begeisterung des Kongresses auf den darauffolgenden Abstieg übertragen?

Meine Antwort: Wenn wir uns während des Kongresses gut vorbereiten, wenn wir die Verbindung zwischen uns stärken, wird uns diese Verbindung helfen, die Aufstiege gleich an die Abstiege anzuschließen.

Wir haben in der Tat eine Möglichkeit, nicht abzusteigen. Dafür müssen wir uns während des Kongresses so vorbereiten, dass wir die Belastung des Herzens und der Verlangen später nicht als das Böse, sondern als ein Mittel, als eine Möglichkeit zum Aufstieg wahrnehmen.

Wir sind an einem besonderen Zustand angelangt – an einer großen Vereinigung von verschiedenen, fremden, weit voneinander entfernten Menschen.

Im Grunde genommen stellen wir das gesamte Babylon dar. Und zugleich können wir eine solche Verbindung erschaffen, die uns ein Beispiel an der Vereinigung nehmen lässt, welches uns während des Kongresses gegeben wird, und darin für ewig bleiben.

Wir müssen nur die gleiche Begeisterung, die gleiche Verbindung, die gleiche Wichtigkeit des Ziels aufrechterhalten, indem wir am gegebenen Beispiel, an der Kraft festhalten, die wir während der Vereinigung herangezogen haben. Dann werden wir problemlos die spirituellen Stufen hochsteigen können.

Die Einheit erfüllt uns mit Energie, mit der Erkenntnis der Wichtigkeit und der Größe des Ziels, und wir müssen es so arrangieren, dass die darauffolgenden Zustände gar nicht erst zu den Abstiegen in die Finsternis werden. Wir müssen sie im Voraus als erwünscht und notwendig betrachten, nach dem Prinzip: „Ich erwecke die Morgendämmerung, und nicht sie mich“.

Wir warten auf die Finsternis wie auf das Licht – denn sie bietet uns die Chance, aufzusteigen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 26.10.2010

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Den Schöpfer an die Hand nehmen

Wenn der Mensch die Wichtigkeit der Gruppe für seine Korrektur erkennt, öffnet er sich, als ob er eine Motorhaube öffnen und die Freunde darin „herumschrauben“ lassen würde. Genauso bereitwillig legt sich auch ein Kranker auf den Operationstisch, damit Ärzte sein Leben retten.

Denn der Mensch spürt, dass er zu hundert Prozent vom guten Willen der Freunde abhängt, dass er nur mit ihrer Hilfe geändert, korrigiert, von einer tödlichen Krankheit geheilt werden kann.

Und dann beginnt die Umgebung auf ihn einzuwirken. Je mehr er sich zu den Freunden hingezogen fühlt, desto klarer wird ihm gezeigt, wie schwer es ist, sich an sie zu wenden, wie ihn das anwidert.

Einerseits versteht der Mensch, dass er sich an die Freunde einfach wenden muss, weil davon sein ganzes Leben abhängt, andererseits lassen ihn der Egoismus und die Sturheit das nicht tun. Eben sie bedeuten auch „Hass“, „unreine Seite“, „Unreinheit“.

Es kommt manchmal vor, dass wir jemanden um Verzeihung bitten müssen und uns nicht dazu zwingen können. Hier entdecke ich ebenfalls zwei entgegengesetzte Kräfte: ich muss es tun, um gerettet zu werden, doch ich kann es nicht.

Dann sehe ich, dass mein Unvermögen durch fremde Macht hervorgerufen wird, und als Folge davon bekomme ich zusätzliche Kraft. Das geschieht auf jeder Stufe: ich fange an, zu begreifen, dass der Schöpfer das alles arrangiert hat, damit ich von nun an Seine Hand halte, wie ein kleines Kind sich am Erwachsenen festhält – dann werde ich mit Seiner Hilfe zum Pharao gehen können.

So ist unser Weg bis zum Ende der Korrektur: ich erkenne das Böse meiner Natur, sondere mich von ihr ab und erkenne, dass sie der Pharao, mein Feind, ist. Dann wünsche ich mir, ihn ausrotten zu können, und bitte darum, dass das höhere Licht das macht.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 18.10.2010

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„Nächstenliebe“ vs. „Sorgen um den Nächsten machen“?

Eine Frage, die ich erhielt: Erklären Sie bitte den Unterschied zwischen „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“ und „Sorge dich um den Nächsten, wie um dich selbst“?

Meine Antwort: „Sich um den Nächsten, wie um sich selbst zu sorgen“ ist das Niveau der Unruhe, der Sorge, und „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“ ist schon die Füllung.

Wenn ich mich auf dem Niveau „der Sorge um den Nächsten“ befinde, dann ist es „das Geben um des Gebens willen“, wenn ich nichts geben kann.

Infolge des Aufstiegs entlang der Stufen der spirituellen Korrektur gehen wir von der Periode der Vorbereitung zur Periode der Angst/Sorge/Unruhe über, wo der Mensch schon lernt, sich um andere Menschen zu sorgen.

Er kann sie noch nicht ausfüllen, macht sich aber Sorgen darüber. Dabei entsteht der Raum, der Wunsch, sich Sorgen zu machen. Und später werden die Stufen der Liebe erreicht, wo es schon klar ist, wie man den anderen ausfüllen kann.

Aus dem Programm „Kabbala für die Anfänger“, 13.10.2010 

Kabbala Akademie

Die Fenster in die Höhere Welt

Es gibt nichts Neues auf der Welt, sondern nur seine Offenbarung bezüglich uns, die sich auf den niedrigeren Stufen befinden.

Und wenn wir uns auf der höheren Stufe befinden würden, wäre die Realisation der Erscheinung in der materiellen Welt nicht notwendig – wir hätten sie schon auf der spirituellen Stufe wahrgenommen.

Und sogar auf der spirutellen Stufe wäre keine Realisation notwendig, wenn wir schon aus dem informativen Gen, aus dem Reschimo verstehen könnten, was diese Erscheinung darstellt.

Wenn der Mensch eine größere Materialisation fordert, sagt es über seine niedrige Stufe aus. Somit ist die Realisierung der Handlung ein Mangel der Vollkommenheit.

Und in Wirklichkeit gibt es keine neuen Offenbarungen! Wir steigen die Stufen hinauf und öffnen allmählich die höheren Wurzeln jener Erscheinung, die heute geöffnet wurde. Und wir nennen es die Offenbarung!

Als ob du nach oben klettern würdest und auf jeder Stufe ins Fenster hereinschaust und siehst: „Aha!“ Du steigst noch höher hinauf, schaust ins Fenster des folgenden Stockwerk hinein und rufst aus: „Aha!!“ Das heißt eben die Offenbarung!

Somit geschieht keine Erkenntnis außerhalb von dir, sondern du entwickelst dich, und enthüllst folglich etwas Neues. Nicht umsonst sagte Einstein, dass er sich wie ein Kind fühlt, das mit Sand und Steinchen am Ufer des Ozeans spielt.

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Messias – für die ganze Menschheit

In der Erreichung des Schöpfungsziels gibt es die gegenseitige Arbeit zwischen denjenigen, die „Israel“ (direkt zum Schöpfer) heißen und der ganzen übrigen Menschheit.

„Israel“ ist ein kleiner Teil (mengenmäßig) der Seelen, in denen die geistigen Funken, die Bestrebung zur Offenbarung des Schöpfers enthüllt werden.

Und sie sollen zunächst notgedrungen die Bestrebung zur Spiritualität realisieren, und dann erreichen sie die begriffene freie Wahl, den Glauben über dem Verstand.
Dieser Teil der Seelen, „Israel“, die menschliche Stufe des Wunsches, wirkt auf die übrigen Seelen ein, die sich noch auf den tierischen, pflanzlichen und unbelebten Stufen der Wünsche befinden, weil die Stufe von „Israel“ das Licht des Wissens, des Verständnisses und der Kraft heranziehen kann.

Und die Antwort kommt zu „Israel“ , die Reaktion: vom Unbelebten zum Pflanzlichen, vom Pflanzlichen zum Tierischen, und vom Tierischen zum Menschlichen (Israel), und so schließen sich alle an den Prozess der Korrektur an.

Wie Baal HaSulam sagte, treffen die übrigen Völker der Welt auch eine Entscheidung und verfügen über die Freiheit der Wahl, aber nur nachdem „Israel“ sie beeinflusst hat .
Dann wird Messias – das allgemeine höchste korrigierende Licht geöffnet werden. Messias bedeutet übersetzt das Herausziehende, die Kraft, die dem Menschen aus seiner Selbstsucht hilft.

Die Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala in der ganzen Welt heißt „der Aufruf (das Horn) des Messias“. Die allgemeine Kraft, die alle zum geistigen Aufstieg hinreißt, wird in der ganzen Menschheit geöffnet, und heißt „Mashiach„.

Messias kommt zu „Israel“ nicht, denn sie sollen sich selbst korrigieren. Мessias wird gerade in der ganzen Welt offenbart, nachdem Israel, diejenigen, die die Bestrebung zur persönlichen Korrektur bekommen haben, beginnen, die ganze Welt zu bedienen, weil sie verhältnismäßig korrigiert sind und in diesem Maß der Welt geben können.

Deshalb, wenn wir über die Zeiten des Messias sprechen, dann handelt es sich darum, dass die Gruppe „Israel“ verpflichtet ist, korrigiert zu sein – und in diesem Maß kann sie die Welt korrigieren. Somit heißt das Erwachen der Welt „Mashiach„.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 12.10.2010

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Die wilden Menschen und die friedlichen Tiere

Frage: Wofür waren die Versündigung Adams und sein Zerbrechen notwendig? Was ist danach entstanden, dass das Licht im Geschöpf nicht direkt schaffen konnte?

Antwort: Das Licht konnte dem Geschöpf den Status des Schöpfers, das Begreifen: „Wer bin ich?“ nicht geben, es ist unmöglich, es einem anderen zu übergeben.

Die Versündigung mit dem Baum der Erkenntnis ist ein besonderer Zustand, worin der Genuss die Scham übertrifft.

Überall, auf allen Stufen, unabhängig von den geoffenbarten (enthüllten) Zuständen, in jeder Entscheidung steht das Geben über dem Empfangen – deshalb werden diese Welten als die Heiligen Welten bezeichnet. Und hier nicht ! Hier ist das Empfangen wichtiger als alles andere!

„Ich aß (vom Baum der Erkenntnis) und werde noch mehr essen!“ – ich bin nicht in der Lage, von diesem Genuss festgehalten?? zu werden. Ich bin im Begriff, für mich zu genießen – egal was weiter passiert! Und was mit dem Gebenden passiert, interessiert mich überhaupt nicht.

Ich habe keine Widerstandskraft… Die Schlange, die innerhalb des Menschen erwacht, öffnet in seinem Inneren solchen Abgrund des leeren Wunsches, worin der Unterschied zwischen dem Tier und dem Menschen besteht.

Bis zur Sünde, waren Adam und Chawa (Eva) auf dem tierischen Niveau. Und nach der Versündigung, wurden sie zu den „wilden Menschen“ – aber schon zu den Menschen, wenn auch zu den sündhaften!

Andernfalls verliert die ganze Schöpfung ihren Sinn, denn es war im ursprünglichen Vorhaben beabsichtigt, den Menschen dem Schöpfer ähnlich zu machen. Und der Motor der Schöpfung ist gerade die Offenbarung dieser Scham, des Bruches zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf.

Auf dem unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveau ist das Geschöpf nicht vom Schöpfer getrennt, es erfüllt alle Seine Befehle und widerspricht Ihm in keinem Wunsch.

Und in diesem neu geoffenbarten Wunsch, in dieser neuen Leere, die das Geschöpf empfindet, begreift es, dass es dem Schöpfer entgegensteht, dass es der Gast ist, und Der Schöpfer – der Gastgeber.

Kabbala Akademie

Die spirituelle Mathematik

Eine Frage, die ich erhielt: Warum gibt es 12 Stämme, und nur 10 Sfirot?

Meine Antwort: Manchmal sprechen wir über 10 Sfirot, manchmal über 5 Stadien, manchmal über 6 Stufen – wenn es sich um Seir Anpin (S“A) handelt.

In Wirklichkeit gibt es nichts, außer 5 Stadien. Die Ergänzung erfolgt aufgrund der Betonung, dass es in S“A nicht mehr als 6 Stufen gibt, wonach anstelle der 5 allgemeinen Sfirot, die 10 berechnet werden.

Manchmal wollen wir betonen, dass diese 10 Sfirot nach drei Linien geordnet sind. Dann sprechen wir darüber, dass in jeder Eigenschaft, in jedem Stadium, in jeder Sfira – auch ihre eigene Beziehung zu den anderen Sfirot existiert, entsprechend der linken, rechten und mittleren Linie.

Dann sprechen wir anstelle der 10 Sfirot über 12 Sfirot Stämme: der 4 Buchstaben Name des Schöpfers HaWaJaH (Chochma, Bina, S“A und Malchut) multipliziert mit drei Linien ergibt insgesamt 12. Es ist die einfachste Weise einen bestimmten Unterschied zu betonen.

Manchmal sprechen wir über 13, manchmal über 7 (S“A und Malchut), manchmal über 8 (S“A mit eigener, sowie mit abgesonderten Malchut). Und so weiter.

Keinesfalls darf man denken, dass dadurch irgendwelche Sfirot oder Teile des Parzufs verloren gehen.

Wir verwenden verschiedene Berechnungen nur, um den laufenden Zustand zu äußern, in dem sich die Kräfte der Seele befinden: die rechte Linie, zwei Linien, drei Linien, der kleine Zustand (Katnut), der große Zustand (Gadlut)

Wir sprechen bspw. darüber, dass es im kleinen Zustand nur G“E und kein gibt. Aber er wird in diesem Moment einfach nicht benutzt, da es darauf keine Kraft des Schirmes gibt.

Alle Definitionen richten uns nur auf die Kraft aus, mit welcher der Wunsch in Stärke von 10 Sfirot benutzt wird.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 04.10.2010

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Das Pendel der höheren Welten

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn das Gesetz gilt, dass das Licht die Wünsche (Kelim) bildet, warum befinden wir uns dann in dem selben Zustand der Unendlichkeit und enthüllen ihn nur?

Meine Antwort: Infolge der Verbereitung und des Abstiegs von oben nach unten, hat das Licht alle Zustände des Abstieges, „die Stufen“ auf die Art und Weise geschaffen, dass jetzt die Entwicklung, der Aufstieg, von der Einwirkung der entsprechenden Stufe, und nicht vom Licht selbst abhängig ist.

Das Licht erfüllt die Handlungen, aber nur dann, wenn es gezwungen ist, sie zu verwirklichen.

Darin besteht das ganze Prinzip der Konstruktion des Systems der höheren Welten: das System zerbrach in die Teile, um jedes Mal die Hindernisse auf dem Weg der Einwirkung des Lichtes auf die Wünsche zu schaffen, damit gerade das Bedürfnis seitens des Wunsches den Weg der Handlung des Lichtes öffnet.

Im Anfangszustand befinden wir uns in der Unendlichkeit, aber empfinden einander nicht, weil unsere Eigenschaften verschieden sind.

Aus diesem Zustand wird der Abstieg in unsere Welt verwirklicht, um dann dem Menschen zuzulassen, selbständig hinaufzusteigen. Der ganze Sinn des Abstieges von oben nach unten besteht darin, dem Menschen den selbständigen Aufstieg von unten nach oben zu ermöglichen.

Dabei erzeugt der Mensch die Handlung nicht selbst, sondern ruft sie hervor, in dem er den Wunsch bildet. Nachdem der Wunsch zur Spiritualität gebildet ist, startet er den Aufstieg auf die nächste Stufe.

Dadurch öffnet der Mensch die Stufen, die sich in der Verhüllung befinden. Er sucht die Formen des Wunsches zu geben, die Formen des Gebens dem Schöpfer – und wenn die gefundene Form der höheren Stufe entspricht, werden die Kräfte der Korrektur hervorgerufen, und der Mensch steigt nach dem Prinzip „mache deinen Wunsch Seinem ähnlich, damit Er so handelt, wie du es wünschst“ hinauf. Folglich geschieht „die Verschmelzung“.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Aus dem Fleisch heraus werde ich den Schöpfer erschauen“, 01.10.2010

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Die Stufen von Bina hochsteigen

Wenn wir uns über unseren Egoismus erheben und uns an die anderen mit den Banden der Liebe und des Gebens binden, durchlaufen wir nacheinander alle Stufen von Bina.

Die erste Phase von Bina ist „GaR de Bina“ – die Weigerung, den eigenen Egoismus zu benutzen, die Angst, zu nehmen, zu schaden, obwohl mir die Gelegenheit geboten wird, alles vollkommen ungestraft zu tun. So erhebe ich mich allmählich über meinen Egoismus.

Die zweite Phase von Bina ist „SaT de Bina“ – mir wird zu verstehen gegeben, dass alle von mir abhängen, und ich leide darunter, dass ich sie nicht erfüllen kann, wie geschrieben steht: „Mehr als das Kalb saugen will, will die Kuh säugen“.

Ich fange an, die Verlangen von den Anderen zu spüren und diese an mich anzuschließen – ich nehme die ganze Welt als ein Teil von mir selbst wahr.

Das ist jedoch kein Egoismus einer Mutter, die genießt, dass sie ihr Kind gefüttert hat – ich handle über dem Hass, der nicht verschwindet! Ich korrigiere jedes Mal meine Abstoßung dem Nächsten gegenüber.

Ich empfinde die Verlangen von den Anderen als mir fremd und verhasst und gleichzeitig fange ich dank dem Licht und der Kraft der Korrektur an, sie als meine eigenen wahrzunehmen. Alle Verbindungen entstehen nur mit Hilfe von anti-egoistischen Schirmen.

Und wenn ich beginne, an die Anderen zu geben, spüre ich die ganze Zeit, wie viel ich von mir nehme und an sie weitergebe, wie ich mich deswegen entleere – und wie ich allein deswegen erfüllt werde, dass ich sie erfülle!

Das sind Korrekturen über Korrekturen – der Weg zurück, nach oben, in die Welt der Unendlichkeit.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfen“ vom 03.10.2010