Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Spirituelle Korrektur und Veränderungen im physischen Verhalten


Eine Frage, die ich erhielt: In Mesilat Yasharim (Der Weg der Gerechten) schreibt der Ramchal über die Korrektur der Eigenschaften des Menschen: Obwohl die Korrektur der Eigenschaften der belebten Seele des Menschen keine Beziehung zu den Stufen der heiligen Seele hervorbringt, ist es für einen Kabbalisten dennoch unrealistisch, gereizt und hitzig zu sein oder schlechte Wörter (Lashon Ra) zu benutzen und Eigenschaften zu besitzen, die anderen um ihn herum schaden können.

Meine Antwort: Der Ramchal sagt, dass es unmöglich ist, die Eigenschaften der belebten Seele des Menschen zu korrigieren. Jeder Versuch, unsere belebte Seele zu korrigieren, endet im Misserfolg, da dies sich auf den unbelebten Teil des Menschen bezieht, der uns gegeben wurde, so dass wir unsere spirituelle Seele daraus zum Wachsen bringen können.

Das einzige, was wir ändern können und sollen, ist unsere heilige, spirituelle Seele: den Teil des Schöpfers in uns. Dieser Teil fängt mit dem an, was ein „Punkt im Herzen“ genannt wird und in einem Menschen mit der Frage zum Ausdruck kommt: „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Die Frage, die einen Menschen zur Kabbala bringt. Dies ist der Punkt, den wir entwickeln müssen.

Wenn wir diesen entwickeln, verändern wir uns und solch eine Veränderung hat auch einen Effekt auf unser irdisches Verhalten. Wir können anderen nicht mehr absichtlich schaden, da wir Eigenschaften erlangt haben, die uns nicht erlauben, dies zu tun.

Gleichzeitig jedoch kann unser äußerlicher Ausdruck von Ärger, Schroffheit und Ungeduld bestehen bleiben, da wir den Schaden, der von bestimmten Handlungen und Phänomen hervorgerufen wird, mehr als andere wahrnehmen. Des weiteren fällt ein Mensch, der aufsteigt, immer zurück, bevor er einen Schritt nach vorne macht und wenn dies geschieht, ist dieser Mensch wie jeder andere auch in solch einem Zustand. Dies bleibt bis zum Ende der Leiter, wie es geschrieben steht: „Jeder Mensch, der größer ist als ein anderer, hat einen größeren Egoismus als dieser.“ Außerdem steht über Rabbi Shimon geschrieben, dass er, als er sich im tiefsten Abstieg als „Shimon vom Markt“ befand, verstand, dass ihm die letzte Stufe des Aufstiegs bevorstand! (Im Buch des Sohar steht geschrieben, dass, als Rabbi Shimon aus der Höhle herauskam, in welcher er dreizehn Jahre verbracht hatte, um den Sohar zu schreiben, er einen Kleinbauern das Land bearbeiten sah, eine Handlung, so entfernt von der Spiritualität, dass, als er ihn sah, er ihn mit seinem bloßen Glanze verbrannte. Dies sind jedoch Geheimnisse der Tora…)

Verwandtes Material:
Kapitel 12 aus dem Buch: Leben aus der Kabbalah: Den Egoismus auslöschen
Online Bestellung: Leben aus der Kabbalah

Was ist meine Vorbestimmung?


Eine Frage die ich erhielt: Wie kann ich herausfinden, was meine persönliche Vorbestimmung ist? Ich verstehe, dass wir alle eine gemeinsame Vorbestimmung haben, doch wir alle haben auch unsere eigene persönliche Mission und es ist nur logisch, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben sollte, seine Verantwortung wahrzunehmen. Ich verbringe zu viel Zeit damit, Dinge anzuzweifeln und fühle mich unsicher. Ist das ein Zeichen für etwas?

Meine Antwort: Das ist etwas, das nur Sie selbst, zu dem Ausmaße herausfinden können, zu dem sie sich spirituell entwickeln.

In unserer Welt werden wir als „Tiere“ bezeichnet, da wir unser Leben damit verbringen, uns um unseren Körper und unseren Nachwuchs zu sorgen, sowie um die Befriedigung unserer tierischen Verlangen, wie z.B. der Kampf um Führungsansprüche, unseren Platz in der Sippe usw. Deshalb wird nichts, was Sie in dieser Welt tun, Ihrer Bestimmung entsprechen, da all Ihre Handlungen darauf gerichtet sind, Ihrem Körper dienlich zu sein, welcher schließlich sterben wird. Daher kann Ihre Vorbestimmung nur ein Ziel sein, welches ewig ist und Sie beinhaltet.

Die Kabbala enthüllt beides; die allgemeine Vorbestimmung und Ihre persönliche Vorbestimmung, zusammen mit den Hilfsmitteln, diese zu erreichen. Die allgemeine Bestimmung liegt darin, alle zu verbinden und dem Schöpfer durch eine solche Verbindung gleich zu werden. Ihre persönliche Vorbestimmung ist es, die gesamte Welt zu diesem Zustand zu bringen, da Sie der einzige sind, der dies vermag.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Wissenschaft Kabbala
Michael Laitman Article: The Essence of the Science of Kabbalah
Michael Laitman Artikel: Erkenntnis der Einheit der Schöpfung
Lesson: The Essence of the Wisdom of Kabbalah, Transcript

Warum lebe ich?


Eine Frage, die mir gestellt wurde: Was würden Sie jemandem sagen, der die Antwort auf die Frage „Warum lebe ich“ kennt?

Meine Antwort: Die Frage „Warum lebe ich?“ führt den Menschen ständig von seinen Handlungen ausgehend hinein in die Welt seiner Gedanken und dann von den Gedanken in neue Handlungen. Der Mensch lebt immer für irgendetwas, immer will er irgendetwas im nächstbesten Moment.

Die meisten Leute beziehen die Frage nach dem Sinn des Lebens nur auf ihre Lebenszeit in unserer Welt. Daher versuchen sie alle Arten von Zielen darin zu erreichen, sei es, dass sie gut essen wollen, sei es Sex, die Familie, die Gesundheit, Macht, Ehre, Ruhm oder auch die Sammlung von Wissen. Und die meisten Menschen sehen in der Erreichung solcher Ziele den Sinn des Lebens.
Hat jemand dies alles jedoch erreicht und das Leben treibt ihn nur noch an, das was er bereits hat, in seinen vielleicht Siebzig Lebensjahren immer weiter anzuhäufen, stellt er sich gewöhnlich die Frage nach dem Sinn des Lebens neu. Was bleibt ihm? Die vielen „spirituellen“ Methoden und Religionen beantworten die Frage nach dem Sinn des Lebens völlig unterschiedlich. Aber all dies wird nach und nach aufgrund ihrer Unzulänglichkeit als bedeutungslos erkannt. Kabbala ist alles, was bleibt und sie gibt folgende Antwort: „Der Sinn des Lebens ist es, unsere Wurzel zu entdecken, unsere Quelle, aus der wir stammen, die Essenz der Schöpferkraft zu erreichen. Unser höchstes Streben – das sich erst nach allem anderen in uns offenbart – ist zum Schöpfer hin, denn von dort stammen wir.“ Die Definition des Baal HaSulam hierzu finden Sie in „Das Wesen der Weisheit der Kabbala“.

Um also die zu Beginn gestellte Frage zu beantworten – jemand sagt mir, er kennt den Sinn des Lebens, nun, ich würde ihn fragen: „Haben Sie die Antwort gefunden, indem Sie den Schöpfer verwirklicht haben, indem Sie wie Er geworden sind?“

 

Warum bekommt ein Mensch Schläge?


Eine Frage, die mir gestellt wurde: Sie schrieben: „Ich werde irgendwann einmal darüber sprechen, wie der Schöpfer den Kabbalisten in den Augen der Gesellschaft und sogar in den Augen seiner Mitstudenten erniedrigt. Er tut dies, um sicherzustellen, dass der Kabbalist nicht stolz wird und sich die falsche Gesellschaft sucht, in der die Menschen sich um ihn keine Sorgen machen müssen usw.“ Ich verstehe das aber nicht. Nach welchen Kriterien kann man dann erkennen, ob man korrekt arbeitet? Denn, wenn man korrekt arbeitet, bekommt man also Schläge um nicht stolz zu werden. Arbeitet man jedoch inkorrekt, bekommt man Schläge für seine inkorrekte Arbeit. So oder so wird man geschlagen. Sie sagen aber auch, wenn wir dem Pfad der Tora folgen, vermeiden wir die Schläge. Was mir aber noch viel wichtiger ist: Woran kann jemand sehen, was der Schöpfer will und was nicht?

Meine Antwort: Im Grunde sind alle unsere Handlungen falsch oder, um es mit anderen Worten zu sagen, egoistisch motiviert. Einen Unterschied gibt es nur in der Ausrichtung: Ist unser Tun auf das Schöpfungsziel gerichtet oder nicht. Wenn Sie sich richtig bewegen, erreichen Sie gerade dann einen Abstieg, einen Abfall, in den Egoismus hinein, um zu verstehen, was Sie da kontrolliert und wie Sie sich davon befreien können – so wie in der Geschichte vom Auszug aus Ägypten und der Bitternis im Herzen des Pharaos.

Ein Kabbalastudent steht immer unter dem Einfluss seines Lehrers, der Schriften und der Gruppe. Somit wird er seine Abstiege immer ins Verhältnis zu seiner Entwicklung zum Schöpfungsziel hin setzen. Auf diese Weise erkennt er, dass die Empfindungen von Abstieg und Schmerz Zeichen für seine Abweichung vom korrekten Weg sind, um Ihn genauer auszurichten. Wird er jedoch abweichen, ohne entsprechend korrigiert zu werden, so wird er, um so weiter er vorankommt, eine um so größere Ungenauigkeit anhäufen und nur um so weiter vom Ziel abkommen – bis er an einen Punkt kommt, an dem er nicht mehr versteht, was die Kabbala überhaupt will. Spiritueller Fortschritt ohne Schläge ist demnach überhaupt nicht möglich.

Auch in Ihrem ganz gewöhnlichen, „nicht-spirituellen“ Alltagsleben werden Sie geschlagen. Der Unterschied ist, dass diese Schläge Ihnen nichts nützen. Oft wissen Sie gar nicht, warum Ihnen so etwas passiert und genauso wenig, was die Ursache war. Der Kabbalist hingegen sieht die „Schläge“ gar nicht als Schaden an, sondern als Erwerb tieferen Verständnisses auf dem spirituellen Pfad. Jetzt muss natürlich gesagt werden, dass zur Kabbala überhaupt nur Menschen kommen, die bereits verstanden haben, dass es keinen anderen Weg für sie gibt und die bereit sind, den Schwierigkeiten gegenüberzutreten, um das Schöpfungsziel zu erreichen.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Es gibt nichts außer Ihm

Über die Enthüllung der Göttlichkeit


Zwei Fragen, die ich über „Liebe Deinen Nächsten“ erhalten habe

Frage: Als Sie den Artikel „Die Enthüllung der Göttlichkeit“ diskutierten, erklärten Sie, dass es in Religionen nicht das Gebot „Liebe Deinen Nächsten“ gäbe. Sie gaben dabei Beispiele von religiösen Kriegen und der Gesellschaftsklassen, der Kasten, unter Hindus. Wie kann ich dann den Krieg gegen „die sieben Nationen“ und Amalek durch das Prisma der Nächstenliebe verstehen?

Meine Antwort: Diese Kriege finden im Inneren eines Menschen statt, Kriege gegen unseren Egoismus. Es sind keine Kriege, in denen Menschen getötet wurden! Kabbala beschäftigt sich nur mit der Korrektur des menschlichen Egoismus.

Frage: Ich erhalte hier den Eindruck, dass eine Reinigung durch völlige Zerstörung stattfindet (z.B. der Städte, die sich der Gotteslästerung hingeben), und dass dies sogar in der Tora gegenwärtig ist. Ich versuche zu verstehen, wie solche Taten wohl in Übereinstimmung mit der Aussage „Liebe Deinen Nächsten“ richtig ausgeführt werden können. Mir kommt es vor, als ob diese Handlungen, auch wenn sie aufrichtig, mit der Liebe für den Nächsten ausgeführt wurden, unseren folgenden Generationen dennoch falsche Schlussfolgerungen, Grausamkeit und Zerstörung bringen werden.

Meine Antwort: Ich wiederhole. Diese Fragen bekräftigen folgende Schlussfolgerungen: die Tora spricht nicht über Äußerlichkeit. Sie beschreibt nur unsere innerliche Korrektur. Man kann mit körperlichen Handlungen den Egoismus weder ändern noch korrigieren. Wir müssen nur unser egoistisches Wesen ändern. Darum handelt die Tora nur von unserer inneren Korrektur.

Baal HaSulam schreibt sorgenvoll über die Tatsache, dass die Kabbalabücher und „Der Sohar“ voll von Beschreibungen unserer Welt sind und wie dieses die Menschen, die Kabbala studieren, verwirrt. Darum ist es äußerst wichtig, die Kabbala von diesem Stil zu befreien, damit sie jedem Schüler klar und verständlich wird, dass es bei der Kabbala nur um Spiritualität geht. Spiritualität kleidet sich nicht in Materialität und hat keinen Bezug zu ihr; sie ist einzig eine Kraft, die außerhalb der Materie liegt. Die gesamte Kabbala muß in diesem Stil noch einmal wiedergegeben werden, damit es keine Verwirrung mehr gibt und jeder diese Methode richtig erhalten wird. Diese Aufgabe liegt noch vor uns!

Verwandtes Material:
Artikel: Verhüllung und Enthüllung des Angesichts des Schöpfers
Artikel: Matan Torah (Die Gabe der Tora)

Die Methode Glück zu erlangen ist für Alle oder Keinen

Zwei Fragen, die ich zur Beteiligung der Massen an der Methode der Korrektur erhalten habe:

Frage: Bitte lassen Sie mich wissen, ob ich Sie richtig verstehe oder nicht: Sie sagen, dass es im Vergleich zu der gesamten Menschheit eine sehr kleine Menge Menschen geben wird, die dem Schöpfer durch das Studium der Wissenschaft Kabbala dienen werden?

Meine Antwort: Nein. Jeder muss verstehen, dass es eine Methode zum Erlangen von Glück gibt. Bis jeder zu diesem Verständnis gelangt, wird keiner es wirklich erreichen. Das ist die Bedingung. Menschen unterscheiden sich nach ihrer natürlichen Entwicklung und der Größe ihres Verlangens in vier Gruppen. Jene mit dem größten Verlangen sind Kabbalisten und jene mit dem kleinsten Verlangen sind Menschen, die kaum verstehen, dass sie diese Methode zum Überleben brauchen; dass sie sich mit dem Rest verbinden und alles tun müssen, wie es jeder tut, wie in einer Herde. In derselben Weise, in der die Massen heute agieren, nach dem gesellschaftlichen Einfluss und der Werbung.

Frage: Sie haben den größten Teil der Gesellschaft (99% der Menschen) als „individuell und gesellschaftlich passiv“ beschrieben. Das sind offensichtlich Menschen, die nicht nach der Bedeutung des Lebens fragen, d.h. Menschen ohne Punkt im Herzen. Sind all die Menschen nur aus Fleisch und Blut, für die Herde gemacht oder können sie alle in absehbarer Zukunft für spirituellen Fortschritt „erweckt“ werden?

Meine Antwort: Es gibt nicht eine Person, die keinen freien Willen hat. Der einzige Unterschied ist das Maß in dem jemandes freier Wille in ihm selbst wahrgenommen wird. Jedoch muss sich jeder, entsprechend seiner Seele, selbst vollständig und unabhängig wahrnehmen. Es gibt Anführer und es gibt Nachfolger, aber sie alle haben Bewusstsein!

sd

Verwandtes Material:
Blog-post: Worin besteht unsere Freiheit?
Kabbalah Heute Artikel: Ein Kabbalist, ein Genetiker und der Sinn des Lebens
Kapitel 5 aus dem Buch Das Licht der Kabbala: Der freie Wille
Part 1A from eBook Interview with the Future: A Hidden World
Chapter 12 from the eBook The Open Book: Four Degrees in the Development of the Desire
Article: Freedom of Will

Scheidung ist moralisch akzeptabel und Ehebruch ist moralisch inakzeptabel – So sagt es die Mehrheit in einem aktuellen amerikanischen Bericht


News Story: Die kulturelle Toleranz für Scheidungen steigt auf 70 %

Der Gallup Service veröffentlichte die Ergebnisse einer traditionellen Umfrage, in der Amerikaner danach gefragt wurden, die moralische Annehmbarkeit verschiedener Handlungen zu beurteilen. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die US Bürger die Scheidung als die moralisch akzeptabelste Handlung der Liste betrachten, während Ehebruch die größte Missbilligung erhielt.

Mein Kommentar: Warum wird es als „moralisch“ betrachtet, eine Familie zu zerstören und die Kinder zu trennen, um die Individualität der Menschen zu befriedigen, ihren Egoismus? Der Grund ist, dass die Gesellschaft, die diese Werte als moralisch akzeptabel beurteilt, die selbe Gesellschaft ist, die den höchsten Wert auf Individualität legt. Einfach gesagt, Scheidung und die Zerstörung der Familie ist leichter als eine Familie aufzubauen und sie zu entwickeln, so sehen die Menschen Scheidung als etwas Normales an.

Andererseits sind tierische Affären, Beziehungen ohne irgendwelche tiefen Gefühle, die schneller vergessen, als sie vorbei sind und die es öfter gibt als Scheidungen, aus verschiedenen Gründen als eine der inakzeptabelsten Handlungen angesehen.

Ist das ein hohes moralisches Level? Ist das Selbsttäuschung? Oder ist es eine besondere Einrichtung in einer betrügerischen Gesellschaft? Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass jegliche Art von Moralbewertung des Verhaltens ersetzt wurde, durch was auch immer Menschen am bequemsten finden. Auf diese selbe Art verspotteten all die „ehrlichen“ Männer und ihre „treuen“ Frauen zusammen Clinton! Kann es sein, dass Menschen sich wirklich selbst nicht richtig einschätzen können? Der Egoismus der Menschen macht sie blind.

cs

Verwandtes Material:
Kabbalah Heute Artikel: Mann, Frau und die Schlange zwischen ihnen
Laitman.com post: The Avalanche of Divorce Can Only be Stopped by the Ultimate Reward

Spirituelle Führung und Ausrichtung in der Kabbala


Ich erhielt folgende Frage: Haben Sie jemals die Erfahrung gemacht, dass junge Studenten Ihnen gegenüber eine positive Einstellung ausdrückten, um Ihnen zu gefallen, aber später begannen, alles was ihnen widerfährt, als Manipulation Ihrerseits zu empfinden?

Meine Antwort: Sie haben Recht. Wir befinden uns unter dem ständigen Einfluss von externen Faktoren, jedoch sind wir uns dessen nicht bewusst. Während des Prozesses des Studiums, fängt ein Student langsam an zu realisieren, wie er von oben (vom Schöpfer) kontrolliert wird und wie er von solch einer Kontrolle befreit werden kann und sozusagen seine eigene freie Wahl und Entscheidung treffen kann, wie er handeln möchte. Diejenigen, die die Kabbala nicht studieren, verbleiben in jeder Hinsicht kontrolliert.

In unserer spirituellen Entwicklung sind wir wie Kinder. Der Unterschied liegt darin, dass die Natur (der Schöpfer) in einem Kind das Streben erweckt, die Erwachsenen zu imitieren. Jedoch in der spirituellen Entwicklung eines Menschen, muss der Mensch selbst dieses Verlangen, ein Erwachsener zu werden, d.h. dem Schöpfer ähnlich zu werden, entwickeln.

Er kann dieses Streben nur durch die Erziehung und Ausrichtung (nennen Sie es „Manipulation“, wenn Sie möchten) des Lehrers und der Gruppe bekommen. Der Student und die Gruppe werden praktisch immer durch den Lehrer angeleitet. Wie könnten sie sonst verstehen, wie und was sie selbst entwickeln sollten.

Die spirituelle Welt ist schließlich vor ihnen verborgen, bis sie unter der Leitung des Lehrers die Eigenschaften erlangen, die jener Welt ähnlich sind. Dann werden sie, zu dem Ausmaß, wie sie der Höheren Welt ähnlich sind, diese fühlen und selbst voranschreiten können.

Das Ergebnis der Führung ist die Unabhängigkeit der Studenten! Dies ist der Unterschied zwischen spiritueller (kabbalistischer) und jeder anderen Art von Entwicklung.

Sie müssen den Artikel „Die Freiheit“ von Baal HaSulam lesen und dann wird alles klar werden.

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Lektionen von Baal HaSulam’s Artikel „Die Freiheit“:
Diese Lektionsreihe wurde von Rav Michael Laitman gegeben, PhD, als Teil von Revealing the Upper Worlds TV und Internet Übertragungen (je 55 Min.)

Lektion 1 VideoLektion 1 Audio
Lektion 2 VideoLektion 2 Audio
Lektion 3 VideoLektion 3 Audio
Lektion 4 VideoLektion 4 Audio
Lektion 5 VideoLektion 5 Audio
Lektion 6 VideoLektion 6 Audio
Lektion 7 VideoLektion 7 Audio
Lektion 8 VideoLektion 8 Audio
Lektion 9 VideoLektion 9 Audio
Lektion 10 VideoLektion 10 Audio
Lektion 11 VideoLektion 11 Audio
Lektion 12 VideoLektion 12 Audio
Lektion 13 VideoLektion 13 Audio
Lektion 14 VideoLektion 14 Audio

Spiritualität liegt über unserer Welt (fortgeschritten)


Frage: Was sind die 613 Verlangen?

Meine Antwort: Es sind Verlangen, nicht nach den Genüssen dieser Welt, sondern egoistische Verlangen, die sich an den Schöpfer richten. Daher werden sie als „unrein“ oder „Pharao“ bezeichnet. Um diese Verlangen in sich selbst zu entdecken, muss man die Kabbala studieren und große Mühen auf sich nehmen. Beim Finden dieser Verlangen erfährt man ebenfalls jene Scham, die Adam verspürt hatte und korrigiert sie. Daher kann ein Mensch in die Spiritualität eindringen und das Schöpfungsziel erkennen.

Ein Dialog mit einem User namens Caligula (aus meinem russischen Blog)

Caligula’s Kommentar: „Spiritualität liegt über Bewegung, Raum und Zeit; das heißt doch, selbst wenn sich die Zustände in dieser Welt ändern, bleibt doch der spirituelle Zustand eines Menschen gleich!“ – so sagt man doch. In anderen Worten: egal, was wir tun, studieren und erreichen wollen – es ist alles vergeblich und unnötig.

Meine Antwort: Falsch! Wir können nicht das Höhere Licht beeinflussen, doch wir können es indirekt erwecken, indem wir uns in der Gruppe und beim Studium anstrengen. Lies die „Einführung zu Talmud Esser Sefirot“, Punkt 155.

Caligula: Ja, aber, wenn wir Rav Laitman’s Aussage zu diesem Thema glauben, kommen wir doch zu einer absurden Schlussfolgerung – Ich weiß nicht warum Sie so ein Vertrauen darauf haben; man könnte neidisch werden.

Ich spreche nicht von normalen Menschen, sondern von denen, die zum Schöpfer streben und Kabbala studieren. Tatsächlich bin nicht ich derjenige, der dies sagt, sondern Ari in Shaar HaKedusha. Er zählt darin einige altersspezifische Zustände im Leben einer Person auf. Kind: Ein Zustand, wo sich die Gefäße des Verlangens zu empfangen noch nicht entwickelt haben. 13 Jahre: hier hat ein Mensch bereits seinen Yetzer Ra; und 21 Jahre: ein Mensch hat die Möglichkeit zum spirituellen Aufstieg.

Meine Antwort: Alles falsch! Schauen Sie sich Ari und Etz Chaim an oder Teil 12 von Talmud Eser Sefirot. Geburt bedeutet spirituelle Geburt, egal wie alt man ist. Alle Menschen, außer Kabbalisten, sterben physisch, ohne jemals spirituell geboren worden zu sein.

epi

Schau nach vorne, nur nach vorne!


Ich erhielt folgende Frage: Ich habe eine sehr wichtige Frage! Vor fünfzehn Jahren bin ich religiös geworden und einer religiösen Schule beigetreten, da der Punkt meiner Seele in meinem Herzen erwachte! Ich wollte Ewigkeit, doch wusste ich nicht wie. Ich fand die Studien in dem religiösen Seminar oberflächlich und für alles, was tiefer ging, musste ich meine Persönlichkeit „zerbrechen“; es machte mich traurig und reumütig (weil ich einen Freund hatte). Ich weinte, hatte Unterhaltungen mit „Gott“, fühlte mich hoffnungslos, ängstlich, neidisch und annullierte meine Verlangen!

Ich versuchte, meine Persönlichkeit auszulöschen und litt, um gerecht zu werden! Das war jedoch alles blödsinnig! Langsam verstand ich, dass ich Götzendienst betrieben habe, jedoch sagte ich mir selbst, dass dies unmöglich wäre, da es schließlich die Tora war! Und alle Rabbiner sagten: „Die Tora, die Gebote!“ Über Jahre hinweg wusste ich, dass es das nicht war und ich mühte mich ab und war dennoch nicht fähig, das zu erklären! Ich habe an einer sehr angesehenen religiösen Schule in Jerusalem, mit den besten Rabbinern studiert, jedoch wusste ich intuitiv, dass diesen etwas fehlte! Ich fühlte mich depressiv, alleine und konnte mich selbst nicht finden. Ich stritt mit ihnen und sagte ihnen, dass sie sich mit Fragen von geringer Wichtigkeit befassen würden! Vor einer Woche habe ich glücklicherweise den Kabbala Kanal eingeschaltet und sagte: „Das brauche ich! Danach habe ich gesucht!“ Das war nach nur einer Fernsehsendung.

Ich wurde glücklich! Und das ist nur der Anfang! Ich bemitleide viele Rabbiner! Ich wurde von deren Tora nicht erwärmt, sondern verbrannt! Vielleicht liegt es daran, dass mein Vater ein rechtschaffener Mann war, den ich dafür schätzte, deren Unsinn und leeren Worte nicht zu glauben! Es tut mir leid, das zu sagen, doch meiner Meinung nach sind das alles die Gleichen – nur Dozenten!

Hier nun meine Frage. Habe ich, nachdem ich so unterdrückt wurde, dass ich das nicht einmal beschreiben kann, eine Chance, zu dem Zustand in dem ich geboren wurde, spirituell wieder belebt zu werden? Durch meine Natur war ich mit der Gesellschaft verbunden und ich habe verstanden, was „Israel“ ist, doch die Religion hat diese Ewigkeit für mich zerstört! Ich entschuldige mich, für solch eine lange Frage und die Bemühungen, die sie für mich machen! Früher habe ich gedacht, es wäre in Ordnung, meinen Charakter zu zerbrechen. Das wurde mir gelehrt und ich löschte mich selbst aus; ich fastete und war sogar froh darum, spirituell zu leiden. Später habe ich angefangen zu weinen, da alles an mir vorüber gegangen war!

Habe ich eine Chance? Wenn ja, welche? Das ist sehr wichtig für mich! Werde ich jemals wieder die Stärke haben, die ich einmal hatte? Ich habe einmal Liebe für die Menschen empfunden, Liebe für Befreiung, Liebe für Bescheidenheit, Liebe für die Ewigkeit, Liebe für die Gesellschaft! Und plötzlich hat sich all das in Ärger, Angst, Zusammenbruch, religiösen Egoismus, sammeln von Geboten und religiösen Götzendienst verwandelt.

Meine Antwort: Alles, was Sie studiert haben und alles, was Ihnen widerfahren ist, musste genau so geschehen, wie es geschehen ist und wird Ihnen nützlich sein. Sie sollten niemanden anklagen, da bis jetzt, alles in Ihrem Leben nach dem Willen des Schöpfers stattgefunden hat. Von diesem Moment an und weiter, sollten Sie sich weiterhin wie gewöhnlich auch verhalten, doch ergänzen Sie Ihr Leben mit dem Studium der Kabbala. Fangen sie mit den Artikeln aus dem Buch Shamati an und machen Sie dann mit den Artikeln von Baal HaSulam weiter. Es könnte für Sie aber auch besser sein, unsere Lektionen zu hören und zu sehen (Red. siehe unten), anstatt selbst zu lesen. Versuchen Sie es. Sie sollten nur nach vorne schauen – niemals zurück!

 

Lektionen von Michael Laitman:
Tägliche Kabbala-Lektionen von Rav Michael Laitman, PhD, werden live auf Kabbala TV übertragen: 3:20 bis 6:00 israelische Zeit/2:20 bis 5:00 unsere Zeit, Sonntag bis Freitag und sind auf Kabbalah Media Info archiviert

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