Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Drogen und Erlangung sind nicht vereinbar


Eine Frage, die ich erhielt: Zwanzig Jahre lang war ich Alkoholiker und drogensüchtig. Vor einem Jahr ging ich durch eine Rehabilitation und habe dank eines „12 Schritte“-Programms – ein Programm zum spirituellen Wachstum – Drogen und Alkohol vermieden. Kürzlich fing ich an, Kabbala zu studieren und wurde verwirrt – sollte ich das „12 Schritte“-Programm fortsetzen oder mich völlig der Kabbala widmen? Oder sollte ich beide Pfade verbinden? Vielleicht sind einige Kabbalastudenten anonyme Alkoholiker und Drogensüchtige, aber ich bin noch nicht im Stande gewesen, sie zu finden. Können sie ihre Erfahrung mit mir teilen?

Meine Antwort: Kabbala breitet sich weltweit aus. Offensichtlich kommen die Leute, die mit ihrem Studium beginnen, aus allen Bereichen des Lebens. Ich empfehle und bitte euch, einander zu unterstützen.

Eine Frage, die ich erhielt: Angenommen, ein Mensch befindet sich über dem Machsom und erlangt und fühlt bereits die Verbindung mit dem Schöpfer. Während er weiterhin an seiner Korrektur arbeitet, entscheidet er sich noch dafür, mit LSD zu experimentieren, um die verschiedenen Zustände zu vergleichen. Wird er die Höhere Welt dann nicht spüren? Ich möchte, dass Sie dieser Frage die Aufmerksamkeit geben, die sie verdient, da die moderne Wissenschaft LSD nicht als eine gewöhnliche Droge, sondern als eine äußerst starke Psycho-Stimulanz betrachtet.

Meine Antwort: Sobald ein Mensch Drogen nimmt, löst er sich von der Wahrnehmung der realen Welt und betritt einen Bereich „des Umherirrens“ und der illusorischen Bilder.

Verwandtes Material:
Blog-post: Es gibt keine Verbindung zwischen Drogen und dem Erlangen der Höheren Welt

Wie alt ist die Welt?


Fragen, die ich darüber erhielt, ob Kabbalisten je über das Alter der Welt und vergangene Zivilisationen geschrieben haben:

Frage: In vielen Unterrichten sagten Sie, dass unsere Welt etliche Millionen Jahre alt ist, wir gemäß dem hebräischen Kalender jedoch das Alter der Welt von dem Moment an beginnen zu zählen, als in einem Menschen, der Adam hieß, der Punkt im Herzen erwachte (von dem Moment an, in dem er entschied, dem Schöpfer ähnlich zu werden). Von welchen kabbalistischen Quellen haben Sie diese Information?

Meine Antwort: Baal HaSulam sagt in seinem Artikel „Die letzte Generation“, dass jeder Zeitabschnitt, der die Erde formte, 30 Millionen Jahre dauerte. Das zeigt, dass die Erde bereits seit Jahrmillionen existiert.

Baal HaSulam schreibt auch in seinen Briefen, dass Adam der erste Mensch war, der den Schöpfungsgedanken enthüllte. Offensichtlich hatte Adam Eltern und Verwandte und war in diesem Sinne nicht der erste Mensch, aber der erste Mensch, der den Schöpfer erlangte oder enthüllte. In jeder anderen Hinsicht entwickelte sich die Natur infolge der Reshimot, die zum Vorschein kamen und realisierten, angefangen vom unbelebten Level der Natur, zum vegetativen Level, weiter zum tierischen Level und dann zum menschlichen Level. Dies geschah Schritt für Schritt und oberflächlich betrachtet erschien es, genau wie Darwin dachte. Jedoch geschieht das nicht durch natürliche Auslese, sondern durch aufeinanderfolgende Enthüllung der Reshimot gemäß des Modells von HaVaYaH.

Frage: Lieber Rav, von dem, was ich in Ihren Unterrichten gehört habe, verstehe ich, dass Baal HaSulam ein Mann war, der Großes erreicht hat. In einem Ihrer Unterrichte sagten Sie, dass Baal HaSulam über die Entstehung der Erde und die zahlreichen Veränderungen schrieb, die während der flüssigen und festen Phasen geschahen, von denen jede 30 Millionen Jahre andauerte. Haben Kabbalisten je etwas von vergangenen Zivilisationen erwähnt?

Meine Antwort: Nein, denn sie sind an diesem einen Stückchen nicht interessiert. Kabbalisten richten ihre ganze Aufmerksamkeit nach oben, über diese Welt hinaus (zum Schöpfungsziel), anstatt zurück (in die Abgründe der Geschichte).

Es gibt keine intelligenten Zivilisationen außer der unsrigen. Diese Tatsache wird durch das Studium des Abstiegs des Lichts und des Kli aus der Welt der Unendlichkeit in unsere Welt, sehr klar. Wir existieren schon jetzt in der Welt der Unendlichkeit, doch unsere gestörten Sinne stellen dies als unsere Welt dar. Der Ari beginnt seine Enthüllung des Universums von dem Moment an, in dem es nur das Licht gibt und dann erscheint der Embryo des zukünftigen Geschöpfes. Das einzige, das von diesem Punkt innerhalb des Lichts hervorgeht, sind wir.

Verwandtes Material:
Blog-post: HaVaYaH – Die Entwicklungsstufen des Verlangens (für Fortgeschrittene)
Artikel: Materie und Form in der Wissenschaft Kabbala
Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft

Wie können wir Angst überwinden?


Zwei Fragen, die ich über das Überwinden unserer Ängste erhielt

Frage: In einer Ihrer Unterrichte zum Buch Shamati sprachen Sie über Angst und sie

sagten, dass ein Mensch sich sofort mit dem Schöpfer verbinden soll, wenn er Angst hat. Können sie das näher ausführen? Was soll ich tun, wenn mir die Kälte in die Knochen fährt, weil ich mich um die mir Nahestehenden sorge?

Meine Antwort: Sie sollten alles, was geschieht, mit dem Schöpfer, mit sich selbst und mit der ganzen Welt verbinden, sodass sich all das zu einem vereinigt und es dazwischen keinen Unterschied mehr gibt. All Ihre Zweifel und Ängste sollten innerhalb dieser Vereinigung verschwinden. Und wenn nicht – dann ist das sogar besser! Dann können Sie den Schöpfer um Hilfe bitten.

Sogar wenn Sie Das Buch Sohar öffnen, werden Sie entdecken, dass, wenn jemand wahre Furcht erlangt, dies die erste Korrektur „Pkuda Kadma“ (in aramäisch) ist. In der Tat wird alles und jeder von Angst getrieben: auf der unbelebten Stufe der Natur gibt es Angst um die Erhaltung der Struktur, auf den vegetativen und tierischen Stufen der Natur gibt es Angst um die Befriedigung mit allem Notwendigen und um das Abstoßen von Dingen, die schaden. Und das gleiche gilt für den Menschen.

Der einzige Unterschied zwischen unterschiedlichen Formen der Angst besteht in dem Zweck, wie einer sie gebraucht. Das heißt, einer gebraucht sie mehr in dem Maß, dass er den Abgrund in seinem Innern erkennt, oder mit anderen Worten, in dem Maße seiner egoistischen Entwicklung. Eine einfache Person in dieser Welt hat zwei Arten von Angst: Angst um diese Welt (um seine Lebensqualität, Gesundheit, Kinder, etc.) und um die kommende Welt (dafür zu sorgen, dass er in den Himmel, anstatt in die Hölle kommt).

Wenn jedoch sein Egoismus wächst, geht er durch diese zwei Arten der Angst hindurch und erreicht eine weitere Art – wahre Furcht. Dann fragt er: „Werde ich in der Lage sein, so zu werden wie der Schöpfer? Werde ich die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens für andere Menschen und für Ihn erlangen?“ Und wenn diese Person die Notwendigkeit spürt, diese Eigenschaft der Liebe und des Schenkens zu erlangen, dann treibt ihn Furcht voran und bringt ihn zum Machsom. Er macht „aufgrund der Furcht (oder Erschütterung, Bestürzung) eine Umkehr zum Schöpfer“ (Tshuva mi Iraa).

Frage: Kann das Studium der Kabbala helfen oder einen von seinen Ängsten befreien, zum Beispiel, der Angst auf der Bühne zu stehen oder seine Meinung zu sagen?

Meine Antwort: Ja, denn das Studium der Kabbala entwickelt Ihre Wahrnehmung der Einheit von allen Dingen, dem ganzheitlichen Universum. Es ersetzt die irdischen Ängste eines Menschen mit der wahren Furcht – die Notwendigkeit, den Schöpfer zu erreichen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala – Das Heilmittel für jedes Leid
Shamati #138: Über Angst, die einen Menschen manchmal überkommt

Warum müssen wir immer wieder hierher zurückzukommen?


Fragen, die ich darüber erhielt, was nach dem Tod geschieht:

Frage: Mein Name ist Daniel und ich bin 15 Jahre alt. Kürzlich hatte ich ein Gespräch mit meinem Onkel über die Weisheit der Kabbala. Er sagte, dass Menschen, die die Weisheit der Kabbala studieren, ewig leben, aber das scheint mir nicht logisch zu sein. Ich würde gerne wissen, was nach dem Tod mit der Seele geschieht.

Meine Antwort: Das stimmt. Ein Mensch, der das Leben seiner Seele erlangt hat, nimmt seine Existenz als ewig wahr. Aber vermutlich denkst Du, dass ewiges Leben unmöglich ist, weil Du es mit deinem Körper verbindest. Natürlich können wir nicht ewig in unserem Körper existieren, denn diese Art der Existenz ist unvollkommen (egoistisch) und wurde geschaffen, um kurz zu bestehen (gegensätzlich zum Schöpfer). Der einzige Zweck für uns liegt darin, diese Art der Existenz zu korrigieren, sie dem Schöpfer gleich zu machen. Und der korrigierte Zustand ist ewig. Darüber hinaus ist unser vorläufiger Zustand eigentlich eine Illusion, der uns nur gegeben wurde, um das Böse zu erkennen, wie ein schlechter Traum, so dass wir einen Eindruck von ihm bekommen und uns von ihm trennen.

Frage: Ich genieße es wirklich sehr, Ihren Unterrichten zu lauschen und mit Ihnen zu studieren. Sie haben mir eine schöne Welt offenbart. Angenommen, jemand hat den Machsom überquert, aber dann stirbt er, bevor er seine vollständige Korrektur abgeschlossen hat. Wenn dieser Mensch das nächste Mal geboren wird, wird er die spirituelle Welt sofort wahrnehmen?

Meine Antwort: Nein, aber er wird schnell durch all die vorangehenden Zustände gehen und den Zustand erreichen, den er zuvor erlangte, und dann wird er von dort weitergehen. Man muss so lange in unsere Welt zurückzukehren, bis man die vollständige Korrektur erlangt hat, da ein Verlangen nur „von außerhalb“ korrigiert wird, das heißt, während man in dieser Welt ist, welche außen ist in Bezug auf die Spiritualität.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was wird mit der Welt geschehen, wenn ich sterbe?
Blog-post: Was bedeutet der Tod? Wie kann man den Tod nicht fürchten?
Blog-post: Wie wird die korrigierte Welt aussehen?

Die größte Macht stammt daher, sich vor anderen zu ergeben


Macht ist die fundamentale Eigenschaft des Egoismus. Wenn wir sie verlieren, fühlen wir uns, als ob wir uns selbst verloren hätten. Sogar unsere Wahrnehmung der Dinge um uns herum gründet sich auf das Gefühl von Macht: Unsere Sinne empfinden alles, indem sie ihren Einfluss auf unterschiedliche Objekte, Dinge und Kräfte auswerten – indem sie abwägen: „wer ist stärker?“.

Wenn der Mensch sich seinem ständigen Streben, über seine Umgebung herrschen zu wollen, bewusst wird (noch einmal – ohne dieses Streben kann man seine Umgebung nicht wahrnehmen), dann führt diese Erkenntnis dazu, das Böse in sich selbst zu begreifen. Dann spürt er das Bedürfnis, seiner alles umfassenden Lust, über alles zu herrschen, abzusagen und sie mit der ihr gegenteiligen Eigenschaft – „Anava“ (fehlend) – zu ersetzen.

Innerhalb dieses Bestrebens, oder der Eigenschaft, enthüllt man den Schöpfer. Er verbirgt sich vor uns innerhalb dieser Eigenschaft, um uns die Gelegenheit zu geben, die gleiche Höhe, Allmacht, Unabhängigkeit, Größe und Demut der Liebe zu erlangen, wie Er sie hat – ohne Seinen offenkundigen Einfluss.

Der Mensch enthüllt dann, dass er gerade dadurch Macht über alles erlangt, indem er sich anderen ergibt, weil er dann in das allgemeine Licht aufgenommen wird. Diese Wechselbeziehung – „der Schöpfer und das Geschöpf“ – kann als ruhiges, allmächtiges und einfaches weißes Licht beschrieben werden, das alles erfüllt und in seinem Inneren befinden sich kleine, schwarze egoistische Bälle, die unruhig auf und ab springen, weil sie danach streben, ihren albernen Stolz, ihre Arroganz und Macht zu verstehen.

Es steht geschrieben: „An dem Ort, an dem Du die Größe des Schöpfers erreichst, erreichst Du Seine Demut (Anava).“ Deshalb kommt Macht durch die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Egoismus zerstört sich selbst
Blog-post: Enthüllung der Göttlichkeit (Baal HaSulam)
Blog-post: So bin ich eben!
Blog-post: Richtlinien zum Erreichen der Einheit – Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam
Blog-post: Die Bedingungen für die Korrektur der Seele

Das Größte, was Sie tun können ist, das Größte zu erlangen, was es gibt

Fragen, die ich darüber erhielt, ob man fähig ist, ursprüngliche kabbalistische Quellen alleine zu lesen und etwas Großes im Leben zu erreichen:

Frage: Sie betonen oft, Menschen sollten nur gemäß Ihres Unterrichts studieren. Ich stimme zu, dass es am Anfang keinen anderen Weg gibt. Später jedoch gelangt ein Mensch an einen Punkt, von dem an er die Quellen selbst lesen und sie auf eigene Weise verstehen möchte. Ich habe ein anderes Kli als Sie und ich kann das Licht nur in meinem eigenen Kli sehen. Kann ein Schüler eigenständig entscheiden, wann er bereit ist, alleine voranzuschreiten?

Meine Antwort: Sie haben völlig recht – Sie sollten die Texte von Baal HaSulam alleine studieren, eigenständig, und selbst versuchen zu verstehen, was dort geschrieben steht! Das sollten sie jedoch nur tun, nachdem Sie sich selbst, durch den Gebrauch unserer Unterrichte, in richtiger Art und Weise eingestimmt haben. Sonst werden Sie verwirrt und es wird lange dauern, sich wieder zu „entwirren“. Es wäre eine Schande, so viel Zeit zu verschwenden! Außerdem – normalerweise ist es unmöglich, dies zu tun. Somit ist es das Beste, die Texte zuerst mit Hilfe meines Unterrichts und dann die Originaltexte ohne meine Erklärungen zu lesen.

Frage: Lieber Rav Laitman, ich bin 37 und bis jetzt habe ich viele Dinge gemacht, die mich in Schwierigkeiten gebracht haben. In diesem Jahr geht alles schief. Ich spüre, dass ich unter gewaltigem Druck stehe und kann nichts tun, um es zu stoppen. Seit meiner Kindheit fühle ich, dass ich dazu bestimmt bin, etwas Großes in meinem Leben zu tun und dass mein Leben verschwendet wird. Stattdessen habe ich mich selbst völlig isoliert. Wie kann ich aus diesem Teufelskreis herauskommen? Sollte ich bereuen? Ich wüsste nicht mal, wie.

Meine Antwort: Das Größte, was Sie tun können ist, das Größte zu erlangen, was es gibt. Und das Größte, was es gibt – ist der Schöpfer. Es gibt kein Ziel, das höher oder größer ist als Er! Daher sollten Sie 24 Sunden am Tag nur die Materialien Baal HaSulams lesen!

Kabbala Akademie

Spirituelle und physische Babys


Ich habe viele Bitten um eine Erklärung der Beziehung zwischen der Entwicklung eines Babys in dieser Welt und der Entwicklung der Seele in der Höheren Welt erhalten. Hier ist eine Erläuterung:

Das grundlegende Buch der Kabbala, der Talmud Esser HaSefirot, mit über 2000 Seiten von schwierigem Text, beinhaltet ungefähr 300 Seiten, die über die intrauterine Entwicklung der Seele in der Gebärmutter (der AHP) des Höheren Parzuf (die Mutter – Ima, Bina) berichten. Diese Entwicklung kann für sieben, neun oder zwölf Monate anhalten, doch gewöhnlich dauert diese neun Monate. Darauf folgt die Geburt und dann 24 Monate des Stillens, welches ebenfalls über 200 Seiten von sehr schwierigem Text beschrieben wird.

Was bedeuten diese langatmigen, komplexen Beschreibungen in einfacher Sprache? Die Seele beginnt ihre Entwicklung mit dem Punkt im Herzen, wenn ein Mensch fragt: „Was ist der Sinn meines Lebens?“. Danach fängt ein Mensch an, seine Seele zu entwickeln, indem er das Höhere Licht zu diesem Punkt heranzieht. Zuerst geht er durch die vorbereitenden Phasen, welche die einfache und doppelte Verhüllung genannt werden und betritt dann einen Zustand, welcher Empfängnis (Ibur) genannt wird. In diesem Zustand hängt er sich an den Höheren Parzuf an, gesetzt den Fall, dass er trotz aller Schwierigkeiten zustimmt, mit Diesem zu verbleiben! Und die Schwierigkeiten verstärken sich weiterhin, doch indem er seine Verbindung mit dem Höheren – trotz der Schwierigkeiten, die vom Egoismus erschaffen werden, welcher ihn immer wieder zurückzieht – verstärkt, nimmt er fortwährend die Eigenschaften des Höheren an, welche Liebe und Beschenken sind. Dieser Prozess setzt sich fort, bis er all die Eigenschaften des Höheren, mit Hilfe seiner Selbstannullierung, erreicht. Diese Annullierung hindert ihn auch daran, eine Störung oder ein Fremdkörper im Höheren zu werden.

Wenn er alle Eigenschaften des Höheren aufnimmt, schließt dies die Periode des passiven Aufnehmens der Eigenschaften des Höheren ab, d.h. die Entwicklung in Form eines Embryos. Ein Embryo entwickelt sich, indem er auf passive Weise Licht erhält und deshalb wird dieser auch als Blut (Dam, von dem Wort Domem – unbelebt) gekennzeichnet oder als passive Annahme der Eigenschaften des Höheren.

Anders dargestellt endet der Zustand der Schwangerschaft, wenn ein Mensch danach verlangt, von der Selbstannullierung zur aktiven Interaktion mit dem Höheren überzugehen. Dies zwingt den Höheren, ihn wegzudrücken, um die vorige Art der Interaktion zu beenden – ähnlich dem, wenn ein Embryo zu lange in der Gebärmutter verbleibt und Abstoßung hervorruft. Der Höhere drückt den Niederen von Sich weg und zwingt den Niederen, mit Ihm aktiver zu interagieren, um ihn zu stillen. Der Höhere tut dies, indem er Bedingungen erschafft, die den Niederen befähigen, das Licht von Chassadim (Milch) zu erhalten. Jedoch verwandelt sich die Milch im Niederen immer noch in Blut (Dam).

Die Periode des Stillens dauert 24 Monate und während dieser Zeit, erreicht der Niedere aktive Eigenschaften des Beschenkens (Bina, Galgalta Einaim). Diese Stufe befähigt einen Menschen dazu, im ganzen Umfang der Höheren Welt zu existieren und völlig unabhängig von seinem Egoismus zu sein und das Höhere Licht wahrzunehmen und von Ihm zu lernen.

Das Wissen über die Gesetze, welche in unseren Wurzeln agieren und wie die Höheren Kräfte agieren, gibt uns ein absolut präzises Verständnis darüber, wie ein Kind ideal und auf völlig korrekte Weise erzogen und behandelt wird, wie mit einem Fötus und mit einem Neugeborenen interagiert wird, sowie mit einem Jugendlichen und einem Halbwüchsigen. Dies befähigt uns ein korrektes System der Wechselbeziehungen zu erbauen und die Bedingungen für die optimale Wahrnehmung der Möglichkeit, die wir in diesem Leben haben, zu erschaffen, d.h. den Sinn unserer Erschaffung zu erlangen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Geburtsvorbereitung – Ein Gespräch
Blog-post: Ein Gespräch über Schwangerschaft und Geburt

Wessen Geld unterstützt die Existenz der Kabbala Akademie?


Zwei Fragen die ich zu dem Thema erhalten habe, wie die internationale Kabbala Akademie finanziert wird und wie dies anderen zu erklären ist:

Frage: Ich würde gerne wissen, wessen Geld die Existenz der internationalen Kabbala Akademie unterstützt?

Antwort: Die Akademie wird nur durch das Maaser („ein Zehntel“) unterstützt, welches von den Studenten entrichtet wird. Wir erhalten aus keinem Fond Unterstützung.

Jeder Mensch, der sich spirituell entwickeln möchte und am System der Korrektur der allgemeinen Seele (Adams) teilnehmen möchte, muss 10% seines Einkommens der Korrektur der Welt zumessen. Diese Regel entstammt der Struktur der Seele: Wir können die ersten neun Sefirot selbst korrigieren, jedoch müssen wir die zehnte Sefira (Malchut) für die Korrektur des Tempels aushändigen. Solange es jedoch keinen Tempel gibt, geben wir es für die Verbreitung der Korrekturmethode in der ganzen Welt aus.

Wenn ein Mensch das nicht macht, dann wird er nicht fähig sein, seine eigene Korrektur zu erreichen. Das liegt daran, dass sein Punkt im Herzen nur das anfängliche Verlangen ist, doch der Rest des Verlangens (welcher ihn dazu befähigt, sich mit den anderen Seelen zu verbinden und ein gemeinsames Gefäß für den Erhalt des Lichts zu erschaffen, um den Schöpfer zu enthüllen) kann nur von anderen erhalten werden. Deshalb steht geschrieben: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Dies ist das Hauptprinzip der Tora, oder anders ausgedrückt, das Hauptprinzip des Erhaltens des Lichtes.

Dies ist auch ein Weg, sagen zu können, ob Sie einfach nur Ihre Neugierde befriedigen, oder ernsthaft danach verlangen, sich an Ihrer eigenen Korrektur und der allgemeinen Korrektur der Welt zu beteiligen. Sie können auch Ihren eigenen Beitrag ausgeben, gesetzt den Fall, dass Sie dies mit unserem gemeinsamen Verbreitungszentrum koordinieren.

Niemand bezahlt unser Zentrum. Es wird neben den 10%, die an die Verbreitung gehen, noch durch zusätzliche Beiträge unserer Studenten unterstützt. Ich hoffe, Sie werden das verstehen und es als Beispiel nehmen!

Frage: Ich bin verheiratet und würde gerne wissen, was ich meiner Familie sagen kann, wenn sie fragt, warum ich Maaser bezahle. Ich verstehe, warum ich das tue und ich fühle eine große Verantwortung und die Wichtigkeit der Verbreitung und des Ziels. Ich beabsichtige nicht, diesen Teil meines Einkommens einzubehalten.

Wenn ich jedoch versuche, dies meiner Familie zu erklären und Worte aus der spirituellen Welt verwende und sage, dass dies der zehnte Teil der Seele (Malchut) ist, dann werden sie mich schlicht nicht verstehen. Wenn ich andererseits jedoch überhaupt nicht versuche, das zu erklären, werden sie denken, dass ich verrückt wäre, Maaser zu bezahlen. Welche Erklärung kann ich ihnen geben (auch eine vorübergehende), so dass sie nicht denken werden, dass das Maaser sinnlos ist?

Antwort: Sagen Sie ihnen, dass Sie das Geld für die „kommende Welt“, die für Ihre Familie und für Sie kommen wird, beiseite legen und dass Sie alle definitiv dort hingelangen werden. Kalkulieren Sie, wie viel Sie ausgeben, auch ohne zu realisieren „wofür“ Sie es ausgeben.

Doch im Allgemeinen verpflichtet Sie niemand. Lesen Sie dazu den Artikel „Der Friede“ von Baal HaSulam. Dort erklärt er, dass der Schöpfer wie ein Verkäufer im Geschäft ist und Er gibt jedem, was er von dieser Welt nimmt und schreibt es in seinem Notizbuch auf. Und danach sammelt Er systematisch die Bezahlung von Ihnen ein, ob Sie das realisieren oder nicht.

Verwandtes Material:
Der Frieden (Baab HaSulam)
 

Nur Noahs Arche kann uns heute noch retten!


Noah, der bekannte Charakter aus der Tora, repräsentiert ein Stadium in der spirituellen Entwicklung eines Menschen. Dann, wenn ein Mensch sich bewusst wird, dass sein Egoismus böse ist und er sich nicht davor retten kann, weil er seine gesamte Natur darstellt. Er versteht dann, dass nur die Höhere Kraft ihn verändern kann, die außerhalb von ihm ist. Darum baut er die Arche oder anders gesagt, als Antwort auf sein Flehen erschafft das Höhere Licht in ihm die Eigenschaft von Bina (Schenken), in der er dann verbleibt, sodass seine egoistischen Verlangen und Eigenschaften nicht länger über ihn herrschen. Wenn er die Arche betritt, erhebt er sich über den Egoismus und tritt in das Reich des Schenkens ein, isoliert sich selbst von seinem Egoismus, seiner Natur.

Heutzutage fühlt jeder einzelne und die gesamte Welt als Ganzes, dass wir in einem bedrohlichen Zustand sind – dem Zustand Noahs vor der Flut. Wir werden von der inneren (individuellen) und der äußeren (weltweiten) Flut (Egoismus) bedroht, die wir über uns gebracht haben und können sie nicht von selbst überwinden. Unsere einzige Rettung liegt darin, uns in der Arche zu verbergen, dass heißt für jeden Menschen und alle zusammen, die Eigenschaft des Schenkens zu erlangen, uns über unseren Egoismus zu erheben. Dann wird alles zur Harmonie gelangen – genau wie alle Arten der Geschöpfe, die in der Arche waren und wir werden zu einem erneuerten Leben übergehen.

Verwandtes Material:
Blog-Post: So lesen Sie die Tora richtig! 
 

So werden kleine Genies geboren!


Eine Frage, die ich erhielt: Ich hörte Ihrer Unterhaltung mit Professor Gregory Brechmann über Schwangerschaft und Geburt zu. Nun mache ich mache mir Gedanken darüber, wie alle in letzter Zeit über die Aggression und Gewalt unter Kindern in Panik geraten und die Selbstmordrate unter Kindern ständig steigt. Laut Ihrem Gespräch mit Dr. Brechman wäre dies den Schwangeren anzulasten, die ständig darüber nachdenken, ob sie „abtreiben“ oder mit dem Geschöpf in ihrem Leib „Erbarmen haben“ sollen. Denn solche Gedanken impfen dem zukünftigen Kind eine sehr kraftvolle Lebensangst ein.

Sollte man nicht irgendetwas wegen dieser Gedanken der unkorrigierten Eltern tun? Denn je weiter wir kommen, desto schlimmer und egoistischer werden sie in ihrem Denken und jede neugeborene Generation wird grausamer und aggressiver. Wenn unsere Gedanken während der Schwangerschaft wirklich die Art, wie ein Mensch sein wird, beeinflussen, was sollen wir dann denken, damit Kinder Genies werden? Und kann ein Mann die Gedanken seiner schwangeren Frau beeinflussen?

Meine Antwort: Es ist egal, in welchem Zustand sich das Geschöpf befindet: ein Samentropfen, ein Embryo, ein Neugeborenes, ein Kind oder ein Erwachsener und ob es bereits seine übergeordnete Existenz erreicht hat oder noch nicht – egal, als Reschimo wird es immer von einer Kraft beeinflusst, dem Schöpfer. Und im gesamten Universum gibt es nichts anderes ausser diesen beiden – den Schöpfer und die Schöpfung!

Das Reschimo entwickelt sich unter dem Einfluss des Lichts und beginnt zu spüren, dass es von irgend jemandem empfängt. Es fängt an, jemanden wahrzunehmen, wie es ein Neugeborenes tut. In anderen Worten ist unsere gesamte Entwicklung mehr qualitativ als quantitativ – es ist die Entwicklung unserer Beziehung mit dem Höheren (dem Licht, dem Schöpfer) oder unserer Einstellung Ihm gegenüber.

Studieren die Eltern daher Kabbala, die Verbindung mit dem Höheren, bereiten sie -über den informativen Level – ihre Kinder bereits für eine spirituelle Entwicklung vor. Und dieser Einfluss wird immer wichtiger, während sich das Kind im pränatalen Zeitraum entwickelt, dann nachdem es geboren ist, später in der Vorschulzeit usw., bis es erwachsen wird. Die Seele hat kein Alter und egal welche Form ihre körperliche, äußere Schale hat, ist jeglicher Einfluss auf die Seele positiv.

Verwandtes Material:
Blog-post: Ein Gespräch über Schwangerschaft und Geburt
Blog-post: Geburtsvorbereitung – Ein Gespräch
Blog-post: So hilft man Lehrkräften und Eltern!
Blog-post: Wie soll ich meine Kinder großziehen?
Blog-post: Hyperaktive Kinder – Das Resultat des wachsenden Egoismus
Zahnräder: Film-Clip mit Transkription