Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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In der Spiritualität braucht man kein Wissen!


Zwei Fragen die ich darüber erhielt, welche Rolle Wissen beim spirituellen Aufstieg spielt

Frage: Muss ich um voranzukommen wissen, in welchem Stadium und auf welcher spirituellen Stufe ich bin? Und ganz im Allgemeinen, wie wichtig ist es für meine spirituelle Entwicklung, Kenntnisse über die spirituellen Welten zu haben?

Meine Antwort: Wissen ist sowieso egal. Allerdings hilft es Ihnen, mit dem Thema (der Korrektur Ihrer Seele) in Verbindung zu stehen. Dennoch ist das Wichtigste, das Licht der Korrektur anzuziehen und dies geschieht während des Studiums authentischer kabbalistischer Texte. In der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot,“ Punkt 155, steht geschrieben, dass das Licht in dem Maße übergeht, in dem man zu verstehen wünscht, was im Text gesagt wird, selbst wenn man nichts davon versteht. Das heißt, eine Person versucht im Prinzip zu verstehen, was das Buch über sie und ihren Zustand sagt. Das kommt daher, weil ein kabbalistischer Text alle Zustände aller Seelen beinhaltet und jede Seele ist im Stande, „ihre eigene Frequenz zu finden,“ die Frequenz, auf der die allgemeine Seele, der Schöpfer, zu ihr spricht.

Frage: Sie sagten, dass eine Person, die in der Kabbala voranschreitet, sich nicht den Büchern zuwenden muss, wenn sie sich ihrer Freiheit der Wahl bewusst wird. Dies sei etwas, das sie innerlich tun müsse. Meine Frage ist: Wie macht man das innerlich mit sich selbst aus, wenn man die Kräfte dafür nicht in sich hat? Sie sagten, dass sich eine Person der Gesellschaft zuwenden sollte, wenn er seine Freiheit der Wahl begreifen will.

Meine Antwort: Baal HaSulam spricht darüber in einem seiner Briefe. Er schreibt, wenn der Mensch das Verlangen hat, etwas in sich selbst zu begreifen, solle er mit sich alleine sein, ohne Bücher. Auf diese Weise wird man sich selbst und das Ergebnis dessen spüren, was durch das Studium der Kabbala mit einem geschehen ist. Man wird im Stande sein, sich selbst, seinen Weg, zu finden, etwas Eigenes, anstelle dessen, was andere sagten.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Einführung zu Talmud Esser HaSefirot

Kabbala – das Heilmittel für jedes Leid


Eine Frage, die ich erhielt: Der Staat Israel ist in eine Depression gefallen. Die Zeitung Yediot Aharonot führte aus, dass es „gemäß entsprechender Daten aus Kliniken, eine 23%ige Steigerung des Gebrauchs von Antidepressiva und Arzneien gegen Angst gibt“. Befürworten Sie den Gebrauch dieser Medikamente?

Meine Antwort: Wenn ein Mensch unter Depression oder Angst leidet oder unter irgendeiner anderen Art von Krankheit, sollte er das durch jedes mögliche Heilmittel behandeln. Sobald sie aufgehört hat ihn zu kontrollieren, sollte er mit dem Studium der Kabbala beginnen. So oder so gibt es und wird es nie irgend ein anderes Heilmittel geben. Es steht geschrieben: Sie (die Kabbala) wird jedes Leid heilen.“

Das ist so, weil die einzige Sache, die erschaffen wurde, das Verlangen ist. Und dann empfing sie eine Absicht – das Verlangen entweder „für sich selbst“ zu gebrauchen oder „für etwas außerhalb von uns selbst“ (für jemand anderes, seinen Nächsten oder den Schöpfer). Wenn die Absicht „für einen anderen“ ist, macht sie das Verlangen dem Schöpfer ähnlich – Schenken. Und dann, entsprechend dem Gesetz der Gleichheit, wird dieses Verlangen zu einem Gefäß für das Höhere Licht, Gesundheit, Güte, Vitalität und ewiges Leben!

Verwandtes Material:
Blog-post: Atmen Sie ihn ein, diesen antidepressiven Weihrauch!
Blog-post:Antidepressiva und Kabbala
Blog-post: Antworten auf fragen über „Depression“,..

Glaube über dem Verstand – vor und nach dem Machsom


Zwei Fragen, die ich zu dem Thema „Glaube über dem Verstand“ erhalten habe

Frage: Ein Mensch, der Kabbala studiert, arbeitet vor dem Machsom (Barriere) mit dem Glauben über dem Verstand. Wie verändert sich diese Absicht, nachdem sich der Mensch einen Schirm angeeignet hat? Und braucht er diesen überhaupt, wenn er einmal anfängt den Schöpfer zu empfinden?

Meine Antwort: Erst nach dem Machsom ist ein Mensch fähig, mit dem Glauben über dem Verstand zu arbeiten. Vor dem Machsom strebt er nur danach, jedoch kann er davor nicht auf solche Weise handeln. Dies liegt daran, dass der Glaube die Eigenschaft des Gebens ist, die ein Mensch sich über dem Machsom aneignet, über dem Egoismus (Wissen, Empfangen). „Glaube über dem Verstand“ = „Beschenken über Empfangen“.

Frage: Wenn ein Mensch ein bestimmtes spirituelles Niveau erreicht und er sich wünscht, noch höher aufzusteigen, zu noch größerer Gleichheit der Form mit der Eigenschaft des Gebens und wenn er auf dem Weg des Glaubens über dem Verstand ist, benutzt er dann die vorige Stufe in seinen Handlungen oder lehnt er diese ebenfalls ab?

Meine Antwort: Er betrachtet die vorige Stufe, im Vergleich mit der nächsten Stufe, als abgeschlossen und als egoistisch. Und dies geschieht jedes Mal. Die Höhere Stufe wird „der Schöpfer“ genannt und dies verändert sich jedes Mal. Heute erreicht ein Mensch den Schöpfer von gestern und erarbeitet sich einen neuen Schöpfer, den er morgen erreichen wird.

Verwandtes Material:
Michael Laitman Artikel: Die Notwendigkeit, Kabbala zu Lernen
Leben aus der Kabbala, Kapitel 5: Der Zweck des Studiums der Kabbala

Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität


Eine Frage, die ich erhielt: Kann jemand, der alles was ihm zur Verfügung stand, für die Verbreitung, die innere Arbeit, die Gruppe und die Liebe für die Freunde aufbrachte, jemand, der an Kongressen teilnahm und mit all seiner Kraft und seinem Wunsch dafür arbeitete, mit einmal diesen Weg verlassen und sich einem anderen Rav zuwenden? Wie kann jemand so leidenschaftlich dafür sein und sich für das Ziel aufopfern und gleichzeitig nach einem anderen Lehrer suchen?

Meine Antwort: Alles ist möglich. Ich habe schon alles erlebt. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg und andere sollten sich nicht einmischen, auch ich nicht. Wir sollten den Menschen helfen und ihnen alles geben, aber danach bleibt alles ihnen selbst überlassen. Die spirituelle Entwicklung des Menschen entspricht seiner eigenen Wahl; es gibt keinen Zwang, wenn es dazu kommt, dass jemand seinen spirituellen Weg betritt. Dies ist die einzige Herangehensweise, die sich als echt erweist und jeden anziehen wird, und nur diese Einstellung dem anderen gegenüber wird wahre Sorge und Liebe ausstrahlen und entspricht dem Naturgesetz.

Das Schöpfungsziel für jeden Menschen ist, aufgrund seiner freien Wahl eine vollkommene Gleichheit mit dem Schöpfer zu erlangen. Darum können wir diese Methode lediglich an die Oberfläche bringen, den Menschen die Gruppe und unsere Kraft anbieten, doch letztendlich liegt es am Menschen, welche Wahl er trifft! Wenn Sie Menschen fragen, die in der Gruppe waren und bereits seit 15 – 20 Jahren mit mir studieren, werden sie Ihnen sagen, dass ich niemals Fragen stelle, sogar wenn jemand die Gruppe verlässt oder plötzlich verschwindet. Die Seele des Menschen sollte ihm sagen, wie sie zu korrigieren ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Unsere Seele wird es uns lehren
Blog-post: Jeder geht seinen eigenen Weg
Unterricht zum Artikel „Körper und Seele“ (Baal HaSulam)
Rabash-Artikel: Wann hört man auf wiedergeboren zu werden?

Der Schöpfer ist Ihr korrigiertes Selbst


Zwei Fragen, die ich über den Schöpfer erhielt:

Frage: Ich verstehe das nicht. Wir versuchen, uns mit einem spirituellen Wesen zu verbinden, das wir nicht wahrnehmen können, das Schöpfer genannt wird – der eigentlich für jedermanns Schicksal verantwortlich ist und möchte, dass wir zu ihm streben und nur zu ihm – indem wir Bücher studieren und Sie sagen mir, da ist nichts Magisches oder Mystisches daran?

Meine Antwort: Der Schöpfer ist Ihr korrigiertes Selbst, denn Sie wurden idealerweise entgegengesetzt zu Ihm geschaffen. Wir schreiben „Ihm“ mit einem Großbuchstaben einzig als Zeichen des Respekts für diese Eigenschaft der „selbstlosen Liebe und des Gebens“. Das heißt, Sie erforschen sich selbst, um sich ins Gegenteil zu verändern. Das ist Kabbala – die Entdeckung der Eigenschaft des Gebens in sich selbst.

Frage: Wie kann sich die Verbindung mit dem Schöpfer, der gut ist und Gutes tut, durch negative Gefühle äußern?

Meine Antwort: Solange ein Mensch seine Verlangen noch nicht korrigiert hat, kann er in ihnen negative Empfindungen wahrnehmen. Gleichzeitig kann er sich aber über die Tatsache freuen, dass er diese Empfindungen hat, denn sie sind Teil des Prozesses, diese Verlangen zu korrigieren. Sobald sie korrigiert werden, erhebt er sich über sie und trotz jeglicher Empfindungen, die er in ihnen wahrnimmt (sogar mangelnde Erfüllung), wird er in der Lage sein, nur das Glück und die Güte, die diese Welt ausfüllen, zu empfinden! Denn er erlangt Glauben über dem Verstand – er ist mit der Eigenschaft des Gebens erfüllt, obwohl seine Verlangen, gefüllt zu werden, leer sind.

Kabbala Akademie

Wozu sollen wir Fragen stellen?


Zwei Fragen über das Thema „Fragen und Antworten“

Frage: Worin liegt der Sinn im Zuhören, wenn ein anderer Mensch Ihnen eine Frage stellt? Und ganz allgemein gesehen, was soll das Fragenstellen?

Meine Antwort: Es steht geschrieben: „eine schüchterne Person kann nicht studieren“. Jeder muss Fragen stellen. Gleichzeitig sollte man die Antwort beherzigen und sich so lange in sie vertiefen, bis sie absolut klar wird, d.h. bis sie uns erreicht. Wenn Sie Ihrem Freund zuhören, verbinden Sie sich mit seinem Verlangen nach dem Ziel und das ist wichtig für die Verbindung in der Gruppe. Ich meine damit, dass Ihr Verlangen für sich alleine niemals ausreicht, um das Ziel zu erreichen, damit das Or Makif (Umgebendes Licht) eine neue Absicht – „um anderer willen“ – in Ihrem Verlangen erweckt. Zum Zwecke einer solchen Einheit mit anderen, erschienen die Welten, wurde die Seele von Adam erschaffen und dann zerbrochen und diese Welt so derart nieder erschaffen. Damit wurde für jeden ein Ort der Willensfreiheit geschaffen. Folglich ist das einzige, was wir tun, unseren freien Willen in unserem Bemühen zu verwirklichen, die Verlangen und das Ziel unserer Freunde in der gesamten Weltgruppe aufzusaugen.

Nur auf diese Weise kann die Menschheit ihre allgemeine Krise bewältigen, d.h. durch die Enthüllung ihres gegenseitigen Hasses und Ihrer Trennung untereinander. Die Menschen werden feststellen, dass dieser gegenseitige Hass und diese Trennung eine lebensbedrohliche Situation verursachen, sogar bis zur Zerstörung ihrer Leben.
Obwohl ihr Leben leer und wertlos ist, empfinden sie es als das Wertvollste, was sie haben, denn sie haben nur das eine.
Darum werden sie beginnen, die Fragen – die Verlangen anderer – anzuhören, bis sich alle in einer einzigen Frage vereinigen (Wie im Punkt 2 der Einführung zum Talmud Esser Sefirot beschrieben): „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Dann werden sie zur Kabbala kommen.

Frage: Sie erwähnen oft, dass Spiritualität sich außerhalb von Zeit, Raum und Bewegung befindet. Was meinen Sie damit?

Meine Antwort: Sie müssen die Antwort in Talmud Esser Sefirot, Teil 1, Histaklut Pnimit (Innere Betrachtung) finden. Da kommen Sie nicht drum herum. Sie müssen es studieren. Diejenigen, die glauben, dass sie durch das Stellen von Fragen auf einfache Weise zu Wissen gelangen können, haben nicht verstanden, dass nur durch das Studium des Materials von Baal HaSulam (in jeder beliebigen Sprache) dass Licht der Korrektur angezogen werden kann. Fragen und Antworten sind nur dazu gedacht, Einsteiger auf den richtigen Weg zu bringen. Sie sollten wenigstens alle Beiträge dieses Blogs durchgehen. Vielleicht ist diese Form des Studierens fürs Erste am angebrachtesten für sie.

Verwandtes Material:
Interactive FAQ – Question Your Reality
eBook: The Kabbalah Experience – The Definitive Q&A Guide to Authentic Kabbalah
Purchase the Book: The Kabbalah Experience – The Definitive Q&A Guide to Authentic Kabbalah

Freuen Sie sich über die Abstiege!


Fragen, die ich erhielt über die Abstiege auf dem spirituellen Weg

Frage: „Es gibt keinen rechtschaffenen Menschen, der nicht sündigte.“ Was geschieht zwischen den Stufen, wenn sich ein Mensch in einem Abstieg befindet und alles, was er erreicht hatte – das Licht und den Schöpfer – in die Klipot fallen? Wie kann ein Mensch mit diesem schweren Gefühl leben?

Meine Antwort: Wie Baal HaSulam im Buch Pri Chacham (Briefe) schreibt, muss ein Mensch über einen Abstieg froh sein, da dies die Enthüllung seiner unkorrigierten Eigenschaften ist. Und wenn das Böse in einem Menschen enthüllt wird, bedeutet das, dass er bereits die Stärke, das Verständnis und die Fähigkeit hat, solche Eigenschaften zu korrigieren und über diese zur nächsten Stufe aufsteigen kann. Deshalb gibt es keinen Grund, sich schlecht zu fühlen, selbst während dem größten Abstieg nicht! Die größte Strafe ist es für einen Menschen, vom Schöpfer in seinen Gedanken und Wahrnehmungen getrennt zu sein.

Frage: Wie kann ich auf dem spirituellen Weg den Zustand überwinden, in dem ich einen Mangel an Energie verspüre? Ein Mensch weiß, was seine Aufgabe in der Welt ist und er versucht, alles was geschieht mit dem Schöpfer zu verbinden, doch hat er immer noch keine Energie, irgend etwas zu tun, er kommt mit der körperlichen Welt nicht zurecht, er kann einfach überhaupt nichts tun und würde am liebsten versuchen zu verschwinden und überhaupt nichts zu fühlen…

Meine Antwort: Es gibt viele Zustände wie diesen und sie sind sehr unterschiedlich. Es liegt in unserer Macht, die Geschwindigkeit zu erhöhen, mit welcher wir durch diese Zustände hindurch gehen, doch ist es unmöglich, diese auszulöschen und Sie sollten niemals denken, dass diese unnötig wären. Diese Zustände befinden sich alle in Ihnen und müssen sich manifestieren und Sie müssen deren Offenbarung rechtfertigen und darüber aufsteigen. Wie? Sie sollten realisieren, das alles was Sie wahrnehmen vom Schöpfer kommt, da „es nichts außer Ihm gibt“. Alles geschieht zu Ihrem Wohle, da „Der Schöpfer gut ist und Gutes tut.“ Der beste Weg, dies praktisch, korrekt und schnell in sich aufzunehmen, ist, einer Gruppe beizutreten und zu verbreiten.

Frage: Ich habe verschiedene Probleme und ich weiß nicht, ob diese eine psychologische Ursache haben oder eine Konsequenz des Kabbalastudiums sind. Was würden Sie mir raten?

Meine Antwort: Wenn Menschen psychologische Probleme (Geisteskrankheiten) haben, dann dürfen diese normaler Weise nicht Kabbala studieren oder nur unter der Aufsicht eines Arztes und einer speziellen Einstellung von uns studieren. Wenn Sie jedoch mental gesund sind, dann ist die einzige Sache, die Ihnen helfen kann, die Verstärkung Ihrer Studien. Dies liegt daran, dass jedem Aufstieg ein Abstieg voraus geht und sie den Abstieg nicht auslassen sollten, sondern durch eben diesen aufsteigen sollten, mit einer Anstrengung, indem Sie die Größe des Ziels erheben und durch die Gewissheit, dass das Licht des Studiums sie erheben wird.

 

Anfängliche Probleme


Eine Frage, die ich erhielt: Ich nahm am 15. Juni an einem Kabbala-Seminar in Tallinn, Estland, teil. Beim Treffen äußerte ich meinen Unmut zu folgender Aussage: „Während eines Abfalls kann jemand sogar mehr vorankommen, als während eines Aufstiegs, weil ein Mensch zu dieser Zeit nur die Kraft der Gruppe nutzt, welche immer größer ist als seine eigene Kraft. Die Freunde in der Gruppe werden vom Schöpfer selbst ausgewählt. Wenn du sie lieben wirst, wird er dich lieben.“

Ich bin es gewohnt, vorwärts zu gehen und Dinge alleine zu erreichen. Vielleicht ist das falsch, aber so ist es zurzeit. Menschen singen zusammen, halten sich an den Händen, singen Lieder. Ich spüre, dass sie das nicht nur tun, ohne den Text zu kennen oder zu sehen, sondern sie tun das auch ohne jegliche Seele. Also was soll ich tun?

Ich lege mehr Seele hinein, wenn ich einen Brief an eine Frau schreibe, die ich liebe oder ihr in die Augen blicke. Ich kann noch nicht Teil einer Gruppe sein. Vielleicht bin ich noch nicht bereit für eine Gruppe und ich muss an mir arbeiten, solange die Gruppe fremd für mich ist. Auf der anderen Seite war es ein Vergnügen, mit einzelnen Menschen am Abend in Tallin zu sprechen. Aber als es zum Singen und Umarmen kam, wollte ich aufbrechen.

Meine Antwort: Jeder rebelliert zuerst dagegen. Manche Menschen sind von Natur aus sozial und manche sind Einzelgänger. Ich persönlich gehöre zu Letzteren, daher verstehe ich Sie sehr gut. Sie sollten so viel Sie können, teilnehmen. Und danach wird Ihr Leben Sie ausrichten, denn wenn man Anstrengungen unternimmt und keine Ergebnisse erhält, versteht man, dass es keinen Ausweg gibt, dass unsere Korrektur in der Vereinigung der Seelen liegt. Sie müssen nicht andere umarmen oder eine gute Singstimme haben. Sie sollten studieren und verbreiten und der Rest wird zu gegebener Zeit kommen. Setzen Sie sich nicht unter Druck.

Was ist das Höhere Licht?


Ich erhielt folgende Frage: Sie sagen, dass die Kabbala eine Wissenschaft ist. Das ist klar. Die beiden Kräfte der Natur, Geben und Empfangen. Alles in der Natur ist nichts als Geben und der Mensch ist das einzige Element in der Natur, das die Balance stört. Er schafft ein Ungleichgewicht und das ist der Grund warum wir leiden.

Alles ist gut, bis wir an diesen Punkt gelangen. Aber wenn wir letztendlich an diesem Punkt angekommen sind, an dem wir die Balance wieder herstellen wollen, sagen Sie: Or Makif. Hmmm… Ein Licht kommt aus dem Nichts und korrigiert mich. Und was mich am meisten verwirrt ist, dass dieses Licht aus einem Buch kommt. Können Sie mir bitte auf eine praktische und klare Weise erklären oder definieren, was „Licht“ ist? Ich dachte, die Kabbala ist eine Wissenschaft über Kräfte, Natur, Verlangen etc. Nach meiner Auffassung ist das Höhere Licht kein wissenschaftlicher Ausdruck und bezieht sich direkt auf etwas Esoterisches. Vielleicht können Sie diese Vorstellung vernünftiger und verständlicher machen? Was ist diese Kraft, die uns korrigiert? Ist es die Kraft des Gebens? Warum wird es dann Or Makif genannt? Wie kann dieses Licht fähig sein, auf unserem Weg der Entwicklung zu helfen, das Leiden aufzuhalten? Ist es auf irgendeine Art mit dem körperlichen Licht verbunden?

Meine Antwort: Wenn ich Sie wäre, mit Ihrer Liebe zur Wissenschaft, würde ich „Einführung in die Weisheit der Kabbala“ (Pticha) studieren oder ich würde sogar anfangen, Talmud Eser Sefirot zu studieren! Diese Texte erklären einige spirituelle Vorstellungen in einer wissenschaftlichen Sprache: 1. Verlangen, 2. Korrektur der Ausrichtung von „zum eigenen Wohle“ zu „zum Wohle des Schöpfers“, 3. Erfüllung durch das Licht, Genuß, der Schöpfer, im Maße der korrigierten Ausrichtung. Es gibt nichts anderes in der Kabbala.

Or Makif ist eine Kraft, die uns aus einer korrigierteren Stufe her beeinflusst, deren Richtung wir anstreben. Es beantwortet Ihr Streben auf folgende Weise: es zieht Sie im selben Maße zu einer höheren altruistischen Stufe, indem Sie danach streben. Das ist eine Wechselwirkung von zwei Vektoren des Verlangens. Den selben gegenseitigen Einfluss von Kräften gibt es auch in unserer Welt, wenn ein Mensch nach irgendetwas Neuem strebt. Der Unterschied ist, wenn es zum spirituellen Streben kommt, wird diese Kraft, die Sie zu einer neuen Stufe zieht, als Licht bezeichnet, weil es Sie durch seinen Einfluss auf Sie nicht nur zieht, sondern Sie auch verändert, Sie zu der neuen Stufe werden lässt, eine die spirituell und altruistisch ist. Der Unterschied zwischen dieser Kraft von Licht und der die Sie in Richtung einer neuen Stufe in unserer Welt zieht ist, dass die Kraft in unserer Welt Sie nicht verändern muss, um Sie irgendwo hin zu ziehen. Prüfen Sie das für sich selbst, um alle Zweifel zu beseitigen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Physik des Höheren Lichtes
Blog-post: Wird der Schöpfer den Schöpfungsakt nochmal wiederholen?
Blog-post: Die Irrationalität der Kabbala

Es ist unmöglich für einen Kabbalisten, lustlos und melancholisch zu sein


Eine Frage, die ich erhielt: Bezüglich meiner vorherigen Frage möchte ich noch etwas wissen. Falls jemand lustlos und melancholisch wird, ist es dann nicht sehr schwierig, die spirituellen Abstiege zu ertragen, die zwangsläufig mit dem spirituellen Aufstieg verbunden sind? In vielen Texten wird erwähnt, dass Kabbalisten die Korrektur mit den Qualitäten der Perfektion der Schöpfung und Angleichung der Form an den Schöpfer in Zusammenhang bringen. Bitte helfen Sie mir, dieses Rätsel zu lösen.

Meine Antwort: Eine Person, die sich im spirituellen Aufstieg befindet, rechtfertigt den Schöpfer in allen Dingen (man bezeichnet so jemanden als Gerechten). Es ist für ihn unmöglich, melancholisch und lustlos zu sein.

Die Annäherung an den Schöpfer bedeutet die Angleichung der Form an Ihn. Anstatt der Eigenschaften, mit denen man geboren wurde, erlangt man die Eigenschaften von BYA de Tumah (die unreinen Welten von BYA; BYA = Beria, Yetzira, Assiya), welche sich über dem Machsom enthüllen. Es offenbaren sich die 613 Qualitäten des wirklichen Egoismus (Pharao). Diese sind entgegengesetzt zum Schöpfer. Mit Hilfe des Lichtes der Tora von BYA de Kedusha (die heiligen Welten von BYA), welches zur Quelle zurückführt, wird die Absicht dieser Verlangen von „für sich selbst“ zu „für den Schöpfer“ transformiert. Damit erlangt man die vollständige Füllung der 613 Verlangen und Formgleichheit bzw. Verschmelzung mit dem Schöpfer. Natürlich hat das nichts mit dem Ausführen von irgendwelchen Handlungen zu tun, wie geschrieben steht: „Der Schöpfer schert sich nicht darum, wie jemand Rinder schlachtet – vom Kopf oder vom Nacken her“ (Das meint das Beachten einer rein mechanischen Handlung), sondern vielmehr sind die Gebote gegeben worden, um den Menschen zu korrigieren.

Verwandtes Material:
Kapitel 15 aus: Leben aus der Kabbala – Stufenweise spirituelle Korrektur
Chapter 18 from the Book: Interview with The Future – A Spiritual Task
Chapter 2.12 in the Book: The Path of Kabbalah – The Body at the End of Correction