Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Mensch'

Die Motive des Schöpfers verstehen.

Frage: Sie behaupten, der Weg des Lichts sei ein einfacherer Weg. Es stellt sich jedoch heraus, dass man obwohl man versucht den besten Weg zu gehen, kein gutes Ergebnis erzielt. Man versteht nicht, ob man sich im Abstieg befindet oder ob solche Schwierigkeiten normal sind.

Antwort: Wenn ihr euch bemüht, dann solltet ihr alles, was euch passiert, als Belohnung wahrnehmen.  Diese Art der Reaktion ermöglicht euren Fortschritt, obwohl es manchmal sehr unangenehm ist. Denkt also nicht, dass ihr als Antwort auf eure richtigen und guten Taten, sofort positive Dinge in eurem Leben entdecken werdet. Nein, so könnt ihr nicht aus eurem Egoismus herausrausgezogen werden.

Ihr müsst da rausgezogen werden. Selbst wenn ihr einen Schritt in Richtung der Spiritualität gemacht habt, bleibt ihr immer noch im Ego. Das bedeutet, dass ihr immer wieder angeschoben werden müsst. Anschieben kann man euch mit allen möglichen negativen Einflüssen.

Ihr sollt also nicht sagen: „Ich bemühe mich sehr mit meinen Freunden in der Gruppe, im Studium, in der Verbreitung, und was bringt das? Ich habe nichts.“ Ihr wisst nicht, dass das Ergebnis all eurer Bemühungen, letztendlich „knallen“ und den richtigen Effekt erzielen wird.  

Ihr könnt darüber in vielen Artikeln von Baal HaSulam, RABASH und allen Kabbalisten der Vergangenheit lesen.

Frage: Muss man daher Schläge als Streicheln wahrnehmen?

Antwort: Als Billigung. Es heißt: „Der Schöpfer bestraft diejenigen, die er liebt“. Ihr müsst es als Belohnung betrachten. So werdet ihr euch über den Egoismus erheben. Schließlich ist es für euch wichtig, da rauszukommen. Wie könnt ihr euch sonst darüber erheben?

Wenn ihr euren Egoismus zu hassen beginnt und versucht euch darüber zu erheben, erst dann werdet ihr alle Motive des Schöpfers verstehen.

 

Aus dem Unterricht, 14.07.2019

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Abstieg? Nicht im Geringsten!

Während der Mensch die spirituellen Stufen hochsteigt, steigt gleichzeitig sein Egoismus herab.

Zum Beispiel: ich habe nur die höchste, sehr dünne Schicht meines Verlangens aufgedeckt und korrigiert. Auf dieser Stufe habe ich mich mit der Gruppe verbunden, die Wichtigkeit des Ziels offenbart und das Licht, das zur Quelle zurückführt, angezogen. Um jedoch die erste spirituelle Ebene (1/125) zu erreichen, muss ich zwei weitere Etappen durchlaufen.

Hier offenbart sich für mich die zweite Schicht des Verlangens, denn ich bin viel schlechter, viel „grober“, hier fluche ich, will nichts hören, stoße ab, verachte.

Im Vergleich dazu war ich früher wie ein kleines Kind, und nun wurde ich viel heftiger weggestoßen. Wozu? Um mir die Möglichkeit zu bieten, eine größere Einheit zu erreichen, ein stärkeres Höheres Licht anzuziehen.

So bewege ich mich allmählich immer weiter und enthülle einen immer gewaltigeren Egoismus. Egal wie hoch der Mensch auch aufsteigt, der böse Trieb erhebt sich über ihn.

Selbstverständlich hat er sich darauf vorbereitet, und dennoch hilft während des Abstiegs gar nichts, und er fällt in die Minus-Unendlichkeit.

In Wirklichkeit ist der Abstieg gar kein Abstieg, sondern der Zustand des Aufstiegs, zu dem du noch nicht bereit bist.

Es ist so, als ob du in die erste Mannschaft aufgestiegen bist, weil dein Trainer weiß, dass du dich bereits den Besten anschließen kannst. Für dich sind alle Bedingungen geschaffen, du musst dich nur anstrengen und mit ihnen mithalten.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

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Blitz Antworten eines Kabbalisten

Frage: Sie sind seit so vielen Jahren auf dem Weg der Korrektur. Können Sie von sich behaupten, dass Sie ein freier Mensch sind?

Antwort: So wie sie diese Frage stellen, weiß ich nicht, ob es in unserer Welt freie Menschen in diesem Kontext gibt. Freiheit, wie wir sie verstehen, ist nicht wirklich Freiheit. Freiheit ist dann möglich, wenn man weiß, was Wahrheit ist und man danach handeln kann.

Frage: Wenn ich mich dem Schöpfer angleiche, werde ich dann auf diese Weise frei sein?

Antwort: Zweifellos, denn der Einfluss des Schöpfers auf uns ist eine Eigenschaft des Gebens. Wenn wir uns dieselbe Eigenschaft aneignen, dann verstehen wir den Schöpfer und der Schöpfer versteht uns. Insofern werden wir frei von unserem Egoismus als auch von den Auswirkungen unserer Umgebung sein.

Frage: Gibt es eine Stufe von Freiheit, die es ermöglicht, sich mit dem eigenen Willen, gegen Gewalt und Unterdrückung zu stellen?

Antwort: Nein. Wir stehen fast immer unter dem Einfluss anderer Menschen. Die Frage ist, in welcher Gesellschaft wir uns befinden. Wenn ich mich in eine Gesellschaft hineinversetze, die das richtige Ziel verfolgt und ich mich ihr unterordne, dann erreiche ich auf solch eine Weise das Ziel. Auf diese Weise müssen wir unsere Freiheit verwirklichen.

Frage: Worin besteht der Unterschied zwischen Freiheit der Wahl und Freiheit des Willens?

Antwort: Bei der Freiheit des Willens geht es darum, zu entscheiden, was zu tun ist. Die Freiheit der Wahl ist die eigentliche Freiheit.

Frage: Wie adäquat ist aus Sicht der Kabbala, die Formulierung der Freiheit, von Hegel: „Freiheit ist eine bewusste Notwendigkeit“?

Antwort: Dies ist ein materialistischer, kleiner Irrtum.

Frage: Ruft der Schöpfer in mir alle Gedanken, Wünsche und Handlungen hervor, die ich ausführe?

Antwort: Im Moment ja. Wenn wir anfangen, den Schirm aufzubauen, dann wird nicht der Schöpfer mit uns tun, was Er möchte, sondern wir werden mit dem Schöpfer tun, was wir wollen.

Frage: Jeder Mensch hat seine eigene Persönlichkeit. Worum geht es dabei?

Antwort: Individualität ist kein Hindernis. Die egoistischen Forderungen werden so oder so realisiert. Aus diesem Grund spielt es keine Rolle, wie die Individualität ist. Einer isst gerne, der andere tanzt, der dritte schläft. Welchen Unterschied macht das? Jeder erfüllt sowieso seine Wünsche.

 

Aus dem Unterricht vom 12.05.2019

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Kabbala und die weltlichen Wissenschaften


Eine Frage, die ich erhielt: Sie schrieben in einem Ihrer vorherigen Beiträge, dass „die Kabbala Dinge willkommen heisst, die aus Erfahrung oder ausschliesslich wissenschaftlicher Forschung gewonnen wurden“. Können Sie bitte näher darauf eingehen, was genau die Kabbala in normalen Wissenschaften begrüßt?

Meine Antwort: 1. Alles, was für den irdischen Körper notwendig ist, um eine minimale, normale Existenz zu gewährleisten, laut dem Gesetz „Notwendigkeit wird weder hochgehalten noch verdammt“ (Echrahi – Lo Igune Ve Lo Ishubah). So wie es bei den Tieren ist. Wenn der Mensch Dinge innerhalb seiner animalischen Verlangen in Anspruch nimmt, dann ist er in Gleichgewicht mit der Natur, und dies wird von der Kabbala willkommen geheissen.

2. Alles was den Verlangen des Körpers entspricht (so wie Nahrung, Sex und Familie) und über das Normale hinausgeht ist überflüssig. Folglich ist es für Körper und Seele wie auch für die gesamte umgebende Natur schädlich und bringt den Menschen aus dem Gleichgewicht mit der Natur. Diese Maßlosigkeiten tauchen normalerweise unter dem Einfluss der Gesellschaft auf.

3. Neben den körperlichen Verlangen gibt es zusätzliche Verlangen, die in einem Menschen aufsteigen, weil er in einer Gesellschaft lebt. Würde er alleine im Wald leben, kämen diese Verlangen erst gar nicht in ihm auf. Diese Verlangen richten sich auf Reichtum, Berühmtheit, Macht und Wissen aus.

Die Verlangen Nr. 2 und 3 bringen das Gleichgewicht der Natur durcheinander und halten den Menschen davon ab, aus seinem Egoismus herauszukommen. Die weltliche Wissenschaft wurde genau dafür entwickelt, um die Wünsche 2 und 3 zu erfüllen – sie wurden aus den menschlichen egoistischen Anreizen entwickelt und schaden dadurch dem Menschen.

Stellen Sie sich vor, der Mensch würde nicht beabsichtigen, Kriege zu führen, wissenschaftliche Ehrungen oder Preise zu gewinnen. Die Wissenschaft würde keine Fortschritte machen. Darum wird die heutige Wissenschaft in eine Krise gelangen, ihre jetzige Form wird sich ändern und die Kabbala wird an erster Stelle stehen. Ich erkläre dies nur kurz und nicht sehr überzeugend, doch rate ich Ihnen, mehr darüber in Einzelheiten aus meinem Unterricht über den Artikel von Baal HaSulam Die Wissenschaft der Kabbala und moderne Wissenschaften“ herauszufinden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wissenschaftler haben (wieder einmal) alles auf den Kopf gestellt
 
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Wissenschaftler haben (wieder einmal) alles auf den Kopf gestellt


News Story: DNA sprengt den griechischen Mythos über Frauen

„Frauen des Alten Griechenland haben Ihre Rechte machtvoll vertreten – dies entdeckten Wissenschaftler vor einigen Jahren – und oft spielten sie die Schlüsselrolle in Staatsaffairen. Bis heute dachte man, dass sie nicht besser als Sklaven behandelt worden wären.

Diese Entdeckung ist Teil einer Untersuchung der Forscher aus Manchester betreffend die Fundstücke aus Mykene, Europas erster Großstadt und Hauptstadt der Ländereien Agamemnons.

„Man dachte, dass zur damaligen Zeit Frauen kaum mehr wert waren als ein herkömmliches Besitztum“, sagte Professor Terry Brown von der Fakultät der lebenden Wissenschaften an der Manchester Universität. „Unsere Arbeit beweist, dass diese Meinungen falsch sind.“

Mein Kommentar: Die Wissenschaft verfolgt eine Sache nie länger, sondern legt sie als Tatsache fest, die sie in einem bestimmten Moment vermutet. Die Meinung von Heute ist der Irrtum von Morgen. Ich hoffe, dass das Gleiche bald mit unserer Wahrnehmung des Bösen und seiner Ausrottung in der Welt geschieht. Die Menschen beginnen stufenweise zu verstehen, dass es nicht unsere Handlungen sind, die der Natur schaden und ihre negative Reaktion auf uns bewirken, sondern dass es unsere egoistischen Gedanken sind.

Nehmen Sie als Beispiel Grassfires Protest gegen die Besteuerung des Kampfes gegen CO2 Emissionen und Globale Erwärmung, den Protest gegen Al Gores „Absurdität“ und gegen die Schuldgefühle wegen der Zerstörung des Klimas.

In unserer Welt sehen wir nur die Folgen des Einflusses der Höheren Kraft; wir sehen die Verbindung und die Zusammenhänge zwischen den Kräften nicht. Selbst wenn wir Ursache und Wirkung in der Welt betrachten, scheint es, als wäre alles auf diese Welt hier beschränkt. In der Realität aber entspringt alles seiner Ursache, geht durch die Höhere Welt und kommt dann wiederum mit allen Konsequenzen in unsere Welt zurück. Jedes Ereignis in unserer Welt ist eine Folge der Lenkenden Kraft, welche von Oben herabsteigt. Wenn wir alle Kräfte sehen könnten anstatt nur einen Teil derselben, würden wir erkennen, dass es nicht CO2 Emissionen sind, die die Atmosphäre beeinträchtigen, sondern dass es die Höhere Kraft ist, welche die Atmosphäre festlegt und der hauptsächliche Bestandteil dieser Kräfte wird durch unsere Verlangen und Gedanken festgelegt (Herz und Bedeutung).

Verwandtes Material:
Kabbalah Today Article: The Tip of the Iceberg
Article: Michael Laitman’s Theorie for Altruistic Evolution
 
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Beten bedeutet, die Eigenschaft der Liebe und des Gebens in dir zu enthüllen


Frage: Im Artikel „Was ist ein halber Schekel in der Arbeit“ sagt Rabash: „Wenn ein Mensch, ohne die Bedeutung der Worte zu verstehen, einfach nur ausspricht, was im Gebetsbuch der Weisen geschrieben steht, und diese Worte spricht, während er sich dem Schöpfer annähert, ist es unwichtig, ob er weiß, was er sagt oder nicht…“

Auch Baal HaSulam sagt in Punkt 155 in der „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot“: „…auch wenn ein Mensch nicht versteht, was er lernt, zieht er aufgrund seines Verlangens dennoch das Licht der Korrektur auf sich“.

Folglich hat das Beten mit einem Gebetsbuch großen spirituellen Wert, und wenn einige sagen, es wären ja nur Worte und Traditionen, stimmt dies nicht. Wie ist Ihre Meinung darüber?

Antwort: Mit „einigen“ meinen Sie mich. Ja, ich behaupte dies. Und dies ist der Grund: Das Resultat des Lesens hängt vom Leser ab und nicht vom Text oder seinem Autor.

Baal HaSulam sagt in Punkt 147 der „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot„: „Es gibt keinen Unterschied zwischen der Tora der Welt von Azilut und der Tora dieser Welt, d.h. zwischen der Weisheit der Kabbala und der offenbarten Tora. Sondern der Unterschied liegt beim Menschen, der die Tora studiert. Zwei mögen die Tora studieren, den gleichen Text und die gleichen Worte, doch einer wird es als die Weisheit der Kabbala und der Tora von Azilut aufnehmen, und der andere als die offenbarte Tora (von Assija)“.

Selbstverständlich wurde das Gebetsbuch von den Mitgliedern der Großen Versammlung zusammengestellt – den großen Kabbalisten, die vor 2000 Jahren lebten. Wenn man es mit der Absicht liest, um sich mit dem Schöpfer zu verbinden, dann zieht man das Licht von der Quelle an sich heran, von dem das Gebetsbuch spricht. Dasselbe geschieht, wenn man „Talmud Esser HaSfirot“ studiert. Wenn man jedoch nicht darüber nachdenkt, weil man keinen Wunsch hat, den Schöpfer zu enthüllen, dann hat das, was man liest, keine Wirkung, sei es der Talmud Esser HaSfirot oder das Gebetsbuch.

Wenn man den Inhalt des Gebetsbuches verstehen möchte, dann sollte man das Gebetsbuch von Rashash verwenden. Dort findet man die Bedeutung der Gebete in den kabbalistischen Symbolen – als Anheftung des korrigierten Verlangens (der Seele) an den Schöpfer durch das System der spirituellen Welten. Das Gleiche wird im Talmud Esser HaSfirot diskutiert und allgemein in allen Heiligen Büchern. Sie alle sprechen nur über die Verbindung mit dem Schöpfer und über Seine Enthüllung dem Menschen gegenüber.

Beten bedeutet, den Schöpfer zu enthüllen, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe in sich. Alle anderen Gebete sind egoistisch und ziehen nicht das Höhere Licht an. Sie haben nur einen psychologischen Effekt auf den Betenden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist ein wahres Gebet?
Blog-post: Im modernen Zeitalter reicht die psychologische Unterstützung der Religion nicht mehr aus
Blog-post: Warum das Studium der Kabbala gut für Sie ist

Die Absichten des Menschen stellen ihn dar

Bemerkung: Das Thema der wissenschaftlichen Kabbala beschäftigt sich mit dem innersten Teil des Menschen – der Absicht. Das untersucht keine andere Wissenschaft. 

Die Psychologie untersucht zum Beispiel nur Gefühle, Emotionen, menschliche Reaktionen und Wünsche.

Antwort: Nicht nur das. Die Psychologie untersucht auch die Absicht. Sie zählt aber zu keiner Wissenschaft, da es in unserer Welt keine klaren Möglichkeiten gibt, um psychologische Parameter des Menschen zu messen, zu wiegen, zu vergleichen usw.

Die Kabbala, die Wissenschaft der Absicht, gibt uns ein Werkzeug für eine vollkommen andere Herangehensweise. Gewöhnlich wird ein Mensch anhand seiner Handlungen und Ergebnisse bewertet. Im Unterschied dazu beurteilt die Kabbala einen Menschen anhand seiner Absichten. Ich kann schließlich in unserer Welt etwas Böses mit einer guten Absicht tun und umgekehrt können böse Absichten manchmal gute Taten bewirken.

Wichtig ist, die Absichten des Menschen zu offenbaren, da es den Mensch darstellt. Seine Handlungen und Wünsche hingegen hängen nicht von ihm ab, sie entstehen in ihm, wie seine körperliche Entwicklung.

 

Aus dem TV Programm“ Die Grundlagen der Kabbala“ 13.12.2018

(250922)

 

Der Dritte Tempel und das Kommen des Messias


Frage: Der Zweite Jüdische Tempel wurde unter Bedingungen gewaltsamen Widerstandes sowohl von ausländischen Feinden des Gottes Israels als auch von innerhalb der jüdischen Gemeinschaft in Jerusalem erbaut. Wird nicht der Bau des Dritten Tempels (so bald wie möglich) mit Sicherheit das Kommen des Messias beschleunigen – des Mannes Gottes, der allein Frieden schaffen kann?

Meine Antwort: Es wird überhaupt nichts beschleunigen, sondern nur noch mehr Schaden anrichten. Und das, weil die Nation zuerst auf der spirituellen Ebene korrigiert werden muss, da dies die Bedeutung des Erbauens des Tempels ist (der gemeinsamen Seele, in welcher der Schöpfer enthüllt ist). Wir müssen den Tempel in unserem Inneren erbauen, durch die Erlangung brüderlicher Liebe, und innerhalb dieser Liebe werden wir den Schöpfer erreichen (die Gegenwart der Schechina), so wie geschrieben steht: „Bereitet einen Platz (das gemeinsame Verlangen) für Mich und Ich werde unter euch verweilen.“

Erst dann werden wir ein Symbol des Tempels aus Stein erbauen können. Der Messias ist kein Mensch, sondern eine Kraft, welche die gesamte Menschheit aus dem Egoismus herausreißt. Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Das Horn des Messias“, dass die Methode, den Messias in der Welt zu offenbaren, in der Verbreitung der Kabbala unter allen Nationen liegt. Und dies ist, was wir versuchen zu tun.

Es ist möglich, dass der Messias (die Kraft und Methode der Korrektur der Seelen) von einem Menschen repräsentiert wird – einem Lehrer, der durch sein Vorbild aufklären und führen wird.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Bau des Dritten Tempels
 
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Hikikomori

Bemerkung: Es gibt in Japan Menschen, die man Hikikikomori nennt. Das sind in sich verschlossene Menschen, die sich in ihre Löcher, in ihre Häuser verkrochen haben und nicht hinausgehen. Unter ihnen gibt es auch solche, die ihre Wohnung überhaupt nicht verlassen. Sie verdienen ihr Geld als Freelancer im Internet. In Japan gibt es immer mehr davon.

Antwort: Sehr gut. Sie leben, sie haben ein virtuelles Leben für sich gefunden. Man muss versuchen, ihnen durch dieses virtuelle Leben, Möglichkeiten für eine vielfältige Entwicklung zu geben. Sie werden für sich, jeder nach seinem eigenen Egoismus, wählen was für sie bequemer und besser ist.

Der Staat hat durch sie keine Ausgaben, sie schaden niemandem, weder stehlen noch morden sie. Sehr gut. Sie schleichen sich nachts nicht leise hinaus, um etwas Schlechtes zu unternehmen.

Ich würde alle Menschen auf dieser Welt auf so eine „Diät“, so eine Lebensweise setzen.

Aber! Um das höchste Leben, das höchste Ziel, zu erreichen, das Gefühl zu haben aus sich hinaustreten zu können, sich über diese armselige tote Ansammlung von unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Körpern, über unsere Welt erheben zu können- muss man, für diesen Aufstieg, aus sich selbst, aus seiner Zelle heraustreten und damit beginnen, sich zu verbinden. Man muss sich auf die richtige Art und Weise verbinden!

Frage: Was wird nach einer Weile in ihnen durchbrechen, in ihnen keimen? Was werden sie erreichen, wenn sie einsam zu Hause sitzen, nicht hinauszugehen? Was wird zu ihnen durchdringen?

Antwort: In ihnen wird die Frage über den Sinn des Lebens entstehen. Dies wird in jedem von ihnen entstehen.

Ich bin mir sicher, dass die Menschheit, sich von der großen tobenden Masse, von diesem „Manhattan“, das sich heute über die ganze Welt verbreitet hat, lösen wird. Dank der Entwicklung neuer Technologien wird sich dieses Laufen von Büro zu Büro, von der Arbeit und zur Arbeit ein wenig beruhigen. Die Menschheit wird damit anfangen, mehr durch sich selbst, über einen Computer zu arbeiten, um ein inneres, intelligenteres Produkt zu erzeugen.

Deshalb werden nicht nur Japaner, sondern viele Menschen auf der Welt zu Hause sitzen. Das ist wesentlich umweltfreundlicher, sauberer und angenehmer für den Menschen. Selbst die Tora sagt: „Glücklich ist derjenige, der Geld verdient, ohne sein Haus zu verlassen.

Frage: Und dann, was wird daraus?

Antwort: Die Menschen entwickeln sich weiter, ihr Verlangen entwickelt sich weiter. So ist das von der Natur, von oben bestimmt. Sie beginnen zu spüren: „Wofür ist das eigentlich alles?

Bisher hat die Menschheit so funktioniert, dass sie sich mit ihren „Spielen“ keine Möglichkeit ließen, zu verstehen, was für eine Sinnfrage sich über ihnen befindet. Dann kommt der Sinn des Lebens – der echte.

Frage: Ist das der Durchbruch zum Schöpfer? Entsteht das aus dem Schrei?

Antwort: Es entsteht aus einem wachsenden, sich entwickelnden inneren Bedürfnis. Im Prinzip sind das süße Leiden, sie erzählen dir von der Suche, ein Mensch zu werden.

Frage: Bedeutet das, dass es irgendwo dieses große Glück gibt, ich es aber noch nicht begreife? 

Antwort: Ja. Ich habe es noch nicht, aber es leuchtet aus der Ferne. Das heißt, ich bin bereits mit dem Schöpfer verbunden, jetzt müssen wir uns auf Ihn zubewegen.

 

Aus dem TV Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“ vom 02.07.2019

[251110]

Freude der Sehenden und Wehmut der Blinden

Frage: Ich glaube, dass ich jedes Ihrer Worte verstehe. Warum bringt mir das keine Freude?

Meine Antwort: Wegen der mangelnden Erkenntnis der Wichtigkeit.

„Ja, ich verstehe, doch was habe ich davon?“

„Du erlangst mehr, als die ganze Welt hat“.

„Na und? Was geht mich das an, was die anderen haben? Ich hab’s doch nicht“.

„Und was willst du?“

„…“

Der Mensch muss zusammen mit der Gruppe an der Steigerung der Wichtigkeit des Ziels arbeiten. Wenn er sie nicht spürt und nicht schätzt, dann geschieht das nicht wegen seines großen Verstandes, sondern wegen der Dummheit und der Verhüllung.

Seine Verlangen sehen nicht das, was sich vor ihm befindet. Er ist blind. Für ihn ist die Welt finster und leer.

„Mach die Augen auf!“

„Ich will nicht“.

Nur wenn der Mensch die Wichtigkeit des Ziels erkennt und sich von dem Feuer der Gruppe durchdringen lässt, wird er die Kraft für das richtige Vorankommen erhalten. Ohne jedoch die Freude zu spüren, kommt er nicht voran.

Wenn der Mensch von der Wehmut übermannt wird, dann kann er machen, was er will, das wird nicht zum Ziel führen. Denn in seinem Inneren grenzt er sich ein und wendet sich einer anderen Richtung zu.

Ohne Freude ist es unmöglich, den richtigen Kurs zu halten. Das ist soviel wie unter den Schlägen des Schöpfers zu weinen und sich unterwürfig darüber auszulassen, wie gut es mir dabei geht. Eine solche Lüge zeugt von einer falschen Verbindung.

Lass es in der Gruppe Turbulenzen, Anspannung und selbst kleine Uneinigkeiten geben – denn das sind Anzeichen von Energie und Verlangen. Und gleichzeitig soll es Freude geben, die von der Wichtigkeit des Ziels hervorgerufen wird, das uns vorne leuchtet.

Für Verzweiflung ist hier kein Platz. Im Grunde genommen bedeutet Verzweiflung Hochmut: „Ich bin nicht mit dem, was ich habe, zufrieden. Der Schöpfer nimmt mich nicht ernst, dabei habe ich etwas Besseres verdient. Ich kann mich mit wenig zufriedengeben, doch mit einer Null bin ich nicht einverstanden“.

Mir wird das Fehlen der Erfüllung gezeigt, damit ich nicht um der Belohnung willen arbeite, und dazu bin ich nicht bereit. Ich muss eine Belohnung sehen, dann werde ich mich freuen und hinter ihr herlaufen.

Der Mensch versteht nicht, dass ihm verschiedene Möglichkeiten gegeben werden, um einen Schritt nach vorne zu tun. Wie ein dummes Kleinkind stellt er Bedingungen und ist trotzig.

Was eben der Verstand nicht schafft, schafft die Zeit. Der Trotz und der Verzicht auf den Einschluss in die Gruppe können sehr viele Jahre kosten, bis der Mensch aus der Verzweiflung herauskommt und nach vorne schreitet.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 12.10.2010

 

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