Kongress 2010, Eröffnungszeremonie
Eröffnungszeremonie, Presentation des Films „Sohar“
Eröffnungszeremonie, Presentation des Films „Sohar“
Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir auf dem Kongress psychologische Barrieren überwinden, die uns von der Vereinigung trennen?
Meine Antwort: Der Kongress ist keine kleine oder große Gruppe mehr, sondern Vereinigung, die von einer gemeinsamen Kraft zusammengehalten wird. Man kann mit der Quantität, aber auch mit der Qualität gewinnen. Nach einer gewissen kritischen Grenze wird die Masse entscheidend.
Wie schwach die Menschen auch sein mögen, wie wenig sie auch verstehen oder miteinander einverstanden sind, wenn sie sich verbinden, beginnt die Masse auf den Menschen einzuwirken. Er spürt die Kraft, die von der Quantität ausgeht und in die Qualität der Einwirkung auf ihn übergeht.
Wenn ich mich unter 7000 Menschen befinde, die vom Ziel begeistert sind, bin ich mit ihnen verbunden, weil wir uns gemeinsam in einem Gesamtsystem der Seelen befinden. Deshalb, unabhängig von meinem Verlangen, üben sie einen Einfluss auf mich aus.
Die Vereinigung einer großen Menschenmenge auf dem Kongress erzeugt eine Spannung, die an und für sich zu wirken beginnt. Wenn der Mensch sich dieser Vereinigung anschließt, befindet er sich in der Gewalt der Gemeinschaft, aus diesem Grund muss er an der Herabsetzung seiner selbst gegenüber der Umgebung nicht arbeiten.
Er vereint sich einfach mit allen in einem Verlangen. Und selbst wenn ihm dieses Verlangen nicht ganz klar und verständlich ist, verbindet ihn das gemeinsame Ziel mit anderen Menschen und bedeckt alle Meinungsverschiedenheiten, Zusammenstöße und Missverständnisse.
Auf diese Weise funktioniert die Quantität, sie verschlingt alle Probleme der Vereinigung. Und abhängig von der Kraft der Vereinigung spüren wir dann das höhere Licht. Es ist in der Verbindung zwischen uns enthalten – wir müssen es lediglich dort enthüllen.
Das vereinte Kli existiert auf allen Ebenen mit allen die Verlangen erfüllenden Lichtern wie eine fertige Leiter. Darum hängt alles davon ab, ob ich in diese Stufe mit eingeschlossen bin oder nicht.
Wenn ich bereit bin, mich mit der Kraft einer bestimmten Stufe zu verbinden, dann schließe ich mich ihr an, als ob ich durch ein Tor schreiten und die spirituelle Welt spüren würde: die allgemeine Vereinigung, das alle erfüllende Licht, den Schöpfer.
In dem Maße meiner Erkenntnis sehe ich die Welt von einem Ende bis zum anderen – die Welt der Unendlichkeit auf der ersten der 125 Stufen.
Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 05.11.2010
Eine Frage, die ich erhielt: Was fehlt uns vor dem Kongress?
Meine Antwort: Ich glaube nicht, dass irgendetwas fehlt! Ich habe gehört, dass du „alles verkauft und beschlossen hast, alles auf eine Karte zu setzen“. Also was noch? Jetzt, wo du dein ganzes Hab und Gut in der Hand hältst, musst du nur entscheiden, worauf du setzen willst. Alles hängt von dir ab.
Das ist die Wahl, die wir treffen müssen. Aber für den Anfang müssen wir uns an der Vorbereitung, die unwahrscheinlich wichtig ist, beteiligen. Nichts Nebensächliches sehen und hören, an nichts Anderes außer dem Ziel denken. Wir lassen alles hinter uns und spielen va banque.
In der Spiritualität, genauso wie auch im Materiellen, verlangt das Kind, und die Erwachsenen müssen ihm das geben, wonach es verlangt. So geschieht es bei den Tieren und auch bei den Menschen. Das ist der natürliche Lauf der Dinge.
Wir müssen nicht besonders klug sein. Wir müssen wir selbst sein – das genügt. Wir müssen nicht aus uns herausspringen bei dem Versuch, an dem Verlangen zu feilen, bis es kristallklar ist. Nein, wir müssen uns dort verbinden, wo wir sind, – und wie Kinder um Hilfe bitten.
Der Schöpfer braucht nichts, außer einer einfachen Bereitschaft. Alles Andere bringt Er uns bei – auf eine wunderbare Weise, Schritt für Schritt, fürsorglich, sanft und liebevoll.
Von uns werden einfache Dinge und keine Allwissenheit verlangt. Wir müssen einfach nur wollen, das genügt.
Wollen wir hoffen, dass wir in den bis zum Kongress verbleibenden Stunden die Herzen erwärmen können, um die Gäste angemessen empfangen und das Erwünschte erreichen zu können.
Dann beginnt aber eine ganz andere Arbeit. Wir werden ein neues Realitätsbild, hinter welchem der Schöpfer steht, sehen. Dann wird uns klar, dass alle seine Teile von einer einzigen Kraft, der allumfassenden Natur, gesteuert werden.
Diese Kraft stellt das allgemeine Feld dar, welches alle durchdringt und erfüllt. Wir befinden uns in einem untrennbaren Netz, und es bewegt jeden – in allem bis hin zum letzten Detail.
Dann werden wir bereits anders arbeiten, wir werden versuchen, uns dieser Kraft anzuschließen, in die dynamische Entwicklung, in die Harmonie, in jenen Bereich, jenen Strom, genannt Verschmelzung, einzufließen. Auf diesem Weg lehrt die Seele den Menschen.
Wie dem auch sei, bewegen wir uns in die richtige Richtung und stehen bereits an der Schwelle. Ich hoffe sehr, dass wir diesmal Erfolg haben werden. Ich fühle das auch an den Verlangen der Herzen. Selbst diejenigen, die sich uns in den letzten ein, zwei Jahren angeschlossen haben, sind ebenfalls bereit. Erstaunlich, wie schnell der Mensch in der heutigen Zeit wächst.
Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 05.11.2010
Eine Frage, die ich erhielt: Welche praktische Tipps haben Sie für die Verstärkung unserer inneren Arbeit?
Meine Antwort: Wir müssen mehr Zugehörigkeit zur allgemeinen weltweiten Gruppe empfinden. Sie besitzt mehr Kräfte und Möglichkeiten, um uns aus den einzelnen Gruppen zum allgemeinen Wunsch zu erheben. Wir sollten in unserer Einigkeit die erste Eigenschaft des Gebens öffnen.
Ich hoffe, es wird auf diesem Kongress geschehen, und ihre Konturen werden in unserem Inneren sichtbar werden. Unsere nächste Aufgabe ist, sich zu bemühen mit ihr die Verbindung zu halten, d.h., trotz ständigem Wachsen/Öffnen der Selbstsucht in jedem einzelnen immer mehr vereinigt zu werden.
Welche Handlungen werden uns darin helfen? Aus allen kabbalistischen Quellen und aus der Gesprächen mit Rabasch ist nur ein Mittel ersichtlich: Die gemeinsame Bitte während des Studiums. Im Laufe des Tages, vor dem Unterricht soll ich klären, worum ich bitten möchte.
Unabhängig davon, womit ich mich gerade beschäftige, woran ich momentan arbeitete – bin ich verpflichtet, das Studium mit der FragedesProblems zu beginnen, ich muss also genau wissen, worum ich zu bitten habe.
Jeder soll zum Unterricht mit der Frage kommen, die auf das Ziel gerichtet ist. Dabei kann jeder seine Frage auf die eigene Art formulieren, in Verbindung mit dem persönlichen Zustand. Hauptsache, man kommt mit der Frage, mit der Forderung.
Diese Fragen reihen sich in Malchut der Welt Azilut ein, sie hebt das МАN zu Seir Anpin, und er – zu Bina. Dies ist notwendig: der Wunsch, das Erwachen, die Leidenschaft, der Schrei, bis die Tore der Tränen erreicht werden.
Für die Vorbereitung auf die Bitte sind uns alle Tagesstunden vom Unterricht gegeben, wobei sie selbst während des Unterrichtes entsteht.
Somit ist es unwichtig, welches Material wir gerade lesen oder welche Fragen wir bearbeiten – der Lehrstunden widmet man der Bitte: wie bekomme ich das, was ich im Laufe des Tages zum ersehnten Wunsch gemacht habe, den ich jetzt realisieren muss.
Der Grund aller Störerungen- ist die ungenügende Vorbereitung, der Mangel an gegenwärtiger Bitte, wenn wir uns zusammen mit dem Lichtsowie dem Weltkli befinden.
Auf dem Kongress ist es also wichtig, vereinigt zu werden, man muss dorthin mit dem echten Wunsch kommen. In verschiedenen Stilen und den Variationen müssen wir das allgemeine Wesen zeigen: wir wollen zwischen uns die Höhere Kraft offenbaren.
Welche Kraft ist die Höhere in Bezug auf uns? Wir stellen den Wunsch des Erhaltens dar, und die höhere Kraft ist ein Wunsch des Gebens. Wir wollen ihn in uns öffnen, damit er in uns gezeigt wird, uns ausfüllt. Es ist die Offenbarung des Schöpfers in den Geschöpfen.
Auch wenn unsere Wünsche zunächst schwach sind, wird ihre allgemeine Macht ausreichen, um den Schöpfer zu enthüllen, aber nur dann, wenn sie vereinigt werden.
Und dann bleibt in uns Reschimo – der Eindruck von der Enthüllung, der uns jeden Tag in der häuslichen Gruppe zugelassen wird, sich nach diesem Zustand zu richten, ihn heranzuziehen, zu festigen und zu verstärken, auf seiner Grundlage die neuen Stufen aufzubauen.
Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Verhüllung und die Enthüllung des Schöpfers“, 05.11.2010
Eine Frage, die ich erhielt: In der letzten Generation zu leben ist eine große, schwere Verantwortung?!
Meine Antwort: In der letzten Generation zu leben ist gerade nicht die schwere Verantwortung, sondern eine riesige Freude, weil man trotz den Kräften der Gegenwirkung, in denen die Hilfe des Schöpfers auch zu sehen ist, wie das Kind keucht und sich bemüht, das Ziel zu erreichen.
In der letzten Generation zu leben ist sehr gut und sehr leicht! Alle sorgen sich um mich, alles ist in Ordnung, ich bin von der Liebe der Freunde umgeben, und der Schöpfer beschenkt mich mit dem Guten.
Die Enthüllung des Angesichts des Schöpfers – bedeutet, dass das ganze Leben sich verändert, dass ich gesund werde und keine Probleme mehr habe, dass ich mich gut und komfortabel fühle. Folglich sehe ich die ganze übrige Welt um mich herum – dass alle Menschen gut leben! Ich sehe vor mir die ganze höhere Welt, die offen und ewig ist.
Ich zähle nicht die Augenblicke des Lebens, die mir bis zum Tod geblieben sind, ich habe keine Ungewissheit, was das Morgen betrifft – ich bin in der Welt der Unendlichkeit aufgelöst. Warum sollte ich dann irgendwelche Unannehmlichkeiten erwarten?! Es wird in der Welt kein Übel mehr geben, und ich werde mich „an das Gute“ anschließen!
Gerade diese Enthüllung wollen wir auf unserem Kongress erreichen, damit sie auf uns den ständigen guten Einfluss ausübt.
Und alle Besorgnisse und Erwartungen der Schwierigkeiten muss man vergessen und wegwerfen – denn sie wird es nicht mehr geben! In dem Augenblick, in welchem du dich mit den Freunden verbindest und den Schöpfer offenbaren willst, gerätst du unter die beste Einwirkung der Quelle des ganzen Guten. Außer ihr gibt es keine andere Kraft, die uns beeinflussen könnte.
Du wirst durch die Gruppe an die stärkste und beste Quelle der Energie angeschlossen. Man muss nur trotz alle Hindernisse, diese Verbindung weiterhin verstärken! Wir werden uns bemühen, es in drei Tage des Kongresses zu machen, und wir werden sehen, dass man auch diese Weise lebenslang genießen kann.
Infolge dieser Verbindung findest du die wunderbare Kraft, mit der du in allem – in jeder beliebigen Lebenssituation erfolgreich sein kannst. Die einzige Bedingung hierfür ist, die Verbindung mit dieser Kraft fest zu halten – weil sie alle Handlungen und Ereignisse in unserer Welt bestimmt.
Und du wirst sie ganz offenbar empfinden. Du wirst dich wie das Kind fühlen, das die Hand des Erwachsenen hält, um ihm an jeden beliebigen Ort zu folgen.
Wie der kleine Sohn die Hand des Vaters oder der Mutter nimmt, und sie schleppt, damit sie für ihn das erledigen, was es selbst noch nicht machen kann. Genauso wirst du es mit dem Schöpfer machen – Er wartet darauf!
Wir werden hoffen, dass uns gelingen wird, dass Er uns auf die Hand nehmen und helfen wird, alles zu erfüllen, was notwendig ist!!!
Aus dem Unterricht über den Artikel „Die letzte Generation“, 07.11.2010
Einerseits sagen wir, dass wir auf den Kongress vorbereitet sind, und andererseits denken wir, dass noch nicht alles fertig ist.
Ein solcher Zustand ist richtig. Denn die Tora erzählt uns auch darüber, so ist die Schwelle des Übergangs und des Auszuges.
Nichts ist einfach, glatt oder vorhersehbar – der Auszug aus Ägypten erfolgte in der Hast, auf dem Sprung zum Endlichen Meer. Der Mensch versteht die Mechanismen nicht, und im Endeffekt geschieht in seinen Augen ein Wunder.
Am Berg Sinai sagten wir: „Wir werden es tun und wir werden hören!“, als ob man genau im Voraus wüste, was zu machen ist.
Hier wird nur das prinzipielle Einverständnis gefordert: wir sind bereit, sich mit allen Kräften zu bemühen, aus der unteren Welt die Forderungen der höheren Welt zu verstehen. Diese Bemühung öffnet vor uns die Türen.
Die Vernunft ist hier kraftlos. Es ist egal, wie oft wir versuchen werden, die Situation mehr zu erkennen, oder zu verstehen, damit sie klarer und deutlicher wird, es wird uns sowieso nicht weiter helfen.
Wir brauchen einfach die innere Bestrebung zur Einheit, um dem Schöpfer – der allgemeinen Eigenschaft des Gebens und der Liebe gleich zu werden. Nur im Herzen sind wir fähig zu verstehen, dass sie unsere Rettung ist.
Ich hoffe, dass wir uns an der Schwelle des spirituellen Durchbruchs befinden, den es noch nicht in der Geschichte der Menschheit gegeben hat. Wir werden uns bemühen – und erreichen folglich alles, was wir möchten!
Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 05.11.2010
Eine Frage, die ich erhielt: Ich komme nicht zum Kongress, doch ich habe das Gefühl, dass ich bereits dort bin. Wie soll ich mich in diesem Gefühl bestärken?
Meine Antwort: Mit uns zusammen sein. Vor dem Kongress werden wir vom Ort der Ereignisse berichten, wir werden zeigen, wie wir uns darauf vorbereiten, die Teilnehmer zu empfangen, und wie Freunde aus aller Welt sich an der Arbeit beteiligen.
Versucht außerdem, in eurer Gruppe, in eurem Zentrum alles Nötige dafür vorzubereiten, um mit uns zusammen zu sein.
Nehmt, wenn möglich, von der Arbeit frei, bereitet etwas zum Essen vor usw., damit euer Programm mit der direkten Übertragung übereinstimmt.
Und schickt Briefe. Wir werden uns bis zur ersten Kongresslektion live nicht mehr sehen, schickt also eure Fragen an meine Email-Adresse, und ich versuche sie gleich im Blog zu beantworten. Schreibt, ich bleibe in Verbindung!
Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash vom 07.11.2010
Eine Frage, die ich erhielt: Wenn Freunde aus verschiedenen Ländern sich über das Internet verbinden, werden sie die gleiche Kraft generieren können, wie bei einer physischen Teilnahme am Kongress?
Meine Antwort: Ganz gewiss. Es handelt sich um äußerst wichtige für uns Kräfte. Wir begreifen noch nicht, dass in der Spiritualität die Kraft nicht von der Quantität, sondern von der Qualität kommt.
Die Vertreter von so vielen Ländern und Völkern bilden eine ganze Farbpalette (Babylon). Sie sind verschieden, und gerade dieser Unterschied und die Vereinigung darüber ist die Erreichung unserer Korrektur!
Der Unterschied ist durch das Zerbrechen der Seelen von Adam, die Flut von Noah, den Turm zu Babel hervorgerufen worden – durch das Zerbrechen, über welchem wir uns jetzt verbinden.
Jeder stellt einen Teil eines Ganzen dar, der sich von den anderen unterscheidet, und indem wir diese Teile durch das Licht zusammenkleben, korrigieren wir das Zerbrechen, die Arbeit des Schöpfers „Ich erschuf den bösen Trieb“.
Das ist der Grund, warum die virtuelle Teilnahme all unserer Freunde für uns so wichtig ist. Sie sollen uns auf keinen Fall verlassen und ständig mit uns zusammen auf dem Kongress sein.
Es ist unwichtig, wie viele Menschen sich versammelt haben: zweihundert Tausend, zwei oder einzelne Menschen aus allen Ecken der Welt. In der Spiritualität wird nicht mit der äußeren Anzahl, sondern mit der Einzigartigkeit eines Jeden gerechnet!
Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 07.11.2010

Der Schöpfer kann uns nicht vollkommen, Sich ähnlich erschaffen. Nur wir selbst, durch unsere eigenen Anstrengungen, müssen unsere schrittweise Entwicklung bis hin zu Seiner Stufe anregen.
Die Erwartungen des Schöpfers sind beständig – Er erwartet ständig von uns, dass wir versuchen, Ihm ähnlich zu werden, wie ein Kind in unserer Welt erwachsen werden will.
Die gesamte Schöpfung ist auf den Endzustand gerichtet, die gesamte Schöpfung ist die Vorbereitung darauf. Alles, was wir durchlaufen, ist dafür bestimmt, uns auf die Enthüllung vorzubereiten.
Was werden wir denn enthüllen? Den Ort, an dem wir und das Licht uns ständig befinden und der vor uns durch unsere eigenen unkorrigierten Eigenschaften verborgen ist. Es ist so, als ob wir den Nebel an dem Ort verfliegen lassen würden, an dem wir uns jetzt befinden.
Wir haben diesen Ort nie verlassen, und der Schöpfer ist nie von hier verschwunden, wir haben einfach die Fähigkeit verloren, Ihn wahrzunehmen, Er ist aus unseren Empfindungen verschwunden, hat sich „in Luft aufgelöst“…
Und nun bereiten wir uns selbst auf Seine Wahrnehmung vor, indem wir die Eigenschaft des Gebens allmählich in uns aktivieren und auf diese Weise die Erscheinung Seines Abbildes „aus dem Nebel“ zum Vorschein bringen.
Unser Austritt nach unten, aus der Unendlichkeit in unsere Welt, und die Rückkehr in sie zurück ist unsere Vorbereitung auf das Ende der Korrektur (Gmar Tikun) unserer Sinnesorgane, um den Schöpfer wahrnehmen zu können.
Von der Vorbereitung hängt alles ab. Nehmen wir ein Konzert des Philharmonieorchesters als Beispiel.
Ein unvorbereiteter Zuhörer begreift einfach nicht, wo er sich befindet. Er hat mit irgendetwas Interessantem gerechnet, hat eine Packung Chips und eine Dose Cola mitgebracht – doch anstelle der erwarteten Vorstellung hat er eine … „Sinfonie b-Moll“ bekommen.
Und neben ihm sitzt ein erfahrener Musikkenner, der jeden Ton mit Aufregung und Begeisterung verfolgt. Der Eine erlebt ein unvergessliches Wechselbad der Gefühle, den Anderen lässt nur seine Gereiztheit nicht einschlafen.
Alles hängt von der Vorbereitung ab. Der Vorbereitete genießt, der Unvorbereitete leidet.
Wenn wir ein unangenehmes Gefühl bei den Worten über das Anschließen an das absolut Gute verspüren, dann geschieht das nur, weil wir uns ungenügend vorbereitet haben.
Und deshalb müssen wir jetzt, vor dem Kongress, nur für die Vorbereitung sorgen. Und Vorbereitung bedeutet Vereinigung. Wenn wir Teile des gemeinsamen Kli zusammenfügen, werden wir darin die Resultate unserer Anstrengungen wahrnehmen.
Es ist so, als ob der Schöpfer uns ein schmeichelhaftes Feedback geben würde – und wir müssen es sehr ernsthaft aufnehmen. Die ganze Grundlage bauen wir in uns auf, von Seiner Seite gibt es keine Veränderungen, denn die Unendlichkeit ist unveränderbar. Werden wir also das wahrnehmen können, was bereits existiert?
Letztendlich müssen wir unser Herz, d.h. das richtige Verlangen, das auf das gegenseitige Geben gerichtet ist, öffnen. Wollen wir hoffen, dass wir das in den nächsten Tagen erreichen werden.
Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash vom 07.11.2010