Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Kongress fängt gerade erst an!

Nichts hält uns davon ab, das beste Gefühl, das wir je in unserem Leben hatten, immer zu behalten, als wir auf dem Kongress die Einheit, die Verbindung zwischen uns und dem Schöpfer, die spirituelle Offenbarung gefühlt haben. Wenn ich aus diesem Zustand herausfalle, bin ich selbst schuld, weil ich mich nicht ausreichend bemüht habe.

Wir haben ein Erwecken von oben, vom Schöpfer, erhalten, und das darf nicht verloren gehen. Der Höhere gibt uns ein Beispiel, wie wir sein sollen, und wir müssen es weiterführen. Das Erwecken darf nicht vom physischen Ort des Kongresses abhängig sein. Wenn es kein Erwecken gibt, dann fehlt die Größe des Schöpfers, die Größe der Gruppe – und daran kann man gerade nach dem Kongress, in der Alltagszeit, noch besser arbeiten.

Die Zeitabstände zwischen den Kongressen müssen als Möglichkeit gesehen werden, eigene Anstrengungen zu unternehmen, die der Schöpfer in dieser Welt für uns organisiert hat. Der Aufbau des spirituellen Gefäßes geschieht gerade in der Dunkelheit, in der Nacht. Man muss alle Ereignisse seines Lebens nach diesem Prinzip als miteinander verbunden betrachten, damit „es war Abend und es war Morgen – Tag eins“ ist. Nur so sollte man sein Leben betrachten.

Von oben werden uns Momente der Verbindung, der Nähe zur Spiritualität gegeben, damit wir sie dann fortsetzen können, wenn das Erwecken von oben vorbei ist. Wir sollten dieses innere Gefühl zumindest mit der Kraft bewahren, die uns von oben gegeben wurde, als wären wir nie aus dem Zustand „Kongress“ herausgetreten.

Der Schöpfer hat uns auf eine bestimmte Stufe erhoben und uns dort zurückgelassen. Wir müssen auf dieser Stufe weitermachen. Es ist nicht gut, wenn wir zurückfallen, denn wir haben bereits ein Beispiel dafür, wie wir weitermachen können. Und dann wird der Schöpfer uns auf die nächste Stufe erheben und noch höher – so immer wieder.

Wenn der Schöpfer uns verlässt, zeigt er uns, welche Stellen mit seiner Größe gefüllt werden müssen. Das Einzige, was uns fehlt, ist die Größe des Schöpfers.

Das Wichtigste ist, sich zu bemühen, ständig mit den anderen in Verbindung zu bleiben, wie auf dem Kongress, und dieses Gefühl nicht abkühlen zu lassen, sondern es mit allen Mitteln aufrechtzuerhalten.

Und dann werden wir sehen, dass alle Ereignisse unseres Lebens: die Rückkehr zur Arbeit und zu allen alltäglichen Aufgaben vom Schöpfer genau zu diesem Zweck organisiert wurden – um all diese täglichen leeren Lücken mit Erwecken, Inspiration aus der Spiritualität und der Größe des Schöpfers zu füllen.

Wir müssen in diesem Zustand bleiben und dürfen uns nicht zurückfallen lassen. Genau darin besteht die ganze Arbeit. Während des Kongresses gibt es nichts Besonderes zu tun, dort wirkt das Erwecken, das von oben gegeben ist, und alles geschieht von allein. Aber heute müssen wir mit unseren eigenen Anstrengungen, mit Gebeten und allen möglichen Mitteln dafür sorgen, dass dieses Erwecken nicht abkühlt. Jetzt ist die Zeit der Arbeit gekommen.

Deshalb haben wir auf dem Kongress den Erfolg nicht „erreicht“, sondern „erhalten“. Heute müssen wir den Erfolg erreichen. Man kann sagen, dass der Kongress, also die Versammlung, die Vereinigung, gerade jetzt beginnt!

Wenn wir richtig verstehen, wie wir die Zeit während des Kongresses und die Zeit zwischen den Kongressen nutzen können, dann werden wir die von uns erreichte Einheit richtig umsetzen. Alles wird gerade durch die alltäglichen Zustände geprüft, in denen die ganze Arbeit steckt. Lasst uns also weitermachen!

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Aus dem Unterricht zum Thema „Die Größe des Schöpfers“

 

Gebt mir eure Wünsche!

Frage: Wie verbinden wir uns miteinander?

Antwort: Ich habe den Wunsch, etwas Erhabenes zu erreichen – in die höhere Welt zum Schöpfer aufzusteigen, zur Wurzel meiner Seele, zu etwas Unbekanntem.

Ursprünglich ist in jedem Menschen dieses Streben angelegt – das Streben, seine Wurzel, den Sinn seines Lebens zu erkennen. Es liegt in jedem von uns, doch bei dem einen zeigt es sich jetzt, bei einem anderen zeigte es sich in einer früheren Inkarnation, und bei einem dritten wird es sich in der nächsten zeigen.

Meine Wurzel befindet sich im Schöpfer. Von dort bin ich in diese Welt herabgestiegen. Und jetzt streben wir beide wieder nach oben. In jedem von uns ist diese Wurzel der Seele, der Punkt im Herzen, erwacht.

Weder du noch ich können mit unseren einzelnen Punkten etwas erreichen. Aber wir werden es schaffen, wenn wir sie verbinden – wenn du meinen Punkt mit deinem vereinst und ich deinen mit meinem.

Wie? Dafür müssen wir uns bemühen, unsere Herzen zu verbinden. Die eigentliche Einheit wird von oben kommen – durch das Licht, das zur Quelle zurückführt –, doch dafür musst du von allen, die hier sind, ihre spirituellen Wünsche erwerben.

Du erwirbst sie durch deine Bitte. Das Verlangen bewegt alles, denn es ist der Stoff der Schöpfung. Ich will, ich sehne mich danach, dass ihre zum Schöpfer gerichteten Wünsche zu meinen werden. Ich möchte, dass in mir ein einziges großes Verlangen entsteht, das aus all den individuellen Wünschen besteht.

Fang an, darüber nachzudenken, und du wirst sehen, wie dich das den Menschen näherbringt – nicht so sehr körperlich, sondern innerlich: Du wirst beginnen zu fühlen, was in ihren Herzen ist, und dein eigenes spirituelles Verlangen wird sich aus einem Punkt in eine Sphäre, in eine „Kugel“, in ein „Gefäß“ verwandeln.

Und in diesem gemeinsamen Verlangen wirst du den spirituellen Strom, das spirituelle Leben, spüren.

Darum fordere: „Ich will eure Wünsche! Braucht ihr meine? Ich bin bereit, bitte. Lasst uns nur eine Gruppe bilden, in der jeder sein Herz mit den Herzen der Freunde verbinden will.“

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Aus der 1. Lektion des Kongresses in der Arava

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Über den Granatapfel

Der Granatapfel (Rimon) stammt vom Wort „Erhebung“ (Romemut). Wenn ich die Eigenschaft des Gebens in meinen Augen hervorhebe, dann kann ich mich über alle persönlichen Berechnungen erheben.

Woher ist diese Größe der Eigenschaft des Gebens zu nehmen? Nur wenn ich mich unter den Einfluss der Umgebung stelle, dann wird zu mir die äußerliche Kraft von allen Freunden kommen und mir „eine Gehirnwäsche“ verpassen, in mein Herz eindringen und dafür sorgen, dass ich die Eigenschaft des Gebens als das Wichtigste empfinde.

Wir befinden uns im Ozean des Lichtes, aber empfinden ihn nicht, weil wir ihn vernachlässigen. Wie ist seine Wichtigkeit zu steigern, um ihn folglich empfinden zu können? In jedem beliebigen Beruf ist das Wichtigste, sogar beim winzigsten Detail peinlich genau zu sein, wobei die anderen Menschen, die keine Spezialisten sind, dieses Detail vernachlässigen würden. Als ein Schneider kann ich beim Anblick eines beliebigen Kleidungstückes darüber alles erzählen, von wem und wie es genäht wurde. Und wenn ich kein Schneider bin, dann ist es für mich einfach ein Stück Stoff.

Wir befinden uns jetzt im Meer des Lichtes, aber haben keine Fähigkeit, es zu sehen, weil es uns an der Wichtigkeit mangelt. Warum? Dieses Licht, die Eigenschaft des Gebens ist von mir sehr weit entfernt. Ich habe kein Verlangen danach und werde sie auch weiterhin nicht wollen.

Nur wenn die äußerliche Kraft eingeschaltet wird, und mein Verstand und Herz berührt werden, wenn sie mich zum Nachdenken bringt und mich ununterbrochen beeinflusst, dann werde ich im Endeffekt sagen:“ ja, ich will!“ wonach das Licht offenbart wird.

Es bedeutet, dass ich das Gefäß für die Eigenschaft des Gebens vorbereitet habe, das als „die Wichtigkeit“ genannt wird, in dem „das Licht“ offenbart wird.

Daraus wird klar, wie wichtig es ist, die richtigen Definitionen, die richtige Erläuterung der Wörter zu haben. In der Spiritualität ist das das Geheimnis des Erfolges.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto

Der Lautsprecher des Schöpfers

Kongress in Arava. Gespräch beim Essen.

Ihr versteht nicht, wie sehr wir alle von oben gesteuert werden. Der Lehrer ist hier wie ein Lautsprecher, Teil eines höheren Systems, der euch Wissen vermittelt, und nichts weiter. Ihr verehrt doch auch nicht den Lautsprecher dafür, dass er euch etwas Interessantes erzählt. Genauso solltet ihr auch den Lehrer betrachten – ihr solltet das Gerät respektieren, über das euch von oben etwas vermittelt wird, aber mehr auch nicht.

Ich möchte euch warnen, denn genau darin liegt der Unterschied zwischen blinder Verehrung und der Wahrheit. Ich spüre mehr als alle anderen, dass ich von oben gesteuert werde und nichts von mir selbst habe. Ich spiele euch nichts vor, ich führe wirklich nur Befehle von oben aus. Und die ganze Arbeit des Menschen besteht darin, gesteuert zu werden. Je höher er steht, desto mehr wird er gesteuert. Das nennt man ein Sklave des Schöpfers sein, die Stufe Mosche.

Deshalb dürfen wir nicht vergessen, dass wir sensibel dafür sein müssen, was der Schöpfer uns sagt – in uns sagt! Und dann müssen wir entsprechend handeln. Ich spüre, dass dies bereits näher rückt. Und dann steigen wir bereits auf die Stufe von  Bina – wir können hören, was der Schöpfer sagt, das ist bereits die Stufe von Bina. Und danach erlangen wir „das Sehen“.

Lasst uns also versuchen, nicht vom Lehrer abhängig zu sein (er ist begrenzt und vergänglich), sondern alle zusammen zu einem „Gefäß“ (Kli) zu werden, das, wenn es verbunden ist, sehen und auf das reagieren kann, was der Schöpfer ihm sagt. Das ist das Wichtigste. Lechaim! Dieses Hören, dieses Empfinden, das ist das Leben.

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Aus einem Gespräch bei einem Essen vor dem Kongress in der Arava-Wüste

Aus dem Antrieb der Liebe

Wenn der Mensch sich daran gewöhnt hat, für das Geben zu arbeiten, wird er würdig, dem Schöpfer Freude zu bereiten, und die Arbeit selbst macht ihm Freude und gibt ihm Lebenskraft. Und dieses wird als Genuss betrachtet, der ebenfalls speziell für den Schöpfer ist. (Baal HaSulam, Shamati 20 “LiShma”)

Im Zustand von LiShma, also wenn er um dem Schöpfer zu geben arbeitet, empfindet der Mensch uneigennützige Liebe zum Schöpfer. Diese Eigenschaft erhält er anstelle der Liebe zu sich selbst. Er denkt nur noch darüber nach, wie er dem Schöpfer Freude bereiten kann.

Frage: Um die Eigenschaft von LiShma zu erlangen, muss ich mich dann jedes Mal anstrengen und an den Schöpfer denken – oder kommt dieses Empfinden ganz natürlich zu mir, so wie die Liebe zu mir selbst?

Antwort: Nein, du musst dich ständig anstrengen, damit diese Eigenschaft in dir bleibt. Und dann wirst du aus dem Antrieb der Liebe heraus handeln – ganz ohne Anstrengung.

In dem Maße, in dem du dem Schöpfer wirklich mit Liebe begegnest, wirst du beginnen, Ihn zu fühlen – Sein Verlangen, Seine Bewegung zu dir.

Frage: Wenn wir versuchen, alles mit Liebe zu bedecken, zum Beispiel während eines Kongresses – können wir dann alle gemeinsam zu LiShma gelangen?

Antwort: Ja, das können wir. Die Kräfte des Schöpfers kennen keine Grenzen – Er kann es allen zugleich geben.

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Aus dem Unterricht zu einem Artikel aus dem Buch Shamati

In Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer

Frage: Ist Dankbarkeit etwas das von oben kommt oder müssen wir sie uns als eine Art Fähigkeit aneignen, bei der wir gegen alle Widerstände und gegen alle Widrigkeiten zu Freude und Dankbarkeit finden?

Antwort: Das größte Problem in unserer Welt ist der Egoismus, der uns voneinander entfremdet. Auf dem Kongress lassen wir uns auf etwas Gemeinsames ein und wir machen alle möglichen, vielleicht sogar künstlichen Handlungen aufeinander zu. Es gibt keine natürliche Liebe zwischen uns. Wir sind wie alle irdischen Geschöpfe.

Deshalb haben wir durch die Tatsache, dass wir uns bemüht haben und zusammen gekommen sind, eine große Güte von oben durch den Schöpfer hervorgerufen. 

Frage: Warum ist es für Kabbalisten so wichtig, dem Schöpfer gegenüber dankbar zu sein?

Antwort:Der Schöpfer spürt unsere Reaktion auf Seine Handlungen. Wenn wir richtig auf die Tatsache reagieren, dass er uns versammelt, uns zusammenbringt, uns zu einem gemeinsamen Verlangen formt, dann erhöhen wir durch diese Anerkennung Seiner Haltung uns gegenüber Seine Größe, Seine Rolle, Seinen Wert in unseren Augen. Auf diese Weise verdienen wir es noch mehr, dass Er uns gütig behandelt.

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Aus der Lektion „Fortsetzung des Kongresses im Aufstieg“, 14.09.2024

Damit die Sprossen der spirituellen Ernte sprießen können

Frage: Ich möchte wirklich wie der Schöpfer werden. Was mich besonders anzieht und mir die Größe des Schöpfers gibt, ist seine Zurückhaltung, seine Bescheidenheit, die Tatsache, dass Er alles tut und sich nirgendwo in irgendetwas manifestiert. Wie erreicht man diese Annullierung, wie kommt man zu einem solchen Segen?

Antwort: Dies geschieht von selbst. Wenn ein Mensch sich richtig mit der Kabbala beschäftigt, wird er durch das höhere Licht von oben so beeinflusst, dass er Demut entwickelt.

Was braucht er? Nur, sich an den Schöpfer anlehnen. Das bedeutet, nichts anderes zu wollen, als dass all das Gute, das vom Schöpfer in diese Welt kommt, durch die Erde hindurchgeht und sprießt.

Frage: Wir nähern uns jetzt dem Kongress. Was wäre Ihr Rat, wie man zu dieser Annullierung in der Weltgruppe direkt am Kongress kommen kann?

Antwort: Zu denken, dass wir alle zusammen sein müssen in der gemeinsamen Annullierung eines jeden in Bezug auf die anderen, und dann wird von uns gerade die Art von Ernte hervorgehen, die auf dem Feld wachsen und alle Menschen in der Welt sowohl spirituell als auch physisch ernähren sollte.

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Aus dem Unterricht zu einem Artikel aus Shamati, 17.01.2024

Gegenseitige Bürgschaft – Annullierung vom Egoismus

Frage: Ist der Aspekt der Bürgschaft etwas, durch den wir einen Widerstand gegen den Egoismus erlangen können?

Antwort: Ja, natürlich. Jeder annulliert sich selbst im Verhältnis zu den anderen um ein gemeinsames Verlangen zu schaffen.

Wenn jeder seine „tierische“ Komponente (d.h. für sich selbst zu empfangen) annulliert und nur seine menschliche Komponente (anderen zu geben) einbeziehen will, gibt es einen gemeinsamen Wunsch, in dem sich der Schöpfer offenbart.

Frage: Angenommen, sieben oder achttausend Menschen versammeln sich, wie es bei Kongressen üblich ist und versuchen, in den Zustand Arvut (gegenseitige Bürgschaft) zu gelangen. Ob es gelingt oder nicht, wissen wir nicht, aber wir wollen es unbedingt. Wird eine solche Personenzahl dazu beitragen, Ergebnisse zu erzielen?

Antwort: Natürlich, sowohl quantitativ als auch qualitativ. Quantität ist unverzichtbar, sie ist notwendig. Noch wichtiger ist die Qualität – die Spannung der Verbindung zwischen uns. Der Egoismus eines jeden versucht ihn von den anderen zu trennen. Deshalb hängt alles von der Kraft ab, mit der wir uns verbinden.

Der Sinn der spirituellen Arbeit besteht darin, in unserer gemeinsamen Verbindung die Qualität des Gebens und der Liebe zu finden, die über unserer Natur steht.

Aus dem Fernsehprogramm „Die Kraft des Buches Zohar“ 20

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Ein Wochenende der tiefgreifenden Einheit

Im September versammelten sich meine Studenten aus der ganzen Welt zu einem Ereignis tiefgreifender Einigkeit. Über eine einzigartige virtuelle Plattform, die von den Schülern selbst entwickelt wurde, kamen fast 6.000 Freunde online zusammen, um an der wahrscheinlich größten interaktiven Konferenz teilzunehmen, die je veranstaltet wurde.

Achtundvierzig Stunden lang hatten wir Unterricht, Workshops, sahen Filme und Clips an. Wir aßen und tranken, sangen in mehreren Sprachen, zu jeder Tageszeit und in jeder Zeitzone der Welt.

Jedes Ereignis wurde von den Freunden selbst über das Internet in Dutzende von Sprachen simultan übersetzt, was ihre Verbindung festigte und stärkte. Sie teilten sich in Gruppen auf, mischten die Gruppen, teilten sich in Sprachen auf, mischten die Sprachen, und das alles mit einem Ziel vor Augen, die weltweite Einheit herzustellen.

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Die „Grafik“ des gegenseitigen Durchdringens

Eine Frage, die ich erhielt: Was geschieht auf dem Kongress?

Meine Antwort: Es geschieht dort eine ganz einfache Sache. Stell dir vor, wir würden uns in einer Box befinden.

Dort sind unsere Verlangen enthalten, von denen jedes sich mit den Verlangen der Anderen verbindet, sich in sie einfügen muss. Sagen wir, es befinden sich insgesamt 24 Verlangen in dieser Box, dann würde jedes von ihnen eine 24fache Kraft besitzen.
Das ist die erste Stufe der Verbindung, die erste spirituelle Stufe. Wenn jeder jeden einmal in sich mit einschließt: 24 Verlangen, von denen jedes aus 24 Teilen besteht, ist genau das die Bürgschaft.
Wenn wir diesen Zustand erreicht haben, sind wir dem Licht Nefesh ähnlich geworden, das uns ausfüllt. Warum?
Wir haben einen Zustand erreicht, in dem jeder in jeden eingeschlossen ist, in dem jeder sich in allen verliert und jeder jeden in sich aufnimmt. Das ist die erste Stufe unserer Ähnlichkeit mit dem Licht.
Ich habe mich in Bezug auf die Anderen annulliert und habe ihre Verlangen wie meine eigenen angenommen. Das bedeutet „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Dann werde ich dem Licht Nefesh gleich, und es füllt mich aus.
Nun, wenn wir den Grad unseres gegenseitigen Durchdringens verstärken, es noch mehr vertiefen, schließe ich alle Anderen, von denen jeder 24 Verlangen (24X24) in sich enthält, in mich ein.
Mit anderen Worten: Ich gehe von einem kleinen System des gegenseitigen Durchdringens zu einem tieferen, qualitativeren, komplizierteren System über. Und dann erfüllt mich statt dem Licht Nefesh das Licht Ruach. Ich steige zu einer höheren spirituellen Stufe auf.
Und so, in dem Maße unseres gegenseitigen Eindringens ineinander, enthüllen sich uns vollkommen andere Formen des gegenseitigen Durchdringens.

Wenn es für das Empfangen des Lichtes Nefesh auf einer Ebene (zweidimensional) geschah, dann nimmt unsere gegenseitige Durchdringung bei der Erfüllung mit dem Licht Ruach die Form eines dreidimensionalen Raumes an. Und hier habe ich bereits eine ganz andere Erkenntnis – in die Tiefe gerichtet.
Nach und nach verwandelt sich unsere gegenseitige Durchdringung in ein mehrdimensionales System, das sich in seiner Form den Bienenwaben ähnelt.
Man kommt nicht zum Kongress um zu lernen, man kommt dorthin, um sich mit den Seelen ineinander einzufügen. Das geschieht auf der inneren Ebene und der Mensch weiß nicht wie. Drei Tage lang befindest du dich unter einer riesigen Anzahl von Menschen, und diese Verbindung arbeitet ständig in deinem Inneren.
Aus einem Punkt verwandelt sie sich in eine Linie, aus einer Linie in ein Quadrat, aus einem Quadrat in alle möglichen anderen Formen, bis sich eine Sphäre – das Vollkommenheitssymbol – gebildet hat.

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