Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Hilfe'

Sich über dem Hass verbinden

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn der Schöpfer sich ständig in der Verbindung zwischen uns befindet, wie kann man sich dann verbinden und zugleich den Schöpfer vergessen, den Weg verlieren?

Meine Antwort: Was für Formen der Verbindung man erschaffen und dabei den Weg verlieren kann? Alle möglichen! Haben die Russen das etwa nicht getan? Haben sie.

Haben die Faschisten (fascio = ital. „verbinden, bündeln“) das etwa nicht getan? Haben sie! Kibbuzim, Sparta, Armeen, Vegetarier, Fundamentalisten – es gibt alle möglichen Formen der Verbindung.

Darum muss die Verbindung gründlich geklärt, analysiert und umgesetzt werden – nicht von uns, sondern vom höheren Licht.

Als erstes muss das Prinzip eingehalten werden: „Ich bin der Erste…“, „das Ende der Handlung im ursprünglichen Gedanken“. Ich muss mich in Richtung Schöpfer bewegen und nicht einfach auf der menschlichen Ebene danach streben, das Geben und die Liebe zwischen uns zu erreichen.

Nicht die Kraft des Egoismus muss in uns herrschen, sondern die Kraft, die über dem Egoismus steht, darum verläuft die ganze Entwicklung durch den Glauben über dem Verstand, über dem Hass, und nicht innerhalb des Hasses und mit dessen Hilfe.

Wir hassen einander, es gibt aber jemanden, den wir noch mehr hassen. Darum verbinden wir uns, und der gemeinsame Hass vereint uns untereinander, damit wir jemand Dritten noch mehr hassen und ihn vernichten können.

Es gibt nicht wenige Möglichkeiten, sich zu irren. Das ist der Grund, warum wir die Tora – die Anleitung, die dich immer zum Licht führt – benutzen sollten, und du wirst vom Licht und nicht durch eigene Kraft korrigiert.

Weder im Verstand, noch in den Gefühlen, noch in irgendeiner Handlung auf dem Weg zur Korrektur, nutzt du das, was in dir ist, sondern allein das Licht, das zur Quelle zurückführt. Du kannst dem nichts hinzufügen, außer dem Versuch, dich selbst zu annullieren.

Wenn du dich annullierst, bietest du dem Licht die Möglichkeit, an dir zu arbeiten und aus dir eine korrekte, zukünftige Form zu bilden. Ansonsten macht das Licht eine unkorrekte Form aus dir, damit du durch Leiden die richtige Methode, die du davor nicht begriffen hast, enthüllst.

Das Licht wirkt ständig. Die Frage ist, ob das Licht und das Verlangen einander entgegengesetzt sind oder nicht – und das bestimmst du.

Genau das ist der entscheidende Punkt, der Punkt der freien Wahl, und nur die Gruppe kann dir helfen, dich richtig der Einwirkung des Lichts aussetzen zu lassen. Das Licht leuchtet immer, und du musst dich selbst, ständig durch die Gruppe prüfen.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam vom 22.10.2010

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Wie man das Fallen in den Aufstieg verwandelt

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man trotz aller Hindernisse, die Absicht erhalten?

Meine Antwort: Man kann sich nur mit Hilfe der Umgebung und den harten Rahmen in der Absicht aufhalten: ich soll wissen, dass ich zum Unterricht kommen soll, um dort die Pflichten und Dienste erfüllen zu können. Man darf also dem gewöhnlichen Plan nicht ausweichen!

Man soll die ganze freie Zeit dazu verwenden, noch intensiver, als früher zu arbeiten. Während des Fallens kann nur die Vereinigung mit der Gruppe helfen, in der du wie der fleißige Vollzieher auch ohne Gefühl und Vernunft arbeitest.

Es ist nur dann die richtige Realisierung des Fallens, wenn du dich nicht bemühst, ihm zu entlaufen – sondern es für den Aufstieg verwendest.

Und wenn du denkst, dass du mit Hilfe des Wunsches und Verstandes zurechtkommen kannst, dann ist es absolut falsch. Während des Fallens macht man keine Klärungen und es gibt keine Empfindungen – der Mensch fühlt sich tot.

Was ist also das Fallen? Das ist das Erhalten des zusätzlichen, höheren Wunsches zu genießen. Man ermöglicht dir zu empfinden, dass du dich mit deinen G“E zu АCH“AP des Höheren anschließt, und anstelle deines Wunsches – den Wunsch des Höheren empfindest.

Früher hatte ich nur die eigenen 10 Sfirot. Und jetzt binde ich an mich seinen Wunsch an: meine G“E und sein ACHA“P – so dass es sich wieder die 10 Sfirot ergeben.

Anstelle meines kleinen АCHA“P werden mir АCHA“P des Höheren – die riesigen Wünsche gegeben, die bereit sind, sich zu verringern! Man lässt diesem ACHA“P zu, mit mir zu arbeiten.

Angenommen, ich konnte nur 20 kg heben, und man zwingt mich jetzt, 50 kg zu heben. Ich kann es doch nicht machen! Man gab mir das Zusatzgewicht von 50 Kilo – wie kann ich damit voranschreiten?

Oder ich war im Begriff, jemandem 10 Tausend Dollar zu leihen, aber fand plötzlich heraus, dass ich bei der Bank die gleiche Schuld habe! Wie kann ich jetzt das Geld dem anderen geben? Es gibt andere allerlei Beispiele aus unserem Leben.

Es ist das Öffnen ACHA“P des Höheren. Was kann ich denn machen, wenn ich die volle Finsternis empfinde? Kann ich mit diesem Zustand dank dem Verstand und dem Gefühl zurechtkommen? Welches Gefühl oder welche Vernunft kann hier sein, wenn es keinerlei Logik gibt?!

Ich war „ein erzogenes Kind“ auf meiner Stufe, und plötzlich werden an mich solche Wünsche und Pflichten angebunden, die es unmöglich ist, zu beherrschen.

Man will viel zu viel von mir in meinem Zustand, wo ich sowohl die Vernunft als auch die Gefühle verloren habe, d.h. ganz verwirrt bin? Kann ich in diesem Zustand etwas machen?

Die Rettung ist nur in der Gruppe, um darin die beliebige Arbeit mechanisch zu erfüllen. Und damit wirst du beginnen, in den neuen Zustand … hinaufzusteigen

Aus dem Unterricht über den  Artikel „600 Tausend Seelen“, 26.10.2010

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Ein Seelenlego: Do it yourself

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet, während dem Lesens des Sohars an die Vereinigung zu denken, um mit der gesamten Gruppe das „Jam Suf“ (Schilfmeer, wörtl. Endmeer) zu durchqueren und in die spirituelle Welt einzutreten?
Meine Antwort: Der Sohar erzählt davon, was von der Seite der spirituellen Gefäße (Kelim), dem Verlangen geschieht, d.h. von allen möglichen Arten der Verbindung, und beschreibt nicht das Bild von der Seite des Lichts.
Es gibt kabbalistische Bücher, die Beschreibungen von der Seite des Lichts enthalten: wie verschiedene Lichter kommen und wie sie sich ausdehnen. Es ist so, als ob uns erzählt würde, was auf irgendeinem Bild gemalt ist.
Eine Beschreibung von der Seite der Verlangen zu liefern, bedeutet nicht, zu erklären, was gemalt ist, sondern auf welche Art und Weise dieses Bild gemalt werden kann. Welche Farben genommen, wie sie miteinander vermischt und auf die Leinwand aufgetragen, welche Technik und welcher Pinsel benutzt werden müssen.
Das spirituelle Bild wird also nicht einfach so erschaffen, indem ich alles male, wonach mir ist, wie von der Seite des Lichts.
Nein, zuerst muss alles wie nach einem Lineal markiert und mit Hilfe von unterschiedlichen „Zeichengeräten“ (Kelim) berechnet werden. Denn es kommt von der Seite der Verlangen, der spirituellen Gefäße, und es bedarf vor allem deren gründlicher Vorbereitung.
In einer solchen Art spricht der Sohar, die ganze „praktische“ Kabbala, welche von der Seite der Geschöpfe kommt. Welche Tiefe des Verlangens (Awiut), welche Schirme, welche Handlungen, die damit möglich sind, benötigt werden, und was im Endeffekt enthüllt wird. Wir müssen von dieser Beschreibung Gebrauch machen und dieses Bild selbst malen, und es nicht einfach so genießen.
Wenn wir uns in solchen Zuständen bereits befinden würden, würden wir das Bild auf eine andere Art und Weise genießen können und wir würden lesen und Erklärungen zu einem Bild erhalten, welches wir bereits selbst sehen können.
Doch solange wir uns noch nicht vom Bild selbst beeindrucken lassen können, kommen wir von der Seite der Verlangen und lernen, dieses Bild zu malen. Der Sohar enthüllt uns Schritt für Schritt, wozu wir gelangen müssen, und gibt uns Werkzeuge in die Hand, mit deren Hilfe wir dieses Gemälde erschaffen müssen.
Dieses Bild erschaffen wir innerhalb der Gruppe, in der Verbindung zwischen uns, und alle Namen, Linien, und jegliche Objekte bedeuten lediglich verschiedene Arten der Verbindung von Verlangen untereinander.
Wenn du sie miteinander verbindest, wenigstens eine anfängliche, minimale Verbindung erschaffst, wirst du bereits die erste spirituelle Stufe erreichen, und das Bild wird sich enthüllen. Für uns ist es wichtig, zu verstehen, wie das Ganze funktioniert, wie alles miteinander verbunden werden soll, damit sich das System in Bewegung setzt!
Es ist so, als ob du eine Maschine zusammenbaust, alle Teile miteinander verbinden, die Stromversorgung anschließen, Benzin, Öl, Wasser einfüllen, und den Zusammenbau abschließen, und danach die Zündung aktivieren würdest und somit der Motor anspringen würde! Genau dieses Ergebnis muss von uns erreicht werden!
Aus dem Sohar-Unterricht vom 27.10.2010

Vor dem ersten Aufstieg

Von Kabbalisten, die die Grundlagen der Schöpfung erkannt haben, wissen wir dass der Schöpfer das Verlangen zu genießen geschaffen hat.

Dieses Verlangen muss sich dem Schöpfer angleichen, zum Gefäß, das mit dem Licht erfüllt ist, werden, in einer Übereinstimmung mit dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften.

So ist die einzige wahre Form, die der Schöpfer ursprünglich festgelegt und geschaffen hat. Alle andere Formen existieren nur in der Wahrnehmung der Empfänger.

Die einheitliche Schöpfung, das einheitliche Verlangen Genüsse zu empfangen, verbleibt in der Ähnlichkeit mit dem höheren Licht, ist vom Licht, von Vereinigung und Verschmelzung erfüllt.

Aber es scheint ihm, dass es abgetrennt, vom Schöpfer entfernt ist, sich in den Eigenschaften unterscheidet, in viele einzelne Teile geteilt ist usw.

Jetzt können wir von unserer Seite entscheiden, welche Handlungen dafür notwendig sind, um zu dem einzigen existierenden Zustand zurückzukehren, dort wo „Er und Seinen Namen eins sind“, wo das Licht und das Gefäß, der Schöpfer und die Schöpfung miteinander verschmolzen sind.

Die Wissenschaft der Kabbala schenkt unserem aktuellen Zustand eine besondere Aufmerksamkeit: dem Aufstieg auf die erste, niedrigste von den spirituellen Stufen. Denn wir wissen jetzt nicht, was auf dieser Treppe passiert.

Dort „lehrt die Seele des Menschen ihn,“ dort können wir immer Hilfe in Büchern aufsuchen, Beispiele erhalten, Erfahrungen sammeln, aus vorigen Zuständen lernen.

Das ganze Problem ist hier, vor der ersten Stufe. Hier brauchen wir eine große Vorbereitung, hier sind die Zustände unklar, und die Welt ist der spirituellen Realität entgegengesetzt.

Deshalb müssen wir hier besondere Mittel, die uns die Wissenschaft der Kabbala zur Verfügung stellt benutzen.

Aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch, 27.10.2010

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Der Regisseur eigenes Lebens werden

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich den Film meines Lebens selbst aus mich heraus projieziere kann, diese ganze Realität, warum schaffen sich die Menschen einen Film, der nicht besonderes angenehm ist?

Meine Antwort: Aber das liegt noch nicht in deinen Kräften einen Film zu schaffen! Du kannst noch kein Regisseur sein.

Du musst über deinem Verlangen, über dem Licht herrschen, genau schauen, wie sie sich ändern können, nach strengen Gesetzen, und nicht aus einer plötzlichen Laune heraus, so, Schritt für Schritt, baust du eine bessere Realität.

Darin liegt deine einzige Wahlfreiheit und gerade um sie umzusetzen, studieren wir die Wissenschaft der Kabbala.

Und solange du über dem Film deiner Wirklichkeit noch nicht herrschen kannst, herrscht der Schöpfer darüber, um dich mit der Schaffung einen Film mit der eigenen Realität anzuregen.

Deshalb ist das ganze Leben, alle unsere Reinkarnationen, nur dafür gedacht, uns zu der Schaffung eines richtigen Filmes, eines wahren und nicht erdachten Film zu bringen.

Gerade dies ist das Interessante an der Wahrnehmung der Realität in der Wissenschaft der Kabbala. Denn es handelt sich nicht um eine theoretischen Studie oder den scholastischen Denkkonstrukten, sondern um ein besonderes Mittel, mit deren Hilfe ich tatsächlich meine Welt verändern kann – so wie in andere Dimensionen wegfliegen.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“, 20.10.2010

Die Abstiege den Aufstiegen angleichen

Der Mensch, der in die Finsternis zurückgeworfen wird, verliert jegliche Verbindung mit dem vorigen Zustand des Aufstiegs.

Wenn der Schöpfer die Barmherzigkeit zeigt und den Menschen mit Seinem Licht erweckt, dann heißt es nicht, dass der Mensch die Korrektur begangen hat. Wenn er sich aber mit Hilfe der Gruppe selbst erweckt, dann wird er wirklich korrigiert.

Während des Aufstiegs hat sich der Mensch richtig vorbereitet: er gab der Gruppe alles, was er nur geben konnte, sie war für ihn wie „das Lagerhaus der Begeisterung“. Dank den angelegten Bemühungen, blieb auch im Fallen diese Verbindung erhalten.

Wenn man jetzt dieses Fädchen erhalten würde, dann könnte der Mensch aufwachen, durch die Gruppe das Licht, die Kräfte, das Verständnis, den Glauben über dem Verstand heranziehen, und aus dem Fallen zum neuen Aufstieg erreichen.

Mittels der Gruppe hat der Mensch immer eine Möglichkeit, das Bündnis zu erneuern. Im Unterschied zum Bündnis der Urväter, die die Tora noch nicht bekommen konnten, verbindet unser Bündnis den Menschen unmittelbar mit der Gruppe.
Darin besteht eben die freie Wahl: mit Hilfe der Gruppe zu arbeiten und die Fälle den Aufstiegen anzugleichen.

Somit wird unsere ganze Freiheit in der Gruppe realisiert. Und nur mit ihrer Hilfe verwirklicht der Mensch das Bündnis.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.10.2010

 

 

Und jetzt mache dich selbständig!

Es ist wichtig während des Abstieges, im Zustand der Finsternis, der Hilflosigkeit, der Loslösung vom Schöpfer, sich zu bemühen, alle Mittel richtig zu kombinieren.

Im Fallen soll der Mensch also alles ebenso aufbauen, wie es während des Aufstiegs aufgebaut wurde, als der Schöpfer ihm das anschauliche Beispiel gab. Dann werden beide Zustände gleich sein.

Der Schöpfer gibt dem Menschen das Verständnis, die Empfindung, die Nähe, die Verschmelzung, die Einstellung, die Überzeugung, den Glauben, die Fähigkeit des Gebens, den Impuls, das Einverständnis für das Geben.

Wenn der Mensch das alles während des Aufstiegs genauso empfindet, dann soll er seine Gefühle gut prüfen, um nicht nur zu genießen, sondern auch die ständige Analyse der Situation durchzuführen.

Jetzt kam dieser Zustand vom Schöpfer als Beispiel, und später, im Fallen, muss der Mensch verstehen, dass der Schöpfer ihn absichtlich verlassen hat, ebenso wie der Erwachsene das Kind alleine lässt, damit es etwas selbständig macht. Es ist die Zeit für das Kind gekommen, um das wiederzugeben, was es gelernt hat.

Auf diese Weise lernen wir und bemühen uns, das Bündnis zu beachten, das wir während des Aufstiegs abgeschlossen haben. Jetzt, im Fallen, verstehen wir, dass es uns nützt.

Dank diesem Bündnis werden wir solche Bedingungen schaffen, die uns helfen, nicht von den Empfindungen abzuhängen, so dass wir alle Mittel öffnen werden um zum Licht zu gelangen. Man muss sich nur selbständig bemühen.

Wir kommen niemals ohne Hilfe vom Schöpfer voran, und zeigen doch unsere Selbständigkeit, d.h. verwenden selbständig alle gegebenen Mitteln. Dadurch macht sich das Geschöpf dem Schöpfer ähnlich.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.10.2010

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Den Schöpfer an die Hand nehmen

Wenn der Mensch die Wichtigkeit der Gruppe für seine Korrektur erkennt, öffnet er sich, als ob er eine Motorhaube öffnen und die Freunde darin „herumschrauben“ lassen würde. Genauso bereitwillig legt sich auch ein Kranker auf den Operationstisch, damit Ärzte sein Leben retten.

Denn der Mensch spürt, dass er zu hundert Prozent vom guten Willen der Freunde abhängt, dass er nur mit ihrer Hilfe geändert, korrigiert, von einer tödlichen Krankheit geheilt werden kann.

Und dann beginnt die Umgebung auf ihn einzuwirken. Je mehr er sich zu den Freunden hingezogen fühlt, desto klarer wird ihm gezeigt, wie schwer es ist, sich an sie zu wenden, wie ihn das anwidert.

Einerseits versteht der Mensch, dass er sich an die Freunde einfach wenden muss, weil davon sein ganzes Leben abhängt, andererseits lassen ihn der Egoismus und die Sturheit das nicht tun. Eben sie bedeuten auch „Hass“, „unreine Seite“, „Unreinheit“.

Es kommt manchmal vor, dass wir jemanden um Verzeihung bitten müssen und uns nicht dazu zwingen können. Hier entdecke ich ebenfalls zwei entgegengesetzte Kräfte: ich muss es tun, um gerettet zu werden, doch ich kann es nicht.

Dann sehe ich, dass mein Unvermögen durch fremde Macht hervorgerufen wird, und als Folge davon bekomme ich zusätzliche Kraft. Das geschieht auf jeder Stufe: ich fange an, zu begreifen, dass der Schöpfer das alles arrangiert hat, damit ich von nun an Seine Hand halte, wie ein kleines Kind sich am Erwachsenen festhält – dann werde ich mit Seiner Hilfe zum Pharao gehen können.

So ist unser Weg bis zum Ende der Korrektur: ich erkenne das Böse meiner Natur, sondere mich von ihr ab und erkenne, dass sie der Pharao, mein Feind, ist. Dann wünsche ich mir, ihn ausrotten zu können, und bitte darum, dass das höhere Licht das macht.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 18.10.2010

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Das Begreifen ist nur mit Hilfe der Kabbalamethode möglich

Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Aus meinem Inneren heraus werde ich den Schöpfer erschauen“, im Kapitel „Das Begreifen der Erkenntnis – nur mit Hilfe der Methodik der Kabbala“, dass die Negation der Höheren Lenkung sich der Frage gleichen würde: „Wer hat solches ungewöhnlich weise Buch geschrieben?“, wobei die Antwort darauf wäre, dass es in Wirklichkeit keinen solchen Weisen in der Welt gibt, und alles nur deshalb geschah, weil sein kleiner Sohn Tinte auf die leeren Blätter vergossen hat – die Tinten sind auseinander gelaufen und bildeten folglich die Buchstaben, die sich in die Worte dieser ungewöhnlichen Wissenschaft verbunden haben.

Wenn die Menschen also das Vorhandensein der Höheren Lenkung verneinen, dann handeln sie nach dem Prinzip: was ich nicht fühle – existiert auch nicht!

Obwohl sie sehen, dass es für alles einen Grund gibt – wählen sie bewusst die materielle Herangehensweise. Alle unsere wissenschaftlichen Forschungen sind auf dem Studium der gegebenen Gründe aufgebaut, anderenfalls würden unsere Naturwissenschaften nichts beweisen können. Aber dabei verneinen sie weiterhin, dass es einen Grund für die ganze Schöpfung gibt.

Und obwohl der Mensch versteht, dass sein Wissen beschränkt ist und er vieles nicht empfängt, versucht er trotzdem zu beweisen, dass das Bild des Universums gerade solches ist, wie es momentan aussieht.

Um das Universum jedoch zu erforschen, muss man sich über seine Natur erheben. Ich kann irgendwelchen Zustand erst dann erforschen, wenn ich mich über ihn befinde: ich soll also ein Mensch sein, um das Tier untersuchen zu können. Das Tier ist nicht in der Lage, sich selbst zu erforschen.

Folglich kann ich nur jene Stufen untersuchen, die niedriger als meine heutige Stufe sind! In der Psychologie, die das Verhalten des Menschen erforscht, ist alles nur auf den realen, erfahrenen Tatsachen gegründet, denn wir können nicht höher als die Stufe „Mensch“ hinaufsteigen, d.h. ihn von oben anschauen, die Methodik der menschlichen Beziehungen, das System der Beziehungen, die Mentalität verstehen. Dennoch kommt es uns vor, als ob wir darin objektiv und erfahren sind.

Deshalb schreibt Baal HaSulam, dass er die materialistische Psychologie respektiert, weil sie mittlerweile auf den Fakten, auf der Forschung des Materials und der Form, die ins Material eingekleidet ist, begründet ist.

Solange der Mensch das Material der spirituellenWelt und die Form, die in dieses Material eingekleidet ist, nicht erforschen kann, kann er auch nichts über sich selbst aussagen! Es gleicht dem Beispiel mit dem Kater, der begonnen hat, das Verhalten des Menschen zu erforschen, um seine Taten zu erklären.

Deshalb sagt Baal HaSulam, dass das Begreifen nur mit Hilfe der Kabbalamethode möglich ist, weil sie uns auf die nächste Stufe des Bewusstseins erhebt.

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Gibt es Frauen hinter dem Machsom?

Eine Frage, die ich erhielt: Können Frauen den Machsom überqueren?

Meine Antwort: Daran gibt es keine Zweifel! In unserer Geschichte gab es viele Frauen, die sich in der spirituellen Welt befanden.

Unsere Stammmütter, Prophetinnen waren bis zu den letzten Generationen unter uns, und wir wollen hoffen, dass sich das in unserer Generation wiederholen lässt.

Frage: Waren die Prophetinnen ebenfalls Kabbalistinnen?

Meine Antwort: Ein Prophet ist jemand, der mit dem Schöpfer spricht, und der Schöpfer wird mit Hilfe der Wissenschaft der Kabbala enthüllt. Wenn man kein Kabbalist ist, ist es unmöglich, Prophet zu werden, die Stufe der Väter zu erreichen.

Alle Frauen, von denen du in der Tora liest, verfügen über spirituelle Erkenntnisse und die Wahrnehmung des Schöpfers. Zum Beispiel Batya, deren Name „Tochter des Schöpfers“ (Bat Yud-Hej) bedeutet. Einerseits ist sie die Tochter des Pharao, andererseits hat sie Moses großgezogen. Woher sind diese rechtschaffenen Frauen gekommen, die solche Männer großgezogen haben?

Wie sehr es uns auch vorkommen mag, dass alles dank Männern geschieht, entwickelt sich die Geschichte mit Hilfe von Frauen. Wir lernen in der Wissenschaft der Kabbala, dass die Verbindung zwischen den Stufen, zwischen dem vorherigen und darauffolgenden Zustand durch die Nukwa, durch die Malchut eines jeden Parzufs, einer jeden Stufe erfolgt.

Darum gebärt der weibliche Teil immer den nächsten Zustand, die Verbindung wird von einem weiblichen Teil an den anderen über den männlichen Teil weitergegeben. Das ist dem, was in unserer Welt geschieht, entgegengesetzt.

Frage: Und wie überqueren Frauen den Machsom? Genauso wie Männer oder auf eine andere Art und Weise? Die Männer verbinden sich in der Gruppe, in Liebe zu den Freunden, das bezieht sich aber nicht auf die Frauen.

Meine Antwort: Frauen erhalten jene Bürgschaft, die Männer erlangen, und außerdem die Kraft des Schirms. Ihre Verbindung kann nicht die gleiche wie bei den Männern sein, weil jede von ihnen selbständig handelt, sie haben eine andere Form der Verbindung als Männer.

Der männliche Teil kann also keine Verbindung zwischen den Stufen ohne den weiblichen Teil erreichen, der weibliche Teil kann sich ohne die Hilfe des männlichen Teils nicht verbinden. Und aus diesem Grund befindet sich der Schöpfer gerade zwischen dem männlichen und dem weiblichen Teil. Anders werden wir Ihn nicht enthüllen können.

Moses hat 600 Tausend Männer zwischen 20 und 60 Jahren aus Ägypten herausgeführt, alle anderen waren Greise, Frauen und Kinder, deren Anzahl das Fünffache von der Anzahl der Männer betrug und ohne die es unmöglich war, voranzukommen. Aus diesem Grund führt Kabbala zur Korrektur der Familie und garantiert gerade der Frau eine schöne Zukunft.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“ vom 14.10.2010

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