Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wie strukturiert man seinen Tag, wenn man Kabbala studiert?


Drei Fragen, die ich über das tägliche Leben und das Studium der Kabbala erhielt:

Frage: Ich habe damit angefangen, die Morgenlektionen anzuschauen, aber mein Tag ist dadurch sehr desorganisiert geworden. Ich kann nicht guten Schlaf, Morgenlektionen, Verbreitung, Gruppe und das Lesen der Bücher miteinander unter einen Hut bringen. 24 Stunden pro Tag scheinen für all das nicht genug zu sein. Was ist ihr Ratschlag bezüglich der Strukturierung des Tages und der Priorisierung der Dinge?

Meine Antwort: Du solltest ein paar Stunden früher ins Bett gehen. Ich gehe zum Beispiel um 21 Uhr ins Bett oder sogar um 20.30 Uhr und schlafe bis 2 Uhr morgens. Geh daher ins Bett, sobald du nach Hause kommst. Und wenn du im Verbreitungszentrum bist, vergeude keine Minute mit unnützem Geschwätz.

Frage: Weshalb glauben manche Studenten von Bnei Baruch, dass sie absichtlich ihren Egoismus vergrößern sollten? Woher kommt diese Verwirrung?

Meine Antwort: Weil sie nicht verstehen, dass man weiterhin nach Liebe und dem Geben streben sollte, indem man in der Gruppe arbeitet. Wenn während dieser Arbeit der eigene Egoismus gegenüber den Freunden wächst, dann ist es dieser Egoismus, den man korrigieren muss, um sich über ihn zum Schöpfer hin zu erheben. Auf der anderen Seite ist der ursprüngliche Egoismus, den wir haben, lediglich tierisch und hat keinen Bezug zum Schöpfer.

Frage: Welchen Antrieb brauchen wir, um die Distanz zwischen der Erkenntnis des Bösen bis zum Durchschreiten des Machsom zu überwinden? Und wie kann ich diesen Prozess beschleunigen?

Meine Antwort: Du kannst das nur mit Hilfe des richtigen Umfelds tun. Lies den Artikel „Die Freiheit“.

Verwandtes Material:
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Baal HaSulam: Artikel zum Abschluss des Buches Sohar

Der wahre Ursprung der Religionen

Ich erhielt zwei Fragen darüber, wie die Religionen aus der Kabbala hervorgingen:

Frage: Wo ist der Beweis, dass alle Religionen sich aus der Kabbala entwickelten? Gibt es Quellen, außer den kabbalistischen, die das bestätigen?

Meine Antwort: Das ist eine historische Tatsache – lesen Sie irgendeines der Bücher, einschließlich der Tora, Das Buch Sohar und so weiter. Die Religionen entstanden vor 2000 Jahren als Folge des Abstiegs der Juden von der Stufe der Kabbala – der Stufe des Gebens und der Liebe. Ihr Fall von dieser Ebene führte zur Zerstörung des Tempels und der Entstehung der jüdischen Religion, die kam, um die Erkenntnis, die Erlangung und Wahrnehmung des Schöpfers und die Verbindung mit Ihm zu ersetzen.

Stattdessen glauben Menschen in der Religion an etwas, ohne wirklich die Dinge, an die sie glauben, wahrnehmen zu können. Folglich entstanden später andere Interpretationen dieser Religion – da niemand etwas klar erkennen kann und die Menschen nur Vermutungen anstellen! Auf diese Weise kamen die anderen Religionen zustande, obgleich sie sich selbst als neue Religionen oder neue Offenbarungen beschreiben.

Jedoch bevor all das anfing, nahmen die Juden die Eine regierende Kraft der Natur wahr – den Schöpfer. Dieses beschrieben sie in allen ihren heiligen Büchern wie der Mishna, dem Talmud, dem Buch Sohar, dem Tanach und anderen.

Frage: In einem Ihrer Artikel schrieben Sie, dass, nachdem die Juden von Israel ins Exil gingen, von den Griechen und Römern das Christentum gebracht und in der gesamten Welt vorherrschend wurde. Sie hoben ebenfalls hervor, dass es keine Religionen sind. Wenn dem so ist, was sind sie dann?

Meine Antwort: Ich denke nicht, dass Sie meinen Artikel richtig verstanden haben. Die drei Hauptreligionen – Judentum, Christentum und Islam – sind wirklich Religionen. Jedoch ging das Christentum nicht von den Griechen und Römern hervor. Es entstand in Israel unter den Juden nach der Zerstörung des Tempels und wurde später in der ganzen Welt verbreitet.

Kabbala Akademie

Kabbala ist dazu da, um uns zu helfen, den Weg des Lichtes zu wählen


Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagen, dass die Lösung der globalen Krise im Studium und der Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala liegt, weil es die Verlangen der Menschen ändern wird, von materiellen Genüssen, wie Geld, Macht und Wissen, zu den spirituellen Freuden – Erfüllung durch Liebe und Geben. Diese spirituellen Freuden werden nicht innerhalb unseres Egoismus gespürt und sind daher ewig und perfekt. Habe ich das so richtig verstanden?

Meine Antwort: Die einzige Funktion der Kabbala ist, den Zweck unserer Entwicklung zu verstehen und den schnellen und leichten Pfad dafür zu wählen – den Weg des Lichtes. Sonst werden wir dazu unter Druck gezwungen, durch schreckliche und langwierige Leiden – den Weg des Leidens. Unsere einzige Wahl ist: Welchen der beiden Wege werden wir nehmen, um das Ziel zu erreichen, welcher ist vorbestimmt?

Verwandtes Material:
Blog-post: Unsere zukünftige Sicherheit hängt von der Verbreitung der Weisheit der Kabbala ab
Leben aus der Kabbala: Die Rückkehr zum Schöpfer
Baal HaSulam Artikel: Die Lösung

Pesach – Universell und endgültig


Das Pesach Fest steht für Pe-sach (übergehen, Aussonderung) – nur solche Eigenschaften vom ganzen Egoismus aussondern, die korrigiert und zum Geben benutzt werden können, zum Nutzen von anderen.

Wenn der Mensch davon überzeugt ist, dass das einzig Böse auf der ganzen Welt seine Natur ist und ihn und andere zerstört, kommt er zu dem Schluss, dass er nur eines will – sich selbst von diesem Bösen zu befreien.

Wenn er versucht, das zu tun (durch das Studieren kabbalistischer Texte – die nur darüber sprechen – in einer Gruppe, die danach strebt, sich über das Böse zu erheben), entdeckt er seine Unfähigkeit, sich über den Egoismus zu erheben.

Das Verstehen der Notwendigkeit (aus dem Egoismus herauszukommen) und der Hoffnungslosigkeit (es alleine zu schaffen) erzeugt im Menschen einen inneren Schrei zum Schöpfer, der Eine, der das verursachte… und die Errettung aus dem Egoismus erfolgt!

Lass diese Errettung während dieser Feiertage jeden erleben, der sie will!

Kabbala, Wissenschaft und Religion über die Erschaffung und Entwicklung des Menschen


Eine Frage, die ich erhielt: Sie haben geschrieben, dass der Mensch sich aus dem Affen entwickelt hat, weil er ein spirituelles Gen hat. Meinten Sie, dass der Mensch sich physisch aus einem Affen entwickelt hat oder war es ein spiritueller Prozess, der zur Entstehung eines Menschen mit einer Seele führte?

Meine Antwort: Der Mensch hat sich physisch aus dem Affen entwickelt, als in ihm ein neues Reshimo (Gen) erschien. Jedoch in der Spiritualität ist ein „Mensch“ jemand, der begonnen hat, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe zu erlangen. Dann wird eine Person zu Adam, was im Hebräischen „dem Schöpfer ähnlich“ bedeutet. Der große Kabbalist ARI schreibt darüber, sowie auch Baal HaSulam in Kapitel 3 von Talmud Esser HaSfirot. Die biblische Schöpfungsgeschichte spricht ebenfalls über die spirituelle Schöpfung der Welten und des Menschen und tatsächlich geht es in der gesamten Tora darum.

Die physische Materie wurde entsprechend der Naturgesetze nach dem Urknall erschaffen. Baal HaSulam schreibt über die geologischen Zeitabschnitte des stufenweisen Abkühlens und Erhitzens der Erde, die jeweils 30.000 Jahre andauerten. Die Kabbala ist eine Wissenschaft – die Physik der Höheren Welt und sie steht in keinem Widerspruch zu anderen Wissenschaften. Andererseits interpretiert Religion die Tora (oder Bibel) wortwörtlich, ohne zu verstehen, dass die Texte der Tora kabbalistisch sind.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum sind die Affen nicht von den Bäumen heruntergestiegen?
Blog-post: Die Kabbala erklärt die Entstehung der Materie, des Universums und der Menschen
Artikel: Kabbala als eine moderne Wissenschaft
Booklet: Die verborgene Bedeutung der Bibel
Baal Hasulam: Artikel zum Abschluss des Buches Sohar

Eine neue Studie zeigt, dass Jugendliche vom Internet profitieren

In den Nachrichten (aus McArthur Foundation): „Eine neue Studie zeigt, dass für Jugendliche die Zeit wichtig ist, die sie online verbringen.“ Es gibt Mythen über Kinder, die ihre Zeit online verbringen – dass es gefährlich sei oder sie faul macht. Aber wir haben herausgefunden, dass es für junge Leute wesentlich ist, Zeit online zu verbringen, um gesellschaftliche und technische Fähigkeiten aufzunehmen, die sie brauchen, um im digitalen Zeitalter kompetente Bürger zu sein.

Mein Kommentar: Dieser positive Effekt kommt überhaupt nicht vom unbelebten Internet-Netzwerk oder von der Kommunikation, die meistens dumm und gegenstandslos ist, sondern von der Übereinstimmung mit dem Naturgesetz, das uns zur Globalisierung und Integration treibt.

Wenn das World Wide Web Elemente von authentischer Kooperation einbezieht, wie Spiele, die auf ein Miteinander, anstatt auf virtueller Gewalt basieren und die korrigierte Welt simulieren (selbst für eine egoistische Belohnung – Lo Lishma), dann werden wir vorankommen und den Nutzen der Kooperation enthüllen. Dann, entsprechend der Regel „die Gewohnheit wird zur zweiten Natur“ (Ergel Naase Teva Sheni), werden wir der jungen Generation helfen, in Richtung der Eigenschaft der Natur voranzuschreiten – Geben und Liebe (Lishma).

Verwandtes Material:
Blog-post: Technische Verbindungen sind dazu da, um unsere inneren Verbindungen zu korrigieren
Blog-post: Jetzt kann man sich via Internet an Wahrnehmungen beteiligen
Kabbala Heute Artikel: Bist du verbunden?

Führende Analysten erkennen nun: Die globale Krise verlangt eine globale Lösung


In den Nachrichten (aus dem Russischen Utro.ru) „Der Dollar wird abschwächen aber nicht aufgeben“ Die gegenwärtige Krise unterscheidet sich von den vorangegangenen, weil sie nicht zyklisch, sondern durch das System bedingt ist. Daher werden globale Veränderungen auf der Ebene der internationalen Finanz-, Wirtschafts- und Sozialsysteme die Folge sein. Die Globalisierung ist ein Faktor, der vorher nicht vorhanden war und der eine normale, lokale Krise in eine globale Krise verwandelt. Weil das Finanzsystem global geworden ist, sollte es nicht auf nationaler, sondern auf globaler Ebene reguliert werden.

Mein Kommentar: Die Meinungen der führenden Analysten nähern sich mehr und mehr dem Standpunkt der Kabbala. Die Menschen müssen jedoch nach wie vor die Definition folgender Konzepte ausarbeiten: die Globalisierung, integrale Systeme, das Gesetz der vollkommenen gegenseitigen Abhängigkeit und der Verantwortung füreinander, die Bedingungen für eine Äquivalenz zur Natur, der Egoismus als Ursache für alles Übel und das Geben und die Liebe zu allen Wesen des Planeten als endgültiges Ziel der menschlichen Entwicklung. Für die Korrektur des Egoismus in unserer Welt gibt es ausschließlich die Methode der Kabbala.

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Blog-post: Großbritanniens Premier Grodon Brown legt einen Plan für die erste globale Gesellschaft vor
Blog-post: Nur ein Wandel unserer inneren Haltung kann uns aus der Rezession führen

Das Programm, aus der Krise herauszukommen


Eine Frage, die ich erhielt: Welches Programm, um aus der Krise herauszukommen, würden Sie den G-20 Teilnehmern vorschlagen?

Meine Antwort: Hier sind die zwei grundlegenden Konzepte unseres Programms:

1) Den Menschen klare Kenntnis der Tatsache vermitteln, dass wir in einer Zeit leben, in der wir nicht überleben können, ohne uns mit allen Bewohnern der Welt zu verbinden.

2) Die Hauptprinzipien der Kabbala auf einer Basisstufe erklären: Was ist Vereinigung, wie können wir uns durch gegenseitiges Geben vereinen, was ist notwendig für uns, was ist die gerechte Verteilung der lebensnotwendigen Dinge, und so weiter.

Allmählich, Schritt für Schritt, werden die Menschen lernen, wie die neuen Verbindungen geschaffen werden, während die gesamte Produktion und Industrie aufrechterhalten werden. Der Weg, das zu tun, ist für die Menschen der, für sich nur zu behalten, was lebensnotwendig ist und den Überschuss gleichmäßig an die ganze Welt zu verteilen.

Es sollte damit begonnen werden, diese Handlungen zumindest in einem Teil der Welt einzuführen und wer immer daran teilnehmen möchte, wird es tun und wer nicht will, wird es nicht tun. Sobald die Menschheit beginnt, sich in diese Richtung zu bewegen, wird sie eine freundliche Haltung von der Natur spüren, weil sie in Übereinstimmung mit den Gesetzen der Natur handeln wird. Und weil die Menschheit harmonisch mit diesen Gesetzen umgehen wird, wird jede Bemühung positive Ergebnisse hervorbringen. Schritt für Schritt, indem die Welt diesen neuen Empfindungen und dem Wissen folgt, wird sie vorankommen.
(Aus dem Unterricht über Baal HaSulams Artikel „Ein Gebot“, am 08.03.2009)

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Helm auf und rein in den Traumurlaub – Vom Wohnzimmersofa aus


In den Nachrichten (Daily Mail): „Die Kopfhörer, die alle fünf Sinne nachahmen und die virtuelle Welt so echt wirken lassen, wie das Leben.“ Britische Wissenschaftler haben einen Helm für virtuelle Realität entwickelt, Virtual Cocoon genannt, der die Bilder, Gerüche, Klänge und sogar den Geschmack fern liegender Orte erzeugt. Er stimuliert die Sinne auf so überzeugende Weise, dass man die Erfahrung „Real Virtuality“ (Echte Virtualität) nennt.“

Der Helm, der die virtuelle Realität erzeugt, regt alle fünf Sinne an, während der Beobachter auf dem Sofa sitzt. Das Gerät ermöglicht den Benutzern, vom Sofa aus, Orte wie die Masai Mara in Kenia lebensecht zu erfahren. Man kann auch den Duft einer blühenden Alpenwiese oder die Wärme der karibischen Sonne auf dem Gesicht erleben.

Kommentar: Der Kabbala zufolge, ist das Einzige außerhalb von uns Existierende, das direkte Höhere Licht. Es ist dieses Licht, das unsere fünf Sinne beeinflusst: Es dringt durch unsere Eigenschaften hindurch und erzeugt so ein Bild, das den Unterschied zwischen uns und dem Licht darstellt. Dieses Bild nehmen wir als „ich“ und „die Welt „ wahr.

Wir besitzen jedoch die Fähigkeit, die Eigenschaft zu Geben und der Liebe zu entwickeln, die dann dem Umgebenden Licht ähnlich sein wird. Dann werden wir, statt dem Licht entgegengesetzt zu sein, beginnen, unsere Gleichwertigkeit zu ihm zu fühlen. Dieses Bild wird „die Höhere Welt“ genannt. Die Kabbala ist die Methode, die uns befähigt, eine Eigenschaft zu erwerben, die der des Lichtes ähnlich ist. In dem Maße, wie jemand diese Eigenschaft erwirbt, wird er wie das Licht.

Kabbala Akademie

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Das modernde Russische Reich

Hier zwei Fragen, die ich zum gegenwärtigen Zustand der russischen Regierung erhielt:

Frage: Wie ist eine Einheit der russischen Regierung und des russischen Volkes möglich, wenn es nicht genügend Ressourcen gibt, um die ganze Bevölkerung zu versorgen?

Meine Antwort: Die Regierung sollte den Menschen das wahre System erklären, das in der Welt und in der Menschheit wirkt, die Globalität dieses Systems und die vollkommene gegenseitige Abhängigkeit aller Menschen. Sie muss dann über das allen Menschen gemeinsame Ziel sprechen – unserer gemeinsamen Aufgabe als menschliche Wesen. Sie muss auch erklären, dass wir dies nur gemeinsam erreichen können, indem wir den richtigen Weg gehen und an unserer eigenen Korrektur mitwirken; indem wir der Natur ähnlich werden, statt den Zustand der Liebe und des Gebens an den Nächsten auf dem Weg des Leidens zu erreichen.

Wenn Sie diese Botschaft an das russische Volk richten, werden Sie sehen, dass sie Sie besser verstehen werden als irgendjemand sonst. Das liegt daran, dass das russische Volk historisch gesehen, mehr gelitten hat, als jedes andere Volk.

Es sucht nach seinem Platz in der Welt, unter den anderen Nationen und hat ihn noch nicht gefunden. Deshalb wird das russische Volk Ihnen folgen. Sie müssen ihm aber die Wahrheit sagen, und ihr trotz aller Widrigkeiten treu bleiben. Sonst werden die Gegner dieser Idee Sie zerstören.

Eine Meinung eines Professors für internationale Angelegenheiten an der The New School, New York City.
Das modernde russische Reich“ (Auszüge):

Das Problem Russlands ist es, dass sich der Staat entwickelt, nicht aber die Gesellschaft. Die heutigen demokratischen Strukturen sind genauso unterentwickelt, wie sie es zur Zeit Peter des Großen waren. (…) Der Nutzen für die Menschen wird dem Nutzen des Landes geopfert. Und die Menschen selbst glauben, dass sie bereit sein müssen ihre Freiheiten für die Größe des Landes herzugeben.

Mit einer bemerkenswerten Beständigkeit, besteht (Russland) darauf seine globale Rolle, im Sinne einer einzigartigen und besonderen Nation, selbst zu definieren. Das Russland unter Putin fühlt, dass es sich Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen, ja Militanz leisten kann, weil es sich nach wie vor, vor dem trügerischen Westen schützen muss, der Russlands Niedergang anstrebt.

Das Symbol des „doppelten Adlers“, mit den nach Osten und Westen schauenden Köpfen – ursprünglich im Russland zur Zeit des byzantinischen Untergangs verwendet- wurde nach 1991erneut als Symbol des Staates eingesetzt.

Für Putin bleibt Moskau „das Dritte Rom“ für das es sich im Jahre 1472 erklärte. Die nicht so feinsinnige Idee hinter all dieser Byzanz – Nostalgie, ist die dass Russland nur im Gegensatz zum Westen existieren kann (und sollte), der einst das Byzantinische Reich hasste und heute Russland, den geistigen Erben, hasst. Wie Stalin glaubt jedoch auch Putin, dass Russland nur dann ein Mitglied im Club der mächtigsten Nationen der Welt sein kann, wenn es Härte zeigt. So folgt Putin tatsächlich der traditionellen Denkweise der meisten russischen Herrscher: Furcht ist Respekt gleichzustellen, oder übertrifft diesen sogar…. „ Ich beziehe mich auf Russlands Einschüchterung seiner unabhängigen Nachbarstaaten, auf die Benutzung von Öl und Gas als politisches Druckmittel,“ erklärt Condoleeza Rice.

„Das sich aus diesem Verhaltensmuster ergebende Bild ist das eines Russlands, das sich national immer autoritärer und auf internationaler Ebene immer aggressiver verhält,“ so Rice. (…) Wenn Moskaus Anti-Westen-Paranoia und die byzantinischen Fantasien die nächsten 15 bis 25 Jahre fortdauern, werden beide Kräfte China zugute kommen, der neuen globalen Supermacht, die den ganzen Fernen Osten und Sibirien vereinnahmt. Ein stark geschwächtes Russland wird dann auch den Nördlichen Kaukasus und die Wolga-Region an die wachsende muslimische Bevölkerung verlieren und Kaliningrad wird wieder einmal das deutsche Königsberg werden. Russland wird seine 11 Zeitzonen verlieren und keinerlei Anspruch mehr darauf haben, Großrussland zu sein.

Frage: Von welcher „guten alten Zeit „ sprechen Sie denn? Einer Welt ohne Selbstbestimmung, wo autokratische Regime bestimmen, was wir zu tun haben? Einer Welt in der die eigene Zukunft durch die Geburt bestimmt wird, ganz gleich wie hart man auch arbeitet? Es hat noch nie eine Welt gegeben, wo so viele Menschen die Freiheit der Wahl haben. Ist es eine perfekte Welt? Natürlich nicht. Wir müssen immer den menschlichen Faktor einkalkulieren, der per se nicht perfekt ist.

Meine Antwort: So sieht jeder heutzutage die Welt. Es ist unsere alte, vertraute und einfache Welt.

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