Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Geben'

Das Licht des Schöpfers ist grenzenlos

Zwei Fragen, die ich über den Schöpfer erhielt:

Frage: Können individuelle Seelen die Ebene der Einheit mit dem Schöpfer erreichen oder ist dies nur mit Hilfe aller anderen Seelen möglich?

Meine Antwort: Sich mit dem Schöpfer zu vereinigen, bedeutet Ihm gleich zu sein. Denn Er ist das Verlangen zu geben und zu lieben. Eine Person erreicht Vereinigung mit Ihm in dem Maße, wie sie die gleiche Eigenschaft oder das gleiche Verlangen erlangt. Das Verlangen (oder die Eigenschaft) zu schenken und zu lieben, die sich in einer Person enwickelt, wird Seele genannt.

Frage: Warum wird der Schöpfer als Licht oder Genuss charakterisiert? Macht Ihn das nicht begrenzt oder unvollkommen?

Meine Antwort: Alle Begrenzungen existieren lediglich in unserem Begehren, das Licht zu empfangen, wohingegen das Licht Selbst unbegrenzt ist.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:
Blog-post: Seine Unerreichbarkeit im Geist eines Kabbalisten
Blog-post: Der Name des Schöpfers bedeutet „Komm und siehe“ (Fortgeschritten)
Blog-post: Gleichheit und Individualität schließen einander nicht aus

Gegenseitige Bürgschaft ist der einzig effektive Regulator

Eine Frage, die ich erhielt: Es ist mittlerweile von politischen Führern wie Großbritanniens Gordon Brown, Amerikas Barack Obama und vielen anderen anerkannt, dass eine geschriebene Vereinbarung in sich selbst ungenügend ist und als Ergänzung Respekt benötigt. Die Frage ist, wo man einen Regulator finden kann, der die Gesinnung der Menschen zu einer Abmachung ändern kann?

Meine Antwort: Oftmals habe ich bereits über die Tatsache gesprochen, dass ein Mensch von Gutherzigkeit zu größerer Gutherzigkeit aufsteigt, unter dem Einfluss der Gesellschaft, der Empfindung von Scham und der Erkenntnis, dass er keine andere Wahl hat, als in einer bestimmten Art und Weise zu handeln.

Meine Gesellschaft gibt mir das Gefühl, dass ich wertlos bin, wenn ich nicht zu einem Zustand aufsteige, den sie als besser erachtet. Somit ist die öffentliche Meinung der Faktor, der Dinge verändern kann.

Die öffentliche Meinung ist wiederum eine Konsequenz der Erziehung. Demzufolge muss der Prozess der Korrektur mit der richtigen Erziehung beginnen. Das ist der einzige Weg, auf dem wir die Empfindung der gegenseitigen Abhängigkeit erreichen können.

Wenn Menschen erkennen, dass ein Mangel an Zusammenhalt unter ihnen gleichbedeutend ist mit Nahrungsknappheit, dann werden sie auch sehen, dass die gegenseitige Wechselbeziehung die einzige Sache ist, die uns retten kann. Die Menschen werden zu dieser Einsicht durch den Einfluss der Schicksalsschläge der Natur gelangen.

Wir sollten einsehen, dass alles nur davon abhängt, ob wir dem Gesetz der gegenseitigen Bürgschaft folgen, das derzeit der Welt offenbart wird. Wenn jedermann dies eingesehen hat, dann wird die Gesellschaft von allen ihren Mitgliedern verlangen, diesem Gesetz zu folgen. Die Menschen werden dies einfach voneinander erwarten.

Zusätzlich zu den Schicksalsschlägen, die uns von oben – von der Natur gegeben werden, sollten wir unseren Teil dazu beitragen und das Wissen über die Entwicklung des Egoismus und das Ziel dieser Entwicklung verbreiten – um uns zu vereinigen.

Die Kraft der gegenseitigen Bürgschaft ermöglicht es jedem Menschen, seinen eigenen Egoismus abzulehnen und über ihn hinaus aufzusteigen. Auf diese Weise erlangen wir alle ein gemeinsames Verlangen zu geben. Und aufgrund der Eigenschaft des Gebens, die wir erlangen, erreichen wir ewige, perfekte Existenz (siehe den Abschnitt über „Wahrnehmung“).

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:
Blog-post: Die ganze Welt muss die neuen Gesetze der globalen Welt lernen
Blog-post: Wie man eine erfolgreiche Beziehung sicher stellt
Blog-post: Die öffentliche Meinung muss durch eine Erziehung über das Gute verändert werden
Baal HaSulam Artikel: „Die Bürgschaft (Arwut)“

 

Was ist der Unterschied zwischen Geld und wahrer Erfüllung?

Eine Frage, die ich erhielt: Die Gleichheit, die Sie beschreiben, sieht mehr nach Beengung aus. Wenn jedermann das Gleiche wie alle anderen empfangen würde, dann würde das die Bereitwilligkeit der Menschen unterdrücken, anderen mehr zu geben. Wozu wäre das wohl gut?

Meine Antwort: Der Mensch lebt innerhalb des Willens zu empfangen, um erfüllt zu werden. Dieses Verlangen ist das Wesen der Schöpfung, das Einzige, was geschaffen wurde und was sich nicht ändert. Was sich ändert, sind die Absicht, der Zweck oder wie man dieses Verlangen einsetzt – „um meinetwillen“ oder „um der anderen willen“.

Sagen wir, ich hätte einen achtstelligen Dollarbetrag auf der Bank. Was mich dabei zufriedenstellt, ist das Gefühl, dass ich viel Geld habe, nicht das Geld an sich. Es vermittelt mir ein Gefühl von Macht und Vertrauen, mit dem ich der Zukunft entgegensehen und die Gegenwart betrachten kann. Das Verlangen des Menschen kann jedoch nicht mit den Dollars selbst erfüllt werden.

Unsere Verlangen sind von der Natur in uns angelegt und es gibt zweierlei Arten:

* Körperliche Verlangen – nach Essen, Sex und Familie
* Gesellschaftliche Verlangen – nach Reichtum, Erfolg, Macht und Wissen.

Wenn jemand Anerkennung, Ehre und Lob von der Gesellschaft erhält und seine Kinder auf ihn stolz sind (anstelle zu hören, dass ihr Vater von der Gesellschaft verachtet wird), wäre das dann nicht Anstoss genug für diesen Menschen, nur für den Nutzen der Gesellschaft zu arbeiten?

Ein wahrer Experte sieht seinen Job als Kunst an, als ein Handwerk. Er macht seine Arbeit, damit er gute Resultate erzielt und nicht um Belohnung zu erhalten. So erfüllt er seine Verlangen.

Was bisher gemacht wurde, ist die Wünsche der Menschen in das Verlangen nach Geld „einzuwickeln“. Daher kommt auch das Wort Geld – „bedecken“ oder „Schirm“ (aus dem Hebräischen Kessef – Geld, was aus der Wurzel Kissui – bedecken herstammt).

Geld ist jedoch nur eine provisorische Maßeinheit für die Erfüllung des Verlangens.

Die jetzige Krise wird alle oberflächlichen Arten von Ersatz eliminieren und nur die reine Erfüllung übrig lassen. Und was ist diese? Es ist die Befriedigung, die aus dem Geben kommt. Dies ist die einzige Erfüllung, die niemals verschwindet und gänzlich von der Gesellschaft unterstützt wird.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:
Blog-post: In der neuen Welt werden wir darum wetteifern, anderen zu geben
Blog-post: Das Rezept für ewiges Leben
Blog-post: Die Entwicklung der Reschimot in der Geschichte

Mit der Welt spielen


Nachrichtenreport (aus End Game the Movie): „Sie wollen dich tot“ – Für die neue Weltordnung ist eine Weltregierung gerade erst der Anfang. Einmal etabliert, können sie ihren Plan aktivieren und 80% der Weltbevölkerung ausrotten, während sie die „Eliten“ dazu befähigen, mit Hilfe fortgeschrittener Technik für ewig zu leben … Zum ersten Mal enthüllte der kämpferische Regisseur Alex Jones ihre geheimen Pläne für die Ausrottung der Menschheit. Jones zeichnet die Geschichte des blutigen Aufstiegs der globalen Elite zur Macht auf und gibt preis, wie sie Diktatoren unterstützt und die blutigsten Kriege finanziert haben – Ordnung wird aus dem Chaos kreiert, um den Weg für die erste wirkliche Weltherrschaft zu ebnen.

Mein Kommentar: Es gibt viele Verschwörungstheorien, die im Umlauf sind. Jedoch ist die Antwort für alle von ihnen gleich: Niemand in unserer Welt ist fähig, irgendetwas unabhängig voneinander zu tun. Alles ist festgelegt gemäß der Formel unserer Gleichheit zur Natur (dem Schöpfer). Das ist der Ursprung für alle Veränderungen, die in und um uns herum geschehen. Und es gibt lediglich ein Ziel für sie alle: Damit wir dem Schöpfer – der Eigenschaft der Liebe und des Gebens gleich werden. Es gibt keine einzige Person oder Gruppe in der Welt, die in irgendeiner Hinsicht Entscheidungsträger ist. Alles was wir tun können, ist entweder diese Gleichheit zu fördern oder zu unterbrechen, und dadurch den Prozess zu beschleunigen oder zu verzögern. Was die Freimaurer oder andere solche Gruppen betrifft, lasst sie mit ihren Spielen weitermachen, wie sie wollen.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Freimaurer fürchten die Kabbala
Artikel: Erkenntnis der Einheit der Schöpfung
Baal HaSulam: Einführung zum Buch Sohar, Punkt 4

Die Fähigkeit der rechten Seite


In den Nachrichten ( aus LiveScience): „Die meisten Menschen bevorzugen das rechte Ohr zum Hören“ – Die meisten Menschen ziehen es vor, während der Tagesverrichtungen über das rechte Ohr angesprochen zu werden und gewähren eher eine Gefälligkeit, wenn die Anfrage im rechten Ohr empfangen wird anstatt im linken, behaupten neue Forschungen … wir hören wirklich Informationen besser mit dem rechten Ohr, sagte Luca Tommasi von der „Gabriele d’Annunzio“ Universität in Chiety, Italien … Die linke Gehirnhälfte ist mehr an der Sprachverarbeitung beteiligt, was den bevorzugten Gebrauch des rechten (wechselseitigen) Ohrs rechtfertigt, um im täglichen Geschehen zuzuhören, führte er aus.

Mein Kommentar: Die Kabbala erklärt, dass man immer von rechts beginnen soll. Der rechte Teil der Natur ist Geben, während der linke Empfangen ist. Wenn du um etwas bittest, sprich in das rechte Ohr der Person!

Nachdem man bei der rechten Seite begonnen hat, wendet man sich zur linken: Nach dem Erfassen der Kraft der rechten gebenden Seite, kann man sich zur linken Seite wenden, um den Egoismus der linken Seite zu korrigieren.

Alles sollte von rechts nach links gemacht werden.

Verwandtes Material:
Shamati #148: Es gibt die Analyse von bitter und süß, Wahrheit und Lüge

Die spirituelle Wurzel der Medizin


Eine Frage, die ich erhielt: Wenn wir die gesamte Welt dazu bringen könnten, für einen Tag ein Spiel zu spielen, bei dem jeder nichts anderes tut, als zu geben, dann würde die Menschheit das Gefühl dafür bekommen, was das Geben bedeutet. Würde diese Handlung genug Licht anziehen, um uns zu korrigieren?

Mein Antwort: Jeder Arzt weiß, dass es fast keine Medizin gibt, die sofort hilft.
Dies kann nur durch ein Wunder, aber nicht durch vom Menschen hergestellte Medizin geschehen.

Ein Mensch kann einen Tropfen Gift einnehmen und daran sterben oder er kann es zur Herstellung von Medizin verwenden. Es ist kein Zufall, dass das medizinische Symbol die Schlange ist.
Jedermann weiß, dass jede Medizin Gift ist. Wenn Gift als Medizin verwendet wird, nimmt man es in kleinen Mengen und über längere Zeit hinweg, bis der Mensch geheilt ist. Dies ist das Gesetz zur Korrektur des tierischen Körpers, und das Gleiche gilt für die Korrektur der Seele.

Wie kommt es, dass ein Mensch auf der Stelle durch einen Tropfen Gift sterben kann, es aber monatelang einnehmen muss, um geheilt zu werden? Dies ist die Folge eines spirituellen Vorgangs: dem Zerbrechen der einheitlichen Seele in Teile. Dieses Zerbrechen geschah von Oben und hat sofortige Auswirkungen, wohingegen die Korrektur, die Wiedervereinigung und die Heilung Schritt für Schritt verlaufen und von uns abhängen.

Warum geschah das Zerbrechen der Seelen und der Bedarf nach Korrektur noch vor unserem Eintritt in die Welt? Damit wir während unserer Korrektur den Zweck, Vorgang und das Ziel der Schöpfung erhellen und uns dabei dem Schöpfer – der Höheren Macht der Natur angleichen.

Und da jeder Mensch Gleichheit mit dem Schöpfer (Bore auf hebr. Bo = komm und Re = sieh) erlangen muss, dauert dieser Vorgang so lange, nämlich 6000 Jahre, vom ersten Erlangen Adams bis zum letzten.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Zeit ist gekommen, bei uns selbst ein „Upgrade“ durchzuführen
Blog-post: Ein Blick hinter die Kulissen der Show, die „Leben“ genannt wird
Baal HaSulam Artikel: Einführung zu Talmud Esser HaSfirot, Punkt 3

Können diejenigen, die leiden, die Welt retten?


Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann jemand, der sich schlecht fühlt und unter der Krise leidet, zur Botschaft und Methode gelangen, um zu werden wie Gott? Schließlich fragen Sie eine arme Person auch nicht um Rat, wie man Geld macht!

Meine Antwort: Eine Person, die sich schlecht fühlt, hat die Methode der Korrektur nicht. Ansonsten würde sie sich gut fühlen. Tatsächlich hängt die Korrektur der Welt völlig davon ab, wie wir uns innerlich fühlen.

Wenn eine Person jedoch weiß, dass dieses Leiden mit ihrem Mangel an Korrektur, dem Übergang vom Egoismus zum Geben, in Beziehung steht, dann muss sie diese Erkenntnisse teilen und mit anderen fühlen.

Deshalb ist es jedermanns Aufgabe und Verpflichtung, diese Weisheit an alle zu verbreiten.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Verwandtes Material:
Kabbala Verbreitung


Was ist die Seele?

Eine Frage, die ich erhielt: Sie behaupten, dass unsere Seele die Beschaffenheit der Welt bedingt, was voraussetzt, dass wir viel Weisheit und Erfahrung besitzen. Andererseits sagen Sie, dass wir wie Tiere seien und dass nichts von uns übrig bleibt, wenn unser Körper stirbt. Was sagt das über unsere weise Seele aus, die ihre zukünftigen Inkarnationen verursacht?

Meine Antwort: Die Seele ist die Eigenschaft des Gebens. Wenn Sie diese Eigenschaft durch das Studium der Kabbala in diesem Leben erlangt haben, dann haben Sie eine Seele und fühlen Ihre ewige Existenz durch sie. Wenn Sie dies nicht erlangt haben, werden Sie zu dieser Welt zurückkehren müssen, um es zu tun.

 

Der Name des Schöpfers bedeutet “Komm und siehe” (Fortgeschritten)


Der Schöpfer ist die Eigenschaft des Gebens, die sich im korrigierten Verlangen des Menschen offenbart, in seiner Absicht zu geben. Wir haben nur eine Aufgabe und die ist, diese Absicht in der Verbindung unter uns zu entwickeln.

Auf Hebräisch heißt der Schöpfer „Boreh“, was aus den Worten Bo – „komm“ – und Reh – „siehe“ – zusammengesetzt ist. Was bedeutet das nun? „Kommen“ bedeutet, dass man sein Verlangen von Empfangen zu Geben umwandelt. Dann wird das Verlangen zu geben, das man erlangt hat (oder das Verlangen zu geben, um zu geben, Galgalta we Ejnaim) und zu lieben (empfangen um zu geben, ACHaP) unsere Erlangung und Enthüllung des Schöpfers.

Um es anders zu sagen, ist der Schöpfer die Kraft, die uns miteinander verbindet. Darum ist es die Verbindung unter uns, die den Schöpfer unter uns enthüllt. Wenn wir uns in gegenseitiger Liebe verbinden, dann werden wir die Kraft des Gebens in uns spüren. Dies ist die Kraft des Schöpfers, die unter uns enthüllt wird.

Der Schöpfer ist die Kraft, die uns miteinander verbindet. Das Höhere Licht hat uns mit der Kraft versehen, uns gegenseitig zu geben und dadurch und durch das Kennenlernen der Höheren Kraft, erreichen wir den Schöpfer. Wie geschieht das?

Indem wir uns gegenseitig geben, erreichen wir die Eigenschaft des Gebens und dadurch die Quelle der gebenden Kraft, weil sie ihren höheren Ursprung enthält, Keter. So wird in uns oder in unserem Verlangen der Schöpfer enthüllt. Er enthüllt sich im oberen Teil des Kli, und diese Enthüllung wird daher „eine Enthüllung von oben“ genannt. Diese Enthüllung geschieht in Keter in Verbindung zum unteren Teil des Kli, Malchut.

Aus diesem Grund nennen die Kabbalisten Ihn
Bo-reh„, „Komm und sieh“. Wenn jemand von unten nach oben mithilfe des Reflektierten Lichtes aufsteigt, so steigt man auch aus seiner Natur heraus – „dem Willen zu empfangen“ zur Natur des Schöpfers – „dem Willen zu geben“. Dann erhält man die vollständigen Zehn Sfirot des Direkten Lichtes. Man erhält sowohl die Einstellung des Schöpfers zu Ihm sowie den Schöpfer selbst – die Wurzel von allem.

Es stellt sich heraus, dass es neben der eigenen Seele (die aus Zehn Sfirot besteht), nichts weiter zu enthüllen gibt. Nur dies wurde erschaffen und man spürt den Schöpfer innerhalb dieser Schöpfung.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Über Leben, Tod und die Seele
Blog-Post: Unsere einzige Wahl ist es, die richtige Umgebung zu wählen
 

Warum ist es leichter, Sushi zu lieben als seinen Nächsten zu lieben?


Eine Frage, die ich erhielt: Man muss keine Anstrengung unternehmen, um Sushi oder sein Kind zu lieben. Warum ist es so, dass man, um seinen Nächsten zu lieben, durch einen so schwierigen, aufwendigen und langen Prozess gehen muss?

Meine Antwort: Wenn wir unser egoistisches Verlangen befriedigen, funktionieren wir instinktiv: wir lieben uns selbst und alles was uns gehört, und wir lehnen alles ab, was fremd ist, weil wir spüren, dass es fern von uns ist und nicht zu uns gehört. Diese Empfindung des Unterschieds zwischen „mein“ und „dem Rest“ wurde in uns erschaffen, um uns erkennen zu lassen, dass wir zur ganzen Welt und zum Schöpfer entgegengesetzt sind. Die Offenbarung dieser Tatsache wird die Offenbarung der „zerbrochenen gemeinsamen Seele“ genannt.

Wenn der Schöpfer für eine Person klar offenbart wäre, würde die Person ihrer Entscheidungsfreiheit, jeglicher freier Verlangen, Gedanken und Handlungen beraubt sein. Sie würde vor dem Schöpfer vollständig annulliert sein. Damit der Mensch Gleichheit mit dem Schöpfer erlangt, der die Eigenschaft des Gebens ist, muss er in einem Zustand beginnen, in dem der Schöpfer für die Person verborgen ist. Allerdings benötigt man dann anstelle des Schöpfers ein anderes Vorbild oder Modell der Eigenschaft des Gebens und der Liebe.

Um diese Gelegenheit für uns zu erschaffen, um zur Gleichheit mit dem Schöpfer zu gelangen, während Er verborgen ist, zerbrach die einzelne Seele von Adam HaRishon in individuelle Seelen. Als Resultat dieses Auseinanderbrechens bildet sich jetzt jede Seele ein, außerhalb der anderen zu sein und fühlt sich durch ihren Egoismus von ihnen abgestoßen. Und wenn eine Seele ihren Egoismus korrigiert – ihr Getrenntsein von den anderen Seelen, erreicht sie die Eigenschaft von Geben und Geichheit mit dem Schöpfer. Das ist das Ziel der Schöpfung.

Demzufolge sollten wir nicht danach streben irgendeine unserer Handlungen zu korrigieren, sondern lediglich unsere Einstellung zu den anderen. Es steht geschrieben, „Man kommt von der Liebe zum Nächsten zur Liebe zum Schöpfer.“ Auf diese Weise korrigieren wir unsere Seele und erreichen das Ziel der Schöpfung. Folglich ist „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ das allgemeine Gesetz der Welt (der Tora), und die anderen Gesetze sind besondere Fassungen dieses Gesetzes.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie kann man andere lieben?
Blog-post: Die Menschheit betritt eine neue Stufe
Blog-post: Wir kommen dem Gesetz der universalen Verbindung näher
Blog-post: Eine globale Welt ist eine Welt der Liebe
Rabash-Shlavey HaSulam: Das Ziel der Gemeinschaft 1