Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Das Erbe der Grossen Seelen gehört uns

Sich im egoistischen Verlangen zu befinden, heißt, das Werkzeug zu entbehren, um die Eigenschaft des Egoismus in die Eigenschaft des Schöpfers umzuwandeln.

Das Höhere Licht, die wirkliche Eigenschaft des Schöpfers, ist die besondere Kraft, die uns umgestaltet.

Aber es tut dies nur in Verbindung mit unserem Verlangen, unsere Eigenschaften von egoistisch in altruistisch zu ändern. Es muss ein wahres Verlangen sein, das heißt, es muss von Herzen kommen und nicht von Worten oder Tränen.

Ein solch authentisches Verlangen zur Veränderung zu erreichen, begründet unsere gesamte Arbeit an uns selbst in diesem Leben. Jene, die diesen Prozess der Transformation ihres egoistischen Verlangens in das Verlangen zu geben durchlebt haben, erzählen uns darüber in ihren Büchern.

Genauso wie in unserer Welt, die Eltern alle notwendigen Bedingungen für Babies und ihre Entwicklung bereitstellen, so haben die Kabbalisten alles Notwendige für unsere geistige Entwicklung bereitgestellt. Sie haben sich bereits im Laufe der Jahrhunderte zu einer einzigen großen Seele vereinigt und unsere zukünftige Welt vorbereitet – und sie warten dort auf uns.

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Der Glaube ist ein Gefäß des Gebens

Frage: Was bedeutet es, dass Glaube ein Gefäß des Gebens darstellt?

Antwort: Der Glaube ist die Eigenschaft des Gebens, welches die Eigenschaft von Bina ist. Es gibt einen einfachen Glauben und einen absoluten Glauben („Emuna Schlema“), der sich mit einem vollkommenen Wissen füllt.

Das bedeutet, dass Glaube kein Endzustand ist. Er ist ein Werkzeug für die Erlangung des Schöpfers und darin wird Er als das Licht offenbart. Es erfüllt den Mensch und die ganze Schöpfung in allen Welten, über alle Zeiten und Einschränkungen hinweg.

Das reflektierende Licht (or choser) muss gegenüber dem direkten Licht (or yashar) gleich sein.

Frage: Kann man die Eigenschaft des Gebens, den Glauben durch den Wunsch danach erreichen?

Antwort: Ja, ich möchte nicht nur sagen: „Ich glaube“, sondern auch die Eigenschaft des Glaubens erreichen. Es muss viel daran gearbeitet werden. Unser ganzer Weg ist die Erlangung der Eigenschaft des Glaubens, bzw. des reflektierenden Lichts. Es schließt sich alles, inklusive der Liebe, in diese Eigenschaft ein.

Wenn das gesamte Licht in die Eigenschaft des Glaubens, des Gebens in einem Menschen eintritt, d.h. das direkte Licht kleidet sich in das reflektierende Licht ein, dann ist die Liebe die nächste verborgene Stufe. Dies wird nur in der Gruppe verwirklicht, ansonsten ist man nicht in der Lage eine einzige Bewegung oder Handlung durchzuführen.

Aus der TV-Sendung „Die letzte Generation“, 22.03.2018

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Ist der Frieden zwischen Mann und Frau möglich?

RABASH, Band 3, Artikel „Verschiedene Zustände“: „Wenn ein Mann und eine Frau würdig sind, so herrscht die Shechina zwischen ihnen“.

Man sollte fragen: stehen sie nicht einander gegenüber? Und wie ist es möglich, dass zwischen ihnen Frieden herrscht?

Doch genau dann, wenn der Mensch würdig ist, d.h. das Empfangen ins Geben verwandelt, was „Empfangen um des Geben willen“ bedeutet, herrscht der Frieden zwischen ihnen.

Sonst gibt es keine Einigung zwischen ihnen: der Eine unterwirft sich einfach dem Anderen und die Kategorie der Unterwerfung gehört nicht zur Liebe und Vollkommenheit, weil der Unterworfene immer darauf wartet, die Macht wieder zu erlangen.

In der Wissenschaft der Kabbala verkörpert der weibliche Teil das Empfangen und der männliche Teil das Geben. In jeder Seele gibt es einen männlichen und einen weiblichen Teil, die Kraft des Empfangen und die Kraft des Geben, das Verlangen zu genießen und den Schirm, und sie müssen ausbalanciert sein.

Das Verlangen zu genießen, die weibliche Kraft ist die Hauptkraft, die Schöpfung, doch darüber muss es einen Schirm geben, und der Schirm ist die männliche Kraft.

Wenn diese Kräfte sich im Gleichgewicht befinden, dann bedeutet das: Mann, Frau und die Shechina, die Kraft des Schöpfers, zwischen ihnen.

Sie arbeiten mit dem höheren Licht, dem Schöpfer, zusammen und es erfüllt sie mit Hilfe von Siwug de Hakaa (Paarung durch Schlag). Es entsteht eine Verbindung dieser drei Kräfte: von Mann, Frau und dem höheren Licht, welches das Kli ausfüllt.

In unserer Welt ist die Kraft des Schöpfers jedoch verborgen, Männer und Frauen existieren getrennt voneinander, niemand verpflichtet sie, sich zu vereinen und wir können keine Verbindung zwischen ihnen feststellen.

Wenn wir nach dem Licht, nach der Kraft des Schöpfers streben, werden Männer und Frauen, gezwungen sich zu verbinden, weil wir ohne die richtige Verbindung zwischen uns den Schöpfer nicht enthüllen können.

„Mann und Frau und die Shechina (die göttliche Anwesenheit) zwischen ihnen“ – auf diese Weise müssen wir gezwungenermaßen zur richtigen Verbindung zwischen Mann und Frau kommen, damit sich die höhere Welt zwischen ihnen enthüllt.

Frage: Was bedeutet, zur richtigen Verbindung zu kommen?

Antwort: Ein Mann und eine Frau müssen sich auf gleicher Höhe bewegen und in ihrer Bedeutsamkeit gleich sein und jeder muss den Anderen ergänzen, wie das vor Adams Sündenfall war.

Vor der Trennung von Adam und Eva waren sie quasi „ein Körper“, und auf diese Weise müssen wir uns wieder vereinen.

Frage: Warum wurden Adam und Eva getrennt?

Antwort: Damit wir spüren, wie unvollkommen jeder von uns für sich alleine ist und dass wir nur durch die Verbindung untereinander die gleiche Höhe mit dem Schöpfer erreichen können. Gerade durch diese Erkenntnis werden wir den Schöpfer enthüllen, wir werden Ihn zwingen, sich in uns zu enthüllen.

Wenn wir uns nicht verbinden, wird Er sich nicht enthüllen – das ist die Bedingung der Bürgschaft zwischen uns drei.

Kabbala Grundkurs

Die Seele ist das Licht des Schöpfers


Frage: Warum steht geschrieben, dass Baal HaSulam es verdient hatte, die Seele des Ari zu empfangen? Hatte er nicht seine eigene Seele?

Antwort: Die Seele ist ein „Teil des Schöpfer von Oben“. Niemand, der in unsere Welt geboren wird, besitzt sie von Geburt an. Die einzigen Menschen, die eine Seele haben, sind jene, die zumindest die kleinste Eigenschaft des Gebens erlangt haben, die Eigenschaft des Schöpfers.

In dem Fall, wonach du fragst, hat sich ein Mensch selbst korrigiert, die Eigenschaft des Gebens erlangt, seine Seele (Gefäß der Wahrnehmung – Kli) gebildet und diese hat unversehens eine bestimmte Form angenommen und wurde mit dem Licht erfüllt, das „die Seele des Ari“ heißt. Die Seele ist das korrigierte Verlangen (das ist „der Körper“ der Seele) und das Licht, das sie erfüllt (das Licht der Seele) ist die Enthüllung, der Schöpfer, der sich in dir einkleidet. Deshalb wird die Seele „Teil des Schöpfers von Oben“ genannt.

Die Seele des Ari empfangen bedeutet, wie er zu denken, sich wie er zu fühlen, an seiner Stelle zu sein, durch seine Augen zu sehen und mit den Sinnen genau wie er zu fühlen.

Baal HaSulam empfing die Seele des Ari, welche die gleiche Seele ist, die von Adam an Abraham, von Abraham an Moses, von Moses an Rashbi, von Rashbi an den Ari und vom Ari an Baal HaSulam weitergegeben wurde. Es ist eine besondere Seele, durch die der Schöpfer die Methode, mit Ihm zu verschmelzen, während der Generationen, in denen eine besondere spirituelle Veränderung stattfinden muss, enthüllt. Wenn der Schöpfer uns einen Lehrer wie Baal HaSulam sendet, der die Seele des Ari hatte, zeigt uns das, dass wir in der letzten Generation, der allgemeinen Korrektur leben.

Die Seele verändert sich und reinkarniert ständig. Im Laufe des Lebens eines Kabbalisten hat er immer einen anderen Parzuf und eine andere Stufe. Die korrigierten Eigenschaften eines Menschen, welche die Absicht zu geben haben, in die sich das Licht einkleiden kann, werden Seele genannt. Das Kli wird der Körper der Seele genannt und das Licht wird Seele genannt. Das ist das Licht von NaRaNHY, doch normalerweise wird es „Neshama“ (Seele) genannt, denn bevor wir die vollständige Korrektur erlangen, können wir nur diese Stufe vollständig korrigieren.

Kabbala Akademie

Stellt euch auf die Feinfühligkeit der Seele ein

Frage: Ich komme zum Kongress wie auch sehr viele andere Menschen. Ich möchte mich darauf konzentrieren, in das innere Netz der Verbindung zwischen ihnen einzudringen.

Gibt es irgendwelche Regeln, die ich ständig in den Gedanken und in der inneren Einstellung befolgen muss, um in dieses Netz eindringen zu können?

Antwort: Das Wichtigste ist, zu versuchen, den inneren Zustand wahrzunehmen, der zwischen allen herrscht. Versuchen! Das hängt von dem Einfühlungsvermögen der Seele ab.

In dem Buch „Glaube und Zuversicht“ (Verfasser – Chazon Ish, A. Karelitz) steht geschrieben: „Der Glaube ist die zarte Neigung einer feinfühligen Seele“. Das sind alles dermaßen schwer fassbare Begriffe, dass kein einziges Wort eine haltbare irdische Auslegung zulässt. In unserem Fall kann es jedoch geklärt werden.

Alles hängt davon ab, inwieweit ich versuche, nach Möglichkeit, ohne mich mit meinen eigenen Eigenschaften einzumischen, in die gemeinsame Wahrnehmung der Menschen, die sich verbinden, einzusteigen, mit dem Verlangen, ihre innere Einheit, den Zustand zwischen ihnen wahrzunehmen.

Der Schöpfer sagte: „In meinem Volk wohne Ich“. In unserer Vereinigung will ich die Shechina – denn, dort in der Verhüllung herrschenden Schöpfer – enthüllen, denn Er befindet sich in der guten Verbindung zwischen uns, in der Gruppe, die sich vereinen will.

Und obwohl meine Freunde das noch nicht deutlich spüren können und noch nicht ganz begreifen, wofür und warum sie es tun, sondern sie befolgen einfach die Ratschläge der Kabbalisten, so kann jeder durch seine Anstrengung, aus der Feinfühligkeit seiner Seele heraus, in dem Maße, in dem er diese Feinfühligkeit in seinen Anstrengungen zur Vereinigung erfasst hat, einsteigen und anfangen, den Schöpfer wahrzunehmen, der „in seinem Volk“ herrscht.

Dort, im Inneren, verbirgt sich der Zustand (der spirituelle Ort), der den Namen „Shechina“ trägt, unseren Bestrebungen einander entgegen – der Ort, den der Schöpfer ausfüllt – „haKadosh Baruch Hu“ (die Heiligkeit ist die Eigenschaft von Bina, des vollkommenen Gebens).

Shechina bedeutet alle Verlangen, die einander entgegen streben, die sich im Netz der Verbindung zwischen ihnen befinden. Und der Schöpfer ist das höhere Licht, welches sie erfüllt. Dieses Netz will geben und in seinem Geben, im Licht von Chassadim, enthüllt es das Licht von Chochma – das höhere Licht, den Schöpfer.

Wenn der Mensch danach strebt, diesen Zustand wahrzunehmen, ihn zu ergründen, in ihm zu leben, kann er ihn enthüllen, unabhängig von niemandem auf der Welt. Das ist die Arbeit, die wir versuchen müssen, auszuführen. Besonders während der Kongresse, denn das ist die Zeit, um uns mit dem inneren Zustand der hohen Einheit zwischen uns zu verbinden.

Kabbala Akademie

 

Die geheime Kraft einer Frau

In unserer Welt verhält sich ein Mann wie ein Macho gegenüber einer Frau, um zu zeigen, dass er höher, stärker, erfolgreicher als sie ist.

Das ist durch die Natur bedingt, obwohl in der spirituellen Natur alles umgekehrt ist. Da die Frau die neue Generation gebärt und den Mann zur Entwicklung antreibt, ist sie höher und wichtiger als er.

Genauso wie in unserer Welt eine Frau die neue Generation zur Welt bringt, erschafft der weibliche Teil auch in der Spiritualität eine neue Stufe, die näher zum Schöpfer ist.

Wer macht den Schritt der Annäherung an den Schöpfer? Der Mann setzt die Kraft in Bewegung, doch die Frau macht diesen Schritt, sie gebärt die nächste Stufe. In unserer Welt genießt der Mann dadurch, dass er nichts zur Welt bringt, eine größere Freiheit – …und macht das, was er will.

In der Spiritualität ist der Mann mit all seiner Freiheit vollkommen darauf ausgerichtet, die weibliche Kraft zu bedienen, um die nächste Stufe zur Welt zu bringen und sich zusammen mit der Frau der Spiritualität anzunähern.

Alles, was es in einem Mann gibt, bringt er in die Frau hinein und aus ihr kommt ihre neue gemeinsame Stufe heraus, genauso wie auch in unserer Welt, die eine natürliche Projektion der spirituellen Welt ist, wo ein Mann den Samen hineinbringt und eine Frau ihn entwickelt und die nächste Generation zur Welt bringt.

Frage: Was hat eine Frau, dass sie den Samen empfangen und ihn entwickeln kann?

Antwort: Es existieren in ihr zwei Kräfte, die Kraft des Empfangens und die Kraft des Gebens. Ein Mann hat nur die Kraft des Gebens, er ist schwach, das ist nicht genug, um in der Natur existieren zu können. Und eine Frau hat sowohl die Kraft des Empfangens als auch die Kraft des Gebens.

Frage: Also symbolisiert sie die Schöpfung selbst?

Antwort: Sie symbolisiert die Schöpfung und die gesamte Schöpfung ist für sie erschaffen worden, das ist Bina, die Höhere Mutter.

Der Vater (Aba) hat nur die Kraft Chochma und die Mutter (Ima) hat sowohl Chochma als auch Chassadim, sie weiß auch, wie diese beiden Kräfte organisiert werden müssen, um den männlichen und den weiblichen Teil zur Welt zu bringen und sie anschließend voranzutreiben.

Die Entstehung, das Säugen, der Zustand des Erwachsenseins – all diese Etappen gehen von Ima aus.

Frage: Und all das wird in unsere Welt projiziert?

Antwort: Wir müssen verstehen, dass wir, wenn wir in unsere Welt in Übereinstimmung mit der spirituellen Welt die Korrektur hineinbringen, eine andere Welt sehen werden.

Es werden ganz andere Beziehungen in der Familie, zwischen Männern, Frauen und Kindern herrschen. Alles wird eine andere Form annehmen. Darüber steht geschrieben: „Ich sah eine umgekehrte Welt“.

Und wenn wir dagegen die Wissenschaft der Kabbala nicht anwenden, werden wir immer tiefer absteigen und wir mögen noch so viel in neue Schulen, Freizeitaktivitäten und öffentliche Einrichtungen investieren, es wird uns nichts helfen und unsere Welt wird bis zum völligen Verfall hinabsteigen.

Kabbala Grundkurs

Was ist die Seele?


Ich erhielt Fragen über die Seele und ihre Beziehung zum Körper:

Frage: Sie beharren darauf, dass sich die Seele im Herzen befindet. Wie erklären Sie dann, dass der Mensch nach einer Herztransplantation derselbe ist wie vorher?

Meine Antwort: Ich denke, Sie verwechseln mich mit jemand anderem. Ich habe nie so etwas gesagt. Die Seele befindet sich überhaupt nicht im menschlichen Körper. Sie ist die Eigenschaft der Liebe und des Gebens, die ein Mensch erwirbt.

Frage: Was ist die Seele für Sie?

Meine Antwort: Die Seele ist die Eigenschaft der Liebe und des Gebens – die Eigenschaft des Schöpfers. Es steht geschrieben, „Die Seele ist ein Teil des Schöpfers“ und der Schöpfer ist das Verlangen zu lieben und zu geben. Das ist alles!

Frage: Wann wird die Seele in den menschlichen Körper wiedergeboren: Während der Empfängnis oder während der Geburt?

Meine Antwort: Die Seele ist auf keine Weise mit irgendeinem körperlichen Prozess verbunden und sie wird in nichts wiedergeboren. Sie kommt zu einem Menschen, wenn er die Eigenschaft des Gebens erreicht.

Kabbala Grundkurs

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Verbreitung ist eine Partnerschaft mit dem Schöpfer


Ich wiederhole immer, dass wir die Kabbala verbreiten müssen, wenn wir Erfolg haben wollen. Jedoch spüre ich, dass „Verbreitung“ kein gutes Wort ist, da ich mich wie ein Verkäufer anhöre oder wie ein Versicherungsagent, der jedem seine Versicherung aufdrückt. Wenn wir über die Verbreitung der Kabbala sprechen, könnte es sich anhören, als ob wir versuchen, anderen etwas aufzunötigen.

Heute wird das Wort „Verbreitung“ mit Kommerz und Verteilung von Waren in Verbindung gebracht. Daher denken jene, die den Begriff nicht kennen, dass es mit Kommerz oder Geschäft zu tun hat, dass wir etwas verkaufen und Profit machen. Anders ausgedrückt: Dieses Wort ist sehr schlüpfrig.

Aber tatsächlich besteht unser ganzes Leben aus Verbreitung, denn die wahre Bedeutung dieses Wortes ist, sich dem Schöpfer anzunähern, auszustreuen, auszudehnen, zu enthüllen und zu erlangen. Die gesamte Schöpfung beginnt mit Verbreitung. Das heißt, sie beginnt aus einem winzigen Punkt, wo plötzlich aus dem Nichts etwas, das existiert, geboren wird – Yesh Mi Ain (etwas aus nichts) und dann geht es mit der Verbreitung durch die vier Phasen des Direkten Lichts weiter und es werden alle Welten, herunter bis zu unserer Welt erschaffen.

Die letzte spirituelle Stufe bricht als eine einzelne winzige spirituelle Füllung in unsere Welt. Die gesamte Materie unserer Welt, das ganze Universum, wurde aus diesem einen Funken in einem Prozess, der als Big Bang oder als Urknall bezeichnet wird, geboren und verbreitet sich fortwährend. Auf diese Weise entwickelt es sich, bis sich unser Solarsystem bildet, unser Erdball und alles, was hier existiert.

All das gehört zur Verbreitung des Schöpfers hinaus zu seinen geschaffenen Wesen, um die Schöpfung Ihm anzugleichen. Dies geschieht unter der Einwirkung des Lichts, Seiner Eigenschaft des Gebens. In der Tat stellt jede Geburt oder Entwicklung Verbreitung dar. In anderen Worten ist die wahre innere Eigenschaft der Verbreitung eine Partnerschaft mit dem Schöpfer. Das bedeutet, durch Zusammenarbeit mit dem Schöpfer, bei der Überbringung und Enthüllung Seines Plans an die Welt zu helfen.

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Die Natur herrscht über alles mit Ausgewogenheit

Frage: Sie sprechen von der Korrektur der Menschheit. Aber was geschieht mit der Korrektur auf den pflanzlichen und tierischen Stufen der Natur? Wie können sie zur Einheit mit dem Schöpfer gebracht werden?

Antwort: Der Egoismus der Menschen ist die alleinige Ursache des ganzen Übels. Die richtige Wechselwirkung des Menschen mit der Natur bedeutet, nur soviel zu nehmen, wie gemäß seiner Gewohnheit für seine Existenz notwendig ist – aber nicht mehr. Alles was darüber liegt, was für eine normale Existenz gebraucht wird, gehört allen.

Dieser Grundsatz ist der Verbindung unter den Teilen eines lebenden Organismus ähnlich: Das Herz, die Lungen, die Leber, die Nieren, und alle anderen Teile des Körpers erhalten Energie für ihre Lebenserhaltung. Und keiner beansprucht mehr, als für die Existenz und Aufrechterhaltung der Funktion des Organismus zum Wohle des Ganzen notwendig ist.

Auf diese Weise sollten wir uns in der Gesellschaft – unserem Organismus – verhalten. Wenn eine Person mehr verbraucht als notwendig, ist das für ihn sowie für jeden anderen schädlich. Mehr zu verbrauchen als erforderlich, wird als Ego bezeichnet.

Wir müssen von der leblosen, pflanzlichen und tierischen Stufe der Natur lernen, wie wir auf der Stufe des „Menschen“ in Harmonie mit der Natur sein können.

Eine Person braucht eine Familie, ein Haus, Arbeit, Einkommen, Urlaub, Altersvorsorge, und Versicherungen. Jedoch mehr zu beanspruchen als notwendig, zerstört die Welt, da es die Natur aus der Balance bringt. Jedenfalls wird die Natur uns zwingen, in Gleichgewicht mit ihr zu kommen.

Kabbala Akademie

Die Gleichheit im Kreis

Frage: Im Kreis befindet sich jeder in zwei unterschiedlichen Phasen: er gibt und empfängt; er hört und spricht. Worin unterscheiden sich diese beiden Phasen? In welcher Phase sind wir gleich? Wenn wir schweigen?

Meine Antwort: Wir sind auf keinen Fall gleich, außer in unserem Streben alle einander anzunähern, damit sich zwischen uns die integralen Eigenschaften des Gebens und der Liebe offenbaren, die „der Schöpfer“ heißen.

Wenn wir uns nicht auf diese Weise annähern, werden wir auf keinen Fall gleich sein. Die Gleichheit zwischen uns ist die Anstrengung für die Annäherung an den Schöpfer, in Dem wir uns verbinden.

 

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