Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Geben'

Wie man die Empfindung, einzigartig zu sein, für das Wohl der ganzen Welt nutzt

Um den Zweck der Schöpfung zu erreichen, benötigen wir eine besondere Kraft – eine externe, außerhalb von uns existierende. Ohne ihre Hilfe werden alle unsere Anstrengungen, zur Höheren Welt zu gelangen (mit anderen Worten, Handlungen der Liebe und des Gebens zu vollziehen), vergeblich sein. Das ist so, weil unsere ganze Natur aus dem Willen zu empfangen besteht. Demzufolge geschieht jede Handlung, die wir vollziehen, um uns selbst zu erfüllen. Selbst wenn wir die Bedürfnisse der anderen als wichtig erachten, tun wir es aus Furcht oder weil die Person, der wir geben, uns so nahe steht, dass wir sie als einen Teil von uns empfinden.

Der Antrieb aller unserer Handlungen ist Selbstliebe. Folglich können wir nicht wirklich für andere sorgen und ihnen geben. Wir haben das Verlangen, uns selbst auf Kosten anderer zu erfüllen, was man „Egoismus“ nennt. Durch dieses Verlangen unterscheidet sich die menschliche Ebene von der tierischen.

Wenn man unkorrigiert ist, ist man schlimmer als ein Tier, jedoch wenn man Korrektur erlangt, wird man dem Schöpfer gleich. Jede Person in der Welt fühlt sich einzigartig und außergewöhnlich, jedoch wenn dieses Empfinden mit dem Egoismus gekoppelt ist, wird es zur schlimmsten, destruktivsten Kraft der Natur.

Aber auch das hat einen Zweck. Wir müssen die äußerste Niedrigkeit dieses Zustands entdecken, um die verdorbene Art des Gefühls, einzigartig, exklusiv und außergewöhnlich zu sein, aussondern zu können. Dann werden wir in der Lage sein, wirklich zum Schöpfer zu flehen, die Art zu ändern, wie wir diese Empfindung nutzen. Dies wird sich dann in Gutherzigkeit und Liebe zu allen umwandeln, wo jedermanns Liebe für jeden einzigartig und besonders sein wird.

Kabbala Grundkurs

Arbeit in allen Phasen

Frage: Was müssen wir von unseren Freunden erwarten: sollen sie höher stehen als ich oder sind wir alle gleich?

Antwort: Es ist egal, ob sie größer oder kleiner sind als ich. Ich muss in allen Phasen bereit sein zu arbeiten! Ich muss sie unterschiedlich behandeln.

Es gibt in dem empfangenden und gebenden Zustand, in dem wir unsere Verbindung erreichen müssen, kein Höheres oder Niedrigeres. Dort ist jeder höher als auch niedriger als andere, da jeder von uns seine besonderen Eigenschaften hat. Ich sollte diese Eigenschaften an das große Kli/dem Gefäß der ganzen Seele weitergeben und davon das erhalten, was ich für das richtige Gelingen benötige.

Nur wenn wir uns um den Gesamtzustand der Seele kümmern, die bereits Adam oder der Schöpfer genannt wird (je nachdem, wovon gesprochen wird: von der Struktur des Systems selbst, oder was es ausfüllt), können wir über die richtige Arbeit sprechen. Nur die Vereinigung mit dem Schöpfer oder das Streben nach der Verbindung gibt uns die Grundlage für die richtige Arbeit.

Frage: Sollte ich es als eine Tatsache betrachten, dass das Streben meiner Freunde nach dem Schöpfer stärker ist als meines?

Antwort: Wenn ein Mensch so fühlt, dann treibt ihn das voran.

Es wurde gesagt: „Das Ende der Handlung befindet sich in seiner ursprünglichen Absicht“, d.h. der Beginn bestimmt die Handlung. Für mich ist es vor allem wichtig, den Schöpfer zu bestimmen: was suche ich, wohin kann ich gehen, was strebe ich an, welchen Zustand sehe ich als mein Ziel an – darauf aufbauend werde ich mich danach umschauen, was ich brauche, um dieses Ziel zu erreichen.

Frage: Wenn ich ein Ziel vor Augen habe, was macht mich dann in der spirituellen Arbeit kleiner als meine Freunde in der Gruppe?

Antwort: Jeder große Kabbalist auch in der kleinsten Gruppe, wird in irgendetwas kleiner als die Freunde sein. Er muss mit ihnen verbunden sein, damit sie ihn mit ihren Verlangen, Hoffnungen und Gedanken beeinflussen können. Er muss ihre Wünsche, ihr Streben von ihnen erhalten. Er wird sonst nicht in der Lage sein, aktiv an der Gruppe teilzunehmen, auch wenn er der Größte ist. Er muss kleiner sein als sie, muss ihnen dienen können, um ihr Streben nach dem Schöpfer aufrecht zu erhalten, nur dann kann er mitarbeiten.

Aus der TV-Sendung „Die letzte Generation“, 09.05.2018

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Im Krieg mit der Illusion.

Wir befinden uns jetzt in einer besonderen Zeit von Chanukka. Im Wesentlichen ist Chanukka ein Prozess der bis zum Ende der Korrektur existiert und zu Beginn jeder Stufe durchlaufen wird.

Jedes Mal, wenn neue Informationen aus der Zersplitterung (Reshimot) in uns aufgedeckt werden, müssen wir eine Einschränkung machen. Der Bildschirm, das reflektierte Licht, all das wird als die Korrekturen von Chanukka bezeichnet.

Wir bemühen uns ständig, „im Verstand“ zu bleiben und gemäß unserem irdischen Verstand und unserem Gefühl zu leben. Das ist für unseren Egoismus und in dieser Welt üblich. Wir müssen im Gegensatz dazu eine andere Form festlegen. Alles was wir mit unserem Verstand und mit unserem Herz sehen, fühlen, verstehen, – offenbart sich in unseren egoistischen Wahrnehmungsorganen. Es heißt: „Sie haben Augen aber sehen nichts, sie haben Ohren aber hören nichts.“

Wir möchten alles im Verlangen zu geben wahrnehmen was als Glaube über dem Verstand bezeichnet wird. Wir entscheiden, dass alles von einer höheren Kraft kommt, die gut und Gutes tuend ist- und das in jedem Moment des Lebens.

Es gibt Momente, in denen es uns mehr gelingt, und manchmal weniger. Dieser Krieg ist ständig vorhanden. Es ist der Krieg der Makkabäer gegen die Griechen. Dieser Krieg setzt sich innerhalb des Wissens, innerhalb der Empfindungen dieser Welt, des rationalen Verstandes und der Philosophie, unseres egoistischen Geistes fort. Damit haben wir viele Kommunikationssysteme zwischen uns aufgebaut.

Wir kämpfen für eine andere Existenzform und erkennen, dass alle unsere Empfindungen und Ideen falsch sind. Das ist ein trügerisches Bild der Wahrnehmung, der Realität, da es innerhalb des egoistischen Verstandes geschieht.

Wir müssen verstehen lernen, dass die Wahrnehmung der Realität in unserem rationalen Verstand von der einzigen, absolut guten, höchsten Kraft kommt. Jede Form, die wir im Verstand wahrnehmen wird uns nur deshalb gegeben damit wir uns zu einer anderen Wahrnehmung zum Glauben über dem Verstand erheben.

Das heißt, wir entscheiden, dass alles vom Schöpfer kommt der uns nur in dieser Form zu einer wirklichen Wahrnehmung der Realität zur wahren Welt führen kann.

Wir müssen jeden Tag, 24 Stunden lang trotz all der Eindrücke der irdischen Gefühle und des rationalen Verstandes versuchen, die Wahrheit zu erkennen.

Wir rennen von dieser verstandesmäßigen Wahrnehmung nicht weg, da „der Schöpfer eins gegenüber dem anderen geschaffen hat“. Wir streichen nichts durch, sondern verarbeiten es richtig: eins gegenüber dem anderen, bis wir für jedes Konzept „im Verstand“ ein Konzept „über dem Verstand“ aufbauen können.

Wir gewinnen so die Wahrnehmung der spirituellen Realität und beginnen auf zwei Stufen zu handeln: auf der materiellen Stufe, unter Beachtung aller Gesetze und Regeln, die zwischen den Menschen dieser Welt verwendet werden, sowie in der wahren spirituellen Realität. Das höhere Licht wird offenbart, da wir unter allen Bedingungen in der Lage sind, ein Fässchen mit Öl anzuzünden und so die Offenbarung des Schöpfers und der höheren Welt zu erreichen.

Tag für Tag und jeden Moment müssen wir versuchen, uns in diesem Krieg zu sehen. Wir müssen uns das Bild im Verstand und das Bild über dem Verstand vorstellen. Dies ist der Krieg der Makkabäer gegen die Griechen: die Griechen bewegen sich im Verstand und die Makkabäer über dem Verstand.

Aus dem Unterricht „Chanukka laut der Wissenschaft der Kabbala“ vom 14.12.2017

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Der Feiertag des ersten Sieges über sich selbst

Unser egoistischer Wunsch heißt „die Griechen“ oder das „Wissen“, was bedeutet, dass wir mittels unserer Vernunft und unserem heutigen Gefühl vorankommen wollen. Denn worauf können wir uns eigentlich noch verlassen oder stützen? Nur darauf, was wir schon haben. Hier entsteht aber ein Problem, weil wir mit diesen Kelim nicht die spirituelle Welt betreten können.

Aber die spirituelle Welt befindet sich hier und jetzt und es existiert keine Entfernung, die wir überwinden müssen, sondern nur eine Dimension, in der wir sie begreifen müssen.

Wir begreifen die spirituelle Welt in unseren zusätzlichen Sinnesorganen, die wir über dem eigenen Wissen und der Rationalität entwickeln müssen, d.h. über dem Ego, das wir hierzu richtig vorbereiten müssen, um darin zum ersten Mal zu beginnen, die spirituelle Welt wahrzunehmen.

Der Krieg ‚Makkabäer ‚beschreibt diesen Prozess symbolisch und der Sieg in diesem Krieg heißt Chanukka, was „sie blieben hier stehen“ oder „Chanu Ko“, die Erholung auf dem Wege bedeutet. Dieser Zustand heißt „Chafez Chessed“ (nichts für sich zu wünschen) oder Bina, die als Offenbarung des Schöpfers oder die erste Korrektur des Egos verstanden wird.

Auf dieser Etappe erhebt sich der Mensch über sein Ego und beginnt, die zusätzliche Empfindung zu entwickeln, die mit „dem Geben“ bezeichnet wird. Mit ihrer Hilfe beginnt er, die spirituelle Welt zu empfinden. Obwohl der Mensch die spirituelle Welt empfindet, verhält er sich in dieser Realität immer noch passiv, wie der Embryo im Fruchtwasser.

Es heißt „die Erholung“ eben, weil der Mensch in Wirklichkeit noch nicht bereit ist, über das klare Wissen und die Wahrnehmung zu verfügen, die „das Begreifen“, die Klarheit und die Offenbarung beinhalten, wonach er zum Schöpfer wird und die ganze spirituelle Welt lenkt. Wenn man diesen Zustand und die Situation mit dem Gast und dem Gastgeber gegenüberstellt und den wachsenden Wunsch zu genießen nicht beachtet, befindet man sich dann auf der Stufe von Chanukka, wo der Mensch auf das Empfangen verzichtet. Es ist schon eine geistige Arbeit des Menschen, d.h. er möchte nichts bekommen, an der Spiritualität nicht aktiv teilnehmen, sondern darin nur anwesend sein.

Deshalb ist es an diesem Feiertag verboten, das Kerzenlicht zu benutzen und es nur anschauen. Dazu wird es angenommen, dass zur Chanukka ein Wunder geschieht, weil der Ausgang aus unserem Ego nach draußen erfolgt, anders gesagt das Wunder des Sieges über die Selbstsucht, nach dem Auszug aus Ägypten: die Befreiung von den Wünschen und den Gedanken, die uns in dieser Welt festhalten und nicht zulassen, die spirituelle Welt zu empfinden.

Kabbala Grundkurs

Die Gebote der Natur = Die Gesetze des Schöpfers


Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Der Frieden„ den Absatz „Die Notwendigkeit vorsichtig mit den Naturgesetzen umzugehen“:

Es ist lebensnotwendig für uns, die Gebote der Natur zu studieren und zu wissen, was von uns verlangt wird, ansonsten wird sie uns gnadenlos bestrafen. Die Natur verpflichtet den Menschen, ein gesellschaftliches Leben zu führen und wir müssen die Gebote untersuchen, die wir laut der Anordnung der Natur in unserer Gesellschaft einhalten müssen. In der Tat gibt es nur zwei gesellschaftliche Konzepte, die man einhalten sollte: „Empfangen“ und „Geben“.

Dies bedeutet, dass die Natur jedes Mitglied der Gesellschaft zu Folgendem verpflichtet:

1. Seine Bedürfnisse von der Gesellschaft gedeckt zu bekommen und
2. durch seine Arbeit der Gesellschaft zum Wohlsein zu nutzen.

Und es ist verpflichtet, beide Gebote richtig einzuhalten, denn wenn es eines von ihnen bricht, wird es gnadenlos bestraft.

Wenn der Mensch gegen das Gebot des Empfangens verstößt, erfolgt die Bestrafung auf dem Fusse, was jegliche Vernachlässigung auslässt und uns dazu zwingt, es einzuhalten. Doch bei dem anderen Gebot, dem Geben zur Gesellschaft, erfolgt die Bestrafung nicht nur sofort, sondern wird auch indirekt verabfolgt. Darum wird dieses Gebot nicht richtig eingehalten.

Die Natur ist ein kompetenter Richter, der uns je nach unserer Entwicklung bestraft, denn wir können sehen, wie sich die Menschheit entwickelt, so werden auch die Schmerzen und Schwierigkeiten für unsere Existenz zu sorgen immer mehr. Und das Leiden wird immer mehr, bis die globale Krise uns zeigen wird, dass die schöpferische Vorsehung geboten hat, mit aller Macht das Gebot des Gebens an andere mit äußerster Präzision einzuhalten.

Und solange wir nur nachlässig dieses Gesetz einhalten, so wird die Natur nicht aufhören, uns zu bestrafen. Und sie wird uns natürlich besiegen und wir werden dazu gezwungen werden – wie ein einziger Mensch – die Gebote mit allen erforderlichen Mitteln einzuhalten.

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Unsere gesamte Arbeit besteht darin, das System des Universums zu enthüllen


Frage: Wenn ein Mensch sich freut und stolz auf die Tatsache ist, dass er von Oben gelenkt wird, worin besteht dann das Geben?

Antwort: Das Geben liegt in der Tatsache, dass ein Mensch die Höhere Lenkung enthüllt. Außer diesem machen wir gar nichts. Unsere gesamte Arbeit besteht darin, das System des Universums zu enthüllen, wo der Schöpfer herrscht. Jeder einzelne von uns muss das selbst enthüllen.

Ich existiere in der Verhüllung des einzigen Zustandes, der vom Schöpfer erschaffen wurde. Ich befinde mich schon darin. Sowie der Schöpfer verlangte, ihn zu erschaffen, erschien es augenblicklich. Ich enthülle einfach diesen Zustand, der schon vorbereitet ist. Mit dem Zustand selbst – dem Licht und dem Kli, die darin existieren – mache ich gar nichts. Ich arbeite einfach, um das selbst zu enthüllen.

Wir sprechen über Stufen oder Zustände unserer Enthüllung. Das sind die Stufen der Welten. Wir erschaffen nichts Neues. Wir entwickeln nur eine innere Wahrnehmung der Wirklichkeit, die von Anfang an existierte.

Daher wird alles in Bezug auf mich enthüllt. Durch die existierende Natur kommen in mir neue Zustände auf.

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Helft mir zu verstehen, was ich will

Frage: Was genau, welche Klärung muss ich von der Gruppe verlangen?

Antwort: Ich muss klären, was das Geben bedeutet, denn ich weiß es noch nicht! Es ist innerhalb meiner Verbindung mit Freunden verborgen.

Wir müssen uns zusammen anstrengen und versuchen, das Geben zwischen uns zu enthüllen. Und nicht irgendwo dort, im Himmel, sondern hier, auf Erden (Arez), d.h. in unseren Verlangen (Razon).

Und dieses Land/Verlangen müssen wir zum „Land Israel“ machen (Erez Isra-El, Yashar-Kel), damit das in der Verbindung zwischen uns enthüllte Verlangen dermaßen richtig, stark und klar ist, dass sich in ihm der erste heilige Name enthüllt – die erste Enthüllung des Schöpfers an uns. Danach müssen wir streben.

Doch diese Klärungen werden gemeinsam gemacht und nicht von jedem persönlich. Diese Klärung macht die Gruppe, abhängig davon, wie sehr jeder will, dass es geschieht.

Aus all diesen Verlangen bauen wir ein gemeinsames, starkes Verlangen auf, um gemeinsam zu klären, was das Geben, das wir erreichen wollen, bedeutet und in welcher Form wir es enthüllen wollen – d.h. in der Verbindung zwischen uns -, inwieweit wir bereit sind, uns wie ein Mensch mit einem Herzen für dieses Ziel, dieses Verlangen zu verbinden.

Durch all das formen wir in uns das Bedürfnis nach dem Erhalten der Tora – der Hilfe von oben, des Lichts, das zur Quelle zurückführt. Genau das hat das Volk am Berg Sinai erhalten – nichts außer der Fähigkeit, die Hilfe des höheren Lichts zu nutzen.

Infolgedessen enthüllen sich ihnen alle möglichen Hindernisse und Vergehen, die Enthüllung des Bösen als das Gefäß für die Enthüllung der Namen des Schöpfers.

Ständig enthüllen sich zerbrochene Verlangen, die von uns korrigiert werden, und darin enthüllen wir Seinen heiligen Namen, die Eigenschaft des Gebens.

Und bis dahin offenbart sich das genaue Gegenteil, die egoistische Eigenschaft des Empfangens. Das heißt, die Arbeit besteht darin, über den Hass zur Vereinigung, zur Einheit zu gelangen.

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„Lob des Wunders“ von Chanukka

Immer habe ich irgendeine Einstellung dazu, was mit mir, mit meiner Umgebung, mit meinen Verwandten und mit der Welt passiert.

Wenn ich zu dieser Einstellung den Schöpfer hinzufüge, vertiefe ich mich in Klärungen: Warum, wofür, für wen usw.

Und hier werde ich in einen Krieg für jeden Zustand hineingezogen! Ich kann innerhalb des Wissens klären, was ein „griechisches“ Herangehen heißt, also meiner Vernunft, Empfindung, Verständnis, allen meinen Vorstellungen entsprechend. Oder ich gehe mit dem Glauben über den Verstand und suche nach der Kraft des Gebens, indem ich alles aus dieser Sicht sehen will.

Also ich will nicht in den in mir erwachenden Wünschen das Wissen und die Erfüllung bekommen, sondern will mit Hilfe von diesen Wünschen aus mir selbst herauskommen, nach außen, in die Anderen, und dort das ganze Wissen und die ganze Erfüllung erhalten, mit dem Glauben über dem Verstand, in Kelim des Gebens.

Die Erfüllung, die ich innerhalb von mir erhalten kann, heißt „diese Welt“. Alles, was ich ausserhalb von mir empfangen kann, heißt die „höhere Welt“. Und ich kämpfe für das Herangehen, dem ich folgen will – das nennt sich der Krieg der Makkabäer gegen die Griechen.

„Griechen“ sind einfach ein Symbol von dem ganz rationalen Denken, das in dieser Welt existiert: Menschliche Vernuft des wissenschaftlichen Herangehens. Die Makkabäer sind über diesen Dingen, denn sie repräsentieren die Arbeit des Hohepriesters, Kohen, die sich nur auf das Geben bezieht.
Der Mensch muss ständig diesen Krieg führen, bis er sich über das Schlachtfeld erhebt. In diesem Krieg hast du noch „Späher“, die du auf den „Markt“, also auf die Stelle (Verlangen), wo sich „Vielherrschaft“ etabliert hat, schickst.

Denn unter deinen Gedanken und Wünschen gibt es noch solche, über welche „viele“ herrschen, und sie werden mal zu einer, mal zu der anderer Seite, um seines Egoismus Willen, geneigt.

Bis in all deinen Wünschen sich nur eine Macht etabliert! Das heißt, dass du den „Markt“ verlässt und in dein Haus eintrittst.
Der Markt selbst wird zum Haus, die Späher verlassen es, wie es geschrieben steht: „Bis der letzte Fuß den Markt verlässt“. Und du bleibst unter vier Augen mit dem Schöpfer, in einer Verschmelzung, in deinem Verlangen/Haus.

In der spirituellen Welt bewegen wir uns nicht von einer Stelle zur anderen – es existiert nur eine Stelle/ ein Verlangen. Aber du modifizierst und baust es, indem du deine Einstellung so änderst, dass aus dem „Markt“ das „Haus“ wird, in welchem du eine Kerze anzündest, um das „Wunder zu loben“ (Pirsuma de Nisa).

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Chanukka ist das Fest des Lichtes in uns


Wenn der Mensch drei Eigenschaften in sich selbst auf korrekte Weise anordnet, welche als „Kerze“ „Öl“ und „Docht“ bezeichnet werden, so erreicht er einen Zustand den wir als Chanukka bezeichnen, was aus den Worten „Chanu Ko“ herrührt, was so viel wie „hier aufhören“ bedeutet. Der Mensch erreicht somit eine kurze Verschnaufpause in der Mitte des Weges.

Das „Öl“ ist unsere Material, unser Wille zu Genießen, der Inhalt des Gefäßes oder Klis. Dieses ist unfähig aus sich selbst heraus zu leuchten und ist auf das Licht, welches wir von außen anziehen angewiesen. Es kann nur mit Hilfe eines Dochtes zum Leuchten gebracht werden. Der Docht muss im Öl eingetaucht werden, aber ein Teil muss herausreichen, da er den Schirm symbolisiert, den wir außerhalb unseres egoistischen Verlangens (außerhalb des Öles) erbauen.

Der einzige Teil des egoistischen Verlangens, der in der Lage ist zu scheinen (in Kontakt mit dem Höheren Licht sein), ist jener Teil, der innerhalb des Schirmes eingeschlossen ist. Anders gesagt, kann nur das Öl, welches im Docht getränkt ist, entzündet werden. Das kann nur unter der Bedingung geschehen, dass das Öl nicht nur den Docht durchdringt, sondern sich über die Ebene des restlichen Öles ( Egoismus) erhebt, und in Richtung Bina, das Licht (Eigenschaft des Gebens) emporsteigt. Erst dann wird es in der Lage sein, zu leuchten.

Das Licht erscheint am oberen Ende des Dochtes, dem Platz, an welchem der Docht den Kontakt mit dem Öl, dem Egoismus, verliert. Das reflektierte Licht ist das Feuer, das von unten nach oben steigt, um so zu Keter der 10 Sefirot des Reflektierenden Lichtes zu erreichen. An diesem Punkt gibt es kaum einen Zusammenhang zwischen dem Reflektierten Licht und der Kraft des Wunsches zu Empfangen, dem Egoismus, der die Kraft für die Verbrennung liefert. Das Öl steigt im Docht nach oben und dies ist dann der einzige Ort, an dem der Kontakt, oder die Angleichung der Form zwischen dem Öl im Docht und dem Licht erreicht wird. Nur zusammen können sie leuchten. Das Licht kann sich nicht manifestieren, bis es eine Verbindung mit dem in Öl getränkten Docht eingeht.

Wenn wir uns eine brennende Kerze vorstellen, können wir die innere Arbeit des Menschen auf dem spirituellen Weg und was wir für unsere Seele zu tun haben, um eine Angleichung an das Licht, dem Schöpfer zu erreichen, besser verstehen. Das Verlangen verschwindet nicht, sondern muss vielmehr komplett an den Schirm, dem Docht, angeheftet werden. Daraus erbauen wir in uns die Mittlere Linie in dem Maß, in dem wir in der Lage sind, das Öl (Verlangen) in den Docht zu bringen.

Der Schirm kann nur einen kleinen Teil des Verlangens einschließen. Der Docht symbolisiert diesen Schaft, die dünne Linie, die der Maßstab der Angleichung zwischen unserem Verlangen und dem Licht ist. Der Schirm, oder die Mittlere Linie besteht aus diesen beiden Kräften – dem Öl und dem Docht, der rechten und der linken Linie.
Die rechte Linie ist Geben und Licht und die linke Linie ist das Empfangen, das Öl. Die Mittlere Linie, welche wir aus den beiden höheren Eigenschaften des Gebens und Empfangens erbauen, wird Seele genannt.

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Das Wunder von Chanukka

Frage: Auf Chanukka geschah ein Wunder, als eine Kerze, die nur einen Tag brennen konnte, acht Tage brannte. Was ist eine Kerze, ein Docht und ein Öl aus kabbalistischer Perspektive?

Antwort: Eine Kerze ist ein Fass, in dem Öl und ein Docht schwimmen. Dank dem Docht können wir das Öl anzünden, das den Docht hinaufsteigt und verbrennt. Getrennt werden das Öl und der Docht nicht brennen, aber wenn das Öl in den Docht eindringt, leuchtet die Kerze auf.

Der Docht verkörpert die Zurückweisung des Lichts. Das Öl stellt den Brennstoff dar, kann jedoch nicht von selbst verbrennen. Deshalb müssen wir verstehen, dass unser wachsender Egoismus durch unsere Arbeit in sein Gegenteil umgewandelt wird, wie es geschrieben steht: „Der böse Engel wird zum guten Engel“ oder „Der Engel des Todes wird zum Engel des Lebens.“

Die Makkabäer fanden das Ölfass, da sie versuchten, die Qualität der Liebe und des Gebens, die Verbindung zwischen ihnen zu erlangen und sie konnten es anzünden, weil sie großen Widerstand gegen jene Bevölkerungsgruppen empfanden, die sich mit den griechischen Götzen vereinigten und eine griechischen Tempel in Jerusalem bauten.

Der Krieg der Makkabäer war innerlich, nicht äußerlich wie bei den Griechen oder den Hellenisten innerhalb Israels. Als sie ihren egoistischen Widerstand überwanden, verwandelten sie ihren Ärger zwischen ihnen in den Docht im Öl und konnten ihn so anzünden.

Daher verkörpert das Ölfass mit einem Docht die spirituelle Arbeit der Person. Es bedeutet nichts, einfach ein Fass zu finden – Hauptsache, es anzünden zu können. Als sich die Makkabäer durch die Überwindung des Widerstands ihrer Egos vereinigten, stellte sich heraus, dass das Fass in der Lage war, den Docht in das Licht zu stecken. Mit anderen Worten, sie verwandelten ihren Egoismus und es begann, vom höherem Licht erleuchtet zu werden und ihre Seelen beleuchteten sich, beleuchtet vom Licht. Dies ist das Wunder von Chanukka.

Frage: Warum brannte die Kerze acht Tage anstatt eines?

Antwort:  Wenn Sie zum Zwecke der Liebe und des Gebens arbeiten, steigen Sie höher auf. Es gibt acht Sefirot von Malchut  bis Bina, acht Teile der Wünsche. Obwohl es nur eine Malchut gibt, erleuchtet der Widerstand, dh. der Glaube über die Vernunft, alle Sefirot bis zum höchsten – Bina.

Die Makkabäer konnten die wahre Qualität des Gebens erreichen, was Glaube über  Vernunft genannt wird. Die Vernunft ist in Malchut, während der Glaube – in Bina ist.

Der Aufstieg von Malchut nach Bina verkörpert das Wunder von Chanukka.

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