Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Freiheit'

Wie hilft man einem Freund

Rabasch, 1984, „Der Mensch helfe seinem Freund „, der Text des Artikels ist in Fettdruck geschrieben.

Ich kann ohne Hilfe des Freundes nicht vorankommen, weil man nur in der Verbindung den Ort erreichen kann, in dem mir die spirituelle Welt eröffnet wird.

Hier brauche ich keine Hilfe, die in unserer Welt üblich ist, d.h. keine Hilfe des stärkeren, reicheren, besseren oder klügeren Menschen. Ich brauche die Hilfe des gleichgesinnten Menschen, der das gleiche Lebensziel verfolgt.

Wir müssen verstehen, wie ein Mensch seinem Freund helfen kann? Gilt das nur dort, wo es Reiche und Arme, Weise und Dumme, Starke und Schwache und dergleichen gibt?

In unserer Welt wird die Hilfe dort gebraucht, wo es einen Bruch zwischen den Menschen gibt, nur dort findet man die Möglichkeit, einander zu helfen. Wenn beide aber in der gleichen Lage sind, dann gibt es für die Hilfe keinen Platz. Die Hilfe in unserer Welt kommt also von einem Begünstigten zu einem minder begünstigten.

Aber wenn es nur Reiche, Starke und Kluge gibt, wie kann man dann noch einander helfen?

Ehrlich gesagt sind wir davon nicht begeistert, wenn wir jemanden um Hilfe bitten müssen. In unserem Inneren kommen Scham, Stolz und Neid hoch. Denn wir wollen uns nicht als Bedürftige zeigen, wir möchten nicht abhängig sein und streben nach der Getrenntsein.

Doch es gibt eine Sache, die allen eigen ist – das ist die Gemütslage. So wie die Weisen sagten: „Die Sorge im Herzen eines Menschen soll man anderen erzählen.“ Denn wenn die Stimmung schlecht ist, dann werden weder Reichtum noch Weisheit helfen.

Die erhobene Stimmung ist eine Folgerung der sicheren Empfindung einer guten Zukunft. Und wenn man weiß, dass man alleine nicht zurechtkommen oder sich retten kann, dann wird man depressiv.

Nur ein anderer Mensch kann einem helfen, indem er sieht, dass er sich in einem niederen Zustand befindet. So wie geschrieben steht: „Kein Mensch kann sich selbst aus dem Gefängnis befreien““.

Wenn unsere Welt das Gefängnis ist, dann erreicht man die Freiheit, die Empfindung der höheren Welt, nur mithilfe eines zielgerichteten Freundes.

Ein Freund kann ihn aufmuntern, d.h., die Überzeugung in der Erreichung des Ziels geben.

Das heißt, sein Freund erhebt ihn aus dem Zustand der Melancholie, in dem er sich befindet, in einen Zustand des Lebens. Dann beginnt der Mensch wieder Lebenskraft, Sicherheit und Glück zu spüren.

Meine Verzweiflung kam von der Unmöglichkeit, das geistige Ziel ohne Hilfe zu erreichen. Ich kann niemanden verpflichten, aber ich habe einen Freund gefunden, der sich wünscht, mir zu helfen. Somit hilft er mir nicht mit seinem Wissen oder mit seinem Reichtum, sondern nur mit dem Wunsch, das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Folglich muss also jedes der Mitglieder der Gruppe auf die Gemütslage seines Freundes achten, und darüber nachdenken, worin er seinem Freund helfen könne, um ihm eine gehobene Stimmung zu bereiten.

Denn gerade die Stimmungslage ist jenes Tätigkeitsfeld, wo jeder in seinem Freund einen Mangel finden kann, den er füllen kann.

Es bedeutet nicht, dass man den Freund erheitern muss. Wir sind verpflichtet, in jedem Freund das Gefühl der Überzeugung in der Zielerreichung hervorrufen, damit er den Geist des Lebens, die gehobene Gemütsverfassung erlangt – welche über dieses Leben, über diese Welt hinaufsteigt. Mit einem Freund kann der Mensch sicher aus diesem Gefängnis hinauskommen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.09.2010

Auswahl ohne Vorsagen

Wir können uns nicht vorstellen, was die freie Wahl ist. Wir fühlen uns einigermaßen frei, aber in Wirklichkeit sind wir und unsere Gedanken über die Freiheit vollständig unter Kontrolle und deshalb verstehen wir nicht, was die spirituelle Welt ist.

Dort empfinden wir uns vom Schöpfer getrennt. Wir empfinden Ihn als Kraft, die alles realisiert, entscheidet und bestimmt und gleichzeitig haben wir einen gewissen Punkt der Vorbereitung, in dem wir uns von Ihm abschalten können.

Genau dann enthüllt sich die Möglichkeit eine Wahl zu treffen, wobei wir danach die Einschränkung wiederholen und eine Form unserer Freiheit aufzubauen beginnen.

Aber zur Zeit sind wir wie ein Fetus im mütterlichen Leib. Ist er in irgendetwas selbständig? Nein, er wird entwickelt. Seine Realität ist das Echo der Zukunft, seine Freiheit liegt noch vor ihm.

In unserer Welt stellt der Mensch eine Sammlung der vorgegebenen Eigenschaften dar, hier gibt es keine Bedingungen für die freie Wahl, sondern nur ihre Illusion in der Eiweißmaterie.

Die ursprüngliche Bedingung der Freiheit ist ähnlich dem Schöpfer „ohne Vorhersagen“ zu sein, von Null an. Wenn dich etwas im Voraus angeregt hat, dann ist es keine Freiheit mehr.

Deswegen wacht in uns der besondere Punkt des Schöpfers auf, den wir entwickeln und der egoistischen Natur entgegensetzen.

„Der Punkt des Wunsches“ und ihm gegenüber „der Punkt des Lichtes“ – beide sind als Folge der Zerbruchs erschienen und wenn wir die Verbindung zwischen ihnen korrigieren, erreichen wir die freie unabhängige Ähnlichkeit mit dem Schöpfer.

Ohne diese „Gegenüberstellung“ hätten wir nicht erscheinen können und wir hätten keine Schöpfung werden können, die dem Schöpfer ähnlich ist,

Oben ist GE, die Heiligkeit, unten ist ACHaP, die Unreinheit und in der Mitte ist das mittlere Drittel Tiferet.

Dieser besondere Zustand heißt „Klipat Noga“. Oben ist die Eigenschaft des Schöpfers, unten ist die Eigenschaft der Schöpfung und in der Mitte ist mein „neutrales Territorium“.

Hier kämpfen in mir Heiligkeit gegen Unreinheit und ich bestimme den Ausgang ihres Kampfes.

Gerade hier gelingt es mir diese zwei Kräfte richtig zu steuern, die der Schöpfer speziell geschaffen hatte, damit ich zwischen ihnen meine Freiheit und meine Unabhängigkeit aufbaute.

Aus dem Artikel nach dem Buch „Schamati“ vom 24.09.2010

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Der Geschmack der Wahrheit

Wir haben jetzt die Möglichkeit, die Zeit des Aufstiegs zu beschleunigen, indem wir egoistisch das kleinere Übel auswählen. Natürlich ist es noch nicht die eigentliche Freiheit des Willens.

Die Freiheit des Willens lässt zu, das zu wählen, was man will, und hier werden einem die Leiden und die Genüsse angeboten und man sagt folglich: „Wähle“.

Baal HaSulam beschreibt zwei Skalen eines Koordinatensystems: „bitter-süß“ und „Wahrheit-Lüge“. Wir sollen auf die Stufe der Wahrheit, anstelle der Lüge und der Süßigkeit, oder Bitternis hinaufsteigen.

Jedem ist klar, dass es hier keine freie Wahl gibt, und nur die Analyse: in welchem Maß ich der Vernunft und in welchem Maß dem Gefühl untergeordnet bin.

Hier hängt alles davon ab, was mir geöffnet ist, und was nicht – und was folglich wichtiger sein wird: die Wahrheit oder das Bittere? Normalerweise werde ich entsprechend meinem heutigen Zustand auswählen.

Und die wahre Freiheit des Willens ist nur in der Gruppe möglich. Die Gruppe stellt jenen äußerlichen Faktor dar, mittels dessen ich den Begriff der äußerlichen Wahrheit kläre.

So bedeutet „die Wahrheit“, dass ich in der Gruppe sein soll. Und zwischen der Wahrheit und der Gruppe gibt es den Widerstand – meine Selbstsucht, den Wunsch der Genüsse.

Es ist schon das vollwertige System. Sie hängt nicht von meiner Fähigkeit ab, die Wahrheit und die Lüge, Bitternis und die Süßigkeit zu unterscheiden. Hier bin ich nicht verpflichtet, klug und feinfühlig zu sein.

Es spielt keine Rolle, wer feinfühliger, klüger, scharfsinniger oder schlauer ist. Denn wir betrachten alles bezüglich der Gruppe, der Vereinigung, mit anderen Worten, bezüglich des Schöpfers.

Im Schema des geistigen Transistors ziehe ich das Licht, das von oben nach unten strahlt,nur im Maß meiner Vereinigung mit der Gruppe heran.

Es ist die freie Wahl im mittleren Drittel Tiferet. Einerseits gibt es das Ego, andererseits die Gruppe, und ich führe die Analyse entsprechend den Skalen „Wahrheit – Lüge“ und „bitter – süß“ durch, in Bezug auf mich und die Gruppe.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 24.09.2010

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Die Schwierigkeiten der Übersetzung

Die Kabbalisten sprechen die archaische Sprache: bezeichnen den Schöpfer als „König“, verwenden die Wörter, die man selten benutzt.

Die Formulierungen, der Stil, die Zitate entfernen den modernen Menschen vom inneren Inhalt. Man muss dieses Hindernis überwinden und aus dem Text das Wesentliche herausziehen.

Der Mensch wird jedoch in Wirklichkeit mit solchem Stil des Textes einverstanden sein, wenn er sich in den Artikel vertieft und fühlt, wie er im geistigen Raum realisiert wird.

Er nennt den Schöpfer wirklich den „König“, obwohl er diese Erscheinungsform in unserer Welt seltener trifft, da er im demokratischen Staat, in den Idealen der Freiheit und der Gleichheit lebt.

In der geistigen Realität, lernt der Mensch die Treppe der spirituellen Stufen kennen und empfindet folglich ihre mächtige Verbindung.

Er hat kein anderes Wort, um den Schöpfer anders als König zu charakterisieren. Er stimmt den Definitionen in der natürlichen Weise zu, welche von Kabbalisten den verschiedenen Erscheinungen der Geisteswelt gegeben wurden.

Unsere Aufgabe besteht jedoch darin, die Kabbala unserem Zeitgenossen näher zu bringen, weshalb wir uns folglich bemühen sollen, unsere Materialien für die Anfänger auf die Gegenwartssprache zu übersetzen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 22.09.2010

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Wenn die Entscheidung getroffen ist

Wir müssen einen Zustand erreichen, in dem wir uns zwischen Ägypten und der Freiheit finden und erkennen, dass wir, wenn wir uns vereinen, uns gemeinsam über unsere heutige Natur erheben und aus jedem früheren Zustand fliehen können.

Und solange das Böse noch nicht erkannt wurde und der Mensch noch in Ägypten bleiben will, macht es keinen Sinn, mit ihm zu reden. Das Exil muss in all seiner Bitterkeit, mit all seinen Problemen und Leiden wahrgenommen werden, damit endlich die Entscheidung getroffen wird, wegzugehen.

Unser Punkt im Herzen, „Moshe“ (Moses), zieht  (moshech) uns aus unserem momentanen Zustand nach vorne. Erst dann sind wir bereit, die Bürgschaft anzunehmen, und nicht früher.

Und in diesem Zustand existieren in dem Menschen sehr viele Verlangen nebeneinander. Natürlich bleiben in ihm noch all seine „Ägypter“ und der Pharao, aber es enthüllen sich bereits Moses, der Schöpfer, das Volk Israel – alle Eigenschaften des Menschen, sowohl die alten, egoistischen, als auch die neuen, altruistischen.

Der Mensch zweifelt, ob er aus dem Egoismus, aus dem Ägypten, ausziehen sollte. Und selbst nachdem er ausgezogen ist, hat er noch lange Zeit Zweifel, ob er richtig gehandelt hat und vielleicht lieber zurückgehen sollte – bis er seinen gesamten Egoismus korrigiert hat.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“ vom 17.09.2010

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Am Punkt zwischen dem Guten und dem Bösen

Der Sohar, Kapitel „Wajechi„, Punkt 244: Über die zukünftige Welt ist gesagt: „So wie die Tage des Baums [werden] die Tage Meines Volkes sein“. „Wie die Tage des Baumes“ – d.h. des Baumes des Lebens.

Es ist gleichzeitig gesagt: „Er wird den Tod auf ewig zerstören“, denn im Baum des Lebens gibt es keine Veränderungen, und es gibt darin keinen Tod.

Es geht darum, dass der Mensch sich im Punkt der Entscheidung, der Wahl zwischen dem Guten und dem Bösen, in Klipat Noga befindet. Dieses ganze System entsteht infolge dessen, dass einerseits der Schöpfer Adam verbietet, die Früchte vom Baum des Lebens zu essen, und andererseits, er ihm „seine Frau“ schickt, die ihn zur Sünde verführt – die verbotene Frucht zu kosten.

Somit existieren zwei Gegenteile zusammen. Und wir sollen uns weder verwirren noch unsere Wahrnehmung spalten, sondern verstehen, dass dieselben Differenzen, die in jedem Zustand existieren, wo der Schöpfer uns als irreführend bzw. in der uneindeutigen Beziehung vorgestellt wird, vorbestimmt sind, um uns in solche Lage zu bringen, in welcher wir nicht wissen, was wir machen müssen – dann werden wir Seine Hilfe brauchen.

Es ist eben Klipat Noga, der Punkt unserer Freiheit. Diese Freiheit erscheint gerade in jenem Punkt, wo sich zwei Beziehungen des Schöpfers – die böse und die gute – miteinander verbinden, sodass es ohne Seine Hilfe unmöglich wäre, zwischen ihnen zu unterscheiden, ihre Widersprüche zu beseitigen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 08.09.2010

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Stammzellen der Seele

In der Spiritualität verschwindet nichts. Ganz im Gegenteil werden die Unterschiede zwischen den Seelen immer klarer und jede individuelle Seele besitzt besondere Eigenschaften, die, gerade durch ihre Verbindung und die Gegensätzlichkeit zu den Eigenschaften anderer Seelen, den ganzen Reichtum der Wahrnehmung des Schöpfers entstehen lassen, 620fach größer als die Wahrnehmung einer einzelnen Seele.

Denn die Größe unseres spirituellen Gefäßes (Kli) wird nicht durch dessen Quantität, sondern durch die Qualität bestimmt. Deshalb enthüllt sich jede Seele mit einer größeren Kraft, Stärke, Einzigartigkeit.

Dies ist mit den universellen Stammzellen zu vergleichen, aus denen wie aus Bausteinen alles andere aufgebaut werden kann. Sowohl das Herz als auch die Leber, die Nieren oder auch die Lungen können aus dieser Grundlage, genannt Stammzelle, entwickelt werden.

Das Gleiche geschieht in der Spiritualität. Denn noch befindet sich jeder von uns in der „Stammzelle“ seiner Seele.

Später aber, wenn wir uns mit dem Gesamtsystem, der Gruppe, verbinden, sie an uns anschließen, wenn wir uns mit dem System der Seelen, das wir in der Gruppe enthüllen, und mit dem Schöpfer, der sich in dem System der Seelen enthüllt, verbinden, dann beginnen wir auch damit uns selbst zu ergründen: wer sind wir, wozu gehören wir, was stellt meine Seele dar, was ist meine Mission, was ist meine wichtigste Eigenschaft aus der Gesamtheit von Eigenschaften, von denen diese begleitet wird.

Aus diesem Grund verbindet sich jeder, der in der Spiritualität vorankommt, immer mehr mit den anderen und sticht gleichzeitig immer mehr durch seine Einzigartigkeit hervor, weil er durch die Verbindung mit den anderen seine „Stammzelle“ vergrößert.

Deshalb schreibt Baal haSulam in dem Artikel „Die Freiheit“, dass jeder Mensch seine einzigartigen Eigenschaften entwickeln und nicht unterdrücken soll, und dass wir gerade durch die Einzigartigkeit jedes Einzelnen das unvorstellbar große vollkommene Gefäß der Seele erlangen, in dem wir die gesamte spirituelle Welt und den Schöpfer 620fach stärker als am Schöpfungsbeginn wahrnehmen können.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 01.09.2010

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Die Verhüllung für die Rettung

In Wirklichkeit, gibt es keinen Unterschied zwischen dem Schöpfer und der Gruppe – er existiert nur in unserem Ego! Von mir wird nur ein einziger Parameter verhüllt: die Quelle des Genusses, und deshalb sehe ich die Gruppe anstelle des Schöpfers.

Diese Verhüllung dient als meine Rettung, damit ich mich uneigennützig verhalten kann, und nicht vom daraus stammenden Genuss bestochen werde! Deshalb werden von mir der Genuss und die Erfüllungen, die in der Gruppe existieren, verhüllt, und ich kann mit ihr die Beziehungen – frei und unabhängig aufbauen. Wenn mir der Schöpfer und Seine ganze Liebe sofort geöffnet würden, hätten sie mich in allem verpflichtet, und die Möglichkeit der Freiheit des Willens wäre annulliert!

Und in der Verhüllung des Schöpfers, bleibe ich ganz frei: ob ich mich der Gruppe annähere, oder – mich entfremde, ich kann alles machen und denken, was ich will. Die Verhüllung ist somit eine große Gnade des Schöpfers, die uns erlaubt, freiwillig zu arbeiten. Die Verhüllung lässt mir auch zu, neutral zu bleiben, und eigene unabhängige Persönlichkeit, eigene Werte zu schaffen. Ich denke, dass es eine Gruppe der Menschen gibt – aber in Wirklichkeit ist sie meine eigene Seele, mein spirituelles Kli!

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 01.09.2010

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Hast du etwas in deinem Leben alleine geschafft?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum erlaubt der Schöpfer einigen Menschen die grausamen, verbrecherischen Taten?
Meine Antwort: Die Wissenschaft der Kabbala erklärt in den Fragen der Wahrnehmung der Realität, der Freiheit des Willens und der Natur des Menschen, dass der Mensch, der sich in dieser Welt befindet, über keine Freiheit der Wahl verfügt. Und deshalb, führt er keine selbständigen Handlungen aus.
Wenn er die Freiheit der Wahl erreicht, die man nur in der kabbalistischen Gruppe bezüglich der Erreichung des geistigen Ziels realisieren kann, dann kann man sagen, dass er eine minimale Handlungsfreiheit bekommt, die man auf seine Rechnung stellen kann. Aber die Menschen, die kein geistiges Begreifen erreichten und die keine zwei Gegenteile verbunden haben: die Absicht und die Handlung – machen auch nichts! Sie beenden dieses Leben, als ob sie niemals lebten. Das heißt sie lebten nie als „Menschen“ – und nur ihr biologischer Körper lebte, wie bei allen anderen Tieren.
Es ist das Leben, nach dem Befehl ihrer Natur – und der Mensch kann über seine Natur nur anhand des Glaubens über dem Verstand hinaufzusteigen, wenn er eine andere Natur finden will. Die Vereinigung dieser zwei Naturen: der höheren und der unteren – wird als die menschliche Stufe im Menschen bezeichnet. Und nur derjenige, der sie erreicht hat – hat auch irgendwelche selbständigen Handlungen gemacht, für die man ihn entweder rechtfertigen oder bestrafen kann. Das heißt, man kann nur den Kabbalisten für die selbständigen Handlungen richten. Und der gewöhnliche Mensch ist unschuldig – weil er seiner Natur gehorcht, und nichts selbständig macht. Natürlich sind in unserer Welt die Strafen notwendig, aber auch diese legen wir unfreiwillig auf, weil uns die höhere Lenkung dazu verpflichtet – sei es durch das Gericht, den Staat oder die Polizei – um die Entwicklung zu beschleunigen!
Auf diese Weise wirkt die höhere Lenkung auf alle Menschen – Marionetten ein, um sie an den Moment der freien Wahl näher zu bringen.
Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 31.08.20

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 13

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Auf den Wegen von Kabbalisten schreiten

Obwohl er eine Seele hat, ist er nicht im Stande, sich aus eigener Kraft zu der Erkenntnis des Schöpfers zu bewegen, bis er Inspiration von Oben bekommt. Dann wird ihn dies (und nur dies) dazu verpflichten, innezuhalten, den Anweisungen der Weisen (wie man sich vom eigenen Egoismus lossagen kann) zu folgen und auf diese (ihre Anweisungen) völlig zu vertrauen (indem man sich annulliert)

Baal HaSulam, Brief 19

Und da in jeder Generation zweifellos das Individuum weiter entwickelt ist, bedeutet das, wenn (die Zeit kommt und) gewöhnliche Menschen sich (gezwungenermaßen) von ihrer Qual und ihrem Leid befreien wollen, müssen sie sich der bewussten Weiterentwicklung (in der Spiritualität, im Geben und in der Liebe) zuwenden – dem Weg der Tora. Sie (die Massen) haben keine andere Wahl, als sich und ihre körperliche Freiheit beiseite zu stellen und dem Individuum Gehorsam zu leisten, den Anordnungen (des spirituellen Anführers) zu folgen und die Mittel der Heilung (die Methode der Korrektur des Egoismus), die dieses Individuum ihnen anbietet, anzunehmen.

Baal haSulam „Die Freiheit“

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