Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Entwicklung'

Der Aufbau des Verlangens


Alles geschieht in dem Verlangen, Freude zu empfangen, das vom Schöpfer geschaffen wurde. Bei seiner Entwicklung geht dieses Verlangen durch Veränderungen. Anfangs bin ich mit dem Verlangen einverstanden und nicht im Konflikt mit ihm. Welcher Konflikt sollte schließlich vorhanden sein, solange ich mich nicht vom Verlangen trenne und nach seinem Befehl handle?

Ich weiß immer noch nicht, dass nicht ich es bin, der etwas will, sondern dass das Verlangen mich kommandiert. Ich erkenne oder unterscheide mich immer noch nicht gesondert als:

1. Ein Verlangen
2. Ein menschliches Wesen

Wenn der Punkt im Herzen (der Schöpfer) in mir erwacht und mir die Sehnsucht zu geben gibt, dann erkenne ich, dass das Verlangen nicht mein Eigenes ist. Jetzt gibt es:

1. Ein Verlangen
2. Ich (der Punkt im Herzen)

Beim Versuch die Verlangen zu ändern, trenne ich sie von mir mehr und mehr ab und beginne zu fühlen, dass ich ihnen Untertan bin. Ungeachtet der Tatsache, ob ich meine Verlangen genieße oder wegen ihnen leide, beginne ich zu verstehen, dass Verlangen zu mir gesandt wurden. Meine Realität scheint dann aus drei Elementen zu bestehen:

1. Der Schöpfer
2. Die Verlangen, die von Ihm gesandt wurden
3. Ich

Kabbala erklärt, dass ich die freie Wahl habe, um die Wichtigkeit des spirituellen Ziels über die Interessen meines Körpers und meines momentanen Lebens zu erheben. Dies kann unter dem Einfluss der Gruppe und des Höheren Lichts geschehen. Ich kann dann meine Verlangen ändern, um das Ziel zu erreichen. Auf diese Weise werde ich mich dem Schöpfer, dem Geben, angleichen.

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Durch Noachs Arche in einer neuen Welt auftauchen

Wenn unsere egoistischen Verlangen sich schlecht fühlen, dann treibt uns dies wie mit einer Peitsche auf der Suche nach dem Glück von hinten an. Allerdings ist dies nicht genug, um in die richtige Richtung zu gehen, denn das Ziel der Schöpfung ist nicht, vor dem Egoismus zu fliehen. Dies ist lediglich eine Art von Hilfskraft, die uns voran treibt.

Um in die richtige Richtung zu zielen, brauchen wir ein Verlangen von Oben – einen Funken oder Punkt im Herzen, der uns zur spirituellen Entwicklung hin zieht. Dieser Funke bringt uns zu einer kabbalistischen Gruppe und einem Lehrer, so dass wir wachsen und uns darin entfalten können.

Mit diesen Komponenten müssen wir für uns eine „Arche“ bauen, wohin wir all dem Schlechten, was uns verwirrt und unser spirituelles Wachstum verhindert, entkommen können. Gleichzeitig müssen wir jedoch verstehen, dass wir nichts, weder äußerlich noch innerlich, gegen diese Störungen unternehmen können. Diese enthüllen sich in uns und um uns herum, um dadurch gezielt unsere Kräfte und unsere Entschlossenheit dagegen stärken zu lassen. So wie das tosende Wasser der Sintflut alles zerstört, was schädlich ist, und nur das Notwendige übrig lässt.

In der Tat sind wir hier zusammen gekommen, um in uns eine Arche zu bauen, welche die Eigenschaft des Schöpfers, das Geben, darstellt. Diese Arche wird unsere Zuflucht sein.

Aus dem Sohar: Gehe du und dein ganzes Haus in die Arche, …denn alle, die nicht Zuflucht nehmen in der Arche, werde ich tilgen hinweg von der Fläche des Erdbodens.

Wir müssen alles, was wir können, in Bina legen, der Eigenschaft des Gebens, dem Schöpfer. Wir können dies tun, indem wir uns Ihm vollständig hingeben und uns an Ihn wie ein Same in der Gebärmutter anheften. Alles was wir dieser Eigenschaft beifügen können, wird geschützt und kann sich in Spiritualität entwickeln.

Alle Eigenschaften, welche sich nicht an Bina anschließen können, werden von den Wassermassen der Sintflut zerstört. Noach ist das einzige Verlangen in uns, das uns zur Spiritualität führen kann, vorausgesetzt, wir schneiden es von den restlichen Verlangen, welche sich nicht spirituell entwickeln können, ab. Deshalb ist unser Streben nach Spiritualität nur von unserer Verbindung mit diesem Verlangen abhängig. Dies ist das einzige Verlangen, das wir heranbilden sollten.

Wir müssen die übrigen Verlangen abschneiden und sie in der Sintflut ertrinken lassen, weil wir nur mit dem einen Verlangen, das durch Noach symbolisiert wird, voran kommen können. Mit diesem Verlangen können wir eine neue Welt aufbauen – die Welt nach der Flut.

Wir wissen nicht, wie die neue Welt aussehen wird. Wir entwickeln uns in Bina wie in einer Gebärmutter und wenn wir wieder auftauchen, wird es eine neue Welt geben!

Buchstaben sind Verlangen

„Vorwort zum Buch Sohar„, Punkt 9: Wie im Buch Sohar bezüglich der Zweiten Einschränkung geschrieben steht, spricht der Sohar nicht von der Welt Azilut als solcher, weil diese als der weiße Hintergrund im Buch betrachtet wird. Untersucht wird vielmehr nur deren Leuchten in den drei Welten BYA, welche die Farben, die Buchstaben und deren Kombinationen im Buch darstellen, auf dem Hintergrund der Welt Azilut.

Alles geschieht innerhalb des Verlangens zu empfangen. Alle Buchstaben sind Gefäße der Wahrnehmung (Kelim), sie sind verschiedene Formen des Verlangens zu empfangen, die sie unter dem Einfluss des Lichts annehmen.

Wenn das Licht das Verlangen beeinflusst, führt es dieses durch alle Phasen der Entwicklung – Schoresch (O), Alef (1), Bet (2), Gimel (3) und Dalet (4). Das Ergebnis ist Malchut, das sogenannte „Kli“ – das Gefäß der Wahrnehmung.

Eine andere Möglichkeit dies auszudrücken ist, dass es Keter – Rosh (Kopf) gibt, und von dort „Taamim“ (Geschmäcker), „Nekudot“ (die Punkte bei den Buchstaben, welche für die Vokale stehen), „Tagin“ (die Kronen über den Buchstaben) und „Otiot“ (Buchstaben) sich nach unten ausbreiten. Die Buchstaben sind die letzten Reshimot (Erinnerungen) der Nekudot (des Verschwindens des Lichtes).

In jedem Fall sprechen wir ausschließlich über das Verlangen; dies ist das Einzige, wovon das Buch Sohar spricht. Wir müssen uns genau auf diese Art von Wahrnehmung ausrichten – darauf, dass alles, worüber wir sprechen, nur von unserem Verlangen handelt, und was darin geschieht.

Der Sohar spricht nicht darüber, wie das Licht sein Handeln plant, wie es zu uns herabsteigt, uns kontrolliert und im Hintergrund arbeitet. Dies ist nicht unsere Angelegenheit, denn wir können nicht die abstrakte Form und das Wesen begreifen. Wir befinden uns in einem Raum, genannt „das Verlangen zu empfangen“, in dem wir leben. Dieser gehört uns und wir gehören ihm.

Dies sollte uns dabei helfen, den richtigen Ansatz für das Studium der gesamten Wissenschaft der Kabbala zu finden, einschließlich des Buches Sohar. Die Kabbala spricht nie über etwas anderes, als über die Seele.

Das Einzige, wovon in der Kabbala gesprochen wird, ist, wie die Kabbalisten dieses Verlangen zu empfangen enthüllen, welches vom Schöpfer geschaffen wurde und als Seele bezeichnet wird und was in diesem Verlangen geschieht. Unser gesamtes Studium dient nur diesem Zweck: den Schöpfer in dem erschaffenen Geschöpf zu enthüllen, in der Seele.

Wenn ein Mensch jedoch die Tora oder die Kabbala aus irgendeinem anderen Grund außer der Enthüllung der Eigenschaft des Gebens im Verlangen zu empfangen studiert, ist dies kein wirkliches Studium der Tora. Mehr noch, er verwandelt es in einen „Todestrank“ und entfernt sich immer weiter von der Wahrheit.

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In der spirituellen Welt laufen lernen


Wenn wir einem Baby das Laufen beibringen, stellen wir es auf seine Füße und ermutigen es, einen Schritt zu machen, dann den nächsten und so weiter. Doch hinsichtlich unserer spirituellen Entwicklung, können wir nicht einmal einen Schritt alleine tun. Der Schöpfer stellt uns auf unsere Füße und hält uns aufrecht, sodass wir laufen können, doch wir bekommen Angst und verstehen überhaupt nichts. Wir werden unfähig gelassen, auch nur einen Schritt vorwärts zu machen!

Und das geschieht aus dem Grund, dass in der Spiritualität jeder Schritt vorwärts entgegen unserer Natur ist und deshalb verstehen wir nicht, wie wir ihn machen müssen. Es gibt in dieser Hinsicht keine Anstrengungen, die uns helfen können. Das Einzige, was uns bleibt ist, den Schöpfer zu bitten, uns zu zeigen, wie wir den Schritt tun sollen und uns den Verstand und die Kraft zu geben, so wie Er zu handeln.

Alles was wir also tun müssen ist, Ihn zu bitten! Der Schöpfer braucht uns nicht, damit wir alleine Handlungen ausführen. Er möchte, dass Wir verstehen, dass wir von Ihm lernen müssen, wie wir Ihm gleich werden. Er möchte, dass wir Ihn um Hilfe bitten, denn dann werden wir eine Verbindung zu Ihm haben.

Den gesamten Weg, den wir gehen müssen, sind wir niemals in der Lage, selbst einen Schritt nach vorne zu tun. Denn jeder Schritt bringt uns höher in eine neue Welt und das ist etwas, wofür wir kein Verlangen haben und es fehlt uns ebenfalls der notwendige Schirm und das Licht.

Wir enthüllen nur neue Zustände und finden uns selbst in einem Dilemma: dahin zurück laufen, woher wir gekommen sind, zu unserem irdischen Leben oder den Schöpfer fragen, uns nach vorne zu bringen? Alles andere, das wir benötigen, wurde für uns von Oben vorbereitet – zusätzlich zu unserer Bitte!

Doch es ist wirklich nicht ganz einfach, an den Punkt zu gelangen, diese Bitte auszuführen. Es erscheint einfach, doch an dem Punkt bleibt jeder hängen.

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Ein Kabbalist spiegelt den Egoismus der Menschheit wider

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist der Unterschied zwischen den Büchern, die ein Kabbalist in der Vergangenheit geschrieben hat und den Büchern, die von heutigen Kabbalisten geschrieben wurden?

Meine Antwort: Baal HaSulam sagt, dass Rabbi Akiva ganz sicher mehr wusste als Rabbi Shimon, da er ihm voraus ging – er war sein Lehrer. Doch die Stufe der Kabbalisten vor Rabbi Akiva war noch höher.

Selbstverständlich wusste Baal HaSulam weniger als Rabbi Shimon und weniger als alle vorherigen Kabbalisten. Doch um für uns zu sorgen, wurde ihm die Möglichkeit gegeben, seine Stufen zu lernen und auszudrücken. Das ist es, worüber er über selbst schreibt.

Wir bewerten einen Kabbalisten anhand seiner Bücher: „Das ist ein fantastisches Buch! Ich verstehe alles darin! Das ist ein großer Kabbalist!“ Doch wenn ich seine Bücher verstehe, dann ist er vielleicht doch kein so großer Kabbalist.

Anders ausgedrückt, wir bewerten einen Menschen daran, wie nah er uns ist und in welchem Maß er sich auf unsere Stufe begeben kann, nicht anhand seiner Erhöhung, sondern anhand seiner Fähigkeit, ein Lehrer zu sein. Und um unser Lehrer zu sein, ist es für ihn nicht nötig, groß zu sein.

Entlang der historischen Entwicklung des Egoismus in jedem Menschen und in der Gesellschaft wird die Stufe der Kabbalisten niedriger.

Während der „Zeit des Tempels“ (der Tempel ist die Seele eines jeden Menschen auf der Stufe von Geben und Liebe und dem Fall des Tempels ist der Abstieg in die Beziehungen des Hasses)nahmen die Menschen ganz klar das Spirituelle wahr, was bedeutet, dass sie Liebe und Gemeinsamkeit spürten, als ein Mann lebten und dem Schöpfer gleich wahren. Sie verstanden und spürten selbst diese Dinge.

Wir können uns nicht vorstellen, was das bedeutet. Es steht geschrieben, dass wir im Vergleich zu ihnen Esel neben den Menschen sind. Das ist keine Übertreibung oder ein schöner Ausdruck. Sie hatten einen vollkommen anderen Verstand, Sichtweise und Sinn.

(Aus einem Unterricht über den Artikel „Das Wesen der Weisheit der Kabbala„)

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Das allumfassende Wesen des Lichtes


Eine Frage, die ich erhielt: Warum bekommt ein Mensch durch die innere Veränderung, in seiner Annäherung der Wirklichkeit vom Empfangen zum Geben, die unbegrenzte Fähigkeit, die Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zu kennen?

Meine Antwort: Das Licht, die Eigenschaft des Gebens, welche der Mensch enthüllt, umfasst alles, denn es ist die einzige Kraft in der gesamten Natur und die Natur selbst. Das Licht lenkt uns, die Schöpfung, denn wir allein wurden erschaffen. Seine sich erweiternde Enthüllung in uns offenbart uns alles jenseits von Zeit, Raum und Bewegung. Darum weiß ein Mensch um alle Handlungen des Schöpfers – von Anfang bis Ende – wenn er seine Eigenschaften des Gebens enthüllt.

„Es gibt keinen Schöpfer ohne ein Geschöpf, welches Ihn offenbart“. Die Eigenschaft des Gebens, welche die Schöpfung beeinflusst, ist eigentlich der Schöpfer. Wenn diese Eigenschaft, die mich erschuf, beginnt, in mir zu regieren, dann bedeutet das, dass ich den Schöpfer enthülle. Die Eigenschaft der Herrschaft des Verlangens zu geben und die Absicht zu geben in mir, wird die Enthüllung des Schöpfers genannt.

Solche Enthüllung geschieht im Ausmaß, wie ich selber zum Geber werde. Wie kann ich dann sagen, dass ich den Schöpfer enthülle? Wer ist das „Ich“, welches den Schöpfer enthüllt? Es stellt sich heraus, dass es Eigenschaften in mir gibt, die noch dabei sind, den Schöpfer zu enthüllen. Später, wenn ich alles vollständig enthüllt habe, dann gibt es keine Trennung mehr zwischen „Ihm“ und „mir“, sondern nur die Eigenschaft des Gebens, die einzig in mir herrscht und nichts anderes.

Letztendlich beginne ich, die mich antreibende Kraft zu ersetzen und ich entwickle das Verlangen, diese selbst zu wandeln, damit ich anstelle der ständigen Gedanken des Empfangens, nur noch daran denke, wie ich geben kann. Ich habe eigentlich nur die schlechte Gewohnheit, dauernd an das Empfangen um meiner selbst willen zu denken, und es ist mir unmöglich, diese loszuwerden.

Baal HaSulam schreibt, dass es sich bei der Entscheidung, zum Willen zu geben überzugehen, nur um ein psychologisches Problem handelt und um nichts anderes. Im Willen zu geben gibt es noch viele weitere Möglichkeiten für meine Entwicklung und den Empfang von Genuss. Doch ich stecke im Willen zu empfangen fest und die gesamte Menschheit lebt auf diese Weise.

Darum müssen wir alle eine äußere Kraft gegen unsere Gewohnheit anwenden, die Kraft, die das Umgebende Licht ist. Durch die Kraft dieses Lichtes, die „Meine Söhne haben mich besiegt“ genannt wird, wird unser Arbeitsprogramm geändert.

Nur deine Augen werden sehen


Zwei Fragen, die ich über die innere spirituelle Entwicklung erhielt:

Frage: Wer erschafft die spirituellen Eigenschaften in mir? Mache ich das selbst oder tut das der Schöpfer für mich?

Meine Antwort: Auf dem spirituellen Weg enthüllt ein Mensch ständig neue Ebenen der Realität und allmählich entsteht vor ihm ein einziges System. Es ist ein großartiger Mechanismus, der jedes Atom und Molekül in der gesamten Schöpfung lenkt. Dieser Mechanismus lenkt ebenfalls ihre Verbindung untereinander und welche Veränderungen stattfinden.

Wir wissen nicht, was wir in Folge unserer spirituellen Suche enthüllen werden, aber es ist unsere Aufgabe, den Schöpfer durch die Beispiele Seiner Handlungen kennenzulernen.

Frage: Ist es möglich, zwei Sichtweisen zu vereinen: „Es gibt niemand außer den Schöpfer“ und „Es gibt niemand außer mir“?

Meine Antwort: Wir können uns nicht vorstellen, diese Gegensätze in unserer Sprache, unseren Gefühlen und unserem Verstand zu vereinen.

Wenn du spürst, dass du ein wenig höher als die Stufe dieser Welt aufgestiegen bist und wenn deine vorgefassten Meinungen von Raum und Zeit verschwinden, wird sich eine völlig neue Wahrnehmung in deinem Verstand bilden. Doch selbst in der spirituellen Wahrnehmung sind wir durch die Beschreibungen der Welten BYA begrenzt.

Ein Mensch ist fähig, noch höher aufzusteigen, doch er ist nicht fähig zu beschreiben, was ihm dort enthüllt wird, denn es gibt keine Buchstaben, Worte oder Töne, um es zu beschreiben. Das ist so, weil unsere gesamte Wahrnehmung auf Kontrasten basiert. Zum Beispiel Licht und Dunkelheit, gut und böse. Oberhalb der Welten von BYA jedoch vermischen sich gut und böse zu einem. Aber das können wir nicht beschreiben.

Daher gibt es eine Antwort auf deine Frage, aber es ist unmöglich, es auszudrücken. Wie also kannst du die Antwort finden? Steige auf und sie wird dir enthüllt. Es steht geschrieben „Nur deine Augen werden es sehen, jedoch die Augen eines anderen nicht“.

(Aus dem Unterricht über die „Einführung zum Buch ‚Aus dem Mund eines Weisen‘“, 6.11.09)

Alles geschieht gemäß unseren Reshimot (den spirituellen Genen)

In der physischen Welt weiß eine Mutter, wann ihr Baby gefüttert werden muss. Was unseren spirituellen Aufstieg betrifft, so muss ein Baby (ein Mensch, der sich in der Anfangsphase der Entwicklung eines Kabbalisten befindet) die Mutter selbst um Essen bitten. Er muss wissen, wie man sich an die Höhere Stufe wendet, damit diese ihn zu sich hochhebt und ihn mit Licht füllt.

Alles passiert gemäß dem Verlangen des Niederen (des Menschen), um dem Höheren (dem Schöpfer) gleich zu werden. In der spirituellen Welt finden alle Handlungen entweder gemäß den Reshimot (Informationsdaten, die unseren Zustand bestimmen) statt, welche ohne unsere Wahl in uns verwirklicht werden, oder indem wir unsere Verlangen nach Korrektur den Reshimot hinzufügen. D.h. wir können unsere eigenen Gebete oder Bitten nach Korrektur hinzufügen.

Wir dürfen nicht künstlich darum bitten. Das würde nichts nützen. Wenn unser Wunsch reif ist, dann wird er den Einfluss des Lichtes nach Korrektur anfordern.

Der Höhere Parzuf (der Schöpfer) befindet sich in einem Zustand absoluter Ruhe und ändert sich nie. Nur unsere inneren Reshimot (Aufzeichnungen unseres Zustandes) machen Veränderungen durch. Deswegen meinen wir, dass wir uns in einer sich verändernden Welt befinden, doch in Wirklichkeit ändert sie sich in uns, bezogen auf einen sich unverändernden Hintergrund – dem Weißen Licht, dem Schöpfer.

Reshimot, die ohne unsere Teilnahme in uns erwachen, entwickeln uns nicht in die spirituelle Welt. Wir treten einfach auf der Stelle, bis wiederholtes Leiden uns schlauer macht und uns zwingt, nach spiritueller Entwicklung zu suchen. Unsere Probleme werden von Reshimot verursacht, die sich naürlich entfalten.

Wenn man jedoch einer Gesellschaft beitritt, die sich um spirituelle Entwicklung kümmert, wird man von dort Reshimot empfangen, die aus der Verbindung mit anderen Seelen herstammen. Man wird Reshimot durch eigene Bemühungen erhalten, und dies sind die Reshimot, die man korrigieren muss, um die Höhere Welt zu enthüllen. Wie macht man das? Indem wir sie durch unser Gebet nach Korrektur erheben.

 

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Hör einfach zu und du wirst vernehmen, wie der Schöpfer zu dir spricht


Die Geschwindigkeit des spirituellen Fortschritts eines Menschen hängt davon ab, wie aufmerksam man sich im Leben mit allem, was einem geschieht, in Beziehung befindet und ob man nicht einen Moment vergehen lässt, ohne sich mit der Spiritualität zu verbinden. Man sollte ruhelos wie ein Kind sein und jeden einzelnen Moment verwenden. In dieser Hinsicht ist die Umgebung sehr wichtig. Die Umgebung beschleunigt die Entwicklung eines Menschen, indem sie ihm die richtige Richtung vermittelt und ihn ständig vorwärts drängt.

Mit der Hilfe der Umgebung kann der Mensch herausfinden, dass selbst die ruhigsten Momente einen großartigen Inhalt besitzen. Es ist besonders während dieser Momente, in denen er die leidenschaftliche Gesinnung des Schöpfers ihm gegenüber entdeckt. Es gleicht der Entdeckung einer neuen Welt unter der ruhigen Wasseroberfläche.

Laufen Sie nicht am Leben vorbei. Wir sollten keinen einzigen Moment versäumen, denn jeder Moment ist eine Gelegenheit, sich mit dem Schöpfer zu verbinden. Das nennen wir die Rückkehr des Lebens zu seiner Quelle. Wir müssen verstehen, was Er uns durch jede Lebenslage, die Er uns gibt, mitteilen möchte. Unser ganzes Leben ist ein Gespräch zwischen uns und dem Schöpfer. Weil wir jedoch Momente entschlüpfen lassen, hören wir Ihn nicht! Wenn wir nur hinhören, werden wir in jedem Moment die Stimme des Schöpfers vernehmen.

Auf diese Weise werden wir die materielle Zeit mit der Spiritualität verbinden. Sie werden sich als Einheit verbinden und wir werden das spirituelle Bild sehen. Wenn ein Mensch die Zeit als eine Anhäufung von Aktivitäten wahrnimmt, dann ist er bereit, sein Leben als einen spirituellen Prozess zu betrachten. Jedoch nur die Umgebung ist fähig, uns auf dieses Lebensgefühl einzustimmen.


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Erhöhe die Frequenz deiner spirituellen Bewegung auf Lasergeschwindigkeit


Es steht geschrieben, dass der Eintritt und der Austritt des Lichts in das Verlangen und hinaus, in dem Verlangen ein Erkennen des Lichts und Seiner Quelle erzeugt. Wie viele Male muss also das Licht in mein Verlangen ein- und austreten, damit ich mir meiner selbst, meines Zustandes und meiner Handlungen bewusst werde? Und wo beginnt mein eigenes Verlangen, meine eigene Entscheidung und Freiheit des Willens und der Absicht?
Der Ein- und Austritt des Lichts und Sein wechselnder Einfluss, erschafft ein Verlangen (Kli, Gefäß). Das Verlangen wird wegen der verschiedenartigen Einflüsse des Lichts immer komplexer und beginnt allmählich seinen eigenen Zustand zu verstehen. Es fängt an, unabhängig vom Licht seine eigenen Entscheidungen zu treffen, betreffend, wie es nach dem Licht verlangt und danach strebt.

Spirituelles Leben wird durch die Frequenz des Eintritts und Austritts des Lichts in das Verlangen und hinaus beurteilt. Es hängt von der Frequenz ab, mit der ein Mensch diese Handlungen hervorruft, als auch davon, wie er sie erträgt und nutzt.

Das gleicht unserem materiellen Leben, wo sich die Geschwindigkeit von allem ständig erhöht. Mit der Entwicklung der Technologie, erhöhte sich die Frequenz von Geräten von Hertz zu Megahertz und von Langwellen über Radiowellen zu Lasern.

In der Spiritualität ist eine Person wie ein Gerät, dass an der Frequenz seiner Bewegung, seinen „Start – Stopp“-Intervallen oder dem Ein- und Austritt des Licht in und aus seinen Verlangen gemessen wird. Je mehr eine Person vorankommt, umso mehr freut sie sich über die Veränderungen, die in ihr stattfinden und umso mehr weiß sie, wie man sie nutzt und sie kontrolliert.

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