Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wie man den Sohar genießt

Was lehrt uns der Sohar? Wir wissen aus der Wissenschaft der Kabbala, dass der Schöpfer nur ein einziges Verlangen erschaffen hat, in welchem jegliche weitere Entwicklung stattfindet. Dieses eine Verlangen beinhaltet zahlreiche einzelne Verlangen, welche zusammen in einem System verbunden sind, welches „Adam“, die allgemeine Seele, genannt wird.

Entsprechend Seinem Programm begann der Schöpfer dann die Verbindungen zwischen den Teilen dieses Verlangens zu korrumpieren. Dadurch begannen sie, die Verbindung untereinander zu verlieren, ähnlich wie Organe in einem erkrankten Körper, die aufhören, in korrekter Art und Weise zusammen zu arbeiten. Die Folge davon ist eine Unausgeglichenheit und wir fühlen Krankheitssymptome, wie steigenden Blutdruck und erhöhte Temperatur, eine falsche chemische Zusammensetzung des Blutes usw. Dies alles sind Anzeichen, dass der Organismus nicht im Gleichgewicht ist, und dies nennen wir Krankheit.

Warum tut der Schöpfer dies den Seelen an? Er tut dies in der Absicht, damit wir die Verdorbenheit fühlen und sie dann beginnen zu korrigieren. Die Krankheit ist die Beschädigung der Verbindung zwischen uns, welche alle Teile eines einzigen Systems sind. Da diese Verdorbenheit uns trennt, beginnen wir uns immer weniger miteinander verbunden zu fühlen.

Es gibt 125 Stufen in diesem Verlust der Verbindung zwischen uns. Dies ist ein Abstieg von der Unendlichkeit, wo wir unendlich miteinander verbunden sind, bis hin zum Zustand, wo diese Verbindung völlig verschwindet.

Darüber hinaus gibt es eine Ebene, genannt „Parsa„, entlang der 125 Stufen, an der eine noch größere Verdorbenheit entsteht. Anstatt einer positiven Verbindung oder deren Verlust, formen wir eine negative Verbindung. Deswegen will jeder die anderen zu seinem Nutzen ausbeuten. Der Organismus stirbt nicht einfach, sondern zehrt sich selbst vollständig auf.

Dieser Abstieg in das Verlangen, andere auszubeuten, geht so lange weiter, bis der Zustand erreicht ist, in dem wir vollkommen alle Verbindungen zwischen uns verlieren – sowohl die positive Verbindung des Gebens wie auch die negative Verbindung des Empfangens. In diesem Zustand existieren wir im absoluten Gegensatz zur Spiritualität, wo alle Erkenntnisse und das Wissen fehlen. Dies ist ein Resultat unserer Trennung von einander, wo wir die Welt wahrnehmen als eingebildete Realität. Aber warum ist das alles Einbildung? Weil dies gezielt vom Schöpfer so eingerichtet wurde, um uns eine Illusion seiner Abwesenheit zu geben.

Was also sollen wir tun? Wir müssen verstehen, dass wir unsere Verbindung zwischen uns korrigieren müssen. Der Aufstieg der Seelen von unserer Welt zur Welt der Unendlichkeit geschieht in dem Ausmaß, in dem wir die Verbindung zwischen uns stärken. Die Wiedererlangung der Verbindung unter uns erschafft den Aufstieg.

Je mehr wir uns unseren Zustand in der Verbindung mit anderen Seelen vorstellen, desto mehr werden wir das Buch Sohar genießen können. Das Buch Sohar wurde letztendlich durch einen Aufstieg in die Welt der Unendlichkeit geschrieben. Die Verfasser des Sohar schrieben dieses Meisterwerk vom Aufstieg der 125. Stufe aus, in welcher sie zusammen verbunden waren.

Während wir den Sohar studieren, müssen wir ein Verlangen nach Verbindung zwischen uns fühlen. Es ist nicht nötig „klug“ zu sein. Es reicht völlig aus, sich zu erinnern, dass wir alles in der Verbindung zueinander erreichen werden.

Eigentlich spricht der Sohar nur über die Verbindung zwischen den Seelen. Er erklärt unsere Verbindung in dem globalen System, welches „Adam“ genannt wird, mit all den anderen Seelen und wie wir dies benutzen können, um gemeinsam in Verbindung zu treten, zu einem gesunden und korrekt funktionierenden System.

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Wir werden gemäß unserer Anstrengungen belohnt

Der Sohar, Kapitel Bo, „Komm zum Pharao“, Punkt 68: Es nähert sich den Kräutern auf andere Weise: Wenn der ruhige Nil von Malchut an seinen Platz zurückkehrt, während er steigt und fällt. Da seine Wasser still sind, läuft er ruhig und das große Ungeheuer klettert auf jene Nile und ist nicht dort im stillen Nil. Und all die Kräuter wachsen auf beiden Seiten um diesen stillen Nil. Dann klettert das Ungeheuer zu diesen Kräutern und wächst unter ihnen heran, und kehrt danach zu all diesen Nilen zurück.

In diesem Abschnitt erklärt uns der Sohar, wie sich das Direkte Licht im Reflektierenden Licht enthüllt. In dem Ausmaß, wie die Verlangen in Malchut mit dem Reflektierenden Licht arbeiten können, kleidet sich das Direkte Licht darin. Wenn sich das Reflektierende Licht vermindert, so verschwindet das Direkte Licht darin.

Was birgt diese Geschichte für uns, wenn wir sie nicht verstehen und nicht unser Verlangen und deren Erfüllung damit verbinden können? Der Sohar gibt uns keine Erklärung, wie wir uns an diese Geschichte halten können. Es wird uns hier nicht genau vermittelt, was hier geschieht oder was wir daraus ziehen können.

Die Antwort ist, dass er gar nicht diese Geschichte klären möchte. Der Sohar könnte uns dies in der Sprache der Kabbala oder in einer anderen sensibleren, psychologischen und verständlicheren Weise erklären. Stattdessen jedoch lässt der Sohar Raum für unsere Anstrengungen, dies zu verstehen und zu fühlen, „Was ist dies alles? Wofür ist es? Wo befindet es sich in mir?“ Alles was dort beschrieben wird, findet ohne jeden Zweifel im Menschen statt.

Ich führe all die Handlungen selbst aus, welche im Buch Sohar beschrieben werden. Im Grunde ist mein wahrer Zustand, dass ich mich jetzt in der Welt der Unendlichkeit befinde, aber es 125 Stufen der Verhüllung zwischen meinem gegenwärtigen Zustand und der Welt der Unendlichkeit gibt.

Der Sohar stellt all diese Dinge absichtlich auf diese Weise dar, damit ich all dies in mir suche, um zur Wahrnehmung der Welt der Unendlichkeit zurückzukehren. Die Suche selbst gebiert neue Eigenschaften, Sinne und innere Unterscheidungen in mir. Dies hilft mir, zu fühlen, was ich derzeit nicht wahrnehme, durch die Entwicklung meiner Sinne zur Wahrnehmung der spirituellen Welt.

Daher ist dieser Aufwand erforderlich, so wie geschrieben steht: „Man erhält eine Belohnung entsprechend der Anstrengung.“ In der spirituellen Welt wird nichts anderes helfen, als deine Anstrengung. Auch steht geschrieben: „Ich habe mich angestrengt und habe gefunden.“ Wann wirst du Spiritualität finden? Wenn das Höhere Licht dich in demselben Maße beeinflusst, in dem deine Anstrengung ist. Dann werden deine Sinne mit der spirituellen Wahrnehmung gefüllt werden. Genau das geschieht bei jedem Aufstieg von einer Stufe zur nächsten. Daher ist die wichtigste Sache, sich zumindest auf die erste spirituelle Stufe zu erheben.

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Die drei Komponenten unserer spirituellen Entwicklung

1. Der Lehrer oder Dozent richtet mich auf das Ziel aus und erklärt die Stufen, die zu seiner Erreichung führen.
2. Die Bücher (authentische Quellen) sind die Quelle des Umgebenden Lichtes, das mich korrigiert und in geringerem Maße eine Quelle des Wissens und der Beispiele.
3. Die Gruppe oder Umgebung nutzt mein Gefühl des Neides (Kinat Sofrim) und der Eifersucht, trotz der mich dominierenden Eigenschaft des Empfangens, um mein Streben zu erwecken, die Eigenschaft des Gebens zu erwerben.

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Es gibt nur eine Quelle des spirituellen Verlangens


Die größte Frage, vor der wir stehen lautet, wie kann ich ein Verlangen für die Spiritualität erwerben, ein Verlangen danach zu sein, wie der Schöpfer? Wie können wir danach verlangen zu „Gebenden“ zu werden? Die Kabbalisten sagen, der beste Weg sich spirituell zu entwickeln, geschieht durch ein Mittel, das „die Gruppe“ genannt wird. Alltägliche zwischenmenschliche Beziehungen in unserem Umfeld, mit den Gefühlen von Neid, Hass, Liebe, Abneigung und dem Willen nach Macht, können uns helfen einen größeres Verlangen nach spiritueller Entwicklung zu erwerben.

Wir können einfach das spirituelle Verlangen unserer Freunde in uns aufnehmen. Tatsächlich ist es so, dass wir danach verlangen werden, obwohl es in Wirklichkeit unseren eigenen Wünschen zuwider läuft, denn Neid oder andere „negative“ Gefühle den anderen gegenüber werden bewirken, dass unser Verlangen nach Spiritualität noch weiter wächst.

Wir sind alle Teil eines spirituellen Systems, wo wir alle als ein Ganzes miteinander verbunden sind. Selbst, wenn daher mein Umfeld etwas wünscht, das unnatürlich und sogar schädlich für mich ist, werde ich dies, gegen meine eigene Natur, widerwillig auch wünschen. Ich bin also von anderen beeinflusst, denn irgendwann in der Vergangenheit habe ich mein spirituelles Leben von und durch andere empfangen.

Dieses Netz der Verbindungen zwischen uns besteht auch heute noch. Ich bin mit allen anderen verbunden, aber ich kann diese Verbindung einfach nicht fühlen und deshalb fließt in diesem Netzwerk kein Leben und kein Licht. Wenn jedoch alle anderen beginnen die Spiritualität zu preisen, dann werde ich, obwohl es abstoßend für mich ist und ich selbst den Gedanken daran hasse und mir nichts schlimmeres vorstellen kann, als anderen zu geben und sie zu lieben, gegen meinen Willen, dennoch von ihnen beeinflusst sein und schließlich diesen Zustand ersehnen, der mir so unnatürlich und widerwärtig erscheint. Denn es gibt eine innere Verbindung zwischen uns. Diese existiert seit Anbeginn der Schöpfung.

Dieses Verlangen, dass ich von der richtigen Umgebung bekomme, wird in Wirklichkeit das Bestreben sein, dass ich benötige, um das System zu aktivieren, dass mich kontrolliert und meine Entwicklung bedingt. Wenn daher unsere Freunde fühlen, dass sie das Buch des Sohar nicht spüren, dass sie unfähig sind, sich mit diesem Mittel des spirituellen Lichtes zu verbinden, ist dies ein Zeichen, dass es ihnen am Verlangen danach mangelt. Selbst wenn es ihnen scheint, dass sie ein Verlangen nach Spiritualität haben, so sind dies nur andere Formen von egoistischen Wünschen. Und der Grund, dass ihnen ein Verlangen danach fehlt die Spiritualität zu entwickeln liegt an ihrer Unfähigkeit sich zu verbinden. Dies hält sie davon ab von der Gruppe die Kraft und das Verlangen nach spiritueller Entwicklung zu erhalten. Die ganze Gruppe und jeder Einzelne müssen daher daran arbeiten.

Anfangs hat keiner ein Verlangen nach spiritueller Entwicklung, nach der Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Nur die richtige Umgebung kann uns dies auferlegen. Unsere einzige Willensfreiheit besteht darin, dieses Verlangen von der Gruppe erhalten zu wollen. Dies ist unsere einzige Chance ein „Mensch“ zu werden. Die Gruppe sollte daran arbeiten, allen Freunden in der ganzen Welt ein Erwachen der spirituellen Entwicklung, des Gebens und der Liebe zu ermöglichen.

Andererseits müssen wir verstehen, dass dies von jedem Einzelnen abhängt, von der Fähigkeit eines Jeden sich zu annullieren, um dieses gemeinsame Verlangen nach Spiritualität zu erhalten. Dieses Verlangen ist nur in der Gruppe vorhanden und kann nur durch sie erlangt werden.

Dies führt uns zum wichtigsten Punkt: Wir haben den Sohar vor uns, ebenso haben wir ein gebrauchsfertiges System vor uns, das die Gruppe, die Bücher, den Lehrer, sowie Übersetzungen in andere Sprachen, Fernsehen und Internet umfasst. Alles, was wir tun müssen ist unsere innere Anstrengung auf einen Punkt zu konzentrieren, der „die Freiheit des Willens“ genannt wird“. Mit anderen Worten, wir müssen Anstrengungen unternehmen, um uns mit der Gruppe zu verbinden, damit wir von ihr die Kraft der Entwicklung erhalten können.

Rabbi Yossi Ben Kisma sagte, wenn ein Mensch diese Kraft der Entwicklung nicht hat, wird keine der Kräfte des Sohar ihn berühren.

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Der Sohar ist ein spiritueller Verstärker

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ich Hilfe von meinen Gefährten in der Gruppe empfangen und ihnen helfen, während wir das Buch Sohar lesen?

Meine Antwort: Sie müssen an die gegenseitige Verantwortung denken (Arwut). Wir besitzen keine Mittel, um spirituell voranzuschreiten, außer der gegenseitigen Verantwortung füreinander. Ich bin abhängig von jedermann und jedermann hängt von mir ab. Es ist wie ein Kreis, ein geschlossener Kreislauf.

Wir müssen uns gegenseitig die Kraft der spirituellen Entwicklung gewähren, denn wenn wir das nicht tun, sind wir so gut wie tot. Wir können mit dem beginnen, was wir bereits besitzen – eine kleine Kraft der gegenseitigen Bürgschaft. Der Sohar wird dann diese Kraft ausdehnen und weiterentwickeln, wie ein Verstärker. Und zur gleichen Zeit müssen wir Anstrengungen machen, um ebenso dazu beizutragen.

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Unsere gesamte Arbeit ist es, das Verlangen zu entwickeln

In der körperlichen Welt arbeiten wir an Erfüllung, während wir in der spirituellen Welt am Verlangen arbeiten. Das verwirrt uns, da wir das nicht gewohnt sind. Deshalb verlassen wir die spirituelle Arbeit, wenn wir das Verlangen nicht spüren und denken: „Wenn ich es nicht haben möchte, warum soll ich damit weiter machen?“

Wir verstehen nicht, dass alles, was wir erlangen müssen, das Gebet vor dem Gebet ist, das Verlangen dieses Verlangen zu erwerben. Das ist das Allerwichtigste. Wir sollten uns niemals um die Erfüllung sorgen. Die Erfüllungen sind unsere zukünftigen Stufen und diese existieren immer. Sie sind immer da, warten darauf, nach ihnen zu verlangen und bereit zu sein, sie zu erlangen.

Wir enthüllen das Buch Sohar, indem wir verstehen, dass wir nur das Verlangen benötigen. Sobald wir durch unser Studium das Verlangen erwerben, wird es sofort erfüllt.

Ohne irgendein Verlangen an ein Kabbala Buch, an das Studium und an jede spirituelle Arbeit heranzugehen, ist normal. Auf diese Weise beginnt jeder. Das Erwachen, das ein Mensch ganz am Anfang erhält, wurde ihm gegeben, um ihn an den richtigen Platz zu bringen, sodass er die Möglichkeit hat, selbst alles für sich zu klären. Doch dann ist er auf sich allein gestellt und wird nicht länger von Oben erweckt, da unsere gesamte Arbeit nur die Entwicklung des Verlangens (Gefäß – Kli) ist.

Die neue Himmelsleiter erbauen


Eine Frage, die ich erhielt: Was ist der schnellste und effektivste Weg, um die Kabbala in der Welt zu verbreiten?

Meine Antwort: Eine Mannigfaltigkeit an Wegen ist erforderlich, da wir jetzt Stufen aufsteigen, die bisher niemand bestiegen hat. Bis heute gingen Kabbalisten ihre eigenen Wege und lehrten ihre Schüler die gleiche Methode, die von Adam ausging, dem ersten Kabbalisten. Später begründete Abraham die Methodik und die Gruppe, die letzten Endes das Volk Israels wurde. Allerdings fielen sie von diesem spirituellen Grad herab und die letzten zweitausend Jahre haben Kabbalisten ihr Wissen einer dem anderen weiter gegeben.

Mittlerweile jedoch leben wir in einer Zeit, in der Millionen von Menschen auf der ganzen Welt zum Verlangen nach spirituellem Aufstieg erwachen und Seite an Seite mit uns gehen. Individuell Kabbala zu studieren, ist ein Ding der Vergangenheit geworden. Heute kehren wir zur ursprünglichen Absicht Abrahams zurück, die Korrektur allen Babyloniern anzubieten.

Wie sollen wir die Kabbala unter diesen neuen Bedingungen verbreiten? Ich kann lediglich aussprechen, was ich denke und fühle, jedoch werden wir es nicht sicher wissen, bis wir genügend Erfahrung gesammelt haben. Selbst Rabbi Shimon wäre nicht in der Lage, uns einen Rat zu geben, da diese neuen Stadien der Entwicklung erst erforscht werden müssen.

Baal HaSulam hoffte in seiner Zeit, dass seine Zeitung die Situation verändern würde, jedoch wurde sie rasch stillgelegt. Er veröffentlichte dann Bücher und seine Schüler dachten, dass dies eine spirituelle Revolution veranlassen und die Menschen letztendlich erkennen würden, dass sie sich in der Dunkelheit befinden. Jedoch die Welt machte weiter, als hätte sich nichts verändert.

Daher probieren wir gegenwärtig verschiedene Methoden und Ansätze aus, um die effektivsten zu bestimmen. Eine Sache ist klar: Verbreitung muss so weit wie möglich in allen Sprachen und für jedermann in der ganzen Welt durchgeführt werden. Abraham wollte alle im Alten Babylon damit erreichen, und heute hat sich Babylon dazu ausgeweitet, die ganze Welt zu beinhalten.

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Wirksame spirituelle Bewegung kann von einer Dampflokomotive gelernt werden


Eine Dampflokomotive ist ein Bild von großer Eindringlichkeit, das es leider nicht mehr gibt. Sie macht viel Lärm, ihre Ventile klopfen und sondern Dampf ab… Diese geräuschvolle Maschine ist dazu gebaut, ein Rad zu drehen. Eine große Erfindung. Die Grundlage aller Errungenschaften der Menschheit: ein Motor, der ein Rad dreht, an das man andere Dinge anschließen kann. Diese Dynamik kann dazu genutzt werden ein Fahrzeug, ein Schiff, ein Flugzeug, ein Fabriklaufband oder alles Beliebige zu schaffen.

Alle Erzeugnisse des Menschen basieren auf dieser Art der Dynamik. Erst seit kurzem gibt es mehr und mehr Elektronik, die auf der Dynamik von Elektronen anstatt von mechanischen Teilen basiert. Zu Beginn des industriellen Zeitalters jedoch waren Dampf-betriebene Maschinen die Grundlage.

Wenn man mit einem Antriebsriemen an das Schwungrad befestigt ist, kann man sich bewegen. In ähnlicher Weise besteht unsere Aufgabe lediglich darin, uns mit diesem Rad zu verbinden und uns am Gurt festzuhalten! Unsere Seele bekommt vom Schöpfer alles: Nahrung, Entwicklung, und Veränderung der Zustände. Unsere Fähigkeit uns an Ihn zu heften, bestimmt jedoch wie schnell uns all dies geschehen wird.

Es ist wie ein Auto zu fahren, das mit einem manuell betriebenen Getriebe ausgestattet ist. Um den Grad der Verbindung mit dem Motor zu verändern, muss man ständig umschalten: man kann einen niedrigen Gang wählen, einen schnelleren und einen noch schnelleren. Dieser Art ist unsere Verbindung mit dem Schöpfer entlang der 125 Stufen des spirituellen Aufstiegs und so bestimmen wir die Geschwindigkeit in der wir mit Ihm in Einheit und ständig wachsender Gleichwertigkeit der Form verbunden bleiben können. Wir schalten das Getriebe höher und höher, bis wir die 125. Stufe erreichen. So verändern wir uns und kommen der Quelle immer näher.

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Spirituelle Inspiration kann sich auf globaler Ebene ausbreiten

Wir tun alles zu unserem eigenen Nutzen, weil unsere Natur der Wille nach Genuss ist. Aus diesem Grund fragen wir uns ständig, „Warum brauche ich das? Welche Art von Profit werde ich daraus schlagen? Lohnt es sich, dafür Anstrengungen zu machen?“

Deshalb müssen die Menschen eine Erklärung darüber erhalten, was sie durch die Enthüllung des Schöpfers gewinnen werden. Es braucht große Anstrengung dies zu tun, aber die Enthüllung der Wichtigkeit des Ziels bringt auch die notwendige Kraft mit sich. Alles hängt davon ab, wie sehr deine Umgebung die Wichtigkeit des Ziels versteht. In einer korrigierten Welt wird die einzige Arbeit, die jeder tun muss, abgesehen von der Versorgung mit dem Notwendigen, die gegenseitige Unterstützung darin sein, die Wichtigkeit der Korrektur und spirituellen Entwicklung wahrzunehmen.

Die Milliarden Menschen in der Welt werden an der gegenseitigen Verbreitung der Kabbala arbeiten, um sich gegenseitig zu beeinflussen und zu inspirieren, um mehr Anteil an der Korrektur zu nehmen und ein größeres Verlangen danach zu enthüllen.

Um den korrigierten Zustand zu erlangen, wird jeder Mensch persönlich Verbreitungsarbeit leisten müssen, über unseren Platz in der gemeinsamen Seele, das Wissen, die Wirkung und die Wichtigkeit von Einheit und Korrektur. Schließlich ist jeder eine Zelle des spirituellen Körpers – der Seele.

Um mit dem gesamten Körper verbunden zu sein, muss jede Zelle allen anderen davon berichten, wie es funktioniert und wie wichtig die Arbeit ist. Sie müssen davon beeindruckt sein, wie sie andere beeinflussen und wie sehr sie dies benötigen, da es sonst kein Recht zur Existenz geben wird.

Die Methode, um die spirituelle Leiter aufzusteigen

Alles entstand in den vier Stufen der Ausdehnung des Direkten Lichtes, im anfänglichen HaWaYaH, wie geschrieben steht, „Ich habe Mein HaWaYaH nicht verändert“. Dies ist das Modell, das alle Kräfte, Wünsche und Lichter beinhaltet, und von dort an gibt es eine Entwicklung einer Leiter von Graden, Welten, Verhüllungen, Parzufim und Sefirot, mit allen unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen.

Die ganze Offenbarung dieses HaWaYaH geschieht nur in den Empfindungen des geschaffenen Wesens, in ihm selber, in den Erkenntnissen seiner selbst. Jede Stufe der Entwicklung und Offenbarung des HaWaYaH, der fortlaufenden größeren Wahrnehmung vom Selbst, hat dieselben Details wie das anfängliche HaWaYaH, welches sich im Malchut der Unendlichkeit befindet.

Der Unterschied zwischen den Ebenen liegt nur in der „Grobheit“ des Materials, welches beim Abstieg weniger und weniger spirituell wird. Im gleichen Ausmaß jedoch nimmt es sich mehr und mehr selbst wahr.

Die Ebenen entfernen sich immer weiter weg vom Licht, da das Verlangen zu empfangen mehr und mehr enthüllt wird, bis es die unterste Stufe erreicht – unsere Welt. Alle Welten, alle Stufen von Malchut der Unendlichkeit, bis zu unserer Welt beinhalten jedoch dieselben Details ohne Ausnahme, welche miteinander verbunden sind und eine neben der anderen existieren. Deshalb haben wir die Möglichkeit von unserer Stufe auf eine Höhere aufzusteigen.

Die niedere Ebene ist unfähig die Höhere Ebene zu verstehen, bis sie deren Ebene erreicht hat. (Im Übrigen sollten wir daher nicht über andere urteilen, solange wir nicht in ihren Schuhen stecken; jede Person urteilt über andere gemäß ihres eigenen Egoismus). Wenn wir jedoch danach streben, so zu sein wie der Höhere und ihn uns vorstellen, sind wir wie Kinder, die Erwachsene werden wollen, und so wecken wir Or Makif (das Licht der Korrektur) über uns, das uns die Höhere Stufe enthüllt.

Wenn wir uns selbst daher als mehr gebend vorstellen als wir im Moment sind, erwecken wir das Licht einer höheren Stufe über uns. Wir bewirken, dass uns eine höhere Stufe zu sich anzieht und uns auf ihre Stufe emporhebt.

Alle Ebenen existieren parallel und gleichzeitig und ihre Natur unterscheidet sich nur hinsichtlich des Materials, der Absicht des Gebens. Deswegen haben wir immer die Möglichkeit zu höheren Ebenen aufzusteigen. Das ist die ganze Methode, um den Schöpfer zu enthüllen – die Wissenschaft der Kabbala.

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