Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Aufstieg der Braut

Das Buch Sohar. Einleitungen. Artikel „Die Nacht der Braut“:

„Die Zeit der Korrektur heißt die Nacht. Und am nächsten Tag geht die Braut zu Chupa …“

Über diese Welt, in den Welten Brija, Jezira und Assija befinden sich unsere zerbrochenen Seelen, sowie neun unteren Sfirot Malchut der Welt Azilut (von Chochma bis Malchut). Ihr Keter befindet sich oben, in der Welt Azilut, und stellt nur den Punkt dar, und die übrigen neun Sfirot sind unter Parsa, in den Welten BE“А

Der Zustand der Seelen in den Welten BE“A heißt „die Nacht“. Während sie zur Malchut der Welt Azilut hinaufsteigen, verpflichten sie sie, ihre unteren neun Sfirot zu erheben, die unbemerkt in der Finsternis bleiben.

Nachdem wir uns in Malchut einreihen, beginnt sie ihre Sfirot in Azilut zu erheben und verwandelt sich in ein Kli. Es lässt ihr zu, sich in ein Ganzes mit S“A zu verbinden, was „Chupa“ (Hochzeitsbaldachin, der Bettvorhang – Massach, unter welchem, die Eheschließung geschieht) symbolisiert. Mit anderen Wörtern, spricht man hier über die Vereinigung, Siwug.

S“A ist der Schöpfer, und Malchut – Schchina. Ihre Verbindung sollen wir eben erreichen. Wann geschieht sie? Wenn wir unsere Wünsche in Azilut erheben, dann rufen wir den Aufstieg aller Welten hervor. Мalchut (BON) steigt auf die Stufe SAG hinauf, und S“A (МА) – auf die Stufe АB. Das ist ihre Zukunft eben.

Wir begreifen und empfinden das alles in unserer Vereinigung. Aus dem Niveau Siwug AB-SAG bekommen wir das Licht und füllen damit die Seelen aus, die sich unten, in Malchut befinden.

Aus dem Unterricht nach dem Vorwort um Buch Sohar, 14.11.2010

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Der tanzende Orientierungspunkt

Das Buch Sohar. Einleitungen. Artikel „Die Nacht der Braut“:

„Die Söhne am Tempel der Braut sollen sich mit ihr über jene große Korrektur freuen, die dank ihnen geschah.“

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist ein Kriterium unseres Aufstiegs? Der Hass, der zwischen uns geöffnet wird, oder die Freude?

Meine Antwort: Vor allem, komme ich dann voran, wenn ich den gedanklichen Blick aus der Stelle nicht verliere, die ich offenbaren will. Sie heißt „die Braut“, und gerade dorthin wird sich „der Bräutigam“ herablassen, d.h. das Licht, das sie ausfüllen wird, unsere Vereinigung ausfüllen wird. (Der Bräutigam, hebräisch „Chatan“ kommt vom Wort „Nochet“ – der Absteigende).

Wenn in mir eine ewige Bitte existiert, diese Stelle zu enthüllen, dann bin ich über die Bemühung froh, welche ich unterstützen kann. Dabei ist es unwichtig, wie häufig ich vergesse, oder auf die Analyse im Verstand abgelenkt werde.

Es ist darüber gesagt: „Die Tora wird aus Zion hinausgehen“. Mit anderen Wörtern, der Aufstieg bildet sich aus diesen Ausgängen (Yeziot), aus den Bemühungen, die Stelle unserer Vereinigung erneut zu bestimmen.

Jedes Mal soll ich die Konzentration verlieren. Denn jeder beliebiger Zustand beinhaltet zehn Sfirot. In der Spiritualität geschieht die Handlung nur beim Vorhandensein von allen 10 Sfirot (Ejn Mikzat be ruchanijut).

Wenn ich etwas korrigiere, dann soll das volle Maß korrigiert werden. Jeder Teil des Wunsches erfordert die Loslösung vom vorigen Zustand, sowie eine neue Ausrichtung auf die Einheit – zu den neuen zehn Sfirot.

Deshalb werden wir wieder und wieder vom Ziel abgeschaltet. Wir verlieren aus dem Blickfeld den Orientierungspunkt und fangen ihn wieder auf.

Dank diesen nächtlichen Bemühungen „schmücken wir die Braut“ (wir kleiden sie ins Licht Chasadim ein) – wir bauen das Kli auf, bis es vollständig geöffnet wird – und bereit ist, den Bräutigam – das Licht Chochma, den Schöpfer anzunehmen.

Aus dem Unterricht nach dem Vorwort zum Buch Sohar, 14.11.2010

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Ich bitte und der Schöpfer erfüllt

Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagten vor vielen Jahren, auf dem Kongress in Sitrin, dass wir in einem Augenblick, in einem Gedanken und in einem sehr großen einheitlichen Wunsch sein sollen, um in Folge dessen den Machsom überqueren zu können.

Im Laufe all der Jahre unternahmen wir sehr viele Versuche, führten eine Menge von Handlungen durch, aber waren trotzdem nicht bereit. Ich habe aber die Empfindung, dass wir jetzt, in dieser Sekunde alle bereit sind.

Währen des Unterrichtes versuche ich in mir diese Membran, die egoistische Klipa zu durchtrennen, um „die Öffnung im Herzen“ zu erreichen.

Mir fehlt es allerdings an der Synchronisation dieser Handlung. Ich will es nicht später, ich will es jetzt, in dieser Sekunde! Helfen Sie uns bitte jetzt, dieses allgemeine Gebet zu erreichen, um diese Membran durchreißen zu können!

Meine Antwort: Einst habe ich mich fast mit denselben Worten an Rabasch gewandt, und er antwortete darauf, dass er nicht zwischen mir und dem Schöpfer steht. Der Mensch soll diese Verbindung selbst aufsuchen. Er soll sie selbst fordern. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass nicht er selbst diese Membran durchbricht, sondern der Schöpfer.

Andererseits, wenn du dich bemühst, aber nichts erreichst, ist es auch gut, denn du sollst es nicht alleine machen. Mit welcher Kraft machst du es? Mit der Kraft der Selbstsucht?!

Nur der Schöpfer kann es schaffen – und niemand außer Ihm! Und der Lehrer ist hier ein Schaffner auf dem Weg. Obwohl er dich zu diesem Zustand führt, ist er nicht in der Lage, etwas für dich zu machen. Und der Schöpfer kann es auch nicht, wenn deinerseits keine Bitte erfolgt. Somit soll dein Wunsch zur inneren Veränderung Seiner Handlung vorangehen.

Deshalb ist es nötig:

1. dass man aufhört seine Versuche, diese Membran, die egoistische Klipa des Herzens mit eigenen Kräften durchzubrechen.

2. dass man aufhört, die Hilfe von keinem anderen als den Schöpfer zu erwarten, die als Antwort auf deine Bitte kommen wird.

Wir studieren es Jahre lang in allen Artikeln von Kabbalisten: das Höhere Licht macht alles. Es hat den Wunsch geschaffen, kann ihn und die Absicht verändern, und ebenso, wie der Schöpfer den Wunsch zerschlagen hat, ist Er auch fähig, die Absicht zu korrigieren, wenn der Wunsch diese Korrektur erfordern wird.

Es gibt hier niemanden in der Mitte, und alles hängt nur vom Wunsch, von der Bitte um den Aufstieg, MAN ab. Und die Handlung verwirklicht sich nur mit Hilfe des Höheren Lichtes. Beginnen Sie sich nur auf die zwei Handlungen zu konzentrieren: ich bitte und der Schöpfer erfüllt.

Aus der 4. Lektion des Kongresses, 10.11.2010

Habe ich alles gemacht?

Eine Frage, die ich erhielt: Rabasch schreibt, dass nur dann, wenn der Mensch alles gemacht hat, was in seinen Kräften steht, er sich zum Schöpfer, mit der Bitte um Hilfe wendet.

Aber was machen wir mit den Gedanken, dass wir noch nicht alles, was in unseren Kräften steht, gemacht haben und deshalb des Aufstiegs nicht würdig sind?

Meine Antwort: Niemand hat alles was in seinen Kräften steht gemacht. Strenge dich weiter an und du wirst, schon am Kongress sehen, dass die Norm erfüllt ist.

Klipa wird dir immer sagen, dass noch nicht genug gemacht wurde: „Weißt du was, warte noch bis zum nächsten Kongress.“ Du muss ihr aber antworten: „Hör auf damit! Jetzt und hier muss es sein!“.

Wer begeistert dich für solch eine Antwort? Die Umgebung. Gerade sie vermehrt die Kräfte eines Menschen, bis er zustimmt und sich mit den anderen verbindet.

Aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch, 01.11.2010

 

Drei Orientierungspunkte vor dem Kongress

Vor dem Kongress sollten wir uns auf drei Sachen konzentrieren.

1. Die Zuversicht, dass wir uns in einer guten, starken, richtigen Umgebung befinden und uns den Weg zur gemeinsamen Vereinigung und zum gegenseitigen Geben öffnen.

2. Wir konzentrieren uns durch die Kraft der Gedanken darauf, die Verbindung zwischen uns zu finden.

3. Wir freuen uns auf unsere Einzigartigkeit, auf den besonderen Zustand und Status, den wir erreicht haben.

Noch nie zuvor gab es solche Kongresse. Wir alle spüren es an der Anspannung, am Druck, an der angenehmen Unruhe, die jeden von uns packt.

All das kommt von oben, das ist eine große Hilfe von oben, die uns zeigt, dass wir versuchen sollten, zusätzlich das hinzuzufügen, was uns noch fehlt:

1. Freude am spirituellen Aufstieg,

2. Zuversicht über die Erreichung des Ziels,

3. innere Anstrengung.

Ich muss mich mit den Freunden zu einem gemeinsamen Netz verbinden, damit die beidseitige Kraft zwischen uns, genannt „der Schöpfer“, zum Vorschein kommt.

Die ganze Arbeit, die gesamte ernsthafte Analyse findet in Inneren eines jeden statt, und von außen müssen wir Freude, Ungezwungenheit und Überzeugung ausstrahlen. Nach außen hin Lächeln und tief im Inneren lodernde Flamme.

Aus dem Gespräch über die Bürgschaft vom 29.10.2010

Wie man das Fallen in den Aufstieg verwandelt

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man trotz aller Hindernisse, die Absicht erhalten?

Meine Antwort: Man kann sich nur mit Hilfe der Umgebung und den harten Rahmen in der Absicht aufhalten: ich soll wissen, dass ich zum Unterricht kommen soll, um dort die Pflichten und Dienste erfüllen zu können. Man darf also dem gewöhnlichen Plan nicht ausweichen!

Man soll die ganze freie Zeit dazu verwenden, noch intensiver, als früher zu arbeiten. Während des Fallens kann nur die Vereinigung mit der Gruppe helfen, in der du wie der fleißige Vollzieher auch ohne Gefühl und Vernunft arbeitest.

Es ist nur dann die richtige Realisierung des Fallens, wenn du dich nicht bemühst, ihm zu entlaufen – sondern es für den Aufstieg verwendest.

Und wenn du denkst, dass du mit Hilfe des Wunsches und Verstandes zurechtkommen kannst, dann ist es absolut falsch. Während des Fallens macht man keine Klärungen und es gibt keine Empfindungen – der Mensch fühlt sich tot.

Was ist also das Fallen? Das ist das Erhalten des zusätzlichen, höheren Wunsches zu genießen. Man ermöglicht dir zu empfinden, dass du dich mit deinen G“E zu АCH“AP des Höheren anschließt, und anstelle deines Wunsches – den Wunsch des Höheren empfindest.

Früher hatte ich nur die eigenen 10 Sfirot. Und jetzt binde ich an mich seinen Wunsch an: meine G“E und sein ACHA“P – so dass es sich wieder die 10 Sfirot ergeben.

Anstelle meines kleinen АCHA“P werden mir АCHA“P des Höheren – die riesigen Wünsche gegeben, die bereit sind, sich zu verringern! Man lässt diesem ACHA“P zu, mit mir zu arbeiten.

Angenommen, ich konnte nur 20 kg heben, und man zwingt mich jetzt, 50 kg zu heben. Ich kann es doch nicht machen! Man gab mir das Zusatzgewicht von 50 Kilo – wie kann ich damit voranschreiten?

Oder ich war im Begriff, jemandem 10 Tausend Dollar zu leihen, aber fand plötzlich heraus, dass ich bei der Bank die gleiche Schuld habe! Wie kann ich jetzt das Geld dem anderen geben? Es gibt andere allerlei Beispiele aus unserem Leben.

Es ist das Öffnen ACHA“P des Höheren. Was kann ich denn machen, wenn ich die volle Finsternis empfinde? Kann ich mit diesem Zustand dank dem Verstand und dem Gefühl zurechtkommen? Welches Gefühl oder welche Vernunft kann hier sein, wenn es keinerlei Logik gibt?!

Ich war „ein erzogenes Kind“ auf meiner Stufe, und plötzlich werden an mich solche Wünsche und Pflichten angebunden, die es unmöglich ist, zu beherrschen.

Man will viel zu viel von mir in meinem Zustand, wo ich sowohl die Vernunft als auch die Gefühle verloren habe, d.h. ganz verwirrt bin? Kann ich in diesem Zustand etwas machen?

Die Rettung ist nur in der Gruppe, um darin die beliebige Arbeit mechanisch zu erfüllen. Und damit wirst du beginnen, in den neuen Zustand … hinaufzusteigen

Aus dem Unterricht über den  Artikel „600 Tausend Seelen“, 26.10.2010

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Vor dem ersten Aufstieg

Von Kabbalisten, die die Grundlagen der Schöpfung erkannt haben, wissen wir dass der Schöpfer das Verlangen zu genießen geschaffen hat.

Dieses Verlangen muss sich dem Schöpfer angleichen, zum Gefäß, das mit dem Licht erfüllt ist, werden, in einer Übereinstimmung mit dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften.

So ist die einzige wahre Form, die der Schöpfer ursprünglich festgelegt und geschaffen hat. Alle andere Formen existieren nur in der Wahrnehmung der Empfänger.

Die einheitliche Schöpfung, das einheitliche Verlangen Genüsse zu empfangen, verbleibt in der Ähnlichkeit mit dem höheren Licht, ist vom Licht, von Vereinigung und Verschmelzung erfüllt.

Aber es scheint ihm, dass es abgetrennt, vom Schöpfer entfernt ist, sich in den Eigenschaften unterscheidet, in viele einzelne Teile geteilt ist usw.

Jetzt können wir von unserer Seite entscheiden, welche Handlungen dafür notwendig sind, um zu dem einzigen existierenden Zustand zurückzukehren, dort wo „Er und Seinen Namen eins sind“, wo das Licht und das Gefäß, der Schöpfer und die Schöpfung miteinander verschmolzen sind.

Die Wissenschaft der Kabbala schenkt unserem aktuellen Zustand eine besondere Aufmerksamkeit: dem Aufstieg auf die erste, niedrigste von den spirituellen Stufen. Denn wir wissen jetzt nicht, was auf dieser Treppe passiert.

Dort „lehrt die Seele des Menschen ihn,“ dort können wir immer Hilfe in Büchern aufsuchen, Beispiele erhalten, Erfahrungen sammeln, aus vorigen Zuständen lernen.

Das ganze Problem ist hier, vor der ersten Stufe. Hier brauchen wir eine große Vorbereitung, hier sind die Zustände unklar, und die Welt ist der spirituellen Realität entgegengesetzt.

Deshalb müssen wir hier besondere Mittel, die uns die Wissenschaft der Kabbala zur Verfügung stellt benutzen.

Aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch, 27.10.2010

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Die Abstiege den Aufstiegen angleichen

Der Mensch, der in die Finsternis zurückgeworfen wird, verliert jegliche Verbindung mit dem vorigen Zustand des Aufstiegs.

Wenn der Schöpfer die Barmherzigkeit zeigt und den Menschen mit Seinem Licht erweckt, dann heißt es nicht, dass der Mensch die Korrektur begangen hat. Wenn er sich aber mit Hilfe der Gruppe selbst erweckt, dann wird er wirklich korrigiert.

Während des Aufstiegs hat sich der Mensch richtig vorbereitet: er gab der Gruppe alles, was er nur geben konnte, sie war für ihn wie „das Lagerhaus der Begeisterung“. Dank den angelegten Bemühungen, blieb auch im Fallen diese Verbindung erhalten.

Wenn man jetzt dieses Fädchen erhalten würde, dann könnte der Mensch aufwachen, durch die Gruppe das Licht, die Kräfte, das Verständnis, den Glauben über dem Verstand heranziehen, und aus dem Fallen zum neuen Aufstieg erreichen.

Mittels der Gruppe hat der Mensch immer eine Möglichkeit, das Bündnis zu erneuern. Im Unterschied zum Bündnis der Urväter, die die Tora noch nicht bekommen konnten, verbindet unser Bündnis den Menschen unmittelbar mit der Gruppe.
Darin besteht eben die freie Wahl: mit Hilfe der Gruppe zu arbeiten und die Fälle den Aufstiegen anzugleichen.

Somit wird unsere ganze Freiheit in der Gruppe realisiert. Und nur mit ihrer Hilfe verwirklicht der Mensch das Bündnis.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.10.2010

 

 

Mit offenen Augen und gebeugtem Haupt

Wenn ich die Gruppe als Umgebung für mein Vorankommen ausgesucht habe, dann muss ich von nun an meinen gesamten Weg an ihr messen.

Ich beginne, in der Gruppe die Erscheinung des Schöpfers zu erkennen: gerade Er liefert mir das, was ich in den Freunden sehe.

Ich habe keine Möglichkeit, sie objektiv einzuschätzen, und vertrete von nun an das Prinzip: „Jeder kritisiert gemäß der eigenen Verdorbenheit“ .

Das bedeutet nicht, dass ich über alles hinwegsehe. Nur liegt unsere gegenseitige Beziehung jetzt in zwei Ebenen.

Einerseits nehme ich die Freunde über dem Wissen als eine wahre, bessere, vollkommene Gruppe an. Ich sehe sie als groß und mich selbst als jemanden, der sich ihrem Umfeld angeschlossen hat, an.

Andererseits nehme ich sie entsprechend meiner Logik wahr und sehe, dass wir alle uns noch zum Besseren ändern müssen, um der Gruppe zu helfen.

Beide Aspekte meiner Herangehensweise basieren auf einer realen Grundlage: entweder sehe ich mich selbst oder uns alle als unkorrigiert.

Ich begreife, dass meine Sicht vom inneren Zustand abhängt und arbeite deswegen in beiden Ebenen: mal beuge ich den Kopf vor der Größe der Freunde, mal bewege ich mich in gleicher Höhe mit ihnen im Bestreben nach der Einheit und dem gemeinsamen Aufstieg.

Dabei weiß ich, dass ich niemals das wahre Bild sehe, weil bis zur Endkorrektur alles relativ ist und ich keine unverrückbaren Kriterien habe.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 24.10.2010

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Es lässt sich nicht verbergen

Eine Frage, die ich erhielt: Ist der Bund mit den Freunden unauflösbar oder kann der Mensch aus dem gemeinsamen Kreis herausfallen?

Meine Antwort: Ich sehe noch keinen, dessen Taten vom Schließen eines Bundes zeugen würden… Hier gibt es klare Prinzipien.

Als erstes: Macht sich der Mensch ständig Gedanken über die Stärkung der Gruppe? Sorgt er sich um die Stimmung der Freunde? Will er, dass sie sich im Aufstieg befinden und Gewissheit über die Erreichung des Ziels verspüren? Kämpft er mit sich selbst darum?

Und als zweites: Hebt er in der Tat die Stimmung der Freunde? Gibt er ihnen die Gewissheit und die Erkenntnis der Wichtigkeit des Ziels?

Es lässt sich an einem Menschen nicht nur erkennen, wenn es ihm gut geht, sondern in jedem Zustand, selbst wenn er müde und entkräftet ist. Wenn er seine Schwäche sieht, wendet er sich dennoch an die Gruppe und versucht, Kraft von ihr zu schöpfen.

Und es geht nicht darum, dass es ihm schlecht geht und er wieder aufleben möchte, sondern darum, dass seine schlechte Stimmung ihn die Gruppe nicht stärken und den Bund nicht einhalten lässt. Also wendet er sich auch in Schwäche nicht für sich selbst an die Freunde. Es tut ihm weh, dass er ihnen in diesem Zustand nicht dienen kann.

Es gibt auch andere, deutlichere Anzeichen: Wie sehr sorgt der Mensch für einen für die Gruppe bequemen Ablauf beim Studium und beim Regeln von Angelegenheiten, damit sie leichter und schneller auf dem spirituellen Weg voranschreitet?

Liegt ihm das am Herzen oder verhält er sich formell dem gegenüber, selbst innerhalb seines Aufgabenbereiches?

Es lässt sich nicht verbergen. An einem Menschen lässt sich erkennen, wie wichtig für ihn die Gruppe und das Ziel sind.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 24.10.2010

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