Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Arbeit'

Die Geschenke, welche Abraham in den Osten sandte

Woher kommen all diese Bücher, die über den Einfluss der Sternzeichen auf das Schicksal des Menschen, über Handlesen, Traumdeutung und alle anderen Arten von spirituellen Praktiken und Meditationen sprechen?

All das kam durch Abraham zu uns. Im Midrasch Raba wird erzählt, wie er diese Gaben als Geschenke an die Söhne seiner Konkubinen gab, entsprechend der jeweiligen Persönlichkeit des Sohnes, bevor er diese dann in den Osten schickte. Dies ist der Grund, warum wir so viele verschiedene spirituelle Lehren und Überzeugungen in unserer heutigen Welt sehen.

Wir müssen mit diesen Lehren sehr vorsichtig sein, damit wir nicht durcheinander kommen. Schließlich könnte es den Anschein haben, dass sie auf ähnliche Art und Weise über die Arbeit mit dem Egoismus sprechen, wie die Kabbala. Im Buch Sohar (Abschnitt Vaera, Artikel 80 bis 90) gibt es ein Beispiel dafür: Ein Weiser kam in eine Stadt, in der viele Menschen spirituelle Arbeit zu verrichten schienen und viele kluge Bücher studierten. Aber nach genauerer Untersuchung erkannte er, dass keines dieser Bücher das Licht der Korrektur beinhaltete.

Es gibt viele schöne Methoden, welche von Abraham herstammen und über Liebe und Zuwendung sprechen. Aber es ist unmöglich, die Eigenschaft des Gebens mit ihnen zu erreichen. Um dies zu tun, muss man in drei Linien arbeiten: man muss mit der linken Linie (dem eigenen Egoismus) arbeiten und auf richtige Weise die Eigenschaft des Empfangens mit der Eigenschaft des Gebens verbinden. Dadurch entsteht eine dritte Linie, welche Isra-El (direkt zum Schöpfer) genannt wird. Dieses Konzept gibt es nirgends, außer in der Kabbala.

Alle östlichen Lehren allerdings stammen von einer „rohen“ Form der Methode Abrahams ab, und sie alle benutzen nur die rechte Linie, die Eigenschaft der Barmherzigkeit. Trotz aller schönen Worte über die Liebe können wir diese heute aufgrund unseres enormen Egoismus nicht umsetzen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Bedeutung der Geschenke Abrahams an die Söhne der Nebenfrauen

Lasst uns die nächste Welle der Krise vermeiden


Die harten Zeiten sind noch vor uns. Lasst uns hoffen, dass die Welt die Zeit haben wird, diese mit Erkenntnis zu durchschreiten, bevor sie sich materiell manifestieren. In diesem Fall müssten wir nicht materiell durch die Korrektur durchgehen, sondern in unserem Bewusstsein.

So oder so wird all dies in einigen Monaten geschehen. Was ich vor einem Jahr erwartet habe, wird noch offenbart werden. Es nähern sich große Umwälzungen und es ist wichtig, dass diese durch unser Verständnis der Situation ausgedrückt werden, anstatt durch materielle Leiden, welche lange dauern und uns hart treffen werden.

Anstatt all dem können sich die Leute unmittelbar darüber klar werden, verstehen was geschieht und wohlüberlegt darauf reagieren. Die modernen Kommunikationssysteme geben uns die Gelegenheit, die Massen das Wesen der Dinge schnell verstehen zu lassen und Veränderungen in ihrem Bewusstsein auszulösen.

Auf jeden Fall kommen große Veränderungen auf uns zu. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts schrieb Baal HaSulam bereits, dass die ganze Welt eine große Familie ist und dass die Menschen sich zusammenschließen müssen. Obwohl ein Kabbalist nicht der Zeit unterworfen ist, fühlte und sah er dies. Wir jedoch sind dazu noch nicht in der Lage.

Die Welt vermag, sich selbst zu belügen und so zu tun, als wäre sie nicht in einer Krise. Aber alles Geld ist aufgebraucht und die Kassen sind leer. Der Bankrott der Welt ist global geworden. Ich glaube, dass das kommende Jahr viel Arbeit für uns bereit haben wird, die wir zu bewältigen haben, und die Leute werden aufrichtig damit anfangen, der Methode, mit der man die Welt verändert, Aufmerksamkeit zu schenken – der Kabbala.

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Analyse und Synthese in der Wissenschaft der Kabbala


Jede Wissenschaft besteht aus zwei Maßnahmen: Analyse und Synthese, oder Trennung in Teile und deren Wiedervereinigung. Wir nehmen etwas auseinander, wenn wir wissen wollen, wie es konstruiert ist, so wie ein kleines Kind sein Spielzeug zerlegt. Wir bauen Teilchenbeschleuniger und versuchen, tief in das Innere eines Atoms einzudringen und es in kleinste Teile zu zerlegen. Wir glauben dadurch, in der Lage zu sein, unsere Wurzeln zu finden.

Man setzt enorme Mittel ein, weil man sich erhofft, endlich dieses letzte Teilchen zu finden, woraus alle Materie entstanden ist und dadurch das Geheimnis des Lebens zu offenbaren und herauszufinden, woher alles kommt. Wie sich herausstellt, ist dies genau die gleiche Weise, auf welche wir kabbalistische Texte studieren. Wir wollen sie in kleine Teile zerlegen und jedes Wort und die Verbindung zwischen den Wörtern verstehen. Dies ergänzen wir dann durch unsere eigenen Worte, um den Text dann im Gegensatz dazu zu reduzieren, damit es leichter wird, ihn aufzunehmen.

Ein Anfänger liest die Texte in einer Sprache, die ihm vertraut ist, aber irgendwie lassen sich die Worte nicht zu Sätzen verbinden. Dies geschieht, weil kabbalistische Texte über Vorgänge sprechen, die nichts mit unserer Welt zu tun haben und daher nicht von unserem Verstand begriffen werden.

Deshalb liegt die Arbeit mit dem Text darin, ihn zu zerlegen und zu verallgemeinern, so dass wir am Ende zu einer Methode geführt werden, welche kurz, klar und einfach zu handhaben ist. Diese Methode muss den Mensch mit der ursprünglichen Quelle verbinden.

Fallen Sie nicht auf die Tricks Ihres Egos herein

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ein Politiker in unserer Welt an die Macht kommt und motiviert durch leidenschaftlichen Ziele ist, wie z.B. Gutes für die Gesellschaft zu tun, lässt es sich dennoch nicht vermeiden, in diverse Dinge, die die politische Macht mit sich bringt, verstrickt zu werden und seine hehren Ziele zu vergessen. Wie können wir auf unserem spirituellen Weg sicherstellen, dass wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren und auf die Tricks unseres Egoismus hereinfallen?

Meine Antwort: In der Tat, wenn wir spirituelle Arbeit verrichten, müssen wir unser Ego belügen. Wir stehen entgegengesetzt zum Schöpfer, ob wir wollen oder nicht, und Er ist der einzige, der die Kräfte lenkt, welche die inneren Störungen und Einsichten an uns herantragen.

Sobald Sie aber Ihn vergessen und sich vom Weg, welcher direkt zu Ihm führt, abwenden, beginnen Sie Leiden zu fühlen. Diese Leiden aber bringen Sie schließlich wieder zu einer richtigen Berechnung zurück: alle Kräfte müssen sich zu einem einzigen Streben nach dem Schöpfer vereinen. So funktionieren die Dinge in der Spiritualität, weil alles was geschieht, vom Schöpfer gelenkt wird.

Der Schöpfer steht über dem Menschen, in welchem der Punkt im Herzen erwacht ist und zwischen den beiden existiert ein System von zwei Kräften: die rechte Linie und die linke Linie. Du steigst von unten nach Oben durch den Weg der „mittleren Linie“ zum Ziel auf. Sobald man sich jedoch auch nur ein bisschen von diesem Weg abbringen lässt, wirkt eine Kraft auf dich ein, um dich wieder auf die mittlere Linie zu bringen, da wir nur dort ein Gefühl der Einheit mit dem Schöpfer wahrnehmen, wo völlige Balance herrscht.

Sobald du dieses Gleichgewicht herstellen kannst, erreichst du eine höhere Stufe. Dann zwingt dich die Suche nach dem Gleichgewicht auf dieser höheren Stufe erneut, alle Teile des Systems zu durchforschen und Hilfe von Oben zu erbitten. Letzten Endes geht es nur um die Korrektur deiner Verlangen, damit du dich über sie erhebst und eine neue Welt in diesen korrigierten Verlangen enthüllst.

Alle diese Kräfte steigen von Oben herab, um dir beim Aufstieg zu helfen. Es ist unmöglich hier etwas zu vermischen. Das einzige was von dir abhängt, ist, ob du das Ziel auf einem kurzen oder einem langen Weg erreichst. Das liegt alleine an dir.

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Alles, was ich tun kann, ist euch zu lehren

Eine Frage, die ich erhielt: Ich möchte gern das Licht empfangen und es um des Schöpfers willen mit anderen teilen. Ich habe voller Glück Ihre Essays, Hinweise und Lehren gelesen und danke Ihnen fortwährend. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, würde ich gerne Ihren Rat darüber einholen, was ich tun muss und was nicht oder bezüglich der Hauptarbeiten, die jemand tun muss, um das Licht zu empfangen und ein Diener des Schöpfers zu sein. Ich weiß nicht, wie viele meiner 613 (+7) egoistischen Verlangen ich bis jetzt korrigiert habe. Wäre es eine eigennützige Bitte, wenn ich Sie bitten würde, mir zu helfen, mich zu korrigieren und das Licht zu empfangen und den Schöpfungsgedanken zu erreichen?

Meine Antwort: Alle unsere 613 Verlangen werden simultan korrigiert. Das ist so, weil unsere Seele immer ganz und niemals geteilt ist, genauso wie ein Samentropfen, ein Embryo oder ein Erwachsener alle Elemente eines Körpers haben.

Ihre Arbeit ist es, alle 125 Stufen der Korrektur zu durchlaufen. Wenn Sie zur ersten Stufe aufsteigen, werden Sie den Schöpfer in dem von der Stufe bestimmten Maße enthüllen. Ich kann Ihnen nicht in der Weise helfen, wie Sie es gerne hätten. Ich kann das nicht an Ihrer Stelle tun. Ich kann Sie nur nähren und Sie lehren zu wachsen.

Verwandtes Material:
Blog-post: In der Wahrnehmung der Spiritualität leben
Bog-post: Unser Fortschritt ist von unserer Anstrengung und unserem Verlangen abhängig

Verbessern Sie erfolgreich Ihr Leben


Wenn ein Mensch sich mit spiritueller Arbeit befasst, dann fühlt er sich nicht von materiellen Nöten überwältigt, denn die Empfindung der körperlichen Situation wird durch die spirituelle Empfindung beruhigt und ausgeglichen. Unsere Welt ist das Resultat spiritueller Kräfte, die von der spirituellen Welt in unsere Welt herabsteigen. Alles was in unserer Welt existiert, ist durch Kräfte von Oben gelenkt. Wenn wir diese Höheren Kräfte in Ausgleich bringen, dann wird in unserer Welt alles ebenso funktionieren.

Wenn wir damit beginnen, die richtige Verbindung unter uns zu bilden – eine, die der spirituellen Verbindung gleichartig ist, dann wird unsere gesamte Welt, einschließlich unseres irdischen Lebens, damit beginnen, ausgeglichen zu sein. Andererseits, auf der Ebene unserer Welt handelnd, werden wir nicht dazu in der Lage sein, irgendetwas unseres irdischen Lebens zu korrigieren oder zu verbessern, denn unsere Welt ist von den Höheren Kräften gelenkt (regiert).

Also nur dann, wenn wir an unserer Korrektur arbeiten, den Höheren Kräften ähnlich zu werden, werden die von Oben herabsteigenden Kräfte unserer gesamten Welt Harmonie bringen. Und wir werden es unmittelbar spüren.

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Der sicherste Ort wird es sein, am Boden zu liegen


Wir haben es immer nur mit dem Schöpfer zu tun. Vor uns gibt es niemanden außer Ihm. Alle unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen der Natur, wie auch die Menschen, die uns in dieser Welt umgeben, sind lediglich Wahrnehmungen innerhalb unserer Verlangen. Alle Bilder, Handlungen und Situationen werden in unseren Verlangen wahrgenommen. Tatsächlich sind das Wahrnehmungen vom Schöpfer, der wünscht, uns in Form dieser materiellen Wirklichkeit zu erscheinen, anstatt uns Ihn spüren zu lassen.

Wenn ein Mensch, während er diese Realität wahrnimmt, spürt, dass alles vom Schöpfer kommt, sollte dies allein ihm schon genug sein. Es ist egal, was man spürt. Das Allerwichtigste ist es, dass man spürt, dass man eine Verbindung zur Quelle seiner Wahrnehmung hat, der Quelle der gesamten Realität – dem Schöpfer. Das nimm mir bloß nicht weg! Doch die tatsächlichen Zustände, durch die ich gehe, spielen keine Rolle.

Das können meiner Ansicht nach die schlimmsten Zustände in meinen Empfindungen sein und Zustände, die mich am meisten verwirren. Aber es ist egal, was ich in meinem Verstand und Herzen spüre, weil das meine egoistischen Sinne sind und es keine Rolle spielt, was darin geschieht. Ich sorge mich nur um eines: Ich muss dafür sorgen, dass ich nicht von meiner Quelle getrennt bin, der Quelle meiner Wahrnehmung und Empfindungen.

Dies bedeutet, dass ein Mensch „auf dem Boden liegt“ und deshalb kann er nirgends hinfallen. Letzten Endes muss er nur für eines sorgen und braucht nichts anderes. Das ist der Anfang seiner spirituellen Arbeit: Wenn ein Mensch über die gesamte Körperlichkeit aufgestiegen ist und einen ständigen minimalen Kontakt mit der Spiritualität hat.

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Bereite dich vor, geboren zu werden: Dreh dich mit dem „Kopf nach unten“

Wenn ich eine Sukka über mir errichte, eine Bedeckung für meinen Egoismus und wenn ich meinen Egoismus in ihrem Schatten verberge, so verhülle ich damit 99% meiner Verlangen, nur für mich selbst das Licht zu genießen und bin dadurch in der Lage, 1% des Lichtes zu erkennen. Ich lasse nur einen dünnen Lichtstrahl (Kav Dak) durchdringen und erkenne den Schöpfer. Ich beginne dann allmählich neue innere Eigenschaften zu enthüllen, die von diesem Strahl, die auch Ushpizin (Gäste) genannt werden. Dies sind meine korrigierten Eigenschaften die dem Geben hinzugefügt wurden.

Auf diese Weise, im Laufe der sieben Tage von Sukkot, unterziehen sich all meine Eigenschaften einer Veränderung. Ich weiß, dass ich mich neben dem Studium und den vielen anderen Aktivitäten die Aufgabe habe, mich mit den anderen Seelen zu verbinden, aber irgendwie vergesse ich dies immer wieder. Dies erschien mir immer nur unbedeutend und nebensächlich, wie der Müll oder die Reste meiner spirituellen Arbeit.

Aber wenn ich die Bedeutung dieser „unnötigen Dinge“ über alles andere erhebe über meinen eigenen Kopf oder mein Wissen und wenn ich sie dadurch wichtig mache, indem ich ein „Dach“ daraus baue, das über mich herrscht, dann werde ich in diesem Zelt wie ein Embryo sein, der sich in Vorbereitung auf die Geburt mit dem Kopf nach unten dreht. Indem ich mich in eine „Kopf-über“-Position drehe, ändere ich meine Werte.

Damit bin ich in der Lage, in die Sukka einzutreten – der Bedeckung für meinen Willen zu genießen. Dies ist eine Bedeckung, die der Mensch sich über seinem eigenen Egoismus baut, statt dass der Schöpfer sich vor dem Menschen verbirgt.

Die Sukka, das Dach, was wir während der Feiertage von Sukkot bauen, symbolisiert die Verhüllung (Schirm), die der Mensch als erste Stufe der spirituellen Arbeit über sein Verlangen errichten muss. Er tut dies durch das aufsammeln aller „Reste und Abfälle“ und erhebt diese über sich, um damit sein Ego zu beschwichtigen. Nun ist sein Ego in einer Verhüllung und der Mensch ist bereit, darin (in einem „kleinen“ Zustand) in dieser Sukka für die sieben Tage des Laubhüttenfestes (Sukkot) zu sitzen (bezeichnet als HaGaT NeHY), bis all seine Verlangen unter diesem Schirm sind.

Was dort geschieht, ist eine Revolution, ähnlich wie sich ein Baby mit dem Kopf im Mutterleib, als Vorbereitung auf die Geburt nach unten dreht oder wie -die Erde gepflügt wird und dadurch die untere Schicht nach außen zur Oberfläche umgedreht wird.

Das bedeutet, dass die Dinge, die normalerweise für den Egoismus von Bedeutung sind, ihre Wichtigkeit verlieren, wobei die Dinge, welche uns unwichtig erschienen, das Geben und die Verbindung, zum Wichtigsten werden. So werden die „Reste und Abfälle“ des vorherigen Zustandes verwendet, um eine neue Stufe zu erbauen. Auf diese Weise nutzen wir das Licht, um aus unseren Verlangen eine Stufe nach der anderen zu erbauen.

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Bittet einfach und ihr werdet bekommen

Eine Frage die ich erhielt: Was soll ich tun, wenn ich das Höhere Licht, das mich mit dem Willen zu empfangen erschaffen hat, bitten möchte, mir ebenfalls die Eigenschaft des Gebens zu geben, wenn ich nicht mal weiß, wie ich darum bitten soll? Ich weiß nicht wen und wonach ich fragen soll?

Meine Antwort: Unsere Entwicklung folgt immer einer Kette von Ursachen und Wirkungen: Ursache – >Handlung< – Ergebnis, welches dann die Ursache > für die nächste Handlung -> wird usw…. So also kann ein Mensch, der zu einer wahren Erkenntnis gelangt, wissen, dass er von Oben Hilfe benötigt, wonach er fragen und wie er fragen muss!

Das Problem ist, dass wir eine sehr lange Zeit in einem Zustand verbringen, in dem es uns erscheint, dass wir nach etwas streben, was uns spirituell erscheint, und es erscheint uns, als ob wir es mit einem brennenden Verlangen wollen.

Doch jetzt „scheint“ es uns nur so zu sein. Dies ist auch der Grund, warum wir es nicht wissen, wie wir bitten und wen wir bitten sollen. Aber im Grunde wissen wir nicht, wie wir ein kabbalistisches Buch öffnen und darin das Licht, das uns verändert, finden sollen.

Dies kann mit einem dreidimensionalen Bild gezeigt werden. Wenn man sich solch ein Bild oberflächlich ansieht, wie jedes andere Bild auch, wird man nichts erkennen. Wenn man aber den Blick de-fokussiert, wird man in das Bild eindringen.

Das gleiche gilt für unsere spirituelle Arbeit zur Enthüllung der Höheren Welt. Als Ergebnis der vielen Anstrengungen wird unser Blick neu ausgerichtet. Wir werden auf diese neue Welt schauen und plötzlich in sie eindringen. Das sollte die Wirkung -> all deiner vorherigen Handlungen sein.

Aber zurück zu Ihren anfänglichen Beschwerden: „Warum werde ich ignoriert, obwohl ich schreie?“ Das ist ganz einfach. Es liegt daran, dass Sie noch nicht begonnen haben, wirklich zu schreien. Wenn all Ihre Bitten zu einem echten Schrei werden, wird dies sofort die Ursache, die Sie zur Wirkung führt – der Enthüllung der spirituellen Welt.

(Aus dem täglichen Kabbala Unterricht)

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Wie Sie mit Ihrer inneren Mafia verhandeln müssenihn


Wenn ein Mensch für die Eigenschaft des Gebens arbeiten möchte, setzt der Egoismus sich zur Wehr. Es erfordert viele verschiedene Maßnahmen, das allgemeine Verlangen eines Menschen in zwei Lager zu teilen: eines, worin ein Mensch aus dem Verlangen zu Geben handelt und eines mit dem er dieses nicht kann.

Man muss seinem Egoismus „Geschenke geben“, um ihn zu beruhigen und ihm zu verstehen geben, dass er einen Sieg durch die Teilnahme an deinem Weg erringen wird – dem Geben. Wir können unser Verlangen Freude zu empfangen nicht einfach abschneiden.

Vielmehr müssen wir dieses Verlangen ständig erwecken, um von ihm neue Verlangen zu bekommen, welche wir dann korrigieren und dadurch zum Ziel aufsteigen können.

Aus diesem Grund reicht es nicht aus, einfach seinen Egoismus zu beschränken. Stattdessen müssen Sie ihn ernähren: geben Sie ihm Geschenke, umarmen Sie ihn und sagen ihm: „Wir sind Brüder!“ Wir müssen wie Jakob sein, der seinem Bruder Esau Geschenke brachte!

Wir haben für den Willen zu genießen noch immer viel mehr Anwendungsmöglichkeiten! Solange wir noch nicht zu dieser Arbeit in der Lage sind, müssen wir den Egoismus ernähren und ihm zeigen, dass unsere ganze spirituelle Arbeiten zu seinem Vorteil sind. Schließlich weiß er nicht, dass Sie vorhaben, sich selbst für die Eigenschaft des Gebens korrigieren.

Sie müssen ihn wie mit einem Fremdkörper handhaben, der momentan unkorrigiert bleibt. Und Sie ernähren ihn, um in der Lage zu sein, dadurch die Mittlere Linie zu erbauen. Es ist wie mit der Mafia, die dann zu Ihnen kommt, wenn Sie ein großes Geschäft eröffnen und Ihnen sagt: „Wir erlauben Ihnen, Ihr Geschäft zu eröffnen, aber jeden Monat müssen Sie uns einen Teil des Gewinns abgeben!“

Genauso müssen wir mit unserem Egoismus arbeiten, nur das wir noch gerissener sein müssen. Jedes Mal, wenn wir ihn belügen, nehmen wir von ihm neue Teile unseres Verlangens, die korrigiert werden können, während wir dem Ego versichern, dass alles zu seinem Nutzen getan wird.

Wir ernähren es weiterhin, sodass es uns ermöglicht, noch mehr zu arbeiten, so wie die Mafia über die Tatsache glücklich ist, dass das Unternehmen weiter wächst: „Tu was Du willst, solange Du uns bezahlst!“ Das ist die Methode, wie wir unseren Egoismus austricksen können. Das Verlangen nach Genuss ist das Material aus dem die Schöpfung gemacht ist und wir können das nicht vernachlässigen oder auslöschen. Wir müssen es stärken, in der Hoffnung, es eines Tages vollständig zu korrigieren.

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