Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Arbeit'

Was haben ein gesunder Verstand und Körper mit Kabbala zu tun?


Fragen, die ich über die Beziehung zwischen dem Körper, dem Verstand und der Spiritualität erhielt:

Frage: Was ist die richtige Einstellung, die man zu seinem Körper haben soll? Der Körper ist die perfekteste Maschine in der Welt. Jede Zelle in ihm arbeitet wie ein perfektes System, vielleicht sogar wie der gesamte Kosmos. Deshalb ist es schwierig für mich, ihn nur als ein „Tier“ zu betrachten.

Meine Antwort: Du solltest Deinen Körper als nützliches Tier betrachten, dass für die Arbeit bestimmt ist. Du musst für es sorgen (aber es nicht verwöhnen!) – wasche es, füttere es, usw. – und verlange von ihm, zu arbeiten.

Frage: Soll eine Person alle oder die meisten ihrer psychologischen Probleme beheben, bevor sie sich der Kabbala zuwendet?

Meine Antwort: Wenn eine Person geistig gesund ist, dann wird die Kabbala ihre psychologischen Probleme beheben. Wenn sie aber geistig krank ist (sein Gehirn nicht richtig arbeitet), dann kann sie nicht Kabbala studieren. In diesem Fall würde ich vorschlagen, mehr zu machen, um die Psyche zu entspannen, sowie mehr Sport und physische Arbeit.

Frage: Sie sagen, dass es keine Verbindung zwischen der Spiritualität und der Körperlichkeit gibt. Wie kann dann eine korrigierte Absicht auf die Gesundheit des physischen Körpers wirken?

Meine Antwort: Das ist deshalb so, weil alles in unserer Welt eine Folge des Einflusses des Höheren Lichtes (Or Makif) ist. Der Mensch ist Teil des ganzheitlichen Systems von Adam, der einzigen Seele. Daher kann er selbst dann, wenn er gerecht ist, krank werden und leiden, denn er befindet sich mit anderen, die noch nicht korrigiert sind, in einem einzigen Organismus.

Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala – Das Heilmittel für jedes Leid
Artikel: Exodus – Vom Physischen zum Spirituellen

Eine neue Seite auf Chinesisch – Genau rechtzeitig für die Olympischen Spiele


Die internationale Akademie für Kabbala ist stolz, ankündigen zu dürfen, dass am 08.08.2008 – zwei Stunden vor der Eröffnung der Olympischen Spiele – eine neue Kabbala-Webseite auf Chinesisch ins Leben gerufen wurde.

Die Seite wurde in zwei Tagen von drei Personen erarbeitet:
Asta Chepukaite (Lithauen) – Verantwortlich für den Inhalt und Herausgeber;
Olya Utkina (Kasachstan) – Design;
Sasha Gerdev (Bnei Baruch Israel) – Programmierer.
Und dies ist erst der Anfang. Wir beginnen erst mit unserer Entwicklungsarbeit, verbessern die Seite und machen sie allgemein verständlich!
Wir wollen speziell Leonid Makaron danken, der diese Seite ermöglicht hat und die Verbreitung der Kabbala in China vorantreibt.
Lechaim World Kli!

Der Kreislauf von Abstiegen und Aufstiegen und die Korrektur des Maaser (fortgeschritten)


Zwei Fragen, die ich von Frauen erhielt, über den Sinn der Vorbereitung in der inneren Arbeit des Menschen und zu der Notwendigkeit, Maaser zu bezahlen:

Frage: Ich versuche, ständig im Zustand der „Vorbereitung“ zu sein, die Absicht aufrecht zu halten und mich mit meinem Mann zu verbinden, der ebenfalls Kabbala studiert und verbreitet. Doch manchmal erfahre ich Abstiege und verliere meine gesamte Verbindung mit dem Schöpfer. Später komme ich dort heraus und versuche, meine Vorbereitung, so sehr ich kann, noch mehr zu verstärken. Doch danach gibt es noch mehr Abstiege und dann verstärke ich wiederum meine Vorbereitung und mein Bestreben und es folgen darauf noch weitere Abstiege.

Ich verstehe, dass es immer Abstiege und Aufstiege geben wird und dass diese notwendig sind. Doch wenn ich meine Verbindung mit dem Schöpfer verliere, bedeutet dies dann nicht, dass ich nicht genügend Zeit in die Vorbereitung investiere? Ist die Vorbereitung nicht dazu gedacht, einem Menschen zu helfen, schneller aus einem Abstieg herauszukommen? Oder ist die Vorbereitung dazu gedacht, die Abstiege zu vermeiden und weniger davon zu haben?

Meine Antwort: Wenn Sie sich richtig vorbereiten, werden Sie, wann immer Sie einen Zustand erleben und dieser Zustand dann schließlich aufhört, sich über Ihnen abzuspielen (er hört auf, sich vollständig durch alle zehn Sefirot, oder alle vier Stufen, zu manifestieren), sofort anfangen, das Ende dieses Zustandes als einen Aufstieg zu empfinden – wenn Sie sich vorher richtig vorbereitet haben. Und dann werden Sie sofort davon aufsteigen wollen und Sie werden damit beginnen, intensiv die externen Kräfte der Gruppe anzuziehen. Die Gruppe wird Ihnen folgendes geben:

1. Die Wichtigkeit des Ziels
2. Die Wahrnehmung Ihrer eigenen Schwäche
3. Die nötige Bestrebung, die Korrektur von oben zu erbitten

Als ein Resultat von all dem, werden Sie eine Bitte (ein MAN) generieren und dann wird das Licht der Korrektur (Or Makif, MAD) während des allgemeinen Studiums der Gruppe herabsteigen. Und dann werden Sie aufsteigen, d.h. Sie werden die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens so wahrnehmen, als ob dies die höchst mögliche Sache wäre.

Und auf diese Weise beginnt ein neuer Kreislauf.

Frage: Wenn Frauen zusammen mit Männern an der Gruppe teilnehmen, müssen diese dann ebenfalls Maaser bezahlen?

Meine Antwort: Ja. Jeder Mensch, der vorankommt, muss ein Zehntel seines Nettoeinkommens für die weltweite Verbreitung der Kabbala und für die Korrektur der Welt abgeben. Dies ist keine Tradition, sondern eine Notwendigkeit, um ein Zehntel Ihres egoistischen Verlangens (Malchut) zu korrigieren. Die anderen Teile werden durch Ihre Anstrengungen im Studium, in der Gruppe und in der Verbreitung korrigiert. Sie können diese nicht einfach „loskaufen“, so wie Sie das mit „unbelebten“ Teilen Ihrer Verlangen machen.

Ist das nicht eine Schande? Es wäre so einfach, nur jemanden zu bezahlen und sich dann plötzlich in der spirituellen Welt wiederzufinden! Da jedoch unsere Handlung, 10% für die Korrektur der Welt zu geben, ein Teil der Korrektur ist, erhebt unser Egoismus auf jegliche Art Einspruch und deshalb erhält ein Mensch enorme Störungen, wenn es darum geht, das Maaser abzugeben. Doch normalerweise hat kein Mensch Schwierigkeiten damit, 10% seines Einkommens für Unterhaltungszwecke oder auf jegliche Art und Weise zu verschwenden, für Dinge, die er eigentlich überhaupt nicht braucht. Ohne sich jedoch auf diese Weise an der allgemeinen Korrektur zu beteiligen, kann ein Mensch auch nicht seine eigene Korrektur durchleben! Normalerweise schlagen wir vor, dieses Geld dafür zu verwenden, kabbalistische Materialien zu kaufen und diese selbst zu verbreiten. Anders ausgedrückt, der eigene Zehnte Teil wird für die richtige Verwendung eingesetzt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Frauen müssen an der Korrektur arbeiten – genau wie Männer
Blog-post: Die Korrektur der Frau
Blog-post: Freuen Sie sich über die Abstiege!
Vortrag: Die spirituelle Entwicklung der Frauen, Teil 1
Vortrag: Die spirituelle Entwicklung der Frauen, Teil2
Vortrag: Die spirituelle Entwicklung, Teil3

Einige Zitate von Albert Einstein


Hier sind einige Zitate von Albert Einstein, die die Ähnlichkeit zwischen seinen Schlussfolgerungen und den in der Kabbala erklärten Grundsätzen offenbaren

– Der echte Wert des Menschen wird durch den Grad definiert, zu dem er sich vom Egoismus befreit hat und durch die Mittel, die er anwandte, dies zu erreichen.

– Eine Person fängt erst dann zu leben an, wenn sie es schafft, über sich selbst hinauszuwachsen.

– Derjenige, der unmittelbare Ergebnisse von seiner Arbeit sehen will, sollte Schuhmacher werden.

– Ein Mensch ist Teil eines Ganzen, von uns Universum genannt – ein Teil, begrenzt in Zeit und Raum. Er erfährt sich, seine Gedanken und Gefühle, als getrennt vom Rest der Welt – eine Art optische Wahnvorstellung des Bewusstseins. Diese Wahnvorstellung ist ein Gefängnis, das unsere persönlichen Wünsche und Zuneigungen auf einige wenige Personen, die uns am nächsten stehen, begrenzt. Unsere Aufgabe muss es sein, uns daraus zu befreien, indem wir den Kreis des Mitgefühls für andere erweitern, bis alle lebenden Wesen und die ganze Natur in ihrer Schönheit dazugehören. Niemand kann diese Aufgabe bis zum Ende erfüllen, aber gerade die Anstrengungen, dieses Ziel zu erreichen, sind ein Teil der Befreiung und ein Fundament für das innere Vertrauen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Würfelt Gott mit dem Universum?

Der Weg ist für alle offen


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, warum Menschen manchmal vom richtigen Weg abkommen und was man tun muss, wenn das passiert

Frage: Warum verlassen manchmal Leute die Gruppe? Verlassen sie diese aus eigenem Wunsch oder beeinflusst die Gruppe sie irgendwie, sodass sie gehen?

Meine Antwort: Die einzige Freiheit eines Menschen ist, in einer Gruppe zu sein. Wenn er das tut, entwickelt er sich in Richtung des Schöpfers, wenn er es nicht tut – dann verlässt er die Gruppe. Dennoch ist es möglich, dass einem Menschen nicht die Freiheit gegeben wird, an der Gruppe teilzunehmen, sondern vielmehr existiert er einfach darin. Unser Archiv enthält viele Vorträge zu diesem Thema. In der „Einführung zum Talmud Esser HaSefirot“, Punkte 3 und 4, schreibt Baal HaSulam, dass der Schöpfer einen Menschen zur Gruppe und zum Lehrer führt und sein freier Wille dann darin liegt, die Verbindung mit ihnen zu stärken. Aber wenn das Verlangen eines Menschen nach dem Sinn des Lebens noch nicht reif ist, dann verlässt er die Gruppe oder „entfernt sich“.

Frage: Lieber Rav, nehmen wir an, dass ein Student in der Gruppe war, der wirklich voran kam und den inneren Teil des Studiums verstand, und ein MAN erreichte, aber dann auf die Stufe „Seine Weisheit überstieg seine Handlungen“ zurückfiel. Kann er trotzdem die Eigenschaft des „Glaubens über dem Verstand“ und die Fähigkeiten, die für spirituelle Arbeit notwendig sind, zurückgewinnen, auf den Weg zurückfinden und den Machsom überqueren?

Meine Antwort: Verzweifeln Sie nicht – der Weg ist für alle offen. Dieser Student sollte von der Stufe aus mit dem Voranschreiten fortfahren, auf der er sich befindet, aber er sollte in Richtung des Ziels auf ehrliche Weise vorrücken, mehr als durch Täuschung. (Verstehen Sie?!)

Verwandtes Material:
Blog-post: Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität
Blog-post: Freuen Sie sich über die Abstiege!
Blog-post: Auszüge aus Rabashs Artikeln über die Gesellschaft
Blog-post: Fragen über den Pharao – unseren Egoismus
Blog-post: Nur der Einfluss des Höheren Lichtes kann…
Rabash Artikel: Das Ziel der Gruppe

Als Student der Kabbala sind Sie der Welt nützlicher


Fragen, die ich erhielt, bei denen es um Entscheidungen des Lebens geht, wie man die Briefe von Baal HaSulam interpretiert und wie man sich auf die Zukunft vorbereitet

Frage: Ich habe im Moment ein großes Problem: Zwei Jahre studiere ich nun Kabbala und soll nun für ein Jahr zur Armee. Ich kann dem gesetzlich durch Bezahlung entgehen, was mich ein Jahr Arbeit kostet. Wenn ich zur Armee gehe, dann kann ich keinen Unterricht verfolgen oder Kabbala verbreiten, aber wenn ich ein Jahr lang arbeite, dann läßt mir das Zeit für die Verbreitung und zum Unterricht zu gehen. Was wäre besser?

Meine Antwort: Wenn Sie arbeiten, wie Sie es eigentlich tun sollten, die Kabbala studieren und sich um die innere Korrektur kümmern and dazu noch Kabbala verbreiten, dann sind sie dieser Welt als Kabbalastudent nützlicher. Wenn das legal ist, wählen Sie diesen Weg.

Frage: Mit Bezug auf die Briefe von Baal HaSulam, die in der Kabbala-Bibliothek enthalten sind, frage ich, an wen wandte sich Rav Ashlag damit?

Meine Antwort: An Sie!!! Obwohl diese Briefe persönliche Antworten und Kommentare enthalten, ist ihr Inhalt hauptsächlich über die Erlebnisse eines jeden, der sich zum Schöpfer hinbewegt.

Frage: Sie haben Tausenden von Menschen die Kabbala gegeben und ich bin einer von ihnen (Danke. Ich bin ein Beispiel für den Nutzen, den man durch die Verbreitung erhält, die ich im Moment leider noch nicht angefangen habe.) Ich würde gerne wissen: Bereiten Sie jemanden als Ihren Nachfolger vor, der die Linie der Weisheit weiterführt? Oder brauchen wir keinen Führer mehr in der neuen Ära der Enthüllung der Kabbala?

Meine Antwort: Der Führer wird die Gruppe sein, die dabei ist, die Managementangelegenheiten zu lösen. Sie wachsen gleich an meiner Seite – und Sie sind einer von denen. Jeder, der die Weisheit der Kabbala wengstens bis zu einem bestimmten Grad erlernt, sollte anderen dienen, um ihnen dabei zu helfen, die Stufe von der Veränderung des Menschen bis zur Stufe des Schöpfers herauf zu verwirklichen. Diese Arbeit, Gleichheit mit dem Schöpfer zu erreichen, hat bereits begonnen und die Führer dieser neuen spirituellen Erziehung der weltweiten Zivilisation werden von Oben bestimmt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Spirituelle Wehen und die Zukunft der Kabbala
Blog-post: Wenn ich mir nicht selbst helfe – wer wird mir helfen?
Blog-post: Richtlinien zum Erreichen der Einheit – Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam

Verbreite die Kabbala im Internet, doch als erstes finde heraus, wie!


Ein Frage, die ich erhielt: Wenn ich in LiveJournal oder in einer anderen Internet Community einen Blog eröffne, der sich mit Kabbala beschäftigt, ist das dann als Verbreitung zu verstehen?

Meine Antwort: Kabbala-Verbreitung im Internet, in allen Sprachen, ist die absolut wichtigste Verbreitungsart! Jeder kann es lernen, es ist gratis und leicht umzusetzen.
Man muss aber wissen, welches Material man wie verbreiten will und dies hängt von der Website ab (entweder Forum, soziales Netzwerk, Wissenschaftsseite, Familienseite usw.) Sie sollten sich zunächst mit unserem Verbreitungs-Zentrum in Verbindung setzen, damit Sie sich entsprechend vorbereiten können. Wenn Sie Ihren Teil zur Verbreitung beitragen wollen, müssen Sie systematisch zusammen mit anderen vorgehen und unbedingt Kontakt miteinander halten. Und dadurch wird man Teil des Weltkli.

Der Sinn der Verbreitung ist:

1. Jedem Mitglied der weltweiten Organisation von Bnei Baruch die Möglichkeit zu geben, aktiv in der gemeinsamen Arbeit mitzuwirken und so Teil der gemeinsamen Seele (Adam HaRishon) zu werden bzw. das Umgebende Licht (Or Makif) der gemeinsamen Seele zu empfangen. Ohne von der gemeinsamen Seele zu empfangen, wird ein Mensch, der Kabbala studiert, nicht genug Verlangen und Kraft entwickeln, das Ziel zu realisieren – die Enthüllung des Schöpfers.

2. Jedem Menschen auf der Welt die Möglichkeit zu geben, in seiner Muttersprache herauszufinden, was Kabbala ist, um ihm die Fragen über den Sinn des Lebens und wie man ihn verwirklicht, zu beantworten.

Verwandtes Material:
Blog-post: Rat für Einsteiger – Verbreite!
Blog-post: Kabbala für alle!
Blog-post: Verbreite die Weisheit der Kabbala an jene, die du liebst

Frauen auf dem Pfad der Kabbala


Fragen, die ich von Frauen darüber erhielt, wie man sicher sein kann, spirituell voranzuschreiten

Frage: Kann eine Frau den Machsom überqueren, ohne dass sie an einer Gruppe teilnimmt? Indem sie mindestens zwei Stunden pro Tag Ihre Bücher studiert?

Antwort: Um spirituell aufzusteigen muss eine Frau studieren und verbreiten.

Frage: Ist es möglich, dem Weg der Kabbala falsch zu folgen? Ich meine damit: wenn ich bei Bnei Baruch studiere und auch physisch alles erforderliche mache – verbreiten, Maaser zahlen, Kabbala studieren und Kontakt zur Gruppe halten – kann es dann sein, dass ich meine innere Arbeit trotzdem falsch mache?

Antwort: Vergleichen und überprüfen Sie sich selbst mit den Artikeln und Empfehlungen von Baal HaSulam und Rabash. Mit jedem Unterricht tauchen wir tiefer in diese entscheidende Frage ein.

Frage: Was ist der Unterscheid zwischen normalen Gefühlen und spirituellen Gefühlen? Wenn ich normale Gefühle habe, soll ich mich dann im Gedanken daran erinnern, dass sie nicht wahr sind? Und wenn ja, wie kann ich meinen Gefühlen vertrauen?

Antwort: Gerade jetzt sollten Sie nur studieren und das Licht wird Ihnen neue und korrekte Gedanken bringen, die Sie befähigen, alles richtig zu messen und zu beurteilen.

 
 

Fragen über den Pharao – unseren Egoismus (fortgeschritten)


Fragen, die ich zu Gefühlen wie Schwäche, Zweifelhaftigkeit und Unsicherheit auf dem spirituellen Weg erhielt.

Frage: Ich verstehe das einfach nicht: Warum muss ein Mensch sich selbst bekämpfen, um diesen fiktionalen „anderen“ Zustand zu erreichen? Und warum braucht er dies überhaupt?

Meine Antwort: Sie haben Recht: Wenn Sie keinen Punkt im Herzen haben, dann leben Sie ohne Sorgen weiter. Schließlich realisiert ein Mensch nur die Verlangen, die in ihm erwachen. Wenn der Punkt im Herzen eines Menschen erwacht ist, dann wird er von Verlangen angetrieben, den Schöpfer zu enthüllen, zu verstehen und zu fühlen und er muss dies erreichen.

Frage: Ich habe versucht zu verstehen, wie es überhaupt möglich ist, seine eigene Natur zu verändern, da ich immer mehr entdecke, wie egoistisch all meine Gedanken und Verlangen sind und nur noch egoistischer werden. Warum sollte ich also mich selbst mit dieser unnützen Arbeit zerstören, anstatt ein normales Leben zu führen?

Meine Antwort: Sie haben absolut Recht: Ein Mensch kann seine eigene Natur nicht verändern! Wenn er aber nichtsdestotrotz beharrlich zum Ziel strebt, dann wird diese Ausdauer ihm helfen und der Schöpfer wird ihm die Stärke, Ihn zu enthüllen geben (siehe „Einführung zu Talmut Esser HaSefirot“, Punkt 133, wo von Menschen die Rede ist, die den Berg empor steigen). Nur die Kraft der Enthüllung des Schöpfers kann einen Menschen aus dieser Welt herausziehen – heraus aus der Wahrnehmung „innerhalb des Menschen“. Und dann enthüllt ein Mensch eine ewige und perfekte Welt. Doch nochmals, nur das Licht, welches die Schöpfung erschuf, ist fähig dazu, dies zu verändern und zu Seiner Stufe zu erhöhen.

Frage: Wenn ein Mensch älter wird, wird er schwächer und braucht mehr Stärke. Doch woher wird er diese bekommen, wenn er nie eine Antwort vom Schöpfer bekommt?

Meine Antwort: Der gesamte Weg bis hinauf zur Enthüllung des Schöpfers, dem Machsom, besteht aus ständig anwachsenden Enttäuschungen. Es steht geschrieben, dass der Auszug aus Ägypten geschieht, indem dem Pharao (unserem Egoismus) Plagen geschickt werden. Diese Plagen werden immer schmerzlicher und führen dazu, dass wir uns immer desillusionierter hinsichtlich unserer Fähigkeit fühlen, das Ziel zu erreichen, aus dem Egoismus heraus zu kommen und die Wahrnehmung der Höheren Kraft, des Schöpfers, zu erreichen. Diese Plagen enthüllen unsere egoistische Natur (den Pharao) und wie sehr er uns innerlich beherrscht. Lesen Sie den Abschnitt in der Tora, wo der Schöpfer dem Menschen (Moses) ständig wiederholt: „Gehe zum Pharao, denn ich habe seine Herz verstockt.“ Dies bedeutet, dass der Schöpfer unseren Egoismus ständig zu dem Zwecke erhöht, dass wir enthüllen können, wie absolut böse dieser für uns ist und uns wünschen werden, davor wegzulaufen!

Frage: Manchmal scheint es, als hätte ich nicht genügend Zeit in diesem Leben übrig, das Ziel, die Enthüllung des Schöpfers, zu erreichen.

Meine Antwort: In diesem Falle gibt es, wie auf dem gesamten Weg, nur ein „kabbalistisches Prinzip“ zur Anwendung: „Schlage dem Versucher die Zähne aus“ (der Versucher, der dich ständig vom Weg abbringt) und bleibe unbeugsam im Fortschritt mit dem „Glauben über dem Verstand“, an Stelle des allgemeinen (regulären, tierischen) Menschenverstandes. Und suche in all diesem nach der Hilfe des Schöpfers, um dazu fähig zu sein, diesen beiden Prinzipien zu folgen.

Frage: Vielleicht ist es besser, eine „angenehme Lüge“ zu leben, wie die Leute, die das kaufen, was Berg verkauft – psychologische Unterstützung und eingebildetes, jedoch süßes Vertrauen darauf, dass morgen alles in Ordnung sein wird, dass alles gut sein wird und dass alles zum Besseren hin verändert werden kann. Dies hat einen psychologischen Affekt auf den Menschen, gibt ihm Stärke und hilft ihm zu überleben. Und man bekommt die positiven Resultate im Voraus!

Meine Antwort: Wer könnte diesen über Jahrhunderte bewährten Methoden widersprechen? Wenn ich könnte, würde ich rote Bändchen und heiliges Wasser selbst kaufen. Aber niemand lädt diese Menschen überhaupt zur Kabbala ein, die sich selbst mit diesen Methoden trösten können und die sich selbst davon überzeugen können, dass sie helfen. Doch während sie ihre Augen vor der Krankheit verschließen und Schmerzmittel nehmen, breitet sich die Krankheit immer weiter aus.

Und es gibt andere, denen diese Schmerzmittel nicht mehr helfen. Sie verstehen, dass dies eine Lüge ist. Diese Menschen suchen weiter, da ein Mensch nicht unerfüllt bleiben kann und dieser Zustand von Vergeblichkeit und Leere ist schlimmer als der Tod, da ihr spirituelles Verlangen bereits nach einer Erfüllung strebt. Und so suchen sie weiter. Und den Menschen, die in dieser Welt nichts mehr finden können, was sie erfüllen könnte, bietet die Kabbala die Antwort: Erfüllung kommt in dem Maße vom Höheren Licht, wie ein Mensch diesem ähnlich ist!

Frage: Es scheint immer noch unmöglich und unausführbar, dass jeder Mensch und alle Menschen zusammen fähig sein werden, danach zu verlangen, aus dem Egoismus freiwillig herauszukommen, anstelle von Plagen angetrieben zu werden, die schlimmer als der Tod selbst sind, wenn sogar der Tod wie die Erlösung vom Leid aussieht.

Meine Antwort: Der Schöpfer sagt, dass es einfach ist, aus der körperlichen Natur auszutreten und die Höhere Natur zu betreten, gesetzt den Fall, dass ein Mensch unablässig die Bedingungen des Schöpfers oder die präzisen und strikten Gesetze der Natur ausführt. Niemand hat die Stärke und das Verlangen, über diese Welt – über die eigene Natur – aufzusteigen. Diese Verlangen kann ein Mensch jedoch von der richtigen Umgebung (der weltweiten Bnei Baruch Gruppe) bekommen, indem er Kabbala gemäß den authentischen Quellen (den Büchern von Baal HaSulam) studiert. Und dann wird das Licht ihn erheben und es gibt tausende von Beispielen, um dies zu belegen. Es ist Ihre Wahl!

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum bekommt ein Mensch Schläge?

Wenn ich mir nicht selbst helfe – wer wird mir helfen?


Ein Brief von Rabbi Yehuda Ashlag, aus dem Buch „Frucht des Weisen“, Band „Briefe“, Seite 61

Baal Shem Tov sagte: „Vor dem Erfüllen eines Gebotes soll der Mensch überhaupt nicht an die persönliche Führung denken, sondern soll sich im Gegenteil sagen: „Wenn ich mir nicht selbst [helfe], dann wird niemand mir helfen“. Nach der Erfüllung eines Gebotes jedoch soll er sich besinnen und glauben, dass er nicht aus seiner Kraft das Gebot erfüllte, sondern nur kraft des Schöpfers, der im Voraus alles für ihn plante, und der Mensch also gezwungen war, diese Handlung auszuführen“.

Wie die Worte unserer Welt übereinstimmen, so stimmen auch das Spirituelle und das Irdische überein, und so muss der Mensch, bevor er auf den Markt geht, um sich sein Brot zu verdienen, einen Teil seiner Gedanken der persönlichen Führung widmen, und sich selbst sagen: „Wenn ich mir nicht selbst [helfe], dann wird niemand mir helfen“, und alles Notwendige tun, wie alle Menschen, um sein Brot zu verdienen, genau so wie sie.

Doch abends, nachdem er nach Hause zurückkommt und seinen Lohn mitbringt, darf er keinesfalls denken, dass er dies aus eigener Kraft verdiente, sondern dass sogar wenn er den ganzen Tag faul liegen würde, er ebenfalls an das gleiche Geld kommen würde.

Und obwohl unser Verstand diese Dinge als gegensätzlich auffasst und das Herz sie keinesfalls gleichzeitig aufnimmt, muss doch der Mensch glauben, dass der Schöpfer es genau so in seiner Tora festlegte und durch diejenigen, die sie an uns weitergeben. [Rest des Beitrags lesen →]