Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Arbeit'

Man sollte nichts bereuen

Frage: Menschen im Alter von etwa 70 Jahren wurde die Frage gestellt: „Was bereuen Sie, wenn Sie auf Ihr Leben zurückblicken?“

Die fünf häufigsten Antworten waren:. Die Befragten gaben an, dass sie zu wenig gereist seien, sich nicht ausreichend um ihre Gesundheit gekümmert hätten und ihrer Familie und ihren Kindern nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt hätten.

An erster Stelle stand jedoch Folgendes: Sie hatten den größten Teil ihres Lebens mit einer Tätigkeit verbracht, die sie nicht liebten, und es fehlte ihnen an Kraft und Entschlossenheit, etwas daran zu ändern.

Was meinen Sie: Ist das nach Ihrer Meinung das Schwerwiegendste, was man am Ende seines Lebens bereuen kann?

Antwort: Natürlich ist das insgesamt ein sehr schweres Leben, wenn jemand einer Tätigkeit nachgeht, die er nicht liebt, und sich damit nie wirklich identifizieren kann. Besonders tragisch wird es, wenn ihm zugleich die Kraft fehlt, etwas daran zu ändern.

Frage:  Kann eine ungeliebte Arbeit irgendwann zu einer geliebten werden?

Antwort: Das ist möglich. Man muss sich intensiver mit ihr beschäftigen, tiefer in sie eintauchen und sich ihr mit ganzem Herzen widmen. Dann kann sich die Einstellung dazu ändern.

Frage: Das heißt, man könnte sich sagen: „Ich kann diese Arbeit im Moment nicht aufgeben, aber ich kann versuchen, sie lieben zu lernen“?

Antwort: Das ist möglich. Indem man sich vertieft, wird man zum Meister seines Fachs.  

Kommentar: Aber sie bleibt trotzdem ungeliebt.

Antwort: Das liegt daran, dass man sich ihr nicht mit Hingabe, von ganzem Herzen, gewidmet hat.

Frage: Warum hat niemand geantwortet: „Ich bedaure, dass ich nicht nach dem Sinn des Lebens gesucht habe“?

Antwort: Die Menschen suchen danach – meist still und unauffällig. Doch dieses Bedürfnis steht oft nicht an erster Stelle, sondern irgendwo weiter hinten. Jeder Mensch sollte versuchen, in seinem Leben nach dem Sinn zu suchen. Das ist wichtig. Ohne Sinn erscheint das Leben leer. Ob man ihn findet und welche Form dieser Sinn annimmt, hängt letztlich von jedem Einzelnen ab.

Frage: Bedeutet das, dass jeder seinen eigenen Sinn des Lebens finden kann – einen großen oder kleinen, tiefen oder eher einfachen?

Antwort: Ja. Entscheidend ist jedoch, die Suche nicht aufzugeben. Es geht nicht darum, sich mit allem abzufinden, sondern darum, weiterzufragen und weiterzumachen.

Frage: Sagen Sie das aus der Perspektive, dass wir bereits zu einem bestimmten Sinn des Lebens gelangt sind? Antwort: Wir nähern uns diesem Sinn an, wir werden ihm näherkommen und wir werden auch künftig weiter nach ihm streben. Ohne diese Suche kann ein Mensch nicht wirklich leben; es wäre lediglich ein bloßes Dasein. Das gehört zu unserer menschlichen Natur.

Frage: Gibt es etwas in Ihrem Leben, das Sie bereuen?

Antwort:Nein. Obwohl ich eigentlich sehr vieles bereuen müsste.

Frage: Und dennoch bereuen Sie nichts? Wie gelingt es Ihnen, so zu leben, ohne zu bereuen? Wie schneiden Sie das einfach ab?

Antwort: Ganz einfach: „Das Recht, die Jahre zu vergessen, das Recht, die Stunden zu wählen. „Das Recht zu wählen, wie man lebt, indem man das Leben auf die Waage legt.“

Daran lässt sich nichts ändern. Ich persönlich betrachte das sehr philosophisch: Es erleichtert nicht nur – obwohl es das tatsächlich tut, sondern es muss so sein.

Frage: Hat die Erkenntnis „Es muss so sein“ Ihre Sicht auf das Leben geprägt?

Antwort: Ja. Es hat meine Haltung zum Leben und zur Welt wesentlich beeinflusst. Was ich tun kann, das tue ich. Was ich geben kann, das gebe ich.

Ich hoffe, dass ich mit dem, was ich der Welt gebe, einen kleinen Beitrag dazu leiste, sie besser zu machen. Die Welt und die Menschen sind mir nicht gleichgültig. Ich wünsche mir, dass sie die Wirklichkeit etwas klarer sehen, dass sie ihre Augen ein wenig weiter öffnen.  

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Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“

 

Wozu führt das Bewusstsein der Größe des Gebers?

Kommentar: Die Arbeit, die auf das Bewusstsein der Größe des Gebers gerichtet ist, ist unsere einzige Arbeit – wie im Gleichnis vom Gast und dem Gastgeber.

Entweder handelt der Mensch gemäß seinem Willen zu empfangen, oder es erwacht in ihm die Stufe des Menschen – der Punkt im Herzen, die Eigenschaft von Bina, die er infolge des Zerbrechens der Gefäße erhalten hat. Dies ist ein göttlicher Teil von oben, seine Seele, gegenüber der er den Gastgeber empfindet.

Dann bestehen im Menschen bereits zwei Unterscheidungen:

– sein natürliches Verlangen, Genuss vom Gastgeber zu empfangen; und

– der Punkt in ihm, der den Gastgeber selbst als Gebenden empfindet.

Dann führt er zwei Arten von Berechnungen aus: mit Ihm als dem, der Genuss gibt, und mit Ihm als dem Gebenden. In dieser inneren Trennung beginnt bereits die Arbeit. Was ist für mich wichtiger – der Gastgeber selbst, Seine Größe und die Ordnung meiner Beziehung zu Ihm?

Oder ist es mir gleichgültig, wer Er ist und was Er ist, solange ich von Ihm Genuss empfange und mich erfülle? Wenn wir uns richtig entwickeln wollen, müssen wir also ständig das Bewusstsein des Gastgebers, das heißt des Gebers, in uns vergrößern.

Zu Beginn steht der Mensch vor dem Gastgeber und sieht Ihn nicht. Gerade dieses Nicht-Sehen des Gastgebers ist von großer Bedeutung, denn dadurch entsteht im Menschen Scham, das Gefühl, ein Empfangender zu sein. Dadurch erkennt er, dass er seine Wünsche einschränken muss und mit allen Kräften seine Beziehung zum Geber entwickeln soll, sodass der Geber immer wichtiger wird als die von Ihm kommenden Genüsse.

Wenn der Geber wichtiger wird als die von Ihm kommenden Genüsse, beginnt der Mensch, seinen Willen zum Empfangen einzuschränken, und er möchte nicht mehr in ihm arbeiten. Er zieht es vor, in Verbindung mit dem Geber zu sein. Das gibt ihm mehr Genuss, mehr Sicherheit und mehr Erfüllung.

Doch auch diese Erfüllung geschieht noch um zu empfangen, das als Lo Lishma bezeichnet wird. Dennoch zieht der Mensch es vor, mit dem Gastgeber verbunden zu sein und nicht nur mit den Genüssen.

Danach kommt eine Stufe, in der auch eine solche „verbrauchende“ Verbindung mit dem Gastgeber, bei der der Mensch Ihn für seine eigenen Interessen nutzt, ihm nicht mehr richtig erscheint. Denn wenn er die Verbindung mit dem Gastgeber der Verbindung mit den Genüssen vorzieht, erweckt diese Verbindung in ihm das Bewusstsein für die Natur des Geber

Dann beginnt er, der Eigenschaft des Gebens selbst Bedeutung beizumessen. Das wird bereits „der Reiz der Kedusha“ genannt. Diese Eigenschaft wird für ihn so wichtig, dass er nicht mehr durch seine Gefäße des Empfangens mit dem Gastgeber verbunden sein möchte. Vielmehr möchte er mit der Eigenschaft des Gebens selbst verbunden sein und ihr angehören.

Das bedeutet, dass der Mensch beginnt, aus sich selbst herauszutreten und in die Eigenschaft des Gebers einzutreten. Dann sucht er nach Mitteln, durch die er dies tatsächlich verwirklichen kann. Dabei benötigt er weiterhin das Bewusstsein der Größe des Gastgebers – jedoch bereits Seiner Größe als Gebender. Dies wird die reine Bina genannt, die der Mensch erlangen möchte. In dem Maße, wie er sie erlangt, beginnt er dem Gastgeber ähnlich zu werden – zumindest darin, dass er wie Er sein möchte.

Das bedeutet, dass der Mensch gewissermaßen Galgalta we Ejnaim, die Gefäße des Gebens, erwirbt.

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Aus einer Lektion zu einem Artikel von Rabash.

 

Der Kongress fängt gerade erst an!

Nichts hält uns davon ab, das beste Gefühl, das wir je in unserem Leben hatten, immer zu behalten, als wir auf dem Kongress die Einheit, die Verbindung zwischen uns und dem Schöpfer, die spirituelle Offenbarung gefühlt haben. Wenn ich aus diesem Zustand herausfalle, bin ich selbst schuld, weil ich mich nicht ausreichend bemüht habe.

Wir haben ein Erwecken von oben, vom Schöpfer, erhalten, und das darf nicht verloren gehen. Der Höhere gibt uns ein Beispiel, wie wir sein sollen, und wir müssen es weiterführen. Das Erwecken darf nicht vom physischen Ort des Kongresses abhängig sein. Wenn es kein Erwecken gibt, dann fehlt die Größe des Schöpfers, die Größe der Gruppe – und daran kann man gerade nach dem Kongress, in der Alltagszeit, noch besser arbeiten.

Die Zeitabstände zwischen den Kongressen müssen als Möglichkeit gesehen werden, eigene Anstrengungen zu unternehmen, die der Schöpfer in dieser Welt für uns organisiert hat. Der Aufbau des spirituellen Gefäßes geschieht gerade in der Dunkelheit, in der Nacht. Man muss alle Ereignisse seines Lebens nach diesem Prinzip als miteinander verbunden betrachten, damit „es war Abend und es war Morgen – Tag eins“ ist. Nur so sollte man sein Leben betrachten.

Von oben werden uns Momente der Verbindung, der Nähe zur Spiritualität gegeben, damit wir sie dann fortsetzen können, wenn das Erwecken von oben vorbei ist. Wir sollten dieses innere Gefühl zumindest mit der Kraft bewahren, die uns von oben gegeben wurde, als wären wir nie aus dem Zustand „Kongress“ herausgetreten.

Der Schöpfer hat uns auf eine bestimmte Stufe erhoben und uns dort zurückgelassen. Wir müssen auf dieser Stufe weitermachen. Es ist nicht gut, wenn wir zurückfallen, denn wir haben bereits ein Beispiel dafür, wie wir weitermachen können. Und dann wird der Schöpfer uns auf die nächste Stufe erheben und noch höher – so immer wieder.

Wenn der Schöpfer uns verlässt, zeigt er uns, welche Stellen mit seiner Größe gefüllt werden müssen. Das Einzige, was uns fehlt, ist die Größe des Schöpfers.

Das Wichtigste ist, sich zu bemühen, ständig mit den anderen in Verbindung zu bleiben, wie auf dem Kongress, und dieses Gefühl nicht abkühlen zu lassen, sondern es mit allen Mitteln aufrechtzuerhalten.

Und dann werden wir sehen, dass alle Ereignisse unseres Lebens: die Rückkehr zur Arbeit und zu allen alltäglichen Aufgaben vom Schöpfer genau zu diesem Zweck organisiert wurden – um all diese täglichen leeren Lücken mit Erwecken, Inspiration aus der Spiritualität und der Größe des Schöpfers zu füllen.

Wir müssen in diesem Zustand bleiben und dürfen uns nicht zurückfallen lassen. Genau darin besteht die ganze Arbeit. Während des Kongresses gibt es nichts Besonderes zu tun, dort wirkt das Erwecken, das von oben gegeben ist, und alles geschieht von allein. Aber heute müssen wir mit unseren eigenen Anstrengungen, mit Gebeten und allen möglichen Mitteln dafür sorgen, dass dieses Erwecken nicht abkühlt. Jetzt ist die Zeit der Arbeit gekommen.

Deshalb haben wir auf dem Kongress den Erfolg nicht „erreicht“, sondern „erhalten“. Heute müssen wir den Erfolg erreichen. Man kann sagen, dass der Kongress, also die Versammlung, die Vereinigung, gerade jetzt beginnt!

Wenn wir richtig verstehen, wie wir die Zeit während des Kongresses und die Zeit zwischen den Kongressen nutzen können, dann werden wir die von uns erreichte Einheit richtig umsetzen. Alles wird gerade durch die alltäglichen Zustände geprüft, in denen die ganze Arbeit steckt. Lasst uns also weitermachen!

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Aus dem Unterricht zum Thema „Die Größe des Schöpfers“

 

Er kann warten, ich nicht

Wenn wir spüren, dass wir in eine Art Schlaf verfallen und es uns schwer fällt, auch nur den kleinen Finger zu bewegen, müssen wir verstehen, dass es der Schöpfer ist, der uns diesen Zustand schickt. Er möchte uns anstelle der persönlichen zur allgemeinen Erweckung führen, damit wir gemeinsam beginnen, uns um einander Gedanken zu machen, und damit ich verstehe, dass, wenn ich die anderen nicht erwecke, ich auch selbst nicht erwachen werde.

Denn mein Ich ist das Maß, in dem ich die anderen erwecken kann. Nicht meine Person an sich – das ist alles die tierische Stufe, sondern diese zusätzliche Erweckung, die ich in das Gesamtnetz hineinbringen kann, wird als mein spirituelles Ich, mein spirituelles Gefäß (Kli, Verlangen) bezeichnet.

Jenes Maß an Erweckung, welches ich dort hineingebracht habe, liefert die Stärke des Verlangens, in dem ich die spirituelle Welt wahrnehme – ich nehme sie dort, im Inneren dieses Systems und nicht in mir wahr! In mir werde ich nichts spüren.

Das bedeutet, dass ich mich momentan der Erschaffung meines spirituellen Gefäßes entgegen bewege. Der Schöpfer organisiert absichtlich diesen Zustand für mich – Er lässt mich spüren, dass, wenn ich allein bleibe, mir nichts gelingen wird. Er scheint zu sagen: Du glaubst nicht – dann versuch mal! Zehnmal, hundertmal… Ich habe Zeit, Ich kann warten, bis die „Söhne Israel wegen ihrer Arbeit aufschreien“.

Nur wenn ich den nötigen Druck auf die anderen ausübe, wenn ich verlange und das gemeinsame Verlangen/Gefäß sich davon begeistern lässt, dann wird das mein Verlangen sein, dort werde ich die spirituelle Welt – jene spirituelle Erfüllung, die sie alle von mir bekommen haben, – wahrnehmen können.

Auszug aus dem Unterricht zu Die Zehn Sefirot

Lasst uns dem Zustand von “Chanukka” näherkommen

Frage: Besteht die Arbeit von Chanukka darin, alle unsere Wünsche, die auf das Geben ausgerichtet sind, zu einem Ganzen zu vereinen?

Antwort: Ja. Alles, was sich in uns befindet, stammt vom Schöpfer. Unsere gesamte Arbeit besteht darin, dies durch unsere Eigenschaften, unsere Herzen und unsere Verlangen auf das Geben an Ihn auszurichten.

Frage: In welchem Maß sind wir als Gruppe Bnei Baruch bereit, das Licht von Chanukka in unser gemeinsames Kli aufzunehmen?

Antwort: Wir sind bereit. Alles hängt ausschließlich von unserer inneren Ausrichtung ab. Uns wurden die Mittel gegeben – die Studienmaterialien und die gemeinsame Arbeit –, durch die wir uns darauf vorbereiten. In diesem Sinn kann man sagen, dass das Kli bereit ist.

Vor uns liegt eine ganze Woche Arbeit. Lasst uns diese Zeit mit der inneren Bedeutung von Chanukka füllen, um diesen Zustand zu erkennen, ihm nahe zu kommen und ihn in uns zu realisieren. Dann wird die Korrektur gelingen, zumindest werden wir die erste Stufe der Korrektur des Egoismus erreichen.

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Aus einer Lektion über einen Brief von Rabash

 

Ein Fußgänger, der von Punkt A nach Punkt B geht

Frage: Ist es möglich, immer im Glauben über dem Verstand zu gehen?

Antwort: Natürlich nicht. Aber wir Kabbalisten diskutieren nicht darüber, ob wir so gehen können oder nicht. Wir sind einfach dazu verpflichtet!

Wenn wir es nicht können, bitten wir um Hilfe und der Schöpfer erledigt diese Arbeit für uns! Die ganze Arbeit ist die Arbeit des Schöpfers, nicht die des Menschen. Aber wir müssen Ihn bitten, diese Arbeit zu erledigen.

Der Mensch muss versuchen, sie bis zum Ende zu erledigen! Obwohl ihm von Anfang an klar ist, dass ihn am Ende ein Misserfolg erwartet, wenn er das Ziel aus eigener Kraft erreichen will. Aber das Glück besteht darin, dass er entdeckt, dass der Schöpfer dies tun wird, und weiß, wie er ihn darum bitten kann.

Ich befinde mich immer in einem solchen Zustand und bewege mich auf einer geraden Linie zwischen dem Ausgangspunkt (dem aktuellen Punkt) und dem Endziel, das ich unbedingt erreichen muss.

Der Endpunkt ist das Geben, die Liebe zum Schöpfer und zu seinen Geschöpfen, der Glaube über dem Verstand, das Geben über dem Empfangen. Wenn ich den Ausgangspunkt verlasse, muss ich zum Endpunkt gelangen.

Auf dem Weg dorthin habe ich:

  1. Teil: Tu alles, was in deiner Macht steht! Das ist das Wichtigste.
  2. Teil: völlige Enttäuschung über meine Kräfte.
  3. Teil: die Erkenntnis, dass nur der Schöpfer mich retten kann.
  4. Teil: hier beginne ich mit Ihm zusammen im Geben (Hafetz Chessed) und in der Liebe zu arbeiten.

Am Anfang muss ich wissen, dass ich unbedingt bis zum Ziel kommen werde, und auf meine Kräfte vertrauen! Ich kann nicht untätig bleiben und auf ein Eingreifen von oben warten.

Wenn ich mich in der ersten Phase nicht bis zum Ende verausgabt habe, nicht alles in meiner Macht Stehende getan habe, werde ich niemals zur Verzweiflung gelangen, nie meine Verzweiflung erkennen und somit niemals begreifen, dass ich die Hilfe des Schöpfers brauche. Wie soll ich dann das Licht hervorbringen, das mich zur Quelle zurückführt?

Eine Etappe folgt auf die andere, bestimmt und formt den nächsten Zustand. Der Mensch weiß nicht genau, wo er sich befindet und was ihn auf der nächsten Etappe, im nächsten Augenblick erwartet. Jeder Fortschritt wird durch seinen Druck erzielt.

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Aus der Lektion nach einem Artikel von Rabash

 

 

Unser Leben hängt von unseren Einstellungen ab


Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet es, eine „gute Einstellung zu anderen“ zu haben? Eine durchschnittliche Person steht morgens auf, geht zur Arbeit und hat nur wenig Zeit für die Familie. Er sagt sich „Ich arbeite, ich bin ein gesetzestreuer Bürger, gut zu meiner Familie und verhalte mich gut zu anderen.“ Ist das genug?

Meine Antwort: Es muss ein Gefühl der Gemeinsamkeit sein, das uns hilft, etwas Höheres zu erreichen. Zunächst sollte ein Mensch verstehen, dass er sich ein Leben nur verdienen kann unter der Bedingung, dass er innerlich aufrichtig ist. Das ist nicht einfach, es muss erlernt werden.

Wir könnten bald eine Situation erreichen, wo wir nichts zu essen haben und die Menschen verstehen werden, dass die Verfügbarkeit von Nahrung nicht von der Ernte abhängt, sondern allein von ihrer Einstellung.

Wir könnten eine Situation erreichen, wo wir zwar den Erdboden mit allem nähren, was er braucht, aber unsere Einstellung zu den Menschen, für die wir das tun, falsch ist, und wir deshalb von der Erde nichts erhalten werden, nicht ein Samenkorn, nicht eine Tomate, nichts.

Wir können einen Film darüber machen. Ein Mensch pflanzt ein Feld mit Tomaten, aber ungeachtet seiner Bemühungen wächst dort nichts außer Unkraut, bis er seine Natur ändert. Das ist deshalb so, weil wir unsere Natur korrigieren müssen und zwar nicht auf der tierischen, pflanzlichen und unbelebten Ebene, sondern auf der menschlichen Ebene. Es ist nichts fantastisches, worüber ich spreche, es ist alles rational. Tatsache ist, dass die Menschen die Natur auf all den Ebenen unter ihnen negativ beeinflussen.

Wir werden eine Situation erreichen, wo Menschen spüren werden, dass, wenn man nicht die richtige Absicht hat, nichts geschehen wird, aber sobald man die richtige Absicht erschafft, man einen Segen empfängt. Dies wird „Offenbarung“ genannt, aber sie geschieht auf dem Weg solcher Leiden. Das ist ein schwieriger Weg des Lernens! Durch unterschiedliche Systeme wird die Natur uns zwingen, zu sitzen und zu lernen, wie korrekte Absicht und Einstellung erzeugt werden. Durch riesige Leiden, Schwierigkeiten, Krankheit und Chaos werden wir erkennen, dass wir nur zu lernen brauchen, wie die richtige Absicht hervorzubringen ist.

(Aus dem Unterricht von Baal HaSulam’s Artikel „Ein Gebot“ 

Das höhere System sehen und hören

Die Menschen wissen nicht, was der Zustand „liShma“ bedeutet, und bezeichnen oft so ihre ganz und gar nicht spirituellen Zustände.

Sie begreifen nicht, dass es, um liShma zu erreichen, einer schweren Arbeit bedarf, die ohne das Studium der Kabbala, die Gruppe, die Erfüllung von Aufstiegsbedingungen, die von Kabbalisten erklärt werden, unmöglich zu bewältigen ist.

Denn liShma bedeutet, dass du dich über deinen Egoismus erhebst und dich gänzlich im Geben befindest. In dem Verlangen zu geben siehst du die spirituelle Welt und existierst nur um der Spiritualität willen in dieser Welt.

Du identifizierst dich gänzlich mit deiner Seele und brauchst einen gesunden Körper nur, um in beiden Welten existieren zu können.

Denn die Seele kann nicht vorankommen, ohne dass ihr zweiter Teil, der Körper, sich in dieser Welt befindet. Sie braucht den Körper bis zur allerletzten Stufe.

Die Menschen begreifen nicht, dass man, um die Eigenschaft des Gebens, liShma, erreichen zu können, das Licht, das zur Quelle des Gebens, zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, zurückführt, anziehen muss.

Danach heißt der Mensch „Engel“, d.h., er erhält offen die Befehle des Schöpfers und führt sie aus.

Er „hört“ entweder den Schöpfer oder „sieht“ Ihn – es enthüllen sich ihm im Licht Chassadim oder sogar Chochma das höhere System, seine Beziehungen mit dem Schöpfer.

Diese Erkenntnis hat in keiner Weise etwas mit der Qualität oder Quantität des Wissens zu tun, sondern nur damit, in welchem Maße man über die Eigenschaft des Gebens und der Liebe verfügt.

[#15014]

Zwei Stufen der Bürgschaft

Derjenige, dessen Verlangen direkt zum Schöpfer gerichtet ist, erkennt, dass der Schöpfer sich in einer richtigen wechselseitigen Beziehung zwischen den Seelen enthüllen lässt. Diese Beziehung entwickelt sich in der Gruppe in zwei Schritten:

1. Der Aufstieg zur Stufe von Bina, Chafez Chessed, wo der Mensch sich als einen Abgesandten, der über dem Wissen handelt, wahrnimmt.

Zuerst erkennt er, dass er sich in der Gewalt des Egoismus befindet. Wie kommt man denn aus dieser Falle heraus? – Mit Hilfe eines Beispiels, das der Mensch nur von der Umgebung bekommen kann.

Wenn der Mensch dieses Beispiel über dem Verstand und dem Gefühl, sprich „über dem Wissen“ annimmt, wenn er a) in Übereinstimmung mit der Gruppe und b) entgegen sich selbst handelt, dann ist genau das auch die richtige Handlung, die darauf gerichtet ist, das Zerbrechen zu erkennen und zu korrigieren und dadurch spirituell aufzusteigen.

Indem ich an den Werten der Umgebung und nicht an meinen eigenen Werten, Gedanken und Berechnungen festhalte, rufe ich die Einwirkung des Lichts auf mich hervor.

Denn in einem solchen Fall entsprechen meine Handlungen der Eigenschaft des Lichts, und aus diesem Grund rufe ich das Licht über die Umgebung – über das System, in dem ich die Einheit wiederherstelle – hervor.

Auf diese Weise entsteht in mir allmählich ein Gefäß, das „Chafez Chessed“ oder „über dem Wissen“ heißt. Letztendlich verwende ich nur die Eigenschaft des Gebens, die Kraft des Gebens, das Gefäß des Gebens.

Was bedeutet das? Der Verstand und das Gefühl sind nicht von mir, ich habe sie gegen jene von der Gruppe eingetauscht, ich bin ein Abgesandter der Freunde an den Schöpfer. Das, was sie schätzen, nehme ich an und führe es aus.

Mir ist vollkommen unwichtig, was in dem Päckchen drin ist, wofür es abgeschickt wurde. Es gibt nur eine Berechnung – mich von mir selbst loszusagen und ihren Wunsch zu erfüllen. Auf diese Weise steige ich zur ersten Stufe der Bürgschaft auf.

2. Und dann will ich eine aktivere Rolle spielen, ohne mich nur mit den Funktionen eines Abgesandten zufrieden zu geben. Ich stelle fest, dass ich zu einem Übergangsglied werden kann: ich kann nicht nur das, was mir gegeben wird, weiterleiten, sondern auch selbständig das Licht anziehen und weitergeben.

So sieht der zweite Schritt aus – die Rückkehr aus Liebe, über Bina. Hier enthülle ich das Leuchten von Chochma und gebe es an die anderen im gleichen Netz, das ich auf der Stufe von Bina aufgebaut habe, weiter. Ich erfülle die anderen mit all dem, was ich für sie nur empfangen kann – und dann beginne ich, das Schöpfungsziel wahrzunehmen.

Gerade durch diese Arbeit werde ich den Schöpfer erkennen, ich werde erkennen, dass es niemanden außer Ihm gibt. Im Endeffekt erlange ich das Streben „direkt zum Schöpfer“ und werde zum Bürgen für die anderen.

[#23916]

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash

Nuancen des spirituellen Fortschritts

Frage: Wenn wir im Zehner zu arbeiten beginnen, bekommen wir Schläge. Wie gehen wir damit um?

Antwort: Selbst ein einzelner Mensch, der voranschreitet erhält Rückschläge, die ihn zurückwerfen. Es ist umso intensiver, wenn wir uns mit der Annäherung an den Zehner beschäftigen. Es ist wie ein Gewehrschuss. Die Kugel fliegt nach vorne und das Gewehr gibt einen Rückstoß. So ist es immer, entsprechend dem Gesetz der Energieerhaltung.

Wir befinden uns in der physischen Welt. Auch wenn wir diese Welt als spirituell bezeichnen, gelten darin klare Gesetze von Aktion und Reaktion. Daher ruft jeder spirituelle Fortschritt ebenso Abstoßung hervor.

Wir müssen das berücksichtigen, selbst wenn wir Rückschläge verspüren, müssen wir sie als physikalische Gesetze verstehen. Wir müssen sie wie die Gesetze behandeln, die wir über die Welt um uns herum erfahren.

Die Kabbala lehrt uns, wie wir anhand der negativen Reaktionen, die wir erleben, erkennen können, wie weit wir vorangekommen sind. Dies ist eine absolut präzise Aufgabe, die vor einem Menschen liegt, es sollte ihm klar sein, wie er damit umgehen kann.

Wir lernen, dass die wichtigste Formel, die wir umsetzen müssen, lautet: „Alle Sünden werden durch Liebe bedeckt“. Je mehr die Liebe zum Vorschein kommt, desto mehr offenbart sich der Hass und wir müssen das eine mit dem anderen bedecken. Wir müssen immer – im Familienleben und in den zwischenmenschlichen Beziehungen erkennen, dass ein solches Gesetz gilt.

Wenn die Menschen das wüssten, könnten sie eine richtige Gesellschaft, Familie und Beziehungen aufbauen. Sie würden nicht streiten oder Kriege führen, da sie verstehen würden, dass alles von Plus und Minus begleitet wird.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Fragen und Antworten“