Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verlangen'

Ist es möglich, spirituelle Zustände im Alltagsleben zu erkennen?

Bemerkung: Alle kabbalistischen Quellen sprechen, in verschiedenen Interpretationen und allegorischen Darstellungen, über die zwei Kräfte, altruistisch und egoistisch. Es scheint ganz einfach zu sein – zwei Kräfte und das war’s.

Antwort: Nein, das ist nicht einfach, denn die beiden Kräfte sind in uns gekleidet und wir müssen selbst herausfinden, wann, wie und in welchem Ausmaß jede von ihnen in uns herrscht.

Frage: Wie lassen sich diese Geschehnisse in der Geschichte vom Auszug aus Ägypten auf unser Alltagsleben übertragen? Kann ich sehen, wie die Kraft des Egoismus in mir, die Neigung zum Altruismus und zur Liebe zerstört?

Antwort: Wo wird man es sehen? Unser ganzes gegenwärtiges und zukünftiges Leben ist auf Egoismus aufgebaut, da gibt es nichts Altruistisches. Der Schöpfer ist verborgen. Anstelle von ihm gibt es nur den Pharao.

Frage: Alle biblischen Berichte beschreiben spirituelle Zustände, die der Mensch durchläuft. Können wir sie als Manifestationen des materiellen Lebens durch die äußeren, uns umgebenden Situationen sehen?

Antwort: Nein. Denn wir gehen noch nicht durch spirituelle Zustände. Wir befinden uns immer noch in einem Zustand, in dem sich uns der Pharao allmählich als das Böse offenbart. Diese Periode wird als Erkenntnis des Bösen bezeichnet.

Aus dem Fernsehprogramm „Spirituelle Zustände“, 26.03.2021

Wie kann ich die angestauten Ärger loswerden?

Frage: Sie haben auf Twitter geschrieben: „Ersetzen Sie Hass nicht durch Liebe, Sie werden die Liebe zerstören. Es wird empfohlen, alles Schlechte zu behalten und zu lernen, es mit Gutem, mit der Liebe zu bedecken. Bedecken bedeutet, Übereinstimmung zu wahren, dazwischen zu sein. Sie werden dann auf zwei Beinen stehen und diese beiden Qualitäten in der Mittellinie entwickeln.“

Ein Leser schreibt: „Es ist schwer, aber Sie müssen es akzeptieren, es gibt keinen anderen Weg. Das Einzige, was mich interessiert, ist: Wohin mit der angesammelten Wut?“

Antwort: Es darf nicht ausradiert werden. Das angesammelte Böse muss durch das Gute überdeckt werden. Es ist dazu da, um das Gute immer weiter wachsen zu lassen. Das Gute kann nicht einfach so mehr werden. Nur wenn das Böse größer wird, kann das Gute, durch unsere Bemühungen zunehmen.

Frage: Wie kann man sich mit dem Bösen versöhnen?

Antwort: Dafür besteht kein Grund! Es ist notwendig, einen vernünftigen Blick auf die Welt zu haben. Es ist nicht einfach, es ist sehr schwierig, aber sonst kommen wir nicht zur richtigen Sichtweise auf die Welt.

Die Welt besteht aus zwei Kräften- positive und den negative. Wir müssen also auf die richtige Art und Weise miteinander umgehen: Liebe und Hass, Gut und Böse, Minus und Plus, wir müssen die Balance zwischen ihnen finden. [Rest des Beitrags lesen →]

Warum hat der Schöpfer viele Namen?

Frage: Wenn der Schöpfer Eins, der Einzige und der Eine ist, warum hat Er dann so viele Namen?

Antwort: Je nachdem, wie der Mensch den Schöpfer wahrnimmt, gibt er ihm Namen. Und wenn er Ihn in Seiner wahren Form vollständig enthüllt, verschwindet der Name gänzlich, es bleibt nur eine Bezeichnung mit vier Buchstaben, die aussagt, wie wir Ihn mit unseren Sinnen wahrnehmen.

Mit anderen Worten: Es gibt die Wurzel- oder die Stufe null, dann die erste, zweite, dritte und vierte.

Alle, außer der Wurzel, sind die Namen des Schöpfers, d.h. die Manifestation des Schöpfers in uns. Die Wurzel ist die Eigenschaft des Gebens, d.h. das, was vom Schöpfer kommt. Danach tritt es in unser Verlangen ein.

Frage: Auch wenn ich das Gefühl habe, dass Er grausam ist und ich Ihn so nenne – ist das auch der Name des Schöpfers?

Antwort: Ja. Was Sie fühlen, sind die Namen des Schöpfers. Außerdem ist das, was Sie jetzt in Ihrem täglichen Leben spüren auch der Schöpfer und seine Manifestation in Ihren Wünschen. Das heißt, es gibt nichts außer Ihm und auch jetzt.

Es stellt sich die Frage: Wie können wir uns, anstelle dessen, was um uns herum auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe der Welt geschieht, den Schöpfer vorstellen? – Als eine Manifestation seiner Eigenschaften in Bezug auf uns. Wenn wir alles richtig aufnehmen, erhalten wir die Essenz der Wurzel.

Aus dem Unterricht, 27.01.2019

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Neues Leben 1298 – Verbindung im Team schaffen

Neues Leben 1298 – Verbindung im Team schaffen

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Wahre Verbindung in einem Team entsteht, wenn jedes Mitglied die anderen innerlich und emotional ergänzt, so dass sich die Gruppe tatsächlich als eine Einheit fühlt. Jeder schenkt den anderen sein Herz, wodurch eine Wesenheit entsteht, die über allen steht und sie umhüllt. Durch diese Verbindung wird jedes Mitglied des Teams die zusätzliche Kraft und Energie der Natur spüren, die alles heilen wird. Im Falle einer Auseinandersetzung erhebt sich das Team über diese, um wieder zu einer Einheit zu werden und alles mit Liebe zu bedecken. Der wahre Zweck der Pandemie ist es, uns zu lehren, dass wir in Wirklichkeit ein Team sind, das sich um einen Patienten kümmert: die Menschheit, die sich vereinen muss.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1298 – Verbindung in einem Team schaffen“,

Neues Leben 1297 – Eine Ära der Richtungslosigkeit und Unsicherheit

Neues Leben 1297 – Eine Ära der Richtungslosigkeit und Unsicherheit

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Heutzutage sind alle vier Generationen – Großeltern, Eltern, Kinder und Enkelkinder – gleichermaßen verunsichert. In früheren Generationen war das Leben einfach, während wir heute das Gefühl haben, dass etwas aus dem Ruder gelaufen ist – die Welt unberechenbar ist und wir wissen nicht, was wir unseren Kindern bieten können. Die Evolution hat unsere Kraft der Entwicklung – das Verlangen zu genießen, unseren Antrieb, unseren Treibstoff – verbraucht.

Die Welt befindet sich in einer Sackgasse. Es herrscht ein Gefühl der Hilflosigkeit und Verzweiflung. Zum ersten Mal in der Geschichte mangelt es der Jugend an einem guten Beispiel, dem sie folgen kann, und das bringt uns zu der großen Frage, was Glück überhaupt ist. Ohne eine Methode, die uns leitet, werden wir in der heutigen Zeit nicht mehr in der Lage sein, im Leben zurechtzukommen oder zu überleben. Jeder muss zu einem Verständnis für den inneren Zustand der Welt kommen.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1297 – Eine Ära der Richtungslosigkeit und Ungewissheit“, 

Verstand und Bewusstsein

Frage: Ist das Bewusstsein, das ich besitze, individuell und das Bewusstsein, das sich im Informationsfeld befindet gemeinsam?

Antwort: Ja, es ist individuell, solange Sie in Ihrem Bewusstsein nicht vollständig mit diesem Feld übereinstimmen.

Frage: Kann ich sagen, dass das gemeinsame Feld einen Teil von Ihm, sein Abbild in mir abbildet?

Antwort: Absolut richtig.

Frage: Macht es Sinn, über Bewusstsein zu sprechen, ohne ein Subjekt des Bewusstseins?

Antwort: Nein. In der Kabbala wird es anders wahrgenommen.

Nach der Kabbala ist jeder von uns ein Verlangen. Wenn wir bestimmte Gegenmaßnahmen über diesem Verlangen aufbauen, dann erheben wir uns darüber auf die Stufe des Feldes, das uns umgibt. Dann beginnen wir in dem Maße, wie wir diesem Feld ähnlich sind, seine Absichten, seine Pläne, seine Handlungen in Bezug auf uns zu spüren und zu untersuchen. In diesem Umfang wird der Mensch vernünftig. Davor betrachten wir ihn als eigenständige Person. Sein Bewusstsein wird zum Bewusstsein dieses Feldes.

Frage: Sind Geist und Bewusstsein identische Begriffe, oder gibt es einen Unterschied?

Antwort: Der Verstand ist viel niedriger als das Bewusstsein, denn er ist bereits die Verarbeitung des Bewusstseins in uns. Dieser Prozess erlaubt uns, einige Handlungen durchzuführen, die uns zu einem höheren Bewusstsein führen. Der Verstand ist also ein Mechanismus, ein Hilfselement, das uns hilft, von einer Bewusstseinsebene zur nächsten aufzusteigen.

Aus dem Fernsehprogramm „Begegnungen mit der Kabbala“, 03.01.2019

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Ist weniger in unseren Leben mehr?

Der Trend des Minimalismus verändert die Gesellschaft weltweit. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, sich von ihrem materiellen Besitz zu lösen oder es zu vermeiden, Dinge im Übermaß zu erwerben, um dem Stress des westlichen Lebens zu entkommen und viel entspannter mit nur den Dingen zu leben, die als wirklich unverzichtbar gelten. Woher kommt das? Ist das das Geheimnis des Glücks?

Einfachheit ist der Trend, der im Grunde auf jeden Bereich unseres Daseins anwendbar ist und immer mehr an Attraktivität gewinnt. Entgegen dem, was wir vielleicht denken, ist dieses Phänomen nicht neu, es gab es schon in alten Kulturen. Es gab Zeiten, in denen die Menschen sich für ein bescheidenes Leben entschieden, obwohl sie sich sehr viel leisten konnten. Die Tendenz zum Minimalismus rührt von der Tatsache her, dass alles, was wir uns anschaffen, uns kontrolliert. Wie unsere Weisen vor langer Zeit sagten: „Je mehr Besitz, desto mehr Sorgen.“

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Neue Wahrnehmung – kollektives Bewusstsein

Die kollektive Wahrnehmung bringt einen Menschen auf eine andere Stufe. Sie besagt, dass man sich von sich selbst lösen und in das Kollektiv eintreten muss. Man muss alles, was im Kollektiv existiert als das Eigene hinnehmen. Versuche zu denken, zu handeln, Probleme zu lösen, die auf den Meinungen, den Wünschen und Zielen eines anderen basieren.

Versetzen Sie sich in dieses Bild und sehen Sie nach einer Weile, ob Sie zu sich selbst zurückkehren können, und wie weit Sie sich verändert haben.

Deshalb wird in der Kabbala der sogenannte „Zehner“ praktiziert. Hier verbinden sich zehn Menschen miteinander, um eine gemeinsame Basis für das Verlangen, das Ziel, den Gedanken zu organisieren, um eine Einheit zu werden.

Dazu muss sich jeder vor allen anderen annullieren und dann werden sie durch die gemeinsame Arbeit ein Ganzes werden. Das ist nicht einfach, das erfordert Zeit.

Es ist interessant zu beobachten, wie sie anfangen zu denken, zu überlegen und Fragen zu lösen. Jeder hat eine ganz andere Fähigkeit die Welt zur gleichen Zeit zu sehen, als die anderen. Es gibt aber auch eine integrale Wahrnehmung der Wirklichkeit.

Man kann eine Übung unter folgenden Bedingungen machen:

Man kann sich verbinden und dabei sehen, welcher Unterschied zwischen persönlicher und integraler Wahrnehmung besteht. Dies ist genau das, was die Kabbala praktiziert.

Sie empfiehlt, auf diese Weise zu interagieren, um nach und nach zu verstehen, was in unserem Bewusstsein existiert, wie es funktioniert, wie wir es auch anders betrachten können – nicht aus sich selbst heraus.

Aus der Fernsehsendung „Gemeinsam zur  Hauptsache“, 02.09.2018

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Das Bedürfnis der Generation

Frage: Die jüngere Generation hat ein Ziel, da sie sich in eine globale Richtung entwickelt. Als Studenten die Aufgabe bekamen zu erzählen, was der Grund für ihre Berufswahl war, sagten 99%, dass sie den Menschen helfen wollen. Sie möchten eine andere Welt aufbauen. Sie tauchen in die virtuelle Realität ein und sagen: „Diese Welt interessiert mich nicht, sie ist grausam und schmutzig. Hier habe ich meine eigene Welt und ich bin in ihr nicht allein“.

Wie können sie das Ziel erreichen, wenn sie diese Einstellung haben?

Antwort: Man wird nichts tun können. Alles ist absichtlich so eingerichtet, dass sie in unserer Welt enttäuscht werden und verstehe, dass es eigentlich anders sein sollte.

Sie darf nicht auf materiellen Gegenstände und irdischen Beziehungen basieren, sondern auf tieferen, inneren Gefühlen und Bindungen. Das ist das Bedürfnis der heutigen Generation.

Diese Generation ist sehr speziell und in gewisser Weise bewundere ich sie. Sie sind bereit, die Methode des spirituellen Aufstiegs vermittelt zu bekommen, aber sie ist vielleicht noch nicht bereit für sie. Es braucht einige Zeit, damit sie sich daran gewöhnen. Sie müssen darüber informiert, geschult und aufgefordert werden. Ich hoffe, dass dieses Treffen bald stattfinden wird.

Aus der Fernsehsendung „Integrale Welt“,

(278861)

Wie viele Kräfte sind in der Natur?

Die wissenschaftliche Gemeinschaft hat in letzter Zeit eine mögliche Entdeckung von neuen Teilchen oder sogar einer neuen Kraft in der Natur gemacht. Wissenschaftler, die am Fermilab arbeiten, einem nationalen Labor des Energieministeriums, das sich auf Hochenergie-Teilchenphysik spezialisiert hat, sagen, dass sie starke Beweise für eine unbekannte Kraft gesehen haben, die auf subatomarer Ebene arbeitet, die sie nach dem derzeitigen Verständnis der Physik nicht erwartet hatten.

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