Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Studium der Kabbala'

Eure Frage, meine Antwort


Frage: Was kann ich tun, um nicht auf  Schicksalsschläge (Krankheit, Probleme bei der Arbeit, in der Familie usw.) zu warten, sondern um durch meine bewusste Wahl eigene Korrekturen durchzuführen, Veränderungen zu erzeugen, die ich für die notwendige Korrektur mit maximalem Einsatz ständig machen muss?

Ich will mich nicht dem Wunsch des Schöpfers widersetzen, im Gegenteil, ich will alles Mögliche tun, sofern es von mir abhängt, um dem Licht gleich zu werden und mich mit dem Schöpfer zu verbinden, aber dabei kommen viele Leiden auf mich zu. Bedeutet das, dass ich etwas falsch mache?

Die Kabbala sagt doch, dass das Ziel aller Leiden darin besteht, den Menschen zu korrigieren und ihn dem Schöpfer anzunähern. Was soll ich machen, um keine Schicksalsschläge zu erleiden, sondern selbständig alle notwendigen Korrekturen an mir vorzunehmen?

Antwort: Finde eine Gruppe, dränge sie zur Vereinigung, damit das O”M angezogen wird, um den Schöpfer zu offenbaren… sei bei den Unterrichten dabei!

 

[# 220717]

Finde deinen Platz im System des Universums

Frage: Wie bestimmen wir unseren Platz im System des Universums und wie finden wir den Weg zum Schöpfer, basierend auf dem Wissen, das wir von den Kabbalaunterrichten bekommen?

Meine Antwort: Wenn wir den Stoff lernen, scheint sich das System der Welten zu einem einzigen Bild zu vereinen. Das System kann deutlich erkannt werden. Aber wo bin ich im System? Dafür muss ich es offenbaren, sehen, fühlen, darin existieren und es im vollen Sinn des Wortes beherrschen.

Um dieses System zu offenbaren, muss sich ein Mensch über seine egoistische Natur erheben, da das gesamte System auf altruistischen Kräften und Prinzipien basiert. Daher kann der Egoist dieses System nicht erkennen, sehen, beherrschen, kontrollieren, darin existieren. Und das ist das wahre System der Welten.

Tatsächlich ist es anders als unsere Welt. Diese Welt ist eine illusorische, die wir durch unsere egoistischen Sinne und Qualitäten wahrnehmen. Das nennt man “Olam HaMedume” oder die “imaginäre Welt”.

Und die wirkliche Welt ist jene, in der die höhere und gute Kraft, die Schöpfer genannt wird, in seiner offenbarten Form existiert. In genau dieser Welt müssen wir uns selbst und unseren freien Willen erkennen, unsere Fähigkeit, die Höhere Welt zu beherrschen.

Frage: Wird jeder Mensch seinen Platz dort finden können?

Meine Antwort: Absolut jeder! Es ist die Existenz dieser oberen Welt, weshalb sich ein Mensch dort wiederfinden muss, seinen Platz, seinen Punkt, seine Wurzeln bestimmen muss, darin eintauchen und sich selbst voll verwirklichen muss.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 06.25.2017

[214205]

„Hunde bellen – aber die Karawane zieht weiter“

Frage: Mal angenommen ein Mensch beginnt mit dem Unterricht in unserer internationalen Kabbala Akademie. Auf einmal stößt er im Internet auf Kritik gegenüber der Kabbala von Laitman. Wie muss man darauf reagieren?

Antwort: Reagieren Sie wie sie möchten, das ist ihre Sache. Ich hoffe, noch einige Jahre am Leben zu bleiben, bis ich alle Bereitwilligen zum spirituellen Ziel führe. In dieser Zeit werden über mich noch viele „wunderbare“ Seiten verfasst.

Wie kann man darauf reagieren? Ignorieren. „Hunde bellen – aber die Karawane zieht weiter“. Wir können nichts machen. So ist die menschliche Natur. Ich verstehe das und setze mich darüber hinweg, deswegen ist das für mich einfacher. Sie sind diejenigen, die vor Wut schäumen.

Frage: Angenommen ein Anfänger beginnt mit voller Begeisterung Laitman zu lesen. Dann stößt er plötzlich auf etwas Schlechtes – so spielt die Natur mit dem Menschen. Entsteht hier die Freiheit der Wahl?

Antwort: Ja. Lasst ihn sich damit auseinandersetzen, was Laitman sagt und was die anderen sagen.

Frage: Welche Werkzeuge hat er, um sich darüber Aufschluss zu verschaffen?

Antwort: Den Punkt im Herzen. Wenn er ihm keine Ruhe lässt, so wird er ihn zwingen nicht meine Bücher, sondern die von Baal HaSulam aufzuschlagen. Nach und nach wird er verstehen, dass dort die göttliche Weisheit eingebettet ist – keine irdische, sondern die von der nächsten Ebene.

Deswegen wird er sich niemals mit der Ausführung von mechanischen Handlungen in dieser Welt zufrieden geben, oder einer Religion. Er wird die Quelle des Lebens, sein Schicksal begreifen wollen: woher komme ich, wofür lebe ich, wohin gehe ich. Er wird ohne dies nicht leben können, die Natur wird ihn dazu zwingen.

Alle Probleme, die wir heute sehen – Naturkatastrophen, Hurrikans und Kriege sind ausschließlich dafür notwendig, den Menschen zu zwingen, auf die Frage nach dem Sinn des Lebens eine Antwort zu finden. Sonst ist das Leben komplett leer.

 

Aus dem Unterricht vom 10.09.2017

[#217454]

Die Verbindung mit der Gruppe ist die Verbindung mit dem Schöpfer

Frage: Ich habe vor kurzem eine unheimliche Scham bezüglich meines immer noch tierischen Körpers empfunden. Was ist damit zu machen?

Antwort: Nichts! Das ist nicht deine Sorge, denn du hast sie nicht geschaffen. Mache nur das, was von dir gefordert wird.

Ihr sollt nur in den Absichten hinaufsteigen, um ständig mit dem Schöpfer durch die Gruppe, durch die Freunde verbunden zu sein. Jede persönliche Bestrebung zum Schöpfer ist absolut egoistisch und wird keine guten Folgen haben.

Prüft gut die Vereinigung mit anderen Freunden. Versucht in diesen Beziehungen ständig die Möglichkeit zu finden, eure Verbindung zu verbessern. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr wir uns dann der Wahrheit, dem Verständnis annähern, was mit dem Schöpfer in Wirklichkeit geschieht, weil die Vereinigung mit der Gruppe gleichzeitig die Vereinigung mit dem Schöpfer bedeutet.

Jetzt kommt euch das noch nicht so vor, aber ihr werdet später erkennen, dass es tatsächlich genauso ist. Wenn ihr den Freund ansehen werdet und dabei die eigenen Eigenschaften bezüglich des Schöpfers erkennt, dann wird das die richtige spirituelle Richtung sein.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 13.08.2017

[#217849]

Wie der spirituelle Embryo wächst

Wir müssen verstehen, was es bedeutet, auf dem Pfad des Schöpfers voranzukommen. Wir denken, dass Überwindung die Überwindung der Hindernisse ist und wir uns dadurch erheben und wachsen. Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall: Die Mühe der Anstrengung liegt darin, den Punkt der Anheftung an den Schöpfer über alle Schwierigkeiten und Probleme hinweg aufrechtzuerhalten.

Wenn ich den Punkt erreiche, an dem ich mich selbst vor dem Höheren annulliere, betrete ich einen Zustand, der Embryo genannt wird, und so verbleibe ich ständig.

Und egal wie viele fremde Gedanken und Probleme auch auftauchen mögen, muss ich verstehen, dass alle von “Es gibt niemanden außer Ihm“ kommen, und ich muss mich nur selbst vor diesen irrelevanten Gedanken, Ereignissen und Einflüssen, die über mich kommen, annullieren.

Und je mehr ich mich vor dem Schöpfer annulliere, desto mehr dehne ich die Anheftung an den Schöpfer aus ­– von diesem ersten Punkt an, der „Embryo“ genannt wird und weiter ist es so, als ob sich mein Punkt des Embryos ausdehnen würde; mit anderen Worten, dieser ursprüngliche Samen wächst und ich fülle alle fremden Verlangen und Gedanken, die in mir auftauchen, mit der Kraft des Glaubens und der Kraft des Gebens. So wächst der Embryo.

 

Aus dem 1.Teil der täglichen Kabbalalektion „Festhalten am Zustand des Eintritts“ 12.08.2017

[217901]

Den wahren Lehrer fühlt man mit dem Herzen

Frage: Wenn Sie zu Ihrem Lehrer Rabash gekommen sind, haben Sie ihn dann beneidet?

Antwort: Hinsichtlich des Wissens, des Begreifens  – ja. Vom Gesichtspunkt des gewöhnlichen Menschen aus betrachtet gab es nichts zu beneiden? Ich war 30 Jahre alt, er war 70 Jahre alt. Vor mir stand ein Mensch, der alles weiß, aber nichts sagt!

Frage: Als Sie damals Rabash fragten „wie man bestimmen kann, ob man sich am richtigen Ort befindet?“, antwortete er: „Den wahren Lehrer fühlt das Herz“. Wie kann das Herz bestimmen, dass es dein Lehrer ist?

Antwort: Man kann das nicht weitergeben. Du spürst einfach, dass dieser Mensch die Wahrheit sagt, die du wahrnehmen sollst. Die Wahrheit befindet sich in seinen Händen. Er ist bereit, seine Hände in deine Richtung zu strecken, wenn du ihm deine Hände entgegenstreckst und die Wahrheit ergreifst. Aber eigentlich versteht der Schüler seinen Lehrer nicht.

Frage: Wie kommt es zu dieser Erleuchtung, wo du mit Sicherheit weißt, dass es dein Lehrer, dein Ort, dein Leben ist?

Antwort: Ich habe das durch seine Unterrichte verstanden. Ich habe erkannt, dass es praktisch auf alle meine Fragen Antworten gibt. Ich spürte, dass dies meine Methode war.

Tatsächlich hatte ich davor vielen großen Kabbalisten zugehört, aber ihre Methode des Unterrichtens passte gar nicht zu mir. Und nur hier habe ich sofort gespürt, dass dies das absolute Wissen ist, und dass ich es von ihm empfangen will.

 

Aus dem russischsprachigen Unterricht vom 25.06.2017

[#214195]

Kabbala ist die Methode den Schöpfer zu enthüllen

Frage: Wer nannte die Wissenschaft, die wir studieren „Kabbala“? Bezieht sich dieser Name auf die Zeit, in der das Buch Sohar geschrieben wurde?

Meine Antwort: Das Wort „Kabbala“ findet man schon im Buch von Abraham. Es bedeutet „Empfangen“, weil die Haupteigenschaft der geschaffenen Materie das Empfangen ist. Daher bedeutet die Weisheit der Kabbala eine besondere Eigenschaft des Empfangens, der Offenbarung des Schöpfers.

Frage: Die Begriffe wie „Wissenschaft der Kabbala“ oder „Weisheit der Kabbala“ waren also bereits in der Zeit des ersten Tempels bekannt?

Meine Antwort: Lange davor, etwa anderthalbtausend Jahre vor dem Bau des ersten Tempels. Und ob es vorher war, kann ich  nicht sagen.

Außerdem gingen viele Bücher aus der Zeit von Adam bis Abraham verloren. Wir brauchen sie einfach nicht, darum sind sie nach und nach verschwunden. Wir kennen die Bücher nicht, die von Abraham, Isaak und Jakob geschrieben wurden, bis auf „Das Buch der Schöpfung“, („Sefer Jezirah“) von Abraham. Rambam erwähnt, dass Abraham viele Bücher geschrieben hatte. Aber wo sind sie?…

Frage: Kabbala, ist das eine Methode oder ein Buch?

Meine Antwort: Kabbala ist die Methode, den Schöpfer zu offenbaren. Tora (vom Wort „Or“, „Licht“) ist das Wissen über die Höhere Welt. Und alles andere, wie die Mishna, der Talmud und andere heiligen Schriften sind Ergänzungen, Kommentare usw.

Das Buch Sohar ist auch ein Kommentar  zur Tora. Und alles zusammen heißt Tora, mit anderen Worten die Anweisung zur Enthüllung des Lichtes.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 04/06/2017

[#214415]

Wie macht die Kabbala den Menschen frei?

Frage: Wie macht die Kabbala den Menschen frei?

Antwort: Die Kabbala enthüllt dem Menschen die ganze Stufe seiner Unfreiheit und erklärt, in welchem Rahmen die Freiheit existiert.

In dieser Welt ist die Freiheit von unserer Selbstsucht, von unserer ganzen Natur, der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Natur möglich. Und das ermöglicht uns nur die Methode der Kabbala. Sie ruft die höchste Kraft hervor, die uns über unsere tierische Selbstsucht erheben kann.

Tatsächlich sind wir absolut schwach, können nicht aus unserem Ego heraustreten. Der Mensch kann sich aus dem Sumpf nicht herausziehen. Aber wenn mit Hilfe des höchsten Lichtes das höchste Niveau auf uns einwirkt, dann zieht uns das Licht aus dem materiellen Niveau heraus.

Der sogenannte ACHaP des Höheren steigt zu uns herunter in Galgalta we Ejnaim des Niedrigen, und wir beginnen uns zu erheben. Wir gehen über die Grenzen unserer Natur hinaus auf das höhere Niveau.

Aber wenn wir uns sogar schon dort befinden, sind wir immer noch nicht frei in dem Sinne, dass wir alles machen können, was wir wünschen. Das heißt, der Begriff der absoluten Freiheit existiert nicht. Die Freiheit hat nur der Schöpfer. Die Geschöpfe haben keine Freiheit.

Die Geschöpfe können im Zustand der Freiheit von der ursprünglichen egoistischen Natur sein und dabei zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer streben, d.h. sich immer mehr zum Altruismus, zum Geben, zur Liebe hinbewegen. In einem solchen Zustand fühlt sich der Mensch absolut zufrieden, erfüllt, er hat keine Bedürfnisse, er fühlt die uneingeschränkte Freiheit.

Außerdem bekommt er das Gefühl der Verantwortung, er ist verpflichtet zurückzugeben, zu helfen, andere zu erfüllen. Er empfindet diesen Zustand der absoluten Unfreiheit wie die absolute Freiheit, weil sie sich immer über seine Selbstsucht, über all seine minderwertigen Empfindungen erhebt.

Aus dem russischen Unterricht vom 02.07.2017

[#214800]

Kabbala Akademie

Du baust ein Haus und wohnst nicht darin

Tora, Deuteronomium 28:30: Du wirst ein Haus bauen, aber du wirst nicht darin wohnen.

Ein Mensch baut ein Haus, um darin den Schöpfer zu enthüllen. Ein Haus (Kli, Gefäß) ist die Seele.

Was hier erwähnt wird ist, dass du kein Kli, welches du gebaut hast, benutzen kannst, da du keine Möglichkeit hast, einen Siwug de Hakaa darauf zu machen, eine richtige Verbindung. Andere werden in diesem Haus leben.

Es ist unmöglich, ein Kli, ein Haus mit einer ungerechtfertigten Absicht zu nutzen, während andere teilweise in der Lage sind, dies auf ihre eigene Weise zu gebrauchen. Sie werden dich schließlich zur Korrektur bringen, damit du in dein Haus zurückkehren kannst, aber erst nach einer sehr langen und schmerzhaften Reise.

Aus Kab TV „Geheimnisse des ewigen Buches“. 12/7/17

[210065]

Was ist die Quelle des Wissens, das der Weisheit der Kabbala zugrunde liegt?

Frage: Welche Art von Tiefe verbirgt sich hinter der Kabbala?

Antwort: Es gibt nichts in der pflanzlichen, tierischen und menschlichen Natur, in all ihren Formen und Möglichkeiten, was nicht durch die Kabbala erklärt werden könnte. Die Erklärung ist wissenschaftlich und präzise und beruht auf einem einzigen Kriterium, nämlich, dass nur zwei Kräfte in der Natur existieren. Es gibt eine positive und eine negative Kraft, zwischen ihnen bilden sich alle Elemente, alle Eigenschaften und alle Gesetze der Schöpfung. Die Verwendung der Kabbala verleiht uns ein universelles und konkretes Wissenssystem, durch das wir alles erreichen können.

Frage: Die Wissenschaft der Physik ist seit ein paar hundert Jahren studiert und untersucht worden, während die Kabbala seit mehr als 5000 Jahren existiert, aber noch nirgendwo gelehrt wurde. Warum ist das so?

Antwort: Die Wissenschaft der Physik ist in der Kabbala mit eingeschlossen. Es ist eine Wissenschaft, die für eine niedere Stufe der Materie, der unbelebten Stufe unserer Welt relevant ist; darin gibt es nichts, dort ist kein Geist, keine Führung, es ist nur das unbelebte Ergebnis einer höheren Kraft.

Frage: Kann es sein, dass die Kabbala die Basis für alle weltlichen Wissenschaften ist?

Antwort: Die Grundlage für alle Wissenschaften ist HaWaYaH; das sind die vier Phasen der Verbreitung des höheren Lichts aus der höheren Stufe, Keter.

 

Aus der russischen Kabbala Lektion 5/3/17

[209984]