Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Studium der Kabbala'

Erde: Die letzten Jahre des Lebens

Anmerkung: Amerikanische und britische Wissenschaftler übermittelten der nationalen Akademie der Wissenschaften der Vereinigten Staaten einen offiziellen Bericht, dass die Erde, ungeachtet des geschätzten Bevölkerungsrückgangs bis 2100, ab 2200-2400 lebensunfähig werden wird. Experten weisen auf die Gefahr des Klimawandels, der aufgrund des steigenden Energieverbrauchs unvermeidlich ist, hin. Dies wird sich auch durch die Reduzierung der Treibhausgasemission in die Atmosphäre weiter fortsetzen. Darüber hinaus gibt es andere globale Krisen.

Mein Kommentar: Solche Projekte sind unrealistisch. Die Menschheit ist durch eine unsichtbare „Nabelschnur“ untrennbar mit diesem Planeten verbunden. Wir sind ein einziges Ganzes. Wir sind mit einer unendlichen Zahl von Fäden darin verflochten, ohne sie können wir nicht funktionieren.

Nehmen wir zum Beispiel an, dass wir zum Mars umgezogen sind. Was passiert als nächstes? Wir werden ihn, so wie wir es mit der Erde getan haben, verschmutzen oder all seine Ressourcen herauspressen.

Wir müssten uns außerdem mit persönlichen und sozialen Problemen auseinandersetzen, da wir unser Wesen durch die Änderung des Wohnortes nicht verändert hätten. Was machen wir jetzt? Werden wir von Planet zu Planet wandern? Das würde nicht helfen.

Wir bringen den Tod, da unsere Natur so ist. „Tod“ ist der Egoismus, der alles verschlingen will. Er genießt es, alles zu zerstören. Wir werden auf keinem Planeten überleben. Wir wissen nicht, wie wir die globale Natur und ihre Grundgesetzte berücksichtigen sollen. Wir beachten nur das, was für uns vorteilhaft und günstig ist. Diese Einstellung ist zerstörerisch für die Erde, da sie das gemeinsame Planetensystem vergiftet.

Die negative Ladung des Egoismus erschüttert die Atmosphäre. Das wachsende Ungleichgewicht in der menschlichen Gesellschaft untergräbt das Gleichgewicht in allem. Wie sieht die Zukunft für uns aus? Im schlimmsten Fall werden wir endlich, nachdem wir das härteste Leiden durchgemacht haben –den nuklearen Winter und andere anti-utopische „Freuden“, die Notwendigkeit erkennen, den Egoismus loszuwerden.

Dann werden sich die Menschen endlich über ihre egoistische Natur erheben und diese Erde korrigieren. Sie werden damit aufhören, sie auf alle möglichen Arten zu verschmutzen und zu zerstören. Die Erde hat schließlich ein großes regeneratives Potential. Sie kann sich erholen, wenn die Menschen aufhören, sie zu verletzen und wenn die Menschen die Naturgesetze akzeptieren, die Interaktion, Harmonie und Homöostase beinhalten. Mit anderen Worten, wenn wir uns über den Egoismus erhoben haben, werden wir uns wie auf einem anderen Planeten befinden, der die Wunden heilt und sich wohltätig zu uns verhält. Dann müssten wir nirgendwohin gehen. Wir werden feststellen, dass alles unserem Wohlstand dienen wird, wenn wir unsere Selbstliebe aufgeben. Es gibt nur noch eine Frage: Warum nicht gleich?

 

Aus Kab TV „Neues mit Michael Laitman 23/1/18

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Zehn Sefirot und nicht weniger

Wir können im Spirituellen nicht weniger als die zehn Sefirot  fühlen, weil zehn die Schwelle unserer Empfindung ist. Nach den ersten neun Eigenschaften beginnen wir uns als existierend, empfangend, verstehend und als fühlend zu empfinden. Und davor nicht.

Es ist wie ein Lichtstrahl, der noch nicht alle Kanäle zum Gehirn erreicht hat, sodass das Gehirn zu reagieren beginnt und uns ein Bild davon zeichnet, was geschieht.

Vielleicht ist das Signal bereits ins Gehirn gelangt, aber es hat mich noch nicht erreicht, und ich verstehe nicht, fühle nicht, reagiere nicht.

Oder wenn ich schlecht höre und den Klang noch nicht erkannt habe, aber es klingt schon, geht mir in die Ohren.

Dies nennt man die ersten neun Sefirot.

 

Aus der Lektion über die „Lehre der Zehn Sefirot“, 27.03.2018

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Kabbala Akademie

Die Gruppe als Mini-Modell der Menschheit

Die Kabbalisten raten uns, uns in Gruppen zu verbinden, die zu einem Modell der Mini-Menschheit werden, Mini-Adam, weil in diesen Gruppen die Gesetze der Verbindung zwischen uns wie noch vor dem Sündenfall des ersten Menschen funktionieren werden. Auf diese Weise werden wir das höhere Licht auf uns ziehen, das immer stärker auf uns wirkt und uns verbindet.

Als ob wir einen Sprung in der Zeit machen wollten. Nach dem natürlichen Weg der Evolution wird das höhere Licht erst in ein paar hundert Jahren auf uns drücken und uns miteinander verbinden. Wir  wollen aber, dass es jetzt geschieht!

Deswegen unternehmen wir alle Handlungen, die von uns verlangt werden. Wir sind wie die kleinen Kinder, die spielen und sich dank des Spiels entwickeln. Genau so wollen wir die Gruppe aufbauen. Die Gruppe, in der sich die Gesetze des Endes der Korrektur realisieren.

Das Licht wirkt auf die Gruppe. Wir verpflichten es. Laut den Gesetzen der Natur, im Maße unserer Anstrengungen, unseres Verlangens, erwecken wir das höhere Licht, damit es auf uns wirkt und uns vorantreibt. So „beschleunigen“ wir die Zeit unserer Entwicklung. Das beinhaltet die Methode der Kabbala.

Das Streben, seinen Nächsten zu lieben wie sich selbst (das ist das Gesetz der Endkorrektur), wird zu unserem Alltag.

 

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Wie fühlt sich Vollkommenheit an?

Frage: Es wird gesagt, dass das Licht in Ruhe und Vollkommenheit ist. Wie schön ist es, Vollkommenheit zu fühlen? Warum besitzt Vollkommenheit eine attraktive Kraft?

Antwort: Die Vollkommenheit, von der die Kabbalisten sprechen, ist nicht das, was wir für Vollkommenheit in unserer Welt halten. In der Kabbala ist es die Eigenschaft des Gebens, zu fühlen, was andere fühlen, ein Gefühl für ihre Wünsche zu haben und sie zu erfüllen.

Frage: Ist es möglich, sich die Eigenschaft des Gebens in dieser Welt vorzustellen?

Antwort: Indem wir in einer Gruppe zusammenarbeiten, können wir den Zustand erreichen, wo wir beginnen, andere mit Hilfe des höheren Lichts zu fühlen.

Es geht nicht einmal um die andern; sie wurden ebenfalls mit der Absicht erschaffen, um aus sich selbst auszutreten und die obere Welt zu fühlen. Alles um mich herum wurde nicht erschaffen, damit ich geben würde. Es geht nicht um das Geben; Der Schöpfer könnte alles erfüllen und geben.

Das Problem besteht darin, mir dabei zu helfen, unabhängige Sinnesorgane zu entdecken, um alles zu fühlen, was außerhalb von mir ist – nicht in euch selbst, sondern außerhalb von euch. Schließlich geht alles, was wir fühlen, durch unsere eigennützige egoistische Filtermaschine, und was nach der Filterung übrig bleibt, heißt „diese Welt“, „unsere Welt“.

Um die Welt, die vor dem Filter existiert,  außerhalb von uns zu fühlen, wird uns eine Gruppe gegeben, und wir müssen versuchen, für sie zu arbeiten. Während solcher Versuche wirkt das Höhere Licht auf uns und wir beginnen zu fühlen, was außerhalb von uns ist. So fangen wir allmählich an, eine neue Dimension zu begreifen, die höher ist als unser Egoismus, und daher wird sie „die obere Welt“ genannt. Wir betreten also einen ganz anderen Bereich, einen der Ewigkeit und Vollkommenheit.

 

Aus der russischen Kabbalalektion vom 19.11.17

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Wie kann man die Hingabe der Seele messen?

Beim Kabbalastudium sollte man nicht aufgrund des im Verstand neu erlangten Wissens einfach nur klüger werden, sondern es ist wichtig, seine Gefühle zu ändern. Das Herz muss sich ändern, sich ausbreiten. Das Herz lernt die erhabenen Ereignisse, die jetzt vor uns verborgen sind,  wahrzunehmen: die Handlungen des Gebens, der Verbindung, die über unserem Verstand sind.

In der Kabbala gibt es den Begriff “Glaube über dem Verstand“. Das Wissen entspricht dem Verstand. Im Maß meines Verständnisses bin ich im Stande zu geben, wissend, dass es mir gut tun wird. Ich komme in einen Laden, gebe mein Geld und nehme die Ware, dabei gibt es kein Problem.

Der Glaube über dem Versand existiert nicht in unserer Welt. Woher kann ich die zusätzliche Kraft für das Geben über dem Verstand erlangen? Meinem Verstand entsprechend bin ich bereit zwei Dollar für eine Tasse Kaffee zu bezahlen. Man will aber 20 Dollar von mir, damit das Geld für wohltätige Zwecke genutzt werden kann. Woher kommt die Kraft in mir, die übrigen 18 Dollar abzugeben?

Die Kraft, die mich diese zusätzliche Arbeit, meinen Egoismus zu opfern, ausführen lässt, die mir erlaubt, zusätzliche Anstrengungen zu machen, nennt sich „Glaube“. Wir sollten anstreben, genau diese Kraft zu bekommen. Nur mithilfe dieser Kraft wird gemessen inwiefern ich wirklich gebe; nicht nach meiner vernünftigen Berechnung, sondern aus dem Verlangen heraus, dem Hausherrn zu geben.

Das bedeutet, dass ich mit der Berechnung gebe, wie viel ich von Ihm erlangt habe und bereit bin Ihm wieder zurück zu geben, und zwar völlig uneigennützig. Auch wenn ich von Ihm nichts erlange, bin ich bereit Ihm die ganze Welt zu geben. Das nennt sich Hingabe der Seele.

 

Aus dem TES Unterricht vom 21.03.2018

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Meine Gedanken auf Twitter 25/03/2018


Das Studium des Buches Sohar steht über jedem anderen Studium, selbst wenn man es nicht versteht oder es falsch liest. Es ist dennoch eine große Korrektur der Seele. Das Buch Sohar beschleunigt das Erreichen und die Tiefe der Tora.

Die Gegenwart zwingt uns dazu, die Verwirklichung der inneren Tora zu verbreiten. Neue Wege beschreibend, baut das Buch Sohar eine Straße durch die Wüste. Das Buch und all seine Früchte werden uns die Tore der Erlösung öffnen (aus dem Egoismus unserer Natur). (Rav Kook, Orot 57)

Viele Narren vermeiden es, die Geheimnisse der Kabbala und des Buches Sohar, die unser Leben umfassen, zu studieren. Wenn wir Warnungen über die Verstärkung des Bösen beherzigen würden, würden wir das Buch Sohar studieren und somit alle Katastrophen annullieren, indem wir Licht und Fülle anziehen.

Das heutige Studium des Sohar ist notwendig, um vor dem Bösen geschützt zu sein. Die Offenbarung der Weisheit in solch einer verdorbenen Generation wird als Schild benötigt, um sich an die Höhere Kraft zu klammern. Vergangene Generationen waren dem Schöpfer näher, aber jetzt kann uns nur die Kabbala beschützen.

Kabbala Akademie auf Twitter

Kabbala Akademie Sohartexte

Kriminelle Viertel in Finnland

Replik: Das finnische Polizeipräsidium ist zu dem Entschluss gekommen, dass viele Gebiete zu kriminellen Vierteln werden, wenn sie die Grenze zu Russland (durch welche ständig Migranten einsickern) nicht schließen.

Finnland schlägt Alarm. Während Österreich die Grenzen zu schließen beginnt, zögert Finnland noch damit. Das ist ein demokratisches Land, wo alle in Ruhe leben. Das Glücksgefühl der Menschen in diesem Land belegt einen der ersten Plätze in der Welt. Die Menschen fühlen sich dort wohl.

Meine Antwort: Das spielt keine Rolle. Die Menschheit muss etwas aus der Evolution der Geschichtsperioden lernen: wirtschaftliche, politische, kulturelle, wissenschaftliche, familiäre Perioden und so weiter. Deswegen kann es hierfür keine eindeutige Lösung geben.

Die Menschen müssen ihre Einstellung zur Welt, zum Leben, zu sich selber, zur Umgebung, zu allem ändern. Das ist nicht einfach. Sie sollten verstehen, dass man unbedingt das integrale Paradigma ändern muss. Bis dahin kann man nichts machen!

Die Welt soll mithilfe der integralen Umerziehung zu einem Ganzen werden, weil keiner Recht oder Unrecht hat und keiner schuldig ist! Dahin muss die gesamte Menschheit kommen und zwar jeder auf seinem Niveau, jeder in seinem steckengebliebenen Mittelalter, Kapitalismus, Sozialismus oder Kommunismus, egal wie.

Wir alle müssen uns angleichen und zu einem gemeinsamen Nenner kommen. Dafür brauchen wir aber eine sehr ernsthafte Erschütterung und Umerziehung.

Der gemeinsame Nenner ist der Zustand, wo wir nach der richtigen Erziehung bereitwillig damit einverstanden sind, nicht für unsere Körper, sondern für unsere Seelen zu existieren. Wir werden auf unserer kleinen Erde dafür leben, uns nur mit dem Nötigsten zu versorgen, rational und auf gute Weise. Die gesamte verbleibende Zeit werden wir uns der höheren, spirituellen, menschlichen Entwicklung widmen.

Die Kultur besteht dann in der Verbindung zwischen uns, die Erhebung in eine neue Dimension. Darüber wird in allen Religionen gesprochen, auch in der Kabbala, und das wird durch die zwischenmenschliche Annäherung erschaffen. Wir sind verpflichtet, dahin zu kommen.

Es ist sehr schwer zu sagen wie weit wir heute davon entfernt sind. Es geschieht aber immer auf diese Weise, dass der Umschwung als Sprung aus dem diametral entgegengesetzten Zustand erfolgt. Erst dann beginnt er sich zu offenbaren, wird begriffen und angenommen.

Hoffen wir, dass auch die vereisten nördlichen Länder erkennen, dass es keine andere Alternative gibt.

 

[#177704]

Unterschiedlich wie das Leben und der Tod

Der Unterschied zwischen Mordechai und Haman ist wie der Unterschied zwischen Leben und Tod. Das Verlangen zu genießen ist von Anfang an als dem Schöpfer entgegengesetzt erschaffen worden. Je mehr ich bekomme, desto mehr töte ich mich selbst, indem das Verlangen erlischt. Das Empfangen neutralisiert das Verlangen. Das zeigt sich in unserer Welt, die voll von Enttäuschung, Depression und Hilflosigkeit ist.

Die Schlange frisst sich selber und deswegen wird sie „verdammt“ genannt. Wir dachten, wir könnten eine Gesellschaft schaffen, in der jeder verdienen und gedeihen kann. Aber das Verlangen zu genießen ist in seiner Grundlage dazu unfähig.

Die Ideologen des Kapitalismus und der Gesellschaft des freien Wettbewerbs haben die menschliche Natur nicht verstanden. Sie haben nicht verstanden, dass man mit ihr nichts machen kann und deswegen waren sie gezwungen, in der modernen Gesellschaft alle möglichen künstlichen Systeme wie Geld und Arbeit zu etablieren.

All unsere Unternehmen sind nicht natürlich. 30% der produzierten Güter braucht kein Mensch, wir zerstören nur die Natur. Wieso arbeiten wir, wenn wir das nicht brauchen? Sogar in der Urgesellschaft haben die Menschen nicht gearbeitet und saßen vor dem Feuer und kümmerten sich um ihre Kinder. Sie haben nicht vom Morgen bis zum Abend gearbeitet wie der moderne Mensch. Wofür braucht man das?

Man findet, dass jeder mit Arbeit beladen werden muss. Aber wieso? Wir haben eine falsche Kultur erschaffen. Deswegen ist das Verlangen zu genießen verdammt und frisst sich selbst. Wir begreifen nicht oder wollen nicht zugeben, dass Haman wirklich verdammt ist.

Andererseits offenbart er sich nicht und auch darin liegt seine Verdammnis. Das Verlangen zu genießen ist viel größer als wir denken, aber es ist verborgen. Damals, in meiner Jugendzeit, haben alle von Weltraumflügen zum Mond, zum Mars oder zu anderen Sternen geträumt. Heutzutage interessiert sich keiner mehr dafür. Wenn ich eine Pizza, eine Coca und mein Mobiltelefon habe, dann brauche ich nichts weiter.

Das Verlangen zu genießen kann sich nicht mehr weiter entwickeln und kann nicht mehr genießen, weil das Verlangen durch die Erfüllung erlischt. Es ist unmöglich, zwei oder drei Mittagessen zu essen. Deswegen ist der Egoismus verdammt. Er ist nicht nur unschön, sondern auch von Natur aus begrenzt: er kann nicht wachsen und kann sich nicht annullieren.

Mordechai aber ist nicht verdammt, im Gegenteil, er ist gesegnet, weil der Schöpfer gesegnet genannt wird. Mordechai erlangt die Übereinstimmung mit dem Schöpfer und bekommt die Füllung nicht in das Verlangen zu genießen, sondern er genießt den Status des Schöpfers, indem er sich auf Sein Niveau erhebt. Das ist ein echter Segen.

 

Aus dem Unterricht nach dem Rabash Artikel „Purim: bis man nicht unterscheidet…“

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Wie ist es möglich ewige Liebe zu fühlen?

Frage: Wie ist es möglich, ewige Liebe zu fühlen?

Antwort: Es ist nicht möglich, weil es keine Möglichkeit gibt, dass dies ein Mensch aus seinem Egoismus heraus fühlen kann.

Ein Mensch, der es ernst meint, studiert Kabbala in einer Gruppe. Die Lektionen erwecken und beschwören die positive Energie in der Natur, die vor ihm verborgen ist. In dieser Energie beginnt der Mensch seine eigene negative Energie zu fühlen und zu verstehen, dass ein Gleichgewicht zwischen ihnen geschaffen werden kann.

Zwischen dem „Plus“ und dem „Minus“ entdeckt der Mensch die höhere Kraft, die unsere Welt mit negativen und positiven Kräften füllt. Diese höhere Kraft wird der „Schöpfer“ genannt. Er ist die Kraft der Liebe.

 

Aus der russischen Kabbalalektion  8/6/17

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Ich bringe die ganze Welt zurück in mein Inneres

Ich richte mich immer nach „Es gibt niemanden außer Ihm“. Er ist  die Ursache für alles, was mit mir geschieht. Ich sehe allerdings zwischen mir und dem Schöpfer diese imaginäre Welt, die mir alle möglichen Probleme bereitet.

Ich muss mir diese Welt als eine Widerspiegelung meiner inneren Eigenschaften vorstellen. Entsprechend der Wahrnehmung der Wirklichkeit  sehe ich meine inneren Eigenschaften außerhalb von mir, um mich herum.

Wenn ich dich vor mir sehe, bedeutet dies, dass du dich in mir als eine bestimmte Art von Verlangen mit bestimmten Eigenschaften befindest. Insofern ich mein äußeres Verhalten dir gegenüber korrigiere, bringe ich dich sozusagen in mein Inneres zurück. Du fügst dich in mich ein und ich höre auf, dich außerhalb von mir zu sehen.

In dieser Welt beginnt das Leben mit einem Fötus in der Mutter, dann wird das Kind geboren und Schritt für Schritt wächst es heran bis zum erwachsenen Alter. Hier geschieht hingegen ein umgekehrter Vorgang des Zurückkehrens zur inneren Quelle. Auf diese Weise studieren wir die innere Tora und dringen ins Innere durch.

Ich muss mich bemühen, die ganze Welt, die ich außerhalb von mir sehe, in mir als meine inneren Eigenschaften zu finden.

Wenn ich in dieser Welt alle möglichen Erscheinungen sehe, sowohl gute als auch schlechte, dann ist es wünschenswert, sie mir innerhalb von mir vorzustellen und mein Verhalten ihnen gegenüber zu ändern, das heißt  das Verlangen ins Geben zu verwandeln.

Wenn das Verlangen auf das Geben ausgerichtet ist und ich darin dem Schöpfer angeglichen bin, dann verbinden wir uns mit dem Schöpfer zu einem Ganzen. Das wird als Verschmelzung bezeichnet.

Es ist wünschenswert sich vorzustellen, dass uns die äußere Realität auf diese Weise  ausschließlich wegen unserer mangelhaften Korrektur erscheint. In Wirklichkeit muss diese Realität eine Innere Realität sein. Wir studieren den inneren Teil der Tora. Wir lernen, dass alles sich innerhalb von uns befindet und die Korrektur muss innerhalb des Menschen stattfinden.

 

Aus dem Unterricht nach einem Rabash Text 4.03.2018

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