Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Suchen Sie Liebe nicht in dieser Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagten, dass Männer von Natur aus polygam sind und immer nach neuen Sensationen suchen. In der Vergangenheit hatte jeder Mann mehrere Frauen, und er konnte sich eine neue Frau kaufen, wann auch immer er wollte.
Liebe war nicht beteiligt und manchmal wussten Männer und Frauen nicht mal etwas voneinander, bevor sie geheiratet haben. Das ist auch der Grund, warum Männer heute betrügen, geschieden werden und neue Frauen finden.

Andererseits sprechen Sie über die geistige Ehe – Mann, Frau, und der Shechina zwischen ihnen. Wie es möglich ist, die Anwesenheit des Schöpfers zwischen einem Mann und einer Frau in der geistigen Ehe zu erreichen, wenn der moderne Mann immer neue Erfahrungen mit verschiedenen Frauen braucht (heute heißt das Betrügen)

Das ist sehr schmerzhaft und schwierig zu akzeptieren. Helfen Sie uns bitte, denn Frauen missverstehen das Verhalten von Männern. Warum ist das für uns so schwierig, die Tatsache zu akzeptieren, dass Männer immer von anderen Frauen angezogen werden? Tun Männer das wegen etwas Besonderem? Oder ist es natürlich für sie, ständig neue Frauen zu brauchen – und sind wir Frauen so unkorrigiert, dass wir einfach ihre Bedürfnisse nicht verstehen können?

Meine Antwort: Das ist der Fluch des Egoismus, in den wir vom spirituellen Niveau abgestiegen sind. Gott sagte zu den Frauen: „Dein Wunsch wird für Deinen Mann sein und er wird über Dich herrschen.“ So lautet mein Rat: Suche nicht nach Wahrheit, Gerechtigkeit, Loyalität und Liebe in Heiratsbeziehungen. Sie waren von Anfang an nicht da und sie können nicht da sein – die Tora warnt dich davor. Hört auf, diese Unordnung in der materiellen Welt beseitigen zu wollen und strebt nach der Korrektur. Als Ergebnis werden Eure Beziehungen ebenfalls korrigiert.

Sie müssen verstehen, dass die egoistische Natur nicht geändert werden kann und jeder darunter leidet, bis man sich darüber erhebt. Sie sollten Ihre Sorgen vom materiellen Niveau auf das spirituelle Niveau übertragen, wo Sie begreifen, „Warum tat der Schöpfer das?“ Es dient dazu, Sie zur Korrektur zu führen.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Polygamie – Eine Frage der Kultur
Kabbalablog: Mann, Frau und die Schlange zwischen ihnen
Interview mit Michael Laitman: Wie baut man eine spirituelle Beziehung bzw. Partnerschaft auf?
Unterschied der Geschlechter, Teil 1
Unterschied der Geschlechter, Teil 2
Interview mit Michael Laitman: Kabbala über Sex
 

Sei glücklich über das Anwachsen des Egoismus!


Eine Frage, die ich erhielt: Bezugnehmend auf Ihren Blog – Beitrag, Interview mit Canadien Television bin ich nicht überrascht, dass der Egoismus der Menschen in erster Linie in Israel und Kanada wächst.Ich sehe diesen Egoismus jeden Tag und bedauerlicherweise stellen ihn nur 0,01% der Menschen tatsächlich Fragen.Dies ist ein erbärmlicher Zustand. Erklärt Kabbala,warum das geschieht und warum die Weltreligionen sich nicht auf diese Frage beziehen?

Meine Antwort: Der Egoismus muss weiter wachsen, bis die Menschen erfassen, dass er böse ist.Also lasst ihn schneller wachsen! Er wächst am schnellsten in Menschen, die beginnen,Kabbala zu studieren. Deren Wachstum des Egoismus nimmt zu und erreicht schnell sein Maximum und dann sehen sie, dass er böse ist und sie sich von ihm befreien müssen.

Darum begrüßt Kabbala das Ansteigen des Egoismus, während Religionen und alle „spirituellen“ Methoden sich anstrengen, ihn zu unterdrücken,da sie nicht die Methode haben, ihn zu korrigieren. Wie auch immer, auf die eine oder andere Weise muss der Egoismus auf ein Höchstmaß anwachsen und daher werden sich alle Methoden als unfähig erweisen.Übrigbleiben wird uns nur der Egoismus am Höchstpunkt und Kabbala als Methode, die ihn korrigiert und ihn richtig verwenden lässt – das heißt,dass man ihn mit dem Schöpfer erfüllt!

Verwandtes Material:
Blog-Post: Fragen über den Pharao – unseren Egoismus (fortgeschritten)
Blog-Post: Religion und Kabbala sind Gegensätze
Blog-Post: Alles stammt von der Kabbala ab!
Blog-Post: Warum können sich die Religionen nicht vereinen?
Artikel von Michael Laitman: Unterschied von der Kabbala von der Religion

Wie können wir wissen, dass die Enthüllung der höheren Welt keine Illusion ist?


Fragen, die ich über die Wahrnehmung der allgemeinen Seele und der Höheren Welt erhielt:

Frage: Jeder und alles ist in mir. Der Schöpfer ist um mich und in mir. Wenn man dies erst einmal verstanden hat, beginnt man sich zu wünschen, mit allem Umgebenden verbunden zu sein. So weit, so gut! Das bedeutet jedenfalls, dass man alles nur für sich selbst tut, denn sogar ein zufällig vorübergehender Passant ist Teil von mir. Will ich daher in Wirklichkeit alles für mich verbessern und nicht für die anderen?

Meine Antwort: Natürlich entdeckt ein Mensch, dass alles um ihn herum ein Teil von ihm und in seinem Egoismus eingeschlossen ist. Jedoch geschieht dies nur, wenn jemand danach strebt, aus seinem Egoismus auszubrechen und in anderen zu sein, innerhalb der Umgebung. Zuerst erlangt er die Eigenschaft von Bina – „Geben – nicht um des eigenen Vorteils willen“; und sobald er über dieser Eigenschaft (Tshuva mi Iraa, Hafetz Hesed) ist, fügt er alles zu sich selbst und macht es zu einem Teil von ihm. Dann spürt er alle Seelen als seine eigene (Tshuva mi Ahava) und empfängt das vollkommene Höhere Licht in diesem vereinten Kli.

Frage: Wie wissen wir, dass die Höhere Kraft die einzige ist und dass das, was wir empfinden, nachdem die Höheren Welten enthüllt sind, nicht unsere Einbildung oder Illusion ist?

Meine Antwort: Wir werden dies wissen, indem wir die Höhere Welt in unserer Seele enthüllen und indem wir die zwei Welten vergleichen. Alles in der Spiritualität wird in uns erlangt, genauso wie wir diese Welt erlangen. Wir ziehen unsere Schlüsse nur aus der Erkenntnis der Höheren Welt. Die Wissenschaft der Kabbala ist ausschließlich auf den praktischen Erfahrungen der Kabbalisten begründet.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Die Methode Glück zu erlangen ist für Alle oder Keinen
Blog-Post: Seine Unerreichbarkeit im Geist eines Kabbalisten
Kabbala eBooks zum kostenlosen Download: Leben aus der Kabbala

Woher kommen Gedanken, Ideen und Träume?


Eine Frage, die ich erhielt: Gemäß der Kabbala wird in unserer Welt alles mit unseren fünf Sinnesorganen wahrgenommen. Doch was ist mit den anderen Dingen, die es in unserer Welt gibt und die wir empfinden können, jedoch ohne die fünf Sinne – wie Gedanken, Ideen und Träume? Was sind sie, und stehen sie ebenfalls unter der Herrschaft des Egos?

Meine Antwort : Alles wird nur in unserem egoistischen Verlangen empfunden (wahrgenommen), egal wie es dorthin kommt – durch unsere fünf Sinne oder unser Bewusstsein (oder Unterbewusstsein). Letzteres wird ebenfalls durch die Wahrnehmungen unserer fünf Sinne geschaffen. Wie Baal HaSulam schreibt – alles, was wir uns vorstellen können, erscheint in unserer Vorstellung nur, weil wir etwas ihm Ähnliches in der Vergangenheit wahrgenommen haben. Unsere Vorstellung kann sich nur darauf basierend entwickeln und erweitern. Andernfalls währen wir nicht fähig, uns diese Dinge vorzustellen.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Sind Träume das Leben der Seele?
Blog-Post: Einige Zitate von Albert Einstein
Blog-Post: Wir alle spielen Tennis gegen die Wand
Kabbala Today Artikel: Träume

Durch die Entwicklung der Verlangen, entwickelt die Kabbala auch den Verstand


Ich erhielt Fragen über das Studium, der Definition des spirituellen Ziels, die Verlangen und den Verstand:

Frage: Was soll ich jeden Tag studieren?

Meine Antwort: Studiere dieselben Sachen wie wir, mit uns zusammen.

Frage: Sollte ich nur Kabbala studieren oder gibt es andere Bücher, die es genauso wert sind sie zu studieren?

Meine Antwort: Du solltest nur das studieren, was wir studieren. Wenn du ein Anfänger bist, solltest du den ersten und dritten Teil unserer täglichen Lektion zusammen mit uns studieren – anstelle des zweiten Teiles der Lektion (Talmud Esser Sefirot), kannst du aus den Materialien für Anfänger auf unserer Webseite lernen.

Frage: Müssen wir gegen unsere leidenschaftlichen Verlangen in der körperlichen Welt kämpfen oder sollten wir nur Kabbala studieren ohne gegen diese Verlangen zu kämpfen?

Meine Antwort: Nur das Studium der Kabbala zieht das Licht der Korrektur an – Or Makif. Du wirst durch das Ankämpfen gegen deine Verlangen nicht korrigierter werden oder indem du dich auf irgendeine Weise selbst einschränkst. Konzentriere dich nicht auf deine Eigenschaften, sondern strebe in Richtung des Schöpfers.

Frage: Ich bin etwas verwirrt über das spirituelle Ziel. Ist das Ziel für mich, glücklich zu sein oder zu geben, oder wie das Höhere zu sein, oder meinen Nächsten zu lieben? Oder soll mein Ziel sein, Herr über meinen freien Willen zu werden oder den Widerspruch zwischen dem Ort des Schöpfers und dem Ort der Schöpfung miteinander zu vereinigen? Was ist das Ziel?

Meine Antwort: Es gibt ein Ziel, welches alles vereinigt – alle Gegensätze: Das ganze Licht tritt in das vollständige Kli ein und erfüllt es vollkommen. Diese Stufe existiert bereits; wir müssen sie nur für uns enthüllen. Es ist ähnlich einem Kinderpuzzle: Es gibt ein Bild, das auf ein Stück Karton gedruckt ist, dann wird es in kleine Teile geschnitten und das Kind muss es wieder zusammensetzen. So lernt das Kind alle Teile zu einem Ganzen zu verbinden – und wir werden mit den Elementen der Schöpfung dasselbe tun müssen.

Frage: Ist das Ego (mein Wille zu empfangen), mein Verstand, der die Realität beobachtet?

Meine Antwort: Das ist vollkommen richtig. In deinen Verlangen nimmst du dich selbst wahr, die Welt und deine Existenz. Der Verstand wird von den egoistischen Verlangen erzeugt oder von ihnen hervorgebracht. Der Verstand entwickelt sich und wächst in dem Maße, in dem man anstrebt, seine Verlangen zu erfüllen. Je mehr Verlangen jemand hat und je größer diese Verlangen sind, desto größer ist der Verstand, der sie begleitet. Da die Kabbala die Verlangen entwickelt, regt sie deswegen auch die Entwicklung des Verstandes an (des Gehirns).

 

Wir schwimmen in einem Meer von Informationen – wie Croutons in der Suppenschüssel


Wir existieren in einem Meer an Informationen. Darin schwimmen wir wie die Croutons in einer Schüssel Suppe. Alles und jeder befinden sich in der Suppe. Hier existiert keine Zeit, und darum macht es nichts, ob Sie den Unterricht Live oder aus dem Archiv anschauen – alles befindet sich in diesem Meer an Information, einschließlich Abraham, Rashbi, Moses, der Ari und Baal HaSulam. Ob Sie nun in „Echtzeit“ an der Lektion teilnehmen oder nicht, es ist nur ein psychologisches Gefühl von jemandem, der noch nicht die Grenzen dieser Welt durchbrochen hat.

Wenn jemand z.B. nicht weiß, dass die Lektion nicht in Echtzeit gehalten wird, dann schaut er sie so an, als würde sie dies. Das kommt daher, da die Information nicht alt wird. Und es macht nichts, zu welcher Tages- oder Nachtzeit wir studieren, weil alles, was wir studieren, sofort ins gesamte Universam eindringt und dort enthüllt wird.

Diese Information wurde noch nie jemanden enthüllt, und erst jetzt wurde sie publik gemacht mit der Hilfe einer vereinigten Gruppe. Diese Kraft existiert bereits in dem Feld, welches von uns gefüllt werden muss – im gesamten Raum der Welt der Unendlichkeit. Und wir füllen ihn. Und die restliche Menschheit besteht auch in dieser Information, weil sie im gleichen Bereich besteht, dem wir unsere Information hinzufügen.

Wir tun dies, weil nach dieser Einengung nur eine dünne strahlende Linie von der Unendlichkeit in diese Welt eindringt – ins Zentrum des Universums. Alles außer dieser dünnen Linie ist Leerraum, und wir füllen diesen Raum mit der Arbeit, die wir tun.

Aus diesem Grunde existieren die sensorische und rationale Information bereits, die wir aus diesem Raum herausholen. Und alle Menschen, ohne Rücksicht auf ihren Ort, oder ob sie wollen oder nicht, drehen sich um sie herum, in Harmonie mit ihr.

Es gibt davon ein gutes Beispiel in der Natur. Haben Sie jemals einen Vogelschwarm in der Luft gesehen und plötzlich drehen sich alle Vögel gemeinsam um? Woher wissen sie, dass sie umdrehen müssen? Weil sie ihre Information von einer Stelle bekommen. Die gleiche für jeden Teil in der Natur. Physiker entdecken ebenfalls, dass sich das Anziehungskraftfeld sofort ausdehnt und dass elementare Teilchen andere sofort über irgendwelche Veränderungen informieren. Alles, was wir lernen, besteht bereits „um uns herum“ – so stimmen Sie sich einfach ein und füllen Sie sich!

Darum gibt es keine Zeit und macht es keinen Unterschied, wann Sie die Lektion anschauen. Sie kommen mit der spirituellen Information in Kontakt, die bereits in diesem Raum enthüllt wurde, und diese Information besteht dort für Sie.

(Aus meiner Lektion vom 27. Juni 2008)

Verwandtes Material:
Blog-post: Das Internet ist einfach ein Schritt in die Richtung, unsere wahre Verbindung…
Der Ursprung der Kabbala
Archiv der Kabbala Unterrichte

Eine Frau kann andere lieben – egoistisch


Zwei Fragen, die ich über Frauen, Liebe und Egoismus erhielt:

Frage: In einem Ihrer Gespräche erwähnten Sie, dass Frauen wissen, wie man liebt oder diese Fähigkeit haben und Männer nicht. Wenn wir alle egoistisch sind, welche Art Liebe können Frauen geben?

Meine Antwort: Egoistische Liebe. Eine Frau kann für andere Menschen sorgen, die sie auf egoistische Weise liebt oder respektiert.

Frage: Lieber Rav, ich studiere die Kabbala seit einiger Zeit. Ich verstehe völlig, dass ich total egozentrisch bin und hoffe, dass mir der Schöpfer in dieser Sache hilft. Aber es scheint, als ob ich mehr denn je die Egozentrik anderer Menschen in meinem täglichen Leben bemerke und ich kann das überhaupt nicht ausstehen. Was kann ich tun, um Vorurteile zu überwinden und ihnen gegenüber wenigstens höflich, wenn nicht sogar mitfühlend zu sein, was mir sehr schwer fällt?

Meine Antwort: Was Sie in anderen sehen, ist Ihr eigenes Spiegelbild, entsprechend der Regel: „Jeder, der andere verdammt, verdammt sich selbst“. Doch wenn Sie sie liebten, würden Sie auch ihren Egoismus lieben – so wie Sie es bei Ihrem eigenen Baby tun würden.

Verwandtes Material:
Artikel von  Michael Laitman: Wer bin ich?
Artikel von Michael Laitman: Wie baut man eine spirituelle Beziehung auf?

Die Moralischen Normen eines Kabbalisten


Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe eine Frage zu den moralischen Normen von Personen, die Kabbala studieren. Sie haben erklärt, dass es in der Spiritualität weder Zeit noch Raum gibt und unsere Handlungen im physischen Bereich unbedeutend sind. Was zählt sind einzig unsere geistige Verbindung miteinander und unsere Gedanken über den Schöpfer. Wollen sie sagen, dass eine Person, die in einer Gruppe Kabbala lernt, in der materiellen Welt alles machen kann, ohne sich an moralische Normen zu halten, sich jedoch als wunderbarer Freund herausstellen kann, sobald er zum Unterricht kommt?

Meine Antwort: Wir befassen uns mit Menschen, die sich im Prozess der Entwicklung und Korrektur befinden. Ihr Egoismus entwickelt sich schnell und erst später folgt die langsame und allmähliche Korrektur. Ich beobachte das schon seit 30 Jahren. Wie viele Jahre muss ein Kind seine Windeln schmutzig machen und Hilfe von anderen bekommen, bis es herangewachsen ist? Mit anderen Worten, wir müssen viele Jahre geduldig bleiben, während das Höhere Licht seine Arbeit verrichtet, und dann verändert sich die Person. Was kann man noch tun, wenn „der Mensch von Geburt an schlecht ist?“ Es ist verboten, ihn zu zwingen, sein Übel zu verbergen. Das würde seine Korrektur stoppen, da er sich seines eigenen Übels nicht bewusst werden würde .

Außerdem wächst, wenn man Kabbala studiert, das eigene Übel bis zum Erreichen eines Zustands, in dem man es nicht mehr dulden kann. Das ist ein wunderbarer Moment, weil der Mensch dann bereit ist, den Schöpfer zu bitten, ihm zu helfen, das Übel loszuwerden.

Das Einhalten moralischer Normen sieht von außen gut aus, aber es ist schädlich, wenn es einen davon abhält, seine Mängel zu sehen. Die einzige Lösung ist, den Menschen die Methode der Korrektur zu geben und die Umgebung, um diese Methode zu verwirklichen.


Sprach der Ari mit den Dybbuks?


Eine Frage, die ich erhielt: In der „Einführung zum Buch Baum des Lebens“ beschreibt Rabbi Chaim Vital viele Aspekte der Kabbala des Ari. Er schreibt folgendes über Ari: „Er war fähig, mit reinkarnierten Seelen zu sprechen. Er kannte alle Geheimnisse aller Menschen, die Wurzel ihrer Seelen und jedes Detail aus ihren vorherigen Leben. Er konnte sowohl mit den Dybbuks sprechen, als auch sie korrigieren und sie aus den Körpern der Menschen austreiben, die sie in Besitz hatten.“ Meine Frage lautet: Was sind die „Dybbuks“? Ich konnte dieses Wort in keinem heute verfügbaren Studienmaterial finden. Vermutlich bezieht es sich auf innere Kräfte eines Menschen, oder?

Meine Antwort: Das ist völlig richtig. Dies bezieht sich auf innere Kräfte des Menschen, da sich alles Existierende in unserem Inneren in Form von Kräften, Verlangen und Gedanken befindet. Siehe Baal HaSulams „Vorwort zum Buch Sohar“, Punkt 34. Nichts existiert außerhalb des Menschen. Wir nehmen die Welt als außerhalb von uns wahr, tatsächlich jedoch ist es nur eine Projektion unserer Eigenschaften auf das weiße Licht. Im Buch Sohar wird gesagt „Alle Welten befinden sich innerhalb des Menschen“, doch der Mensch nimmt sie im Äußeren wahr, damit er den Schöpfer als außerhalb von sich selbst empfindet und Ähnlichkeit mit Ihm erlangen kann. In dem Maße, in dem er Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erlangt, wird er beginnen, alles, was „außerhalb von ihm“ geschieht, als etwas wahrzunehmen, das „innerhalb von ihm“ geschieht. Heute, in unserer Welt, werden wir zur Tatsache gelangen, dass unsere Wahrnehmung absolut subjektiv ist – dass sie in unserem Innern stattfindet.

Verwandtes Material:
Große Kabbalisten der Geschichte

Zeit – Illusion oder Realität?


Frage: Sie sagten, dass Zeit nicht existiert. Existiert dann Vergangenheit oder Zukunft?

Meine Antwort: Was existiert, ist eine Abfolge von Geschehnissen. Sie finden in uns als sequentielle Enthüllungen statt, als Bewusstwerdung von Reshimot. Indem eine der anderen folgt, schaffen sie eine Empfindung der Zeit – von der Vergangenheit und der Zukunft. Jedoch ist dies eine subjektive Empfindung, die innerhalb von uns ist und sie findet schnell oder langsam statt, abhängig von jemandes Bemühen.
Irgendetwas zu überspringen ist unmöglich, da sich alle Reshimot nacheinander manifestieren müssen. Wird ein Reshimo verwirklicht, stellt es innerhalb von uns unsere Beziehung zum Schöpfer bildlich dar. Dieses Bild wird „die Welt“ genannt und es besteht aus „mir“ und „dem, was mich umgibt“. In dem Maße, wie die Reshimot verwirklicht werden, beginnt der Mensch das ihn Umgebende als Teil von sich wahrzunehmen.

Frage: Manchmal zeigt die Uhr an, dass fünf Stunden vergangen sind, aber ich fühle sie wie fünf Sekunden. Wem soll ich vertrauen, mir oder der Uhr?

Meine Antwort: Offenbar sollten Sie der Uhr vertrauen. Das nächste Mal könnten Ihnen die gleichen fünf Stunden wie fünf Tage erscheinen.

Frage: Wenn ein Mensch mit psychischen Fähigkeiten die Zukunft vorhersagt, was sieht er, die Zukunft oder die Gegenwart?

Meine Antwort: Für ihn ist es die Gegenwart.