Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Was sagt die Kabbala über die Liebe auf Erden?

Frage: Was denkt ein Kabbalist über die Liebe?

Meine Antwort: Der Kabbalist denkt ständig an die Liebe. Die Frage ist, was er genau darüber denkt? Fragt er sich, ob sie existiert oder nicht? Fragt er sich, was mit  Liebe selbst  eigentlich gemeint ist, was ihre Definition ist , wo die Grenzen ihrer Existenz sind, welches  die Stufe ihrer Manifestation ist, und unter welchen Bedingungen sie sich manifestiert und existiert?

Ist eine ewige Liebe erreichbar?

Die Form von Liebe, die vorbei geht, ist keine Liebe. Liebe kann nicht anders sein als ewig.

Einmal gab ich einen Unterricht für ein großes Publikum in Tel Aviv und ich sagte ihnen gleich, dass es keine Liebe gibt. Erst herrschte Stille, aber dann stimmten sie mir langsam zu. Es gibt eine beständige, natürliche Liebe für mein geliebtes, unvergessliches Selbst.

Im Materiellen gibt es nur eine Art von Liebe, die echt ist. Sie wird mit mir geboren und sie stirbt mit mir, mit meinem „Ich“. Das ist der Egoismus, der in mir existiert, der sich ständig entwickelt, und der meine Nase tiefer in mich hineinsteckt, um zu sehen, was ich mir sonst noch wünschen  kann, was ich bekommen kann und was mich näher zu meinem geliebten Selbst bringt. Er fragt immer: Wie kann ich mich noch mehr lieben?

Das ist unsere  egoistische Natur. Darum ist Selbstliebe eine natürliche Qualität von allem was existiert.

Die materielle Natur des  Universums besteht aus einem riesigem Egoismus, welcher in vier Stufen eingeteilt ist: unbelebt, pflanzlich, belebt und menschlich. Diese Formen unterscheiden sich nur durch die Stufe des Egoismus, welcher sich als Selbstliebe manifestiert.

Die Liebe auf der unbelebten, pflanzlichen und belebten Stufe ist instinktiv und wird von dem Objekt selber nicht anerkannt. Es untersucht nicht wie sehr es sich selbst liebt, sondern befriedigt  seine Liebe. Auf der menschlichen Stufe ist Liebe programmierbar.

Obwohl es eine  Liebe für sich und nur für sich  selber bleibt, durchläuft sie dennoch verschiedene Stufen der Entwicklung, wie zum Beispiel,  auf welche Weise sie ausgedrückt werden und welche Formen sie annehmen kann.

Da der Mensch von  der Gesellschaft  abhängig ist, von denen die ihm ähnlich sind, und von denen die ihm entgegengesetzt sind, ändert sich unter dem Einfluss der Gesellschaft seine  Idee  von Liebe oder wie er sich selbst erfüllt und sättigt. Im Prinzip ist dies jedoch  die gleiche Selbstliebe, allerdings in noch raffinierteren und sich ständig erneuernden Formen. Das ist die Liebe, wie sie in unserer Welt existiert,  einschließlich solchen Manifestationen wie die Liebe der Mutter für ihr Kind, die Liebe eines Menschen für seine Heimat, usw.

Egal von welcher Art Liebe wir sprechen, alle reflektieren schließlich die egoistische Liebe für sich selbst.

Bemerkung: Sie  vertreiben all die romantischen Ideen, die die Leute über die Liebe haben.

Mein Kommentar: Es gibt hier keine Romantik bis auf kleinere Missverständnisse. Das ist allen bekannt, einschließlich Wissenschaftlern, Philosophen, Physiologen und Psychologen. In unseren Zeiten ist  der  Egoismus so stark gewachsen, dass wir uns  besonders  klar und bewusst darüber  sind, dass es keine Liebe gibt.

Sogar die Wissenschaftler sagen, dass die Leute nur noch für zwei bis drei Jahre zusammen bleiben. Die normale Manifestation der Gegenseitigkeit kann zwischen ihnen nicht länger andauern, weil das alles schnell wieder verschwindet. Unser Egoismus wird ständig erneuert und er löscht all unsere vergangenen Bedingungen aus, die die Manifestationen der Gegenseitigkeit unterstützten, auch wenn sie egoistisch waren, oder nur für mein eigenes geliebtes Selbst. Das ändert sich jetzt jedoch auch.

Frage: Also, was kommt als nächstes? Gewohnheit? Letztendlich leben doch viele Leute jahrelang zusammen.

Antwort:  Wenn man  viele Jahre zusammen lebt, ist man ein Dinosaurier. In unseren Zeiten lebt keiner freiwillig  in derselben Familie für eine längere  Zeit, sie tun das wegen der Kinder oder wegen der Güter und allem anderen, was sie zusammen erworben haben.

Es ist eine Tatsache, dass die Lebenserwartung früher nicht über vierzig Jahre hinausging, und dass die Leute starben, bevor ihre sogenannte Liebe zu Ende  ging.

Außerdem,  wenn ein Mann eine Ehefrau sucht, denkt er dabei nicht an Liebe, sondern daran, ob  die Frau eine gute Hausfrau sein könnte. Er vergewissert sich,  dass sie gesund und tüchtig ist, kochen und einen Haushalt führen kann.  Darum kann man hier nicht von Liebe sprechen.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 8/6/17

[216670]

Öffnet die Bücher der Weisheit

Und nun, meine Damen und Herren, liegt in diesem Schrank ein Buch, in welchem die ganze Staatskunst beschrieben und erklärt ist, sowie alle Wege der Persönlichkeit und der Gesellschaft, wie sie sich am Ende der Tage offenbaren. Es ist das Buch der Kabbala, wo die korrigierten Welten beschrieben sind. (Baal HaSulam „Aufbau der zukünftigen Gesellschaft„)

Frage: Warum beschäftige sich Baal HaSulam, der Verfasser von „Talmud Eser Sefirot“ und „Einführung in das Buch Sohar“, mit solchen Problemen? Worin liegt hier der Sinn?

Antwort: Das ist kein irdisches Problem! Es gibt ein von der Natur/vom Schöpfer erschaffenes  Verlangen. Es muss bestimmte Phasen seiner Entwicklung durchlaufen. Heute befinden wir uns an einem kritischen Punkt, der unsere gesamte Entwicklung vom Egoismus zum Altruismus umkehrt. Darüber schreibt auch Baal HaSulam als ein absoluter Praktiker.

Die Kabbala ist eine praktische Wissenschaft, weil sie sich in den Menschen realisiert, jenen die in unserer Zeit leben, oder jenen die in anderen Generationen lebten. Die Kabbala ist ausschließlich für Menschen bestimmt, die in unserer Welt existieren, nicht aber für gewisse Seelen, die nach dem Tod in irgendwelchen Weiten, auf höheren spirituellen Stufen schweben. Alle höheren spirituellen Ebenen befinden sich im Menschen. Deswegen schreibt Baal HaSulam für die Menschen. Es gibt bei den Kabbalisten keine größere Sehnsucht, als zu den Menschen zu kommen und ihnen die richtige Selbstverwirklichung zu vermitteln, d.h. im Einklang mit den Naturgesetzen.

Frage: Meinen Sie Menschen,  die nach dem Sinn des Lebens streben?

Antwort: Selbstverständlich. Alle anderen werden unseren Aufruf  einfach nicht hören. Ihr Egoismus befindet sich noch auf der tierischen Stufe. Sie kümmern sich ausschließlich um ihr materielles Wohlergehen.  Das ist weder schlecht noch gut. Deswegen wendet man sich nicht an sie. Man muss sie mit dem Lebensnotwendigen versorgen. Sie werden sehr froh darüber sein, ein Grundeinkommen zu erhalten – Computer, Fernseher, Internet, Sofa. Man wird sie zu Hause mit kostenlosen Verpflegungsrationen versorgen, sogar damit, was sie sich selbst bestellen – Pizza, Cola, Computer.

Ja, mehr benötigen sie nicht. Können Sie sich so ein Glück vorstellen?

Frage: Ich glaube, dies ist eine Illusion des Glückes.

Antwort: Sie haben doch im Internet alles, was sie möchten, angefangen mit den Wissenschaften unserer Welt bis Striptease, Fernsehserien und Fußball.  Deswegen lohnt es sich nicht, uns an sie zu wenden. Man muss abwarten, bis ihre Entwicklungsphase abgeschlossen ist. An einen Menschen kann man sich nur damit wenden, was er sich wünscht, denn ein Mensch ist  – ein Verlangen nach Genuss.

Es gibt aber auch Menschen, die sich damit nicht zufrieden geben. In ihnen lebt ein „Virus“, der es verhindert, dass sie durch das Genießen materieller Güter glücklich sind. Sie müssen die Höhere Kraft erfahren, die sie lenkt, das höhere Prinzip, das Programm der Menschheitsentwicklung, sein Ziel, wofür existiere ich, was geschieht in meinem Leben, warum ist das so? Sie interessiert der Kontakt mit der lenkenden Kraft. Genau an solche Menschen kann man sich wenden.

 

Aus der TV Sendung „Die letzte Generation“ 15.05.2017

#207442

Wie geschieht die objektive Wahrnehmung der Welt?


Frage: Nach der Methode der Kabbala braucht man zehn Menschen, die ihre Verbindung nach bestimmten Gesetzen ausrichten, durch die man die Welt wahrnimmt. Ist das nicht subjektiv? Denn, ich werde doch durch den Zehner fühlen, ich werde eine andere Welt sehen. Und mein Freund wird ebenso etwas Anderes sehen.

Meine Antwort: Es gibt keine andere Möglichkeit, die Höhere Welt zu erklimmen. Aber dein Freund und du werdet das gleiche fühlen, weil jeder von euch die anderen, sprich den ganzen Zehner in sich einschließen wird.

Wenn ich im Zehner bin, bin ich Malchut (M), und meine neun Freunde stelle ich mir als die ersten neun Sefirot vor, vor denen ich mich annulliere. Ich schließe alle in mich ein und es stellt sich heraus, dass ich in ihnen alles sehe.

Dabei berücksichtige ich mich selbst nicht; ich mache eine Einschränkung (Zimzum).

Ich handle nur durch die Freunde und nehme deshalb die Welt objektiv wahr. Ich sehe die spirituelle Welt, die Stufen der Offenbarung. Auf diesen Stufen der Verbindung wird nur das Eine offenbart, der Schöpfer. Es gibt nichts anderes.

Frage: Es gibt keine Sterne, keine Bäume, keine Städte?

Meine Antwort: Nein, all das nimmt ein Kabbalist mit seinen fünf tierischen (materiellen) Sinnesorganen wahr.  

Wenn du die Geschichte der Welt richtig wahrnehmen willst, wirst du in deinen Zehner eintauchen müssen, und darin nach mehr Einschränkung, d.h. Verbindung streben. In dem Maße wirst du die Stufen der Verbindung erklimmen und deinen Aufstieg auf der Leiter der Höheren Welt, dem Licht, offenbaren.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 16.07.2017

[#215894]

Kabbala ist die Methode den Schöpfer zu enthüllen

Frage: Wer nannte die Wissenschaft, die wir studieren „Kabbala“? Bezieht sich dieser Name auf die Zeit, in der das Buch Sohar geschrieben wurde?

Meine Antwort: Das Wort „Kabbala“ findet man schon im Buch von Abraham. Es bedeutet „Empfangen“, weil die Haupteigenschaft der geschaffenen Materie das Empfangen ist. Daher bedeutet die Weisheit der Kabbala eine besondere Eigenschaft des Empfangens, der Offenbarung des Schöpfers.

Frage: Die Begriffe wie „Wissenschaft der Kabbala“ oder „Weisheit der Kabbala“ waren also bereits in der Zeit des ersten Tempels bekannt?

Meine Antwort: Lange davor, etwa anderthalbtausend Jahre vor dem Bau des ersten Tempels. Und ob es vorher war, kann ich  nicht sagen.

Außerdem gingen viele Bücher aus der Zeit von Adam bis Abraham verloren. Wir brauchen sie einfach nicht, darum sind sie nach und nach verschwunden. Wir kennen die Bücher nicht, die von Abraham, Isaak und Jakob geschrieben wurden, bis auf „Das Buch der Schöpfung“, („Sefer Jezirah“) von Abraham. Rambam erwähnt, dass Abraham viele Bücher geschrieben hatte. Aber wo sind sie?…

Frage: Kabbala, ist das eine Methode oder ein Buch?

Meine Antwort: Kabbala ist die Methode, den Schöpfer zu offenbaren. Tora (vom Wort „Or“, „Licht“) ist das Wissen über die Höhere Welt. Und alles andere, wie die Mishna, der Talmud und andere heiligen Schriften sind Ergänzungen, Kommentare usw.

Das Buch Sohar ist auch ein Kommentar  zur Tora. Und alles zusammen heißt Tora, mit anderen Worten die Anweisung zur Enthüllung des Lichtes.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 04/06/2017

[#214415]

„Denn Feuer lodert auf meinem Antlitz“

„Denn Feuer lodert auf  meinem Antlitz und brennt zutiefst bis ins Scheol (Totenreich), verzehrt die Erde samt der Frucht und setzt der Berge Grund in Flammen.“ (Tora, „Debarim-Rückschau“, 32:22)

Alles, was der Mensch aus selbstsüchtigen Idealen tut, wird auf vier Arten verenden und zugrunde gehen. Das Buch Sohar beschreibt dies auf sehr unangenehme Weise.

Es heißt, dass das Feuer die Frucht der Erde verzehrt, d.h. am Ende wird nichts übrig bleiben. Jetzt denken wir, dass das goldene Zeitalter vor uns liegt: Roboter werden für uns arbeiten und wir werden den ganzen Tag am Strand liegen oder spazieren gehen und Spaß haben. Nein, das wird nicht passieren.

Im Gegenteil, die Menschen werden in tiefe Depressionen fallen, Tabletten und Drogen konsumieren! 

Sie werden die ganze Welt und sich selbst hassen, sie werden sterben wollen und es nicht können! Das Leben wird schlimmer als der Tod sein. Das ist wirklich die echte „Hölle“.

Ein Mensch, der unter Depressionen leidet, wird froh sein zu sterben. Und was soll er machen, wenn er nicht in der Lage ist, sein Leben zu beenden? Das Leben ist totales Elend.

Frage: Was bedeutet: „Und setzt der Berge Grund in Flammen.“?

Meine Antwort: „Berg“ kommt vom Wort „Irurim“(„Zweifel“) und bedeutet alle möglichen inneren Störungen. Wir sehen, dass all das vom Schöpfer kommt und wir nicht davon laufen können. Es geschieht, weil wir Seine Lenkung missachten und uns nicht über den Egoismus erheben wollen, um zur Liebe und zum Geben zu kommen. Deshalb werden wir fühlen, dass Er uns entgegengesetzt ist. Wir werden nicht leben, aber auch nicht sterben können und wir werden in jeder Sekunde Leid empfinden!

Solche Zustände werden letztendlich die Menschheit zur Korrektur führen, aber das ist ein sehr langer und schrecklicher Weg, der  „Der Weg des Leidens“ genannt wird.

 

Aus dem TV-Programm „Die Geheimnisse des Ewigen Buches“, 01.02.2017

[#215556]

Wofür bestraft uns die Natur? Teil 4

Frage: Wie können die zwischenmenschlichen Verhältnisse auf Vulkane oder Erdbeben wirken? Kann der Ozean erfahren, dass die Menschen an seinem Ufer angefangen haben, sich besser zueinander zu verhalten, und sich beruhigen?

Antwort: Wir alle gehören einem einzigen System an. Dieses besteht aus der unbelebten Natur, den Pflanzen, Tieren und Menschen. Tsunamis und Orkane werden von den Kräften ins Leben gerufen, die auch unseren Verstand und unsere Gefühle lenken. Unser Verstand und unsere Gefühle befinden sich aber auf einem höheren Niveau als die Kraft, die den Orkan hervorbringt. Der Orkan ist in seiner Quantität stark und der Mensch in seiner Qualität.

Wenn wir uns auf der menschlichen Stufe unsere Beziehungen um „10 Gramm“ verbessern, indem wir uns einander annähern, entkräften wir dadurch den Orkan auf der niedrigeren Stufe nicht nur um 10 Gramm, sondern zehn Milliarden mal stärker. Er wird uns keinen Schaden mehr zufügen.

Das ist so, da in diesem  System der Natur ein Niveau über dem anderen aufgebaut ist. Wir befinden uns auf dem menschlichen Niveau, auf dem Niveau der Qualität und der Orkan auf dem unbelebten Niveau, auf dem quantitativen Niveau. Seine Stärke ist in der Quantität und unsere in der Qualität und deswegen ist der menschliche Gedanke imstande, Orkane ins Leben zu rufen oder sie zu besänftigen. Bis jetzt haben wir sie nur ins Leben gerufen…

Frage: Sind hunderttausend Menschen, die am Ufer stehen, fähig den Orkan zu stoppen?

Antwort: Nein. Als Erstes braucht man dafür nicht am Ufer zu stehen. Das Wichtigste ist, dass wir zwischen uns die Verbindung erreichen sollen, die Einheit. Wir müssen die bösen Kräfte, die sich in uns befinden, mit Hilfe der guten Kräfte ausbalancieren. Dann wird sich auf allen anderen Stufen unter uns, auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe das Gleichgewicht wie von selbst einstellen.

Frage: Demnach ist es so, dass die Gefahr nicht vom wütenden Ozean, von Erdbeben oder Vulkanausbrüchen ausgeht? Muss man die Kraft unseres Gedankens nicht darauf richten?

Antwort: Auf keinen Fall! Die Aufmerksamkeit sollten wir nur auf uns selbst richten. Indem  wir unser Verhältnis zu den anderen Menschen korrigieren. Obwohl das unrealistisch, phantastisch und unwissenschaftlich erscheint, ist die Wirkung aber genau so.

Wir müssen lernen unsere Gedanken zu steuern, unsere Gefühle und Absichten zu lenken. Wenn wir dies nicht tun, gehen sie automatisch in Richtung Egoismus, wo sie uns  mehr Nutzen und den anderen mehr Schaden bringen sollen.

Frage: Wie wird der korrigierte Mensch der Zukunft aussehen?

Antwort: Der Mensch der Zukunft wird eine Wissenschaft erlernen, die ihn lehrt, ein ideales Gleichgewicht mit anderen zu halten. So, dass er nicht höher als alle anderen steht, oder die anderen höher als er, sondern alle sind Freunde, die miteinander immer eine gute Verbindung haben. Dadurch kommt die gesamte Natur ins Gleichgewicht, was sich Garten Eden nennt.

Frage: Worüber wird sich ein Mensch Sorgen machen, wenn er in diesem Garten Eden aufwacht?

Antwort: Es wurde gesagt, dass „die Welt nach Seinen unveränderlichen Gesetzen funktioniert“ und im Leben wird alles genau so sein. Der Mensch wird sich um das Gleichgewicht zwischen ihm und der Natur (die gesamte Menschheit eingeschlossen) kümmern.

Frage: Wird das ein gutes, nicht langweiliges Leben sein?

Antwort: Mach dir keine Sorgen darüber, du wirst dich sorgen, aber nicht um Probleme, sondern um die guten Sachen. Was deine Kinder betrifft, wirst du dich nicht um einen Brief von der Polizei oder der Schule sorgen, sondern du wirst von ihrem guten Verhalten dir gegenüber ergriffen.

 

Aus dem 911. Gespräch über das Neue Leben 

[#215858]

Meine Gedanken auf Twitter,  15/11/17

Wir verändern weder die Vergangenheit, noch die Gegenwart, noch die Zukunft. Wir beobachten die Zustände, die wir erleben und ändern uns selbst! Und so verändert sich die Welt! #SelfDevelopment

„Es gibt keine Kraft neben dem Schöpfer“ – dieser Tweet begann mit meiner Nacherzählung von Baal Ha Sulams Artikel. BB betritt eine neue Wachstumsstufe. Der Widerstand verstärkt sich. Das kommt vom Schöpfer, wie die Schwerkraft. Unsere Arbeit besteht darin, ALLE Einflüsse nur dem Schöpfer zuzuschreiben! #quote

Das Ziel des Schöpfers besteht darin, Seine Geschöpfe zu erfreuen. So muss man denken, dass das Empfangen von Vergnügen (#pleasure) dem Schöpfer Freude bereitet. Und so sehnt er sich danach, im Reich des Schöpfers zu sein, um Freude mit dem Schöpfer zu erlangen, was dem Schöpfer Zufriedenheit geben würde.

Man muss achtsam sein, damit sein Wille zu empfangen mit der Absicht um zu geben korrigiert ist. Denn das Vergnügen und die Freude (#joy), enthüllt im Willen zu empfangen, in der Absicht, dem Schöpfer Freude zu schenken, darin empfindet man Vergnügen.

Wenn jemand fühlt, dass es ihn näher zum Schöpfer hinzieht, und er Zufriedenheit empfindet, weil er Gnade (#mercy) in den Augen des Schöpfers findet, dann muss er das Gefühl von Zufriedenheit erreichen, nicht darin wie er sich fühlt, sondern indem er dem Schöpfer Zufriedenheit bereitet.

Wenn sich jemand vom Schöpfer entfernt fühlt, muss er das bedauern. Aber nicht für sich selbst, dass er entfernt ist, sondern weil er dem Schöpfer Leiden verursacht. Indem er nicht für sich selbst bedauert, rettet er sich daraus, dem Ego (#ego) zu verfallen, das ihn vom Schöpfer trennt.

Es gibt keine Kraft (#force) neben dem Schöpfer, das bedeutet, dass niemand über eine Kraft verfügt, und jemand irrt sich, wenn er denkt, dass er gestern etwas unabhängig getan hat, d.h. er glaubt nicht, dass der Schöpfer die Welt beherrscht. Und man sollte die Vergangenheit nicht bedauern, weil es der Schöpfer war, der ihn weggestoßen hat.

Man muss versuchen immer in Anhaftung an den Schöpfer zu sein, weil all seine Gedanken Ihm gelten sollten. Sogar im schlimmsten Zustand sollte man das Gesetz des Schöpfers nicht verlassen und denken, dass es ein anderes Gesetz gibt, das ihn davon abhält, den Weg des Schöpfers zu gehen, weil alles von Ihm abstammt.

Wenn sich jemand dem Schöpfer nahe fühlt, sollte er nicht sagen, dass er jetzt den Wert der Arbeit für Ihn verstanden hat. Denn der Grund ist der, dass er würdig geworden ist, und der Schöpfer ihn deshalb näher bringt. Darum findet er Geschmack an der spirituellen Arbeit, um die Einzigartigkeit des Schöpfers zu erkennen. #singularity

Er sieht, dass seine Freunde dem Schöpfer näher sind, während er mit Ihm nicht übereinstimmt, er ist von Ihm vollkommen abgetrennt. Obwohl er manchmal ein Erwachen erfährt, trennt er sich sofort wieder von der Einzigartigkeit des Schöpfers. Aber das zwingt ihn, eine Lösung für die Anhaftung an den Schöpfer zu fordern.

Auch alle Zurückweisungen des Schöpfers stammen von Ihm; nicht als Strafe für seine Schwäche, sondern damit man um die Anhaftung bittet. Auf diese Weise hilft einem der Schöpfer, indem er ihm zeigt wie entfernt er ist. Und je mehr Hindernisse er auf dem Weg zum Schöpfer überwindet, umso weiter weg sieht er sich selbst von Ihm. #faith

Nur in der Überwindung der Kräfte, die uns vom Schöpfer trennen, und indem man sie mit Ihm verbindet, bleibt der Mensch mit dem Schöpfer verbunden. Es wird immer schwerer, Ihn als die alleinige Kraft in der Welt zu empfinden. Alles was er tun kann, ist, den Schöpfer um Hilfe zu bitten, damit er sich Ihm annähert. #God

#force Es gibt keine andere Kraft in der Welt außer dem Schöpfer. Und die fremdartigen Kräfte, die nicht vom Schöpfer zu kommen scheinen, sind dafür gedacht, den Menschen von Ihm zu trennen. Aber durch die Zurückweisung erwecken sie das Bedürfnis, die Hilfe des Schöpfers zu suchen, indem man Ihm zeigt, dass man ohne die Anhaftung verloren ist.

#connections Die Welt hat die Verbindungen verloren, die wir so verzweifelt brauchen. Niemand schuldet irgendjemandem irgendetwas und ist frei, zu tun was immer er möchte. Die Welt ist nicht am Scheideweg, sie sieht den Weg, der vor ihr liegt, überhaupt nicht. Darin liegt das Problem, aber auch die Lösung, da nur ein Weg nach vorne übrig bleibt – die Kabbala!

#Liberalism Der Liberalismus drängt sich selbst der Gesellschaft auf, unfähig auf Kritik zu hören oder an Lösungen mitzuarbeiten, er führt Krieg durch die Medien, baut Vertrauen auf und ein Alibi für sich selbst, indem er Lügen verbreitet, er lenkt die Bürger mit Sport/Mode/Essen ab, untergräbt die Erziehung, zeichnet das Bild seines Feindes…

 

Aus Twitter, 11/15/17

Wofür bestraft uns die Natur? Teil 3

Frage: Heutzutage entwickelt sich die Klimatechnik rasant. Dies bedeutet, dass anstatt sich um das Erhalten der Umwelt zu sorgen, versucht der Mensch sich in die Naturprozesse einzumischen und mit Hilfe der entwickelten Technologien das Klima zu steuern: die Erde  zu kühlen, die Zusammensetzung der Atmosphäre zu ändern und den Zustand der Ozeane…

Der Mensch versucht das Gleichgewicht in der Natur mit Hilfe der modernen Technologien wiederherzustellen. Ist dies ein Wohl für die Menschheit oder umgekehrt, bringt das eine große Gefahr mit sich?

Antwort: Natürlich müssen wir auf diese Weise für unsere falschen Reaktionen bezahlen. Auch wenn sie seismologische Häuser bauen, die uns vor den Schlägen der Natur schützen. Aber das hilft sowieso nicht, weil wir selber diese Naturkatastrophen herbeiführen, indem wir uns falsch benehmen.

Wir sollen verstehen, dass sich die Gedanken und die Verlangen des Menschen auf dem obersten Niveau aller Kräfte im All befinden. Deswegen fügen wir der Natur nur mit Hilfe unserer Gedanken, Verlangen und Absichten den größten Schaden zu.  

Der Mensch ist der Träger der negativen Kraft in der Natur, weil er nur von der Kraft des Nehmens geleitet wird. Deswegen müssen wir uns mit der Kraft des Gebens ausbalancieren. Auf eine natürliche Art und Weise handelt jeder Mensch in der Gesellschaft so, dass er alles für sich bekommen möchte. Im Verhältnis dazu müssen wir in uns die Fähigkeit zu geben entwickeln. Dann wird sich zwischen uns eine Balance einstellen, die von der Menschheit auf die gesamte Natur übergeht.

Frage: Nehmen wir an, wir fangen an uns gut zueinander zu benehmen und zwischen allen Menschen und Völkern wird die Liebe und das Geben herrschen. Die vollkommene Idylle. Wie kann das einen Vulkanausbruch oder Tsunami stoppen?

Antwort: Unsere Gedanken und Verlangen sind auch die Kräfte der Natur. Der Mensch ist ein Teil der Natur, die Krönung ihrer Entwicklung. Worin unterscheiden wir uns von allen anderen Teilen der Natur? In der Wissenschaft, dem Intellekt, der Entwicklung der Gefühle. Es kann sein, dass diese Gefühle böse sind, sie sind dennoch höher entwickelt als bei den Tieren. Deshalb werden wir auch Menschen genannt.

Das Problem besteht nur darin, dass wir unsere Kräfte nicht richtig nutzen. Wir denken, dass wir genauso instinktiv leben können wie die Tiere; ohne die Liebe zum Nächsten zu erreichen und ohne die Erforschung unseres Einflusses auf die Welt. Das ist aber nicht richtig, weil wir zu der menschlichen Stufe gehören. Der Mensch zeichnet sich vor allem durch die Wissenschaft, den Verstand und die Gefühle aus, die uns auf den Gipfel der Pyramide erheben.

Im Vergleich zu allen anderen Niveaus der Natur: unbelebten, pflanzlichen und tierischen, welche sich instinktiv in ein System namens „Natur“ einschließen, ist es beim Menschen so, dass er sich immer weiter davon entfernt, also davon abtrennt.

Wir sind verpflichtet, mit unserer Teilnahme das System der Natur zu vervollständigen, indem wir uns mit allen zusammen in sie einschließen; indem wir unsere Gefühle, unseren Verstand, die negative Kraft unseres Egoismus´ mit der positiven Kraft ausgleichen. So werden wir eine gute Verbindung mit allen Teilen des Geschöpfes erreichen.

 

Fortsetzung folgt…

Aus dem 911. Gespräch über das Neue Leben  

[#215841]

Die Geburt der Seele und ihre spirituellen Eltern

Frage: Wie geschieht die Geburt der Seele? Was sind spirituelle Eltern?

Antwort: Die spirituellen Eltern sind Aba we Ima (Vater und Mutter), Eigenschaften, die Sefirot Chochma und Bina.

Das höhere Licht steigt aus der Welt der Unendlichkeit hinunter und erschafft fünf Welten: Adam Kadmon, Azilut, Brija, Yezira und Assija, die man in Form von Kreisen darstellen kann. Innerhalb dieser wird noch ein zusätzliches Parzuf gebaut, genannt  Adam.

Adam HaRishon wird in der Welt Azilut geboren, die folgende Parzufim einschließt: Atik, Arich AnpinAba we Ima, dann  Seir Anpin und Malchut, die man SON (Seir Anpin und Nukwa) nennt.

Der Parzuf Aba we Ima sind Vater und Mutter, aus denen Adam HaRishon geboren wird. Nach der Geburt steigt er an seine Stelle in Malchut hinunter. Das alles geschieht unter Einwirkung des höheren Lichtes.

Und dann will der Wunsch, genannt Adam, bis zum endlichen Zustand, zu der vollen Korrektur  der vollen Ähnlichkeit mit dem Schöpfer (der grüne Pfeil) hinaufsteigen, der auch die Unendlichkeit heißt.

Aber wenn Adam versucht, in diesen Zustand hinaufzusteigen, erscheinen in ihm sofort versteckte Schlangen.

Normalerweise sitzt die Schlange tief innerhalb des Wunsches, nichts interessiert sie. Aber wenn das höhere Licht, das gegen sie gerichtet ist, auf sie einwirkt, wacht sie sofort auf. Es entsteht ein sehr interessantes Bild: auf der einen Seite ist das höhere Licht und auf der anderen die Schlange. Das heißt zwei Gegenpole.

Infolgedessen fällt die ganze Konstruktion von Adam nach unten (der blaue Pfeil) in die Zustände, die unter dem Parssa heißen, wo sich die reinen Welten Brija, Yezira und Assija und ihnen gegenüber auch die unreinen Welten von Brija, Yezira und Assija (Egoismus, Klipa) befinden.

Die Seele, die aus ihrem niedrigsten Zustand geboren wird, genannt „Fall der Seele“, kommt in den Raum zwischen den reinen und unreinen Welten.

Also ist die Seele ein Wunsch, es gibt nichts anderes in ihr. Sie wurde von ihren Eltern Aba we Ima geboren und heißt Adam vom Wort „Ähnlichkeit“ (dome) mit dem Schöpfer, welche sie in der Zukunft erreichen muss. Als sie gewünscht hatte, hinaufzusteigen und dem Schöpfer ähnlich zu werden, erschien die Schlange in ihr, in Beziehung zum höheren Licht, deshalb ist sie in die erschaffenen reinen und unreinen Welten gefallen und fing an sich in ihnen zu entwickeln.

Von hier ab haben wir drei Linien: die linke (blau auf der Abb.), die rechte (grün), und die wichtigste mittlere (rot).
Wenn alle drei Linien miteinander arbeiten, heißen sie „die Seele“ (die gelbe Farbe auf der Abb.). Eine kann nicht ohne die andere existieren.

Frage: Müssen die dunklen Welten gegenüber den reinen Welten unbedingt existieren?

Antwort: Ja. Außerdem existiert alles eben gerade dank den unreinen Welten. Wir unterschätzen die Selbstsucht. Ohne Schlange wäre es unmöglich irgendetwas zu machen. Dank der Methode, die Tora heißt, vom Wort „die Lehre“, „das Licht“ (Horaa, Or) können wir von der Schlange ihre getrennten, richtigen Teile isolieren, sie korrigieren und weiter gehen.

 

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 14/05/2017

[211952]

Was ist eine Seele und wie entwickelt man sie?

Frage: Was ist die Seele und wie entwickelt man sie?

Meine Antwort: Die Seele ist das Verlangen zu geben, der Körper das Verlangen zu empfangen. Hier gibt es viele Feinheiten, in denen ein Mensch, der dies nicht an sich spürt, sich oft verwirrt.Tatsache ist, dass der Schöpfer das Verlangen geschaffen hat, Genuss zu empfangen, was der Stoff der ganzen Natur ist. Und die Natur des Schöpfers ist das Verlangen zu geben, das hat nur Er.

Deswegen, wenn wir sagen, dass ein Mensch  sich von dem Verlangen zu empfangen zum Verlangen zu geben ändern kann, meinen wir nicht den Wunsch selbst, sondern die Absicht. Wie ist dieser gegebene Wunsch mit der Absicht für das Geben zu nutzen? Denn wir wollen immer nur empfangen.

Wir sagen oft, dass ein Mensch einem anderen etwas gibt, aber tatsächlich gibt niemand niemandem etwas – ein solcher Zustand existiert nicht in unserer Natur.

Wenn ich dir etwas gebe, bedeutet das, dass ich etwas zurückbekomme. Das heißt, es kann keinen Zustand geben, indem ein Mensch etwas von sich gibt. Weil er keine Quelle ist. Daher ist jedes Geben auf der materiellen Ebene ein versteckter Gewinn. Aber wie kann man dennoch eine Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreichen bzw. die eigene Seele erwerben? Wie kann das Verlangen Ihm ähnlich werden, wenn es ein Verlangen zu empfangen ist?

Nur wenn man eine Absicht zu empfangen hat, aber nur um zu geben, d.h. das Empfangen muss identisch mit dem Geben sein.
Wie kann man das machen? Wenn jemand mich liebt und mir etwas geben will, dann kann ich es wirklich von ihm bekommen, mit der Absicht, ihm ein Vergnügen zu bereiten. Indem ich etwas von ihm erhalte, tue ich ihm einen Gefallen, und dies wird dem Geben gleichwertig sein.

Es gibt viele solche Fälle in unserem Leben. Wir sprechen über das Verhältnis zwischen dem großen, von allen verehrten Menschen und dem gewöhnlichen Mann. Wenn er dem Großen irgendein Geschenk gibt, und dieser zustimmt, es anzunehmen, schenkt er damit dem gewöhnlichen Menschen eine Freude.

Dabei soll es beiden absolut klar sein, was dabei geschieht: der Große empfängt, um dem kleinen Mann eine Freude zu geben, und der andere gibt, weil selbst diese Handlung ein Vergnügen für ihn ist, da er einem großen Menschen gibt.

Wir sehen, dass hier die Handlung der Absicht entgegengesetzt wird, aber dies stört nicht, weil das Wichtigste die Absicht ist. Sie bestimmt den Wert einer Handlung, ihr Wesen.

Der Wunsch des Schöpfers zu geben, zum Genuss zu führen ist unveränderlich. Der Wunsch der Schöpfung auf allen Ebenen, der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen, ist es, nur zu bekommen!
Unbelebtes, pflanzliches und tierisches Verlangen wird „Natur“ genannt und existiert in allen Menschen.
Der Wunsch, auf Kosten der anderen zu genießen, wird Egoismus genannt. Und dabei genießen wir nicht, weil es für unser Überleben auf der tierischen Ebene notwendig ist, sondern weil der „böse Mensch“ in jedem von uns genießt, indem er den anderen demütigt.

Als Egoismus wird also nicht etwas bezeichnet, was wir tun müssen, weil die Natur uns dazu zwingt, sondern der Wille, andere zu unterdrücken, sich über sie zu erheben. Dies ist die böse Natur, die nur für den Menschen charakteristisch ist.

Wenn ich mich über den Wunsch zu dominieren und andere auszunutzen erhebe und ihn in das Geben an andere verwandele – sie nicht für meine Eitelkeit ausnutze, sondern mich ihnen gegenüber zwinge, ihnen wirklich zu geben, zurück zu geben, Genuss zu schenken, zu füllen – dann werden diese Wünsche, korrigiert vom Bösen zum Guten, Seele heißen.

 

Aus der Lektion in russischer Sprache, 21.05.2017
[#211973]